Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Durch die Entwicklung der Verlangen, entwickelt die Kabbala auch den Verstand


Ich erhielt Fragen über das Studium, der Definition des spirituellen Ziels, die Verlangen und den Verstand:

Frage: Was soll ich jeden Tag studieren?

Meine Antwort: Studiere dieselben Sachen wie wir, mit uns zusammen.

Frage: Sollte ich nur Kabbala studieren oder gibt es andere Bücher, die es genauso wert sind sie zu studieren?

Meine Antwort: Du solltest nur das studieren, was wir studieren. Wenn du ein Anfänger bist, solltest du den ersten und dritten Teil unserer täglichen Lektion zusammen mit uns studieren – anstelle des zweiten Teiles der Lektion (Talmud Esser Sefirot), kannst du aus den Materialien für Anfänger auf unserer Webseite lernen.

Frage: Müssen wir gegen unsere leidenschaftlichen Verlangen in der körperlichen Welt kämpfen oder sollten wir nur Kabbala studieren ohne gegen diese Verlangen zu kämpfen?

Meine Antwort: Nur das Studium der Kabbala zieht das Licht der Korrektur an – Or Makif. Du wirst durch das Ankämpfen gegen deine Verlangen nicht korrigierter werden oder indem du dich auf irgendeine Weise selbst einschränkst. Konzentriere dich nicht auf deine Eigenschaften, sondern strebe in Richtung des Schöpfers.

Frage: Ich bin etwas verwirrt über das spirituelle Ziel. Ist das Ziel für mich, glücklich zu sein oder zu geben, oder wie das Höhere zu sein, oder meinen Nächsten zu lieben? Oder soll mein Ziel sein, Herr über meinen freien Willen zu werden oder den Widerspruch zwischen dem Ort des Schöpfers und dem Ort der Schöpfung miteinander zu vereinigen? Was ist das Ziel?

Meine Antwort: Es gibt ein Ziel, welches alles vereinigt – alle Gegensätze: Das ganze Licht tritt in das vollständige Kli ein und erfüllt es vollkommen. Diese Stufe existiert bereits; wir müssen sie nur für uns enthüllen. Es ist ähnlich einem Kinderpuzzle: Es gibt ein Bild, das auf ein Stück Karton gedruckt ist, dann wird es in kleine Teile geschnitten und das Kind muss es wieder zusammensetzen. So lernt das Kind alle Teile zu einem Ganzen zu verbinden – und wir werden mit den Elementen der Schöpfung dasselbe tun müssen.

Frage: Ist das Ego (mein Wille zu empfangen), mein Verstand, der die Realität beobachtet?

Meine Antwort: Das ist vollkommen richtig. In deinen Verlangen nimmst du dich selbst wahr, die Welt und deine Existenz. Der Verstand wird von den egoistischen Verlangen erzeugt oder von ihnen hervorgebracht. Der Verstand entwickelt sich und wächst in dem Maße, in dem man anstrebt, seine Verlangen zu erfüllen. Je mehr Verlangen jemand hat und je größer diese Verlangen sind, desto größer ist der Verstand, der sie begleitet. Da die Kabbala die Verlangen entwickelt, regt sie deswegen auch die Entwicklung des Verstandes an (des Gehirns).

 

Wir alle spielen Tennis gegen die Wand


Die Verbindung des Schöpfers mit der Schöpfung ist so, als ob man Tennis gegen eine Mauer spielt.

Die Höhere Lenkung ändert sich nie: Der Schöpfer ist Gut und tut Gutes und er behandelt uns alle immer auf diese Weise. Die Veränderungen finden nur in uns statt, obwohl wir annehmen, dass sie außerhalb von uns stattfinden. Es heißt im Einführung zum Buch Sohar Punkt 34:

„Wir sehen eine große Welt vor uns in ihrer ganzen wunderbaren Fülle. Doch in Wirklichkeit sehen wir das nur in unserem eigenen Inneren. Anders gesagt gibt es in unserem Hirn eine Art Kamera, die alles vor uns Erscheinende wiedergibt und nichts außerhalb von uns.

In unserem Gehirn gibt es so etwas wie einen polierten Spiegel, der alles umdreht, was wir außerhalb unseres Gerhirns sehen, vor unseren Augen. Obwohl wir nicht die echte Wirklichkeit sehen, müssen wir trotzdem Seiner Vorsehung danken, dass es uns dieser polierte Spiegel eigentlich ermöglicht, alles außerhalb von uns zu sehen und wahrzunehmen. Damit nämlich hat Er uns die Macht verliehen, alles klar und wissentlich wahrzunehmen, und von innen und außen zu messen. Ohne dies würden wir das Meiste unserer Wahrnehmung verlieren.

