Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Geld'

Das spirituelle Umfeld ist der Aufbewahrungsort der Seele

Die ganze Schwierigkeit besteht darin, dass wir auf unserem spirituellen Weg versuchen, genauso zu handeln wie in unserem materiellen Leben. Wir vertrauen auf unsere eigenen Kräfte, um bestimmte Werte zu erreichen. Alle unsere Berechnungen, ob bewusst oder unbewusst, sind auf unseren eigenen Nutzen ausgerichtet.

Bislang wurde die Bedeutung eines Ziels meist nur als Mittel zum Zweck verstanden: sei es zur Erholung, zum Erwerb von Geld, Macht, Anerkennung oder Wissen. Unsere Wünsche wurden maßgeblich durch unser Umfeld geprägt, sodass wir uns häufig nach den Vorstellungen anderer orientierten. Dadurch erweiterten sich stetig unsere eigenen Wünsche, und so entwickelten wir uns weiter. Ursprünglich beschränkten sich unsere Bedürfnisse auf das Tierische, wie Essen, Sexualität und Familie; die Wünsche nach Geld, Macht oder Wissen haben wir erst durch die Gesellschaft, in der wir leben, übernommen.

Wenn der Mensch ein neues Verlangen nach Spiritualität erhält, sollte es genauso auf  dieselbe Art und Weise wachsen. Das Problem dabei ist: Befindet sich der Mensch in einer Gemeinschaft, die gemeinsam lernt, dann nimmt er von außen vor allem materielle Eigenschaften wahr – z.B. wer ist intelligenter oder versteht die Schriften besser.

Sein Verlangen, voranzukommen, ist der egoistische „Punkt im Herzen“ – “die Kehrseite der heiligen Seele“- sie muss durch die Größe des Ziels und die Größe des Schöpfers entwickelt werden.

Alle Werte, die mit der Größe des Ziels, des Schöpfers und der spirituellen Welt verbunden sind, basieren auf der Bereitschaft zu Geben anstatt zu Empfangen. Es kommt hier zum Punkt, der heißt: „An dem Ort, wo die Sünder fallen, erheben sich die Gerechten und gehen voran.“ Sowohl die Sünder als auch die Gerechten existieren in einem Menschen.

Entscheidend ist, wie der Mensch sich gegenüber seiner Umgebung verhält. Die Umgebung wird dabei zum spirituellen „Gefäß“ – nur wenn er erkennt, dass er den Eindruck der Größe des Gebens, der Nächstenliebe bekommt, kann er sein neues Verlangen nach Spiritualität entwickeln.

Daher beginnt jeder Mensch seinen spirituellen Weg mit einem “Punkt im Herzen“. Dieser ist der wichtigste Punkt, die Grundlage des Menschen, aber es ist die „Kehrseite der heiligen Seele“, und mehr wird es in diesem Punkt nicht geben. Zu diesem Punkt muss er alle seine anderen spirituellen Kelim (Gefäße) hinzufügen, bis hin zur Malchut der Welt der Unendlichkeit. All diese Wünsche erhält er vom Umfeld, in ihm selbst wird sich nichts Neues mehr entwickeln.

Das spirituelle Kli (Gefäß) wird durch die Umgebung gebildet – es ist die Größe des Ziels, die den Wunsch und das spirituelle Gefäß formt, in dem der Schöpfer offenbart wird. Dadurch wird die Verbindung und Verschmelzung mit Ihm möglich.

[38214]

Aus der Lektion zum Thema „Wichtigkeit  der Größe des Schöpfers durch die Umgebung“

 

Die Wahrnehmung von Handlungen und Güte des Schöpfers

Eine Frage, die ich erhielt: Was sind Handlungen des Schöpfers und Seine Güte?

Meine Antwort: Das ist die Güte, welche die Welt erfüllt und in meinen korrigierten Verlangen vorgefunden wird. Sogar in diesem Augenblick bin ich von der Welt der Unendlichkeit umgeben, die von absoluter Güte erfüllt ist, doch ich habe keine Befähigung, sie zu spüren.

