Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Wir brauchen einen Neuanfang!

Feiertage und besondere Tage, über die in der Kabbala gesprochen wird, sind keine gewöhnlichen Kalendertage, sondern Erlangung durch den Menschen seines persönlichen besonderen Zustandes, in dem er eine prinzipielle innere Berechnung mit sich selbst durchführt. Und wenn der Mensch zu einer solchen Berechnung kommt, dann bedeutet es, dass er tatsächlich einen Neuanfang erreicht hat, der als Neujahr, Rosch ha Schana bezeichnet wird. Dementsprechend erreicht er auch das Feiertagsgebet.

Jeder Feiertag bedeutet eine seelische Berechnung und ein Gebet, denn es gibt nichts außer der Korrektur unserer Verlangen. Doch der Anfang eines neuen Jahres ist dadurch besonders, dass er nach vielen Klärungen kommt. Er kommt nicht, bevor der Mensch sich selbst, alle Verlangen, die sich ihm enthüllen, nicht vollständig geprüft hat – denn jede höhere Stufe schließt alle vorangegangenen als einen winzigen Teil von sich mit ein.

Wenn der Mensch jedoch eine Berechnung seiner gesamten Handlungen und Gedanken durchführt, erkennt er, dass er keinen Erfolg erzielt hat, dass er nicht vorankommt, denn er ist überhaupt nicht für die spirituelle Erhebung erschaffen. Schwere Gedanken hinsichtlich der Spiritualität sowie Zweifel und Neid in Bezug auf die anderen übermannen ihn – er will höher als sie sein und denkt: „Warum sie und nicht ich?“

Und nach vielen solchen Berechnungen, wenn er vollkommen verloren ist, spürt er endlich, dass er einen Neuanfang braucht. Es gibt keinen Ausweg, denn an diesen ganzen Berechnungen, Klärungen, Kritik, Neid und Hass ändert sich jahrelang nichts. Und das einzige, was ihm bleibt, ist das Gebet, der Hilfeschrei, weil nur die höhere Kraft hier helfen kann. Genau dieser innere Schrei wird als Gebet von Rosch ha Schana, von Neuanfang, bezeichnet.

Und bis dahin sieht sich der Mensch als vollkommen verloren, er sieht, dass die ganze Welt damit, was er macht, nicht einverstanden ist, und er selbst begreift nicht, was mit ihm los ist und was das für ein Weg ist. Seine ganze Kritik entspringt dem Egoismus.

Darum geht es in dem Gebet um die Erinnerungen – um die Notwendigkeit, seine gesamten Verlangen und Handlungen zu analysieren, und um das Blasen des Horns (des Schofar) – denn wir müssen unseren spirituellen Weg trotz allem erheben („Schufra“ bedeutet auf Aramäisch „Schönheit“). Und um hier voranzukommen, müssen wir uns an die authentischen Quellen wenden.

Es existiert in der Welt eine Vielzahl von Meinungen, eine Vielzahl von Menschen, die einen beeinflussen, ihm ihre Gedanken einflößen und ihn in verschiedene Richtungen zerren. Man muss jedoch einen strengen Richter über sich selbst stellen und sich fortwährend in dem Maße seines Verständnisses für das Geschriebene mit den Quellen vergleichen – unabhängig von seinem Ego, vom Verlangen, sich zu erheben und zu verdienen, höher als die anderen zu sein, sondern umgekehrt, indem man nur wünscht, die Kraft des Gebens zu erlangen und in jenem Volk, in dem der Schöpfer wohnt, aufzugehen.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 26.09.2011


Die flüchtigen Gedanken quer durch „Shamati“ – Schechina im Exil

Unser gemeinsamer Zustand, in dem wir alle verbunden sind, heißt Malchut der Unendlichkeit oder Schechina. Schechina ist der „Ort“, an dem das höhere Licht offenbart wird, welches nach seinen Handlungen als „Schochen“ genannt wird. Dieses Licht hält sich an diesem Ort auf.

Wir stellen die Wünsche dar, die miteinander durch die gemeinsame Eigenschaft des Gebens verbunden sind. Und deshalb können wir mithilfe dieser Eigenschaft das höhere Licht offenbaren, das uns ausfüllt.

