Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Höheres Licht'

Es ist nie zu spät, um den Sohar zu lesen

Eine Frage, die ich erhielt: Ist Ordnung wichtig, wenn man das Buch Sohar liest? Was ist, wenn ich erst seit kurzem beim Studium bin? Soll ich alles lesen, was ihr bis jetzt gelesen habt?

Meine Antwort: Erst einmal macht es keinen Unterschied, welchen Teil des Buches Sohar wir lesen. Es steht geschireben: „Es gibt keine Zeit in der Tora.“ Es macht also nichts, wo man anfängt zu lesen: in der Mitte, am Ende oder am Anfang.

Es macht ebenfalls nichts, wie viel man versteht oder nicht versteht oder ob man gerade erst mit dem Studium begonnen hat und das gerade die erst Lektion ist, oder ob man seit langem studiert. Man kann von Anfang an beim Studium dabei sein oder mittendrin während der Lektion hinzu kommen, wenn schon die Hälfte des Textmaterials behandelt wurde.

Alles was wir studieren sind Prozesse, die in Bina, Seir Anpin und Malchut (AHP) stattfinden, wo sich alle Höheren Kräfte oberhalb von Binas befinden. Das heißt, Bina ist die Höhere Kraft in Bezug auf uns; Seir Anpin ist ein System, das die Kräfte von Bina entlang der drei Linien zu uns leitet und Malchut empfängt diese drei Linien. Wir verbinden uns mit Malchut und arbeiten an unserer Verbindung zu Seir Anpin, um uns mit Bina zu verbinden.

Zu jeder Zeit bleibt das Bild das Gleiche – Bina, Seir Anpin und Malchut. Außer diesem gibt es nichts. Darum spielt es keine Rolle, welchen kabbalistischen Text man liest, sei es ein Kapitel der Tora oder Teile des Buches Sohar. Der Text spricht unveränderlich über das Gleiche – über die Korrektur der Seele im System von AHP, SAT de Azilut.

Darum findet man eine große Menge von Wiederholungen im Sohar, die alle unterschiedliche Beschreibungen davon sind, wie das Licht auf die Seele einwirkt. Wir wissen nicht, warum die Autoren des Sohar auf die Weise schrieben, wie sie es taten und warum sie bestimmte Worte und Wortfolgen wählten. Doch sie taten es natürlich; ihre Schriften reflektieren die korrekten Einwirkungen des Lichtes auf das Verlangen, während die Seele aufsteigt.

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Stelle dich auf das Licht ein, das im Sohar ist


Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann ich mich auf das Licht, das reformiert, einstellen, während ich den Sohar studiere?

Meine Antwort: Das Licht, das reformiert ist die Kraft des Gebens, die von Oben kommt und Eigenschaften des Gebens über unseren Willen zu empfangen bildet. Doch wie können wir diese Kraft anziehen, wenn wir nur auf egoistische Weise darüber nachdenken, wie wir geben können? Das wird nicht helfen. Stattdessen müssen wir uns auf das System, das auf uns wirkt, einstellen.

Unsere Seele muss die Wirkung des Umgebenden Lichtes auf uns empfangen. Dazu wurde uns das Buch Sohar gegeben, das uns alle möglichen Geschichten über einen Esel und eine Schlange, verschiedene Nationen, drei Linien, Seir Anpin, Malchut, den Tempel und viele andere Dinge, erzählt. Ich weiß nicht, an welchem Verlangen ich gerade arbeite und ob ich die richtige Ausrichtung habe, doch während ich den Sohar mit der richtigen Haltung lese, wirkt er als Verbindungssystem zwischen meiner Seele und dem Höheren System.

Es existiert ein Höheres System, in dem meine Seele schon in einen vollständig korrigierten Zustand eingeschlossen ist; derweil befindet sich meine unkorrigierte Seele unten. Diese zwei Systeme haben identische Strukturen. Der einzige Unterschied zwischen ihnen ist der Gebrauch des Verlangens, das heißt, die Absicht, die bestimmt, wie das Verlangen gebraucht wird. So wie ich mein Verlangen korrigiere, wird sich meine Seele ausdehnen, angefangen mit einem Punkt und neue verborgene Verlangen werden an die Oberfläche kommen. Doch ich brauche einen Mechanismus, der mich und diese beiden Zustände miteinander verbindet.

