Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Kraft des Guten und die Kraft des Bösen

Rav Laitmann BlogDas Leiden durch einen Mangel an Gleichgewicht

Frage: Warum existiert die böse Kraft überhaupt? War es unmöglich die Dinge so zu machen – dann wäre das Leben ganz gut – ohne Schmerz und ohne Qual?

Antwort: Der Schmerz und die Qual zeugen von einer Art von Mangel: Ein Mangel an Sauerstoff, Kälte, Wärme oder Nahrung. Wir leiden an einem Mangel der Erfüllung, Ganzheit und Ausgeglichenheit. Dieses Leiden verpflichtet uns das Ungleichgewicht zu entfernen, zu erreichen was uns fehlt –  uns zu vollenden.

Wir fühlen immer Schmerz: Selbst die Hand, die bequem auf dem Tisch ruht, erträgt den Druck des Tisches. Aber wenn das Leiden nicht groß ist, hilft es uns Objekte zu fühlen, das heißt, auf die umgebende Welt zu reagieren. Aber es gibt auch solche Reaktionen, die die Schwelle von angenehmen Gefühlen bereits überschritten haben, und wir beginnen, diese als wahres Leid und Schmerz zu spüren. Der Schmerz ist auch ein nützliches Phänomen. Schmerz schützt uns, verpflichtet uns von der Gefahr zu fliehen und zwingt uns, unsere Krankheit zu heilen. Es gibt nicht nur Böses in der Welt; alles hängt davon ab, wie wir es zuordnen.

Frage: Ich möchte ein Beispiel geben: Als ich gestern nicht da war, wurde das Fenster meines Autos eingeschlagen und eine Tasche mit Geld und Dokumenten gestohlen. Wie kann ich diesen Mangel und Ungleichgewicht entfernen? Was kann ich tun, um ganz und ausgewogen zu werden?

Antwort: Das ist ein sehr gutes Beispiel. Du leidest sicherlich, und dies zeugt von Deiner Krankheit. Unsere ganze Gesellschaft ist krank. Ihr wisst immer noch nicht, dass sie uns auf diesem Weg zeigen, dass wir krank sind: Jeder Bürger dieser Nation ist krank – wir alle zusammen sind krank. Und jetzt solltest Du versuchen, ein Heilmittel zu finden. Glaube nicht, dass dies ohne Grund geschieht, wie ein kleines Kind, das eine Tasse fallen lässt und behauptet, sie wäre von selbst zerbrochen. Für jedes Phänomen gibt es einen Grund, und es ist erforderlich zu lernen, damit es nicht wieder passiert.

Frage: Folgt daraus dass wir von Anfang an mit Krankheiten verurteilt sind, wenn die Welt mit Schwächen und Schmerzen erschaffen wurde?

Antwort: Nein, wir selbst haben diese Krankheiten erschaffen. Der Schmerz wird uns zeigen wo Ganzheit gefragt ist. Wenn ich meine Hand in ein Feuer halte und keinen Schmerz fühle, wird sie verbrennen. Dieser Schmerz ist nützlich. Das Leiden ist nicht schlecht, weil es mir weh tut, sondern weil ich nicht richtig auf den Schmerz reagiere. Das Böse wird nur in mir gefunden, und nicht an einem zusätzlichen Ort irgendwo. Wenn mich ein Löwe verschlingen möchte, ist es unmöglich, ihn für das Böse verantwortlich zu machen. Er handelt nach seiner Natur, seinem inneren Instinkt. Er wurde hungrig und ich sah sehr lecker für ihn aus. Es ist nicht der Löwe, der schlecht ist, eher bin ich es, da ich mich in eine Situation brachte, in der er mich attackieren kann. So ist es besser, mich von diesem Übel fernzuhalten, damit ich nicht in schlechte Situationen komme. Ich werde nicht in den Dschungel reisen oder zu einem Löwen in den Käfig gehen.

Es gbit nichts Böses. Wenn ich einen Fehler einmal mache – ist es eine Lektion für mich. Wenn sich der gleiche Fehler wiederholt – dann ist es Dummheit. [150829]

Aus Kab TV`s „Ein Neues Leben“ 03.06.14

Das Herz, im dem alle aufgehen

Aus der Wissenschaft der Kabbala ist uns bekannt, dass das Licht, das zur Quelle zurückführt, als einziges Mittel gilt, um etwas zu verändern. Es hält uns am Leben, belebt alles und vollbringt sämtliche Veränderungen. In Anbetracht seiner Eigenschaften, sind in der Natur des Lichtes das Verlangen und der ganze Weg der Schöpfung von Anfang bis zum Ende eingespannt: wie man das Material, das Verlangen zu genießen, verändern kann, um das Gleichgewicht mit dem Licht zu erreichen.

