Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gebet'

Welches Gebet hört der Schöpfer?

Eine Frage, die ich erhielt: Rabasch schreibt in seinem Artikel, dass der Schöpfer „Gebet jedes Mundes“ erhört. Und Sie sagen, dass Gebet innerlich sein soll. Welches Gebet hört der Schöpfer denn?

Meine Antwort: Das Gebet ist ein Wunsch, das den Schöpfer tatsächlich erreicht. In der Welt existieren nur zwei Kräfte: des Erhaltens (die Anziehungskraft) und des Gebens (die Kraft des Widerstandes), sowie das Gesetz der Ähnlichkeit/Gleichheit: im Maß der Ähnlichkeit mit der Kraft nähern sich (die Objekte) an einander an und umgekehrt, im Maß des Unterschiedes, stoßen sie sich ab.

Da der Schöpfer der absolute Wunsch des Gebens ist, so „erwartet“ Er von uns die Ähnlichkeit: der Wunsch des Erhaltens soll sich verändern, um dem Schöpfer gleich zu werden, um geben zu lernen. Deshalb hat Er in den Wunsch zu bekommen, in die Natur der Schöpfung, den Funken von sich, „den Punkt im Herzen“ untergebracht den Anfang der Eigenschaft des Gebens. Und wir sollen ihn weiter entwickeln.

Der Schöpfer hört nur dieser Bitte zu. Alle anderen Bitten erreichen den Schöpfer nicht. Der Schöpfer erhört das Gebet von jedem, der um die Kraft des Gebens bittet.

Denn der Schöpfer ist das Gesetz des Gebens, deshalb reagiert Er nur auf unsere Bitten, die unseren Wunsch zum Geben betreffen, und wenn wir nicht darum bitten, dann schickt Er uns noch größeren Leiden zu, damit wir endlich verstehen, worum wir zu bitten haben.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 17.09.2010

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Das Gebet, welches vor dem Gebet kommt

Beklage dich nicht beim Schöpfer, wenn dein geistiger Aufstieg sehr langsam und unsichtbar erfolgt!

Wir müssen vor allem den Wunsch enthüllen! Ohne ihn können wir keine Veränderung unserer Zustände empfinden. Wenn ich die Geisteswelt noch nicht empfinde, dann möchte ich sie noch nicht! Sie befindet sich hier, neben mir, aber ich spüre kein Verlangen nach ihr, und deshalb kann ich sie weder sehen noch enthüllen.

Es gibt keine Geschenke von oben, und nur von mir, von meinem Wunsch hängt es ab, wann ich die Geisteswelt offenbaren werde. Kaum wächst mein Wunsch und erreicht das Niveau der nächsten Höheren Welt, offenbare ich sie sofort. Aber wenn ich kein Bedürfnis nach ihr habe – wie kann ich sie dann enthüllen?

Alles liegt in der Hand des Menschen, und unsere Aufgabe besteht darin, einander zu beeinflussen, um den richtigen Wunsch zu erkennen.

Es ist schon möglich, dass wir schreien und einen brennenden Wunsch haben – aber nicht gerade dazu, wozu er notwendig ist! – Weder mengenmäßig, noch qualitativ. Wir brauchen einen deutlichen, klaren Wunsch . Und das Wichtigste hier ist die Qualität des Wunsches: was ich gerade will, und nicht wie sehr.Im Geistigen zählt nicht die Quantität,sondern die Qualität. Wir bezeichnen die Qualität des geistigen Wunsches als eine Kraft.

Die Kraft des Wunsches im Geistigen zeigt sich klar in seiner Deutlichkeit, Berechenbarkeit, Richtung. Hier wird die unaufhörliche Sorge um die genaue Richtung des Wunsches gefordert. Wenn man also fragen würde, was Spiritualität ist, und was man damit erreichen möchte, dann wird man von jedem seine eigene, persönliche Antwort bekommen.

Und man kann sie nur dann klären, wenn man in der Gruppe und mit Hilfe des Lichtes arbeitet, das wir gemeinsam während des Studiums heranziehen, und wir wissen dabei, dass wir keinen richtigen Wunsch zum Geben, zum Glauben haben.

Deshalb wollen wir, dass das Licht zu uns kommt und Erklärungen gibt, uns die Beispiele zeigt, in uns den Wunsch schafft! – Eben diese Bitte heißt das Gebet, das vor dem eigentlichen Gebet kommt. Man bringt also den Menschen in eine Gruppe, und alles weitere hängt alleine von ihm ab.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 11.08.2010

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Wir haben für einander gebürgt!

