Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Geben'

Das neueste Windows-System

Wie leicht war es den Freund zu fühlen, ihn zu unterstützen und zu inspirieren, als wir physisch zusammen waren. Jetzt müssen wir lernen, uns durch den Bildschirm hindurch zu fühlen. Es wird keinen Bedarf mehr für physische Treffen geben, so wird die weitere Entwicklung verlaufen.

Wir werden uns zu dem Zustand entwickeln, in denen sich die Bildschirme nicht mehr vor uns befinden, sondern um uns herum. Dieser Bildschirm, auf dem ich jetzt meine Freunde sehe, wird sich mit den Bildschirmen, die mir die Welt zeigen, verbinden.

Selbst jetzt sehen wir die Welt um uns herum auf einem Bildschirm, wir verstehen nur nicht, dass es ein Bildschirm ist. Alle Menschen und die Ereignisse die ihr widerfahren, werden auf einem Bildschirm ausgestrahlt, der von Oben, vom Schöpfer zu mir kommt.

Es ist möglich, einen zusätzlichen Bildschirm, durch den ich eine andere, höhere Realität offenbaren kann, zu bilden. Dieser Schirm hängt von mir ab- davon, ob ich das Verlangen nach dem Geben erlange.

Auf die gleiche Weise werden wir einen Bildschirm zwischen uns aufbauen. Um die Freunde zu sehen, werden wir den heutigen Computerbildschirm nicht mehr brauchen. In uns wird es dieses Windows-„Betriebssystem“ geben, welches uns ermöglicht, von einem Fenster zum anderen, von einer Stufe zur nächsten, von einer Welt zur anderen, zu gehen.

Wir werden es auf jeden Fall schaffen. Sollte es uns in diesem Leben nicht gelingen, dann werden wir uns im nächsten Kreislauf treffen und diese Arbeit fortsetzen.

Aus dem täglichen Unterricht, 24.04.2022

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Spirituelle Beschneidung (Brit Milah)

Frage: Was ist die Brit Milah oder Beschneidung aus spiritueller Sicht?

Antwort: Wenn ich die Korrektur meiner inneren Zustände erreiche, erreiche ich den Zustand der „Haut“. Dies ist der äußerste Teil des Körpers. Der Körper besteht aus Knochen, Fleisch, Sehnen und Haut. Wenn ich also meine Wünsche korrigiere, wie wir sagen, von innen nach außen, erreiche ich allmählich den Zustand der Korrektur der Haut.

Im menschlichen Körper gibt es die äußere Vorhaut, d.h. das extreme egoistische Verlangen, das ich nicht selbst korrigieren kann. Das was ich mit ihr machen kann, ist, sie abzuschneiden.

Dann kann alles was in mir bleibt, korrigiert, geheiligt werden und ich werfe die Vorhaut in den Sand, ins Nichts. Das ist der Teil des Egoismus, den ich nicht korrigieren kann. Aus diesem Grund, wird die Beschneidung (Brit Milah) durchgeführt.

Da wir über innere Wünsche sprechen, handle ich durch meinen eigenen Willen, aber mit Hilfe der höheren Kraft. Das nennt man einen Vertrag (Bund).

Frage: Wir verwenden die letzte Sefira Malchut nicht. Die Beschneidung der Vorhaut findet in der Sefira Yesod statt. Warum eigentlich? Bedeutet das, dass es neben Malchut noch andere Wünsche gibt, die wir nicht benutzen?

Antwort: Nein. Wir schneiden die letzte Phase des Verlangens ab, die sich auf Yesod befindet und bereits nach außen geht, deshalb haben wir keine anderen Verlangen mehr.

Frage: Warum muss Brit nur an einem Mann durchgeführt werden? In der Spiritualität gibt es doch keinen Unterschied. Sollte es dann auch eine Frau tun?

Antwort: Nein, denn der Mann ist der gebende Teil der Menschheit und die Frau ist der empfangende Teil.

Frage: Wenn eine Frau den Schöpfer erlangt, kann sie es dann tun?

Antwort: Ja. Die spirituelle Beschneidung findet für jeden statt, unabhängig vom Geschlecht in unserer Welt. Im Prinzip kann nur ein Mensch der nach dem Geben strebt, diese Handlung durchführen.