Die Güte Schöpfers ist das, was ich anstelle des Übels, das ich jetzt spüre, erkennen werde. Mein Egoismus wächst ständig und dadurch zeigt er mir, dass alles schlecht ist. Er zeigt mir zwei Gegensätze: das Licht und das gleiche Licht in der Form von Dunkelheit. Auf diese Weise spürt jemand das Licht in dieser Welt, da er entgegengesetzt zur Eigenschaft des Gebens ist.

Je stärker das Licht an mir arbeitet, umso härter und dunkler erscheint mir das Leben, weil ich mich im Gegensatz zum Licht befinde. Das Licht, das in Bezug auf alle Seelen und nicht nur in Bezug auf mich enthüllt wird, zeigt mir, dass alles, was mir geschieht, von der gesamten Welt abhängt.

Daher versteht die Welt nicht, warum sie plötzlich Flauten und Trägheit durchmacht. Unterbewusst spürt ein Mensch, dass er von jedem abhängig ist. Wie also soll er handeln? Er muss fähig sein, zu prüfen, wann er gibt und wann er empfängt. Jedoch die Enthüllung unserer globalen Verbindung trübt unser Verlangen zu empfangen und macht uns hilflos. Wenn mir gesagt wird, dass ich eine Arbeit beenden soll und bekomme Geld dafür, verstehe ich das. Doch ich kann nicht ohne eine Belohnung arbeiten!

Die Problematik hier ist, dass das Licht sich selbst zunehmend enthüllen wird, während sich die Verbindung zwischen uns zeigt. Wir werden ihren Einfluss als verstärkte Dunkelheit und Krise spüren. Doch wenn wir anfangen, miteinander das Spiel des Gebens zu spielen, werden wir korrigiert. Die Wissenschaft der Kabbala, selbst als ein Spiel, wird die Menschheit im gegenseitigen Geben mit der Quelle, die uns korrigiert, vereinen. Als Ergebnis werden wir uns gewiss in einem korrigierten Zustand wiederfinden.

Zur Kabbala Akademie

 

Was ist Ego?

Die menschliche Natur beinhaltet das Verlangen zu genießen, das Ego besitzt die Absicht, auf Kosten anderer zu genießen.

Unser Verlangen zu genießen teilt sich in individuelle, soziale und spirituelle Verlangen auf:

  • individuelle Verlangen – nach Essen, Sex, Familie und Obdach
  • Soziale Verlangen – nach Geld, Ehre, Kontrolle und Wissen.
  • Spirituelles Verlangen – oder genauer gesagt, der Kern eines spirituellen Verlangens (genannt „Punkt im Herzen“), der den Sinn und Zweck des Lebens in Frage stellt. Er beginnt aufzutauchen, wenn wir in unseren individuellen und sozialen Verlangen immer weniger erfüllt werden, und kann sich zu einem vollen spirituellen Zustand entwickeln.

Das Ego wird auf der Ebene unserer sozialen Verlangen aktiviert. Beginnend mit dem Verlangen nach Geld, ist es ein Verlangen, das grundsätzlich das will, was der andere hat. 

Das Ego, d.h. die Absicht, auf Kosten anderer zu genießen, bezieht sich nicht auf unsere individuellen Verlangen nach Nahrung, Sex, Familie und Obdach. Diese sind rein animalische Verlangen, die in uns wirken, um unser Überleben als Individuum und als menschliche Spezies zu gewährleisten. Ähnlich, wie es eine Kraft gibt, die an leblosen Objekten arbeitet, damit sie ihre Form beibehalten.

Das Ego wird auf der Ebene unserer sozialen Verlangen aktiviert. Beginnend mit dem Verlangen nach Geld, ist es ein Verlangen, das grundsätzlich das will, was der andere hat. 

Wenn wir die menschliche Evolution als eine Abfolge der oben genannten Verlangen betrachten, können wir sehen, wie wir in den frühen Tagen der menschlichen Evolution, d.h. in unseren „Höhlenmenschentagen“, nur gelebt und gearbeitet haben, um unsere individuellen Verlangen nach Nahrung, Sex Familie und Obdach zu befriedigen .

