Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Seele verlässt uns in der Nacht…

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet der Satz im Sohar (Kapitel „Lech Lecha“, Punkt 359): „In der Stunde, wenn der Mensch liegt und schläft, verlässt ihn seine Seele“?

Meine Antwort: Als eine Seele wird das Licht im Wunsch bezeichnet. Da wir unseren Wunsch nur in Sfirot Keter, Chochma, und Bina korrigieren können, und in Sfirot Seir Anpin und Malchut nur teilweise korrigieren können – so heißt das vollständige, große Licht, das in uns gezeigt werden kann, das Licht „Neschama„, und, die Lichter „Yechida“ und „Chaja“ sind – nur eine kleine zusätzlichen Einblendung von unten nach oben.

Deshalb heißt unser allgemeiner Wunsch „die Seele“ (Neschama) – nach dem Namen des größten Lichtes, das er bis zum Ende der Korrektur enthalten kann.

Wenn sich der Wunsch in solchem Zustand befindet, dass er dazu fähig ist, das Licht „Neschama“ zu erreichen – dann heißt er die Seele (Neschama), denn wir benennen die Wünsche entsprechen den Lichtern, die sie ausfüllen können.

Und wenn die Wünsche nicht fähig sind, in sich diese Lichter zu enthalten, sich mit ihnen anzufüllen, aus Mangel am Schirm, dann gibt es keine Seele. Denn die Füllung sind der Schirm und das widergespiegelte Licht, d.h. die Eigenschaft des Gebens.

Somit wird als eine Seele nicht mein Erhalten des Lichtes von oben bezeichnet. Die Seele (Neschama), wie auch das ganze innere Licht im Wunsch, – bildet sich davon, dass ich dieses Leuchten jemandem weitergebe, ich führe es durch mich durch – und dadurch fülle ich mich an.

Das ist eben mein Licht, das ich bekomme. Ich bekomme die Möglichkeit des Gebens – und sie füllt mich aus.

Deshalb bekomme ich in „der Nacht“, wenn ich noch nicht fähig bin meine Wünsche zu korrigieren, d.h. über meine Wünsche mit Hilfe der Schirme zu herrschen, mit Hilfe der Eigenschaften des Gebens – den negativen Eindruck im Wunsch – die Finsternis.

Was bedeutet „die Finsternis“? – Ich kann nicht geben, und deshalb bestimme ich diesen Zustand – als „die Nacht“, die Abwesenheit des Gebens von meiner Seite. Ich bedauere es und bereite mich vor, die Wünsche zu korrigieren.

Und als „Tag“ wird der Zustand bezeichnet, den ich durch die Arbeit in „der Nacht“ erreicht habe – wenn ich in der Morgendämmerung zum Unterricht aufgestanden bin, mich mit den Freunden verbunden habe, verschiedene Korrekturen begangen bin und die neuen Wünsche und Schirme gefunden habe – denn ich schaffe in diesen Schirmen und Wünschen die neue Form des Gebens, die mich ausfüllt. Es bedeutet eben, dass für mich „der Tag“ gekommen ist.

Deshalb ist „die Nacht“ auch ein geistiger Zustand, die Vorbereitung der Wünsche. Und wenn der Mensch keinen Wunsch hat, das Geben zu erreichen, dann gibt es für ihn auch keine „Nacht“. Denn ich bestimme „den Tag“ und „die Nacht“, laut eigenen Zuständen.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 05.08.2010

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Wegweiser durch das Buch Sohar. Die mittlere Linie.

Auszüge aus meinem zukünftigen Buch „Wegweiser durch das Buch Sohar“

Innerhalb des allgemeinen Systems gibt es bereits die korrigierten Seelen. Wenn wir uns wünschen, die Enthüllung des Schöpfers zu erlangen, aber wir spüren, dass er verborgen ist, dann bedeutet dies von einem spirituellen Standpunkt aus , dass wir uns in der „Finsternis“, in der „Nacht“ befinden.

Gerade in der „Nacht“ sollen wir die Anstrengungen machen und unsere Gebete verrichten, dann werden diese hohen Seelen, in denen sich der Schöpfer befindet, auf uns durch das Buch Sohar einwirken.

Das Buch Sohar wurde speziell dafür geschrieben, um die Verbindung zwischen uns und diesen Seelen zu schaffen. Wenn wir dieses Buch lesen, verbinden wir uns mit diesen Seelen und durch dieses Buch schicken sie uns die Kraft, die „das Licht, das zur Quelle des Guten zurückführt“, heißt.

