Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Geben'

Schenken und schenken lassen

Die Liebe bedeutet nicht nur Geben, sondern auch Empfangen. Denn jeder vollzieht das Geben mir gegenüber, und ich muss empfangen.

Sonst wird anstelle der Liebe Hass entbrennen. Wenn ich das Geschenk von demjenigen, der mich liebt, verschmähe, ist das keine Liebe mehr.

Eine Frage, die ich erhielt: Was empfange ich und was gebe ich?

Meine Antwort: Meine Bereitschaft und nicht mehr. Denn wir müssen eine Verbindung zwischen uns erschaffen, die dem Schöpfer ähnlich ist. Wenn wir uns in der Liebe befinden, enthüllt sich das höhere Licht zwischen uns, entsprechend dem Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften.

Du musst das Kli – die Art der Verbindung – vorbereiten und nicht mehr. Dann greift das Gesetz der Ähnlichkeit, und in dieser Verbindung leuchtet das Licht auf, der Schöpfer enthüllt sich.

Es genügt, dies zu wollen, denn du bist das Verlangen. Auf diese Weise bereitest du das Netz, die richtige Verbindung zwischen den Teilen des Systems, vor – und dann haucht der Schöpfer das Leben hinein.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel vin Rabash vom 29.10.2010

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Das Licht unseres Lebens

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn der Sohar nur über die Arten der Verbindung zwischen den Seelen spricht, was stellt dann das Licht, welches wir enthüllen, dar?

Meine Antwort: Das Licht ist die Wahrnehmung der Verbindung zwischen uns. Es wird nichts Anderes enthüllt.

Wenn es keine Veränderungen in den Beziehungen zwischen uns, den Teilen der Gesamtseele, gibt, dann gibt es auch kein Licht, kein Lebensgefühl, dann ist alles tot.

Wenn die Teile des Kli unaufhörliche Veränderungen in der Verbindung untereinander empfinden, bedeutet das, dass das Leben in das Kli, das Licht in die Seele hineinströmt.

Weil zwischen den Teilen verschiedene Durchdringungen und Verbindungen stattfinden, lassen diese Veränderungen das Leben, das Licht innerhalb des Kli, spüren.

Wenn sie auch nur für einen Augenblick aufhören, wird alles stumm und tot sein, und wenn sich alles verändert, dann erschafft es ein Empfinden des Lichts, des Lebens innerhalb des Körpers der Seele.

Darum ist es falsch, zu denken, dass das Licht etwas Äußeres, etwas Fremdes ist, was von außen in das Kli eindringt.

Obwohl wir es so auf den Zeichnungen darstellen, um die Erscheinungen, die innerhalb des Kli stattfinden – das Empfangen und das Geben, das Innere und das Äußere – schematisch zu erläutern. Wir sprechen vom Licht in Bezug auf das Kli.

Deshalb bedeutet das Leben zu spüren, jedes Mal immer neue Facetten unserer Vereinigung, ständige Veränderungen in den Verbindungen zwischen verschiedenen Teilen unseres gemeinsamen Kli (Verlangens, Gefäßes der Seele) in uns zu enthüllen.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 28.10.2010

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Rede auf dem Kongress der Spezialisten alternativer Heilmethoden, 27.10.10

Heute reden alle von Alternativen – Energie, Nahrung, man sucht einen anderen Planeten zum Leben, eine andere Erziehung etc. – weil uns täglich bewusst wird, dass unsere egoistische Einstellung zur Welt und zur Gesellschaft erschöpft ist und ihr ganzes Unvermögen und Verderben offenbart hat.

Im Gegenzug zum individuellen Egoismus, der Konsumgesellschaft, entdecken wir, dass die Welt global, wechselseitig verbunden ist, wir aber nicht an sie angepasst sind und nicht wissen, wie wir fortfahren müssen.

Die Welt offenbart uns diese wechselseitige Verbindung und zwingt uns, miteinander in Wechselseitigkeit und Güte verbunden zu sein, und so wird unser gewohnter Egoismus von uns immer mehr als Feind wahrgenommen.

Alle unseren Versuche jedoch, aus dem Egoismus auszubrechen, führen uns zu Methoden von dessen Verkleinerung, und das heißt, zur Rückkehr auf vorausgegangene Entwicklungsstufen. Alle Methodiken setzen die Unterdrückung oder Verkleinerung des Ego’s voraus.