Solange wir uns nicht als verbunden und im vollkommenen Zustand der korrigierten Schechina empfinden, befinden wir uns nicht in der Enthüllung, sondern in der Verhüllung, im Exil. Dieses Gefäß ist verhüllt und heißt deshalb „Schechina im Exil“.

Auszug aus der 6. Lektion des Kongresses in Toronto, 18.09.2011

Eine ehrliche Bitte um Hilfe

Frage: Wenn es eine Einschränkung des Empfangens gab, warum fühlen wir keine Scham, wenn wir Bitten und Gebete (MAN) nach oben schicken?

Meine Antwort: Wir schämen uns nicht, weil wir um Hilfe bitten das Geben zu erreichen, und nicht zu unserem eigenen Wohl. Deswegen muss man sich nicht schämen!

Du kannst berechnen: „aber die gesamte Korrektur geschieht aufgrund der Scham, die von Malchut der Welt der Unendlichkeit empfunden wird!“ Jedoch schäme ich mich nicht, wenn ich diese Bitte erhebe, weil ich nicht für mich selbst frage, vielmehr frage ich für mich selbst nur für absolut notwendiges, so dass ich den Rest geben kann!

Es gibt dabei keine Scham. Ganz im Gegenteil: das ist hier Ehrenhaft für mich, denn ich werde in der Lage sein, anderen zu geben, was ihnen niemand anders geben kann! Jeder hat solch einzigartige Fähigkeiten, in denen die Arbeit, die durch ein einziges Individuum vollbracht wird, von niemand anderem getan werden kann. Denn jeder einzelne hat seine eigene persönliche Wurzel in der gemeinsamen Seele. Deswegen ist er in der Lage um Stärke zu bitten, um zu leben und um gesund zu sein, um Wissen und Fähigkeiten zu erlangen – wenn diese Dinge gebraucht werden, um Handlungen des Gebens auszuführen.

Das ist genau das, was „Leben“ in der Welt der Wahrheit bedeutet. Das ist meine Existenz: Mein Leben ist nur in dem Maß möglich, indem ich geben kann. Meine Handlungen sind ausschließlich geben. Und der Geist der durch mich fließt hält mich am Leben, welches zum Geben bestimmt ist. Das ist es, was als eine spirituelle Stufe bezeichnet wird.

Aus dem 4. Teil der Täglichen Kabbala Lektion vom 25.08.2011, Einführung in die Weisheit der Kabbala

Die undurchsichtige Wolke über der Welt

Heute fühlen wir, dass die Welt sich verändert, aber warum? Weil der Schöpfer sich enthüllt. Er nähert sich uns an, so dass wir in unserer Welt die Veränderungen empfinden. Diese Veränderungen sind gegen unseren egoistischen Wunsch gerichtet, weshalb wir sie als etwas Unverständliches wahrnehmen. Zum ersten Mal in unserem Leben gelingt es uns nicht, in diese Welt, in dieses Leben, einzutreten. Wir sind nicht in der Lage zu verstehen, was geschieht.

Normalerweise erfüllten wir diese Arbeit selbst. Aus eigenem Antrieb nahmen wir die Veränderungen vor und nicht, weil das Leben uns dazu gezwungen hat. Wir sahen einfach, dass es auf die andere Weise besser sein wird. Aber heute ist alles anders. Das Leben ändert sich, die Welt ändert sich, und wir werden verwirrt. Wir verlieren die Kontrolle über die Ereignisse und können sie nicht verstehen. Wir finden uns plötzlich in einer neuen Welt, die voll von unangenehmen Überraschungen ist, die sich täglich nur vermehren.

Wir fühlen uns völlig kraftlos, wie die Menschen, die sich verloren haben, oder wie die erschrockenen und verwirrten Kinder, die nichts wissen und nichts verstehen. Und das alles geschieht, weil die Eigenschaft des gegenseitigen Gebens und der Nächstenliebe sich enthüllt, und uns wie eine Wolke bedeckt.