Nach einiger Zeit begannen wir das zu wollen, was andere hatten. Das Verlangen nach Geld drängte uns, uns voneinander abzugrenzen, unser Eigentum vom Eigentum anderer zu differenzieren und Systeme des Austauschs zwischen uns zu entwickeln. Dies ist der Beginn des Ausdrucks des Egos in der menschlichen Gesellschaft.

[Rest des Beitrags lesen →]

Neujahrsvorsätze

Auf meiner Facebook-Seite veröffentlicht:  Michael Laitman  vom 29.12.19

Ein neues Jahr hat angefangen und die Welt begrüßt ein neues Jahrzehnt. Das Jahr 2019 hat uns auf positive Weise die Augen geöffnet und uns eine Reihe von Erkenntnissen über unser Leben und unsere Zukunft als menschliche Gesellschaft gebracht. 

Wir haben gelernt, wie grundsätzlich jedes System auf der Welt daran scheitert, uns glücklicher zu machen. Außerdem wurden wir reifer und kamen dem Verständnis näher, dass wir die Welt nur ändern können, wenn wir uns selbst ändern.

Während wir in das Jahr 2020 steuern, wie können wir dabei das Blatt wenden und unser Leben effektiv verbessern? Wie können wir Ziele festlegen, die sowohl wertvoll als auch erreichbar sind?

Der Zustand unserer Welt

Zweifellos war einer der lautesten Weckrufe, dass etwas mit dem Planeten nicht stimmt, der Ruf wegen der ökologischen Störungen katastrophalen Ausmaßes. Wir haben erkannt, dass es nicht ausreicht, weniger Bäume zu verbrennen oder Veganer zu werden, um den globalen Umweltherausforderungen zu begegnen. Es wurde klarer, dass uns ein solcher Weg fehlt, weil es an einer Herangehensweise an die Ursache der Probleme mangelt, nämlich an dem menschlichen Ego: unserer selbstsüchtigen und ausbeuterischen Haltung gegenüber unserer Umgebung.

„Je stärker unsere Beziehungen zu anderen sind, desto glücklicher sind wir.“

Fehlinformationen waren im vergangenen Jahr ebenfalls weit verbreitet. Wir haben gesehen, wie die Medien unser Weltbild beeinflussen, und das nicht unbedingt zu unserem Vorteil, da sie normalerweise von interessierten Parteien kontrolliert werden, die bestimmte Agenden vorantreiben möchten, die zu ihrem eigenen Vorteil sind. Geld kann Platzierungen in Medienkanälen und sozialen Medien kaufen, und jeder, der genug davon hat, kann die öffentliche Meinung gemäß seinen Interessen manipulieren.

Die heutigen Medienplattformen verbessern unsere Kommunikation nicht, sondern im Gegenteil: Sie positionieren Menschen in Opposition zueinander und bewirken dadurch ständige Reibungen unter ihnen. Im Wesentlichen arbeiten sie zu unserem Nachteil, vielmehr als zu unserem Vorteil.

Auf sozialer Ebene unternehmen wir keine Schritte, um eine verbindungsfördernde Bildung zu fördern, die darauf abzielt, in unserem immer komplexer werdenden Netz pluralistischer Verbindungen ein harmonisches Gleichgewicht zu finden. Im Gegenteil, anstatt immer mehr positive Vorbilder und Beispiele von Menschen zu zeigen, die in einer Zeit zunehmender sozialer Spaltung freundschaftliche Beziehungen aufbauen, sind die Menschen jetzt mehr der Gewalt in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Familie sowie in den Bereichen Kunst, Kultur und Medien ausgesetzt.

Scheidungen haben weiter zugenommen. Es gibt auch eine steigende Anzahl von einsamen Menschen, bis zu dem Punkt, wo Einsamkeit als eine Epidemie angesehen wird.