Wir stellen somit das Material in den Händen des Schöpfers, des Lichts dar und können seine Einwirkung auf uns mit noch größerer Kraft erwecken, um auf diese Weise unsere Entwicklung zu beschleunigen. Da wir unsere Entwicklung selbst beschleunigen können, weil wir sie wünschen und unsere Verlangen noch mehr enthüllen, wirkt das Licht mehr ein und ruft eine wesentlichere Handlung im Verlangen hervor. Folglich empfinden wir unsere eigene Entwicklung als gut und wünschenswert.

Schließlich fügen wir zum evolutionären Prozess, der „in seiner Zeit“ („Beito“) stattfindet noch unseren Teil hinzu, eine Ergänzung, die als „Beschleunigung der Zeit“ („Achishena“) bezeichnet wird.

Wir möchten also an jenen Ort, zur gleichen Form gelangen, an welchen uns das Licht bringen will. Woher wissen wir, dass es tatsächlich so ist? – Aufgrund der Tatsache, dass wir versuchen, uns so zu sehen, wie wir miteinander verschmelzen, wie ein Mann mit einem Herzen, dass unsere Wünsche in einen einzigen zusammenfließen. Und inwieweit wir uns ermutigen, unsere Herzen zu verbinden, verschiedene Aktionen auszuführen, damit sie sich in einem Herzen vereinigen, ohne jeglichen Unterschied zwischen ihnen, wahrlich als ein Ganzes – so erwecken wir das Licht, damit es auf diese Verbindung wirkt, auf unsere Bemühungen uns zu vereinen, mit der größeren Kraft, als es normalerweise mit dem Verlangen nach seinem üblichen, evolutionären Programm arbeitet, was man „Beito“ nennt. So beschleunigen wir die Zeit.

Um die Wirkung des Lichts auf das Verlangen zu erwecken, müssen wir uns selbst vorstellen, dass wir uns im Herzen zu vereinen versuchen und die Form des Licht annehmen, die Eigenschaft der gegenseitigen Verantwortung, in dem Maße, dass jeder von uns das Gefühl des persönlichen Daseins verliert und wir alle an Gemeinsamkeit gewinnen, die uns alle, die Gruppe, die Seele, die aus einzelnen Herzen gebildet wird, mit einschließt. Dann wirkt das Licht auf uns ein, verwirklicht und vollendet die Handlung.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 14.11.2011

Begreife mehr als ich!

Kongress in Arava. Lektion 1

Frage: Wie kann man einander auf diesem Kongress helfen, damit sich jeder über sich selbst erhebt?

Meine Antwort: Vor allem, wenn ich daran denke, wie ich über mich hinauswachsen kann, helfe ich dadurch den anderen Menschen. Es genügt, wenn ich mein persönliches „Loch im Boden des Bootes repariere“. Dies ist das eine.

Das andere ist: Wenn ich an die anderen denke und mich um sie sorge, dann helfe ich ihnen natürlich.

Das dritte ist: Meine Sorge um die anderen drückt sich darin aus, dass ich – wenn ich die Freunde betrachte, die so viele Bemühungen, Zeit, Kräfte und Geld aufgewendet haben, und das alles als Gegengewicht zu einer Unmenge von Hindernissen – dann sofort einen solchen Zustand erreichen will, in welchem meine Bemühungen zu ihrem spirituellen Begreifen beitragen, denn sie verdienen es mehr als ich.

Ich mache mir Sorgen darüber, dass sie von den richtigen Absichten, von den richtigen Verlangen, von der Verbindung zwischen ihnen nicht abgeschnitten werden. In meinem Verlangen sorge ich mich also darum, dass sie nicht „fallen“- und nur daran denke ich.

Diese Sorge ist der beste Schutz, welcher in unserem Zustand nur möglich ist, damit kein Mensch diese gegenseitige Bürgschaft zwischen uns verpasst, und wir uns immer weiter über unser Ego erheben. Jeder soll diese Besorgnis empfinden, um nur an die Freunde zu denken, wie eine Mutter es tut, wenn sie sich um ihre Kindern Sorgen macht.