Obwohl dieses Licht zu unseren Seelen noch nicht durchdringt und sie nicht ausfüllt, da es keine Übereinstimmung („Ähnlichkeit der Eigenschaften“) zwischen unseren Seelen und dem Licht gibt, wirkt es jedoch auf uns wie der Mutterleib – einhüllend, liebkosend und umarmend.

So korrigiert uns allmählich das Licht – bis zu der Stufe, in der wir beginnen, es zu fühlen, ebenso die Seelen, mit denen wir durch das Buch Sohar in Verbindung stehen, als auch den Schöpfer, der im ganzen System der Seelen herrscht.

Dieses Licht wird Umgebungslicht genannt. Je nach unserer Korrektur, dringt es durch uns durch, füllt uns aus und wird zum „inneren Licht“ der Seele und zu unserem Geistesleben.

Innerhalb des Mutterleibes, den das umgebende Licht für uns bildet, entsteht die mittlere Linie. Die mittlere Linie ist meine genaue Berechnung, die beide Kräfte der Natur – die Kraft des Wunsches und die Kraft des Lichtes – maximal kombiniert, sodass das Licht den Wunsch korrigiert.

Jener Teil des Wunsches, der in diesem Prozess korrigiert und dem Schöpfer ähnlich wurde, nennt man die mittlere Linie. Das heißt, die mittlere Linie ist das Maß meiner Fähigkeit den Schöpfer nachzuahmen.

Das ist die Erscheinung des Schöpfers, die ich in mir in diesem Prozess aufgebaut habe. Und das hat mit dem Bitten, dem Gebet angefangen, das ich „in der Nacht“ verrichtet habe.

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Wegweiser durch das Buch Sohar. Das System der höheren Welten

Auszüge aus meinem zukünftigen Buch „Wegweiser durch das Buch Sohar

Um uns die Möglichkeit zu geben, den ganzen Prozess der spirituellen Entwicklung umzusetzen, hat der Schöpfer ein System der Verbindung zwischen Ihm und uns erschaffen. Durch dieses System lenkt Er uns von oben, und wir können Ihn von unten um Hilfe bitten und diese von Ihm erhalten.

Dieses System wird in mehrere Teile unterteilt:

1. Die Welt der Unendlichkeit, in der sich der Schöpfer in all Seiner Kraft offenbart.

2. Die Ebene unter der Welt der Unendlichkeit, genannt „die Welt von Adam Kadmon„, wo der Schöpfer seine Einwirkung in fünf Arten, entsprechend den fünf Ebenen unseres Egos, über welches wir uns erheben können, aufteilt.

3. Unter der Welt von Adam Kadmon befindet sich ein Lenk- und Kontrollsystem, genannt „die Welt von Azilut„. Die Welt von Azilut wird in fünf Teile unterteilt – Keter, Chochma, Bina, Seir Anpin und Malchut, genannt Atik, Arich Anpin, Aba we Ima, Seir Anpin und Malchut (Nukwa).

· Atik und Arich Anpin werden im Sohar als „unerkennbarer Kopf“ der Welt von Azilut bezeichnet

· Aba we Ima sind Chochma und Bina, aus denen alle Lichter Chochma und Chassadim zu uns kommen

· Nachdem sie durch Seir Anpin hindurchgegangen sind, kommen diese Lichter zu Nukwa, zu Malchut der Welt von Azilut, genannt „Shechina“, weil das ganze Licht, das für die Seelen bestimmt ist, zu ihr aus der Unendlichkeit kommt. Diese Malchut heißt ebenfalls „Versammlung der Seelen Israel“, weil sie in sich alle Seelen einschließt, die „Isra-El“ („direkt zum Schöpfer“) werden, d.h. zur Welt der Unendlichkeit aufsteigen, wollen.

4. Unter der Welt von Azilut befinden sich die Welten von Brija, Yezira, Assija (die Welten von BYA), in denen sich unsere Seelen aufhalten.

5. Unter den Welten von BYA befindet sich diese Welt.

In der Sprache des Sohar heißt Malchut „Erde“ und Bina (Ima) „Himmel“. Seir Anpin und Malchut tragen im Sohar solche Namen wie Shochen und Shechina, Schöpfer (Kadosh Baruch Hu) und Versammlung der Seelen Israels, Bräutigam und Braut, Männlicher und Weiblicher Teil (Sachar und Nukwa).