Wir sehen auch, wie Kinder von Jahr zu Jahr weniger von ihren Eltern abhängig werden. Einerseits ist ihre wachsende Unabhängigkeit etwas Positives, andererseits erhöht sie den wirtschaftlichen Druck auf die neue Generation, die es schwer hat, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

Die AI Revolution hat gezeigt, wie schnell Maschinen in vielen Bereichen Menschen ersetzen und viele Berufe in Händen der Menschen aussterben lassen.

Der Tourismus ist nach wie vor eine geschäftige Branche, in die die ganze Welt eingebunden ist. Ich glaube jedoch, dass er sich im kommenden Jahr aus verschiedenen Gründen verlangsamen wird, einschließlich wirtschaftlicher Schwierigkeiten und auch, weil sich die Wünsche der Menschen ständig ändern. Was in der Vergangenheit attraktiv und besonders war, wird zur Routine, und sein Geschmack verblasst und verliert an Bedeutung.

Die Menschheit hat ihre materiellen Quellen der Befriedigung, die nur kurzlebiges Vergnügen bereiten, überschritten. Es ist ein nie endendes Rennen, neuen Quellen der Zufriedenheit hinterher zu jagen, sobald die alten gesättigt sind. Wir werden dann irgendwann zu unserem Ausgangspunkt zurückkehren und im gleichen Anfangszustand der Unzufriedenheit enden, sogar unglücklicher als zuvor.

Lohnende und erfüllende Lösungen

In unserem gegenwärtigen Zustand empfinden wir eher negative Gefühle wie Leere und Einsamkeit, weil wir erkannt haben, dass im Grunde alles, was wir als Menschen bis heute erreicht haben, zwecklos und bedeutungslos ist, da es keine dauerhafte Befriedigung bietet. Das ist der Grund, warum wir mit der Entwicklung der Gesellschaften und den immer höheren Anforderungen an das Leben, im kommenden Jahr mit einem höheren Ausmaß an Depressionen und Drogenabhängigkeit rechnen können. Die Regierungen werden sogar den Konsum bestimmter psychoaktiver Substanzen fördern, da sie dem Zweck dienen, die Massen ruhig zu halten.

Immer mehr Unglück und Probleme in der menschlichen Gesellschaft werden die Frage verschärfen, warum es uns nicht gelingt, eine authentische und dauerhafte Form des Glücks zu erreichen. In diesem Punkt erklärt die Weisheit der Kabbala, dass wir, sobald wir in unserer gegenwärtigen Form der Entwicklung eine Sackgasse erreicht haben, erkennen, dass die Lösung in uns selbst gefunden werden kann, indem wir unsere individualistische und egoistische Natur verändern, die uns und unserer Umwelt schadet, und sie transformieren in eine vernetzte Realität der Zusammenarbeit und Fürsorge für andere.

Kurz gesagt, je stärker unsere Beziehungen zu anderen sind, desto glücklicher sind wir.

Daher besteht der wichtigste Vorsatz für das Neue Jahr darin, in die einzige Quelle wahrer Zufriedenheit zu investieren, eine Quelle, die durch positive menschliche Verbindungen in unserer kollektiven Einheit gefunden werden kann, in der sich jede Person äußerlich darauf konzentriert, Freundschaften aufzubauen und der Gesellschaft zu nutzen. 

Wenn sich unser Verlangen außerhalb von uns selbst darauf konzentriert, anderen zu geben, dann werden wir uns nicht mehr leer fühlen. In einem solchen Zustand der Verbindung werden wir in der Lage sein, ein schönes und vollkommenes Leben ohne Leiden zu führen. Diese Quelle der Erfüllung ist grenzenlos und nicht nur für das Neue Jahr relevant, sondern für unser gesamtes Leben.

Über die Gleichberechtigung und die Vorrangstellung

Heute befinden wir uns in einer Übergangsphase. Und wenn wir die Korrektur in Angriff nehmen, werden Frauen und Männer absolut gleichberechtigt sein.

