Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Geld'

Es ist unannehmbar, aber wahr

Frage: Wie können wir den Menschen die Gesetze des gemeinsamen Systems erklären, in welchem wir uns befinden?

Meine Antwort: In seinem Verstand und seiner Empfindung muss jeder erkennen, dass die ganze Welt seine Familie ist.

Stimmt, am Anfang erscheint es unglaublich oder im Gegenteil abgedroschen. Lasst uns aber den Tatsachen ins Auge sehen: haben wir eine andere Wahl? Heute entsteht weltweit eine Situation, die von uns einfach eine „familiäre Herangehensweise“ verlangt.

Wie können wir uns nun in diese Richtung bewegen? Denn anderenfalls werden wir keine einzige richtige Entscheidung treffen können. Betrachten wir beispielweise Europa, das verzweifelt und ergebnislos versucht, die Schuldenprobleme loszuwerden. Und es geht hier nicht um den Mangel an Geld. Sie sind bereit, alles Nötige auszulegen, sehen aber nicht, dass es helfen wird. Das gleiche geschieht auch in den USA. In den nächsten Monaten wird es immer mehr zum Vorschein kommen: wir müssen Berechnungen anstellen, die einem integralen analogen System entsprechen, das unseren jetzigen Vorstellungen und Empfindungen ganz und gar nicht folgt.

Zum Wohl der gesamten Welt handeln, den Sturm durch einen schrittweisen allgemeinen Aufstieg ins Gleichgewicht bringen… Ich bin nicht dazu in der Lage, mich in diese Herangehensweise hineinzufühlen, sie zu berechnen – weil ich selbst nicht so bin. Infolgedessen treffen die Mächtigen im globalen, gegenseitig verbundenen System die gleichen engstirnigen egoistischen Entscheidungen. Sie können einfach nicht die Tatsache in Betracht ziehen, dass es „meinen Nutzen“ nicht mehr gibt, es gibt aber „unseren Nutzen“. Das widerspricht viel zu sehr der menschlichen Natur.

Wir selbst spüren es. Denke ich etwa an die Gruppe? Nein, als erstes denke ich an mich selbst. Kümmere ich mich um die Freunde, um ihre Verbindung? Nein, ich danke daran, wie ich selbst in die Spiritualität gelangen kann. Sobald ich dorthin gelangt bin und mich geändert habe, kümmere ich mich um sie.

Wir schwingen Reden über die Einheit, bringen Trinksprüche auf die Bürgschaft aus, doch im Inneren macht sich jeder Sorgen um „sich selbst“ und nicht um „uns“.

Und doch gehen wir den Weg der freien Wahl, uns wird es „sanft“ offenbart – die Massen stellen es aber in einer sehr harten Form fest. Wenn wir keine richtige Erklärung für sie bereitstellen, werden sie uns zur Verantwortung ziehen, und dann werden wir die bis jetzt als abstrakt erscheinende weltweite Krise am eigenen Leibe zu spüren bekommen…

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Frieden in der Welt“, 16.10.2011

„Kapital“: Rückkehr zum noch nicht Gesagten

Baal HaSulam, Zeitung „Das Volk“: Das Gesetz der schrittweisen Entwicklung … gilt für das gesamte Universum, und darauf sind alle natürlichen Systeme aufgebaut, sowohl anorganische und organische, bis zum Menschengeschlecht mit all seinen Eigenschaften, sowohl geistigen als auch materiellen.

Die Rede ist über das Fundament, auf dem sich die Lehre von Karl Marx stützt. In der Tat studierte er die wirkenden Kräfte in der Natur. Denn die Wirtschaft – es ist ein Abdruck unserer Selbstsucht.

Uns verbinden vielerlei an Beziehungen, und wir wollen diese abwägen, abschätzen und regeln. Es ist in der Tora geschrieben: „Geht und verdient von einander.“ Um sich zu versorgen, erschaffen wir zwischen uns verschiedene Verbindungsarten – und diese werden, von der Wissenschaft, Namens „Ökonomie“ gemessen. Ihr Kriterium: Wie viel gibst du mir, und ich dir.

