Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Realisierung der Seele: lernen und lehren

Kongress in Toronto. Lektion 7

Unser Körper besteht aus verschiedenen Teilen, die sich sowohl durch das Aussehen als auch durch die Funktionsweise voneinander unterscheiden. Wenn wir sie getrennt betrachten, dann ist es schwierig zu verstehen, wie die Nieren, das Herz, die Leber, das Gehirn, die fünf Sinnesorgane, das Gedächtnis, das Verdauungssystem miteinander verbunden sind.

Sie sind ganz verschieden, aber das Wichtigste ist hier, dass sie durch das allgemeine Programm verbunden sind, welches alle Organe in einem Organismus vereint. Dieses Programm bestimmt das Tempo und die Funktionen, regelt die Wechselbeziehungen und gewährleistet die Existenz in der einheitlichen Harmonie.

Das Programm, das alle Körperteile vereinigt, heißt „Leben“. Es schafft das höhere Niveau – unser menschliches Bewusstsein.

Nach demselben Prinzip müssen wir untereinander zusammenwirken. Es gibt verschiedene Gruppen, verschiedene Menschen, jeder hat seine Besonderheit und aufgrund unserer Individualität soll die Beziehung entstehen. Wir wollen das universelle Programm offenbaren. Dadurch werden wir das Licht der Unendlichkeit anziehen, das uns beleben, unterstützen und verbinden wird. Die Empfindung dieses Programms ist die Enthüllung des Schöpfers.

Außer unserem tierischen Körper empfinden wir, dass in uns der Mensch, die höhere Stufe, existiert. Genauso, wenn wir uns miteinander verbinden, wird das höhere Programm offenbart, das auch als die „Offenbarung des Schöpfers seinem Geschöpf gegenüber“ genannt wird.

Einen mächtigen Impuls bekommen wir auf den Kongressen. Und in den Pausen können wir die riesige Arbeit nach der Vereinigung in den Gruppen und zwischen den Gruppen durchführen, damit wir unsere Botschaft, unser Beispiel, an die Menschheit verbreiten können. Denn die Welt beginnt langsam nach einer Erklärung der Situation zu suchen.

Der Schöpfer öffnet sich zwischen uns in der Finsternis. Mit ihrer Hilfe teilt Er uns mit, dass es uns an Ihm mangelt. Würden wir es begreifen, dann würden wir uns sofort an Ihn richten. Denn ohne das Licht wird es uns nicht gelingen, ein gutes Leben einzurichten. Die Krise, das Gefühl der Hilflosigkeit und allerlei unangenehmer Empfindungen sind Seine Instrumente, um uns zu erwecken. Wie können wir andernfalls, als Egoisten, zu Ihm streben? Wir können Ihn niemals enthüllen, wenn wir kein wirkliches Verlangen nach Ihm haben.

Mit jedem Tag taucht die Welt in die Verwirrung und die Finsternis ein, verliert die Kräfte und die Hoffnung. Das spiegelt sich auch im Leben der gewöhnlichen Menschen wider. Allmählich reift in den Menschen die Empfindung des Mangels. Anfangs wissen sie nicht, woran es mangelt . Dann begreifen sie, dass es ihnen an den Zukunftsperspektiven, an der Hoffnung und Sicherheit mangelt, die für das gewöhnliche Leben heute notwendig sind.

Das ist keine Philosophie oder das Gedankengut der Intellektuellen. Es ist auch nicht das, was uns über das gewöhnliche Leben, den Menschen mit dem Punkt im Herzen, geöffnet wird. Wir entwickeln das Programm, machen die spirituelle Arbeit, die Galgalta we Ejnaim eigen ist. Wir wollen in das Wesen des Programms eindringen, das Netz unserer Beziehung empfinden und dadurch die Gesetze des Schöpfers erkennen. Nicht alle haben das Streben dazu.