Aus Fernsehsendung – “ Spirituelle Zustände „, 28.12.21

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Bemühungen, die nicht vergeblich sind

Wenn ein Mensch etwas Licht angezogen hat, aber nicht in der Lage ist, es dauerhaft zu behalten, da seine Wünsche noch nicht ausreichend korrigiert sind, um das Licht mit der Absicht des Gebens zu empfangen, dann muss dieses Licht von ihm verschwinden. Es stellt sich heraus, dass ein Mensch das Geben erreicht, aber jedes Mal wieder in die Vergangenheit zurückfällt. So wiederholt er immer wieder seine Versuche.

Hauptsache man lässt sich nicht entmutigen und setzt diese Arbeit fort. Ein Sprichwort erzählt von einem Mann, dem es erlaubt war, die königliche Schatzkammer zu betreten und dort mit einem kleinen Becher das Geld zu sammeln. Auf dem Weg nach draußen schlug ihm der Wächter den Becher aus der Hand, verschüttete das ganze Geld und er musste in die Schatzkammer zurückkehren.

Da weinte er und dachte, dass er sein Gefäß niemals füllen würde. Doch nach vielen solchen Versuchen wurde er schlauer und verstand den Plan des Königs. Schließlich konnte er auf diese Weise viele Lichtfunken aus einem verschlossenen Ort herausholen und diese dunkle Welt außerhalb der königlichen Schatzkammer erhellen!

Tropfen für Tropfen sammelt sich eine große Menge an. Am Ende bekam er das ganze verlorene Licht zurück. Schließlich hat er dank solcher Ein- und Ausgänge die Eigenschaft des Gebens erlangt.

Wenn er am Anfang nicht ein wenig Licht verloren hätte wäre er nicht in der Lage gewesen mit seinem winzigen Gefäß mehr zu bekommen. So steigen wir in Stufen nach oben. Wie kann ich die nächste Stufe erreichen? Nur dadurch, dass mein Gefäß, das ich um des Gebens willen gefüllt habe, wieder geleert wird. So werde ich, im Vergleich zur vorherigen Füllung, das doppelte Verlangen nach Füllung bekommen.

So stellt sich heraus, dass dieses Minus aus dem Gefühl des Verlustes und das vorherige Plus aus der Erfüllung, in mir den Wunsch unterstützen, die nächste Stufe zu erreichen. Darüber wird gesagt, dass „die Dunkelheit als Licht leuchten wird“. Ich erhielt eine Füllung von hundert Gramm, um des Gebens willen und nachdem ich diese Füllung verlor, begann ich dank des Verlustes, zweihundert Gramm zu begehren, so verdopple ich jedes Mal mein Verlangen und schreite voran.

Aus dem Unterricht, Pessach, 31.3.22

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Die Welt wird aus dem Exil herauskommen

Es ist uns klar, dass wir uns in einem Zustand des Exils befinden; es wird Pesach (Pessach) genannt. Wir müssen diesen Zustand (Pessach) durchqueren, um in die spirituelle Welt einzutreten und aus dem Zustand, in dem wir den Schöpfer nicht spüren- dem Exil, herauszukommen. Früher hatten wir nicht das Gefühl, dass wir im Exil sind und das es uns an Spiritualität, Hingabe und Liebe mangelt. Wir wollten einfach mehr von den üblichen körperlichen Vorteilen im Leben.

Wenn wir jedoch das Exil betreten, entwickelt sich in uns das Bedürfnis nach Verbindung und die Eigenschaft des Gebens. Wir beginnen damit, unseren Egoismus zu erkennen; wir versuchen, die Eigenschaften aufzudecken, die uns hindern Ägypten zu verlassen, um stattdessen zu den spirituellen Eigenschaften zu gelangen: zum Land Israel und zu der Absicht des Gebens.

Das ist die Zeit, in die der Mensch sein egoistisches Verlangen entdeckt und entscheidet das es böse ist, da es ihm nicht erlaubt, sich über diese Welt zu erheben, um dem Schöpfer, der Kraft des Gebens und der Liebe, näher zu kommen. Er beginnt zu erkennen, dass ihm in diesem Leben das Gefühl für den Schöpfer fehlt.