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann man den Freunden helfen, die sich im Absturz befinden, und einander unterstützen?

Meine Antwort: Vor allem innerlich unterstützen – mithilfe des Gebetes, der Bitte, den gemeinsamen Gedanken.

Denn wir „haben“ zwischen uns „den Vertrag über das Bündnis“, über die gegenseitige Bürgschaft, die gegenseitige Hilfe auf dem geistigen Wege unterschrieben! Wir sollen dafür sorgen, dass jeder 100 %ig daran teilnimmt. Und es hängt nur von der Unterstützung der Gruppe ab. Ich darf nicht den Freund damit beschuldigen, dass er keine Anstrengungen in der Zielerreichung macht, sondern mich selbst seiner Schwäche beschuldigen, dass ich ihn dazu nicht erwecken kann! Denn er ist vollständig von mir abhängig!

Die gegenseitige Unterstützung funktioniert nur dann, wenn der einzelne keine Kraft hat, aber alle können jedem Einzelnen die 100 %ige Kraft geben, die als die Bürgschaft bezeichnet wird. Wenn ich den Vertrag unterschrieben habe, dann wird dadurch der geistige Aufstieg allen Gruppenmitglieder garantiert, dass sie das Ziel erreichen! Ich garantiere, wie der Bürge in der Bank, dass mein Freund die Kraft des Wunsches haben wird, sich zum Ziel hin zu bewegen.

Wenn ich jetzt unterschrieben habe, dann hängt alles weiter von mir ab! Und wenn er fällt, dann soll ich verstehen, dass er in meinen Augen fällt, um mir die Arbeit zu ermöglichen, ihn zu erwecken. Ich belebe ihn, und belebe somit den Teil meiner Seele.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 06.09.2010

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Das Haus für den Schöpfer

Man muss verstehen: dass alles, was wir in Sohar lesen, innerhalb unserer Vereinigung geschieht.

Die Verbindung zwischen uns schafft (gebärt) „den Raum“, eine neue Dimension, in welcher der Schöpfer offenbart wird. Denn andernfalls existiert dieser Raum gar nicht.

Aber wenn jeder von uns sich bemüht, mit seinem Punkt im Herzen die Verbindung zu den anderen aufzubauen, dann schaffen unsere allgemeinen Bemühungen diesen Raum, das Netz der Verbindung zwischen uns – das für die Enthüllung der Eigenschaft des Gebens, des Schöpfers entscheidend ist. Man kann diesen Raum als die Gruppe bezeichnen.

Die Menschen fragen immer: „Wo befindet sich die Spiritualität – oben, unten, seitlich?“. Wie es in einem Gebet gesagt ist: „Wo liegt der Ort Seiner Größe?“ – Er befindet sich nirgends, er hat keine Stelle.

Du sollst diesen Ort innerhalb der Beziehung mit den anderen schaffen. Zusammen bildet ihr den geistigen Raum und darin offenbart Ihr den Schöpfer.

Und der Schöpfer heißt diese „Stelle“, weil wir Ihn nur an einer „Stelle“ empfinden, die wir für Ihn schaffen. Der Schöpfer existiert außerhalb jedes Raumes. Man sollte ihn selbst bilden, den gemeinsamen korrigierten Wunsch, die dem Schöpfer ähnliche Eigenschaft des Gebens, und dann wird darin der Schöpfer enthüllt. Er kann nur auf diese Weise – in der Ähnlichkeit der Eigenschaften, an einer passenden Stelle – in der Eigenschaft des Gebens offenbart werden. Es gibt keine andere Möglichkeit.

Diese Stelle ist der Tempel, das Haus des Schöpfers, des Wunsches Malchut, die sich die Eigenschaften Bina aneignete. Und deshalb heißt er Bejt Amikdasch – das Haus der Heiligkeit. Маlchut ist dabei – das Haus, und die Heiligkeit – die Eigenschaft des Gebens, Bina.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 08.09.2010

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Ich wünsche euch eine gute Aufzeichnung im Buch des Lebens!

Klipat Noga“ ist ein Zustand – der zur Hälfte das Gute, zur Hälfte das Böse darstellt, er ist sehr feinfühlig und anstrengend.

Als ob der Mensch am Rande der Vollziehung eines großen Verbrechens, oder im Gegenteil, einer sehr guten Tat stehen würde, wenn er nur die Hilfe bekommen würde.

