Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gebote'

Kabbalisten über Kabbalisten, T.4

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich versprecheeuch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Wer ist ein Kabbalist?

Wenn es nicht für die (die den Schöpfer durch die Gleichheit der Eigenschaften erkennt haben) Weisen wäre, wüssten die Menschen nicht (die Ihn noch nicht erkannt haben), was die Tora ist (Methode der Korrektur) und was die Gebote der Herrscher der Welt (der einzigen lenkenden Kraft) sind . Und,es gäbe keinen Unterschied zwischen dem Geist eines Menschen und dem Geist eines Tieres (im Endzustand ihrer Entwicklung).
Das Buch Sohar mit dem Sulam Kommentar. Abschnitt Schemot, 84.

Die Geheimnisse und Mysterien der Tora werden sich dem Menschen nicht durch die Kraft seiner irdischen Logik enthüllen, sondern nur mit Hilfe des höheren Lichtes (Korrektur und Erfüllung), die von der Höhe seiner Heiligkeit(Welt der Unendlichkeit) herunter steigt, mit Hilfe von seinen Boten und Engeln oder des Propheten Eliyahu(Schöpfende Kraft).
Rav Chaim Vital „Einführung zu Schaar Akdamot“.

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Die spirituellen Wurzeln der Bräuche in unserer Welt


Eine Frage, die ich erhielt: Ich dachte immer, dass Bnei Baruch eine nicht religiöse Organisation wäre und es säkulare Menschen niemals zwingen würde, religiösen Traditionen zu folgen. Kürzlich aber hörte ich, dass sie die Kashrut (jüdischen Speisevorschriften) an Pessach einhalten. Bitte erklären Sie dies. Bitte erläutern Sie auch, ob Sie der Meinung sind, dass jeder der Tradition folgen sollte.

Meine Antwort: Wir sind eine Bildungseinrichtung und haben nichts mit irgendeiner Art von Religion zu tun. Wir basieren einzig und ausschließlich auf den Prinzipien der Kabbala, wie sie in drei authentischen kabbalistischen Quellen dargestellt sind: dem Sohar, den Schriften des ARI und denen des Baal HaSulam (Rabasch). Wir folgen deren Anweisungen in allem. Wenn Sie Bedenken haben, fragen Sie uns bitte, damit wir Ihnen unsere Quelle zeigen, worauf sich unsere Information bezieht.

Obwohl Bnei Baruch keine religiöse Organisation ist und somit auch keinen religiösen Traditionen („Geboten“ – Mizwot) folgt, praktizieren wir dennoch die Handlungen unserer Welt, welche die Zweige darstellen, die von den spirituellen Wurzeln abstammen. An der Oberfläche sieht dies so aus, als würde man eine jüdische Tradition befolgen, aber in der Tat stammen diese aus ganz anderen Absichten und sind auf die innere und äußere Verbindung mit ihrer spirituellen Wurzeln gerichtet.

Ich empfehle Ihnen dringend, nochmals die „Pessachgeschichte“ mit dem Kommentar des ARI „Die Tore der Absicht“ (Shaar HaKavanot) zu lesen. Sie werden verstehen, wie wir uns durch die Ausführung spezieller Handlungen über unseren Egoismus erheben (lesen Sie auch den Artikel Baal HaSulams „Und dies ist für Yehuda“).

Die Gruppe um Abraham begann damit, „irrationale“ physische Rituale zu befolgen, nachdem sie es zustande brachten, spirituelle Handlungen in ihren korrigierten Verlangen hervorzubringen und deren physische Entsprechungen zu reinigen. Sie nahmen spirituelle und physische Handlungen als ein Ganzes (Wurzel und Zweig oder Ursache und Wirkung) wahr.

Als wir vom Zustand des spirituellen Verständnisses der Gebote (Zerstörung des Zweiten Tempels) abfielen, setzten wir nur unsere körperlichen Traditionen fort, anstatt diese zusammen mit der spirituellen Handlung zu vervollständigen. Dies ist der Punkt an dem die Religionen dieser Welt entstanden.