Mit Geld kann man nicht alles kaufen“, sagen wir so abfällig. Doch einen anderen Maßstab haben wir nicht. Wie können wir überprüfen, bis zum welchen Grad wir uns gegenseitig lieben oder hassen? Wenn wir unsere Beziehung in Gold, Silber oder der nationalen Währung, in Ampere oder Kilogramm messen könnten, wäre es wunderbar. Dann würden wir wissen, wie eine Gesellschaft aufzubauen ist, so dass der richtige Charakter der persönlichen und globalen Beziehungen in der Gesellschaft gegeben wäre. Aber das Problem liegt darin, dass solche Berechnungen nicht möglich sind – und erst heute stellt man das fest.

Die Menschheit hat immer wieder nach Kriterien gesucht, nach denen Gefühle und Gedanken, Liebe und Hass, Beziehungen zu Kindern, Nachbarn, Fremden zu beurteilen sind … Wir befinden uns im Netz der Kräfte, und das ist das Verlangen, welches ständig zwischen uns in Tausende von Vektoren und Richtungen gebrochen wird . Damit beschäftigen sich verschiedene Studienfächer, zum Beispiel Psychologie, Soziologie, und obwohl sie auf etwas basieren, haben wir trotzdem keine klaren Kriterien. Und deswegen leiden wir im Leben.

In der Tat, nicht alles wird in Geld gemessen, aber wenn man etwas messen kann, ist es gut und nützlich, hilft die Stärke und die Fähigkeiten des Menschen zu beurteilen. Ungeachtet der egoistischen Verzerrungen liegt darin ein gesunder Kern. Zum Beispiel, die Amerikaner sagen so: „Dieser Mann ist drei Millionen Dollar wert.“ Das Geld soll ein Maßstab sein, aber es ist bereits die Messung, und missachten sollte man das nicht. In der menschlichen Gesellschaft ist es sehr wichtig, alles zu bewerten.

Und deswegen verbirgt sich hinter den Werken von Marx eine tiefe Philosophie. Er schrieb nicht einfach so über das „Kapital“. Als die industrielle Entwicklung die Menschen aus Dörfern in die Städte nach sich zog, als die Beziehungen intensiver wurden, als die Hersteller damit begannen, die industrielle Technologie zu entwickeln, als breites Handeln aufkam – war es irgendwie möglich, die neuen Beziehungen zu messen. Marx hat eine erste Arbeit in diese Richtung geleistet. Wo er falsch gelegen hat – ist ein anderes Thema, aber sein Ansatz ist sehr tiefgreifend und umfangreich.

Wie können wir die Beziehungen zwischen uns messen – dieser Ansatz ist das Fundament der Wirtschaftwissenschaften. Man muss verstehen, wie wir uns selbst und andere mit Mitteln für den Lebensunterhalt versorgen, wie wir uns verbinden, um uns gegenseitig im eigenen Interesse zu füllen, wie verflochten das Netz unserer Beziehungen ist.

Wenn die Beziehungen zu wachsen beginnen, bedeutet das, dass in ihnen bald ein großer egoistischer Defekt aufgezeigt wird, welchen wir korrigieren müssen.

Und so geschah alles. Tausende von Jahren hat sich jeder um sich selbst und seine unmittelbare Umgebung gekümmert, ohne besondere Verbindung mit anderen. Aber dann begann die gegenseitige Beziehung stärker zu werden, vor allem durch das jüdische Volk, das aus der Vertreibung kam. In verschiedenen Ecken der Erde verstreut, behielt es seine Sprache und hielt den Kontakt zwischen den verschiedenen Gemeinden, und spannte neue Pfade durch die ganze Welt. Und schließlich, vor drei Jahrhunderten, begann die industrielle Revolution, begleitet von einem großen Handelsaufkommen auf internationaler Ebene.

