Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Einen Tempel von unten erbauen

Sohar, Abs. „Beschalach„, P. 332: Es gibt ein Gebot, einen Tempel unten, der dem Tempel oben angleicht, zu erbauen. Wie es geschrieben steht: „Den Platz, den Du als deine Wohnstätte geschaffen hast“.

Denn ein Tempel soll unten erbaut werden und darin soll täglich gebetet werden – d.h. es soll darin dem Schöpfer dient werden. Da das Gebet ein Dienst ist.

Der untere Tempel bedeutet in Malchut, wo wir ein korrigiertes Verlangen schaffen müssen (Kli). Das Gebet – ein ist eine Erhebung der Bitte um die Korrektur.

Die Verbindung von dem Unteren mit dem Oberen wurde durch das Erheben von Malchut in Bina und danach den Abstieg von Bina in Malchut hergestellt. Von daher existieren zwei Tempel. Von daher haben wir zwei Tempel, Malchut und Bina, die sich unten befinden machen den unteren Tempel aus, und Malchut und Bina oben – den oberen Tempel.

„Einen Tempel unten erbauen und darin täglich beten“ – bedeutet Bina und Malchut zu verbinden, wenn man solchen Zustand in der Gruppe, in unseren Wünschen erreichen will.

Denn wo sonst kann ich meine Einstellung des Gebens zum Ausdruck bringen? Nur in der Verbindung zwischen uns. Dann aus der Erkentnis meiner kompleten Unfähigkeit etwas zu machen, erhebe ich mein Gebet und mithilfe dessen wird einen Tempel oben erbaut. Nur in der Verbindung zwischen uns.

Das muss „täglich“ gemacht werden – das heißt in den Zuständen des Aufstiegs, wenn wir etwas Kraft haben, sich zu bemühen mit der ganzen Energie diese Arbeit auszuführen.

Aus dem Sohar-Unterricht, 03.11.2010

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In der Spiritualität gibt es keine Worte

Wenn sie das Gebetbuch der Kabbalisten öffnen würden, dann würden Sie dort keine Worte, sondern gesonderte Buchstaben sehen, denn es geht einzig um die Empfindungen, um die inneren Handlungen, die Schirme, um die Abstossung und Anziehung des Lichtes. In der Spiritualität gibt es keine Worte.

Wenn wir Worte aus unserer Welt nehmen und beginnen diese für die Spiritualität zu benutzen, so ist das völlig normal. Jedoch kommt man auch ohne Worte zurecht. Der Mensch, der sich in der Spiritualität aufhält, braucht keine Worte.

Baal HaSulam betete, dass man ihn von seinem Niveau auf eine solche Stufe senkt, wo man Worte finden kann, damit er sein Verständnis, das in die Worte dieser Welt eingekleidet ist, den Menschen vermitteln kann.

In der Spiritualität gibt es nur die Empfindung. Ich soll sie nicht in irgendwelche Worte kleiden, denn dafür habe ich die „Reschimot“ und die „Geschmäcker“ (Taamin) die ich empfinde. Ich muss sie für mich selbst nicht klären, nur dann, wenn ich meine Eindrücke mit den anderen teilen möchte. Jedoch bleibt jede Erklärung immer eingeschränkt. Kein Wort kann in sich diese Füllungen erschliessen.

Deshalb ist das Gebet eine Arbeit im Herzen, ein Schrei aus der Tiefe des Herzens, ohne jede Sprache, ohne jedes Gebetbuch.

Die Kabbalisten, die Mitglieder der grossen Versammlung, schrieben das Gebetbuch vor dem Ausgang ins Exil, bevor wir aus dem spirituellen Niveau gefallen sind.

Wenn du aus dem Begreifen der Geisteswelt in diese Welt fällst, dann kannst du nichts über die Spiritualität sagen. Und deshalb haben sie uns Gebete geschrieben, damit wir wenigstens auf so eine Weise darüber sprechen können.