Das Ego des Menschen ist jedoch im ständigen Wachstum begriffen, und dessen Unterdrückung widerspricht der Natur, wir werden es daher nicht schaffen, es zu verringern. Diese Herangehensweise ist unnatürlich und es ist vollkommen unklar, wie die „Alternativen“ sie überhaupt akzeptiert haben.

Hier tritt in wahrer Alternative zu unserer ganzen egoistischen Welt die Wissenschaft der Kabbala zutage. Gerade mit der Enthüllung des Ego’s als Grund allen Übels in der Welt, tritt die Kabbala zutage und bietet sich als Methodik der Korrektur des Ego’s und des Aufbaus einer neuen Welt an.

Die Kabbala ist eine wahre Alternative, weil sie statt einer egoistischen Welt die altruistische Welt bietet.

Denn in der neuen Welt, die sich nun zeigt, der integralen und globalen Welt, müssen wir, ob wir es wollen oder nicht, die Gesetze der Verbindung zwischen den Menschen und des Gleichgewichts des Menschen mit der Natur einhalten, müssen wir untereinander im System von „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ verbunden sein!

Die Kabbala studiert das gesamte System der Schöpfung und erklärt, dass wir, indem wir uns korrigieren, dadurch wird auch die ganze Natur heilen – die unbelebte, pflanzliche, tierische, wir werden alle von Problemen und Krankheiten befreien – denn alle Leiden und Krankheiten sind die Empfindung unseres Ungleichgewichts mit der gesamten Natur.

Und nur in einer Sache kann der Mensch frei werden – indem er sich über die egoistische Zwangslenkung hinaus erhebt. Das ist nur möglich, indem man eine Umgebung bildet. Denn in unserem Ego ist die Meinung der Umgebung für uns wichtiger als die eigene Meinung.

Die Kabbala bietet uns also an, eine Gesellschaft zu erschaffen, die jeden dazu zwingen wird, „Liebe und Geben zu spielen“ – während wir gleichzeitig verstehen, dass es sich um ein Spiel handelt. Wir verpflichten aber einen jeden, sich so nach außen zu zeigen.

Diese Anstrengungen werden eine verborgene Kraft der Natur erwecken, die all ihre Teile im Gleichgewicht hält wie die Lebenskraft eines Organismus – und diese Kraft wird unsere egoistischen Absichten in Geben und Lebe verwandeln.

So erreicht der Mensch eine vollkommene Verbindung aller Teile der Natur: Sich, der Gesellschaft, der gesamten Natur und deren höherer Kraft. Zu diesem Zustand treibt uns die Natur durch Zwang, wir können ihn aber auch bewusst und leicht erreichen.

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Warum teilte sich das Meer?

Sohar, Abs. „Beschalach“, P.181: Dann schien alles zusammen, denn obwohl das Licht von Atik verhülltes Chassadim ist, enthält es ebenso Chochma, weil das Chochma in Arich Anpin notwendigerweise von ihm empfängt.

Daher sind die Chassadim von Atik wichtiger als die Chochma de AA und werden so betrachtet, dass sie diese beinhalten, und dass Chochma und Chassadim in Ihm gemeinsam scheinen.

Das ist, warum das Meer die oberen Gesetze gemacht hat, um die Ägypter zu ertränken und Israel zu erretten, weil die Oberen und die Unteren in seine Hände gegeben sind. Das ist der Grund, weshalb geschrieben steht: „Söhne, das Leben und die Nahrung sind allesamt ebenso schwer vor dem Schöpfer wie das Durchqueren des Roten Meeres“, denn das Durchqueren des Roten Meeres hängt von Atik ab.

Das Höhere Licht kommt an und schneidet die gröberen Wünsche, die „Ägypter“ heißen, von den Wünschen „Isra-el“ („gerade zum Schöpfer“), die bereit zur Korrektur sind, entsprechend der Bedingungen der zweiten Einschränkung (Zimzum Bet) in uns ab.

„Völker der Welt“ in uns heißen all die Wünsche, die man bis zur Endkorrektur nicht korrigieren kann. Hierher zählen alle Klipot und alle Wünsche, die direkt mit dem Licht Chochma verbunden sind.

Und die Wünsche „Israel“ Jashar Kel, die aus den Eigenschaften von Bina herausgehen und nach ihrer Natur zu Galgalta we Ejnaim gehören.

Deshalb macht das Licht Chochma, das jetzt kommt, eine Trennung auf die ganze Tiefe des Wunsches/Gefäßes, und trennt die Wünsche, die noch korrigierbar sind (die zu G“A gehören und ACHaP de Alija werden können) von den Wünschen, die überhaupt nicht fähig sind, sich zu korrigieren.