Auszug aus der 1. Lektion des Kongresses in Arava, 18.11.2011

Gemeinsam auf der Spitze

Frage: Wie sollen wir vor dem Dezember-Kongress arbeiten, um unsere Botschaft an die Massen heranzutragen? Die Verbreitung im Internet verstärken oder uns auf die innere Arbeit an der Vereinigung konzentrieren?

Meine Antwort: Natürlich sollten wir im Internet arbeiten, damit möglichst viele Menschen weltweit von dem Kongress erfahren können.

Andererseits müssen wir, wenn wir dann zum Kongress kommen, uns anders um die Welt kümmern – durch das Netz der gegenseitigen Verbindung. Während des Kongresses muss ich das Internet und alles, was ich hinter mir gelassen habe, vergessen. Mir sind die Freunde, die sich hier befinden oder durch virtuelle Kanäle zugeschaltet sind, wichtig. In unserem Netz müssen wir die Verbindung zum Vorschein bringen und in ihr das Antlitz des Menschen, der dem Schöpfer ähnlich ist, das Gefäß von Adam, enthüllen. Dann wird sich uns die höhere Kraft offenbaren.

Dieses Gefäß nennt sich „Bürgschaft“. Denn das ist seine Eigenschaft – Gegenseitigkeit, gegenseitige Unterstützung, gegenseitige Verbindung, gegenseitige Fürsorge dafür, dass keiner aus dem gemeinsamen Kreis herausfällt.

Stell dir vor, dass wir auf einer winzigen Spitze stehen. Wenn wir uns nicht aneinander festhalten und nicht das Gleichgewicht halten, werden wir alle herunterfallen. Wie Blütenblätter umgeben wir die Blumenkrone. Wenn nur einer von uns das Gleichgewicht verliert und die Hände loslässt, werden alle Blütenblätter „abfallen“. Genau dieses Gefühl bedeutet Bürgschaft.

Frage: Und was bedeutet für uns die „Spitze“?

Meine Antwort: Die Kraft der Unterstützung des Schöpfers, die unter der Bedingung zum Vorschein kommt, dass wir vereint sind. In der Einheit zwischen uns finden wir den Einen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“, 23.11.2011

Eine Universität der integralen Welt

Frage: Ich bekomme ein und dieselbe Frage aus vielen Orten der Welt gestellt: unsere Freunde, die das Material über die neuen, zukünftigen gesellschaftlichen Strukturen verbreiten, werden gefragt, ob sie selbst bereit wären, ein Pilotprojekt in Form einer Siedlung zu realisieren?

Meine Antwort: Nein, unsererseits werden keine derartigen Projekte realisiert. Wir sind eine Bildungsorganisation, unser Ziel ist die Aufklärung. Wir streben die Bildung und Erziehung der Massen im Zusammenhang mit der gegenseitigen Bürgschaft an, in Richtung auf die Verbindung und dem Gleichgewicht mit der Natur. Wir möchten eine weltweite, virtuelle Erziehungs- und Bildungsbasis, eine Universität aufbauen, die mit Bildungsarbeit und der Ausbildung von Fachkräften beschäftigt wäre.

Mit Volldampf zur Katastrophe

Meinung: (B. Kagarlitsky – Director Inst. Globalization and Human Services Movements): Die Einheit der Gesellschaft bildet sich aus der weit verbreiteten Enttäuschung über das politische System, das bisher als demokratisch galt. Aber jetzt ist allen klar: Demokratie, als Macht der Bürger, gibt es nicht mehr.

Es gibt nur Behörden die Bereitschaft zeigen, den formalen Rechten und Freiheiten nachzugehen, haben aber keinen Wunsch die klare und überzeugende Willenskraft der Bürger zu berücksichtigen. Die führenden politischen Parteien, die zuvor für die Verbindung der Gesellschaft mit dem Machtapparat gesorgt haben, verwandelten sich in eine Barriere, welche die Regierung vor öffentlichem Druck schützt. Niemand berücksichtigt die Meinungen und die Interessen der einfachen Menschen.

Die gegenseitige Bürgschaft der „rechten“ und „linken“ politischen Eliten wurde zum Stützmechanismus des Systems, in welchem den Wählern die Initiative und der Einfluss auf den Prozess fehlt.

Dieser Aufstand des Volkes ist noch ruhig und gewaltlos, aber es gibt keinen Weg zurück. Es protestieren nicht nur die Anti-Globalisten, die Aktivisten und die linksradikale Organisationen, sowie die radikalen Studenten, sondern das ganze Volk.