Denn, die Verbindung bleibt bestehen, und wenn in der Verbreitung eine grosse Menge von Menschen betet, dann rufen sie die Einwirkungen der umgebenden Lichter hervor. Aber dies gilt nur für die Verbreitung und auch nur für kurze Zeit. Und es ist nicht das wahre Gebet.

Schon jetzt erreichen wir einen solchen Zustand, wo wir beginnen sollten, aus dem Punkt im Herzen zu handeln, der uns zurück zu Bina führen wird.

Aus einem Sohar-Unterricht, 18.10.2010

Das Gebet ist eine Herzensarbeit

Eine Frage, die ich erhielt: Ist ein Gebet eine Bitte um die Hilfe des Schöpfers in den schlechten Zeiten? Kann man traditionelle Gebete mit eigenen Worten aussprechen?

Meine Antwort: Als ein Gebet bezeichnet man die Arbeit im Herzen, und nicht die Worte, die der Mensch ausspricht. Ich brauche die Worte des Gebets überhaupt nicht kennen oder die Sprache nicht kennen.

Denn der Schrei des Kleinkindes ist auch ein Gebet. Es spricht keine Sprache und schreit einfach. Warum? Weil es etwas will. Das ist eben.ein Gebet.

Das Gebet ist eine Erhebung von MaN, die Offenbarung des leeren Wunsches. Der Aufstieg des Wunsches bedeutet, dass ich einen höheren Zustand im Vergleich zu meinem jetzigen Zustand erreichen möchte. Wenn ich ihn wünsche, dann ist das schon ein Gebet. Und wenn ich etwas möchte, was meine jetzige Stufe nicht übertrifft – dann wird diese Bitte nicht als Gebet angenommen, und sie steigt nicht nach oben – zum Höheren hinauf, der sich um mich sorgt. Der Höhere ist bereit, nur eine Handlung zu begehen, und zwar mir zu helfen, zu Ihm hinaufzusteigen. Er ist gerade dazu vorbestimmt, entsprechend der Reihenfolge der Stufen, die von oben nach unten herunterstiegen.

Deshalb soll das Gebet die Erhebung des МАNs -„Mej Nukvin „(die Gewässer der Nukwa) beinhalten, wenn Malchut sich wünscht, Bina gleich zu werden.

Es gibt die Stufe Bina und die Stufe Malchut. In der zweiten Beschränkung (Zimzum Bet) ist Malchut in Bina hinaufgestiegen, so dass es in Bina schon Malchut gibt.

Infolge des Zerbrechens steigt Malchut aus Bina zurück in Malchut herunter, und zwar zusammen mit zerbrochener Bina. Es ist eben der in uns vorprogrammierte spiritueller Funke (der Punkt im Herzen). Danach wünschen wir aus unserer allgemeinen Malchut, aus unserem Wunsch zu genießen und den Funken Bina, der in uns aufwachte, diesen Funken zurück in Bina zu erheben. Meine Arbeit besteht also in der Einschätzung des spirituellen Funkens im Vergleich zu Malchut. Ich vergleiche sie miteinander. Wenn der Funke höher ist, dann wünsche ich mit Bina verschmolzen zu werden, denn der Funke ist ein Teil der Bina in mir, ein Teilchen des Schöpfers von oben. Dann erhebe ich ihn aufgrund der Bestrebung zurück zur Stufe von Bina. Es heißt „die Gewässer der Nukwa“, die ich nach oben erhebe, der Teil Bina („das Wasser“), der sich in Malchut („Nukwa“) befindet. Es heißt der Schrei, das Gebet. Und was du dabei sagst ist völlig unwichtig.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 18.10.2010

Die Grundlagen der Absichten (das Haus der Tore der Absichten)

Das Buch von Baal HaSulam „Beit Schaar a-Kawanot“ (das Haus der Tore der Absichten) ist dafür vorbestimmt, um uns zum „Gebet“ – zur Bitte um die Korrektur, vorzubereiten.

