Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Geben'

Es geht allein um die Anerkennung der Gesellschaft


Eine Frage, die ich erhielt: Können Sie einem Menschen logisch erklären, bevor ihn die Schläge treffen, dass die Gleichheit, welche gefährlich und bedrohlich erscheinen könnte, eigentlich gar nicht so schlecht ist? Vielleicht zieht man sogar einen Nutzen daraus?

Meine Antwort: Jeder möchte größer als der andere sein, ihn kontrollieren und ausnutzen. Wenn man gleich wie der Rest der Welt wird, würde man nichts mehr haben, womit man sein Verlangen füllen könnte.

Gleichheit bedeutet nicht, eine perfekte menschliche Gesellschaft zu erschaffen, sondern ihr Zweck ist, sich an die höchste Kraft der Natur, den Schöpfer anzuheften und mit dem Gefühl des Gebens erfüllt zu sein. Ein Mensch muss erkennen, dass das Geben ihn erfüllt. Wenn die Menschen einander auf diese Weise behandeln, werden sie sehen, dass, auch wenn sie egoistisch geben, es ihnen Freude macht. Jeder fühlt, dass er groß, machtvoll und gebend ist – mehr als jeder andere. Klarerweise ist das ein egoistisches Empfinden. Warum vollbringen die Menschen überhaupt erst gute Taten? Weil sich darin ein Wert verbirgt: Anerkennung und Ehrung seitens der Gesellschaft.

Was nützen dir beispielsweise eine Million Dollar? Was wird morgen mit dieser Summe passieren? Denk doch mal an die positive Einstellung, die du erhalten würdest, wenn diese zugunsten anderer verwendet werden würden? Deine Familie, deine Kinder, jedermann um dich herum würde dich loben und respektieren. Das ist doch bereits etwas wert. Wenn sich die gesellschaftliche Meinung dementsprechend ändert, werden die Menschen solche Werte über alles schätzen, denn die Gesellschaft bestimmt ihr Verhalten durch ihre Werte.

Heutzutage verlangt die Gesellschaft von uns, Geld und seine Menge zu schätzen. Einer hat eine Million Dollar auf dem Konto und der andere hat zehn Millionen! Man hält den letzteren für gesünder, klüger und hübscher als den Rest. Wenn jemand eine Milliarde hat, ist er einfach ein Engel! Nicht mehr ein Mensch aus Fleisch und Blut, sondern etwas Unvorstellbares! So ist die menschliche Natur. Man kann einen Menschen hassen, aber gleichzeitig auch ehren, respektieren und danach streben, ihm nahe zu stehen – es hängt alles von der Anerkennung der Gesellschaft ab.

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Die eine wahre Wissenschaft, die sich der Welt enthüllen kann


Eine Frage, die ich erhielt: Was ist der Grund für die Vielzahl von Vermutungen im Hinblick auf die Wissenschaft der Kabbala?

Meine Antwort: Baal HaSulam erläutert dies in vielen seiner Texte. Da die Wissenschaft der Kabbala für lange Zeit vor dem Menschen verhüllt war, hat die Menschheit versucht, Erklärungen für diese verborgene Weisheit zu finden. Da sie verborgen war, dachte man, dass eine böse Kraft dahinter stecken würde, die man nicht in die Tat umsetzen durfte, denn sollte sie einem schlechten Menschen enthüllt werden, wäre dieser in der Lage, anderen damit Schaden zuzufügen, wie zum Beispiel der Fluch „Pulsa de Nura“ oder Ähnliches.

Es ist überaus dumm, solche Dinge in unserer Zeit zu glauben! Aber bis heute gibt es Menschen, die glauben, dass es möglich ist, der ganzen Welt durch solche Dinge Schaden zufügen zu können und dass dies alles aus der Kabbala stammt.

