Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Zusammenlöten durch das höhere Licht

Wir sollten ständig daran denken, dass wir den Sohar lesen, nur damit sich unsere auf die Einheit gerichteten Verlangen unter der Einwirkung des Lichts verbinden.

Ich kann nur der Einheit entgegenstreben, wenn ich vom Lesen des Sohar und von TES erwarte, dass das Licht uns alle vereint. Ich muss mir vorstellen, dass alle außer mir vereint sind und nur ich mich in alle einfügen muss.

Ich selbst bin dazu nicht in der Lage, und nur infolge des Studiums kann dieser „Klick“ kommen, der mich mit allen verbindet. So führen wir auch zwei Drähte beim Zusammenlöten aneinander und behandeln die Kontaktstelle durch Einwirkung hoher Temperatur, wobei das Lot, das sie miteinander verbindet, geschmolzen wird.

Deshalb stelle ich Kontakt mit der Gruppe her, stelle mir vor, dass ich mich mit ihnen verbinde – und erwarte vom Studium, dass es uns im Punkt unserer Verbindung zusammenlötet.

Auszug aus dem Sohar-Unterricht. Das Vorwort, 21.02.2011

Die Kette, durch die das Licht weitergegeben wird

Frage: Wird die Welt in der Lage sein ihre Botschaft, als nicht an die Religion gebunden zu akzeptieren, während ihre Gruppe sich in Israel befindet und religiösen Traditionen zu folgen scheint?

Meine Antwort: Wir versuchen die Kabbala über die ganze Welt in einer Form zu verbreiten, die für jedermann akzeptabel ist. Aber es ist unnötig und unmöglich die Tatsache zu verbergen, dass die Kabbala in der Nation Israel verwurzelt ist, welche sie durch die Geschichte begleitet hat und entlang der Kette von Kabbalisten weitergegeben wurde, die Teil dieser Nation waren.

Schliesslich ist Israel ein einzigartiges Volk. Seine Grundlage ist nicht Nationalität, wie es bei den anderen 70 Nationen der Welt der Fall ist, sondern eher eine Gruppe von Kabbalisten, die von Abraham gegründet wurde. Diese Gruppe von Kabbalisten wurde als das Volk von Isra El bezeichnet, was „direkt zum Schöpfer“ bedeutet (Yashar Kel), denn sein Ziel ist es dem Menschen den Schöpfer in dieser Welt zu offenbaren.

Wir haben diese Mission fortzuführen und „das Königtum von heiligen Priestern“ (Mamlechet Cohanim) zu werden, das heisst, der ganzen Welt die Methode der Korrektur zu bringen und das Licht zu allen Menschen zu leiten. Das ist dem Volk Israel bestimmt zu tun, so dass „jedermann der den Schöpfer kennt, vom Geringsten bis zum Grössten“, denn „Sein Tempel wird das Haus des Gebets für alle Nationen genannt werden.“

Daher denke ich nicht, das wir erfolgreich sein werden, wenn wir vollkommen losgelöst handeln und die Verbindungen mit unseren Wurzeln und unserer Geschichte abschneiden. Wir können uns nicht selbst von der Wurzel lösen, wir müssen mit ihr verbunden bleiben.

Ein Mensch, der fortschreitet, beginnt zu verstehen, was die Mission Israels ist und woher die Nation stammt. Er verändert seine Haltung zur Nation Israel als den Träger der Methode der Korrektur. Er betrachtet sie nicht länger als Nationalität, sondern als einzigartige Gruppe von Kabbalisten, geistigen Lehrern, die der Menschheit dienen und mithelfen müssen, die geistige Welt zu erreichen.

Die Haltung der Welt wird sich verändern. Heute haben wir bereits eine Menge Studenten in aller Welt, die mit Herz und Seele mit uns wirken und die verstehen dass von hier aus, dem Zentrum Israel, das Licht in die Welt scheint. Auf diese Weise verwirklicht sich die Methode der Korrektur.

Ein Mensch kann nicht Korrektur erlangen und dabei im Mangel des Verständnisses sein, wie und warum es sich so in der Geschichte vollzog.