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Der Lichtstrahl, der uns erhebt


Eine Frage, die ich erhielt: Was ist das Licht, das uns erneuert und uns angeblich erheben soll?

Meine Antwort: Es ist eine Kraft, die als Folge deiner Studien und deines Verlangens kommt. Es gibt einen sehr dünnen Lichtstrahl, der dich zu beeinflussen beginnt, wenn du in ihn „hinein gehst“. Du und dein Verlangen wirken in der gesamten Sphäre, aber du musst diesen dünnen Strahl finden, indem du dich zum spirituellen Ziel hin bewegst. Dieses Licht beginnt dich dann zu beeinflussen und bringt dich zu seinem Ursprung zurück.

Das Licht kommt aus diesem Ursprung und wenn du dich genau auf dieses Licht ausrichtest, wirst du unter seinen Einfluss kommen. Es beginnt, auf dich zu scheinen und dich entlang seinem Strahl zum Ziel zu ziehen.

Was hat das mit dem Lesen des Sohar und der Denkweise von der Einheit der Seelen zu tun? Dieser Strahl schlägt direkt in der Quelle der Einheit seine Wurzeln – in der kollektiven Seele vor ihrem Zerbruch, wo alle Seelen zu einer Einheit verbunden sind, in Malchut der Welt der Unendlichkeit. Aus diesem Grund ist es so wichtig für dich, dem Verlangen, unter den Einfluss des erneuernden Lichtes zu kommen, zu folgen und zu spüren, dass du vollkommen von ihm abhängig bist.

Zudem musst du diesen Strahl selbst finden. Er ist deutlich von Oben nach unten gerichtet, von der Welt der Unendlichkeit, der Wurzel deiner Seele. Er erstreckt sich über alle Welten und reicht bis in diese Welt, wo er dich „berührt“. Er scheint von Oben jedoch nur von einem bestimmten Punkt aus in diese Welt und du kommst zu diesem Punkt, wenn du die richtige Absicht hast. Nur wenn du diesen Punkt findest, wirst du den dünnen Lichtstrahl von Oben sehen und dann wird deine Seele entlang des Strahls zu seiner Wurzel emporsteigen.

Du musst dich ändern, um diesen Punkt zu entdecken. In der Zwischenzeit ist das Licht überall um dich herum, aber du kannst es nicht sehen. Du wirst es erst sehen, wenn du einen Weg hinein findest; darin liegt die Herausforderung.

Bestiehl dich nicht selbst


Der Sohar: Wenn ein Mensch mit Vollkommenheit erfüllt ist, dann wird er als jemand betrachtet, der im „Haus“ wohnt. Das Wort „Haus“ steht für Nukwa von Seir Anpin, welche das Licht von Mochin de GAR ausströmt, wie geschrieben steht: „Die Weisheit erbaut das Haus“. Darum ist jeder, der von Nukwa empfängt, ein Hausbewohner. Wenn jedoch jemand aufgrund seiner Unvollkommenheit Korrektur benötigt, dann fordert er Schutz von jenen außerhalb, die sich an ihn heften und zur Sünde führen können.

Wenn jemand einen mit Licht von Chochma gefüllten Zustand erreicht, dann braucht er Schutz und erhebliche Korrektur. Das Licht von Chochma versorgt uns mit riesengroßem Genuss und veranlasst größere Korrekturen, indem es alle menschlichen Verlangen erweckt und den Durst nach Erfüllung durch das Licht vergrößert. Darum muss der Mensch vor seinen eigenen egoistischen Verlangen geschützt werden, damit er nicht das Licht von sich selbst stiehlt und er die spirituelle Stufe bewahren kann, die er bereits erreicht hat. Aber wie kann er sich schützen?

Es folgt, dass er das Haus verlassen muss (den mit Licht von Chochma erfüllten Zustand), da es ihm nicht erlaubt ist, dieses erhabene Licht zu empfangen, aus Angst, dass äußere (egoistische) Verlangen sich an ihn klammern könnte.

Hier sprechen wir über jemanden, der sich mit der Eigenschaft des Gebens identifiziert. Die Eigenschaft des Gebens (das Licht von Chassadim) ist mit dem Licht von Chochma gefüllt, welches das Verlangen zu geben erfüllt. Aber außer dem Verlangen zu geben besitzt der Mensch auch das Verlangen zu empfangen und hat Angst, dass dieses Verlangen erwachen und sich an das Licht von Chochma (den Genuss, den man durch das Verlangen zu geben fühlt) innerhalb des Lichtes von Chassadim anheften wird. Darum muss er diesen Zustand verlassen und „aus dem Haus herausgehen“.