Aber er ist sich nicht sicher, und kann sich weder für das eine, noch für das andere entscheiden, als ob er sich spalten würde, und nicht in der Lage wäre, die endgültige Auswahl zu treffen, weil er nicht weiß, auf welche Waagenschale dieses letzte, entscheidende Gramm zu legen wäre.

Einerseits, ist er nicht in der Lage, auf sein Ego, auf den riesigen Wunsches zu genießen, auf seinen ganzen egoistischen „Besitz“ zu verzichten. Und andererseits, ist ihm klar, dass er ohne Hilfe von oben nicht befreit werden kann, was folglich seinen Eintritt in die Geisteswelt verhindern wird.

So steht er in der Mitte des Eingangs, und weiß nicht, für welche Richtung er sich entscheiden soll, wie der Ritter auf dem Kreuzweg. Das ist der Zustand, in welchem man die Wahl treffen muss.

Und hier kann nur die Gruppe, nur das höhere Licht helfen, sich zu entscheiden, sich in die Hände des Höheren zu übergeben – um folglich zum Geben mittels Glauben über dem Verstand überzugehen.

Und das Gebet hier richtet sich nicht auf die Hilfe, weil es bedeuten würde, dass der Mensch die Entscheidung schon getroffen hat. Das Gebet betrifft gerade den Zustand, in dem er nicht fähig ist, zu wählen.

Dieser Zustand ist der Anfang des Jahres, der Anfang der neuen Veränderung. Und einerseits, empfinden wir uns als Sünder, und andererseitslich sind wir nicht in der Lage, auf diese egoistischen Eigenschaften und die Zustände zu verzichten.

Wir können uns nicht vorstellen, wie wir ohne Eigennutz leben können, den Schritt zu machen, um darüber hinaufzusteigen!

Nur das höhere Licht, das zu uns in solchem Zustand kommt, hilft uns auszuwählen und hebt uns zum Glauben über dem Verstand hinauf (dem Geben über dem Empfangen).

Dann fängt für uns das Neue Jahr an, und es heißt „die gute Aufzeichnung im Buch des Lebens“.

Das höhere Licht, der Schöpfer gibt uns seine Unterschrift im Buch des Lebens und garantiert dem Menschen, dass er von nun an, auf dem guten Wege vorankommen wird. Und dafür tue alles, was nur in deinen Kräften ist, damit du in diese Auswahl mithineinkommst.

Das neue Jahr – Rosch HaSchana – bedeutet in der genauen Übersetzung „der Anfang der Veränderungen“, „Das neue Kapitel“, und diese Veränderungen sollen häufiger und immer zum Besten sein, sich dem Schöpfer „an den Guten, der das Gute schafft“ auszurichten.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabasch, 08.09.2010

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Das Persönliche und das Allgemeine

Eine Frage, die ich erhielt: Wie vereinigen sich „die persönliche höhere Lenkung“ und das persönliche Gebet des Menschen – mit den existierenden allgemeinen geistigen Gesetzen, an die sich jeder halten soll?
Meine Antwort: Du wirst es niemals verstehen können, wenn du dich vom allgemeinen System abtrennst. Denn das Persönliche ist eine Art der Verbindung mit dem System der Seelen, die von deinem Zustand ausgeht, und das Allgemeine ist der grundlegende Zustand der Gruppe. Niemals wird der Mensch etwas für sich selbst bekommen. Denn er verfügt über keinen Behälter, wohin man das Geistige bekommen kann.
Diese persönliche geistige Kapazität des Menschen befindet sich in den Wünschen anderer Menschen, die er mit Hilfe des höheren Lichtes an sich verbinden kann, wie die Mutter von den Wünschen ihres Kindes lebt.
Und außer „den fremden“ Wünschen, hat jeder von uns nur einen „Punkt“ – die individuelle Wurzel. Was kann man mit dem Punkt machen? Man kann ihn nur mit allen übrigen Teilen seiner Seele – mit den „fremden“ Wünschen verbinden.
Es heißt eben „die persönliche Lenkung“ – wie man sich also mit dem ganzen allgemeinen Kli verbinden kann. Den Begriff „Ich persönlich“ (der Punkt) – gibt es in der Realität nicht!
Der Mensch nimmt sich nur bezüglich der Umgebung wahr – entweder egoistisch (unsere Welt) oder altruistisch (die höhere Welt), und ohne Umgebung kann er sich nicht empfinden.
Deshalb, erfolgt unsere ganze Entwicklung – nur bezüglich der Umgebung, und die ganze Freiheit des Willens liegt nur in der Auswahl der besten Umgebung. Meine Umgebung von heute – bildet mein Ich von morgen!