Jede dieser Realitätskomponenten erhält im Sohar vielerlei Bezeichnungen in der Sprache der Umschreibungen (Midrash). Aus diesem Grund, um uns zu helfen, uns mit ihrem inneren Wesen zu verbinden, ergänzt Baal haSulam akribisch die Worte des Sohar durch kabbalistische Begriffe.

Kabbalisten über Kabbalisten, Teil 1

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir.

Wer ist ein Kabbalist?

Doch die Kabbalisten, die die höheren (höher als die Erkenntnisse der fünf körperlichen Sinnesorgane) Stufen (in ihren Empfindungen und ihrem Verstand) wahrnehmen, erkennen alles (das gesamte Universum) in vollem Umfang (einschließlich seines vor den Menschen verborgenen Teils) und werden einer völligen Erkenntnis dieser Ebenen in sich würdig; dies (und genau diese Erkenntnis) bedeutet „Seele“.
Baal haSulamDas Geheimnis der Entstehung liegt in der Geburt“

Jeder, der die Fülle des Schöpfers erhält, ist stolz auf die Kronen (Früchte der Schöpfung) des Schöpfers. Derjenige aber, der zur Stunde der Handlung (der eigenen Korrektur) spüren durfte, dass auch der Schöpfer auf ihn stolz ist, weil Er ihn (in seiner Ähnlichkeit mit dem Schöpfer) bereit zum Empfangen der Fülle (des Lichts des Gebens und der Liebe) vorgefunden hat, derjenige wird als Kabbalist (die von dem Schöpfer bereitete Güte empfangend) bezeichnet.
Baal haSulam, Brief 46

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Kabbalisten über das Wesen der Wissenschaft der Kabbala, Teil 24

Die Wissenschaft der Kabbala und die Philosophie

Dort, wo das Wissen der Forscher (Überlegungen des egoistischen und deshalb vom Egoismus begrenzten Verstandes eines Menschen) endet, beginnt die Weisheit der Kabbala.

Dies bedeutet, dass die Philosophen nur bis zur Ebene der Kreise geforscht haben (bis zu welcher sie ihr Egoismus in seiner Einschränkung, nur für sich selbst zu sehen, gelassen hat), doch ab dort wissen sie nichts.

Aber selbst in ihrem Wissen (sogar) innerhalb der Ebene dieser Kreise (die sie in ihrer egoistischen Erkenntnis vom Gefühl erfassen und vom Verstand erforschen) geraten sie in ihrer Mehrheit sehr durcheinander (weil sie das Gesamtbild der Schöpfung, ihren Grund und ihr Ziel nicht sehen), was sie auch selbst zugeben.

Die Weisheit der Kabbala beginnt aber erst an jener Stelle, wo ihre (durch den Egoismus begrenzte) Allwissenheit endet, das heißt ab der Ebene der Kreise (der menschlichen Erkenntnis).
Rabbi Nachman von Bratslav. Sichot Moaran, 225

interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie

Wegweiser durch das Buch Sohar. Eintritt in die spirituelle Welt

Auszüge aus meinem zukünftigen Buch „Wegweiser durch das Buch Sohar“

In unserer Welt werden wir geboren und wachsen neben den uns liebenden Erwachsenen auf. Obwohl wir nicht begreifen, was sie von uns wollen, nehmen wir sie als Beispiel, indem wir ihnen alle Handlungen nachmachen, alle Wörter nachsprechen, selbst wenn wir deren Sinn nicht verstehen, das Verständnis kommt später. Die Natur ist so beschaffen, dass wir durch das Mitmachen und nicht durch den Verstand lernen.

Das ist die natürlichste Methode unsere Umwelt kennenzulernen, und auf die gleiche Weise treten wir in die spirituelle Welt ein. Auf uns wartet das gleiche System: wir haben spirituelle „Vater und Mutter“, die uns den Text des Buches Sohar näherbringen.

Und selbst wenn wir den Text nicht verstehen, bringt uns allein das Lesen mit dem Wunsch, zu verstehen, und dem Verlangen, spirituell zu wachsen, wie Säuglinge weiter, und wir fangen allmählich an, den Text wahrzunehmen.

Alle unverständlichen Namen und Bezeichnungen werden klarer und wir fangen an, die Sprache der spirituellen Welt zu verstehen, genauso wie wir unsere irdische Sprache von unserer Mutter gelernt haben.