Außerdem waren die Kabbalisten selbst entschlossen, eine Distanz zwischen den Menschen und der Wissenschaft der Kabbala zu schaffen, um ihnen dadurch eine Möglichkeit zu geben, ihre außerordentliche Ignoranz zu erkennen. Sie gaben den Menschen die Gelegenheit, dadurch die eigene innere Verwirrung zu erkennen, sowie ihre Grenzen zu entdecken, um für die Wahrheit zu reifen, durch persönliche Erfahrungen, rationales Denken und einen gesunden Menschenverstand. Im Wesentlichen ist in der gesamten Geschichte die Menschheit immer um Wahrheit bemüht gewesen, welche sich aber dennoch nie offenbarte.

Nach all dem wissen wir nun, dass sich auch unsere Wissenschaften nur durch Hilfe unserer Vorstellungskraft entwickelt haben. Ein Wissenschaftler überlegt sich eine Theorie, beginnt seine Annahmen zu überprüfen und macht somit eine Entdeckung. Dies ist ein „forschen um eine Hypothese zu bestätigen“ – also Forschung durch die Vorstellungskraft.
Nur die Wissenschaft der Kabbala entwickelte sich nicht auf diese Art, da es unmöglich ist, sich von der materiellen Welt aus Zusammenhänge der spirituellen Welt vorzustellen.

Daher kommt ein Mensch nach sämtlichen Vermutungen zu dieser einen Wissenschaft, die nichts Unwirkliches beinhaltet, sondern sich nur durch die direkte Erfahrung erfassen lässt und nicht durch Theorien oder Hypothesen.

Ein weiterer erstaunlicher Aspekt der Kabbala ist die Tatsache, dass sie innerhalb der neuen Eigenschaften einer Person eine neue Welt enthüllt – die Eigenschaft des Gebens.
Kabbalisten waren daran interessiert, dass die Menschen in der Wissenschaft der Kabbala alles mögliche sahen, nur nicht das, was sie war, um durch diese Verwirrungen und Ausgrenzungen klären zu können, was sie im eigentlichen Sinne ist und dazu zu gelangen, sie zu enthüllen, wenn die Welt dazu bereit sein würde, was heute der Fall ist.

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Wie die Welt auf die Enthüllung des Schöpfers vorbereitet wird

Die Kabbala ist die Methode, um dem Menschen den Schöpfer zu enthüllen (siehe den Artikel von Baal HaSulam „Die Essenz der Weisheit der Kabbala„).

Ungeachtet der Tatsache, dass die Wissenschaft der Kabbala im Laufe der Jahrtausende vor den Menschen verborgen war, bereitete sie die Menschheit darauf vor, sie als notwendige Methode zur allgemeinen Erlangung einer vollkommenen Existenz zu empfangen, indem sie sich in den Wissenschaften und den gesellschaftlichen Beziehungen auf eine gegenteilige, egoistische Weise manifestierte.

Ein Mensch muss jedoch seinen natürlichen Wünschen und angeborenen Denkmustern entsprechend, zunächst eine unabhängige Entwicklung in die falsche Richtung durchlaufen. Und eben genau dadurch, dass der Mensch alle Phasen einer technologischen, wissenschaftlichen, religiösen und sozialen Entwicklung durchläuft und von ihnen enttäuscht wird, erwirbt er die Fähigkeit die Höhere Weisheit und den Höheren Geist zu verstehen (diese sind höher als das, was ihm von Natur aus zur Verfügung steht). Dadurch, dass er alle Methoden ausprobiert und erfahren hat, wie begrenzt und ungeeignet diese zur Verbesserung der Welt sind, gelangt der Mensch an den Punkt, wo er sie von sich weist und die Kabbala als die einzig wahre Methode seiner Entwicklung wählt.

Die Entwicklung verläuft deshalb auf eine solche Weise, weil der Schöpfer vor dem Menschen verborgen ist. Dies soll ihm eine Möglichkeit geben, die Wahrheit durch eigenständige Entwicklung zu erfahren. In derselben Weise, wie der Schöpfer in unserer Umgebung verborgen ist, liegt die Kabbala, die Methode, Ihn zu erfahren, in den weltlichen Wissenschaften verborgen.

Ähnlich der Entwicklung der Wissenschaften, die zur Enthüllung der Wissenschaft der Kabbala führen, die in ihnen verborgen liegt, führt die menschliche Entwicklung in unserer Welt zur Enthüllung des Schöpfers. Ein Mensch erfährt zunächst durch die Wissenschaft die Welt, später erfährt er mit Hilfe der Kabbala den Schöpfer.