Aus dem 4.Teil des Täglichen Kabbala Unterrichts vom 20/02/2011, „Einführung in das Buch Panim Meirot uMasbirot“

Nur die Herangehensweise ändert sich nicht

Frage: Welches Hauptprinzip müssen sich unsere Kinder einprägen?

Meine Antwort: Die Kinder sollten verstehen, dass sich alles im Menschen und in der Welt verändert – nur die Herangehensweise ändert sich nicht: es gibt keine andere Kraft, mit deren Hilfe der Mensch in der Lage wäre, in seinem Leben voranzukommen, außer der Kraft, die er von der Umgebung erhält.

Weder sein Ego noch der Einfluss von Massenmedien noch die Einwirkung eines fremden äußeren Umfeldes, sondern nur eine Gruppe von Menschen, die ihm eine bestimmte Wertescala, das Verständnis der Wichtigkeit des Schöpfers, anerzieht, gibt ihm die Kraft zum Vorankommen.

Denn um den Schöpfer, die Eigenschaft des Gebens, zu erkennen, muss der Mensch sich immer im Glauben über dem Verstand bewegen, wobei er von seiner Umgebung das Verlangen, die Bestrebung, das Verständnis der Wichtigkeit dieses Ziels, das Gefühl der Unruhe, wie es erreicht werden könnte, bekommt.

Im Grunde genommen nimmt der Mensch immer die Form seiner Umgebung an, d.h., er saugt ihr Wertesystem, ihre Vorstellung von der Zukunft, ihr Wesen auf. Mit anderen Worten, er ordnet sich in das äußere Kli/Verlangen ein, erlangt die Eigenschaft der Liebe und tritt in die Verbindung aller Seelen – Malchut der Welt von Azilut – hinaus.

Nur indem der Mensch sich richtig in seine Umgebung einordnet, kann er den Schöpfer erlangen. Denn gerade jene innere Einheit, die es dort gibt, weil der Schöpfer diese Menschen ausgesucht und miteinander verbunden hat, ist Malchut der Welt von Azilut, die Shechina, wo der Mensch sofort den Schöpfer findet.

Deshalb muss die neue Generation, unsere Kinder sich gut einprägen, dass wir genau auf diese Weise vorankommen, dass das unser Weg ist. Es gibt keine Abstiege, es gibt nur Aufstiege, es gibt kein Durcheinander, alles, was geschieht, ist für neue Klärungen notwendig.

Auszug aus dem Gespräch über die Erziehung, 18.02.2011

Beuge dich – und nehme so viel, wie du willst

Frage: Woher erhalten wir Kraft, um die Korrektur zu ertragen?

Meine Antwort: Von der Umgebung. Allein ist der Mensch nicht in der Lage, auch nur um ein Haar voranzukommen. Wenn die Gruppe dir die Erkenntnis der Wichtigkeit des Ziels gibt, indem sie dich die Erbärmlichkeit und die Schäbigkeit des momentanen Zustandes erkennen lässt, dann hast du die Kraft, um aus diesem Zustand zu einem besseren, fortgeschrittenerem zu erwachen.

Anders gesagt: das Geben wird besser in deinen Augen, obwohl es dir zuvor schlechter vorkam. „Wozu soll ich geben und mich mit den Freunden verbinden? – dachtest du. – Es ist mir zuwider, ich bin dazu nicht in der Lage“. Doch die Freunde zeigen dir, dass gerade das die Entwicklung ist. Du siehst, dass alle danach streben, und dann bewegen dich Neid, ein starkes Verlangen und Ehrgeiz auch dazu. Und schon bist du dazu in der Lage.

Aber nur unter der Bedingung, dass du dich vor der Umgebung beugen kannst. Dafür bist du mit allem Nötigen versorgt. Du hast die Kraft des Selbstverzichtes, doch wenn du sie nicht nutzt, dann ist da nichts zu machen. Du wurdest in die Gruppe geführt und dir wurde gesagt: „Nimm“. Von da an beginnt dein freier Wille: nehmen oder nicht nehmen?

