Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gefühl'

Wenn der Schöpfer sich dem Menschen unterordnet…

12 Da redete Josua zu dem HERRN an dem Tag, als der HERR die Amoriter vor den Söhnen Israels dahingab, und sprach in Gegenwart Israels: Sonne, stehe still in Gibeon, und du, Mond, im Tal Ajalon! 

13 Da stand die Sonne still, und der Mond blieb stehen, bis sich das Volk an seinen Feinden gerächt hatte. Ist dies nicht geschrieben im Buch des Aufrichtigen? So blieb die Sonne mitten am Himmel stehen und eilte nicht unterzugehen, beinahe einen ganzen Tag. 

14 Und kein Tag war diesem gleich, weder zuvor noch danach, dass der HERR so auf die Stimme eines Mannes hörte; denn der HERR kämpfte für Israel. [Buch Josua, 10.12 – 10.14]

Frage: Zum ersten Mal befiehlt Josua dem Schöpfer und die Sonne bleibt stehen. Was bedeutet es, dass der Schöpfer auf den Menschen hört?

Antwort: Das ist ein spiritueller Zustand, wenn der Mensch das Gefühl hat, dass er sein Verlangen so beherrschen kann, dass sogar die höhere Kraft mit ihm mitgeht, als ob sie sich ihm unterwirft und ihm gehorcht. Dies wird auf einer bestimmten Stufe verwirklicht, z. B. wenn der Wunsch von Seir Anpin erhoben wird und Bina ihn erfüllt.

Dazu kann auch die Aussage zählen: „Meine Söhne haben mich besiegt“. So geschieht es im Laufe der ganzen Geschichte, wenn wir richtig handeln. 

Frage: Was bedeutet es, den Schöpfer zu besiegen?

Antwort: Es ist, als würde der Schöpfer sagen: „Ich habe in ihnen den Wunsch zu empfangen geschaffen, und sie wollten ihn nutzen, um zu geben, damit sie Mir ähnlich werden. Es stellt sich heraus, dass sie Mich besiegt haben, und darüber bin ich sehr froh.

Denn der Wunsch zu geben ist Mein wahrer, tiefer Wunsch, Meine Eigenschaft. Und die Tatsache, dass sie auf die entgegengesetzte Eigenschaft (zu empfangen) verzichtet haben und wünschen, Mir ähnlich zu sein (zu geben), erfreut Mich. Denn sie haben die Natur, die Ich in ihnen geschaffen habe, überwunden und bewiesen, dass sie Mir ergeben sind, dass sie Mich mehr lieben, als sie sich selbst lieben.

Auf diese Weise erheben sie Mich über ihr eigenes Wesen und stellen Mich als Schöpfer über sich selbst.

Aus der TV-Sendung „Die Geheimnisse des ewigen Buches“

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Wie man gute Entscheidungen trifft

Dem Anschein nach treffen wir ständig Entscheidungen. In der Praxis ist es keineswegs sicher, dass wir bis heute eine einzige wirklich bedeutsame Entscheidung über den Sinn des Lebens oder über das innere Potenzial, das in uns verborgen ist, getroffen haben.

Wenn wir einen Moment innehalten und alles aufzeichnen, was wir an einem typischen Tag oder in einer typischen Woche tun, werden wir feststellen, dass die meisten unserer Handlungen aus der Notwendigkeit heraus in unserer Realität stattfinden. Wir haben Verpflichtungen, vorgegebene Handlungsrahmen, Tagesordnungen. Die wichtigsten Entscheidungen, die wir treffen, stehen im Zusammenhang mit den dringendsten Dingen, um die wir uns kümmern müssen – und hier ist es wichtig, im Voraus zu wissen, was wir tun werden – und wie wir unsere Aufgaben priorisieren und unsere Zeit planen, um unseren Verpflichtungen nachzukommen.