Dasselbe gilt für den göttlichen Willen für göttliche Wahrnehmungen. Obwohl die Veränderungen im Inneren unserer Seele gemacht werden, sehen sie es trotzdem im Geber Selbst, denn nur auf diese Weise werden ihnen alle Wahrnehmungen und Freuden der Schöpfung gegeben. Obwohl wir noch alles vor unseren Augen sehen, weiß jeder, der ein bisschen Verstand hat, dass alles was wir sehen, nur in unserem Gehirn ist.

Das Gleiche gilt für die Seelen. Obwohl wir alle Veränderungen im Geber sehen, haben sie keinen Zweifel daran, dass diese nur im eigenen Inneren stattfinden und nicht im Geber.“

Im Wesentlichen spielen Sie also mit sich und erhalten Rückmeldung über Ihre eigenen Hindernisse und Verwirrung. Und all das sind Sie.

Alle Veränderungen geschehen im Innern des Menschen, der sich absoluter Liebe und dem Geben entgegengesetzt befindet. Er sieht und analysiert und fühlt immer nur sich selbst. Alles was wir fühlen, ist die Verwirklichung von Reschimot im Höheren Licht. Die gesamte Wirklichkeit des Menschen ist nur ein Tennisspiel gegen eine Mauer. Und wir spielen immer gegen diese Wand.

Verwandtes Material:
Blog-post: Licht ist alles, was im Kli empfangen wird!
Blog-post: Der Schöpfer ist Ihr korrigiertes Selbst
Kabbala Heute Artikel: Ich sah eine umgedrehte Welt
Studium des Sohar

Was haben ein gesunder Verstand und Körper mit Kabbala zu tun?


Fragen, die ich über die Beziehung zwischen dem Körper, dem Verstand und der Spiritualität erhielt:

Frage: Was ist die richtige Einstellung, die man zu seinem Körper haben soll? Der Körper ist die perfekteste Maschine in der Welt. Jede Zelle in ihm arbeitet wie ein perfektes System, vielleicht sogar wie der gesamte Kosmos. Deshalb ist es schwierig für mich, ihn nur als ein „Tier“ zu betrachten.

Meine Antwort: Du solltest Deinen Körper als nützliches Tier betrachten, dass für die Arbeit bestimmt ist. Du musst für es sorgen (aber es nicht verwöhnen!) – wasche es, füttere es, usw. – und verlange von ihm, zu arbeiten.

Frage: Soll eine Person alle oder die meisten ihrer psychologischen Probleme beheben, bevor sie sich der Kabbala zuwendet?

Meine Antwort: Wenn eine Person geistig gesund ist, dann wird die Kabbala ihre psychologischen Probleme beheben. Wenn sie aber geistig krank ist (sein Gehirn nicht richtig arbeitet), dann kann sie nicht Kabbala studieren. In diesem Fall würde ich vorschlagen, mehr zu machen, um die Psyche zu entspannen, sowie mehr Sport und physische Arbeit.

Frage: Sie sagen, dass es keine Verbindung zwischen der Spiritualität und der Körperlichkeit gibt. Wie kann dann eine korrigierte Absicht auf die Gesundheit des physischen Körpers wirken?

Meine Antwort: Das ist deshalb so, weil alles in unserer Welt eine Folge des Einflusses des Höheren Lichtes (Or Makif) ist. Der Mensch ist Teil des ganzheitlichen Systems von Adam, der einzigen Seele. Daher kann er selbst dann, wenn er gerecht ist, krank werden und leiden, denn er befindet sich mit anderen, die noch nicht korrigiert sind, in einem einzigen Organismus.

Verwandtes Material:
Blog-post: Kabbala – Das Heilmittel für jedes Leid
Artikel: Exodus – Vom Physischen zum Spirituellen

Zwischen den Linien – Ein Gespräch über Worte und Buchstaben


Ich hatte ein Gespräch über Worte und Buchstaben, das unter dem Titel „Zwischen den Linien“ aufgezeichnet wurde.

