Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gleichgewicht'

Faktor der Entscheidungsfindung

Frage: Die Welt befindet sich jetzt in einer Zeit der Unsicherheit, in der es schwierig ist, die Folgen vorherzusagen und alle Faktoren zu berücksichtigen, welche die Entscheidungsfindung beeinflussen können. Worauf sollten wir uns konzentrieren?

Antwort: Dass die Welt eine vollständige Integration auf allen Ebenen erreicht und sich von einer zerrissenen, multilateralen, widersprüchlichen Welt in eine globale Welt verwandelt- in der Form eines großen Balls, in dem alles im Gleichgewicht ist.

Frage: Gibt es Faktoren, die unseren fünf Sinnen verborgen bleiben und bei der Entscheidungsfindung helfen können?

Antwort: Nur Liebe. Das heißt, eine vollständige Einheit zwischen allen Faktoren im Namen des Gleichgewichts zwischen allen Geschöpfen.

Frage: Je näher ein Mensch an die Eigenschaft der Natur – die Eigenschaft des Gebens und der Liebe – herankommt, desto mehr Chancen hat er, die richtige Entscheidung zu treffen?

Antwort: Absolut.

Aus dem TV Programm“ Managementfähigkeiten“,11.06.2020

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Ärger im Paradies, die Welt in Gefahr

Naturkatastrophen haben sich in den letzten zwei Jahrzehnten weltweit verdoppelt. Die Welt läuft Gefahr, zu einer „unbewohnbaren Hölle für Millionen von Menschen“ zu werden, warnt die UNO, wenn nicht Maßnahmen gegen den Klimawandel ergriffen werden – Überschwemmungen, Wirbelstürme, Hitzewellen, Erdbeben, Brände und jetzt auch noch eine Pandemie. Die Katastrophen sind intensiver und häufiger als je zuvor. Was bedeutet diese Beschleunigung?

Die Menschen betrachten die Natur als eine Kraft, die aus dem Gleichgewicht geraten und außer Kontrolle ist, aber sie haben das Gefühl, dass es schon immer so war, da Katastrophen ständig allgegenwärtig waren, als ob diese Einstellung unser Leben leichter machen könnte. Das wird nicht funktionieren. Die Natur drängt den Menschen dazu, Verantwortung zu übernehmen und das von ihm geschaffene Durcheinander ein für alle Mal zu beheben.

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Die Realität der Ungewissheit

Weltweit ist der Preis, den die zweite Covid-19 Welle einfordert, deutlich spürbar. Infektionen nehmen zu, Städte und Länder führen wieder Lockdown ein. Unsicherheit und Verzweiflung scheinen zum jetzigen Zeitpunkt am größten zu sein. Während wir in der ersten Welle dachten, nach ein paar Wochen Hausarrest aus dem Alptraum aufzuwachen, wird uns jetzt klar, dass das Virus uns erhalten bleibt.

Die einzige Möglichkeit, es noch aufzuhalten ist, den Kontakt mit Menschen zu vermeiden. Doch wie lange halten wir das aus? Wir sind schließlich soziale Wesen und brauchen die Gesellschaft unserer Mitmenschen. Es scheint, als müssten wir, zwischen Ersticken durch das Einsperren und Ersticken durch das Virus, wählen. Auch die Differenzen zwischen den Menschen sorgen für zunehmende Spannungen. Auf der einen Seite möchten Menschen die Gesellschaft anderer genießen. Sie gehen raus und treffen sich. Während andere sich eher zuhause aufhalten, um sich und ihre Lieben zu schützen. Die Aussichten für die Gesellschaft in diesem Zustand sind nicht gut.

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„Wie man die Angst vor dem Coronavirus überwindet“

Je rücksichtsvoller und verantwortungsbewusster wir für andere werden, desto mehr ähneln wir der Natur.

Wir sollten die Zeit des Coronavirus nutzen, um zu erkennen, wie sie in den Plan der Natur passt – die Menschheit zu einer vollständigen und harmonischen Verbindung zu erheben und auch, wie sie entstanden ist, um uns den Makel unseres eigennützigen Umgangs miteinander zu zeigen. Auf diese Weise können wir darüber nachdenken, wie wir uns besser miteinander verbinden können und dadurch eine solide Grundlage zur Überwindung der Angst während dieser Pandemie haben. 