Daher ist im selben Maße, wie die Verhüllung des Schöpfers, auch die Verhüllung der Kabbala Ursache für all unser Unglück und Leid.

Die Wissenschaft der Kabbala ist die Methode zur Enthüllung des Höheren Lichtes in den korrigierten egoistischen Wünschen. Es ist das Licht von Chochma, das im Licht von Chassadim (der Eigenschaft des Gebens) enthüllt wird. Das direkte Eindringen von Chochma in die egoistischen Wünsche, ohne zuerst vom Licht von Chassadim umhüllt worden zu sein, lässt die Wissenschaften dieser Welt entstehen.

Da das Licht von Chochma von der Enthüllung des Schöpfers in der Höheren Welt (der Umhüllung des Lichts von Chochma im Licht von Chassadim) in diese Welt absteigt und so den Schöpfer – in den weltlichen Wissenschaften und egoistischen Wünschen – ein wenig enthüllt, ist klar, dass alle Entdeckungen der Natur, die in unsere Welt absteigen, nichts weiter sind, als eine unbedeutendere Enthüllung des Schöpfers in der Wissenschaft der Kabbala in der Höheren Welt.

Mit anderen Worten, aus der Wissenschaft der Kabbala, die die Höhere Wurzel der weltlichen Wissenschaften darstellt, steigt nur ein sehr unbedeutender Teil der Wahrheit in die Wissenschaften dieser Welt ab. Auf dieselbe Weise erhält unsere gesamte Welt nur den „Ner Dakik„, einen „Funken“ des Höheren Lichts.

Wir können jedoch ausdrücklich von unten nach oben, d.h. von den weltlichen Wissenschaften zur Wissenschaft der Kabbala gelangen. Hierin liegt die Ursache für die Wiederbelebung aller Wissenschaften und der daraus resultierenden Vorbereitung der Welt auf die Enthüllung des Schöpfers.

 

Das Konzept von “Geht und verdient aneinander”

Eine Frage, die ich erhielt: Wie können wir wahres Geben von egoistischem Geben unterscheiden?

Meine Antwort: Bis eine Person würdig ist, den Schöpfer zu offenbaren, ist ihr Geben rein egoistisch, das heißt, nur für ihr eigenes Interesse. Ebenso wenn wir für jemanden eine Dienstleistung erbringen, wägen wir ab, welchen Nutzen wir daraus ziehen können. Darüber hinaus stellen wir Berechnungen über unseren Gewinn an: Der Gewinn aus dem Geben muss größer sein als der Verlust.

Doch selbst wenn die Menschen beginnen, sich auf diese Art und Weise gegenseitig zu helfen und zu geben, auch unter der Berücksichtigung des jeweiligen Interesses des Anderen, kann dieses ( wenn auch egoistische) Geben eine Möglichkeit bieten, das Gefühl des gegenseitigen Nutzens im Streben nach Güte, Gleichheit und des Erwerbs von Vertrauen sein. Wir werden dadurch beginnen, den Wert der Eigenschaft des Gebens anzuerkennen. Das Resultat der Handlung des Gebens wird für uns weniger wichtig sein, als vielmehr dieWahrnehmung dieser Eigenschaft, ihre positive Verwirklichung in uns und das positive Gefühl des Gebens an sich.

Außerdem, wenn eine Person etwas Gutes aus einer Quelle bezieht (einer Handlung oder von einer anderen Person) wird er oder sie beginnen, die Quelle selbst zu lieben und zu bewundern.

Deshalb werden die Leute die Eigenschaft des Gebens, die ihnen Lebenskraft, Unterstützung und Vertrauen bringt, zu schätzen wissen. Sie werden sich diese Eigenschaft aneignen wollen und sich ihr annähern. Folglich werden sie verstehen, dass sich das Licht, welches die Korrektur bringt, durch das gegenseitige Geben auszahlen wird. Dies bezeichnet man als „Geht und verdient aneinander“, im wahren, nicht-materiellen Sinne. Im Bestreben nach einem guten Leben wird die Gesellschaft beginnen, das Geben zu respektieren und somit den Schöpfer enthüllen.