Dieser Prozess ist auf die Korrektur gerichtet – auf die Tatsache, damit wir zu einem Ganzen werden und die geistige Welt sich in der richtigen Wechselbeziehung zwischen uns enthüllt. Allerdings müssen wir zunächst seine Verdorbenheit in der derzeitigen Phase an den Tag bringen. Wir entdecken zwischen uns den barbarischen Zustand des zerbrochenen Parzufs Adam Rishon – globale verhängnisvolle Beziehung, welche uns zum Untergang führt.

Auch im Altertum hat Adam dies zuerst enthüllt, und zwanzig Generationen später in Babylon erkannte die Menschheit zum ersten Mal die schrecklichen Fesseln, welche sie umwickelten.

Und so wollte Marx uns das Ausmaß unserer Beziehung aufzeigen und sie bemessen. Er stand gerade am Ursprung der modernen Industrie und des Handels, zu Beginn des Prozesses der Globalisierung, der uns zu einem einzigen globalen „Dorf“ verwandelt hat. Es ist kein Zufall, dass „Kapital“ heutzutage wieder so beliebt ist – wir kehren zur Pointe zurück und bewerten die Rolle von Marx aufs Neue. Seine Berechnungen baute er in den Manufakturen des 19. Jahrhunderts auf, die für ihn eine Art „Labor“ gewesen waren, und dennoch hat er eine richtige Tendenz aufgefangen, welche heute sehr schlimme Formen annimmt.

Der Gewinn ist nicht bloß das Geld

Frage: Möglicherweise sollen wir den Menschen das neue Ziel erklären, wenn wir über die Wirtschaftskrise sprechen. Denn das Ziel der gegenwärtigen Wirtschaft ist den Gewinn zu generieren.

Meine Antwort: Wir wollen auch einen Gewinn erzielen. Aber einen unendlich großen Gewinn. Denn das Schöpfungziel besteht im Wohlergehen der Geschöpfe, damit sie das Gute und die Harmonie erlangen.

In Wirklichkeit, wird der Wirtschaftserfolg nicht anhand des Geldes, sondern anhand verschiedener Faktoren und Werte gemessen, die das geldliche Äquivalent sind: die Macht, die Gesundheit, die Arbeitslosigkeit, die Rente, die Kinder, die Geburtenzahl und die Sterblichkeit, das Wohlergehen usw… Es gibt eine Menge Berechnungen. Eigentlich schließt die Wirtschaft die ganze menschliche Natur ein.

Jedoch können wir nicht alles berechnen. Und deshalb kam die Krise, damit wir die richtigen Berechnungen ausarbeiten. Und dafür muss man zur neuen Wirtschaft übergehen: mit Hilfe der Schirme werde ich die ganze Wirklichkeit wahrnehmen können, und sie ins Wirtschaftssystem aufnehmen.

Frage: Was wird es anstelle des Gewinns in dieser neuen Wirtschaft geben?

Meine Antwort: Die Erfüllung. Wieviel in meiner Tasche und in meiner Seele liegt, wieviel meine Familie, mein Volk und die Welt haben, so groß wird meine Erfüllung sein. Als ob ich und die gesamte Welt eins wären, und ihr Wohlergen für mich wichtig wäre.

Heute möchte ich lieber zehntausend mit einem Partner verdienen, als zwanzigtausend mit dem anderen. Wie kann ich dann meinen Gewinn berechnen? Das Geld spiegelt die reale Situation in diesem Fall nicht wider.

Ein anderes Beispiel: ich bevorzuge mit den Partnern zu arbeiten, die zehntausend Euro verdienen, aber nur wenn ich selbst dabei elftausend verdiene. Es ist für mich viel besser, als zwanzigtausend in der Umgebung der Kollegen mit den Gehältern in der Höhe von dreißigtausend zu verdienen. Wie ist dann mein Gewinn zu bestimmen?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Verhaltenswirtschaft, welche uns zeigt, dass die Menschen sich in der Arbeit ganz und gar nicht nach den rationalen Kriterien richten. Der Mensch ist sogar bereit, auf die große Geldsumme zu verzichten, wenn er wissen wird, dass der Andere doppelt so viel bekommt.