Auf dem spirituellen Weg muss die Frau das Verlangen liefern, Druck auf den Mann ausüben und ihn zum Vorankommen bewegen. Genauso übt auch die Frau in unserer Welt Druck auf ihren Mann aus, damit er arbeiten geht und das Geld nach Hause bringt. Und wenn es ein Zuhause und Mittel zum Lebensunterhalt gibt, dann bringen wir Kinder zur Welt und ziehen sie groß.

Genauso ist es auch in der Spiritualität: wenn wir gemeinsam an der Korrektur der Seele arbeiten, dann bringen wir neue Seelen, neue Korrekturen zur Welt. Darüber steht auch geschrieben: „Mann und Frau – die Shechina zwischen ihnen“. Die Enthüllung des Schöpfers geschieht genau zwischen uns, wenn wir zusammen sind.

Sowohl Männer als auch Frauen müssen ihren Beitrag zu diesen Handlungen leisten. Hier gibt es weder große noch kleine. Es ist unmöglich, ohne Frau zu gebären. Eine neue Seele, ein neuer spiritueller Parzuf kann nur durch die Kraft des weiblichen Verlangens großgezogen werden.

Im Korrekturprozess wird keiner eine größere Gewichtigkeit erlangen, keiner ist größer oder kleiner. Wo es einen „Gewichtsmangel“ gibt, gibt es auch einen „Überhang“, entsprechend der umgekehrten Anordnung der Lichter und der Kelim. Ohne das weibliche Verlangen ist der Mann kraftlos, und das weibliche Verlangen ist ohne den männlichen Schirm ebenfalls kraftlos.

Doch wer ist dennoch primär? Die Frau. Denn das Verlangen nach der Bitte um die Korrektur geht immer von der Frau aus. Genauso ist es auch in unserer Welt: obwohl die Männer glauben, dass sie durch eigene Kraft Erfolge erzielen, werden ihre gesamten Handlungen in Wirklichkeit nur für die Frauen vollzogen, nur um Gewicht in ihren Augen zu erlangen. So sind wir nun mal erschaffen.

Auszug aus dem Gespräch über Frauen, 06.03.2011

 

interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie

 

Unsere Verlangen ordnen

Durch das Studium der Kabbala beginnt ein Mensch zu verstehen, dass es genau die Handlung „aus sich selbst herauszukommen“ ist, die es ihm ermöglichen wird, etwas ganz Besonderes zu erkennen. Außerhalb seiner kleinen Welt gibt es etwas Großartiges, Ewiges und Perfektes – eine höhere Dimension. All das geschieht durch einen Wechsel der Prioritäten, welche die Wichtigkeit der Spiritualität über das erhebt, was einen Menschen hier in dieser Welt umgibt.

Das Streben zum Ziel hängt von seiner Wichtigkeit in Bezug auf die Wichtigkeit von allem anderen im Leben eines Menschen ab. Ein Mensch wird an der Liste seiner Prioritäten und Ziele gemessen. Deshalb ist es wichtiger für ihn, aus sich selbst herauszukommen, um Ewigkeit und Vollkommenheit zu erlangen, als das, was ihn umgibt (außer dem Lebensnotwendigen). Das bedeutet, dass er seine Prioritäten und Werte in die richtige Reihenfolge gebracht hat.

Die Reihenfolge der Werte sollte der Gegenstand seiner unaufhörlichen Sorge und Selbstanalyse sein, die er in sich selbst durchführt. Nahrung, Sex und Familie sind körperliche (tierische) Verlangen, die für eine bestimmte Art der Erfüllung nötig sind. Geld, Ruhm, Macht und Wissen sind menschliche Verlangen. Darüber hinaus haben wir das das Verlangen nach Spiritualität, das höher ist und sich jenseits der Existenz unserer Welt befindet.

Wenn ein Mensch ständig darauf bedacht ist, seine Verlangen in die richtige Reihenfolge zu bringen, bleibt er in jeder Situation auf dem Weg zum spirituellen Ziel und kommt voran.

interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie

Wir können aufhören einander zu betrügen, wenn wir eine Leitung für das Licht legen


Frage: Wenn mein Egoismus global geworden ist, bedeutet dies, dass ich von allen anderen abhängig bin?