Und deshalb beschreibt das Buch kein Universum, analysiert es nicht, sondern synthetisiert, verbindet die separaten Details zusammen und, zeigt das ganze Universum, in Form eines globalen Integralsystems, das in allen Details zusammengebunden ist.

Wenn der Mensch dieselben Formen sowohl vom Standpunkt des Einzelnen, als auch des Allgemeinen betrachtet, wie alles gegenseitig verbunden ist, dann sieht er von der Seite „Igulim“ (der Kreise) des Systems her, das zum endgültig korrigierten Zustand gehört, wo das Einzelne und das Allgemeine – gleich sind.

Das Einzelne kann nicht mehr oder weniger als das Allgemeine beinhalten, und das Allgemeine kann nicht mehr oder weniger aufweisen, als jeder seiner Einzelteile enthält. Es ist das Gesetz der Vollkommenheit. Und deshalb ist solches Herangehen an die Welt, in Form des globalen, Integral- und untereinander verbundenen Systems – für die Erreichung des Gebets notwendig.

Deshalb ist dieses Buch für uns so wichtig, denn es richtet uns ständig auf das allgemeine System aus, zeigt uns, dass wir nur seine kleinen Teile sind, die im Einzelnen genauso wichtig, wie das ganze System sind.

Aus dem Unterricht nach „Beit Schaar a-Kawanot“, 26.10.2010

Die Absicht auf dem Kongress

Eine Frage, die ich erhielt: Welche Absicht wird mir helfen, „das gemeinsame Gebet “ auf dem bevorstehenden Kongress zu erreichen?

Meine Antwort: Unser Kongress ist dem Öffnen der Beziehungen der Liebe zwischen uns gewidmet: „Israel – die Freunde für einander“. Das Isra-El bedeutet „direkt zum Schöpfer“. Jeder beliebige Mensch in der Welt heißt „Israel“, wenn er beabsichtigt den Schöpfer zu enthüllen.

Es ist klar, dass „Gebet Israel“ immer „das gemeinsame Gebet“ ist, und die Absicht, die Bürgschaft zu erreichen, wie es gesagt ist: „wir werden es tun und wir werden hören“, d.h. wir werden die Verbindung zwischen uns aufbauen und darin den Schöpfer offenbaren, zur Verschmelzung, zur Ähnlichkeit der Eigenschaften mit der Kraft des Gebens kommen.

Der bevorstehende Kongress, wie auch unsere ganze Tätigkeit sollen den Menschen erklären, was ihnen bevorsteht . Das Exil ist zur Ende, wir sind in das Land Israel zurückgekehrt und sollen auf die Stufe Israels, direkt zum Schöpfer hinaufsteigen.

Deshalb wird auf uns von der Natur aus ständiger Druck ausgeübt, damit wir die Verbindung untereinander enthüllen und danach das Schöpfungsziel den Völkern der Welt erklären. Es bedeutet eben „Das Licht für die Völker zu sein“ – der ganzen Menschheit zu helfen, die allgemeine Verbindung zu öffnen und gemeinsam auf die geistige Stufe hinaufzusteigen.

In der Wissenschaft der Kabbala wird erklärt, dass die Zeit der Existenz unserer Welt 6000 Jahre beträgt, seit der ersten Korrektur und bis zur endgültigen Korrektur. Heute sind wir im Jahre 5771, und in der Periode, die uns bis zum 7. Jahrtausend blieb, sind wir verpflichtet, die ganze Korrektur zu erfüllen.

Aus dem Programm „Kabbala für die Anfänger“, 11.10.2010

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Der Hauptgedanke

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann man

„das gemeinsame Gebet“ auf dem Kongress vollbringen? Welchen Gedanken und die Absicht bezüglich der Umgebung soll ich im Laufe des Kongresses festhalten?

Meine Antwort: Zum Kongress werden 7000 Menschen ankommen, eine kolossale Kraft! Wenn diese Menschen beginnen, sich zu verbinden, sowohl die Erfahrenen, als auch die Anfänger – wenn sie einfach in diesem Prozess sein wollen, dann genügt es vorerst.