Deshalb passierte „eine Teilung von dem die „Israel“ von den „Ägyptern“ abgetrennt hat.

Aus einem Unttericht über das Buch Sohar, 27.10.2010

Sich selbst Aufbauen

Das Schöpfungsziel ist, den Geschöpfen Gutes zu tun. Denn der Schöpfer ist eine gute und das Gute bringende Kraft, weshalb Er uns die Möglichkeit gegeben hat, den Höheren Zustand zu erreichen – Ihm ähnlich zu werden. Wir werden dem Schöpfer in zwei Hauptelementen gleich.

1. In der Selbstständigkeit. Denn der Schöpfer ist das Urwesen, und der Mensch soll demzufolge auch seine Handlungen ausführen. Anderenfalls ist er nicht selbständig.

2. Im Geben. Der Mensch findet die Form des Gebens, die er in seiner Natur aufnehmen muß, welche dem Schöpfer entgegengesetzt ist. Somit ist der Mensch in seinem Inneren dem Schöpfer entgegengesetzt und von Außen dem Schöpfer ähnlich.

Indem der Mensch in sich zwei entgegengesetzte Eigenschaften kombiniert, baut er seine Unabhängigkeit, erschafft er sich neu. Er ist nicht auf diese Weise vom Schöpfer geschaffen, sondern er wächst selbständig.

Die Bedingung für die Erreichung der Unabhängigkeit heißt „Bündnis“. Das Bündnis bedeutet, dass ich mich verpflichte, in meinem Inneren den Menschen aufzubauen. Dabei gewährleistet der Schöpfer alles Notwendige: die grundlegende Vorbereitung, den Brennstoff, den Wunsch nach Genüssen, die Kraft der Korrektur und die Kraft der Füllung.

Und ich verwende diese Mittel. In mir entstehen die entgegengesetzten Bedingungen, der Kontrast zwischen dem egoistischen Wunsch und der Form des Gebens, die man auf ihn einkleiden muss, – und das alles lässt mir zu, mich neu zu erschaffen.

Der Mensch, der diese Bedingungen annimmt und sich direkt zum Schöpfer hin ausrichtet, heißt „Israel“. Er verpflichtet sich, die Verschmelzung zu erreichen und ist bereit, durch alle Zustände und Stufen voranzuschreiten.

Dabei versteht er, dass er immer den Glauben über den Verstand wählen soll – denn anderenfalls wäre es unmöglich, hinaufzusteigen, sich dem Schöpfer zu nähern.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabasch, 26.10.2010

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Bund der Herzen

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann man auf dem Kongress die innere Attacke mit der Fürsorge für die Anfänger und für die ganze Welt verbinden?

Meine Antwort: Erstens konzentriere ich mich nicht auf die ganze Welt, sondern auf die Kongressteilnehmer. Und dazu gehört jeder, dessen Herz dort, mit uns, ist.

Kongress bedeutet eine Versammlung von Herzen, die bereit sind, sich zu verbinden, um die Ähnlichkeit der Eigenschaften mit dem Schöpfer zu erreichen. Wir rufen Verlangen zusammen und verbinden sie, um dem Schöpfer ähnlich zu werden und Ihn zu enthüllen.

Alle unsere Verlangen wollen sich zu einem einzigen zusammenschließen, um das gegenseitige Geben zu erlangen. Und darin wird sich nach dem Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften das höhere Licht – der Schöpfer – enthüllen.

Ich denke nur an diejenigen, die sich daran beteiligen. Selbst wenn die Beteiligung sehr gering ist, wie bei einem Kind, aber es ist eine Beteiligung. Der Rest der Welt bleibt außerhalb meines Blickfeldes.

Natürlich verbreiten wir Informationen über die Massenmedien, doch ich spüre nur diejenigen, die sich dieser Botschaft zugehörig fühlen wollen.

Der Kongress ist eine Aktion der inneren Verbreitung zwischen uns, das ist unsere gegenseitige Verbindung, unser Bund, die Bürgschaft, das Empfangen der Tora. Wir veranstalten ihn nicht, um der Welt etwas zu sagen. Unsere Handlungen hier sind auf das Innere gerichtet, wir lassen uns von dem Äußeren nicht ablenken.

Auf dem Kongress stehen wir alle vor unserem gemeinsamen Problem, wie um den Berg Sinai. Und dieses Problem ist die Vereinigung.