Durch das Verlassen des Hause bleibt er auf der gleichen spirituellen Stufe, doch diesmal auf der Seite von Chassadim. Wenn seine unkorrigierten, egoistischen Verlangen, denen die Absicht des Gebens fehlt, das Licht von Chochma von oben nach unten anziehen, dann wird er von seiner spirituellen Stufe fallen und wie alle anderen Sünder werden. Die Flutwellen werden steigen und ihn ertränken.

Indem er das Haus verläßt, korrigiert er sich erheblich. Er wird stärker und erwirbt einen zusätzlichen „Schirm“, welchen er benutzen kann, wenn er sich später Eintritt zum Haus verschafft und dort bleibt. Die Folge dieser Austritte aus dem Haus (eine spirituelle Handlung) ist, dass der Mensch einen Schirm erwirbt. Auf diese Weise zieht er die Kraft der Überwindung an, die er das nächste Mal verwenden kann, wenn er das mit dem Licht von Chochma erfüllte Haus betritt und dort bleibt.

Kabbala-Bücher sind für jedermann

Eine Frage, die ich erhielt: Für wen schrieben die Kabbalisten ihre Bücher?

Meine Antwort: Baal HaSulam schreibt in der „Einführung für das Studium der Zehn Sefirot“ (Abschnitt 155), dass Kabbalisten jedermann dazu verpflichteten, diese Bücher zu lesen, denn wenn sie gelesen werden, begeben sich jene, die sie lesen, unter deren korrigierenden Einfluss. Das geschieht selbst dann, wenn der Inhalt und deren Bedeutung nicht verstanden werden.

Folglich sind Kabbala-Bücher für beide bestimmt, jene, die den Weg beschreiten wollen, um Spiritualität zu enthüllen, und jene, die bereits die spirituelle Welt enthüllt haben. Jene, die voranschreiten wollen, benutzen diese Bücher als ein Mittel zur Korrektur (Segula), und jene, die bereits das Spirituelle enthüllt haben, benutzen sie als Anleitung auf ihrem Weg.

Die große Mehrzahl der Kabbalisten schrieben ihre Bücher nicht für Anfänger, sondern für jene, die bereits Spiritualität erlangt haben. Nur einige wenige, besondere Seelen (Baal HaSulam, Ramchal) verwendeten große Anstrengungen darauf, Bücher zu schreiben, die ein besonderes Licht ausstrahlen, speziell für jene, die danach streben, Spiritualität zu erlangen.

Wenn du bittest, wird dein Wunsch wahr werden

Es steht geschrieben „Es gibt keinen Grashalm, über dem nicht ein Engel steht, der ihn schlägt und ihm sagt ‚Wachse'“, was bedeutet, dass alles von Oben kommt. Und diese allgemeine Lenkung von Oben ist der Entwicklung der ganzen Welt gemeinsam.

Wenn wir jedoch versuchen, das Ziel der Schöpfung zu erreichen, unterwerfen wir uns der individuellen Lenkung, die einer anderen Regel gehorcht: Unser Verlangen, unser Gebet (MAN) von unten ist allem anderen vorrangig. Erst danach kommt das Licht (Korrektur) von Oben zu uns herab. Das ist auch der Grund, warum jeder neue spirituelle Zustand, der in uns auftaucht, eine Folge unseres Verlangens danach ist. Aber wir haben keine Kontrolle über das, was passiert; wir bitten, fordern und verlangen, dass etwas geschehen soll, und dann führt das Höhere Licht, von der nächsten Stufe, diese Änderung in uns durch und wir steigen zur nächsten Stufe auf.

Die ganze Kunst der spirituellen Arbeit besteht darin, dies zu verstehen und dann zu beginnen auf diese Weise zu fühlen und zu handeln. Alles was von uns verlangt wird, ist zu forschen, zu prüfen und etwas zu erbitten, und sobald unsere Bitte richtig ausgeführt wird, zieht sie eine sofortige Antwort vom Licht an.

Deshalb beginnen alle Veränderungen beim Menschen, werden aber durch den Schöpfer ausgeführt. Das Licht bleibt im Zustand absoluter Ruhe und wartet darauf, dass wir diese Änderungen fordern.