Die Wissenschaftler kennen das Problem, aber wissen nicht, wie sie es lösen können. Hier kann uns der Artikel von Baal HaSulam „Frieden in der Welt“ helfen.

Frage: Das wahrhafte Ziel der Wirtschaft ist das Gefühl der Sicherheit. Das Wohlergehen des Landes und der Menschen hängt davon ab, inwiefern die Bürger glücklich sind. Wird die Menschheit in dieser Richtung erfolgreich sein?

Meine Antwort: Sie soll es versuchen. Je schneller alles ausprobiert wird, desto besser. Außerdem bleiben der Menschheit nicht so viele Varianten übrig.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 02.10.2011

Deutschland: Projekt zur Rettung der EU

Bericht des Spiegel: Die deutsche Regierung hat einen Gesetzesentwurf zur Stärkung des Euro-Rettungsfonds EFSF und Erhöhung der Beteiligung Deutschlands von 123 auf 211 Milliarden Euro verabschiedet – der EFSF soll künftig Anleihen kriselnder Euro-Länder aufkaufen, vorsorglich Kredite verleihen und Staaten Geld zur Stabilisierung ihrer Banken bereitstellen können.

Mein Kommentar: Das wird nichts nützen! – und bald werden wir Zeugen des Zusammenbruchs der EU sein, wenn sie keine sofortigen Schritte in Richtung wahrer Vereinigung unternimmt. Nicht die Folge, sondern die Ursache, die auf das Ziel hinweist, muss behandelt werden – wir müssen uns integral durch die gegenseitige Bürgschaft weltweit miteinander verbinden.

Das ist die Richtung unserer Entwicklung, und wenn unsere Schritte ihr entsprechen, dann kommen wir im Leben vorwärts und entwickeln uns komfortabel. Wenn wir uns jedoch nicht in Richtung unserer Evolution entwickeln, wird sich die Kraft unserer Entwicklung weiter auf uns einwirken, uns zum Ziel vorantreiben und von uns in der Umgebung, in der Gesellschaft und in jedem von uns als eine unversiegbare Quelle der Leiden und Probleme wahrgenommen werden. Und durch viele Leiden werden wir zur Vernunft kommen und die Annäherung akzeptieren!

Europa wird die Schuldenkrise bei 2014 überwinden

Meinung (K. Regling, Chef des Europäischen Rettungsschirmes EFSF)Die Eurozone beseitigt die souveränen Schulden bis zum Jahr 2014. Wir können mit Recht davon ausgehen, dass die Krise in zwei bis drei Jahren überwunden sein wird.

In allen Ländern der Eurozone kommt es zu einer Erholung der wichtigsten Indizes, die Finanzmärkte ordnen sich wieder. Irland, das in eine schwere Budgetkrise geraten ist „richtet sich wieder auf“. Die Situation der Staatsfinanzen ist in den Ländern der Europäischen Währungsunion, besser als in der USA. Das Defizit der USA ist dreimal höher als das Defizit der Europäischen Währungsunion.

Mein Kommentar: Dann fällt eben der Dollar und nicht der Euro. Eins ist jedoch klar: Die Natur wird uns zwingen Geld nicht zur Unterwerfung und Ausbeutung zu missbrauchen, sondern es zur Vereinigung und gegenseitigen Unterstützung zu nutzen.

Die USA begegnet einer weitergehenden Krise

In den Nachrichten (Ausschnitt aus der Rede von Obama vor dem Kongress): …Die Frage ist, ob es in der Begegnung der nicht endenden Krise möglich ist, den politischen Zirkus zu beenden und etwas für unsere Wirtschaft zu tun… Letztlich wird der Aufschwung nicht von Washington herbeigeführt, sonder von unseren Firmen und Arbeitern. …

„Ich werden dem Kongress einen Plan schicken, den sie Sofort absegnen sollten. Der Plan nennt sich „American Jobs Act“…