Heute müssen wir die spirituelle Welt erreichen und die spirituellen Handlungen enthüllen. Dies wird unsere gewohnten Traditionen zu spirituellen Handlungen umwandeln. Statt der gezwungenen Durchführung mechanischer Handlungen werden wir bewusst handeln und deutlich die Wirkung unserer Handlungen auf die Höhere Welt erkennen. Somit kommt die Erkenntnis zuerst, gefolgt von der Handlung, die daraus resultiert.

Ich wünsche Ihnen allen, „Ägypten zu verlassen“ und die richtigen Absichten zu erhalten, während sie an den festlichen Tafeln Platz nehmen.

Es ist an der Zeit, der Menschheit die Augenbinde von den Augen zu nehmen


Eine Frage, sie ich erhielt: Warum verbinden die Leute die Gebote mit der Korrektur des Körpers?

Meine Antwort: Die Korrektur ist sicherlich jetzt die Korrektur unserer Arme und Beine. Wir sprechen über „den Körper der Seele“, das Verlangen oder Teile der Seele, individuelle Verlangen. Der Unterschied zwischen den Verlangen der Seele und den körperlichen Verlangen ist, dass die Verlangen der Seele aus den Eigenschaften bestehen, die dem Schöpfer ähnlich sind – gebrauche dich selbst, um zu geben, anstatt für dich selbst zu empfangen.

Der physische Körper hat nichts damit zu tun. Wir können Transplantationen durchführen, Körperteile oder Organe entfernen und Bluttransfusionen machen. Krankenhäuser machen keine Spendenprüfung auf „Gerechtigkeit“ und es ist möglich, dass sie, die Körperteile oder Blut von einer ungerechten Person bekommen. Wegen der ganzen Verwirrung in Bezug auf den spirituellen Körper und unseren physischen Körper haben sich der ganze Mystizismus, grauenhafte Märchen und religiöse Horrorgeschichten entwickelt.

Die Gebote beschreiben eine Korrektur der Verlangen, keine Korrektur des tierischen Körpers. Die Körper, in denen wir existieren, sind für uns nur notwendig, um eine physische Existenz zu führen, doch wenn unter den Verlangen unserer Welt sich ein Embryo der Seele entwickelt, müssen wir fähig sein, dieses winzige Verlangen auf die Stufe des Schöpfers zu bringen.

Daher haben Traditionen und Religionen nichts mit der Korrektur der Seele zu tun. Lasst den Menschen in der Welt ihre Traditionen. Sie können gleichzeitig ihre Verlangen korrigieren, damit sie ihre Nächsten wie sich selbst lieben können. Währenddessen wird sich das Fleisch nicht ändern.

Es gibt in mechanischen Handlungen nichts Spirituelles. Sie sind gut, um dich zu beruhigen und dir ein bequemes Leben zu verschaffen. Nur belüge dich nicht selbst, indem du glaubst, dass du durch diese Handlungen deine Seele korrigierst und dir den Weg in die „kommende Welt“ verdienst. Die kommende Welt ist die Enthüllung des Schöpfers. Wenn du deine Seele darauf nicht vorbereitest, hast du nichts, worin du Ihn enthüllen kannst, bevor oder nachdem dein Körper aufhört zu existieren.

Es ist an der Zeit, der Menschheit die Augenbinde von den Augen zu nehmen und dass jeder erkennt, dass es in unserem ganzen weltlichen Leben nur einen spirituellen Punkt gibt, der „Punkt im Herzen“ heißt. Das ist der Eingang in die spirituelle Welt.

Es gibt keine Heiligkeit in unserer Welt


Eine Frage, die ich erhielt: Warum müssen wir jedes Wort im Buch Sohar gemäß seiner spirituellen Bedeutung betrachten und nicht in seinem einfachen physischen Verständnis?