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabasch, 05.09.2010

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Der Hauptzeuge

Es gibt zwei Zustände auf dem Weg zum spirituellen Ziel.

Der erste Zustand ist, wenn es die Empfindung, die Kraft, die Unterstützung der Gruppe, des Schöpfers gibt. Das Gefühl der Wichtigkeit der Eigenschaft des Gebens treibt zur Annäherung an diese, an den Schöpfer an.

Es gibt die Empfindung und das Verlangen, der Schöpfer zeigt, dass es sich für das spirituelle Ziel zu arbeiten lohnt. Denn man fühlt, dass es eine Belohnung gibt, d.h., man hängt nicht vom Glauben, der Eigenschaft des Gebens in sich, ab. Die Empfindung lässt die Liebe zu den Freunden und dem Schöpfer entstehen.

In einem solchen Zustand geht man ein Bündnis der Liebe zu den Freunden und dem Schöpfer für die Zukunft, für immer, ein. Mit wem geht man das Bündnis ein?

Mit dem Schöpfer geht das nicht, denn wenn ich mich von Ihm entferne, werde ich Seine Nähe nicht spüren, Er wird mich nicht verpflichten können.

Aus diesem Grund muss man das Bündnis mit demjenigen eingehen, der auch während des Abstieges zu spüren ist – mit der Gruppe. Durch sie gehen wir das Bündnis mit dem Schöpfer ein, uns immer im Geben an den Schöpfer und an die Gruppe fortzubewegen. Die Gruppe ist ein Garant für das Bündnis.

Das Eingehen des Bündnisses bedeutet, dass die ganze Gruppe sich verpflichtet, sich um die gegenseitige Unterstützung zu kümmern, ständig in der Absicht zu geben zu sein. In dem Maße ihrer Verbindung bekommen sie die Unterstützung des Schöpfers.

Der zweite Zustand tritt ein, wenn eine Zeitlang später der Zustand der Begeisterung und der Verbindung durch die Antriebslosigkeit, das Fehlen der Wichtigkeit des Ziels, des Schöpfers, der Belohnung für das gute Verhalten den Freunden und dem Schöpfer gegenüber abgelöst wird. Und der Mensch kann nicht an Liebe, Verbindung, Geben denken.

1) Wenn er keine Unterstützung von der Gruppe erhält, steigt er ab und denkt, dass der Schöpfer unwichtig ist, dass es keine Erfüllung und keine Belohnung gibt, und kann sogar ganz den Weg verlassen.

2) Wenn er die Verbindung mit der Gruppe erweckt und anzieht, kann er nicht alles hinschmeißen und erinnert sich an das eingegangene Bündnis. Denn während eines Abstiegs verschwindet die Wichtigkeit des Ziels, weil die Belohnung verschwunden ist – und hier müssen die Bürgschaft, das Bündnis, die Verbindung mit der Gruppe helfen.

Auf diese Weise kehrt er wieder zum Bündnis – zu dem gleichen Verhältnis des Gebens, der Liebe und der Verbindung – zurück und erinnert sich, dass man mit dem Glauben über dem Verstand, über dem momentanen Fehlen der Empfindung, gehen soll, und zwar so, als ob es diese Empfindung gäbe und noch größer geworden wäre!

Somit will er zum „Glauben über dem Verstand“ (zum Geben über der Belohnung) gelangen und versteht, dass er die Kräfte dafür vom Schöpfer erhalten kann. Und das bringt ihn zum Gebet.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 05.09.2010

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Welche Bitte hört der Schöpfer?

Hören Sie nicht auf, zu bitten!

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ich fühle, dass meine Bitte egoistisch ist, soll ich sie dann einstellen?

Meine Antwort: Es ist schlecht, aufhören zu bitten. Es würde bedeuten, dass du in den tierischen Zustand zurückkehrst – denn ein Tier kann nicht beten.

Somit spricht das wahre Gebet die eigene Korrektur an, es sind nicht die Tränen oder die gelesenen Wörter. Das Gebet ist eine Bitte über die Erreichung des reinen, uneigennützigen Gebens.