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Das Schicksal der Welt, wenn der Diener an der Macht ist


Als das Wissen über die Wissenschaft der Kabbala die Völker der Welt erreichte, belebte es dessen Entwicklung und zur gleichen Zeit verursachte es große Schäden. Bis in unsere Zeit war die Kabbala nur besonders auserwählten Menschen in Israel offenbart worden. Nachdem es aber der Welt enthüllt worden war, begannen die Menschen auf egoistische Art und Weise das System des Aufbaus des Universums und die Gesetze der Natur dazu zu gebrauchen, um die Natur und ihre Nachbarn brutal für ihre eigenen Interessen auszubeuten.

Dies hat zu all den Zerstörungen geführt, die stattgefunden haben und auch weiterhin in unserer Welt geschehen, trotz der Tatsache, dass die Kabbalisten die Wissenschaft der Kabbala verbargen. Das Wissen bleibt solange vor einer Person verhüllt, bis diese zum Verständnis dessen bereit ist, was in den Büchern der Kabbala steht. Man muss zuerst seine Eigenschaften in die des Gebens und der Liebe zu seinem Nächsten korrigieren, um für die Offenbarung der großen Kräfte der Natur bereit zu sein.

Jedoch im Lauf der Menschheitsgeschichte auf der Suche nach Wissen waren wir in der Lage, die normalen Wissenschaften zu erwerben und zu benutzen, um über die äußeren Kräfte der Natur zu lernen. Dies führte zur technologischen Entwicklung, die, wie wir sehen, zu unserem eigenen Nachteil geführt hat.

Als Ergebnis sehen wir, dass die gesamte Entwicklung der Welt, die durch uns im Verlauf der Menschheitsgeschichte erbaut wurde, nicht zu unserem Nutzen führte, da sie nur unserem Egoismus diente. All unser Wissen über die Natur, die Gesetze und Lehren, die wir erlangten und erprobten, waren nur Werkzeuge, um sie für unseren eigenen Vorteil zu verwenden, der sich am Ende gegen uns selbst richtete. Dies ist ein sich verstärkender Prozess, der die Welt in eine universelle, globale Krise gestoßen hat, die auf alle Ebenen der Natur und alle Bereiche des menschlichen Handelns wirkt.

Alles was die Menschen über Tausende von Jahren in der Geschichte getan haben, diente der Enthüllung des Bösen. Es ist, als ob wir eine Linie zwischen der gesamten menschlichen Entwicklung und der Gegenwart gezogen hätten. An diesem Punkt angelangt, müssen wir ehrlich mit uns selbst über alles was wir bisher getan haben Rechenschaft ablegen und uns entscheiden, wie wir uns zukünftig entwickeln sollen.

Es stellt sich heraus, dass die Richtung der künftigen Entwicklung ganz einfach ist. Wenn letztlich all unser Wissen über die Gesetze der Natur und unsere Wissenschaften uns Schaden gebracht haben, weil wir sie zu Sklaven unseres Egoismus gemacht haben, lasst uns doch alles umkehren! Wenn wir unsere Wissenschaften und all unser Wissen wirklich für das Wohle der Menschheit einsetzen, dann wird es zum Helfer werden und uns wahren Wohlstand bringen. Wir werden aufhören, die Natur, unsere Umgebung und uns selbst zu zerstören, da wir uns selbst in die Gefahr der Selbstzerstörung bringen. Im Gegensatz dazu werden wir zu einer völlig neue Stufe aufsteigen.

Wir nutzen die Kräfte der Natur entweder zu unserem eigenen Schaden oder für einen edlen Zweck. Diese beiden Gegensätze werden entweder als „Diener“, welcher die Macht an Stelle seiner „Herrin“ hat, bezeichnet, oder als „Herrin“, die aufsteigt und sich selbst enthüllt mit der Hilfe des Dieners. Die „Herrin“ ist die Wissenschaft der Kabbala, welche uns lehrt, wie wir unsere Natur korrigieren und sie richtig nutzen, um einen neuen Teil der Natur und seine enormen Kräfte zu enthüllen. All dies ist uns gegeben, um es zu nutzen und zu einer ewigen Existenz zu gelangen.