„Nehmen“ bedeutet, sich zu annullieren, indem man sich beugt. Bitte, tu es – und du wirst vorankommen. Je kleiner und bescheidener du dich in Bezug auf die Freunde fühlst, desto mehr benötigst du ihre Hilfe. Dann kannst du die Erkenntnis der eigenen Nichtigkeit und der Größe des Schöpfers von ihnen bekommen, um dementsprechend voranzukommen.

Wenn du dich nicht vor ihnen beugst, dann bleibst du wie ein „Gockel“ mit hoch erhobenem Haupt – du bleibst auf der tierischen Stufe.

Auszug aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabash, 21.02.2011

Der momentane Zustand ist eine Aufgabe des Schöpfers

Frage: Letztendlich müssen wir erkennen, dass wir uns verbinden wollen und nicht können. Doch warum vergesse ich es?

Meine Antwort: Du vergisst es nicht. Lies den Artikel von Baal HaSulam „Die wundersame Eigenschaft des Einprägens“. So etwas gibt es nicht, dass ich mich erinnere und dann wieder vergesse. Es ist einfach so, dass Reshimot in mir auftauchen und ablaufen.

Und darum sollte man das vergessene Alte oder das unerwünschte Neue nicht bedauern. Jeden Zustand muss ich als eine Arbeitsaufgabe annehmen und ihn realisieren. Alles, was es in mir gibt, brauche ich. Ich sehe mich selbst, nachdem etwas in mir zum Vorschein gekommen ist – und von diesem Punkt an fange ich an, zu arbeiten.

Was für Verlangen und Gedanken erwachen in dir, um dich durch unerwartete „Überraschungen“ oder endlose Wendungen zu verwirren – bis du sie endgültig realisiert hast, bist du für dich selbst entschieden hast, dass dieser Gedanke unbrauchbar ist und du dich nicht mit ihm beschäftigen willst oder dass er erwünscht ist und du ihn bis zum Schluss realisieren willst. Bis zu dieser finalen Analyse verschwindet jedoch nichts.

Die Geschwindigkeit der Umsetzung deiner Verlangen und Gedanken hängt ab von der Bereitschaft, zu ertragen und dich über sie zu erheben, indem du über dem Wissen arbeitest – mit anderen Worten, nur davon, wie sehr du in die Umgebung eingebettet bist.

Frage: Warum muss ich ertragen?

Meine Antwort: Weil du nicht vor diesen Verlangen weglaufen, sondern sie behalten und analysieren musst, indem du dich über sie erhebst.

Zum Beispiel kommt mir ein unangenehmer Gedanke. Dann widme ich mich dem Studium und der Gruppe, während ich einen Abstand zwischen mir und dem Hindernis, das mich beunruhigt, einhalte – und ich entscheide für mich selbst, dass das Eine wichtiger als das Andere ist. Und das mache ich so lange, bis dieser schlechte Gedanke gestürzt ist und verschwindet. Auf diese Weise analysiere ich ihn. Immer und immer wieder, bis ich ihn endgültig „zertreten“ habe.

Auszug aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabash, 21.02.2011

Spirituelle Infusion via Internet

Es ist unmöglich, ohne das Licht, das zur Quelle zurückführt, auszukommen, und es kann nur angezogen werden durch das Lesen von kabbalistischen Büchern und das Studium in der Gruppe derjenigen, die eine neue, innere Verbindung unter sich enthüllen wollen.

Das entspricht einem spirituellen Netz, wo wir alle miteinander verbunden und mit Licht erfüllt sind. Aus diesem Grund müssen wir, die hier unten voneinander getrennt sind, uns verbinden wollen und das Licht bitten, unsere Verbindung zu korrigieren. Diese Übereinstimmung muss auf zwei parallelen Ebenen existieren: der materiellen und der spirituellen.

Doch es wird sich noch eine riesige Anzahl von Menschen zusammen mit uns im Internet-Netz befinden, die nach der gleichen Verbindung, nach der Spiritualität suchen, aber nicht studieren können und wahrscheinlich noch nicht einmal was von den Unterrichten gehört haben. Und weil wir uns alle in einem Netz befinden werden, werden sie spüren, dass der Anschluss an uns ihnen eine angenehme Erfüllung bringt. Sie werden selbst nicht verstehen, woher das kommt – doch so werden sie es in ihrem Verlangen empfinden.