Diese Wolke ist leicht und undurchsichtig, und sie fällt auf uns herab, so dass wir darin die gewöhnlichen Empfindungen verlieren: die Sehkraft, den Verstand. Nichts funktioniert mehr in diesem Nebel. Wir versuchen noch ein wenig, die alten Verhaltensmuster einzusetzen, aber nicht mehr lange. Es ist egal, welche Handlungen wir erzeugen, weil diese Wolke vor uns die Ursache verhüllt und wir einfach nicht verstehen können, welche Handlungen richtig sind.

Eigentlich bedeutet dies die Annäherung des Schöpfers. Und wir sollen beginnen, uns Ihm entsprechend zu verändern. Erst dann können wir durch diese Wolke, durch diese neue Eigenschaft des Gebens und der Liebe, der Verbindung, der Vereinigung, der Gemeinsamkeit verstehen, was wir mit unserem Leben machen müssen.
Natürlich können wir irgendwie versuchen, uns dieser Wolke anzupassen. Es wird uns aber nicht gelingen, sie zu verjagen. Und je schneller sie auf uns zukommen wird, desto mehr müssen wir uns ihr anpassen.

Wenn wir uns ihr aber nicht anpassen werden, dann wird sie uns mit solchem Nebel umhüllen, dass wir gezwungen sein werden, uns mit ihr ins Gleichgewicht zu bringen. Wenn die Anpassung nicht erfolgt, dann werden wir eine immer größere Kraftlosigkeit und Unfähigkeit empfinden, können nicht richtig verstehen, fühlen, reagieren, uns im Leben nicht zurechtfinden.

Man kann abwarten, bis die Lage ganz erschreckend, aussichtslos und unbestimmt wird. Dann werden die Leiden uns endlich zur Handlung anstoßen. Sie werden so groß, bis wir dann losrennen, um diesen Leiden zu entkommen, um sie zu verringern oder sie zu versüßen. Oder wir werden im Voraus beginnen, nach der Energie und der Kraft sowie nach dem Grund und der Motivation zu suchen, die uns anregen werden, gegen unsere Natur zu kämpfen und sie zu ändern, um dieser Wolke zu entsprechen.

Dann werden wir verstehen, was hier geschieht. Aus den neuen Eigenschaften werden wir die Natur der Wolke entsprechend dem Gesetz der Ähnlichkeit verstehen und darin gedeihen können. Wir werden sie nicht negativ wahrnehmen; im Gegenteil, wir werden diese neue Kraft und neue Macht als gut und positiv empfinden können. Denn früher stand unser Leben unter der Macht vom Ego und jetzt herrscht darin die höhere Kraft.

Und in jenem Maß, in welchem wir sie verstehen, treten wir ins selbe Gebiet der Offenbarung ein und beginnen darin mit dem richtigen Verständnis und den richtigen Empfindungen zu existieren.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabash, 02.09.2011

Kabbala Akademie

Es werden dringende Maßnahmen gebraucht um eine neue Rezessionsphase zu vermeiden

Meinung (Christine Lagarde, die Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF)) Es ist notwendig dringende Maßnahmen im Bereich der Koordination der Bemühungen in der Währungspolitik einzuleiten.

Die Entwicklungen dieses Sommers zeigen an, dass wir uns in einer gefährlichen neuen Phase befinden. Wir wissen, was auf dem Spiel steht: Die schwache Erholung droht zu entgleisen. Auf beiden Seiten des Atlantiks sammeln sich negative Einflüsse an.

Kommentar In letzter Zeit beginnen alle einander negativer Einflüssen zu beschuldigen. Solche Einflüsse sind tatsächlich vorhanden, aber es war schon immer so. Jetzt enthüllt sich einfach die Verbindung von allen in einem Netzwerk der Beziehungen und deshalb wächst die Empfindlichkeit der Handlungen anderen gegenüber. Wenn wir keine Maßnahmen für gemeinsames gegenseitiges Verständnis (gegenseitige Bürgschaft) ergreifen, lösen sich solche Beziehungen bald in einem Krieg aus.

Die kleine verlorene Welt

Frage: Was ist nötig, um sich mit den Verlangen der anderen verbinden zu können? Reicht ein bloßer Wunsch aus?

Meine Antwort: Es bedarf praktischer Handlungen für die Erklärung, damit jeder wenigstens versteht, warum es ihm schlecht geht. Es ist damit zu vergleichen, wie wir mit kleinen Kindern umgehen. Wenn ein Kind sich gestoßen hat und weint, muss ihm als erstes erklärt werden, was der Grund dafür ist, damit es nächstes Mal vorsichtiger ist.