Diese Zustände offenbaren sich nach und nach in einem Menschen, je nach seiner Erkenntnis. Manchmal verbindet er sich mit dem Empfangen, dann mit dem Geben; manchmal sucht er die Verbindung mit anderen, dann entfernt er sich von ihnen. Wir müssen all dies, um unseren Beziehungen Bedeutung zu geben, durchlaufen und spüren wie weit wir uns einander nahe fühlen, d.h. bereit sind Ägypten zu verlassen oder getrennt sind, d.h. im Exil und weit entfernt von der Erlösung sind.

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Krieg zwischen dem Schöpfer und den Geschöpfen

Wir müssen uns keine Gedanken darüber machen, wie wir einen Streit schlichten oder alle strittigen Fragen lösen können. Seien wir nicht wie ein Kind, das erfolglos versucht, einen Würfel in ein rundes Loch zu stecken und nicht realisiert, dass das eine nie in das andere passt. 

Ein Streit wird nicht gegeben, um ihn auszulöschen, wie wir es in dieser Welt versuchen zu tun. Das ist unmöglich, und deshalb kommen wir zu Kriegen. Schließlich ist es nicht möglich, einem anderen zu beweisen, dass man recht hat, und zu einer Versöhnung zu kommen. Streitigkeiten sind uns von oben gegeben, und deshalb sind wir unfähig, diesen höheren Widerspruch in irgendeiner Form hier in unserer Welt auf unserer Ebene zu lösen. 

Wir müssen nur erkennen, dass diese Konflikte uns zeigen, in welcher Lage wir sind und wie falsch wir mit ihnen umgehen. 

Die Welt wird zwischen dem Schöpfer und den Geschöpfen beschlossen, das bedeutet, über dem Streit wird der Name des Schöpfers, des Guten, der Gutes tut, offenbart. Es stellt sich heraus, dass wir nicht miteinander im Krieg sind, sondern mit dem Schöpfer. Und Friede wird sein, wenn jeder die egoistische Absicht seiner großen Verlangen zu empfangen verringert und ein einziger Wunsch in der Welt herrscht – der Wunsch zu geben. 

Und dann wird alle Güte und Freude in der Welt offenbart.

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Aus der täglichen Kabbala Lektion vom 11.3.22, „Den Krieg gewinnen (gegen die böse Neigung)“

Stellt euch vor, ihr würdet in einem Märchen leben

Frage: In welcher Situation können wir um die Kraft des Glaubens bitten?

Antwort: Wir können in jeder Situation um die Kraft des Glaubens bitten und sie jederzeit zwischen uns erzeugen.

Dazu müssen wir uns vorstellen, dass der Schöpfer das ganze Universum ausfüllt, wir müssen uns als Gruppe untereinander genauso verhalten – nur als Gruppe, sonst wird man nicht verstanden. Wenn wir so mit unseren Beziehungen arbeiten, dann beginnen wir zu fühlen, dass der Schöpfer wirklich den ganzen Raum, die ganze Welt ausfüllt.

Dann werden wir im Glauben über dem Verstand arbeiten, d.h. wir müssen unseren Egoismus einschränken und uns ausschließlich in der Eigenschaft des Gebens an den Schöpfer wenden. Das ist das Einzige, was wir tun müssen – uns selbst oder unsere Haltung gegenüber dem Schöpfer in den Glauben zu verwandeln, der über dem Wissen steht.

Wir werden merken, was diese Worte tatsächlich bedeuten. Sie klingen wie ein Mantra: „Der Glaube über dem Verstand“. Was ist das? Das ist im Moment noch nicht klar aber allmählich werden wir anfangen die innere Bedeutung dieser Worte zu spüren.

Frage: Wie können wir den Glauben über dem Verstand erlangen?

Antwort: Stellen Sie sich vor, dass Sie in diesem Märchen leben möchten, dass es in Wirklichkeit keinen Glauben über dem Wissen gibt. Versuchen Sie es. Bemühen Sie sich zu fühlen, dass der Schöpfer die ganze Welt erfüllt und er sie als der Gute und Gutes tuende leitet. Auf diese Art und Weise müssen Sie in der Gruppe handeln.

Die Gruppe ist die Plattform, auf der Sie das alles ausarbeiten und umsetzen können.

Frage: Muss sich das jeder Freund vorstellen, oder müssen wir es unter uns austauschen?

Antwort: Sie können sich untereinander über dieses Thema unterhalten. Das Wichtigste ist, dass jeder darauf achtet, dass sich diese Haltung gegenüber den anderen Freunden in ihm zu bilden beginnt. So wie der Schöpfer gut ist und Gutes tut, so sollte jeder Freund andere als gut und Gutes tuend behandeln.