Der einfache Mensch will nur wissen, wie er am Prozess teilnehmen kann, damit seine Bedürfnisse wie Essen, Familie, Kinder, Rente, Gesundheit, Finanzen befriedigt werden. Auf diese Weise reiht er sich ins große Programm ein; allerdings nicht so, wie wir es tun.

Genauso wird er weiterleben, nur mit der Absicht der Teilnahme am allgemeinen Programm zusammen mit allen Menschen. Das ist seine spirituelle Arbeit. Denn anders kann er sie nicht gewährleisten. Ebenso funktionieren die Körperzellen, die das Programm vom Gehirn bekommen.

Wir sollen den Menschen das Programm und die damit verbundene neue Lebensweise in der globalen Welt erklären, die wir gleichzeitig entwickeln und zwischen uns erforschen. Und deshalb ist jeder von uns verpflichtet, zu verstehen, welche Verantwortung er trägt. Jeder ist somit verpflichtet, selbst zu lernen und die anderen Menschen zu lehren. Tatsächlich ist es die Realisierung der eigenen Seele.

Auszug aus der siebten Kongresslektion in Toronto, 18.09.2011

Kabbalisten über die Wahrnehmung der Realität, Teil 7

Liebe Freunde! Bitte stellt Fragen zu den Zitaten der großen Kabbalisten.

Die Offenbarung des Höheren ist eine Folge der Wechselwirkung des äußeren Wesens mit unseren Sinnesorganen.

Wir können das Material der Schöpfung weder begreifen noch wahrnehmen. Unsere fünf Sinne sind nicht dafür geeignet. Die Sehkraft, das Gehör, der Geruch, der Geschmack und der Tastsinn leiten die Signale nur ins Gehirn; sie spiegeln nur einige Eigenschaften des Äußeren wider. Diese Eigenschaften nehmen eine Form nur in der Interaktion mit unseren Sinnesorganen wahr.

Talmud Esser Sefirot. Teil 1. Die innere Betrachtung. Kapitel 10

Kabbalisten über die Wahrnehmung der Realität, Teil 6

Liebe Freunde! Bitte stellt Fragen zu den Zitaten der großen Kabbalisten.

Die ganze Realität befindet sich im Menschen

Der Schöpfer hat in unserem Gehirn eine Art Linse geschaffen, die alles Sichtbare auf eine solche Weise umdreht, dass wir es wie von außen wahrnehmen, obwohl sich alles nur in unserem Gehirn abspielt. Und obwohl das, was wir angeblich außerhalb sehen, keine Realität ist, sollen wir trotzdem dem Schöpfer für die Bildung dieser Linse danken. Denn sie lässt uns glauben und begreifen, dass die Realität sich außerhalb befindet.

Dadurch hat Er uns ermöglicht, jede beliebige Erscheinung zu erforschen, das Wissen und die volle Klarheit darüber zu bekommen, jeden Gegenstand sowohl von innen als auch von außen zu messen. Anderenfalls hätten wir keine Möglichkeit, unser Wissen zu erwerben.

Baal HaSulam. Die Einleitung zum Buch Sohar, Punkt 34

Obwohl wir alles vor uns sehen, versteht jeder vernünftige Mensch, dass sich alles Sichtbare nur innerhalb seines Gehirns befindet. Das gleiche betrifft die Seelen, die alle Gestalten innerhalb des Gebenden sehen; allerdings gibt es keinen Zweifel, dass das alles nur innerhalb der Seele wahrgenommen wird.

Baal HaSulam. Die Einleitung zum Buch Sohar, Punkt 34

Kabbalisten über die Wahrnehmung der Realität, Teil 5

Liebe Freunde! Bitte stellt Fragen zu den Zitaten der großen Kabbalisten.

Die ganze Realität befindet sich im Menschen

Es ist im Buch „Sohar“ (Wochenabschnitt „Tasria“, Seite 40) gesagt: „Alle Welten, sowohl die höheren als auch die unteren, befinden sich im Menschen. Alles ist für den Menschen geschaffen, alles lebt und entwickelt sich dank dem Menschen“.