Und danach wird erklärt, wie das Geschehene korrigiert werden kann und wie aufgrund der Erfahrung infolge dieser Fehler Erfolg erzielt werden kann.

Heute befindet sich die ganze Welt in einer solchen besonderen Situation, in der das höhere Kraftfeld – die Verbindung zwischen uns allen – offenbart wird. Und die Menschheit ist nicht dazu bereit, sie entspricht nicht dessen Eigenschaften. Aus diesem Grund ruft das sich uns offenbarende Netz das Gefühl des Zerbrechens, des Zusammenbruchs, der Krise hervor, nichts gelingt uns, nichts ist klar, alles ist verschwommen, verworren.

Und genauso wie für ein kleines verlorenes Kind muss in erster Linie erklärt werden, worin der Grund der Geschehnisse und der ganze Prozess besteht. Die einen werden früher begreifen, die anderen später, und im Großen und Ganzen wird das als Erkenntnis des Bösen bezeichnet – die erste Etappe der Korrektur. Dem Menschen wird gesagt: Schau mal an, warum es dir schlecht geht!

Und nun lasst uns schauen, was wir tun können, damit es uns gut geht. Wenn du in dem gleichen Zustand wie jetzt bleibst und keine Anstrengungen unternimmst, um dich in Übereinstimmung mit diesem Netz, das sich uns offenbart, zu bringen, wird es dir nicht gelingen, zu einem guten Leben zu gelangen.

Und hier enthüllt sich die Methode, die Wissenschaft der Kabbala, die dem Menschen erklärt, was der Grund für das Böse ist und wie man ihm entkommen kann. Allmählich beginnen wir zu verstehen, dass das von der richtigen und guten Verbindung zwischen allen Menschen abhängt – von der sogenannten gegenseitigen Bürgschaft, weil wir auf diese Weise uns selbst in Übereinstimmung mit diesem Netz bringen.

Je besser wir dazu passen, desto besser werden wir uns fühlen. Zumindest werden wir uns allmählich von einem schlechten Befinden auf ein gutes zubewegen.

Und wenn wir noch weiter vorankommen, werden wir uns möglicherweise dermaßen gut auf die Enthüllung dieses Netzes im Voraus vorbereiten, dass wir uns von einem Erfolg zum nächsten bewegen werden. Alles hängt von unserer Vorbereitung ab.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel, 30.08.2011

Verbinden muss man können

Meinung (Otmar Issing zu Eurobonds)

„Das ist eine Katastrophe. Und ich kann nicht verstehen, warum in Deutschland Politiker zustimmen“. Den Deutschen drohen damit Steuererhöhungen oder Ausgabenkürzungen.

Kommentar: Achtung! Handlungen die auf eine Verbindung gerichtet sind ohne die  entsprechenden Absicht lösen eine Gegenreaktion heraus, so wie wir das in der Sowjetunion gesehen haben, und führen zu einer Verschärfung der Krise. Es ist notwendig sehr langsam zu handeln und sehr schnell die globale Erziehung einführen.

Die gegenseitige Bürgschaft

DIE BEWEGUNG „АRWUT“

Broschüre 1

Das Volk ist bereit für die gegenseitige Bürgschaft

1. „Wir“

„Wir“ sind ein Volk, das sich mit den Banden der gegenseitigen Sorge verbinden soll, in der Empfindung der gegenseitigen Wärme und der Liebe, wie in einer Familie.

„Wir“ sind all diejenigen, die davon überzeugt sind, dass die Einheit des Volkes das Wichtigste ist. Wichtiger als die engen Parteibeziehungen und das persönliche Wohl.

Sind wir naiv? Absolut nicht.

Es ist uns klar, dass es Zeit braucht, um die Einheit zu erreichen, nach der wir streben. Aber uns ist auch klar, dass wir jetzt agieren müssen.

Deshalb wurde die Bewegung „Die Gegenseitige Bürgschaft“ gegründet, welche eine öffentliche, nicht politische Bewegung ist, die allen offen steht.

Unser Ziel ist, die gegenseitige Bürgschaft zum zentralen Thema der Diskussion in der Gesellschaft zu machen.