Meine Antwort: Wir sollten niemals die Worte aus dem Buch Sohar in seiner physischen Bedeutung interpretieren, denn dadurch würden wir die Tora auf die Stufe dieser Welt erniedrigen. Wir müssen von den Zweigen zu den Wurzeln aufsteigen, von dieser Welt hinauf zur spirituellen Welt. Und Sie fragen: Warum man nicht die spirituelle Welt nimmt und sie zu unserer Welt herabzieht?

Zuallererst unterliegt unsere Welt nicht den gleichen Gesetzen wie die spirituelle Welt. Die ganze Verwirrung in unserer Realität resultiert aus der Tatsache, dass sich die Menschen die spirituelle Welt vorstellen, ohne darin zu existieren. Dadurch kleiden sie das Spirituelle zwangsweise in das Materielle. So stellt man sich vor, dass die Kraft des Gebens in der rechten Hand wäre und die Kraft des Empfangens in der Linken, oder dass einige Teile des Körpers heiliger sind als andere, usw. All dies ist falsch und deshalb ist es uns verboten, das Spirituelle mit dem, was wir in dieser Welt begreifen, fühlen und tun, zu verbinden. Zwischen diesen zwei sollte keinerlei Verbindung bestehen.

In unserer Welt gibt es nichts Heiliges, einschließlich der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Stufen. Somit existiert auch nichts Heiliges in allem, was Menschen in dieser Welt tun. Das Buch Sohar bezeichnet man als ein heiliges Buch, weil es uns dabei helfen kann, von dieser Welt, vom Egoismus, zur Heiligkeit, zum Geben und zur Nächstenliebe aufzusteigen.

Ich bin ein Punkt im Herzen, welcher zur spirituellen Welt gehört – der Welt der Heiligkeit. Dies ist der einzige Punkt in mir, der völlig unterschiedlich zu meiner ganzen Natur ist, und wenn ich etwas benutze, was als „heiliges Buch“ bezeichnet wird, kann ich mich zur Welt der Heiligkeit erheben – zum Geben. Es ist jedoch nicht das Papier mit den gedruckten Buchstaben darauf, das als heilig bezeichnet wird, und auch die Buchstaben in dem Buch sind nicht heilig. Heiligkeit ist die Verbindung zwischen dem Licht und dem Gefäß (Kli), welches durch die Buchstaben symbolisiert wird. Aber hier in unserer Welt existiert nichts Heiliges.

Unser ganzes Problem liegt darin, dass wir beginnen, einem Menschen oder seinen Handlungen Heiligkeit zuzuschreiben. All dies jedoch sind lediglich Symbole. Alles was der Einhaltung der Gebote zugeschrieben wird – der Tallit (Gebetsschal), Tefillin (Gebetsriemen), das Buch der Tora, Aron Kodesh (Schrein für die Aufbewahrung der Torarollen) – sind nur Symbole für die Interaktion des Lichtes mit den Kelim, die Beziehungen zwischen ihnen und die Zustände der Seele. Folglich sind es die Zustände der Seele, die eigentlich heilig sind, weil diese die Eigenschaft des Gebens enthalten.

Ein Buch der Tora, welches im „Aron Kodesh“ steht, ist nur ein Symbol für eine spirituelle Essenz, genannt Seir Anpin, welche Einfluss auf das Verlangen – Malchut (die Vereinigung aller Seelen) ausübt und diese durch das Licht der Heiligkeit zum Geben führt. Folglich korrigiert sie unsere Seelen und erhebt uns. In unserer Welt gibt es nichts als Symbole. Wir alle sind wie „sterbliche Tiere“.

Ein Mensch, welcher die Objekte und Handlungen dieser Welt einteilt, in jene die mehr oder weniger heilig sind, bringt sich damit selbst vom Weg der Korrektur ab. Solche Arten von Handlungen werden „Erev Rav“ genannt, weil sie den Menschen vom Fortschritt hin zur spirituellen Welt und der Korrektur der eigenen Seele abhalten.