Meine Gesprächspartner waren:

Dr. Maxim Sokolov – ein HNO-Arzt, der sich auf Stimme und Sprache spezialisiert hat

Shlomi Buhana – ein Doktorant an der Bar Ilan Universität

Ben-Tzion Gertz – ein Schriftsteller und der Gastgeber dieses Gesprächs

Die Sprache ist etwas, das den Menschen von den Tieren unterscheidet. Unsere Kehle ist ein besonderes Organ, in dem alle Kräfte des Körpers und der Seele zusammenkommen. Die fünf Teile der Lunge pressen Luft durch die Stimmbänder in die fünf Teile des Mundes und diese teilen alle Töne in fünf Gruppen. Die Aussprache eines Buchstabens ist abhängig von seiner Kontur, seinem numerischen Wert (Gematria) und dem Teil des Gehirns, welcher den Sprachapparat steuert. Und all dieses geschieht gemäß den fünf Teilen der Schöpfung und dem vierbuchstabigen Namen des Schöpfers. Kurz gesagt: es gibt noch sehr viel mehr darüber zu sagen!

Wie wir im Dunkeln herumtasten, um die spirituelle Wahrnehmung zu erreichen


Gestern ging ich in eine Ausstellung mit dem Titel „Ein Gespräch im Dunkeln“. Wir betraten eine völlig abgekapselte Halle, in der es ganz dunkel war. Unser Führer erklärte, dass man die Welt im Dunkeln anders wahrnimmt – nicht mit unseren Augen, die uns normalerweise 80% unserer Information liefern, sondern durch den Gebrauch anderer Sinne. Und diese kompensieren irgendwie den Verlust unserer Sicht.

Genauso müssen wir uns bei der Entwicklung der spirituellen Sinnesempfindung klarwerden, dass wir im Dunkeln sitzen. Wir müssen nämlich fühlen, dass wir unser Leben in dieser Welt nicht durch den Gebrauch unserer 5 Sinne wettmachen können, auch wenn wir alle unsere 5 Sinne haben, sind wir immer noch im Dunkeln. Dieses Gefühl müssen wir erlangen, um unser spirituelles Gefühl zu entwickeln. Und das ist genau das, was der Menschheit heute passiert – sie merkt so langsam, dass sie in der Dunkelheit sitzt.

Unser Sehvermögen ist eine innere Vision. Wir nehmen alles innerhalb von uns wahr. Es ist möglich, das gleiche Bild durch die Übertragung von elektrischen Signalen zum Gehirn zu schaffen. Wichtig ist, dass man das innere Bild wahrnimmt, welches sich auf der Kehrseite des Gehirns befindet. Worin liegt daher der Unterschied, ob ich Augen habe oder nicht? Das Wichtige daran ist, dass das Bild in meinem Bewusstsein geschaffen wurde und das gleiche kann ich mit anderen Sinnen und zusätzlichen Eigenschaften bekommen.

Darum fragte ich meinen Führer – der nicht blind geboren wurde (wenn man blind ist, kann man keine Bilder der Welt miteinander vergleichen), ob er wohl fähig war, seine restlichen Sinne so zu entwickeln, dass sie ihm ohne Sehvermögen das Gefühl geben könnten, auf der Straße zu sein, das Gefühl zu haben, vor einer Ampel zu stehen, zu wissen, dass es dort Menschen und Autos und Passagen gibt und um ihn herum etwas geschieht…

Immerhin sind doch alle unsere Sinne miteinander verbunden und alles hängt von ihrer Entwicklung und Übung ab. Grundsätzlich sind wir in der Lage, das gleiche Bild, welches wir mit unseren Augen sehen, auch ohne diese zu sehen. Das Bild mag anders aussehen, doch wir würden uns problemlos orientieren können.

Wir müssen auch merken, dass unsere irdischen Sinne nicht wirklich auf dem Gebiet funktionieren, wo wir gerade existieren. Darum können wir nicht mit den Problemen, Schlägen und Frustrationen fertigwerden, die wir erleben, da die Information, die wir durch den Gebrauch unserer 5 Sinne, unseres Verstandes und unserer Wünsche, empfangen, nicht ausreicht.
Das bedeutet, wir tappen im Dunkel. Wenn wir ein Gerät hätten, mit dem wir herausfinden könnten, wer Schlechtes über uns denkt, dann würden wir wissen, wer unsere Feinde sind. Doch besitzen wir weder solch ein Gerät noch solch eine Sinnempfindung und wir meinen plötzlich, dass wir mit dieser Welt nicht mehr fertig werden – und das wird Dunkelheit genannt.