„Die gegenseitige Bürgschaft“ sind nicht nur schöne Worte.
„Die gegenseitige Bürgschaft“ ist der einzige Weg, unser Lieblingsland zum Blühen zu bringen..
„Die gegenseitige Bürgschaft“ ist die einzige Möglichkeit,uns in der globalen Welt zurechtzufinden.

Die Bewegung „Die gegenseitige Bürgschaft“ existiert schon seit 20 Jahren, aber wir leben und atmen diese Werte schon Tausend Jahre lang. Die Werte, die unser Volk geprägt haben, sind: die Einheit, die Brüderschaft und die gegenseitige Fürsorge. Bereits zwanzig Jahre lang beginnt und endet jedes unser Gespräche, jede Vorlesung, jedes Treffen mit dem Wort „Bürgschaft„.

Noch vor zwanzig Jahren waren wir einsam, und unsere Stimme war kaum hörbar. Aber schon heute zählt unsere Bewegung Zehntausende Teilnehmer in Israel und mehr als zwei Millionen in der ganzen Welt.

Wir sind die Einwanderer aus den östlichen und westlichen Ländern, die Einheimischen Israels, die Repatrianten, die bürgerlichen und religiösen, die Studenten und die Professoren, die Reichen und die Armen.
Diese Situation ist nicht zufällig. Mit den Jahren beginnen immer mehr und mehr Menschen die Macht und die Lebenskraft zu offenbaren, die im Wort „Bürgschaft“ verborgen ist. Und sie soll für alle wichtig werden.

Warum?

Weil uns die Wirklichkeit verpflichtet
Die heutige Wirklichkeit ist:

– Hunderte von Reportagen
– Dutzende wissenschaftlicher Artikel
– Die unzähligen Sprüche der Politiker
– Und ein Schreiben, das sie alle durchbohrt: „In der Epoche der Globalisierung befinden wir uns in einem Boot“.

Die heutige Wirklichkeit ist eine globale Welt.

Eine Krise ersetzt die andere, alle unsere Versuche von der Verantwortung zu flüchten, werden scheitern, wir werden ohne die normale Verbindung zwischen uns, innerhalb des Volkes, innerhalb der ganzen Welt nicht auskommen können. Wir werden es einfach nicht schaffen.

Wir können sowohl „dafür“ als auch „dagegen“ sein, aber wir schwimmen in gleichem Boot.
Und dieses Boot beginnt, sich mit Wasser anzufüllen.

Und darin gibt es ein Loch, das sich ständig vergrößert.

Die Spaltung in der Gesellschaft

Niemand ist an der Spaltung zwischen uns schuldig, wir haben sie zusammen erschaffen.
Von Tag zu Tag wird unser gemeines Boot immer mehr mit Wasser überflutet.

Wenn es untergehen wird, dann wird es uns alle in die Tiefe reißen:
– sowohl diejenigen, die sich in den prächtigen Kabinen der ersten Klasse erholen
– als auch diejenigen, die sich in den engen Personenkabinen befinden
– und die Menschen in den Schlafsäcken an Deck
– und auch diejenigen, die am Ruder stehen.
Uns alle.

Uns erscheint es noch nicht so furchtbar, dass wir dem heutigen Zustand immer noch keine große Bedeutung beilegen.

Aber in unserem Inneren empfinden wir schon, dass wir verpflichtet sind, dieses Loch zu schließen. Wir sind einfach verpflichtet dazu.

Und wir sind fähig, es zusammen zu machen. Ausgehend vom beiderseitigen Einverständnis und dem gegenseitigen Verständnis.

Mit dieser Botschaft kommt die Bewegung „die gegenseitige Bürgschaft“ ans Licht. Warum? Weil die Zeit für die Bürgschaft gekommen ist.

2. Die Zeit für die Bürgschaft ist gekommen

Die Bürgschaft ist eine praktische Lösung und keine abstrakte Idee.

Jeder von uns hat das Recht auf ein würdiges und sicheres Leben.
Aber wir können es niemals ohne Bürgschaft erreichen.

Warum?

Weil, obwohl die Forderungen des Volkes rechtmäßig und unverzüglich sind, diese Forderungen nur die Symptome sind.