„Der Zweck des American Jobs Act ist einfach: Mehr Menschen in die Arbeitswelt zurückzubringen und mehr Geld in die Taschen der Arbeiter. … Es wird eine Steuersenkung für Firmen geben, die neue Arbeitnehmer einstellen. Die Lohnsteuern für Arbeitnehmer und kleine Unternehmen wird um die Hälfte gesenkt werden. Somit wird der stockenden Wirtschaft eine Anstoss gegeben“

Mein Kommentar: Wenn es das ist, was der Präsident wirklich denkt, dann irrt er sich von grundsätzlich. Es ist nötig die Einstellung zur Welt zu verändern, ein Vorbild zu zeigen von einem Land, das Machtpolitik und Wirtschaft gegen eine Wirtschaft und Politik der Einheit getauscht hat.

Und um dass zu erreichen, ist es nötig ein weitreichendes, weltweites, integrales Erziehungssystem aufzubauen. Dieses System sollte im Sinne der gegenseitigen Bürgschaft und und dem Verständnis der neuen Verbindungen in der Gesellschaft handeln, um die Wirtschaft der neuen Welt aufzubauen – die Wirtschaft der gegenseitigen Bürgschaft.

Nur dies kann uns helfen, aus der Krise herauszukommen!

Die Finsternis vertreibend

Toronto. Lektion 3

Die Welt wacht auf. Die Finsternis bringt sie zum Aufwachen; denn das egoistische Verlangen kann nicht mehr realisiert werden und empfindet, dass es sich in einer Multikrise befindet. Heute wird geheiratet und morgen wird geschieden. Heute wird geliebt, und morgen gehasst. Die Kinder ignorieren ihre Eltern, sind trotz der erhaltenen Erziehung stur und unerzogen.

Ich will die einfachen Freuden des Lebens haben und tauche stattdessen in eine Depression ein. Ich will ein wenig Geld für magere Zeiten einsparen, aber das Schicksal spielt ein böses Spiel, und ich gehe mit leeren Händen aus. Lebenslang habe ich für die Rente gearbeitet, und sie verschwindet zusammen mit dem Finanzvermögen der Banken. Ich suche meine Ruhe in der Natur, aber sie antwortet mir mit den Klimakatastrophen.

Das Wichtigste in dieser Empfindung ist die Erkenntnis, dass die Welt in die Finsternis eintaucht: es gibt nichts, wofür es sich lohnen würde, zu leben. Ein Naturprogramm ist am Werk und demonstriert der Menschheit die Abwesenheit der Füllung, die Finsternis.

Dasselbe geschieht mit uns, mit der Gruppe. Wenn wir ähnliche Symptome verspüren, dann finden wir sehr schnell die Unterstützung und können diesen Zustand überspringen. Die Unterstützung finden wir in der Gruppe, in der Methodik, die uns hilft, voranzukommen.

Die Welt kennt diese Methodik jedoch nicht. Die Menschen verstehen nicht, was mit ihnen geschieht und weshalb es notwendig ist. Der Mensch findet nirgends eine Befriedigung und nichts bereitet ihm eine Freude.

Auf diese Weise bewegt sich die Welt zum entscheidenden Zustand. Sie muss eine neue ganzheitliche Lebensweise entwickeln. Anders wird diese Finsternis nicht verschwinden, denn sie ist die Kehrseite des Lichtes. Sie verkündet das Licht, die Eigenschaft des Gebens, die uns näher kommt. Aber mit ihrer Annäherung fühlen wir uns alle schlechter, wir wollen diese Eigenschaft nicht, wir wünschen nicht, darin zu leben; sogar im Gegenteil – wir wollen unsere egoistischen Wünsche befriedigen.

Aber es gibt keine andere Wahl. Wir sehen, wie die Natur sich der Menschheit vorstellt: „Ich besitze die Eigenschaft des Gebens, und ihr werdet so lange leiden, bis ihr euch wünschen werdet, sie euch anzueignen“.
Von wem kann die Menschheit die Erklärung für die Geschehnisse bekommen? Nur von uns.