Aus diesem Grund erkennt man, dass „nicht der Kluge, der lernt“, die spirituelle Welt erfasst, sondern derjenige, der beharrlich beim Buch Sohar bleibt und immer und immer wieder versucht, zu ihm zurückzukehren, es zu öffnen und zu verstehen, was der Sohar ihm sagen will.

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Abbitte vor Jahresbeginn

Vor Rosh haShana (Neujahrsfest) ist es üblich, Reue zu zeigen und um Vergebung zu bitten.
Aus dem Artikel von Rabash „Abbitte“: Wenn der Mensch den Schöpfer um Vergebung bittet, bedeutet dies, dass er den wahren Grund aller Sünden erkennt.
Wenn ihm aber der vollkommene Glaube fehlt, bittet er, dass der Schöpfer ihm die Kraft gibt, den Glauben im Herzen zu erlangen.
Daraus resultiert der Unterschied zwischen demjenigen, der den Glauben (die Eigenschaft des Gebens) erlangt hat und deshalb „Israel“ (zum Schöpfer strebend) heißt, und demjenigen, der den Glauben nicht erlangt hat und deshalb „Goi“ heißt (ein Volk, ein Fremder, d.h. mit einem fremden Verlangen, weil Verlangen/Razon von Erez/Land stammt, also ist Goi derjenige, der nicht zum Schöpfer strebt).
Derjenige, der stets den Glauben erkennt, sieht den Unterschied zwischen diesen beiden Stufen der spirituellen Entwicklung eines Menschen und kann, nachdem er von der Stufe „Goi“ zur Stufe „Israel“ übergegangen ist, den Schöpfer preisen: „Ich danke Dir, mein Schöpfer, dafür, dass Du mich nicht als Goi erschaffen hast!“

Als „Fremder“ wird ein Mensch bezeichnet, der für sich handelt, und als „Israel“, „Yehudi“, derjenige, der sich mit dem Schöpfer vereinen will, um Ihm zu geben.
Zwei Teile sind in jedem Menschen vorhanden: ein unkorrigierter, wo sein Ego, und ein korrigierter, wo die Eigenschaft des Gebens herrscht und regiert.
Darin besteht der Unterschied zwischen einem „Fremden“ und „Israel“, sowie das Maß unser aller Sünden. Und wir müssen uns selbst ständig in der Mitte sehen, genau diese Selbstanalyse bedeutet die Vorbereitung auf den Jahresbeginn, auf eine neue Veränderung.
Jeder muss sich als ein „Babylonier“ fühlen, der die Wahl hat, mit wem er gehen soll: mit Abraham, um „Israel“, auf der Suche nach dem Schöpfer, der Eigenschaft des Gebens, zu werden, oder den Weg des Egoismus mit dem Rest der Welt.
Alles wird nur am Schöpfer, der Eigenschaft des Gebens, gemessen – inwieweit wir wollen, dass sie uns beherrscht und uns in allem, sowohl bewusst als auch unbewusst, lenkt.

Nur auf diese Weise soll man sich den Schöpfer vorstellen – als eine innere Kraft, die in einem Menschen regiert, und keine äußere.
Es ist klar, dass der Mensch nicht dadurch „sündigt“, dass er über egoistische Verlangen verfügt, denn so ist er erschaffen worden! Doch wenn er sich entscheidet, in seinem Egoismus zu bleiben, dann wird das als Sünde bezeichnet.
Beim ersten Mal ist es noch keine Sünde (wie über den Sündenfall von Adam haRishon geschrieben steht), ich kläre nur diese Handlung, ihre Ursache und Wirkung.

Doch wenn ich bereits diese Sünde (Ego) in mir offenbare und mich damit einverstanden erkläre, dass sie in mir regiert, dann bedeutet das, dass ich „sündige“. Genau das ist die Überprüfung dessen, was ich will.

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Glücklich ist dein Schicksal?

Sohar, Abs. „Lech Lecha“, P.356: „Die Tora des Schöpfers ist vollkommen“, denn alles ist in ihr [eingeschlossen]. Glücklich ist das Schicksal eines jeden, der sich mit der Tora beschäftigt und sich von ihr nie trennt.

Denn für jeden, der sich von der Tora trennt, sei es nur für eine Stunde – ist es, als ob er sich von dem Leben in der Welt getrennt hätte.