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Der Granatapfel ist ein Symbol für die Verlangen der Seele


Eine Frage die ich erhielt: Sie haben in einem Ihrer Unterrichte gesagt, dass die Seele eines Menschen aus 613 egoistischen Verlangen besteht und das man diese durch das Licht, welches man während des Studiums der Kabbala auf sich zieht, korrigieren muss und dadurch die Eigenschaft der „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ bekommt.

Die Korrektur der 613 Verlangen wird auch die Ausführung von 613 Geboten genannt. Sie haben die Seele auch mit einem Granatapfel verglichen, da dieser auch aus 613 Samen besteht, eben genau so wie bei einer Seele welche aus 613 Verlangen besteht. Wer hat das nachgeprüft?

Meine Antwort: Du hast es korrekt beschrieben. Es war ein Artikel über den Granatapfel und über ein Projekt, bei dem Forscher verschiedene Granatäpfel aus der ganzen Welt miteinander verglichen haben und deren Samenkerne gezählt haben. Jeder Granatapfel hatte eine andere Anzahl von Samen – einige weniger als 613 und einige mehr, aber im Durchschnitt waren es 613.

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Verwandtes Material:
Baal HaSulam, Brief 17, Seite 63
Shamati #13: Bezüglich des Granatapfels

Das wahre Wesen der Religion erkennen


Nachrichtenbericht (übersetzt aus Cursorinfo): In einer Befragung russischer Immigranten in Israel empfanden 75 %, dass sich orthodoxe Juden in ihr Leben einmischen. Die Mehrheit der Auskunft gebenden waren der Meinung, dass Religion und Staat in Israel getrennt werden sollten. Der Druck und die Begrenzungen, die durch die religiösen Interessen aufgebürdet werden, verschärfen die Feindschaft gegenüber den Orthodoxen und vertiefen das Schisma zwischen säkularen und religiösen Gruppen.

Mein Kommentar: Folgende Schritte sind notwendig, um die Religion vollkommen vom Staat zu trennen: Schafft sämtliche verpflichtenden, religionsbedingten Konditionen und Gesetze ab und gründet eine gemeinsame Einrichtung zur säkular-religiösen Übereinstimmung. Indem man Nächstenliebe ausübt (Liebe deinen Nächsten ist die Hauptregel der Tora!), werden die Orthodoxen gewährleisten, dass die Religion verstanden und akzeptiert wird, und nicht verhasst ist wie heutzutage. Ihr gegenwärtiges Verhalten offenbart die Habgier der religiösen Institutionen und ihren Gegensatz zum Gebot der Nächstenliebe. Wie mit allen anderen Geboten, haben sie es von der Kabbala gestohlen, allerdings besitzen sie kein Mittel, es zu verwirklichen – die Höhere Macht.

Gedanken über die wahre Religion: Religiös zu sein heißt, zum Vorteil anderer zu handeln. Denn das ist die Natur des Schöpfers, jedermann muss eine solche Einstellung gegenüber anderen entwickeln. Die Mission einer religiösen Person ist es, anderen dabei zu helfen, genau so zu werden.

Ein Mensch wird als religiös erachtet, wenn er diese Art der Gesinnung gegenüber anderen hat und nicht aufgrund irgendwelcher religiöser Rituale. Rituelles Auftreten alleine verunglimpft den Schöpfer und die Religion in den Augen der Nicht-Religiösen, indem man den Nicht-Religiösen die falsche Vorstellung vom Zweck der Religion vermittelt. Siehe Baal HaSulam’s Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“.

Es gibt nur eine Religion – Kabbala. Alle irdischen Religionen sind Ausgestaltungen des Egoismus und in ihrer Zielsetzung sind sie absolut egoistisch. Alle Religionen trennen und kontrollieren Menschen, wohingegen es das Wesen der Religion sein muss, den Egoismus im Menschen auszurotten!

Religion muss die Bedingungen hervorbringen, in denen der Mensch sich selbst umdrehen kann, genauso wie das Erdreich umgedreht wird, wenn man es pflügt. Religion muss eine Umwelt hervorbringen, die jeden dazu zwingt, seine Geisteshaltung und Werte zu ändern. „Zwang“ deshalb, weil anders der Mensch sich selbst nicht ändern kann, ganz gleich, wie fest er es versucht.