Baal HaSulam. Das Vorwort zur Pticha. Punkt 1

Wenn wir vor uns die riesige Welt sehen, dann sehen wir sie nicht wirklich, sondern nur in unserem Inneren. Das heißt, in dem hinteren Teil unseres Gehirns befindet sich eine Art Fotoapparat, der in uns alles aufzeichnet, was wir angeblich sehen, und nicht das, was sich außerhalb befindet.

Baal HaSulam. Die Einführung in das Buch „Sohar“. Punkt 34

Die Generation der bei der Arbeit Ausgebrannten

Aus den Nachrichten: Warum man ausbrennt und wie man wieder auflebt., von J. Borysenko, „The Daily Mail“: In dieser Woche zeigt eine Studie, dass die, die mehr als einen acht-Stunden Tag haben, fünf Tage die Woche, sechs mal öfter dazu neigen, am Burn-Out Syndrom zu erkranken…

„Tatsächlich ist das ein Thema, das immer problematischer wird, jetzt, da die Arbeitslosigkeit die übrig gebliebenen Arbeitnehmer mit einer untragbaren Arbeitslast zurückgelassen hat, zu ängstlich aus der Angst heraus, dass sie die Nächsten sein werden, die gefeuert werden.

Dr. Borysenko, ein in Harvard ausgebildeter Wissenschaftler und Psychologe, glaubt, dass Frauen so schwer leiden, weil sie umsichtiger als Männer sind, dass sie Menschen zufriedenstellen wollen und ihre eigenen Bedürfnisse ignorieren… „Burn-Out ist eine Schädigung der Hoffnung. Es saugt das Leben aus kompetenten, hart arbeitenden Menschen heraus. Man verliert die Motivation und die Kraft“ sagt Dr. Borysenko.

„Es gibt bestimmte Veränderungen im Gehirn, wenn wir überwältigt werden. Das Angstzentrum im Gehirn ist aktiviert, unser Frontallappen arbeitet anders und wir verlieren die emotionale Kontrolle“… „Man kann sich so nicht am Arbeitsplatz verhalten, also hält man sich zurück. Aber wenn man nach Hause kommt, ist es einfach, es herauszulassen, bei dem Menschen, der einen liebt oder den Kindern. Die Gefahr ist, dass das die Beziehungen und das Familienleben vergiftet.“

Kommentar: Eltern, die es möchten, sollten mit ihren Kindern zu Hause bleiben. Kinder (und Eltern) sollten von zu Hause aus über Fernsehen und Internet studieren und werden so eine Allgemeinbildung für alle bekommen, und es ist erforderlich, an Diskussionen teilzunehmen und an körperlichem Training, das sie selbst auswählen. Wir müssen weniger arbeiten und nur das Notwendigste produzieren; wenn nicht, werden wir ausbrennen und erst aufhören, wenn wir die Erde verbraucht haben, wir werden herausfinden, dass es nichts anderes zu tun gibt.

Britischer Wissenschaftler: Wir leben in der vorgestellten Welt

Mitteilung (Die Zeitung „Times“): Das menschliche Gehirn schafft die eigene Version der Realität. Die Welt, die wir um uns sehen, scheint uns nur so zu sein, wie sie ist, meint der führende britische Wissenschaftler Prof. Bruce Chud.

Eigentlich sehen wir die Welt nicht so, wie sie wirklich ist. Wir nehmen nur einen winzigen Teil von dem wahr, was in der Welt tatsächlich geschieht. Wir haben den Eindruck des breiten Panoramas vor unseren Augen, aber tatsächlich sehen wir nicht mehr als die Größe unserer eigenen Finger beim ausgestreckten Arm.

Den restlichen Raum füllt die vorgestellte Realität aus, weil das Gehirn uns eben die stabilen Bedingungen schafft, obwohl Sie denken können, dass Sie der Mensch und der Kapitän des Schiffes sind – viele Prozesse werden jedoch von der Umgebung kontrolliert. Wir können dem eigenen Gehirn nicht vertrauen.