Aus dem Ägypten zieht ein „Volk von Sklaven“ aus, die im Dunkeln flüchten, ohne irgendetwas zu wissen oder zu verstehen. Sie wissen noch nicht einmal, wohin sie flüchten sollten. Anstelle der Ehre ist die Flucht, anstelle der Sicherheit sind Angst und Hilflosigkeit. Und das ist ein richtiges, gutes Gefühl.

Und dann kommen sie am Berg Sinai, an der Enthüllung des Hasses, an – und treffen eine Entscheidung über die Attacke gegen den Hass, weil sie keinen anderen Ausweg haben.

Niemand hat einen anderen Ausweg, jeder muss eine Entscheidung treffen, hier und jetzt – er muss wollen, dass es geschieht. Mit aller Kraft wollen. Wie das zustande kommt, ist nicht mein Problem. Der Schöpfer führt das zu Ende, was ich angefangen habe, doch ich verlange danach.

Und selbst wenn sich in der Tiefe des Herzens die Ablehnung verbirgt, selbst wenn ich mich fürchte, schreie ich dennoch wie ein Kind, als ob ich wirklich ohne die Bürgschaft nicht leben könnte.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 22.10.2010

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Und jetzt mache dich selbständig!

Es ist wichtig während des Abstieges, im Zustand der Finsternis, der Hilflosigkeit, der Loslösung vom Schöpfer, sich zu bemühen, alle Mittel richtig zu kombinieren.

Im Fallen soll der Mensch also alles ebenso aufbauen, wie es während des Aufstiegs aufgebaut wurde, als der Schöpfer ihm das anschauliche Beispiel gab. Dann werden beide Zustände gleich sein.

Der Schöpfer gibt dem Menschen das Verständnis, die Empfindung, die Nähe, die Verschmelzung, die Einstellung, die Überzeugung, den Glauben, die Fähigkeit des Gebens, den Impuls, das Einverständnis für das Geben.

Wenn der Mensch das alles während des Aufstiegs genauso empfindet, dann soll er seine Gefühle gut prüfen, um nicht nur zu genießen, sondern auch die ständige Analyse der Situation durchzuführen.

Jetzt kam dieser Zustand vom Schöpfer als Beispiel, und später, im Fallen, muss der Mensch verstehen, dass der Schöpfer ihn absichtlich verlassen hat, ebenso wie der Erwachsene das Kind alleine lässt, damit es etwas selbständig macht. Es ist die Zeit für das Kind gekommen, um das wiederzugeben, was es gelernt hat.

Auf diese Weise lernen wir und bemühen uns, das Bündnis zu beachten, das wir während des Aufstiegs abgeschlossen haben. Jetzt, im Fallen, verstehen wir, dass es uns nützt.

Dank diesem Bündnis werden wir solche Bedingungen schaffen, die uns helfen, nicht von den Empfindungen abzuhängen, so dass wir alle Mittel öffnen werden um zum Licht zu gelangen. Man muss sich nur selbständig bemühen.

Wir kommen niemals ohne Hilfe vom Schöpfer voran, und zeigen doch unsere Selbständigkeit, d.h. verwenden selbständig alle gegebenen Mitteln. Dadurch macht sich das Geschöpf dem Schöpfer ähnlich.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 26.10.2010

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„Nächstenliebe“ vs. „Sorgen um den Nächsten machen“?

Eine Frage, die ich erhielt: Erklären Sie bitte den Unterschied zwischen „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst“ und „Sorge dich um den Nächsten, wie um dich selbst“?

Meine Antwort: „Sich um den Nächsten, wie um sich selbst zu sorgen“ ist das Niveau der Unruhe, der Sorge, und „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst“ ist schon die Füllung.

Wenn ich mich auf dem Niveau „der Sorge um den Nächsten“ befinde, dann ist es „das Geben um des Gebens willen“, wenn ich nichts geben kann.

Infolge des Aufstiegs entlang der Stufen der spirituellen Korrektur gehen wir von der Periode der Vorbereitung zur Periode der Angst/Sorge/Unruhe über, wo der Mensch schon lernt, sich um andere Menschen zu sorgen.

Er kann sie noch nicht ausfüllen, macht sich aber Sorgen darüber. Dabei entsteht der Raum, der Wunsch, sich Sorgen zu machen. Und später werden die Stufen der Liebe erreicht, wo es schon klar ist, wie man den anderen ausfüllen kann.