Denn der Mensch ist lediglich eine Außenhülle, in deren Innerem das Verlangen, welches die zu ihm strömende Erfüllung spürt, enthalten ist. Und dann werden die anderen Menschen genauso, wie meine Schüler mich gefunden haben, unsere Gruppe im weltweiten Internetsystem finden, sich ihr anschließen und von dort eine Infusion erhalten, die sie sich gut fühlen lässt. Und auf diese Weise werden sich immer mehr Menschen uns anschließen.

Deshalb müssen wir uns im Internet verbreiten, in allen Sprachen, und so bekannt wie nur möglich werden, um dem Menschen eine Möglichkeit zu geben, sich uns anzuschließen. Und vielleicht sollte die Erklärung selbst eine gewisse „Internet-Färbung“ in ihrem Ausdruck und in der Sprache enthalten, denn das menschliche Gehirn, das sich bereits an das Internet gewöhnt hat, kann alles nur in diesem neuen Stil wahrnehmen.

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“, 21.02.2011

Bauen, ohne zu zerstören

Frage: Worin besteht die Umsetzung unseres freien Willens?

Meine Antwort: Darin, dass jeder sich vor der Gruppe beugt, um von ihr die Wichtigkeit des spirituellen Ziels, des Schöpfers, des Gebens zu bekommen.

Mein Wille besteht darin, mich selbst im Vergleich zu der Gruppe so klein zu machen, dass alles, was sie besitzen, als das Wichtigste im Leben in mich hineingeht, damit ihr Gedanke an den Schöpfer über alles, was es in mir gibt, herrscht. Und dann werde ich nur daran denken.

Ich handle jedoch nicht blind wie unter Hypnose, sondern arbeite absichtlich in meinem Egoismus gegen ihn: ich füge mich in die Freunde ein, beuge mich vor ihnen, stelle sie als führende Persönlichkeiten der Generation vor – alles nur, um die Wichtigkeit der Erlangung des spirituellen Ziels von ihnen zu übernehmen.

Und verhalte ich mich dieser Welt gegenüber mit all dem Reichtum, der Macht und dem Ruhm als etwas Niedrigem und Erbärmlichem gegenüber? – Nein, denn in diesem Fall würde es heißen, dass der Schöpfer nur gering höher als diese Erbärmlichkeit ist, ich muss jedoch einen anderen Zustand erreichen.

Deshalb muss ich sowohl Reichtum als auch Macht, Ruhm und diese ganze Welt hoch schätzen, die Spiritualität jedoch noch höher setzen. Also nicht die Wichtigkeit dieser Welt herabsetzen, wie verschiedene Religionen und Glaubensrichtungen das tun, sondern alles, was es in ihr gibt, für wichtig halten, jedoch nur zur Erreichung der Spiritualität benutzen. Und das wird als das Nötigste bezeichnet.

Wenn man nicht diese Welt herabsetzt, sondern die spirituelle erhebt, dann wird diese Welt in dem Maße des spirituellen Wachstums noch wichtiger vorkommen. Und dann darfst du sie nicht zerstören und nicht gering schätzen, sondern musst die Spiritualität noch höher darüber erheben! Auf diese Weise wirst du jedes Mal aufsteigen, von der Stufe dieser Welt zur Stufe der zukünftigen Welt.

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“, 17.02.2011

Start vom tiefsten Punkt auf der Erdoberfläche

(Zum Kongress am Toten Meer)

Frage: In vier Tagen findet ein besonderer Kongress am Toten Meer statt. Wie sollen wir uns darauf vorbereiten, um ein möglichst starkes Vorankommen für unsere gesamte Gruppe, für eine große Familie, zu erreichen?

Meine Antwort: Bald kommen wir auf diesem Kongress am Toten Meer zusammen, und wollen wir hoffen, dass wir aus dem tiefsten Punkt auf der Erdoberfläche zum höchsten Punkt aufsteigen können.