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Was das Leben wirklich wertvoll macht

In letzter Zeit sind viele Analysen aufgetaucht, die die Übersterblichkeit durch Covid-19 aufzeigen. Trotz der Impfstoffe breitet sich das Virus immer noch aus und fordert in vielen Ländern täglich Hunderte oder sogar Tausende von Menschenleben. Diese düstere Realität hat einige Studenten dazu veranlasst, mich nach dem Sinn von Leben und Tod zu fragen.

In der Tat betrachten wir das Leben als etwas sehr Wichtiges, und das aus gutem Grund, aber nur unter der Voraussetzung, dass wir auch aus diesem Grund handeln. Wenn wir durch unser Leben gehen, nur um die Zeit zu vertreiben, dann haben wir als Resultat nur die paar Unzen Schmerz, die wir gesammelt haben. Wenn wir es jedoch nutzen, um das Beste aus der Gelegenheit zu machen, die wir erhalten haben, um uns dem spirituellen Bereich des Lebens zu nähern oder ihn sogar zu erreichen, nämlich uns mit anderen Menschen so zu verbinden, dass wir sie in unserem Herzen spüren, dann ist das Leben kostbar.

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Werkzeuge eines spirituellen Lehrers

Frage: Welche Werkzeuge benutzt ein spiritueller Lehrer, um meine inneren Eigenschaften zu „schleifen“.

Antwort: Das geschieht nur im Unterricht, wenn wir einige Themen gemeinsam besprechen: Der Lehrer erklärt und die Schüler fragen.

Indem die Schüler mit dem Lehrer interagieren und versuchen, ihn tiefer zu verstehen, ist es als würden sie in ihn eintreten. Sie bemühen sich, nicht mit dem Verstand, sondern sich sinnlich mit ihm zu verbinden. „Sinnlich“ bedeutet in ihrem Verlangen. Wie es heißt: „Mach seinen Wunsch zu deinem Wunsch“. Diese Verbindung ist sehr wichtig.

Sie müssen dabei nicht in der Nähe des Lehrers sein, direkten Kontakt haben, oder mit ihm im selben Raum sitzen. Ich habe zum Beispiel einen sehr guten Kontakt zu  Gruppe in Santiago. Ich spüre, wie nah sie mir, trotz der Entfernung sind.

Es gibt Gruppen, die ich schon lange kenne, mit denen ich mich aber nicht so gut verstehe. Es kommt auf den inneren Wunsch an, sich miteinander zu verbinden.

Ihr müsst verstehen, dass der Lehrer nach dieser Verbindung strebt und immer dazu bereit ist, auch wenn er hart und sogar unhöflich sein kann. Immerhin handelt es sich um ein absolut klares Spiel in Bezug auf den Schüler. Alles wird hier nur von der Tatsache diktiert, dass wir in einen gegenseitigen Kontakt kommen müssen. Ihr müsst von mir die spirituelle Energie, das Gefühl, das Verständnis, die Verbindung zwischen dem was wir studieren und unserer inneren Welt, unseren Handlungen erhalten.

Aus dem Unterricht, 02.12.2018

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Grundeinkommen – nach Bedarf

Frage: Durch die Idee eines Grundeinkommens ist es jetzt gelungen, in den Mainstream vorzudringen. Mancherorts wird es sogar erprobt. Bis vor kurzem war es noch eine Utopie, aber plötzlich haben sich die Zeiten geändert, die ein Unterstützer dieses Modells sind. Glauben Sie nicht, dass es sich um einen Ausgleich handelt? Wenn man über das Grundeinkommen spricht, meint man den gleichen Betrag für alle.

Antwort: Nein, das Grundeinkommen sollte jedem nach seinen Bedürfnissen gewährt werden. Die Tatsache, dass es heute für alle gleich ist, liegt nur daran, dass man das Problem irgendwie loswerden möchte.

Frage: Wer kann den Bedarf eines Menschen bestimmen? Unsere Natur ist so beschaffen, dass wir immer betrügen.

Antwort: Nein, hier geht es nicht um unsere Natur, wenn jeder so bleibt wie er heute ist, leiden alle darunter. Das eigentliche Grundeinkommen besteht darin, dass jeder so viel bekommt, wie er braucht, nicht mehr als das und zwar aus seiner eigenen Entscheidung heraus.