Dies ist der erste Akt des historischen Dramas. Es gibt keine „vorbereitete Alternative“ Nein, diese wird sich im Laufe der gesellschaftlichen Krise, im Prozess des politischen und sozialen Kampfes herauskristallisieren. Es gibt auch keine „fertigen“ Führungskräfte. Wir wissen noch nicht, wer in der Lage sein wird, die besten Antworten für die Forderungen seitens der Gesellschaft zu finden. Dieser Vorgang kann länger als ein Jahr dauern. Aber die Veränderungen sind unumkehrbar. Die Sturheit, der Egoismus, die Korruption und die gegenseitige Bürgschaft der Eliten haben dazu geführt, dass die Krise der liberalen Wirtschaft, sich in die größte Krise der liberalen Demokratie verwandelte. Um aus der Krise herauszukommen, reicht es nicht die Wirtschaftspolitik zu korrigieren. Es ist notwendig das ganze staatliche System zu verändern.

Mein Kommentar: Das Volk nimmt die Belange der Zeit wahr, das Ziel seiner Existenz und das Machtsystem zu verändern. Es braucht einen Sinn für seine Anwesenheit, aber nicht in der Rolle des Sklaven, mit dem die Politik zu spielen versucht. Die Sturheit der Politiker und ihre Unfähigkeit, sich den Herausforderungen der Zeit zu stellen, führt zu einer Verzögerung der Reaktion auf die Notwendigkeit der Entscheidungen der Regierung. Die Krise wird nicht erlauben das Volk mit den Versprechungen und Almosen zu versöhnen. Die Regierungen befinden sich in einer Sackgasse.

Die Entscheidung gibt es nur auf der Ebene der sozialen Beziehungen, welche die Gesellschaft an ein gegenseitiges Einvernehmen, an die gegenseitige Verantwortung führen sollen. So setzt sich das Programm der Natur in der Entwicklung der Gesellschaft durch, zum Gleichgewicht, zur Angleichung der Gesellschaft und der Natur.

Das freiwillige Gefängnis der Menschheit

Die Menschheit kann sich weder als eine Gattung erhalten, noch ihre Existenz sichern, wenn sie die zwischen den Menschen existierende Selbstsucht nicht zerstört . Nur das wird uns helfen, die Erdkugel zu unserem gemeinsamen zu Hause zu machen.

Wir haben untereinander das egoistische System der Beziehungen erschaffen, das als „die Wirtschaft und die Finanzen“ bezeichnet wird. Es ist ein sehr genaues, richtiges System: „Du – mir, ich – dir„. Jeder verdient entsprechend seinen Bemühungen. Wenn ich klüger als du bin, dann verdiene ich mehr, weil ich dazu das Recht habe; wenn du schwächer und fauler bist, dann verdienst du weniger als ich, und hast kein Anspruch auf mehr. „Jedem nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seiner Leistung“, so funktioniert die Demokratie. Das ist alles.

Warum soll man eigentlich jedem nach seinen Bedürfnissen geben?! Ich bin dagegen. Jeder wird eine Forderung entsprechend seinen Bedürfnissen aufstellen?! Nein. Jedem nach seiner Leistung und entsprechend seinem Beitrag. Dann ist alles in Ordnung und gut…

Es zeigt sich nur, dass eine solche Denkweise nicht mehr funktioniert. Und es sieht so aus, dass wir mit dieser Einstellung ein gewisses Gleichgewicht untereinander verletzen. Zwischen uns wird eine neue Verbindung sichtbar, die alle wirtschaftlichen Berechnungen, alle Finanzsysteme verletzt. Und wir wissen nicht, was damit zu machen ist!

Wir sehen, dass eine seltsame, neue Fortsetzung der Evolution stattfindet. Welche denn? „Der Schmetterlingseffekt“, ein Effekt der Zusammengehörigkeit und globalen Abhängigkeit, der das Leben von jedem Menschen beeinflusst.

Wie überlebt man in der Welt, in der man von allen abhängig ist und alle anderen Menschen von dir? Was soll ich dann machen, ein Maschinengewehr kaufen und mich auf einem Turm verbarrikadieren, dort lebenslang sitzen, mit der Hoffnung , dass „mir jetzt hoffentlich nichts passieren wird?“ Das ist unmöglich! Dies bedeutet, dass wir nach irgendwelchen anderen Beziehungen untereinander streben müssen.