Die brennende Wunde ist eine Spaltung in der Gesellschaft, die Gleichgültigkeit dem Nächsten gegenüber. Es ist das Loch, das im Boden unseres gemeinen Schiffes klafft, und dessen Beseitigung sollte unsere wichtigste Aufgabe sein.

Die Übertragung von Geldern von den Reichen an die armen Menschen aus dem Budget für den Bau der Wohnhäuser, indirekte Besteuerung mit der direkten auszutauschen, sowie eine Regierung mit einer anderen zu ersetzen – das alles sind Versuche, die Symptome zu beeinflussen.

Eine andere Verwendung der Gelder bringt das Boot zum Schaukeln. Aber das Wasser setzt die Überflutung fort.

Ja, man muss sich auch mit den lebensnotwendigen Problemen beschäftigen, andernfalls können wir nicht an den morgigen Tag denken. Aber parallel dazu darf man nicht vergessen, dass die wahrhafte Lösung der wirtschaftlichen, sozialen Probleme, sowie der Probleme unserer Existenz nur durch die Bürgschaft gewährleistet ist.

Was ist die gegenseitige Bürgschaft?

Die gegenseitige Bürgschaft ist eine innere Sicherheit.
Wenn es zwischen uns eine Bürgschaft gibt, dann werden die Schwachen nicht unterdrückt. Weil die Bürgschaft gegenseitige Verantwortung bedeutet.
Wenn es zwischen uns eine Bürgschaft gibt, ist es für mich wichtig, dass nicht nur ich eine Arbeit habe, die einen würdigen Verdienst gewährleistet.
Wenn es zwischen uns eine Bürgschaft gibt, dann verletzt niemand seinen Nächsten.
Wenn es zwischen uns eine Bürgschaft gibt, dann gibt es keinen Platz für überschüssigen Konsum, während es meinem Nächsten an Brot fehlt.
Wenn es zwischen uns die Bürgschaft gibt, entzieht sich der Mensch nicht den Steuern, denn dadurch wird ein Stück vom gemeinsamen Kuchen gestohlen.
Wenn es zwischen uns eine Bürgschaft gibt, dann wird die Wohnungsmiete nicht übermäßig hoch angesetzt. Denn auf diese Art und Weise geht man nicht einmal mit dem eigenen Kind um.
Wenn es zwischen uns eine Bürgschaft gibt, dann kann der Mensch ohne das Glück des anderen nicht glücklich sein.

Die gegenseitige Bürgschaft gilt dann, wenn ich aufhören kann, mich um das Existenzielle zu sorgen und ich mich von der Selbstsorge befreien kann. Wie? Weil sich alle um mich sorgen. Und ich kümmere mich um sie. Genauso,, wie es in der Familie üblich ist.

3. Was sollte man tun?
Dringende Handlungen

Wir müssen für das Existenzielle bei allen Menschen sorgen. Wie? Wie in einer Familie. Wir müssen uns an den runden Tisch setzen, die Vertreter des Volkes, die Politiker, die Ökonomen, die Soziologen, um gemeinsam zu entscheiden, was für unsere große Familie am besten ist. Der Staat hat sein eigenes Einkommen mit eigenen Ausgaben.

Lassen Sie uns daran denken, wie diese richtig unter allen zu verteilen sind. Und die Verteilung soll offen vorliegen.

Wie kann man die Lösung finden?

Noch einmal: wie es in der Familie üblich ist. In der liebevollen und sorgsamen Familie, in der man sogar ohne einverstanden zu sein, für das Wohl der Familie handelt. Angenommen, einer ist der Faulenzer, der andere hat einen brillanten Verstand, der dritte ist ehrgeizig. Wir sind verschieden, aber trotzdem bemüht, jedem das Notwendige zu gewährleisten. Gibt es die Familienmitglieder, welche benachteiligt sind? Dann sollte man sich um sie am ehesten sorgen.

Unser Ziel ist nicht ein wirksames Wirtschaftsprogramm, sondern nur die richtige Herangehensweise ans Problem.

Wenn wir jede unserer Handlung mit dem Gedanken über die Einheit beginnen und beenden werden, dann können wir alles erreichen.