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Bittet einfach und ihr werdet bekommen

Eine Frage die ich erhielt: Was soll ich tun, wenn ich das Höhere Licht, das mich mit dem Willen zu empfangen erschaffen hat, bitten möchte, mir ebenfalls die Eigenschaft des Gebens zu geben, wenn ich nicht mal weiß, wie ich darum bitten soll? Ich weiß nicht wen und wonach ich fragen soll?

Meine Antwort: Unsere Entwicklung folgt immer einer Kette von Ursachen und Wirkungen: Ursache – >Handlung< – Ergebnis, welches dann die Ursache > für die nächste Handlung -> wird usw…. So also kann ein Mensch, der zu einer wahren Erkenntnis gelangt, wissen, dass er von Oben Hilfe benötigt, wonach er fragen und wie er fragen muss!

Das Problem ist, dass wir eine sehr lange Zeit in einem Zustand verbringen, in dem es uns erscheint, dass wir nach etwas streben, was uns spirituell erscheint, und es erscheint uns, als ob wir es mit einem brennenden Verlangen wollen.

Doch jetzt „scheint“ es uns nur so zu sein. Dies ist auch der Grund, warum wir es nicht wissen, wie wir bitten und wen wir bitten sollen. Aber im Grunde wissen wir nicht, wie wir ein kabbalistisches Buch öffnen und darin das Licht, das uns verändert, finden sollen.

Dies kann mit einem dreidimensionalen Bild gezeigt werden. Wenn man sich solch ein Bild oberflächlich ansieht, wie jedes andere Bild auch, wird man nichts erkennen. Wenn man aber den Blick de-fokussiert, wird man in das Bild eindringen.

Das gleiche gilt für unsere spirituelle Arbeit zur Enthüllung der Höheren Welt. Als Ergebnis der vielen Anstrengungen wird unser Blick neu ausgerichtet. Wir werden auf diese neue Welt schauen und plötzlich in sie eindringen. Das sollte die Wirkung -> all deiner vorherigen Handlungen sein.

Aber zurück zu Ihren anfänglichen Beschwerden: „Warum werde ich ignoriert, obwohl ich schreie?“ Das ist ganz einfach. Es liegt daran, dass Sie noch nicht begonnen haben, wirklich zu schreien. Wenn all Ihre Bitten zu einem echten Schrei werden, wird dies sofort die Ursache, die Sie zur Wirkung führt – der Enthüllung der spirituellen Welt.

(Aus dem täglichen Kabbala Unterricht)

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Die Mechanik des Glaubens, die Fähigkeit zu geben

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist Glaube in der Kabbala?

Meine Antwort: Glaube ist gleich Geben in der Kabbala; wenn man geben kann, trotz seines Willens zu empfangen. Dies wird „Glaube über den Verstand“ genannt.

Die Natur eines Menschen ist der Wille zu empfangen, und Glaube ist die Eigenschaft zu geben, welche entgegengesetzt zu unserer Natur ist. Wir können die Eigenschaft des Gebens nur mit der Hilfe des Höheren Lichtes erreichen, weil es uns dazu verhilft, uns über uns zu erheben und aus einem anderen Verlangen heraus zu handeln: um der anderen willen oder um des Schöpfers willen. Dann handelt man aus diesem Verlangen heraus, anstelle des eigenen, angeborenen Verlangens. Und aus diesem Grund wird man von der Höheren Stufe abhängig (man wird zum Sklaven des Schöpfers), anstatt Sklave von sich selbst.

Wenn du daher Glauben an mich hast, bedeutet das, dass du mit all deinen Fähigkeiten um meinetwillen handelst. Du wirst sogar wie ich. Das ist so, weil gewöhnlich jeder Mensch jedem anderen entgegengesetzt ist. Wenn aber jemand Glaube an mich besitzt,bedeutet das, dass er seine Verlangen mir gegenüber neutralisiert hat und durch diese Wünsche sind er und ich eins.

Das Gegenteil von Glauben ist Wissen, wobei wir dann für unsere eigenen Wünsche handeln. Glaube bedeutet, wenn wir mit der Absicht handeln, die Wünsche der anderen zu erfüllen. Wenn ein Mensch diese Eigenschaft besitzt, dann spürt er die Dinge außerhalb von sich, durch die Verlangen der anderen. Und was man durch diese Verlangen spürt, ist die höhere spirituelle Welt. Darum steht der Glaube auch der Liebe so nahe (Liebe für den Nächsten), weil die Liebe die Eigenschaft ist, das eigene Verlangen durch das Verlangen des anderen zu ersetzen und dieses Verlangen zu erfüllen.