Wir nähern uns dem Zustand, in welchem unsere Selbstsucht nicht nur die Umwelt zerstört, sondern beginnt, sich selbst zu fressen. Sie zerstört die Familie, die Sicherheit und das Leben.

Diese egoistische Einstellung gegenüber der Welt bringt den Menschen dazu, sich sein Gefängnis zu bauen. „Arbeit-Haus, Haus-Arbeit“ und nichts mehr, und mich gibt es nirgendwo mehr. Hierzu kommen noch Fernseher, Hamburger, Bier, worin meine ganze Existenz und alle Wünsche bestehen. Nach der Arbeit sitze ich vor dem Bildschirm des Fernsehers, auf der Arbeit, vor dem Bildschirm des Computers. Vor mir sind zwei Bildschirme, mehr gibt es nicht.

Wir werden heute kein gutes Leben erreichen können, wenn wir nicht auf eine neue Stufe der menschlichen Beziehungen gelangen. Darin liegt unser heutiges Problem.

Auszug aus dem Gespräch über die Bürgschaft, 25.09.2011

Ein Taschenbuch für die Menschheit

Frage: Wie kann das Buch Sohar für das gesamte Volk relevant sein, und nicht nur für die Menschen mit dem Punkt im Herzen? Für die Menschen ohne Punkt im Herzen ist das Buch Sohar einfach noch ein weiteres Buch oder?

Meine Antwort: Es wird die Zeit kommen, wo jeder Mensch in der Welt verstehen wird, dass wir alle untereinander in einem bestimmten Netz verbunden sind. Die Wissenschaftler beschäftigen sich mit diesem System der Verbindungen, sie erforschen und studieren es.

Es gibt solche Menschen, die einfach eine innere Empfindung haben und fühlen, dass die ganze Welt verbunden ist. Und diese Menschen meinen einfach, sie sollen mit den anderen Menschen gut umgehen.

In der Welt, in welcher alle Systeme der Verbindung zusammenbrechen, sei es die Erziehung, Bindung, Finanzen oder Politik, wo die Beziehungen zwischen den Menschen nicht mehr funktionieren, muss man wissen, wie man dieses Makro-System wieder zum Gleichgewicht bringen kann. Dafür muss man lernen. Wo kann man dieses Wissen erwerben? An welcher Universität? Es steht nirgendwo geschrieben! Wo ist die Karte meiner Verbindungen mit der Welt? Es gibt so was nicht!

Es geht darum, dass das Netz zwischen uns zu offenbaren. Wie kann es enthüllt werden? Wenn wir darin die lebenswichtige Notwendigkeit empfinden, denn wir alle wollen ein sicheres, gutes Leben für uns und unsere Kinder, ohne Naturkatastrophen und Schläge von allen Seiten, dann müssen wir die richtige Verbindung zwischen uns erkennen. Wie können wir diese Verbindung erkennen?

Die Kabbalisten sagen: „In diesem besonderen Buch, das „Sohar“ genannt wird, ist über die richtige Verbindung zwischen euch geschrieben. Wenn ihr nach der Verbindung strebt, dann lest das Buch „Sohar“!“ Dann öffne ich das Buch und lese eine Seite nach der anderen, und ich sehe, dass es funktioniert.

Die Menschen werden sehen, dass es funktioniert. Wenn die große Masse der Menschen beginnt, das Buch „Sohar“ zu studieren, dann wird es offenbart. Auf jeden Fall ist es notwendig, mit den kabbalistischen Quellen verbunden zu sein. Selbst wenn es auf die Art und Weise geschieht, wie die religiösen Menschen diese Bücher lesen würden, ohne über den inneren Inhalt etwas zu wissen. Alle Bücher der Tora erzählen über die Verbindung zwischen den Menschen, aber sie studieren sie unter einem anderem Aspekt.

Deshalb müssen wir das Buch „Sohar für das Volk“, an dem wir begonnen haben zu arbeiten, auf jeden Fall beenden, um es der Welt als einen Teil des Studiums präsentieren zu können. Auf dieses Buch können die Menschen nicht verzichten, wie geschrieben steht: „Mit Hilfe des Buches Sohar werden wir aus dem Exil befreit“. Damit sind nicht nur 1 % der Weltbevölkerung gemeint, sondern alle Menschen werden von der Macht des Egoismus befreit. Alle müssen in irgendeiner Form dieses Buch studieren.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 18.10.2011

Es ist unannehmbar, aber wahr

Frage: Wie können wir den Menschen die Gesetze des gemeinsamen Systems erklären, in welchem wir uns befinden?