Kommentar: Die Kabbala spricht darüber, dass wir
in der illusorischen Welt leben, welche von unseren egoistischen Eigenschaften gezeichnet wird. Und wenn wir die Eigenschaften der Höheren Welt erwerben, dann können wir darin die wahrhafte, vollkommene Welt empfinden und in den neuen Eigenschaften auch ewig existieren.

(Siehe „Wahrnehmung der Realität“)

Der Mensch schläft, die Arbeit geht weiter

Frage: Wie betrachtet die Kabbala, das was wir im Schlaf erleben?

Meine Antwort: Alle Zeit, in der ein Mensch nicht mit der inneren Arbeit beschäftigt ist und sich nicht anstrengt, sich mit der Gruppe zu verbinden und den Schöpfer zu erkennen, wird aus seinem Leben gelöscht.

Je effektiver wir jedoch die Zeit verwenden, um eine korrekte Absicht während der Stunden des Wachseins auszubilden, um so mehr Stunden des Schlafes werden wir in der Lage sein, dieser Zeit hinzuzufügen.

Angenommen, ich dachte eine Stunde am Tag, oder 10% der Zeit zu der ich wach bin, über die Absicht nach und bemühte mich darum, dann werden die gleichen 10% der Nachtzeit in mein „Konto“ als meine Bemühungen eingebracht.

Das Träumen selbst ist lediglich die Folge unserer täglichen Gedanken. Während der Nachtzeit müssen sie alle sortiert, „geordnet“ und im Archiv unseres Gehirns „gespeichert“ werden.

Daher arbeitet das Gehirn ebenso nachts, während wir schlafen. Nur verarbeitet es die Daten, die es während des Tages erhalten hat. Als Ergebnis sehen wir verschieden Träume, die teilweise die Erfahrungen und Ereignisse widerspiegeln, die sich im Wachzustand ereignet haben. Ein Teil von ihnen ist völlig abstrakt, ein Produkt unserer grenzenlosen Phantasie.

An unseren Träumen ist nichts spirituelles. Auch Tiere haben Träume, nicht nur Menschen.

Aus dem 1.Teil des Täglichen Kabbalah Unterrichts vom 25/03/2011, Schriften des Rabash

Botschafter der Höheren Welt

Heute haben wir alle Möglichkeiten spirituelle Fortschritte zu machen und das Wissen der Kabbala in der ganzen Welt zu verbreiten.

Indem wir in unserer weltweit vertretenen Gruppe unsere spirituellen Funken „die Punkte im Herzen“ verbinden, handeln wir als Vertreter eines höheren, spirituellen Systems in unserer Welt; und verbreiten ausserdem gemeinsam die Weisheit der Kabbala. Wir benötigen nichts anderes.

Wir sind an der Spitze der Pyramide der menschlichen Entwicklung. In dem Maße wie wir uns verbinden, wird dies die gesamte Welt beeinflussen. Und wir müssen auch die gesamte Welt uns näher bringen.

Dennoch sollten wir nicht denken, dass die gesamte Welt Kabbala studieren muss, oder dass alle Menschen verstehen müssen, was das ist. Überhaupt nicht! Das ist wie in einem Menschlichen Körper: 99% ist aus Materie beschaffen, die vom Gehirn gelenkt wird. Derzeit besteht das Gehirn aus den Menschen, die nach Spiritualität streben.

Der Rest wird diese Struktur der Welt akzeptieren. Dieses Bewusstsein wird sie erreichen und sie werden sich uns annähern. In ähnlicher Weise jedoch, wie heute die Mehrheit der Menschen ein normales Leben führt und kein Bedürfnis nach großen Errungenschaften verspürt, wird auch in der Zukunft der Rest der Menschen sich am spirituellen Prozess in passiver Weise beteiligen.