Aus dem Programm „Kabbala für die Anfänger“, 13.10.2010 

Kabbala Akademie

Die höhere Mathematik der Schöpfung

Der Schöpfer ist konstant und existiert ewig. Die Schöpfung dagegen kann etwas nicht empfinden, wenn es darin keine Veränderungen gibt. Das Unveränderliche also wird von uns nicht unterschieden, nicht empfunden.

Alle unsere Empfindungen sind auf der Messung des Kontrastes begründet – „Alles wird im Vergleich begriffen“. Wir unterscheiden nur das, was sich ändert, sich bewegt, somit liegt der Unterschied in der Zeit, in der Bewegung, in der Kraft, in Tausenden der Veränderungen. Aber nur wenn diese tatsächlich erfolgen!

Deshalb zeigt sich der Schöpfer in einer Menge der Veränderungen, die es weder in Ihm, noch im Wunsch zu genießen gibt. Aber Er ist verpflichtet, Milliarden von Veränderungen in den Beziehungen zwischen Ihm und dem Wunsch zu organisieren, damit das Geschöpf das Wissen über den Schöpfer erlangt.

Nach allen diesen Veränderungen erreichen wir die Ruhe und Vollkommenheit. Aber, um sie zu erreichen und, den Schöpfer zu erkennen, sind wir verpflichtet, diese zu erleben. Alle Veränderungen wurden absichtlich, künstlich vom Schöpfer geschaffen.

Der Wunsch zu genießen und der Wunsch zu geben, das Erhalten und das Geben, die Heiligkeit und Klipa – das alles wurde nur mit dem Ziel geschaffen, uns den konstanten Eindruck vom Schöpfer zu geben.

Anderenfalls könnten wir nichts im einfachen weißen Licht unterscheiden. Wir hätten auch nicht erkannt, dass Er „der Weiße“ ist. Es ist unmöglich, dem Geschöpf die unerschütterliche Vollkommenheit und die Ewigkeit nur mittels der unendlichen Zahl der Veränderungen weiterzugeben.

Zum einen kann man diese Tatsache auch in der Technik sehen. Um eine beliebige Erscheinung weiterzugeben, sind wir verpflichtet, diese zu spalten, auf eine Menge der Impulse zu teilen, wonach die diskreten Daten auf den hohen Frequenzen weitergegeben werden.

Mit Hilfe solcher Differenzierung (der Teilung), der Sendung von den winzigen Veränderungen und deren Empfang mit der nachfolgenden Integration (der Vereinigung), können wir die Informationen über die Verbindungsleitungen weitergeben.

Somit kann man den anderen Menschen nur aufgrund der verschiedenen Veränderungen erkennen, die man aus den Begegnungen mit ihm bemerkt. Es gibt keine andere Möglichkeit. Nachdem diese Eindrücke zusammengetan werden, kann man sagen, dass man den Menschen tatsächlich erkannt hat.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 17.10.2010

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Gemeinsam – im Glück und im Unglück

Wir können auf das spirituelle System nicht auf die Weise einwirken, indem wir nur darin mit Hilfe der gegenseitigen Bürgschaft eingehen, weil man auf diesem Wege die Verbindung mit dem System enthüllt. Und wenn du dich einfach so darin befindest, wie der statische Beobachter, dann existierst du dort, wie „das Tier“ (der Engel).

Deine Handlungen sind auf die Herstellung der Verbindung mit diesem System gerichtet, und es hängt nur von dir ab. Dann wirst du durch diese Verbindung die Erneuerungen im System sehen können.

Es ist geschrieben: „Sie werden die Vorräte essen“. Es gibt also nichts Neues! Alle Neuheiten bestehen darin, dass du die Verbindung mit dem System dank dem gegenseitigen Geben öffnest.

Und darin kann dir nur die Gruppe helfen. Wenn du die Hilfe von den Menschen nicht fordern kannst, die du kennst, mit denen du in der Verbindung stehst – wie kannst du dann mit der Kraft umgehen, die du nicht kennst und nicht fühlst? Wir sind demnach verpflichtet, zwischen uns ein solches System der Beziehungen aufzubauen, das uns die ganze Zeit anregt und anstößt.

Die Gruppe soll der Gleichgültigkeit nicht gleichgültig bleiben! Jeder soll fühlen, dass er von den Übrigen abhängt: sowohl im Glück, als auch im Unglück, im Materiellen und im Spirituellen, in Allem!

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