Um die Angst vor dem Coronavirus zu überwinden, ist es erforderlich, dass wir uns den Befürchtungen stellen, dass 

  • das Virus hier bleibt, 
  • wir lernen sollten, uns vor ihm zu schützen, 
  • die Heilung recht kompliziert zu finden sein wird und 
  • wir durch eine Lösung für die Pandemie vielleicht plötzlich sogar ein neues, gefährlicheres Virus entdecken, das womöglich eine Mutation desselben ist, auf die wir nicht vorbereitet waren.

Wie könnte das Aufzeigen dieser Befürchtungen uns möglicherweise helfen, die mit dem Coronavirus verbundene Angst zu überwinden?

Es sollt kein Problem sein, solche Befürchtungen zu äußern. Anstatt uns jedoch davon abzulenken, sollten wir vor allem das eigentliche Heilmittel betonen, dass, wenn wir diese Zeit nutzen und uns positiv miteinander verbinden, unseren Schwerpunkt vom Eigennutzen hin zum Nutzen für andere verlagern können, wir die positive Kraft der Verbindung, der Liebe und der Selbsthingabe der Natur wecken werden. Und die Kraft der Natur hat die Macht, alles zu „desinfizieren“.

Darüber nachzudenken, wie man anderen helfen kann, ist der Schlüssel zur Überwindung von Ängsten

Überlegen Sie einmal: Wenn Sie damit aufhören würden, sich um sich selbst zu kümmern und sich auf andere konzentrieren würden – wie man ihnen helfen, sie unterstützen und ihre Stimmung heben könnte – dann hätten Sie keinen “ Raum “ in sich selbst, in dem Sie sich ängstlich fühlen könnten. Außerdem wären Sie vor Viren und anderen schädlichen Kräften in der Realität geschützt, da diese alle an der egoistischen Sorge um den Eigennutzen haften.

Wenn wir also rücksichtsvoller und verantwortungsbewusster für andere werden, werden wir der Natur ähnlicher. Die bestmögliche Nutzung unserer Zeit während dieser Pandemie wäre also, unsere Einstellung zueinander zu ändern, unsere inneren Schalter von unserem eigenen Nutzen zum Nutzen für andere umzulegen. Dann wird die positive Verbindung, die wir durch unser Gleichgewicht mit der Natur offenbaren, Harmonie, Glück und Frieden in unserem Leben bewirken.

Unser Hauptproblem ist die Erkenntnis, dass wir keine Kontrolle haben – die Natur dagegen schon

Unser Hauptproblem besteht darin, dass wir nicht erkennen, wie die Natur die Kontrolle hat, dass die Natur ein festgelegter Gedanke und Plan ist, und dass wir Teile sind, die sich gemäß dem Prozess entwickeln, der für uns festgelegt wurde. Im Gegenteil, wir glauben, dass wir diejenigen mit außergewöhnlichem Wissen und Intellekt sind.

Wenn wir im Gegensatz dazu denken würden, dass unsere Wahrnehmung unvollständig, und die Natur vollständig ist – dass die Natur uns geschaffen, entwickelt und erzogen hat – dann hätten wir keine andere Wahl, als die Überlegenheit der Natur anzuerkennen. Wir würden dann bereitwillig das ultimative integrale Gesetz der Natur einhalten – gegenseitige Verbindung, Rücksichtnahme und Verantwortung zwischen all ihren Teilen, ähnlich wie Zellen und Organe in einem Organismus funktionieren.

Wenn wir dieses Gesetz befolgen, dann werden wir eine positive Reaktion der Natur erleben: Gleichgewicht, Harmonie, Frieden, Liebe, Einheit und Glück.

Wenn wir der Integrität der Natur nicht gerecht werden, dann werden wir zunehmend negative Reaktionen im persönlichen, sozialen und ökologischen Bereichen spüren. Angefangen von Viren, Klimawandel und Naturkatastrophen bis hin zu Kriegen, Fremdenfeindlichkeit und Bürgerunruhen, sowie zunehmenden Fällen von Angst, Depressionen, Stress, Drogenmissbrauch, Selbstmorden und vielen anderen negativen Phänomenen.

Ich hoffe daher, dass wir diese Zeit des Coronavirus, in die wir eingetreten sind, weise nutzen und erkennen, dass unsere Weisheit begrenzt ist, dass die Weisheit der Natur unermesslich groß ist, und dass wir vernünftigerweise damit beginnen sollten, unsere Einstellung zu ändern und sie der Natur näher zu bringen.