Wir sollen ihr das Wesen der Veränderungen erklären. Und je mehr wir uns mit dieser Erklärung verspäten, desto mehr wird sie uns hassen. Denn die Menschen wollen einerseits die Eigenschaft des Gebens nicht akzeptieren, und andererseits werden sie fühlen, dass wir eine Lösung haben, die aber durch unsere Verzögerung den Weg für sie zum Guten versperrt. Sie sollen die Erklärungen darüber bekommen, was in der Welt geschieht und was der Grund der Finsternis ist.

Wir bedrängen sie vorerst mit unserer Botschaft: „Schauen Sie, wir können die weltweiten Ereignisse erklären. Es ist höchste Zeit, den Kurs zu ändern: der Mensch soll sich ändern, nicht die Welt. Die globale Krise ist gar nicht die Krise. Im Gegenteil, uns wird die Eigenschaft des Gebens offenbart…“ Aber sie hören noch nicht zu.

Es werden noch einige Monate vergehen müssen, und es wird noch weitere Schicksalsschläge geben. Dann werden sie beginnen, zu lauschen, zu verstehen, worin der Grund der Finsternis, der Hilflosigkeit, der Verwirrung, der Unmöglichkeit, die Welt auf die alte Weise zu lenken, liegt. Denn alle Systeme werden zusammenbrechen.

Und wir unsererseits sollen uns mit der Verbreitung beeilen. Man kann es sich so vorstellen, als wären die Strahler der UFOs von allen Seiten auf die Erde gerichtet, und dies mit voller Kraft, weil so die Einwirkung der Eigenschaft des Gebens ist. Wenn wir mit dieser Eigenschaft nicht übereinstimmen, dann spüren wir nur die Finsternis. Wenn wir mit ihr übereinstimmen werden, werden wir darin die Freude, die Wärme, die Hoffnung auf die Zukunft, die Ewigkeit, die Vollkommenheit entdecken.

Es ist nicht einfach, der Welt die Wahrheit zu erklären. Wir müssen die Materialien umschreiben, die Erklärungen in verschiedenen Formen und aus verschiedenen Dimensionen vornehmen. In Wirklichkeit ist es sehr schwierig, die menschliche Wahrnehmung zu verändern und sie ins neue Flussbett zu leiten.
Jedoch ist unsere Zeit einzigartig. Die Generationen von Kabbalisten träumten davon, aber gerade wir haben die Ehre, nicht nur in dieser Zeit zu leben, sondern auch die Geschehnisse zu verstehen.

Viele erleben eine Lebenskrise, eine innere Leere, stecken in familiären Dramen, haben Probleme mit Drogen, und das alles unabhängig vom materiellen Wohlstand. Der Mensch, der fünfzig Millionen verloren hat, leidet auch, nur wir können seine Drama wenig nachvollziehen. Die Menschen wissen nicht, dass die Schläge zielgerichtet kommen und schrecklich sind. Der Mensch ist fähig, alles auszuhalten, wenn er weiß, dass er zum Ziel vorankommt und all diese Leiden in einen Gewinn umgewandelt werden. Aber was ist zu machen, wenn in der Zukunft nichts leuchtet?

Wir haben das Wissen über das Programm der Schöpfung und kennen das Ziel. Wir wissen, dass das ganze Schlechte uns zum Guten führen wird, und es ist eben das Geschenk von Oben. Die Milliarden von Menschen in der Welt haben nicht einmal eine Vermutung darüber. Und wir sind verpflichtet, ihnen zu erklären, dass es für alle Ereignisse einen Grund gibt, dass es eine große Belohnung gibt und die Möglichkeit, jeden Schlag in eine gute Gabe zu verwandeln.

Man muss der Welt diese Nachricht mitteilen. Die Zeit ist reif. Unabhängig davon, dass die Menschen aus dem Grund nicht hören wollen, weil sie von den Schlägen betäubt sind und nur den Schmerz empfinden. Nur im Moment der Beruhigung kann man in den Menschen einen Tropfen der Erklärung eingießen, dann noch einmal usw.. So werden die Empfindungen mit Informationen abwechseln. Wir sollen die Wellen verfolgen, die über die Welt gewalzt werden und die Abstände zwischen ihnen mit den Erklärungen über die Gründe und das Wesen der Ereignisse ausfüllen.