Aus dem Unterricht 1, WE! Kongress 01.04.2011

Die Probleme in der Welt sind meine Probleme

Das Bild der „äußeren Welt“ wie Baal HaSulam schreibt, wird durch die „Kamera“ auf der Rückseite unseres Gehirns erzeugt, die meine Eigenschaften auf einem scheinbar äußeren Bildschirm abbildet, welche zu einem gewissen Grad entweder fehlerhaft oder korrigiert sind. In mir bestehen sie in Form von verschiedenen Kräften. Indem sie sich verbinden oder sich in unterschiedlicher Art und Weise teilen, bilden sie das Gefäß meiner Seele.

Jedoch bin ich außer Stande, diese Kräfte zu erkennen, da sie auf den Schirm meines Bewusstseins projiziert werden, der mir ermöglicht, sie zu sehen. Deshalb sehe ich auf dem unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Niveau verschiedene Formen. Alle diese Formen sind in Bewegung, verändern sich, und das ist, was es mir ermöglicht, eine Verbindung mit meinen inneren Kräften aufrecht zu erhalten.

Wie kann ich dann den richtigen Zustand erreichen? Es kann durch das Prinzip, liebe deinen Nächsten wie Dich selbst, getan werden. Du musst die gesamte äußere Realität zu Deiner eigenen machen. Schließlich ist sie wirklich in Dir, aber in Deiner irreführenden Wahrnehmung erscheint sie Dir als etwas Äußerliches. So komm zu Dir selbst zurück, verwandle dieses äußere Bild in ein Inneres, verschiebe Deine Sicht von der Projektion zur „Kamera.“ Wie kannst Du das tun? Bringe die Teile näher zu Dir und fühle sie als Deine.

Fürs Erste nehmen wir die Weltprobleme als Katastrophen wahr, die anderen Menschen geschehen. Rabash war im Gegensatz dazu in solchen Fällen sehr besorgt darüber, da er die Katastrophen in sich fühlte. Eine Person, die sich zur Gleichheit mit dem Schöpfer bewegt, neigt die ganze Welt zum Kelch des Urteils oder zum Kelch der Rechtfertigung. Darin liegt die Lösung des Problems.

Somit, teilt sich meine Wahrnehmung, in Folge des spirituellen Zerbruchs, in innerlich und äußerlich, ich selbst und die Welt.

Durch meine Korrektur bringe ich die gesamte Wirklichkeit, welche außerhalb von mir erscheint, näher zu mir selbst, um sie in mir zu fühlen.

Dann wechsle ich zu einer spirituellen Wahrnehmung der Welt: Es gibt nichts außerhalb. Alles ist in mir und findet in mir statt. Es gibt nichts außerhalb von mir. Ich lebe in meinem Kli und nur eine „Kamera“ bringt das äußere Bild für mich hervor.

Auf dieser Grundlage müssen wir letztendlich feststellen, dass genau die Leute, die ein Erwachen von oben, einen Antrieb korrigiert zu werden, erhalten haben, diejenigen sind, die die Fähigkeit haben, die Welt zu verändern, indem sie ihre Wahrnehmung und ihre Empfindungen ändern.

Alles hängt davon ab, wie sehr sie versuchen, die ganze Welt näher zu sich zu bringen, um sie als einen untrennbaren Teil von sich zu fühlen. Das ist die Verwirklichung des Prinzips, den Nächsten wie sich selbst zu lieben. Wir müssen alle Stufen, die außerhalb von uns erscheinen, einschließlich der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Stufen, näher zu uns selbst bringen und sie als ein untrennbarer Teil von uns sehen.

Deshalb muss unsere Einstellung zur gesamten Wirklichkeit letztendlich dieselbe sein wie zu uns selbst, obwohl Baal HaSulam erklärt, dass ich die Wünsche von anderen über meine eigenen Wünschen erheben muss. Ein Egoist seiend, denke ich an mich, anstatt an meinen Nächsten. Aber wenn ich ein Altruist bin, muss ich an andere in mir selbst denken.

Deshalb hängt die Korrektur der Welt genau von den Menschen ab, die von oben den Ruf erhalten haben, sich selbst zur Wahrheit zu korrigieren. Kein anderer fühlte dieses Erwachen, und deshalb haben sie nichts, um zu fordern.