Internationaler Kongress „Über sich erheben“ Lektion 5 vom 08.01.2022

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Fangt an zu spielen!

Frage: Wie kann ich mir das Geben als eine gute Kraft vorstellen, wenn der Beginn dieser Handlung in der Eigenschaft des Empfangens stattfindet und mein Egoismus das Geben nicht als gut empfindet?

Antwort: Spielen Sie es einfach. Wie Rabash schreibt: Man muss sich vorstellen, dass man die Eigenschaft des Gebens, die man Glaube an den Schöpfer nennt, bereits erhalten hat und den Schöpfer mit all seinen Organen fühlt – man sieht und fühlt, dass der Schöpfer die ganze Welt als Gut und Gutes tuend lenkt.

Richten Sie sich darauf aus und Sie werden sehen, dass genau das passiert. Vorher haben Sie es ganz anders gesehen, es liegt nur daran, dass Ihr Egoismus Ihnen ein ganz anderes Bild von der Welt gemalt hat.

Sie müssen sich mit aller Kraft auf das richtige Bild der Welt einlassen und es in Verbindung mit Ihren Freunden aufbauen. In einer Gruppe muss man das immer wieder spielen. Ununterbrochen!

Worin besteht das Problem grundsätzlich? Haben Sie als Kind keine Spiele gespielt? Das ganze Leben ist ein Spiel, auch heute. Seien Sie also nicht so ernst und entfernt von Spielen. Ich rate Ihnen mit den richtigen Spielen zu beginnen.

Frage: Ist es dasselbe, eine höhere Stufe zu spielen und im Glauben über dem Verstand zu arbeiten?

Antwort: Ja.

Frage: Nun, was das Wissen angeht, versuche ich die Freunde größer als mich zu sehen. Wenn ich zu einer ständigen Arbeit im Glauben über den Verstand komme, was ist dann der Unterschied?

Antwort: Du musst es dir nicht mehr vorstellen, da du tatsächlich siehst, dass sie größer sind als du.

Aus dem internationalen Kongress „Über sich erheben“, Unterricht Nr. 5, 08.01.2022

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Eine Welt, die vom Schöpfer erfüllt ist

Wir müssen uns eine Welt vorstellen, die von den Eigenschaften des Schöpfers, zu geben, zu lieben und zu verbinden, erfüllt ist. In diesem Zustand interagieren wir in der Gruppe miteinander. Je mehr wir uns unseren Freunden so gegenüber verhalten, desto schneller werden wir uns der Offenbarung des Schöpfers nähern.

Wir werden uns den Schöpfer immer im Glauben über dem Verstand und niemals im Wissen selbst vorstellen müssen. Er wird sich uns immer nur aus dem Zustand der Verhüllung offenbaren.

Deshalb sagen wir, dass es Einschränkung (Tzimzum), Schirm (Masach) und reflektiertes Licht (Or Hoser) gibt. Wir schaffen in uns solche Bedingungen, dass wir, selbst wenn sich der Schöpfer uns offenbaren würde, nicht bereit wären, Ihn zwischen uns und in uns zu enthüllen. Unter solchen Bedingungen können wir Ihn wirklich begreifen. Wir sind bereits darauf vorbereitet, Ihn nur im Geben zu offenbaren.

Wir werden daher ständig versuchen, eine Verbindung im Glauben über dem Verstand herzustellen und es so zu verwirklichen, als ob der Schöpfer zwischen uns ist und wir Ihm in dieser Verbindung ähnlich werden wollen.

Aus der Lektion 5 des internationalen Kongresses, „Über sich selbst erheben“, 08.01.2022

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Der Krieg von Gog und Magog. Teil 5

Zwischen Esau und Ismael

Frage: Der Prophet Ezechiel sagt, dass der Krieg von „Gog und Magog“ zuerst zwischen den Söhnen von Esau und Ismael ausgetragen wird, und dann werden sie sich zusammenschließen und gegen Israel kämpfen. Was bedeutet das? 

Antwort M. Laitman: Esau und Ismael sind diejenigen, die sich entweder dem Islam oder dem Christentum anschließen. Und Israel steht in der Mitte, es hat keine andere Ideologie als die, dass jedes Verlangen, das in der Natur entsteht, denn die ganze Natur besteht aus Verlangen, nur auf das Geben und auf die Liebe, die Verbindung von allen mit allen, das heißt mit dem Schöpfer, gerichtet sein soll.