Denn in der Spiritualität zählt die qualitative Kraft und nicht die quantitative. Wenn es einen Blindenführer gibt, welcher den Weg kennt, dann folgen ihm alle anderen, und er bringt sie zum Ziel.

Wir haben schon eine große und erfahrene Gruppe, die seit 15 Jahren studiert. Diese Menschen verstehen und wissen, was zu tun ist. Selbst wenn noch Tausende von Neulingen hinzukommen würden, spielt es keine Rolle, denn der Geist verbreitet sich von der Spitze der Pyramide.

Deshalb schließen sich alle an eine Richtung an und aus „vielen“ wird „Eins“: „wie ein Mensch mit einem Herz“. Aus der Erfahrung der vorigen Kongresse wissen wir, dass es auf diese Weise geschieht.

Jeder empfängt während des Kongresses verschiedene innere Eindrücke: manchmal möchte man weglaufen, manchmal zurückkommen. Diese Zustände bezeugt die Macht der inneren Arbeit, die Intensität der Korrekturen und der Klärungen, die der Mensch durchgeht.

Im Laufe dieser drei Tage erreicht man die Ergebnisse, die man nicht im Laufe des Jahres erreichen kann. Deshalb ist der Aufenthalt auf dem Kongress außerordentlich nützlich.

Jeden Tag gebe ich auf dem Kongress drei Vorlesungen, außerdem gibt es die Versammlungen der Freunde, die Seminare, die kulturellen Abende, die gemeinsame Mahle und andere Veranstaltungen.

Sie alle sind auf die Bildung einer Einheit gezielt: um den Schöpfer zu eröffnen, sollen wir uns in ein Ganzes verwandeln. Daraus wird klar, was die Regel „Liebe deinen Nächsten, wie sich selbst“ bedeutet.

Durch die Handlungen in solcher Richtung werden wir unbedingt etwas erreichen. Auch wenn die unendliche Verbindung vorerst nicht erreichbar ist, können wir ihren 125zigsten Teil, die niedrigste spirituelle Stufe erlangen.

Dann werden wir eben fühlen, dass zwischen uns das kleine Leuchten existiert, welches uns die Empfindung des Geisteslebens gibt. In dieser Empfindung leben wir über unserem Körper, nehmen das andere Gebiet, die andere Dimension im Vergleich zu unseren körperlichen Sinnesorganen wahr.

Das alles wird durch die Verbindung zwischen uns, durch das gemeinsame Gebet erreicht. „Das Gebet“ bedeutet, dass ich um die Fähigkeiten bitte, vielen Menschen geben zu können, um dadurch – den Schöpfer zu enthüllen.

Die Frage: In welchem Moment des Kongresses kann man solche Empfindung erwarten?

Meine Antwort: Es hängt von der Kongressvorbereitung ab. Wenn wir uns richtig vorbereiten werden – dann werden wir das Material und die Themen der Vorlesungen kennen, die Lieder mitsingen können, an der Zusammenstellung der Fragen teilnehmen, diese dann beantworten – dann wird uns nichts daran hindern, am Ende des ersten Tages die gegenseitige Verbindung und die höhere Kraft zu fühlen, die uns verbindet.

Aus dem Programm „Kabbala für die Anfänger“, 11.10.2010

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In der Gewalt des Mangels

Eine Frage, die ich erhielt: Es gibt ein bekanntes Gebet „Ich danke dir dafür, dass du mich nicht als Frau erschaffen hast“.

Warum heißt es nicht „Ich danke dir dafür, dass du mich nicht als Mann erschaffen hast“, empören sich zu Recht die Frauen.

Meine Antwort: Die Rede ist von der Kraft der Überwindung. Wenn der Mensch sein egoistisches Verlangen überwindet, preist er den Schöpfer dafür, dass Er ihm die Kraft der Überwindung geschenkt hat. Wir alle, sowohl Männer als auch Frauen, befinden uns unter dem Einfluss des weiblichen Teils, in der Gewalt des Mangels.