Das bedeutet, dass wir uns für alle Katastrophen der Menschheit verantwortlich fühlen müssen. Und es liegt in unserer Macht, sie zu korrigieren – und nicht erst nachdem sie stattfanden, sondern sogar schon bevor alle schlechten Ereignisse geschehen. Wir müssen uns klar machen, dass das was auf der unbelebten Stufe geschieht auch auf allen anderen Stufen bis hin zum menschlichen Grad geschehen kann.

Bis jetzt erscheinen die Katastrophen in Form von Naturkatastrophen auf unbelebtem und pflanzlichem Niveaus (wie Tsunamis, Erdbeben, Überschwemmungen, und Feuer), sowie in der menschlichen Gesellschaft, in Form von Wirtschaftskrisen und so weiter. Jedoch sind andere Formen auch nicht ausgenommen, ähnlich den ägyptischen Plagen, die sehr unangenehm, viel gefährlicher, und schrecklicher waren, im Vergleich zu den Ereignissen, die jetzt vorkommen.

Es liegt an uns die Korrekturen durchzuführen und die Probleme der Welt zu verhindern. Baal HaSulam schreibt darüber für uns am Ende der „Einführung ins Buch Sohar.“ Das gesamte Leid der Welt wird durch die Tatsache verursacht, dass Israel sich nicht rechtzeitig korrigiert, mit „Israel“ (was bedeutet direkt zum Schöpfer) ist jede Person, unabhängig von ihrer Herkunft gemeint, die die Gelegenheit hat sich selbst zu korrigieren, weil sie von oben erweckt wurde.

Deshalb ist jeder von uns verantwortlich für das, was geschieht.

4.Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 13.03.2011

Spirituelle Infusion via Internet

Es ist unmöglich, ohne das Licht, das zur Quelle zurückführt, auszukommen, und es kann nur angezogen werden durch das Lesen von kabbalistischen Büchern und das Studium in der Gruppe derjenigen, die eine neue, innere Verbindung unter sich enthüllen wollen.

Das entspricht einem spirituellen Netz, wo wir alle miteinander verbunden und mit Licht erfüllt sind. Aus diesem Grund müssen wir, die hier unten voneinander getrennt sind, uns verbinden wollen und das Licht bitten, unsere Verbindung zu korrigieren. Diese Übereinstimmung muss auf zwei parallelen Ebenen existieren: der materiellen und der spirituellen.

Doch es wird sich noch eine riesige Anzahl von Menschen zusammen mit uns im Internet-Netz befinden, die nach der gleichen Verbindung, nach der Spiritualität suchen, aber nicht studieren können und wahrscheinlich noch nicht einmal was von den Unterrichten gehört haben. Und weil wir uns alle in einem Netz befinden werden, werden sie spüren, dass der Anschluss an uns ihnen eine angenehme Erfüllung bringt. Sie werden selbst nicht verstehen, woher das kommt – doch so werden sie es in ihrem Verlangen empfinden.

Denn der Mensch ist lediglich eine Außenhülle, in deren Innerem das Verlangen, welches die zu ihm strömende Erfüllung spürt, enthalten ist. Und dann werden die anderen Menschen genauso, wie meine Schüler mich gefunden haben, unsere Gruppe im weltweiten Internetsystem finden, sich ihr anschließen und von dort eine Infusion erhalten, die sie sich gut fühlen lässt. Und auf diese Weise werden sich immer mehr Menschen uns anschließen.

Deshalb müssen wir uns im Internet verbreiten, in allen Sprachen, und so bekannt wie nur möglich werden, um dem Menschen eine Möglichkeit zu geben, sich uns anzuschließen. Und vielleicht sollte die Erklärung selbst eine gewisse „Internet-Färbung“ in ihrem Ausdruck und in der Sprache enthalten, denn das menschliche Gehirn, das sich bereits an das Internet gewöhnt hat, kann alles nur in diesem neuen Stil wahrnehmen.

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“, 21.02.2011