Wie man sieht, in der Kabbala ist Glaube, wenn ein Mensch die Eigenschaft des Gebens meistert – eine höhere Eigenschaft. Dies steht natürlich nicht im Zusammenhang mit dem Glauben, wie er in unserer Welt verstanden wird: Wenn man etwas glaubt, was jemand anderer sagt und das als Tatsache akzeptiert. Mit dieser Art Glauben würde ich auch die Fehler oder den falschen Glauben eines anderen als Tatsache akzeptieren, und sie dann als Grundlage all meiner Handlungen und meines gesamten Leben verwenden.

Verwandtes Material:
Blog-post: Irrationalität ist ein Schritt nach vorn
Blog-post: Zum Geben über das egoistische Kalkül aufsteigen
Blog-post: In der Kabbala ist sehen gleih glauben
Shamati #43: „Wahrheit und Glaube“
 
 

Wie die Welt auf die Enthüllung des Schöpfers vorbereitet wird

Die Kabbala ist die Methode, um dem Menschen den Schöpfer zu enthüllen (siehe den Artikel von Baal HaSulam „Die Essenz der Weisheit der Kabbala„).

Ungeachtet der Tatsache, dass die Wissenschaft der Kabbala im Laufe der Jahrtausende vor den Menschen verborgen war, bereitete sie die Menschheit darauf vor, sie als notwendige Methode zur allgemeinen Erlangung einer vollkommenen Existenz zu empfangen, indem sie sich in den Wissenschaften und den gesellschaftlichen Beziehungen auf eine gegenteilige, egoistische Weise manifestierte.

Ein Mensch muss jedoch seinen natürlichen Wünschen und angeborenen Denkmustern entsprechend, zunächst eine unabhängige Entwicklung in die falsche Richtung durchlaufen. Und eben genau dadurch, dass der Mensch alle Phasen einer technologischen, wissenschaftlichen, religiösen und sozialen Entwicklung durchläuft und von ihnen enttäuscht wird, erwirbt er die Fähigkeit die Höhere Weisheit und den Höheren Geist zu verstehen (diese sind höher als das, was ihm von Natur aus zur Verfügung steht). Dadurch, dass er alle Methoden ausprobiert und erfahren hat, wie begrenzt und ungeeignet diese zur Verbesserung der Welt sind, gelangt der Mensch an den Punkt, wo er sie von sich weist und die Kabbala als die einzig wahre Methode seiner Entwicklung wählt.

Die Entwicklung verläuft deshalb auf eine solche Weise, weil der Schöpfer vor dem Menschen verborgen ist. Dies soll ihm eine Möglichkeit geben, die Wahrheit durch eigenständige Entwicklung zu erfahren. In derselben Weise, wie der Schöpfer in unserer Umgebung verborgen ist, liegt die Kabbala, die Methode, Ihn zu erfahren, in den weltlichen Wissenschaften verborgen.

Ähnlich der Entwicklung der Wissenschaften, die zur Enthüllung der Wissenschaft der Kabbala führen, die in ihnen verborgen liegt, führt die menschliche Entwicklung in unserer Welt zur Enthüllung des Schöpfers. Ein Mensch erfährt zunächst durch die Wissenschaft die Welt, später erfährt er mit Hilfe der Kabbala den Schöpfer.

Daher ist im selben Maße, wie die Verhüllung des Schöpfers, auch die Verhüllung der Kabbala Ursache für all unser Unglück und Leid.

Die Wissenschaft der Kabbala ist die Methode zur Enthüllung des Höheren Lichtes in den korrigierten egoistischen Wünschen. Es ist das Licht von Chochma, das im Licht von Chassadim (der Eigenschaft des Gebens) enthüllt wird. Das direkte Eindringen von Chochma in die egoistischen Wünsche, ohne zuerst vom Licht von Chassadim umhüllt worden zu sein, lässt die Wissenschaften dieser Welt entstehen.