Wir gehen an die Wurzel:

– Wir sollten die uns umgebende Gesellschaft verändern
– Die unzählige Anzahl der Forschungen auf dem Gebiet der Psychologie und der Gesellschaftswissenschaften beweist: die Gesellschaft bestimmt die Skala der Werte des Menschen.

Die Gesellschaft bestimmt:

– was gekauft wird
– unser Aussehen
– unser Benehmen
– woran gedacht wird

Der beste Beweis dafür sind die Geschehnisse in Israel in den letzten Wochen.
Plötzlich haben allen begonnen, über die soziale Gerechtigkeit zu sprechen.
Die Menschen in den Zelten auf dem Boulevard Rotschild haben dieses Feuer angezündet.
Aber wer entfacht die Flamme wieder?

Die Massenmedien

Deshalb ist es in der ersten Etappe notwendig, Veränderungen in den Programmen der Massenmedien zu bestreben.
Heute besteht keine Notwendigkeit mehr an Shows und Unterhaltungssendungen, welche das Ego aufblasen. Man kann genauso attraktive Programme organisieren, die mit der Liebe und Sorge um den Nächsten ausgefüllt sind.

Die heutigen Massenmedien sind veraltet.

Die Massenmedien, die auf Zuschauerzahlen basieren, vom Gewinn und Verlust abhängen, zeigen uns nur die inhaltlosen und leeren Werte .

Wir brauchen neue Massenmedien.

Massenmedien, die uns zeigen werden, dass das Ego niemals siegt und nur verliert.
Die Massenmedien, welche illustrieren, dass wir untereinander verbunden sind, obwohl wir uns dieser Einheit nicht bewußt sind.

Die Massenmedien sollten zu einer Umgebung werden, die uns verbindet.
Ständig, ununterbrochen!

Das Internet

Heute ist das Internet wichtiger als die Massenmedien.

Seine Kraft steckt in der Verbindung, welche es zwischen Milliarden von Menschen geschaffen hat.

Auf allen Platformen, die im Netz verfügbar sind, sei es Facebook, Youtube,oder Twitter sollten wir frei und aufrichtig die Wege der Realisation der Bürgschaft, die Natur des Menschen, die Lage in der Welt, das Wesen des Problems und dessen Lösung besprechen.

Das Internet erlaubt uns, uns über die äußerlichen Unterschiede hinweg zu heben, welche uns voneinander trennen, und kann zu jener Umgebung werden, in der wir uns gemeinsam erziehen.

Und wenn wir schon über die Erziehung sprechen…

Die Revolution in der Erziehung

Unsere heißgeliebten Kinder wachsen in einer unannehmbaren Realität auf.

Offene Gewalt, Gleichgültigkeit und gegenseitige Verachtung, Entfremdung und Ungläubigkeit füllen ihre Umgebung aus.

Und wir können sie nicht retten.
Die Erziehung unserer Kinder ist unsere vorrangige Pflicht, und ihre Früchte stellen die einzige Hoffnung für alle dar.

Deshalb sollte nicht die bloße Aneignung von Wissen zur wahrhaften Aufgabe des Erziehungssystem werden, sondern eine realitätsgerechte Bildung des Menschen.

Des Menschen, der über die Kraft und die Fähigkeit verfügt, mit der komplizierten Realität zurechtzukommen, die ihn nach Abschluss des Studiums erwartet.

Das System ist daran nicht schuldig.

Das Problem liegt nicht in der Abwesenheit finanzieller Hilfe für die Lehrer und nicht in der Rastlosigkeit der Kinder. Hier gibt es das gleiche Problem des Herangehens, wie es in den Massenmedien und auf allen anderen Gebieten vorhanden ist.

Weil sich die Schulen, welche die Aufgabe haben, die Kinder auf das Leben vorzubereiten, von der Zeiten der industriellen Revolution nicht getrennt und verändert haben.
Aber die Welt hat sich verändert. Das ist heute jedem klar…

Die Welt zu korrigieren bedeutet, die Erziehung zu verbessern.

Die Methodik solcher Veränderungen existiert. Wir als die Urheber der Bewegung „Bürgschaft“, haben sie seit Jahren ausgearbeitet. Es ist nicht die nächste „Reform“, sondern die reale Veränderung in der Konzeption.