Meine Antwort: In seinem Verstand und seiner Empfindung muss jeder erkennen, dass die ganze Welt seine Familie ist.

Stimmt, am Anfang erscheint es unglaublich oder im Gegenteil abgedroschen. Lasst uns aber den Tatsachen ins Auge sehen: haben wir eine andere Wahl? Heute entsteht weltweit eine Situation, die von uns einfach eine „familiäre Herangehensweise“ verlangt.

Wie können wir uns nun in diese Richtung bewegen? Denn anderenfalls werden wir keine einzige richtige Entscheidung treffen können. Betrachten wir beispielweise Europa, das verzweifelt und ergebnislos versucht, die Schuldenprobleme loszuwerden. Und es geht hier nicht um den Mangel an Geld. Sie sind bereit, alles Nötige auszulegen, sehen aber nicht, dass es helfen wird. Das gleiche geschieht auch in den USA. In den nächsten Monaten wird es immer mehr zum Vorschein kommen: wir müssen Berechnungen anstellen, die einem integralen analogen System entsprechen, das unseren jetzigen Vorstellungen und Empfindungen ganz und gar nicht folgt.

Zum Wohl der gesamten Welt handeln, den Sturm durch einen schrittweisen allgemeinen Aufstieg ins Gleichgewicht bringen… Ich bin nicht dazu in der Lage, mich in diese Herangehensweise hineinzufühlen, sie zu berechnen – weil ich selbst nicht so bin. Infolgedessen treffen die Mächtigen im globalen, gegenseitig verbundenen System die gleichen engstirnigen egoistischen Entscheidungen. Sie können einfach nicht die Tatsache in Betracht ziehen, dass es „meinen Nutzen“ nicht mehr gibt, es gibt aber „unseren Nutzen“. Das widerspricht viel zu sehr der menschlichen Natur.

Wir selbst spüren es. Denke ich etwa an die Gruppe? Nein, als erstes denke ich an mich selbst. Kümmere ich mich um die Freunde, um ihre Verbindung? Nein, ich danke daran, wie ich selbst in die Spiritualität gelangen kann. Sobald ich dorthin gelangt bin und mich geändert habe, kümmere ich mich um sie.

Wir schwingen Reden über die Einheit, bringen Trinksprüche auf die Bürgschaft aus, doch im Inneren macht sich jeder Sorgen um „sich selbst“ und nicht um „uns“.

Und doch gehen wir den Weg der freien Wahl, uns wird es „sanft“ offenbart – die Massen stellen es aber in einer sehr harten Form fest. Wenn wir keine richtige Erklärung für sie bereitstellen, werden sie uns zur Verantwortung ziehen, und dann werden wir die bis jetzt als abstrakt erscheinende weltweite Krise am eigenen Leibe zu spüren bekommen…

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Frieden in der Welt“, 16.10.2011

Schönen Feiertag!

Heute beginnt nach dem jüdischen Kalender das neue Jahr . Ich denke, dass es ein besonderes Jahr sein wird. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit wird uns das System der Bürgschaft offenbart, das man in der Welt verbreiten soll: weil uns gerade dieses System der zwischenmenschlichen Beziehungen fehlt. Nur dann werden wir zum Guten voran schreiten.

Es wird ein gutes Jahr sein, weil die Nachricht über das Gute in der Welt verbreitet wird und die Menschen werden, infolge der sich immer mehr verschärfenden Krise, an unseren Materialien interessiert sein. Sie werden erkennen, dass es nur die einzige Methode gibt, die der Menschheit das Gute im materiellen Sinn, sowie einen riesigen, ewigen, vollkommenen Gewinn im spirituellen Sinn versprechen kann.

Ich bin davon überzeugt, dass wir den guten Zustand erreichen werden. Alles hängt vom Gleichgewicht zwischen den Kräften des Guten und des Bösen ab. Wir sind auf dem richtigen Weg zu diesem Gleichgewicht, man muss nur den Glauben festigen.

Wir sollen das stärkste System der Internetverbreitung weltweit in allen Sprachen aufbauen, damit es jeden Menschen und alle Mentalitäten erreicht. Dadurch werden wir den Einfluss der bösen Kräfte vermeiden. Ich habe ein gutes Gefühl bei unserer Arbeit.

Somit wird eben dieses ein frohes neues Jahr, das ich allen Menschen wünsche!

Auszug aus dem Unterricht nach der Zeitung „das Volk“, 28.09.2011