Die Mission Israels (Mittellinie) besteht darin, zu zeigen, dass alles in der Natur nur dann zum Gleichgewicht, zur Ruhe, zu einer gegenseitigen guten Wechselwirkung kommen kann, wenn wir uns, jeder und alle zusammen, auf den Schöpfer ausrichten, d.h. auf einen gemeinsamen Nenner, auf die gemeinsame Quelle, aus der wir stammen und zu der wir zurückkehren müssen.

Ismael ist die rechte Linie, Esau ist die linke Linie, und Israel muss sie zu einer mittleren Linie vereinen.

Fortsetzung folgt…

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Aus der TV-Sendung „Spirituelle Zustände“ vom 30.04.2021

Der Krieg von Gog und Magog. Teil 4

Die Kraft, die zu einer Absicht zum Geben führt.

Replik: Der Kabbalist Ari Zal aus dem sechzehnten Jahrhundert schrieb, dass die numerische Bedeutung der Worte „Gog“ und „Magog“ 70 ist. Dies erklärt sicherlich, was im Buch Sohar steht, dass Gog alle 70 Nationen der Welt mit sich nach Israel bringen wird. 

Antwort M. Laitman: Es bezieht sich auf das volle Kli (Gefäß). Alle vom Schöpfer geschaffenen Verlangen wird er zu einem gemeinsamen Zustand bringen, wenn sie gezwungen sind, alle gegensätzlichen Beziehungen zwischen ihnen zu klären, so dass sie sich schließlich zu einer gemeinsamen Harmonie vereinen werden.

Replik: Und es steht in den Propheten geschrieben, dass Gog alle Völker der Welt versammelt und sie gegen Israel in den Krieg führen wird.

Antwort M. Laitman: Ja, denn Israel wird nicht zu den 70 Nationen gezählt, sondern taucht als die Gesamtheit aller Nationen der Welt auf, wenn sie anfangen miteinander zu kämpfen und unter dem Einfluss dieser Kraft, die „Israel“ genannt wird, zu verstehen beginnen, dass sie sie zum Schöpfer hinzieht („Isra El“ – „direkt zum Schöpfer“). Israel führt dann alle Völker der Welt durch den Krieg von „Gog und Magog“ zum Schöpfer.

Frage: Wie wir wissen, gründete Abraham im alten Babylon eine Gruppe von 70 Völkern, die sich auf einer ideologischen Grundlage zusammenfanden und aus denen die Nation Israel entstand. Und dann begannen alle 70 Nationen der Welt, gegen das Volk Israel zu kämpfen. Es stellt sich also heraus, wie die Kabbala sagt, dass das Volk Israel die Absicht darstellt und die 70 Nationen die Verlangen?

Antwort M. Laitman: Das ist richtig. 

Replik: Und da der Schöpfer selbst eine Eigenschaft des Gebens und Liebe ist, sollte diese Eigenschaft gewinnen.

Antwort M. Laitman: Israel ist wie ein Vertreter des Schöpfers in dieser Welt, weil es den Verlangen eine Richtung gibt. Es gibt 70 Verlangen, die sich mit dem Ziel „direkt zum Schöpfer“ vereinen müssen.

Frage: „Israel wird siegen“ bedeutet also, dass für jedes Verlangen der Völker der Welt die richtige Absicht gebracht wird, um zu geben?

Antwort M. Laitman: Ja. Es bedeutet in keiner Weise, dass jemand irgendjemanden vernichtet. Es ist nur so, dass diese 70 Verlangen, die in jedem Menschen und generell in der gesamten Menschheit existieren, die egoistische Absicht haben, nur für sich selbst zu handeln.

Und Israel ist die Kraft, die all diese Verlangen aufzeigen, überreden, ihnen beweisen und zum Erwerb der Absicht des Gebens, des gegenseitigen Gebens und der Liebe führen kann. Und dann sind all diese sogenannten 70 Nationen der Welt, d.h. alle Verlangen, die in jedem Menschen existieren, auf den Schöpfer gerichtet.

Fortsetzung folgt…

[#282184]

Aus der TV-Sendung „Spirituelle Zustände“ vom 30.04.2021