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Blog-post: Tausende Jahre von Leiden haben uns nun zu einer Erkenntnis geführt

Die Eigenschaft des Gebens bringt Lebensfreude und allgemeinen Respekt mit sich

Eine Frage, die ich erhielt: Sie haben gesagt, dass wenn ein Mensch zu geben beginnt, er oder sie dadurch Lebensfreude und Vertrauen erhalten wird. Was genau wird sich dadurch ändern?

Meine Antwort: Solch eine Person wird von der Welt allgemein akzeptiert werden und Zeichen von Wertschätzung erhalten. Dies wird ihn oder sie dazu bewegen, den Egoismus noch mehr anwachsen zu lassen und sogar noch mehr geben zu wollen, um noch mehr Stolz und Ehre daraus zu erlangen.

Durch diesen schlechten Wettbewerb wird der Mensch nach und nach beginnen, wohlwollend zu werden und die Eigenschaft des Gebens für dasjenige zu schätzen, was sie ihm bringt: Respekt, Bedeutung in den Augen der Gesellschaft und ein Gefühl von Würde. Die Menschen werden spüren, dass die Eigenschaft des Gebens die Quelle von lebendiger Kraft und universellen Respekt ist, da diese Eigenschaft Gutes bringt. Eine Person wird somit motiviert sein, dies zu wollen.

Machen sie sich Sorgen, dass jene, die geben wollen, ausgenützt werden? Wir reden aber von einer Gesellschaft, die fühlt, dass es keine andere Wahl gibt, um uns vor der Vernichtung zu bewahren, als durch die gegenseitigen Verbindungen. Heutzutage fordert niemand solche Handlungen von Ihnen, da sie weder einen Stellenwert haben, noch notwendig sind. In kurzer Zeit jedoch wird die Gesellschaft mit solchen Problemen konfrontiert werden, dass jede Person, die bereit ist, anderen zu helfen, geschätzt werden wird.

Niemand braucht jetzt Ihr Geben. Wir sind voneinander getrennt. Sie brauchen mich nicht und umgekehrt. Wenn Sie mir helfen wollen, scheint es mir verdächtig.
Aber wenn ich mich nicht bewegen kann, und jemand ist plötzlich bereit mir zu helfen, ist dieser ein Retter in meinen Augen! Dies ist der Grund, warum wir warten sollten, da die Verwirklichung erst nach der Notwendigkeit eintritt.

 

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Warum die Welt korrigieren? (Fortgeschritten)

Drei Fragen, die ich über die Korrektur der Welt erhielt:

Frage: Manchmal haben auch begeisterte Anhänger der Kabbala und Studenten von Bnei Baruch einfache, aber grundlegende Fragen, die notwendig für die weitere Entwicklung und das Verständnis sind. Meine Frage lautet: Es heißt, dass wir mit Hilfe der Weisheit der Kabbala die Welt korrigieren können. Aber warum sollten wir diese Welt überhaupt korrigieren?

Meine Antwort: Weil die Welt nicht unabhängig oder außerhalb von Ihnen existiert, sondern nur in Ihrem Inneren, und ihre Existenz hängt von Ihren Eigenschaften ab. Indem Sie folglich die Welt korrigieren, korrigieren Sie Ihre Eigenschaften.

Frage: Die Korrektur kann nur durch die Menschen in der Welt herbeigeführt werde, in denen bereits der Punkt im Herzen erwacht ist, auch wenn diese selbst noch nicht korrigiert sind. Stimmt es, dass Menschen mit einem Punkt im Herzen die Korrektur erlangen werden und vom Schöpfer die Eigenschaft von Bina, was die Eigenschaft des Gebens im Bezug auf die ganze Welt ist, erhalten werden, einschließlich der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufen? Die Welt andererseits hat die Eigenschaft von Malchut, das Empfangen, und kann sich nicht selbst korrigieren. Somit können nur die Menschen mit der Eigenschaft von Bina, jene mit dem Punkt im Herzen, die Korrektur der Welt bewirken – Bnei Baruch.