Frau bedeutet „Nekew“, „Nekewa“, „Nukwa“, d.h. Leere, Bedürfnis, ein Ort des Mangels. Die Männer erleben kein geringeres Mangelgefühl als Frauen und ein noch größeres Leeregefühl.

Deshalb, wenn wir von der spirituellen Korrektur sprechen, dankt jeder von uns, der sein egoistisches Verlangen überwinden kann, ob Mann oder Frau, dass er dieser Analyse und dieser Korrektur würdig geworden ist und sich über seinen Egoismus erheben, sich mit den anderen verbinden und die Verschmelzung und die Enthüllung des Schöpfers erreichen kann.

Wir kommen zu solchen Korrekturen, in denen Männer und Frauen die gleichen Etappen durchlaufen. Frauen, die mit uns zusammen den spirituellen Weg gehen, durchlaufen die gleichen Prozesse, verstehen uns sehr gut, studieren das gleiche Material, nehmen es auf und setzen es um.

Aus dem Programm „Kabbala für Anfänger“ vom 14.10.2010

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Warum nehme ich die spirituelle Welt im Moment nicht wahr?

Ein Gebot erfüllen kann man nur, wenn man zuerst gehasst und sich dann korrigiert hat, mit Hilfe des Lichts, das zur Quelle zurückführt, welches man nur durch das Kabbala-Studium in der Gruppe, in einer richtigen Umgebung, durch die Erlangung der Bürgschaft anziehen kann.

Erst dann gilt es, dass ich ein Gebot und vielleicht sogar nicht nur eins, sondern überhaupt alle erfüllt und meine persönliche Endkorrektur erreicht habe.

Doch dafür muss man bestimmte Bedingungen erfüllen: in Richtung Verbindung, in einer richtigen Umgebung handeln, sich von der Umgebung begeistern lassen und nicht das tun, wonach es einem selbst ist.

Ich suche jedes Mal eine bessere Umgebung aus, die mir ihre Werte suggeriert, und setze sie wie meine eigenen um. D.h., ich annulliere mich vor ihrer Meinung und will mich in sie – in jenes System von spirituellen Prinzipien, denen sie folgen, und nicht einfach nur in die Menschen – einfügen.

Und dann werden wir alle in einer gemeinsamen Richtung handeln und ein gemeinsames Prinzip umsetzen – genau das wird auch unser Gebet (MA“N) sein, worauf wir ein MA“D, das korrigierende Licht, erhalten und Kontakt mit der Spiritualität herstellen.

Das wird ein Kontakt aus unserer gemeinsamen Verbindung heraus sein, und jeder für sich alleine kann keine Spiritualität besitzen. Die Spiritualität wird nur innerhalb der Verbindung, des Schöpfers – der Kraft, welche die Seelen verbindet – wahrgenommen.

Deshalb kann ich nicht etwas eigenes Spirituelles von der Gruppe bekommen, sie zurücklassen und mit meinem eigenen „Stück“ Spiritualität nach Hause gehen.

Ich bleibe ständig innerhalb dieser gemeinsamen Verbindung und bringe mich nur immer mehr in sie ein. Genau dort enthülle ich die spirituelle Welt.

Und wenn ich für einen Augenblick nur an mich selbst denke, mich von den anderen trenne, kehre ich wieder nur zur Wahrnehmung dieser Welt, wie ich sie auch jetzt wahrnehme, zurück.

Warum spüre ich im Moment nichts anderes? – Weil ich keine Verbindung mit den anderen habe. Sobald ich sie erlange, nehme ich die Spiritualität wahr, und wenn ich abschalte, nehme ich das Materielle wahr.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Lehre der Kabbala und deren Wesen“ vom 17.10.2010

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Die Kunst, blitzschnell neu zu starten

„Und Hiskija drehte sein Gesicht zur Wand“.