Eine der elementaren Absichten der Religion ist es, jedermann auf die gleiche Ebene zu stellen, unabhängig von religiösen Titeln, sozialen oder wirtschaftlichen Status – sei er König oder Sklave, reich oder arm – alle sind gleich. Der Mensch wird alleine aufgrund seiner Liebe zum anderen beurteilt, und nicht aufgrund seines Festhaltens an Ritualen.

Eine religiöse Person kann unmöglich andere geringschätzen (Nicht-Religiöse, Leute anderen Glaubens oder ethnischer Herkunft). Der Ruin der Religion ist, dass die Menschen beginnen, sie zu erhöhen, und indem sie das tun, sich selbst aufgrund ihrer Zugehörigkeit erhöhen. Dadurch verwandelt sich Religion in eine andere Form der Macht!

Religion ist unsere persönliche Verbindung mit dem Schöpfer, die aus dem Gefühl der Verschmelzung mit der ganzen Menschheit stammt. Daher ist Religion eine persönliche und private Sache und sollte nicht äußerlicher Bewertung unterworfen sein.

Die Mission eines religiösen Menschen ist es, die Wahrnehmung des Schöpfers einzubringen – das Höheren Leben in unsere Welt.

 
Blog-post: Der Gegensatz von Religion und Kabbala: Handlungen versus Absichten
Blog-post: Der wahre Ursprung der Religionen
Blog-post: Warum die Religion gegen die Kabbala ist
 
Kabbala Akademie

Befolgung religiöser Regeln ist in der Kabbala nicht erforderlich


Fragen, die ich bezüglich der Beachtung religiöser Regeln erhielt:

Frage: Ich praktiziere Tora und Mitzwot (Gebote) in meinem täglichen Leben und meine Ausübung ist oftmals mechanisch – nicht spirituell. Sie haben ausgeführt, dass Kabbala nichts mit Religion zu tun hat, jedoch scheint sie untrennbar mit der Tora verbunden zu sein.

Bitte geben Sie mir einen Rat, wie ich mich wieder mit den Mitzwot in jener Hinsicht beschäftigen kann, dass mein „Verlangen zu empfangen“ zu einem „Verlangen zu geben“ korrigiert wird. Dafür sind sie doch gemacht. Bitte erhellen Sie die Verbindung der Mitzwot zur Kabbala und die Bedeutung der Mitzwot für einen Juden.

Meine Antwort: Kabbala ist die Methode der Korrektur der Seele durch die Enthüllung des Schöpfers. Die Seele übt keine Verbindung mit dem Körper aus.

Wenn Sie den Grundsätzen des Judentums folgen wollen, ist das Ihre Sache. Ich persönlich halte diesen Rahmen aufrecht, denn es ist die Tradition jener Nation, zu der ich gehöre. Allerdings habe ich hunderte von tausend Studenten die keine Juden sind und die diesen Geboten nicht folgen. Das beeinträchtigt in keiner Weise deren spirituelle Entwicklung. Es steht geschrieben: „Alle werden Mich kennen, vom Geringsten bis zum Größten unter ihnen,“ und „Mein Haus wird ein Haus des Gebetes für alle Menschen genannt werden.“ Das bedeutet, dass jedermann sich vereinigen wird, indem er den Schöpfer offenbart.

Kabbala wurde im alten Babylon für jedermann offenbart, und heute wird es wieder jedermann enthüllt. Trotzdem kann jeder Mensch seine eigene, äußere kulturelle Tradition praktizieren.

Frage: Wie können wir die 613 Gebote beachten, wenn wir keine Juden sind? Wo können wir die Auflistung dieser Gebote finden? Wie soll ich Shabbat und Feiertage befolgen? Soll ich zur Synagoge oder zu einem Kabbalazentrum gehen, um solche Ereignisse einzuhalten?