Meine Antwort: Da liegen Sie absolut richtig!

Frage: Gibt es eine kritische Masse an Studenten der Kabbala, die erreicht werden muss, um für eine positive Veränderung in der Welt zu sorgen?

Meine Antwort: Du bist die kritische Masse!

 

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Die Menschen sind für die Wissenschaft noch immer ein Geheimnis


In den Nachrichten (aus NewScientist): „Zehn Dinge, die wir über den Menschen nicht verstehen“ – Wir gehören einer bemerkenswert eigenartigen Spezies an. Ungeachtet unserer größten Bemühungen trotzen einige unserer seltsamsten Schwächen immer noch einer Erklärung: Erröten, Lachen, Teenager, Träume, Altruismus, Kunst, Aberglaube, Küssen, Nasenbohren.

Mein Kommentar: Diese Besonderheiten werden hauptsächlich in den Anfangsstadien einer inneren Eigenschaft hervorgerufen, die wir haben und die das Gegenteil unserer gegenwärtigen egoistischen Natur ist. Diese Eigenschaft ist das Geben und die Liebe für die anderen und kann nur unter dem Einfluss des Kabbalastudiums entwickelt werden.

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Warum sich die Stufen der spirituellen Entwicklung wie eine Achterbahnfahrt anfühlen können


Eine Frage, die ich erhielt: Ich bin seit über sieben Monaten Student, und diese Zeit war eine emotionale Achterbahnfahrt für mich. Ich fühle mich gut und dann fühle ich mich schlecht. Ich will immer tiefer ins Studium und in die Verbreitung eintauchen und ich habe das Gefühl, eine andere Person zu werden, aber es scheint, dass all dies mich mehr und mehr auf negative Weise beeinflusst. Ich bewerte mich fortlaufend und sehe wie mein Ego ständig zu wachsen scheint. Ich fange an, andere Menschen zu beurteilen.

Ich sehe, wie sie vollkommen in ihren Handlungen vom Ego kontrolliert werden. Ich bin wütend auf mein Ego und auf das Ego der anderen, obwohl ich weiß, dass ich nicht das Recht habe, andere zu beurteilen, und stattdessen nur auf mich selbst achten sollte.

Ich weiß an dieser Stelle nicht, was zu tun ist. Ich fühle mich wütend, emotional erschöpft und unglücklich, und das ist das Gegenteil von dem, wie ich sein sollte. Ich sollte doch im Geben mit dem Schöpfer sein.

Meine Antwort: Sie befinden sich in einer Periode des Wachstums ihres egoistischen Verlangens. Innerhalb dieses Verlangens werden Sie beginnen, neue Bilder von der Welt und den verschiedenen Verbindungen der Dinge wahrzunehmen. Seien Sie stark und unterbrechen Sie das kontinuierliche Studium und die Verbindung zur Gruppe nicht.

Dann werden Sie schnell durch diese Periode des anwachsenden egoistischen Verlangens gehen können. Jeder Schritt vorwärts besteht immer aus zwei Teilen: dem Wachstum des egoistischen Verlangens (das was Sie im Moment durchleben) und dann die Offenbarung einer neuen Verwirklichung in Ihrem Inneren.

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Aufstieg mit Lichtgeschwindigkeit


Fragen, die ich über den Abstieg des Menschen in den Egoismus und seinen Aufstieg zur Spiritualität erhielt:

Frage: Wie ist es möglich, innerhalb kurzer Zeit unsere egoistische Natur in eine altruistische zu verwandeln, wo wir es doch in Tausenden von Wiedergeburten nie getan haben?

Meine Antwort: Während der letzten 5769 Jahre und all diesen Inkarnationen haben wir uns auf der leblosen, pflanzlichen und tierischen Stufe entwickelt. Wir haben die Verlangen der „menschlichen“ Stufe heranwachsen lassen: Ruhm, Macht, Geld und Wissen, angetrieben durch den Neid.

Unser Egoismus wuchs mit jeder Generation weiter an, bis er den jetzigen Zustand erreichte, wo er integral wurde. Wir sind alle miteinander verbunden, vollkommen voneinander abhängig.