Da das Licht von Chochma von der Enthüllung des Schöpfers in der Höheren Welt (der Umhüllung des Lichts von Chochma im Licht von Chassadim) in diese Welt absteigt und so den Schöpfer – in den weltlichen Wissenschaften und egoistischen Wünschen – ein wenig enthüllt, ist klar, dass alle Entdeckungen der Natur, die in unsere Welt absteigen, nichts weiter sind, als eine unbedeutendere Enthüllung des Schöpfers in der Wissenschaft der Kabbala in der Höheren Welt.

Mit anderen Worten, aus der Wissenschaft der Kabbala, die die Höhere Wurzel der weltlichen Wissenschaften darstellt, steigt nur ein sehr unbedeutender Teil der Wahrheit in die Wissenschaften dieser Welt ab. Auf dieselbe Weise erhält unsere gesamte Welt nur den „Ner Dakik„, einen „Funken“ des Höheren Lichts.

Wir können jedoch ausdrücklich von unten nach oben, d.h. von den weltlichen Wissenschaften zur Wissenschaft der Kabbala gelangen. Hierin liegt die Ursache für die Wiederbelebung aller Wissenschaften und der daraus resultierenden Vorbereitung der Welt auf die Enthüllung des Schöpfers.

 

Durch Kabbala anstatt durch Alkohol beeinflusst


In den Nachrichten (übersetzt aus The Times Online): „Tod durch Alkohol in zehn Jahren auf 40% angestiegen“ – Die Anzahl der Menschen, die an Ursachen sterben, die mit Alkohol in Verbindung stehen, stieg um fast 40 Prozent von 5.287 im Jahr 1999 auf 7.341 im letzten Jahr an, wie die Zahlen zeigen, die vom Abgeordneten der Konservativen, James Brokenshire, einem Schattenminister des Home Office, erhoben wurden.

Die Sterberate unter Frauen stieg um 32 Prozent und unter Männern um 43 Prozent an. Die Todesfälle mit einer alkoholbedingten Ursache bei Personen unter 40 Jahren, stiegen um 24 Prozent an, wie die Zahlen zeigen.

Mein Kommentar: Nur Bildung ist in der Lage, die Gesellschaft zu verändern und sie in einen vollkommenen Zustand zu bringen, so dass sie die Wirtschaft, die Kultur und den Entwicklungsweg positiv beeinflussen wird. Ich habe Methoden zur Neuerziehung der Gesellschaft nach den Prinzipien der Kabbala in meinem Buch „Die letzte Generation“ (in Hebräisch erhältlich) miteinbezogen. Es gibt keinen anderen Weg zur Rettung für alle Nationen und die Welt.

Die Kabbala bietet nicht nur einleuchtend natürliche Methoden wie Bildung, sondern eine Methode der Selbstentdeckung und Veränderung, die auf der Struktur der Natur der Welten und der Seelen basiert. Daher, obgleich der tatsächliche Ansatz banal klingt, bedeutet dies Folgendes: „Die kabbalistische Bildung – Ein Mensch verändert sich unter dem Einfluss des Höheren Lichtes“, was gerade durch den „Gebrauch“ von kabbalistischen Texten geschieht. Es ist nicht nur das Studium dieser Texte als Informationsmaterial, das diese Veränderung hervorruft, sondern das Studium dieser Texte mit der Absicht, die eigenen Eigenschaften zu verändern. In diesem Fall zieht ein Mensch die Höhere Eigenschaft – das Licht – auf sich.

Durch den Gebrauch dieser Methode können wir uns selbst und die Welt zum Besseren verändern. Alle anderen Handlungen führen zur Vermehrung des Übels, damit es erkannt wird, um anschließend zu der Methode zurückzukehren, welche die Kabbala bietet.

Die Welt ist etwas, das wir wahrnehmen und sie existiert nicht außerhalb von uns. Sie ist nur von unseren individuellen, inneren Eigenschaften abhängig. Wenn ich daher „Bildung“ sage, meine ich die vollständige Veränderung eines Menschen von der Stufe (des Verstehens) dieser Welt zu der Stufe (des Verstehens) der spirituellen (ewigen, vollkommenen) Welt. Die Art, wie ein Mensch die Welt wahrnimmt, ist die gleiche, in der er sich selbst wahrnimmt. (Anschauungsmaterial über die Wahrnehmung der Wirklichkeit)

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Blog-post: Übermäßiges Trinken ist nicht länger nur das Problem der Russen
Blog-post: Menschliche Gene durch das Kabbalastudium verändern