Meine Antwort: Die 613 Gebote sind die Korrektur der 613 Verlangen. Diese Verlangen werden lediglich in Ihrem Innern offenbart werden, nachdem Sie den Machsom (Barriere, die unsere Welt von der spirituellen Welt trennt) überquert haben. Sie gehören in keiner Weise zu irgendwelchen Aktivitäten in unserer Welt – sie sind Verlangen.

Religiöse Aktivitäten hingegen sind Traditionen und korrigieren nicht den Menschen oder seine Seele. Es ist nicht notwendig, sie zu beachten, um das Ziel der Schöpfung zu erreichen. Sie sind für den Fall da, wenn Sie mit der Kultur Ihres Volkes verbunden sein wollen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Gegensatz von Religion und Kabbala: Handlungen versus Absichten
Blog-post: Das einzige Gebot ist Gleichheit mit dem Schöpfer
Blog-post: Was ist der Machsom?
Kabbala Heute #4: Kabbala erklärt die Bibel
Baal HaSulam Artikel: Das Wesen der Religion und ihr Ziel

Ein Artikel über mich in den Nachrichten


Im Folgenden die Übersetzung eines Artikels, der bei Walla.co.il, einem großen israelischen Web-Portal über mich veröffentlicht wurde:


Wie ist Rav Laitman zu einem so beliebten Verbreiter der Kabbala und einem der herausragendsten israelischen Botschafter des New Age in der Welt geworden?

Gibt es wirklich Menschen, die verrückt genug sind jeden Morgen um 3 Uhr aufzustehen, um die Kabbala zu studieren?. Scheinbar gibt es eine ganze Menge davon. Unter Ihnen sind eine ganze Reihe israelischer Berühmtheiten, die alle in den Hörsaal ihres Lehrers, Michael Laitman, eilen.

Früher war Michael Laitman Forscher, Wissenschaftler und Philosoph. Sogar Militärflugzeugmechaniker ist er gewesen. Seine rastlose Natur konnte jedoch keine Ruhe finden.
Es sind die späten 70er. In einem eingeschossigen Haus am Rande des Städtchens Bnei Brak sitzt eine Gruppe von weisen Männern und studiert die Kabbala. Eines Abends betritt Michael Laitman das Haus und bittet darum, mit ihnen studieren zu dürfen. Der Leiter der Gruppe ist der renommierte Kabbalist Rav Baruch Shalom Ashlag. Nicht viel später wird Michael Laitman Rav Baruchs persönlicher Assistent und verdient sich das Privileg eng in das tägliche – auch das spirituelle -Leben des Kabbalisten eingebunden zu werden.

Nach dem Tod seines Ravs und Lehrers 1991 macht es sich Michael Laitman zur Aufgabe die Kabbala zu verbreiten. Seither unterrichtet er auf verständliche und logische Art die Kabbala als Wissenschaft und Philosophie. Für „gewöhnliche“ Menschen überall, die in Zeiten der Krise leben und Jahre der Erfahrung benötigen, um ihre Grundlagen zu verbessern, wird die Welt, trotz aller wissenschaftlichen Erkenntnisse, mit jedem Tag, der vergeht, nur noch ungewisser. Im Gegensatz zu diesem Ansatz, entwickeln diejenigen, die sich der kabbalistischen Weisheit widmen, verborgene Sinne zur Wahrnehmung. Im Wesentlichen ist ein Kabbalist jemand, der den Sinn seiner Existenz enthüllt hat und daher auf Fragen Antworten findet, die niemand anderes hat.

Michael Laitman unternimmt enorme Anstrengungen, um die Kabbala zu verbreiten. Nach dem Namen seines Lehrers hat er hat eine Organisation mit dem Namen „Bnei Baruch“ (die Kinder Baruchs) gegründet. Die gesamte Organisation ist darauf konzentriert, ein Bildungssystem zu schaffen, das die Weisheit der Kabbala für Jeden verständlich macht. Zu den Angeboten gehören, unter anderem, ein Fernsehkanal, eine in 30 Sprachen übersetzte Webseite, eine große Auswahl an Büchern und sogar eine Filmgesellschaft, die Videoinhalte produziert.