Antwort: Abhängigkeit von Anderen bedeutet, dass du niemals erfolgreich sein kannst, wenn du nicht so handelst, dass es zum Wohle aller ist. Nehmen wir mal an, ich sei ein Taxifahrer. Ich nehme einen Fahrgast auf, fahre ihn wohin er fahren muss, berechne ihm den doppelten Betrag, den er mir schuldet, verberge dieses Geld vor der Steuer und stecke es direkt in meine Tasche. Es gehört alles mir! Aber am Ende sehe ich, dass ich irgendwie nichts von diesem Geld behalten kann. Ich weiß nicht, wo es überall hin ist oder warum, aber genau dies geschieht.

Plötzlich bin ich mit Problemen überladen: die Bank hat mich betrogen, irgendetwas läuft mit meiner Frau und den Kindern schief, meine Gesundheit verschlechtert sich und alles andere geht den Bach hinunter. Ich stehe vor tausend verschiedenen Missgeschicken und Problemen. Was auch immer ich tue, ganz gleich wie viel Geld durch meine Hände geht, nichts davon ist zu etwas gut.

Daher müssen die Menschen verstehen, dass sie einfach sich selbst töten, wenn sie weiterhin auf diese Weise handeln. Und es ist nicht leicht den Menschen zu erklären, dass sie ganz gleich, was sie tun, immer auch die anderen berücksichtigen müssen. Das ist so, weil wir in eine komplett neue Welt eingetreten sind, wo wir nicht, wie im obigen Beispiel, wie gewohnt weiterhin die Steuerbehörden und die Fahrgäste betrügen können. Wir werden sehen, dass es unsere egoistischen Körper sind, die wir betrügen müssen, weil diese uns nicht erlauben mit Rücksicht auf Andere zu handeln.

Kannst du dir vorstellen, welche enorme Transformation wir alle durchlaufen müssen? Dies kann nur auf dem Wege einer Erziehung geschehen, die erklärt, dass wir in einer neuen Welt leben und dieses neue Gesetz befolgen müssen. Und wenn wir es nicht tun, dann verurteilen wir uns selbst, unsere Familien, unsere Angehörigen und die ganze Welt zum Leiden.

Die Gesellschaft muss daher beginnen, diese Systeme für die Erziehung zu schaffen. Sie mögen wie reine Systeme erscheinen, die zur Erklärung dieser Konzepte geschaffen wurden. In Wirklichkeit jedoch werden sie mit dem Licht verbunden sein – der einzigen Kraft, die die Fähigkeit hat unsere Wünsche zu korrigieren. Es sind unsere nicht korrigierten Wünsche, die uns ständig zu unseren alten Wegen zurückkehren lassen. Die uns austricksen und uns dazu bringen so zu handeln, sogar, wenn wir schon anders sein wollen, und den anderen geben wollen. Um diese Wünsche zu korrigieren, brauchen wir eine Methodik, die mit dem Licht verbunden ist und die es uns ermöglicht dieses Licht zu uns hin zu kanalisieren. Es ist so, wie eine Leitung zu legen, die es der Elektrizität möglich macht, zu den Verbrauchern und so in alle Häuser zu gelangen.

Zur Kabbala Akademie—>

Beeinträchtigen Wohlstand und Armut die Kabbala?

Frage: Sie haben einmal gesagt, dass der Schöpfer Reichtum gibt, um sich zu distanzieren. Die Armut entfremdet sich ebenso vom Spirituellen, da sich alle Kräfte und Gedanken darum drehen, wie man die Familie und sich ernähren kann. Beeinträchtigen Wohlstand und Armut die Kabbala?

Antwort: Die Antwort lautet nein. Es hängt alles davon ab, wie sich ein Mensch trotz Reichtum oder Armut mit der Höheren Kraft in Verbindung setzt. Der Schöpfer gibt ihm genau das, was er für seine Seele benötigt.

Da ich vom Schöpfer Bedingungen wie Reichtum oder Armut erhalte, kann ich es rechtfertigen. Es ist auch aus der Sicht von der Wurzel meiner Seele gerechtfertigt, da es natürlich und ausbalanciert ist.