Vor allem muss man sich auf die Korrektur des gemeinsamen Kli ausrichten, dann wird sich alles andere ebenfalls regeln.

Jeden Tag wird die Schechina aufs Neue jungfräulich, und wir müssen sie wieder zu einem Gefäß formen. Darüber steht im Traktat „Sanhedrin“ geschrieben: „Eine Frau geht nur mit demjenigen einen Bund ein, der ein Gefäß gebaut hat“.

Jeden Tag stehen wir auf und sind der Verbindung mit dem Geben, der Gruppe, der Schechina, des Schöpfers erneut beraubt. Das ist natürlich und richtig – auf diese Weise beginnen wir immer und immer wieder, die Gefäße zu enthüllen, deshalb beginnt jeder neue Tag für uns mit einem unbeschriebenen Blatt.

Wir müssen fortschreiten, indem wir den Glauben über den Verstand erheben und niemals erwarten, dass die Eigenschaft des Gebens plötzlich von alleine wichtig für uns wird. Natürlich verliert sie an Wert, und das ist auch gut so.

Ich muss dazu bereit sein und mich darauf freuen – mich freuen, dass ich nicht vergessen habe und dass ich Kraft habe. Denn das ist ein Anzeichen für den Einfluss der Gruppe, die mir sofort die Fähigkeit verleiht, auf meinen Zustand richtig zu reagieren.

Für mich ist das Empfangen wichtig, ich verstehe jedoch, dass das Geben wichtig sein muss, also muss ich mich über das Wissen erheben, um das Geben höher zu stellen. Nach der Kraft für diese Erhebung über die egoistische Berechnung suche ich nicht in mir, sondern in den äußeren Mitteln.

Man darf nicht darauf warten, dass der Egoismus die Wichtigkeit des Gebens erkennt, das wird niemals geschehen. Jeden Tag, jeden Augenblick kann der Mensch das Gebet, das er an die „Wand“, d.h. an die Schechina, an die Gruppe richtet, erneuern und dadurch vorwärts schreiten.

Wenn der Mensch sich prüft und seinen Zustand nicht nach den Empfindungen im egoistischen Verlangen, sondern nach der unermüdlichen Suche nach dem richtigen Kurs bewertet, wird seine Freude zielgerichtet sein und ihm beim Vorankommen helfen.

Alles hängt davon ab, wie schnell der Mensch jeden Augenblick zum richtigen Gebet erwacht. Und das hängt wiederum alleine davon ab, wie er die Umgebung aufgebaut hat.

Wenn die Gruppe ihm bei jedem Abstieg Kraft spendet, dann sieht er die Geschehnisse adäquat. In seinem Inneren kocht das egoistische Verlangen, doch von außen wirken die umgebenden Lichter, die von der Gruppe kommen, auf ihn ein.

Infolge dessen sieht der Mensch immer die Wichtigkeit des Ziels und erhebt das richtige Gebet.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 13.10.2010

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Die Absicht ohne Absicht

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn die innere Verbindung das Wichtigste ist, warum muss man dann mit dem physischem Kontakt beginnen, worin der sich nähernde Kongress helfen kann?

Meine Antwort: Was kann man machen, wenn es noch keine richtige Absicht gibt? Die Handlungen bis dahin ohne Absicht erfüllen!

Und du wirst wie das Kind sein, das hin und her läuft. Seine Handlungen sind unseren Handlungen ohne Absicht ähnlich, aber allmählich wird das Kind klüger und ergänzt die Handlungen mit den Absichten, das heißt mit dem Sinn.

Das Gleiche gilt für unsere Handlungen, und für den Kongress – tue alles, was in deinen Kräften ist! Wenn du nichts tust, ist es schlecht.

Du kannst an die Handlung keine Absicht verbinden? Aber wenn du vor jeder Handlung erkennst, dass du nicht fähig bist, an sie die Absicht zu verbinden, dann wird es deine Absicht sein! Es wird somit schon ein Gebet.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Liebe zum Schöpfer und zu den Geschöpfen“, 10.10.2010

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