Dann werden die Menschen jeden neuen Schlag mit mehr Verständnis annehmen, bis das Verständnis die Empfindung der Kausalität und der Zweckgerichtetheit mit sich bringen wird, wobei sie darin sogar den Gewinn sehen werden. Anstelle des Schmerzes wird der Mensch plötzlich die erwünschte Erleichterung entdecken.

Das Bedürfnis bildet das Gefäß, in dem das Licht offenbart wird, so wie der Appetit dem Mahl vorausgehen muss, sonst würde man das schöne Mahl nicht genießen können.

Auszug aus der 3. Kongresslektion in Toronto, 16.09.2011

Die echte Arbeit

Frage: Warum wird uns das Netz unserer zerrissenen Wechselbeziehung nicht offenbart? Warum wird uns der Grund des ganzen Übels nicht gezeigt, damit wir begreifen, an welcher Stelle man sich bemühen muss?

Meine Antwort: Weil wir uns dann wegen der Auswegslosigkeit korrigieren würden. Unsere Bemühungen wären dann einfach die gewöhnliche egoistische Arbeit. Als ob man das Geld für die Ernährung verdienen würde. Im Spirituellen wird diese Arbeit nicht angenommen, weil ich mich einfach aus der Angst vom Hunger bemüht hätte.

In Wirklichkeit soll ich mich uneigennützig für das Ziel bemühen wollen. Dabei kann ich nicht das geringste Bedürfnis für dieses Ziel verspüren. Meine Natur verpflichtet mich dazu ganz und gar nicht, deshalb kann ich in mir den ganzen freien unabhängigen Wunsch entwickeln. Das Geben bedeutet für mich nichts, ich brauche es nicht, da ich unabhängig bin, wie der Gott, Der über alles herrscht.

Und dann offenbare ich die Abhängigkeit von den anderen und will ihnen etwas geben, ich will ihnen dienen, will mich als der Unbedeutendste, als der Niedrigste unter ihnen aufhalten.

Anderenfalls wird die Arbeit nicht von mir, sondern vom Schöpfer gemacht. In meiner spirituellen Arbeit gibt es einen Punkt, den Punkt der Freiheit. Diesen Punkt muss man ständig vergrößern. Denn dieser Punkt ist uns in dieser Welt nicht bekannt. An diesem Punkt kann ich unabhängig sein und nichts machen. Die ganze Welt liegt mir zu Füßen ohne jegliche Bemühung meinerseits. Hier entsteht die Möglichkeit für die echte spirituelle Arbeit.

Um diesen Punkt zu erreichen, bekomme ich die Schläge und Probleme, aus denen ich lernen kann. Aber später, wenn ich die spirituelle Welt wirklich kennenlernen werde, wird meine Arbeit in das Gegenteil umgewandelt. „Nimm alles!“ – wird mir gesagt. Und ich werde auf dieses Geschenk verzichten.

Auszug aus dem Unterricht nach der Zeitung „Die Nation“, 20.09.2011

Spendet Geld für die Begrünung Europas

Meinung: Die Organisation CoFCCWLoT (der Artikel „A Modest Proposal“, Zeitschrift Biotropica) hat Lösungen für zwei lebenswichtige Probleme Griechenlands angeboten: für die Wirtschaftskrise und die Wiederherstellung der Wälder sowie die Population aussterbender Tiere. Und den Ländern der G-8 wurde angeboten, die Fläche der Wälder auf das vorindustrielle Niveau zurückzuführen. Diese Maßnahme wird das Problem der Arbeitslosigkeit teilweise lösen und den ökologischen Tourismus ankurbeln.