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Bild von Hans Braxmeier auf Pixabay

„Wie man eine zerstückelte Welt wiederherstellt und Frieden schafft“ (Times of Israel)

 
Die Times of Israel veröffentlichte meinen aktuellen Artikel „Wie man eine zerstückelte Welt wiederherstellt und Frieden schafft“.

 

Die Welt beginnt ein neues Jahr und trägt eine schwere Last auf ihren Schultern. Eine niemals zuvor gekannte Anzahl von Menschen weltweit, rund 168 Millionen, wird im Jahr 2020 aufgrund globaler Krisen und Konflikte dringend humanitäre Hilfe und Schutz benötigen, so der UNO Überblick für dieses Jahr und die Zukunft.

Warum sollten wir weiterhin denselben Teufelskreis wiederholen? Können wir als Menschheit es nicht besser machen? Sicher können und sollten wir das. Wir müssen nur wissen, wie.

Die Anzahl und Intensität höchst gefährlicher Konflikte hat nach Angaben von UN-Vertretern zum ersten Mal seit vier Jahren zugenommen. Man rechnet damit, dass jeder 45. Mensch aufgrund der Instabilität der Welt sogar für grundlegendste Bedürfnisse wie Nahrung, Unterkunft und Gesundheitsversorgung humanitäre Hilfe benötigt.

Nach jedem Krieg wird recherchiert, werden Bücher und Theaterstücke über das Streben und Begehren nach Frieden geschrieben, doch scheint dies nur ein Wunschtraum zu sein. Doch was bedeutet letztendlich Frieden? Ist er das Gegenteil von Krieg oder etwas anderes? Eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit dem Begriff „Frieden“ aus der Perspektive der Weisheit der Kabbala wirft neues Licht auf dieses wichtige Ziel und wie es zu erreichen ist.

Nach schweren Konflikten, Kriegen und viel Leid bleibt den Menschen nichts anderes übrig, als Waffenstillstände, Aufrüstungen und Friedensverträge abzuschließen. Und jedesmal steht die Frage im Raum, wie lange sie bis zum nächsten Ausbruch andauern werden. [Rest des Beitrags lesen →]

Kabbala und die weltlichen Wissenschaften


Eine Frage, die ich erhielt: Sie schrieben in einem Ihrer vorherigen Beiträge, dass „die Kabbala Dinge willkommen heisst, die aus Erfahrung oder ausschliesslich wissenschaftlicher Forschung gewonnen wurden“. Können Sie bitte näher darauf eingehen, was genau die Kabbala in normalen Wissenschaften begrüßt?

Meine Antwort: 1. Alles, was für den irdischen Körper notwendig ist, um eine minimale, normale Existenz zu gewährleisten, laut dem Gesetz „Notwendigkeit wird weder hochgehalten noch verdammt“ (Echrahi – Lo Igune Ve Lo Ishubah). So wie es bei den Tieren ist. Wenn der Mensch Dinge innerhalb seiner animalischen Verlangen in Anspruch nimmt, dann ist er in Gleichgewicht mit der Natur, und dies wird von der Kabbala willkommen geheissen.

2. Alles was den Verlangen des Körpers entspricht (so wie Nahrung, Sex und Familie) und über das Normale hinausgeht ist überflüssig. Folglich ist es für Körper und Seele wie auch für die gesamte umgebende Natur schädlich und bringt den Menschen aus dem Gleichgewicht mit der Natur. Diese Maßlosigkeiten tauchen normalerweise unter dem Einfluss der Gesellschaft auf.

3. Neben den körperlichen Verlangen gibt es zusätzliche Verlangen, die in einem Menschen aufsteigen, weil er in einer Gesellschaft lebt. Würde er alleine im Wald leben, kämen diese Verlangen erst gar nicht in ihm auf. Diese Verlangen richten sich auf Reichtum, Berühmtheit, Macht und Wissen aus.

Die Verlangen Nr. 2 und 3 bringen das Gleichgewicht der Natur durcheinander und halten den Menschen davon ab, aus seinem Egoismus herauszukommen. Die weltliche Wissenschaft wurde genau dafür entwickelt, um die Wünsche 2 und 3 zu erfüllen – sie wurden aus den menschlichen egoistischen Anreizen entwickelt und schaden dadurch dem Menschen.