Vom ermüdeten Lehrer, der sich vor unbotmäßige Schüler stellt zum Erzieher mit Glanz in den Augen, der im Kreis zusammen mit den Kindern – Freunden sitzt. Nach dieser Methodik bilden die älteren Schüler der jüngeren aus, in ihrer Grundlage liegen das persönliche Beispiel und die Lehrnspiele, sie gibt den Kindern die für das Leben notwendigen Fertigkeiten.

Es ist die Methodik, die das Leben mit den Hoffnungen und mit den Freuden ausfüllt. Ihrer ausführlichen Beschreibung wird die die separate Broschüre gewidmet sein

4. WIR

Wir waren lange einsam. Wir haben schon vergessen, was es bedeutet, einander in die Augen zu schauen. Wir haben uns nach der Bürgschaft gesehnt. Haben uns sehr stark danach gesehnt.

Wenn wir jeden einzelnen Menschen im Land mit der Bürgschaft umgeben, wie die Mutter ihr Kind mit Liebe umgibt, dann wird jeder von uns die Wärme und die Sicherheit fühlen, die das Kind von der Mutter bekommt. Diese Sicherheit wird uns zulassen, sich nicht um das eigene Wohl zu sorgen. Dann können wir sie an die anderen Menschen geben. An alle.

So werden wir die Liebe in unser Haus zurückholen.

Für immer.

Lasst die Knochen für die Hunde

Der Sohar, Kapitel „Truma (Schenkung)“, Abschnitt 487: Es gibt ein Sinnbild über einen König, der ein Mahl für seine Familie zubereitete. So lange wie sie taten, was er wollte, aßen sie zusammen mit dem König und gaben die Knochen den Hunden zum kauen. Als die Familie nicht den Willen des Königs erfüllte, gab er das ganze Essen den Hunden und die Knochen seiner Familie.

Frage: Was ist dieses Essen, das alle am Tisch des Königs aßen?

Meine Antwort: „Essen“ bedeutet, dass du das Vergnügen des Gebens erhältst. Und du musst dieses Vergnügen auch zum Wohle des Gebens empfangen.

Es geht dabei um die Ausstrahlung, die Empfindung, die Handlungen im Verlangen. Die „Hunde“ in mir sitzen neben dem „Tisch“ in mir, wo ich die „Geschmäcker des Königs“ fühle. Was sind die „Geschmäcker des Königs“? Was ist „der Tisch des Königs“? Das sind die Vergnügen, die durch das Geben enthüllt werden, welche der König schenken möchte. Er genießt durch das Geben. Und er wünscht auch dir, dass du genießt, indem auch du den anderen gibst.

Wenn du dann gibst und es genießt, ist die ganze Frage: Was schenkt dir Freude? Genießt du die Tatsache, dass du dem König ähnlich bist? Genießt du das, weil Er Freude an deiner Ähnlichkeit zu Ihm empfindet? Oder genießt du es, weil du deine Hände an irgendeinem Vergnügen hast? Wenn das so ist, dann wandelst du dich augenblicklich von einem Menschen, der an dem Tisch gegenüber dem König sitzt, in einen Hund, der unter dem Tisch auf Knochen rumkaut.

Aus dem zweiten Teil der Täglichen Kabbala Lektion vom 11.07.2011, Der Sohar

Kabbalisten über die Wahrnehmung der Realität, Teil 3

Liebe Freunde! Bitte stellt Fragen zu den Zitaten der großen Kabbalisten.

Alles ist im Voraus vorbereitet

Alle Bemühungen des Lehrers sollen darauf gerichtet sein, die Schüler nicht an sich zu binden und sie selbständig zu machen, damit ihre Blicke keinesfalls auf ihn, sondern durch ihn auf den Schöpfer gerichtet werden. Der Schüler soll lernen, nicht dem Lehrer, aber dem Schöpfer gleich zu sein.

Unsere gesamte Entwicklung ist eine Art Nachahmung des Schöpfers. Sofern unsere Eigenschaften und Handlungen dem Schöpfer ähnlich sind, dementsprechend bereiten wir Ihm den Genuss.

Baal HaSulam. Das Geheimnis der Entstehung liegt in der Geburt.