Natürlich hat Michael Laitman auch Kritiker. Diese sind der Ansicht, dass das Studium der Kabbala nur bei gleichzeitiger religiös-orthodoxen Lebensweise, verbunden mit dem Studium der Tora und der strikten Befolgung der Gebote, erfolgen darf. Sie meinen, dass die Kabbala, ohne diese Voraussetzungen, von ihren heiligen Wurzeln abgetrennt und nur eine weitere New-Age-Richtung sei. Herr Laitman lässt sich durch diese Kritik nicht beirren und geht weiter seinen Weg. In den letzten Jahren hat er in den USA und Europa, große Beliebtheit als Vortragender erlangt. Er hat über 30 Bücher veröffentlicht und ist Mitglied einer Organisation mit dem Namen World Wisdom Council. Michael Laitman zählt zweifellos zu den herausragendsten und inspirierendsten Persönlichkeiten im heutigen Israel.

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Verwandtes Material:
Kabbala weltweit

Welche Kleidung sollte ein Kabbalist tragen?


Zwei Fragen, die ich über physisches Befolgen und Kabbala erhielt:

Frage: Muss ein Mensch, der die Kabbala studiert und nicht religiös oder jüdisch ist, dem Beispiel, dass Sie und die großen Kabbalisten vorgeben, folgen und sich einen Bart wachsen lassen und genauso kleiden?

Meine Antwort: Ganz bestimmt nicht. Ich brauche meine „Aufmachung“, um als Mann, der die Kabbala von der Linie der Kabbalisten empfangen hat, anerkannt zu werden, denn sie sahen alle so aus (und sie waren viel orthodoxer als ich, nebenbei bemerkt). Doch wenn Sie sich von der äußeren Welt trennen, kommt es überhaupt nicht auf Ihre äußere Erscheinung und Kleidung an. Außerdem sahen die Kabbalisten vor dreitausend Jahren sehr viel anders aus!

Frage: Sie sagen, dass ich durch das Studium der Kabbala zur Stufe der doppelten und dann zur einfachen Verhüllung aufsteigen kann und danach den Machsom überschreiten und die Enthüllung erlangen kann. Dann ist es wahr, dass ich die Gebote nicht physisch einhalten muss?

Meine Antwort: Physische Befolgung bildet ein System für unser Leben in dieser Welt, aber für die Korrektur unserer Seelen ist es nicht zwingend notwendig.

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Die Evolution unserer Körper und Seelen


In den Nachrichten (aus Crystalinks): „Menschliches Wanderungsmodell“ Bekanntlich haben neuzeitliche Menschen vor etwa 50.000 Jahren Afrika verlassen, jedoch eine andere, kleinere Gruppe -möglicherweise eine andere Unterart – verließ den Kontinent 50.000 Jahre früher, behauptet eine neue Studie. Während alle Menschen heutzutage zu der zweiten „Afrikagruppe“ gezählt werden, ist es wahrscheinlich, dass einige Bevölkerungsteile, die in Israel, Jordanien, Libanon, Syrien, Australien, Neuseeland und Indonesien beheimatet sind, genetische Spuren der früheren Migranten zurückbehalten haben, gemäß der Studie von Michael Schillaci.

Mein Kommentar: Es gibt keinen Widerspruch zwischen dieser Feststellung und der Bibel, denn die Bibel spricht nur von der spirituellen Entwicklung des Menschen, unseren Verlangen (Herz) und des Verstandes (Gehirn). Sie sagt nichts über unseren belebten Körper, der zur tierischen Stufe gehört.

Dennoch, unser Verlangen und unsere Gedanken sind die Grundlage für unsere zukünftige Seele, und diese kommen aus den Reshimot (Erinnerungen, Informationsdaten) der Höheren Welt. Diese Reshimot tragen die Eigenschaften von Schenken und Liebe, und daher erhebt die Evolution unserer Wünsche und Gedanken den Menschen in Richtung Schenken und Nächstenliebe –
den elementaren biblischen Geboten.

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