Was sollen wir nun tun? Wir brauchen nur die Sinnesempfindung entdecken, die uns die Verbindung mit der Quelle eröffnet. Dann werden wir sehen, wozu diese Schläge alle da sind, den Grund, warum sie uns gegeben wurden. Und dann werden wir das Licht und die Dunkelheit laut Kabbala definieren. Und wir haben es fast schon geschafft, weil die globale Krise bereits vor der Türschwelle steht und uns ein Gefühl der Dunkelheit gibt.

Verwandtes Material:
Shamati 16: Tag des Schöpfers und Nacht des Schöpfers

Nimm eine kurze Brise und schon bist du wie der Schöpfer!

(Eine humorvolle) Geschichte aus den Nachrichten: Eine Vertrauens-Droge könnte soziale Phobien heilen (engl.)

„Ein Nasenspray, das unser Vertrauen Fremden gegenüber vergrößert, verspricht laut Wissenschaftlern der Universität Zürich eine Behandlungsmöglichkeit gegen soziale Phobien.

Sie fanden heraus, dass Leute, die das „Liebeshormon“ Oxytocin inhaliert hatten, Fremden weiterhin ihr Geld anvertrauten – obwohl sie hintergangen worden waren.

Gehirn-Scans zeigten, dass das Hormon die Aktivität im Amygdala – einer Region, die bei sozialen Phobien überaktiv ist – verringert.

Versuche mit der Droge sind im Gange und die ersten Ergebnisse sind laut den Wissenschaftlern vielversprechend.

Das als „Kuscheldroge“ bezeichnete Oxytocin ist ein natürlich produziertes Hormon, das in sozialen Beziehungen, bei Muttergefühlen und im Sex, eine Rolle spielt.

Forschungsleiter Dr. Thomas Baumgartner sagte: „Wir wissen zum ersten Mal, was im Gehirn genau passiert, wenn Oxytocin das Vertrauen vergrößert.

Wir fanden heraus, dass Oxytocin eine sehr spezifische Wirkung auf soziale Situationen hat. Es scheint unsere Ängste zu verkleinern.

Aufgrund unserer Ergebnisse, können wir darauf schließen, dass ein Mangel an Oxytocin letztendlich einer der Gründe für die Angst bei sozialen Phobien darstellt.

Wir hoffen und erwarten uns tatsächlich, dass wir durch den Einsatz von Oxytocin die soziale Fähigkeit verbessern können.

Mein Kommentar: Wir machen uns hier Gedanken, wie man die menschliche Natur verändern könnte, so dass die Leute einander vertrauen, Freunde werden, sich lieben und für einander sorgen. Doch jetzt ist alles, was du tun musst: Einmal kurz schnüffeln und sofort bist du wie der Schöpfer!

emh

Verwandte Beiträge:
Wann werden Wissenschaftler, die versuchen, die Natur zu beherrschen, erkennen, dass die Natur über sie herrscht?
Hat unsere Wahl ihren Ursprung in unserem Gehirn oder in unseren Verlangen?

Atmen Sie ihn ein, diesen antidepressiven Weihrauch!

News Story: Das Verbrennen von Weihrauch ist psychoaktiv: Eine neue Kategorie Antidepressiva möglicherweise direkt unter unseren Nasen (engl.)

„Jahrtausende haben religiöse Führer behauptet, dass Weihrauch verbrennen gut für unsere Seele sei. Jetzt haben Biologen in Erfahrung gebracht, dass dies ebenfalls gut für unser Gehirn ist. Ein internationales Team an Wissenschaftlern, bestehend aus Forschern der John Hopkins Universität und der Hebräischen Universität in Jerusalem, beschreiben, wie das Verbrennen von Weihrauch (Harz der Boswellia Pflanze) kaum verstandene Ionenkanäle im Gehirn aktiviert und Angstgefühle und Depressionen lindert. Das lässt darauf schließen, dass sich eine völlig neue Kategorie von Medikamenten gegen Depression und Angst direkt unter unserer Nase befinden.

‚Trotz Informationen, die aus altertümlichen Texten stammen, wurden keine Bestandteile von Boswellia auf die Wirksamkeit bei psychischen Problemen erforscht,‘ sagte Raphael Mechoulam, einer der Co-Autoren der Forschungsstudie. ‚Wir fanden heraus, dass Weihrauchazetat, ein Bestandteil des Boswellia-Harzes, an Mäusen getestet Angst vermindert und ein antidepressives Verhalten hervorruft. Offensichtlich gehen die meisten heutigen Kirchgänger davon aus, dass das Verbrennen von Weihrauch nur eine symbolische Bedeutung hat!'“

Mein Kommentar: So also hat die Religion uns die ganze Zeit hinters Licht geführt!

sd