Frage: Können Sie sich vorstellen, welches Selbstbewusstsein ein Mensch haben muss, um sagen zu können: „Ich brauche genau so viel und nicht mehr“?

Antwort: Selbsterkenntnis ist sehr einfach – ein Mensch sollte an die höchste Belohnung glauben und dabei annehmen, dass er für den Versuch, nur das zu nehmen, was er wirklich braucht, belohnt wird. Er erhält die größte Anerkennung für die Erfüllung dieser Bedingung.

Anmerkung: Hier erreicht man eine neue Stufe: ohne das Verständnis einer höheren Kraft ist es unmöglich.

Antwort: Ohne den Schöpfer, ohne Gott, ohne eine höhere Macht, ohne einen höheren Zustand, ohne eine höhere Belohnung und Strafe, – Sie können es auch Paradies nennen – ist es unmöglich.

Frage: Wie unterscheidet sich das von Religion? Die meisten Menschen sind religiös, aber wir sehen, dass es sie in keiner Weise beeinträchtigt. Von welcher Art Glauben sprechen Sie?

Antwort: Ich spreche vom Glauben, wenn wir eine höhere Macht spüren, mit ihr in Kontakt kommen, uns mit ihr austauschen, gegenseitig empfangen und geben und aus diesem Grund existieren.

Frage: Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Solange der Mensch keine höhere Macht spürt, kann er nicht sagen: „Ich brauche genau so viel und ich gebe dir alles andere“?

Antwort: Nein, das wird er nicht tun. Andernfalls wird sich der Sozialismus entwickeln.

Der Glaube ist ein Empfinden für den Schöpfer, ein Gefühl der gemeinsamen Kraft, die das ganze Universum in sich birgt.

Aus der Fernsehsendung „ Kommunikative Fähigkeiten“, 11.09.2020

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Den Schöpfer sehen

Frage: Ich bin bereit zu glauben, dass es niemanden außer Ihm gibt. Aber wie kann ich den Schöpfer sehen? Es gibt keine Chance.

Antwort: Wieso gibt es keine Chance? Es gibt sie. Aus diesem Grund, den Schöpfer zu enthüllen, beschäftigt ihr euch mit der Kabbala.

Sehen bedeutet nicht, mit den Augen zu sehen. Es gibt viele Dinge und Phänomene in der Welt, die wir nicht sehen, aber fühlen können. Deshalb müssen wir ein Gefühl entwickeln, welches über unserer Körperlichkeit liegt, dann werden wir den Schöpfer spüren.

Der Schöpfer ist ein Feld. Wenn ihr zum Beispiel ein Magnetfeld nehmt, könnt ihr es spüren? Nein. Wenn ihr ein Gerät habt, das dieses Feld wahrnimmt, dann werdet ihr es bemerken. Der Schöpfer ist auch ein Feld, es umfasst absolut alles!

Um ihn zu fühlen, müsst ihr eine besondere Wahrnehmung in euch entwickeln, ein „Gerät“, das dieses Feld einfängt. Ihr werdet dann sehen, dass die Eigenschaft, die ihr „Schöpfer“ nennt, absolut alles ausfüllt.

Damit beschäftigen wir uns. Die Kabbala gibt jedem Menschen die Möglichkeit, den Schöpfer zu offenbaren.

Aus dem Unterricht, 24.11.2019

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Was ist ein wahres Gebet?


Frage: Wie betet man in der Kabbala? Ich bete jeden Abend, doch ich frage mich, ob dies die richtige Art zu beten ist. Es erscheint mir egoistisch, nur für meine eigenen Wünsche und Bitten zu beten. Hat die Kabbala „Anleitungen“ zum Beten oder ein einheitliches Gebet, das ein Mensch sprechen kann? Vielleicht sollte jeder individuell beten, nach seinem Gefühl oder ist es besser, es überhaupt sein zu lassen?