Es freut mich, dass wir so viele solche Treffen organisieren, und ich hoffe, dass wir unsere innere Konzentration und die Kraft unserer Einheit an die ganze Welt weitergeben können. Lasst uns alle zusammen sein!

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“, 20.02.2011

Über der Logik dieser Welt

Frage: Warum wird spirituelle Arbeit auch als „Joch“ bezeichnet?

Meine Antwort: Weil der Mensch sie mit dem Glauben über dem Verstand annehmen soll. Denn jedes Mal vor der Korrektur befindet er sich im egoistischen Verlangen. Darum, wenn er diese Arbeit, die auf die Absicht zu geben gerichtet ist, annimmt, erkennt er darin keinen Nutzen und nimmt sie als ein Joch wahr.

Meine Korrektur kann auf keinem Nutzen basieren. Wenn mir etwas irgendeinen Nutzen bringt, dann handle ich egoistisch. Und umgekehrt, wenn ich die Eigenschaft von Bina, die höher als Malchut ist, in mein Verlangen zu genießen aufnehme, dann wird sie für mich zu einem „Joch“ – zu etwas, was über dem Verstand, dem Gefühl und jeglichem Nutzen liegt.

Wie kann ich das erreichen? Ich füge mich in die Umgebung ein, und sie beeinflusst mich, indem sie mir zeigt, dass es sich lohnt. Auf diese Weise gibt es doch einen Nutzen, jedoch einer anderen Art: er ist durch die Umgebung hervorgerufen und geht nicht aus meinen Vorstellungen hervor. Und dann, wenn ich mich unter der Einwirkung der Umgebung befinde, bekomme ich von ihr die Erkenntnis der Wichtigkeit des Ziels.

Ohne diese Wichtigkeit könnte ich nicht arbeiten, doch aufgebaut wird sie auf dem Vorzug des Gebens vor dem Empfangen. Damit würde ich allein nicht fertig werden. Nur die Umgebung kann mich dazu verpflichten, meine Werte so zu verändern, dass ich das trotz allem will.

Das bedeutet „das Joch des Königreichs der Himmel“ annehmen. Ohne die Umgebung, die eine entsprechende Wertescala in mir aufbaut, ist es nicht möglich. Dabei arbeite ich über dem Verstand, über der rationalen Herangehensweise, über der Logik.

Man könnte meinen: wozu soll ich geben? Was bringt mir das? Meinem egoistischen Verlangen kann ich nicht erklären, dass es sich lohnt. Was wird für mich besser laufen? Wenn ich wenigstens irgendeinen potenziellen Nutzen erkennen würde, doch hier geht es um ein wirkliches „Joch“, wenn ich keine Rechtfertigung für diese Arbeit finde, in nichts. Die Gruppe hilft mir jedoch dabei, deren Wichtigkeit zu erkennen, und dann arbeite ich trotzdem.

Ohne diese Wichtigkeit könnte ich nicht arbeiten, könnte keine auch noch so geringe Aufmerksamkeit dem Geben schenken. Aus diesem Grund ist die Gruppe als Mittel für mich genauso wichtig wie das Ziel.

Auszug aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabash, 20.02.2011

Die Mittel genauso hoch wertschätzen wie das Ziel

Der Mensch ist von Natur aus in der Lage, nur seinen eigenen egoistischen Willen zu berücksichtigen. Wo immer es ihn hinbringen wird, was immer es in seinen Augen an Wert bringt, er berücksichtigt nur, was für sein Ego wichtig ist. So entwickelt sich ein Mensch.

Weiterentwicklung durch die Forderungen des Willens zu empfangen wird auf der Skala von „bitter oder süss“ geführt. Ohne sich dessen bewusst zu sein, wendet sich ein Mensch immer in die Richtung der Entwicklung des Egoismus. Innere Befehle des Egoismus führt er unbewusst aus, nicht wissend, woher sie kommen. So leben wir unser Leben, ohne freien Willen, innerem Drängen unserer egoistischen Reshimot gehorchend (informelle Gene).

Wenn sich dem Menschen die Möglichkeit bietet mit dem Schöpfer in Verbindung zu treten und eine andere Art der Analyse zu unternehmen, auf der Skala von „wahr oder falsch“, dann muss er, um sie durchzuführen, unmittelbar Unterstützung für diese Selbstanalyse einrichten.