Unsere Entwicklung ist einer Pyramide ähnlich. Die Spitze der Pyramide ist ziemlich klein, darum ist die Zeitspanne der Korrektur sehr klein und muss innerhalb der Zeitspanne einer Generation stattfinden. Auf diese Weise verringert sich die Zeit – während wir uns auf der Pyramide von unten nach oben entlang bewegen.

Frage: Warum haben die Kabbalisten der Vergangenheit geschwiegen und haben unsere Entwicklung nicht beschleunigt?

Meine Antwort: Bevor wir in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in einem System vereint wurden, betrachteten wir den Egoismus als Motor unserer Entwicklung. Nun, wo er angefangen hat, uns gegeneinander aufzuhetzen, anstatt uns zu vereinen, beginnen wir ihn als Übel wahrzunehmen. Er wird sich in der Folge als Quelle allen Übels in der Welt enthüllen. Er wird uns zwingen, uns zur entgegengesetzten Form der Vereinigung zu korrigieren – zu Mitgefühl, Liebe und Geben.

Heutzutage müssen die Kabbalisten der Welt beistehen, um schnell die Quelle unseres Leidens aufzudecken, indem wir unsere egoistische Natur als Quelle allen Übels in der Welt enthüllen. Und den Grund hinter diesen Vorgängen erklären, welche innerhalb von uns und unserer Umgebung stattfinden, als Effekt dieser Kraft, die uns zwingt, das höchste Ziel des Lebens zu erlangen – das Leben auf der Stufe des Schöpfers.

Bis vor kurzem war dieser Entwicklungsprozess den Massen noch verhüllt. Heute zeigt er sich jedoch und verlangt Klärung, um zu helfen, diese Geschehnisse zu diagnostizieren und das Heilmittel beizustellen. Weil wir ausschließlich in der Welt des Egoismus leben (der Kraft des Empfangens), können wir uns selbst nicht ändern, geschweige denn überlegen, wie wir dies tun können.

Darum wurde uns die Weisheit der Kabbala gegeben. Wenn wir sie studieren, dann ziehen wir die Kraft des Gebens, den Schöpfer an uns heran, „das Licht, welches zur Quelle zurückkehrt“, das heißt, die Kraft, die den Egoismus in Liebe und Geben umwandelt. Das ist die Medizin, die uns heilt.

Frage: Woher bekomme ich die Kraft, diesen Aufstieg zu bewältigen?

Meine Antwort: Der erzwungene Abstieg aus der Vollkommenheit zur Unvollkommenheit ist außerordentlich „langsam“, weil sich der Egoismus schrittweise enthüllen und sich aus dem Bereich des Schöpfers bringen muss. Andrerseits geschieht unser Aufstieg von unten nach oben unter dem Einfluss von und mit der „Lichtgeschwindigkeit“.

Frage: Wenn wir uns vor Augen halten, dass die Entwicklung der Materie nach dem Abstieg aus der Oberen Welt Milliarden Jahre gedauert hat, wie kann es sein, dass unser Aufstieg nur einige Jahre dauert.

Meine Antwort: Wir können die Korrektur in einigen Jahren erreichen, weil sie unter dem Einfluss des Lichtes geschieht. Vollkommenheit wird automatisch aus dem Zustand der Unvollkommenheit enthüllt, aufgrund unserer veränderten Einstellung ihr gegenüber.

Unsere gesamte Rolle in der Korrektur ist wie das Verlangen eines Samentropfens, der ein Mensch werden will – dies ist ununterscheidbar verglichen mit den Handlungen der Eltern bei der Empfängnis, Geburt, Erziehung und Entwicklung als Person.

Außer dem ununterscheidbaren Verlangen Adam zu werden (vom Wort ´Domeh` – dem Schöpfer gleich), macht alles andere der Schöpfer. Lasst uns daher tun, was Er von uns erwartet und werden wie Er.

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Blog-post: Kabbala ist die Wissenschaft über die Korrektur der Welt
Leben aus der Kabbala, Kapitel 27, Seite 327: Licht, das Korrektur bewirkt