Stellen Sie sich vor, der Mensch würde nicht beabsichtigen, Kriege zu führen, wissenschaftliche Ehrungen oder Preise zu gewinnen. Die Wissenschaft würde keine Fortschritte machen. Darum wird die heutige Wissenschaft in eine Krise gelangen, ihre jetzige Form wird sich ändern und die Kabbala wird an erster Stelle stehen. Ich erkläre dies nur kurz und nicht sehr überzeugend, doch rate ich Ihnen, mehr darüber in Einzelheiten aus meinem Unterricht über den Artikel von Baal HaSulam Die Wissenschaft der Kabbala und moderne Wissenschaften“ herauszufinden.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wissenschaftler haben (wieder einmal) alles auf den Kopf gestellt
 
 interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie

Eine fröhliche Verbindung mit dem Fest der Natur!

Die inneren Umwälzungen, die jemand benötigt, um sich mit anderen verbinden zu können, bis hin zu vollständiger Übereinstimmung, Einheit und wechselseitigem Austausch, der uns mit der Natur in Einklang bringt, sind nicht einfach. 

Die Phasen derartiger Veränderungsprozesse verlaufen in einem Zyklus, der wieder am Ausgangspunkt endet. Es liegt an uns, diesen gesamten Zyklus zu durchlaufen. Wir brauchen dazu die Absicht, uns selbst zu korrigieren und uns in einen nützlichen Teil der Natur zu verwandeln – und nicht in einen krebsartigen Tumor, der alles um sich herum verschlingt und die Erde zerstört. Ein Mensch muss eine Quelle der Gesundheit und des Wohlergehens für das Gute und das Gleichgewicht in der Natur sein. 

Jedes Jahr kehren diese Zustände wie in einer Spirale zurück und wiederholen sich auf höheren Ebenen. Im Wesentlichen bezeichnet ein Jahr die Anzahl der Stufen, die wir in unserer Verbindung zur Erreichung des Ziels durchlaufen müssen. Dieser Zyklus der Korrektur wurde von Abraham in der Vorzeit entdeckt. Er unterrichtete seine Schüler, welche zur Quelle der Entstehung des jüdischen Volkes wurden. Dies kommt im Jahreszyklus der jüdischen Feiertage zum Ausdruck. 

Wir müssen verstehen, dass die jüdischen Feiertage nicht die Tradition einer bestimmten Nation oder eines Volkes sind. Vielmehr sind sie Symbole einzigartiger spiritueller Zustände, in denen wir gegenseitige Hingabe, Liebe auf einer höheren Ebene und eine größere Tiefe der Verbindung des Herzens und des Verstandes erreichen.

Es geht hier nicht um eine Feier historischer Ereignisse, die ein einzelnes Volk erlebte und die außerhalb des allgemeinen Naturprogramms stehen. Diese Feiertage spiegeln die spirituellen Zustände der Menschen als Gemeinschaft wider. Sie sind bereits als bestimmte Ebenen unserer Übereinstimmung mit der Natur verborgen, wenn wir uns in Richtung Gleichgewicht und Harmonie bewegen. 

Wenn wir uns als Volk wahrnehmen und uns auf die eine oder andere Weise miteinander verbinden und eine bestimmte Ebene der Einheit erreichen, die in der Natur verborgen ist, dann feiern wir dieses Geschehen besonders. Wenn wir auf die nächste Ebene der Verbindung und uns wieder ein Stück mehr an die Natur annähern, feiern wir diese Errungenschaft erneut. Der Mensch legt die Feiertage nicht nach eigener Wahl fest, sondern feiert seine Errungenschaft der Ähnlichkeit und Anhaftung an die Natur. Diese Feiertage können also nicht geändert werden.

In unserem heutigen Zustand stehen wir der integralen Natur völlig entgegengesetzt gegenüber, denn alle Teile der Natur – außer der menschlichen Spezies – sind zu hundert Prozent in einem einheitlichen System verbunden.

Wenn die Menschheit oder zumindest ein Teil davon jedoch beginnt, sich der Natur und der Ganzheit anzugleichen, dann werden wir mit Sicherheit einen bestimmten Grad der Verbindung erreichen. Zunächst einmal liegt es an uns, unsere gegenseitige Abneigung zueinander zu erkennen, denn so ist die Natur, mit der wir geboren werden. 

Das nennt man „Erkenntnis des Bösen“. Uns muss bewusst sein, dass unsere der Natur entgegengesetzten Eigenschaften uns nicht erlauben, Harmonie und Balance zu erreichen. Dafür brauchen wir eine innere Prüfung, und wir müssen uns selbst bewerten (lehipatel: beten, sich selbst beurteilen). Ein solches In-Sich-Gehen vor Rosh HaShana wird als „Monat Elul“ bezeichnet.