Meine Antwort: Ein Gebet ist ein Verlangen, das aus dem Innersten des Herzens kommt – das Verlangen, dem Schöpfer ähnlich zu werden, zu geben und selbstlos zu lieben. Dies ist das einzige Verlangen, das der Schöpfer als ein Gebet empfängt – das Verlangen, Ihm ähnlich zu sein oder Anheftung an Ihn zu erlangen. Daher verspürt Er all die egoistischen Gebete der Menschen nicht. Die gesamte Geschichte der Menschheit zeigt dies.

Auf diese Weise ist das System von Atzilut (das System der Verbindung des Schöpfers mit seinem Geschöpf oder Seele) geschaffen: AwI (Aba we Ima) spürt ein MAN, das von Malchut (der Seele) kommt und reagiert darauf, indem es Malchut das Licht der Korrektur oder das Licht der Erfüllung gibt, abhängig davon, worum Malchut bittet.

Man kann solch eine Bitte oder das wahre Gebet nicht alleine erreichen. Dies kann nur durch eine Gruppe geschehen, indem man versucht, sich mit ihr zu einem Ganzen zu verbinden, so wie es AVI fordert und wie es vor dem Zerbruch der Seele war. Zudem kann es nur durch das Studium authentischer Kabbala Bücher erlangt werden, den Original Büchern Baal HaSulams, denn dann wirkt eine besondere Höhere Kraft auf den Menschen ein, die man das Umgebende Licht (Or Makif) nennt. (Siehe Punkt 155 in der „Einführung zu Talmud Esser HaSefirot).

Genau dieses Licht erschafft ein wahres Gebet in einem Menschen, der sofort eine Antwort vom Schöpfer erhält, indem Er sich Selbst diesem Menschen enthüllt. Diese Enthüllung heißt „Beweis (Edut) der Tatsache, dass ein Mensch nie mehr sündigen wird“, das heißt, dass er unter dem Einfluss dieser Enthüllung nie wieder egoistisch handeln wird – aus diesem Grund wird ihm die Höhere Welt enthüllt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Zu beten bedeutet sich selbst zu richten
Blog-post: Sie müssen wissen, wie man richtig bittet!
 
„Verbindung“  >  Kabbala Akademie 

Rat für Einsteiger – Finde die Antworten in Dir


Zwei Fragen, die ich über die Verwirrung, die man am Anfang des spirituellen Weges spüren kann, erhielt

Frage: Wo soll ich anfangen? Ich meine damit nicht, was zu studieren oder ähnliches, sondern eher, an welchem Punkt soll ich anfangen und mit welchen Fragen?

Meine Antwort: Das ist etwas, das man in sich selbst finden muss. Gewöhnlich ist es die Frage „Warum lebe ich? Was ist der Sinn meines Lebens und der Zweck allen Leidens? Ich kann oft keinen „Sinn oder Grund zum Leben finden“ usw. Am besten fangen Sie mit meinem Buch „Leben aus der Kabbala“ an.

Frage: Ich lerne jeden Tag und manchmal überkommt mich das Gefühl von Enttäuschung, weil ich keine Ahnung habe, wie ich ausführen soll, was ich gerade lese. Manchmal verstehe ich das Gelesene etwas, und kann es auch fühlen, und ein bisschen später vergesse ich wieder alles und habe keine Ahnung, was ich eigentlich lerne, was ich denke und wie ich handeln kann. Haben Sie irgendeinen Rat für mich?

Meine Antwort: Sie werden alles Gelernte vergessen, solange Sie das Material nicht aufnehmen, zu dem Ihren machen, und spüren, dass es zu Ihnen über Sie und das, was in Ihrem Innern ist, spricht. Dies ist jedoch nur eine Phase, die vorübergeht, weil Sie vom Umgebenden Licht (Or Makif), beeinflusst werden – und dann werden Sie das, worüber die Kabbalisten sprechen, in Ihrem Innern finden. Und danach wird „die Seele des Menschen ihn lehren“. Übrigens zeigt das Gefühl, dass Sie alles schnell vergessen, dass Sie schnell verschiedene Phasen durchlaufen und Sie sollten sich darüber freuen!