Wie kannst du darum bitten? Es wird nur noch eine größere Selbstsucht sein. Es erweist sich, dass das Gebet nur dann angemessen ist, wenn du nicht für dich selbst bittest.

Wenn die Bitte dich selbst betrifft – wo ist dann hier die Geisteskraft, wir wenden uns an den Schöpfer, damit Er die Forderung unserer Selbstsucht bewilligt?

Das Gebet zum Schöpfer kann nur über die Kraft des Gebens sein – alles fängt damit an. Aber weiterhin muss man klären, warum du das Geben willst, wofür du es brauchst.

Ich soll klären, ob ich vielleicht das Geben nur mit der Absicht möchte, noch mehr für meine Selbstsucht zu bekommen.

Alle 125 Stufen der Erhöhung sind Stufen der Klärung dieses Gebets. Zu mir kommt das Licht AB-SaG, das für die Klärung aller Einzelheiten meines Wunsches sorgt. In jedem Zustand, auf jeder Stufe, kläre ich immer mehr.

Und deshalb verstehe ich die Notwendigkeit der mich umgebenden Welt, der Freunde und der Feinde, der Dummen und Weisen, der Schwächlingen und der Helden, die das höhere Ziel anstreben. Ich brauche sie alle, denn meine Beziehung mit ihnen, richtet mich zum Schöpfer aus!

Wenn das Gebet eine uneigennützige Bitte ist, ohne jedes eigene Interesse und den Vorteil, wie kann ich sie anders klären? Nur in der Gesellschaft und für die Gesellschaft bittend. Auch dann verstehe ich, warum der Schöpfer mich und die ganze mich umgebende Welt geschaffen hat.

Die ganze Wirklichkeit ist nur für dieses Ziel geschaffen – damit wir uns an den Schöpfer richtig wenden und – die wahrhafte Eigenschaft des Gebens, die Natur des Schöpfers bekommen, die unsere egoistische Natur ersetzen wird.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 28.07.2010

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Die Welt, die mit unseren Gebeten aufgebaut ist

Die Menschen denken, dass das Gebet etwas mit Religion oder mit religiösen Menschen zu tun hat und deshalb dem gewöhnlichen Menschen fremd ist.

Aber es ist nicht so! Denn alle unsere äusserlichen Gewänder (Mehrzahl von Gewand)?, die physischen Körper, die Gegenstände, die uns in dieser Welt umgeben – sie alle sind die Erscheinungsformen des Wunsches. Es gibt nichts außer dem Wunsch, der für sich all diese Gewänder schafft.

Und deshalb bestimmen wir mit unseren Wünschen unbewusst das ganze Leben: in welchen Zustand wir im nächsten Augenblick geraten, wie wir diese Wirklichkeit empfinden werden!

Ob wir es wollen oder nicht, aber wir beten ständig – das heißt, wir bitten um die Erfüllung ? unseres Wunsches. Wir machen das ganz unbewusst, es ist nicht erforderlich, absichtlich zu beten.

Der Wunsch bildet unser ganzes inneres Wesen und unsere Empfindung, dass uns an etwas fehlt – heißt Gebet.

Jeden Augenblick wollen wir etwas und wirken dadurch auf die Realität ein, in der es nichts außer dem Wunsch und der Kraft des Wunsches gibt.

Jede Sekunde will ich etwas und bete darum. Unsere Wünsche verbinden sich miteinander und verwalten das ganze Universum, wodurch die neuen Bilder, die neuen Zustände bewirkt werden.

Wir bauen diese Welt mit unseren Gebeten auf! Alles, was wir brauchen – ist die Veränderung unserer Bitten, ungeachtet der Unlust des Herzen! Dann werden wir die neue Welt enthüllen, denn die ganze Welt ist eine Empfindung innerhalb meines Wunsches.

Die Wissenschaft der Kabbala stammt vom Wort „Kabala“ – das Erhalten, weil sie darüber spricht, was du im folgenden Augenblick bekommen wirst.

Nur du bestimmst, wie die Zukunft sein wird, was du darin bekommen und fühlen wirst. Ob du die Vision der Welt verändern kannst, indem du den Wunsch ausrichtest (was eben als das Gebet bezeichnet wird).

Wenn du das Gebet verändern wirst und anstelle des Verlangens, das du jetzt hast – nur das notwendige wünschen wirst, dann werden dadurch das ganze Weltbild und die Realität geändert sein.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 12.07.2010