Zu diesem Zeitpunkt hinterfragen wir unseren IST-Zustand in Bezug auf den guten und wunderbaren Zustand der Verbindung, den wir erreichen müssen. Das bedeutet, dass wir das, was als korrigierter Zustand bezeichnet wird, erkennen. Wir vergleichen ihn mit unserem gegenwärtigen Zustand, nehmen die gewaltige Kluft zwischen beiden wahr und gelangen so zu einer Selbstbeurteilung.

Wir erkennen dann, dass wir Sünder sind und was zu tun ist. In der Folge organisieren wir unsere Arbeit besser, um weiter in Richtung Verbindung voranzuschreiten. Die Kraft, die sich in der Natur befindet und alle ihre Teile verbindet, sehen wir als die herrschende Macht, die uns lenkt. Diese Kraft hält das gesamte System zusammen und wird zu unserem Ziel. Wir sehnen uns danach, ihr zu ähneln. Dies nennt man Rosh HaShanah, den Anfang (Rosh) unserer Veränderungen (Shinuim) und den neuen Zyklus, an dessen Ende wir wie die allgemeine Kraft sein wollen, die die Natur durchdringt. 

[144178] Aus dem Programm „A New Life“ 14.09.14.  

 

Greta Thunberg und aktuelle Lösung für Umweltprobleme

„Ihr habt meine Träume und meine Kindheit mit euren leeren Worten gestohlen. Dennoch gehöre ich noch zu den Glücklichen. Die Menschen leiden. Die Menschen sterben. Ganze Ökosysteme brechen zusammen. Wir stehen am Beginn eines Massensterbens, und alles worüber ihr reden könnt ist Geld und das Märchen des ewigen Wirtschaftswachstums. Wie könnt ihr es wagen!“

Greta Thunberg, die schwedische Umweltaktivistin, spricht auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in einem direkten, hartnäckigen und unbeirrtem Ton über den weltweiten Protest junger Menschen gegen die Vernachlässigung der Klimakrise. Dieses Mädchen, das im Alter von 11 Jahren an Depressionen litt und zu sprechen aufhörte, bei dem das Asperger-Syndrom,eine Zwangsstörung und selektiver Mutismus diagnostiziert wurden, führt heute als 16-Jährige eine globale Jugendbewegung gegen das Ignorieren der Klimakrise an.

Gretas Stimme ist zur Stimme von Umweltaktivisten auf der ganzen Welt geworden, und sie hat weltweit mehr als vier Millionen Menschen dazu bewegt, auf die Straße zu gehen. Aber diese bewegende Naivität nutzen viele als Gelegenheit, um ihre eigenen Interessen voranzutreiben. So funktionieren die Dinge in der egoistischen Welt, in der wir leben. Alles ist kalkuliert, interessenbasiert und zahlt sich letzten Endes für jemanden aus. Auch das farbenfrohe Plakat, das Greta auf den leeren Plätzen der Hauptstädte dieser Welt hochhält, gehört zur Kampagne.

Ich habe nichts gegen sie oder diejenigen, die hinter ihr stehen, einzuwenden. Ich persönlich hätte ihr den Friedensnobelpreis verliehen, für den sie kandidiert. Denn aufgrund der positiven Botschaften, die ihrem und einem Viertel der Menschheit gemeinsamen grünen Protest entspringen, beginnt vielleicht die Welt dem zuzustimmen, dass es hier ein ernstes Problem gibt, dass wir den Naturgewalten nicht entkommen können, dass die globale Erwärmung das Resultat einer Schwäche der Menschheit  und ein Großteil der Klimakrise  vom Menschen direkt oder indirekt verursacht ist.

Auf diese Weise werden zwei Arten der Natur offenbar: die global verbundene Natur und die egoistisch getrennte Natur, die ohne jegliche Wechselbeziehung zwischen den beiden bleibt. Auch ist es so, dass menschliche Verbindungen die Beziehung zwischen allen Teilen der Natur beeinflussen, weshalb wir uns in erster Linie an den Naturgesetzen ausrichten müssen.