Verwandtes Material:
Blog-post: Unsere Seele wird es uns lehren
Bestellen von: Leben aus der Kabbala
 
 interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie
 

Was bedeutet der Tod? Wie kann man den Tod nicht fürchten?


Frage: Was ist der Tod und wie kann man aufhören, davor Angst zu haben?

Antwort: Wenn sich jemand mit der tierischen Stufe (dem Körper) identifiziert, fürchtet er den Tod, da er dies als Ende der Existenz seines „Ich“ ansieht. Sollte er allerdings bereits begonnen haben, sich mit der Seele zu identifizieren, d.h., dass er im Allgemeinen beginnt, sich selbst in seinem inneren Leben wahrzunehmen, er sein ‚Ich‘ als jenseits seiner tierischen Stufe (dem Körper) empfindet, er sich selbst durch den Punkt im Herzen wahrnimmt, sich mit den Punkten anderer verbindet und beginnt in anderen zu leben, dann erlangt er einen Zustand der Zuversicht (selbstverständlich unter dem Einfluss von Or Makif). Er weiß, wenn sein physischer Körper stirbt, hat er bereits einen neuen, spirituellen Körper erworben! Und im Augenblick des Todes nimmt er seinen physischen Körper so wahr, als würde er ihn „ausziehen“ wie ein Hemd und trennt sich von ihm. Allgemein ist dies ein psychologisches Problem. Das kommt daher, weil man das Gefühl hat, in seinem Körper zu leben – in seinen Wünschen. Die Hauptlösung liegt in der Interaktion mit der Gruppe. Denn wenn Sie beginnen, die Verlangen anderer (seiner Nächsten) anstelle der eigenen zu empfinden, erlangen Sie einen ewigen Körper oder Verlangen, die sich außerhalb von Ihnen befinden.

 

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Hat der Schöpfer Gefühle?


Fragen über den Schöpfer, die ich erhielt

Frage: Was ist der Schöpfer? Hat er Wünsche und Gefühle?

Antwort: Der Schöpfer ist die allgemeine Kraft der Natur, die alles vereinigt. Seine Eigenschaft ist Geben (Liebe). Das ist seine einzige Kraft. Aus seiner Eigenschaft des Liebens und Gebens, schuf er die Schöpfung mit der Eigenschaft „zu empfangen“ – zu empfangen, was Er verlangt ihr zu geben. Selbst wenn er die Schöpfung mit dem Willen zu empfangen schuf, führt Er sie dahin, die Eigenschaft des Gebens zu erwerben, auf Seine Stufe, welche grenzenlos, einzigartig und vollkommen ist.

Frage: Im Artikel „Die Enthüllung der Göttlichkeit (Matan Tora)“ schreibt Baal HaSulam, dass die erste Bedingung ist, dass „niemand ohne einen Grund handelt“ und „es gibt einen Schöpfer in der Welt, der alles aus einem Grund schuf“. Was bedeutet die „erste Bedingung“?

Antwort: Die erste Bedingung ist das Grundgesetz der Natur.

Frage (fortgesetzt): Muss ich das als eine Tatsache akzeptieren, selbst wenn ich nicht der Meinung bin, dass der Schöpfer real ist?

Antwort: Sie sollten es akzeptieren, um es an Sich selbst zu testen, um den Schöpfer in sich zu enthüllen, in der Eigenschaft des Gebens, die Sie erwerben werden. Es ist genau wie bei einem Wissenschaftler, der über die Entdeckung eines anderen Neues erfährt – er akzeptiert es und testet dann, ob es wahr ist. Wenn ein Mensch die Offenbarung der Handlungen des Schöpfers erreicht, dann wird er Ihn in dem Maße rechtfertigen, wie er es enthüllt und deswegen wird er selbst als „rechtschaffen“ bezeichnet. Man kann sagen, in Kabbala testet man alles praktisch und jeder Mensch tut das in sich selbst.

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