Frage: Wenn ich das verstehe, hält es mich dann davon ab, darüber nachzudenken, woher ich das Geld bekomme?

Antwort: Nein, ich behandle es als spirituelle Arbeit.

Aus dem russischsprachigen Unterricht 25.11.2018

[242578]

Die Natur fordert, dass wir persönliche Beziehungen der Liebe zueinander haben

Frage: Warum führt die natürliche Entwicklung der Menschheit nicht zu dem Verständnis, dass wir alle in einer wohlwollenden Verbindung miteinander verbunden sein müssen?

Antwort: Jeder kann geben und nehmen, indem er seine egoistischen Eigenschaften einsetzt – bei der Arbeit, in der Geschäftswelt und gesellschaftlich. Wenn unsere egoistischen Eigenschaften eine globale internationale Ebene erreichen, dann erreichen wir das Maximum der Verwirklichung unserer Verlangen. Da endet die erste Phase der menschlichen Entwicklung und es beginnt eine andere – die Phase der Korrektur des entwickelten Verlangens.

Die Natur fordert, dass wir die Verbindung unter uns erneuern, die zerbrochen war, noch bevor wir geboren wurden. Diese Verbindung kann nur mit der Hilfe des Lichtes korrigiert werden, welches die Wissenschaft der Kabbala bieten kann.

Das Verlangen, eine Familie zu gründen, für unsere Kinder zu sorgen, ein guter Nachbar zu sein, zu geben und zu empfangen, Geld miteinander zu verdienen, in Frieden zu leben – alles existiert innerhalb des egoistischen Verlangens.

Wenn wir jedoch über ein neues System der Verbindung untereinander sprechen, ist dies nicht ein System gegenseitiger nutzbringender Geschäfte, sondern ein System, in dem ich verpflichtet bin, an alle zu geben; ich muss in alle investieren. Dies ist kein Übergang zu mehr Handel mit einem größeren Ausmaß der Teilnahme, obwohl die Welt es so verstehen könnte. Jeder versteht, dass wir auf positive Weise miteinander verbunden sein müssen. Doch was die Natur von uns fordert, sind herzliche Beziehungen, die auf den Prinzipien des Gebens und der Liebe gegründet sein müssen und nicht nur ehrliche Geschäfte!

 
http://bit.ly/2IyOsyh
 
 

 

Streßbewältigung in einer Welt mit dem höchsten Stresspegel aller Zeiten!

Jeden Morgen überqueren wir Straßen mit dichtem Verkehr, um uns am Arbeitsplatz der Lawine von Pflichten zu stellen. Nach einem neunstündigen Arbeitstag kehren wir nach Hause zurück und müssen Elternschafts-, Finanz-, Gesundheits- und Beziehungsprobleme bewältigen, die zu unerschöpflichen Stressquellen und zum toten Gewicht unserer modernen Welt geworden sind. Umfragen zeigen, dass in den USA ein absoluter Höchstwert des Stressniveaus erreicht wurde. Laut dem diesjährigen Bericht der American Psychological Association gehören etwa 90% der jungen Amerikaner der Generation Z im Alter zwischen 15 und 21 Jahren zu denen, die am stärksten betroffen sind.

Dem Rest der Welt geht es nicht viel besser. Eine von Gallup in mehr als 145 Ländern durchgeführte Studie hat gezeigt, dass die von den Menschen gemeldeten täglichen Sorgen, Stresssituationen, körperlichen Schmerzen, Trauer- und Wutzustände seit Beginn der Datenaufzeichnung die höchsten Werte erreicht haben. Um Trends in Bezug auf Hoffnung oder Verzweiflung zu untersuchenberechnet die Gallup-Studie einen Indexwert der negativen Erfahrungen. Die jüngsten Ergebnisse zeigen, dass dieser Wert von 23 auf 30 gestiegen ist, was im letzten Jahrzehnt auf eine deutliche Steigerung um 30% hinweist.  [Rest des Beitrags lesen →]