Unterstützung ist die Umgebung. Ohne sie wird ein Mensch für immer in „bitter oder süss“ Erfahrungen verbleiben und wird sicher darin fortfahren, bitter oder süss in verschiedenen Formen zu wählen, gemäss der Stufe der Entwicklung des Egoismus. Und er wird immer eine Einbildung der Weiterentwicklung haben, obwohl er in Wirklichkeit lediglich von Zeit zu Zeit eine verfeinerte Variante von süss wählt.

Wenn ein Mensch wirklich zur Unabhängigkeit gelangen will, kann er dies nur dann tun, wenn er den „bitter oder süss“ Empfindungen mit der „wahr oder falsch“ Analyse entgegentritt. Diese Analyse muss gemäss äusserer Kriterien getan werden, die sich ausserhalb seines Egoismus befinden, welche nur die Umgebung bereitstellen kann.
In diesem Fall befindet sich alles in den Händen des Glücks: Kann ein Mensch vernehmen, welche Unabhängigkeit sich entwickelt, in der er die Möglichkeit besitzt, sie zu formen und zu implementieren? Wenn er, wenigstens in geringem Masse dazu in der Lage ist, dann annulliert er sich vor dem Lehrer, den kabbalistischen Büchern und der Gruppe (der Umgebung).

Er stellt dies voran und begreift dann, dass diese Weiterentwicklung nur von der Erkenntnis der Wichtigkeit abhängt, wie hoch er seine Sicht der Wichtigkeit dieser Umgebung erhebt, verglichen mit der Süsse von egoistischem Verlangen.

Dies ist die Natur unserer Arbeit. Ist ein Mensch in der Lage die Kraft unserer Studien, Gebete und Analysen voll einzusetzen und die Sicht der richtigen Umgebung zu akzeptieren? Letzten Endes ist es nicht etwas Externes, nicht nur die Gesichter der Freunde. Er formt ein inneres Bild der Umgebung und ist bereit sein Haupt vor ihnen zu senken. Und dann empfängt ein Mensch kraft der Umgebung ein Bewusstsein der Grösse des Schöpfers.

Zu Beginn sind es nur zwei: ein Mensch und der Schöpfer. Und jetzt beginnt er diesen Grundsatz zu realisieren. Wenn die Umgebung (die Mittel) für ihn genauso wichtig ist wie das Ziel (der Schöpfer), beginnt er mit diesem Werkzeug korrekt zu arbeiten.

Die Aufgabe eines Menschen ist es, die Umgebung genauso hoch wie den Schöpfer zu bewerten. Und das verlangt beständige Arbeit. Wenn ein Mensch die Umgebung erhebt, weil es ihn zur Erreichung des Schöpfers bringt, dann steigt er zu dieser Stufe auf.

Folglich kann er sich selbst praxisnah testen: Was motiviert ihn in jedem Moment? Ist es ein inneres Drängen, so wie „bitter oder süss“ Empfindungen oder Werte von der Umgebung aufgenommen, so wie „wahr oder falsch“? Und „Wahrheit“ ist die „Grösse“ des Schöpfers. Hierum bemüht sich ein Mensch: Um die integrale Kraft der Liebe und des Schenkens, mit der er sich bis zum Punkt der totalen Anhänglichkeit verbinden will.

Folglich muss die Ansicht über die Umgebung solide und beständig sein, so dass sie jeden Freund verpflichtet, sich an das Ziel zu erinnern (die Grösse des Schöpfers zu erlangen) und an die Mittel (die Grösse der Gruppe zu erlangen). Wenn die Umgebung darüber nachdenkt und diese Analyse als für jeden Moment verpflichtend vor alle Freunde stellt, stellt sie damit einen grossen Beistand für jedermann zur Verfügung.

Hier beginnt die gegenseitige Garantie, und ein Mensch erhält die Möglichkeit, zur Enthüllung des Schöpfers zu gelangen.

Aus dem 1.Teil des Täglichen Kabbala Unterrichts vom 14/02/2011, Schriften von Rabash