Es steht geschrieben: „Er ist dein Leben und deine Langlebigkeit“. Und es steht noch geschrieben: „Langlebigkeit und Jahre deines Lebens, und sie fügen dir den Frieden zu.“

In der Wissenschaft der Kabbala studieren wir zwei Komponenten der ganzen Schöpfung: Das Licht und das Verlangen. Das Licht wirkt auf das Verlangen ein, und das Verlangen ist nur das Ergebnis der Einwirkung des Lichtes, wie es geschrieben steht: „Das Licht bewegt die Verlangen“.

Das allgemeine Licht, das Schöpfer (Kadosch Baruch Hu) genannt wird, steuert den ganzen Prozess der Entwicklung des Verlangens, in verschiedenen Zustände, stufenweise, in Ursache-Wirkung Abfolge, zu der Ähnlichkeit mit sich selbst, damit das Verlangen, das zwar wie „Etwas aus dem Nichts“ geschaffen wurde, solchen Zustand wie das Licht – „Etwas aus Etwas“ erreicht.

Die Handlungen, die das Verlangen zu genießen auf verschiedenen Etappen des Weges ausführt, um dem Licht, der Eigenschaft des Gebens, ähnlich zu werden, heißen „Klärungen“, „Korrekturen“, „Erfüllungen“ und ihr Ziel heißt „Verschmelzung“ (Siwugim).

„Verschmelzung“ – bedeutet teilhafte oder völlige (am Ende aller Korrekturen) Ähnlichkeit mit dem Licht. In dieser Verschmelzung verwirklicht sich die Verbindung zwischen dem Verlangen zu genießen mit der Absicht zu geben und dem Licht, mit der Eigenschaft des Gebens.

Alle unsere Handlungen heiъen spirituelle Arbeit, im Laufe derer unser Verlangen – mit Hilfe der Absicht um des Gebens willen – irgendeine Ähnlichkeit mit dem Licht, Verschmelzung mit dem Licht erreicht, bis den höchsten Verschmelzungsgrad erreicht wird, der die vollkommene Korrektur heißt.

Aus einem Unterricht aus dem Buch Sohar, 05.08.2010

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Der Glaube über dem Verstand

Was ist „der Glaube über dem Verstand“? Der Glaube bedeutet – das Geben, und „über dem Verstand“ bedeutet, dass das Geben wichtiger, als das Erhalten ist.

In unserem Zustand, drückt sich diese Eigenschaft nur in meiner Beziehung zur Gruppe aus, da ich nur in der Gruppe offenbar sehen kann, wie ich in meinen Handlungen und Gedanken ihr Wohl dem Eigenen bevorzuge.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 08.08.2010

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Es gibt etwas Neues über der Sonne!

Eine Frage, die ich erhielt: Warum steht im Sohar geschrieben: „Es gibt nichts Neues unter der Sonne, doch über der Sonne gibt es Neues“?

Meine Antwort: Über der Sonne gibt es Neues, weil das Licht keine neuen Verlangen (Kelim) der Schöpfung bringt.

Die Schöpfung muss in ihrem Inneren neue Verlangen, neue Erfüllungsmängel erkennen, wünschen, ausfindig machen, Anstrengungen dazu unternehmen.

Das Sonnenlicht ist das Licht der Unendlichkeit. Die Schöpfung nimmt dieses direkte Licht als das geringste Leuchten Nefesh de Nefesh wahr.

Und nur durch sehr viele Klärungen bezüglich der Gegensätzlichkeit ihrer selbst und des Lichts, des Egoismus und des Gebens, findet die Schöpfung durch ihre eigenen Anstrengungen neue Mängel gemessen an der Enthüllung der Größe des Schöpfers in sich heraus.

Auf diese Weise enthüllt sie neue Möglichkeiten des Gebens, darum wird das vorherige Licht Nefesh de Nefish, die Wahrnehmung des Schöpfers, aufgrund Seiner Größe als das unendliche Yechida des Lichtes NaRaNCHaY empfunden.

Die Enthüllung dieses großen Lichts, der Größe des Gebenden, ruft das Licht „über der Sonne“ – über dem Verstand, dem Verlangen, den Erfüllungen, die direkt vom Schöpfer zur Schöpfung kommen – hervor.

Aus diesem Grund ist die Sonne für sie lediglich das Leuchten des Lebens. Doch alles Übrige baut die Schöpfung über der Sonne auf, indem sie das Streben nach Liebe dem ursprünglichen Verlangen hinzufügt.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 05.08.2010

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