Kommentar: Die Kabbala empfiehlt, alle notwendigen Arbeiten im Land zwischen allen Bürgern so zu verteilen, dass jeder Mensch etwa vier Stunden am Tag arbeitet. Wenn seine Arbeit aber von der Gesellschaft gefordert ist, dann soll er so viel arbeiten, wie es erforderlich ist. Dabei soll er die Aufmerksamkeit der Wiederherstellung des ökologischen Gleichgewichtes widmen. Die restliche Zeit soll der Mensch dem Studium und den praktischen Beschäftigungen nach „der gegenseitigen Bürgschaft“ zuteilen.

Das Gleichgewicht mit der Natur kennenlernen

Wir sollen eine integrale Erziehung für jeden Menschen ermöglichen und jeden verpflichten, daran teilzunehmen. Die allgemeine Krise wird mit einem so großen Schlag enden, dass niemand eine Arbeit haben wird. Alle diese überflüssigen Waren sind nicht nötig, sie werden nicht gebraucht. Diese überflüssige Produktion an Waren bedeutet nichts anderes als Umweltverschmutzung.

Wir werden plötzlich verstehen, dass aus sieben Milliarden Menschen, die heute in der Welt existieren, 80 % überflüssig sind. Was soll man mit ihnen machen? Soll man sie töten? Es existieren solche Theorien, dass man „die überflüssigen Menschen“ wirklich vernichten muss, dann werden die übrigen Menschen genug Arbeitsplätze haben. Aber im Fall eines Krieges wird die Situation so schlimm werden, dass die wenigen, die den Krieg überleben, sich nicht darüber freuen werden, am Leben zu bleiben.

Deshalb schlagen wir eine sehr einfache Lösung vor. Die Arbeit jedes Menschen wird darin bestehen, an der Ausbildung teilzunehmen. Ebenso wie wir unsere Kinder ausbilden, würde auch für jeden erwachsenen Menschen eine Bildungspflicht bestehen, und das sein ganzes Leben lang. Zusätzlich zu der Bildungpflicht würden sie noch ein paar Stunden am Tag einer Beschäftigung nachgehen.

Mit Hilfe dieser globalen Bildung würden die Menschen sich innerlich verändern. Jeder Mensch wäre einbezogen – jeder wäre verpflichtet, mittels eines virtuellen Systems zu lernen: die Videos anzuschauen, die Lieder zu hören, die humoristischen Erzählungen zu lesen – alles zum Thema einer globalen, integralen Welt, Vereinigung und der Bürgschaft. Jeder soll die Hausaufgaben erledigen und die Prüfungen ablegen. Hat er alles erfüllt? – Am Monatsende würde er sein Gehalt dafür bekommen. Das ist seine Arbeit.

Frage: Wer finanziert sein Gehalt, wenn niemand arbeitet?

Meine Antwort: Es bedeutet nicht, dass niemand arbeitet. Wir arbeiten in jenem Maß, in dem es notwendig ist, für das Existenzielle im Leben zu sorgen. Denn heute erzeugen wir die Sachen nur, um sie fürs Geld zu verkaufen und später, weil sie keiner verwendet, werden sie weggeworfen. Wir sollen nur die notwendigen Produkte erzeugen, die jeder braucht, um normal zu existieren..

Die Ausbildung, wie der Mensch sein Leben im Gleichgewicht mit der Natur gestaltet, findet auch im Rahmen der globalen Bildung statt. Ein solches Bildungkonzept soll jedem Menschen erklären, dass ein überflüssiger Konsum die Natur aus dem Gleichgewicht bringt und somit unsere eigene Existenz bedroht.

Ein Körper kann nur dann funktionieren, wenn seine Organe für das gemeinsame Wohl sorgen. Man muss verstehen, dass wir keine Wahl haben. Wir sind verpflichtet, uns zu einem gemeinsamen System zu verbinden und darin für das allgemeine Wohl zu sorgen. Die Kabbalisten schreiben viel darüber, und wir sollen dieses Wissen an alle Menschen weitergeben.

Auszug aus dem Gespräch über das neue Buch, 11.07.2011

Kabbala Akademie