Das gesamte Ökosystem funktioniert nach einem ganzheitlichen Prinzip der Wechselbeziehungen, und die Klimakrise, die den Menschen plagt, hat ihre Ursache allein im menschlichen Handeln. Sie ist jedoch nicht das Ergebnis dessen, was wir mit unseren Händen und Füssen tun oder welche Art von Nahrung wir zu uns nehmen. Solange unsere egoistische Natur ungezügelt und außer Kontrolle bleibt und sich in der UNO niemand wirklich ausser zum Schein, um das globale ökologische Gleichgewicht kümmert, können wir uns vom Planeten Erde verabschieden.

Die grundlegende und wichtigste Lösung, um die Natur ins Gleichgewicht zu bringen, liegt in der Stärkung positiver zwischenmenschlicher Verbindungen über das zunehmend wachsende Ego hinweg. Der negative Einfluss der Trennung zwischen uns durchdringt alle unbelebten, pflanzlichen und belebten Ebenen der Natur. Wie die Kabbalisten schrieben: „Der Mensch ist eine kleine Welt, die Welt ist ein großer Mann.“

Deshalb, liebe Greta, liegt das Heilmittel für die globalen Phänomene in der Art und Weise unserer zwischenmenschlichen Beziehungen. Wenn wir wirklich gemeinsam eine Korrektur im zwischenmenschlichen Bereich fordern, werden wir Erfolg haben. Hierin bin ich mit dir einer Meinung.

Neues Leben # 11 – Neue Bildung

Neues Leben # 11 – Neue Bildung

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi

 

Um die nächste Stufe unserer Entwicklung zu erreichen, muss sich die Menschheit auf einen integralen Bildungsprozess einlassen, der unsere Natur von gegenseitigem Hass und Ausbeutung zu Liebe und Rücksichtnahme verändert. Die Methode der Verbindung, das heißt das integrale Bildungssystem, soll uns nicht nur vor allem Bösen bewahren, sondern auch zum Guten führen. Es wird uns ermöglichen, mit der Triebkraft in Kontakt zu bleiben, die den gesamten Entwicklungsprozess steuert, die größte Kraft, die in der Natur zu finden ist: die Liebe. Zuerst müssen wir die Menschen dazu erziehen, durch Denken, Reden und Handeln eine ausgeglichene Gesellschaft aufzubauen. Auf diese Weise beenden wir alles Leiden , erreichen ein Gleichgewicht mit der Kraft der Natur und leben in perfekter Harmonie. 

Aus KabTVs „New Life # 11 – Neue Bildung“, 09.01.12

Freiheit ist die Fähigkeit, dir deinen Meister zu wählen

Frage: Sie sagen immer, dass der Mensch nicht frei und seinen Genen, Instinkten und dem Einfluss der Gesellschaft unterworfen ist. Im Alter von 20 Jahren ist er im vollen Umfang ausgebildet, wie eine frisch geprägte Münze, und all seine Handlungen sind im Voraus festgelegt. Ist es denn überhaupt möglich, ein freier Mensch zu sein, und was bedeutet es, frei zu sein?

Antwort: Frei zu sein bedeutet, zu fühlen, dass du zu hundert Prozent vom Schöpfer abhängig bist, aber durch „deinen eigenen freien Willen“, was bedeutet, durch deine eigene Entscheidung so zu sein.

Der Mensch fühlt sich frei, wenn er aus eigenem Willen beschließt, unter dem Einfluss und der Autorität des Schöpfers zu bleiben, und nicht Sklave seines Egoismus zu sein.

Wir können uns nicht vorstellen, was Freiheit bedeutet, da wir denken, dass sie sich als Abwesenheit jeglichen Einflusses definiert. Aber das ist ein Ding der Unmöglichkeit, da es so etwas wie einen leeren Raum frei von jeglichem Einfluss nicht gibt.

Die Freiheit ist ein Gleichgewicht der Kräfte, die durch eigene bewusste Wahl und Anstrengung zustande kommt.

Wir können nur frei werden, wenn wir uns über unser egoistisches Verlangen erheben. Dies bedeutet nicht, dass wir unfreiwillig und vollständig unter die Herrschaft des Schöpfers und des Verlangens zu geben fallen. Stattdessen ist es eine Wahl, die wir treffen, um durch das Verlangen des Gebens gelenkt zu werden, anstatt durch das Ego. Dadurch können wir eine Balance zwischen den Eigenschaften des Empfangens und des Gebens schaffen. Solch ein Zustand wird Freiheit genannt (Klipat Noga).

Kabbala Akademie

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