Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Ewigkeit'

Geld allein macht nicht glücklich

Anmerkung: Im Rahmen langjähriger Studien haben Wissenschaftler aus Großbritannien herausgefunden, dass ein hohes Einkommen einen Menschen nicht glücklich macht. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Personality and Social Psychology Bulletin“ veröffentlicht.

Antwort: Auch wenn die Menschen wissen, dass „Geld alleine nicht glücklich macht“, wollen sie dennoch Geld. Wenn du einen Menschen von heute fragst, was er lieber hätte, Geld oder Glück, denke ich, er würde antworten: „Geld. Mit Geld kann ich mir dann auch Glück kaufen.“

Der Egoismus, der sich derzeit in der gesamten Menschheit offenbart, braucht außer Geld nichts. Früher waren die Menschen nicht so egoistisch. In ihnen entstanden auch andere Bestrebungen, ihr Egoismus verlangte keine so allumfassende Erfüllung.

Anmerkung: Sie widerlegen also gewissermaßen diese Studie, in der es heißt, dass Menschen Familie, Kinder und Freunde als Glück betrachten.

Antwort: Sie sind zu diesem Fazit gekommen, nachdem sie sehr gründlich geprüft hatten, ob man alles mit Geld kaufen kann, und festgestellt haben, dass das nicht funktioniert.

Aber wir haben unsere absolute Entwicklung noch nicht vollendet. Wir befinden uns in der letzten Phase, die noch nicht abgeschlossen ist. Die Menschheit erkennt bereits, dass Geld kein Glück bringt und dass Glück letztendlich wichtiger ist als Geld.

Aber andererseits: Wenn das Glücksgefühl nicht auf einer materiellen Grundlage beruht, dann ist dieses Gefühl unecht. Das ist genauso, als würdest du dir eine Droge spritzen: „Ich bin glücklich“. „Was ist los?! Warum, wie, was?!“ – „Glücklich“.

Du hast eine Art Spritze bekommen und wirst von einer Welle der Wonne überflutet. Du spürst kein Leid und keine Leere mehr, musst nach nichts streben und nichts unternehmen. Du kannst nicht einmal das Leiden und die Wünsche anderer Menschen verstehen. Du kannst mit niemandem verbunden sein! Du stehst einfach wie ein Idiot mitten in der Welt und dir geht es gut.

Frage: Heißt das also, dass Glück die Entwicklung aufhält?

Antwort: Natürlich! Hätten die großen Künstler, Schriftsteller und Musiker nicht gelitten, wären sie nicht innerlich unglücklich gewesen – egal, ob sie ein Stück Brot hatten oder nicht – unglücklich in ihrer inneren Suche, in ihren Leiden, hätten sie dann überhaupt etwas geschaffen?! Niemals! Glück liegt also nicht in der Definition, die wir ihm sofort zuschreiben.

Glück kann man nur im Gegensatz zum Unglück empfinden, nur im Gegensatz zur Suche, zum Leiden, wenn du strebst und erreichst, strebst und erreichst! Aber wenn du strebst und erst später erreichst, was du gestrebt hast, ist das kein Glück!

Glück umfasst sowohl das Leiden als auch die Freude darüber. Dieser Zustand wird nur in der Kabbala erreicht, wenn die Leere nicht gefüllt wird, sondern wenn sich über ihr eine Füllung aufbaut. Sowohl die Leere als auch die Füllung existieren dauerhaft! Nehmen wir an, ich sehne mich nach etwas und empfinde durch dieses Verlangen Freude und Erfüllung.

Glück ist, wenn wir es richtig definieren, kabbalistisch gesehen, in seiner wahren Form, gleichzeitig ein Zustand absoluten Unglücks und absoluten Glücks, eine Leere und eine Fülle, die sich gegenseitig nicht annullieren.

Dann brauchst du das wirklich nicht mit Geld oder Ähnlichem zu ersetzen, denn deine Leere wird gefüllt und bleibt dabei doch eine Leere. Zum Beispiel isst du etwas und sehnst dich trotzdem die ganze Zeit danach, du trinkst etwas und sehnst dich die ganze Zeit danach, du siehst etwas und sehnst dich die ganze Zeit danach. Das heißt, die Genüsse hören nicht auf, sondern nehmen nur immer weiter zu – und in demselben Maße nimmt die Leere ebenfalls zu!

Das ist die Wissenschaft der Kabbala! Die Wissenschaft, das wahre Glück zu erlangen. Dabei führt dich das Gefühl des ständigen Glücks zum Gefühl der Ewigkeit!

[#180565]

Aus der TV-Sendung „Nachrichten mit Michael Laitman“

 

Der Weg zur höchsten Harmonie

Der Schöpfer hat nur einen Zustand erschaffen, den man als „die Welt der Unendlichkeit” bezeichnet. Wir befinden uns in der Welt der Unendlichkeit, nehmen aber nicht die Unendlichkeit wahr, sondern nur uns selbst, alle Veränderungen geschehen in uns.

Früher war ich in meiner Wahrnehmung mit allen Seelen verbunden und spürte die Welt der Unendlichkeit – Grenzenlosigkeit, Ewigkeit und Vollkommenheit.

Dann änderte sich mein Zustand, mein Gefühl – ich begann zu spüren, dass ich mich in einer düsteren, verdorbenen Welt voller Leiden, Probleme, Chaos, Druck und Einschränkungen befand.

Es wurde immer schlimmer – bis ich den tiefsten Zustand erreichte, in dem ich mich zusammen mit anderen, mir ähnlichen Menschen in unserer Welt, in der uns umgebenden Realität, wiederfand.

All dies geschah ausschließlich in meinem Inneren, in meiner subjektiven Wahrnehmung der Realität. Äußerlich hatte sich nichts verändert. Es war, als würde ich meine Brille abnehmen und niemanden um mich herum sehen oder meine Brille aufsetzen und eine andere Welt sehen.

So haben sich unsere Eigenschaften vom Niveau der Welt der Unendlichkeit so sehr verändert, dass wir stattdessen unsere Welt wahrnehmen, die mich in keiner Weise an die Welt der Unendlichkeit erinnert.

Aber wir können zu diesem Zustand zurückkehren, der „Welt der Unendlichkeit” genannt wird, in der alles in höchster Harmonie, Ewigkeit und Vollkommenheit existiert, in der das Licht herrscht – das Gute und der Gutes Tuende.

Was brauchen wir dafür? Wir müssen das Gefühl dieses Zustandes erreichen, indem wir es in uns selbst erwecken. Die Welt der Unendlichkeit ist verborgen, sie befindet sich in uns, hinter vielen Schichten der Verhüllung. Indem ich allmählich von einer Schicht größerer Verhüllung zu einer Schicht geringerer Verhüllungt übergehe, enthülle ich die Welt der Unendlichkeit.

Die Stufen, auf denen ich zur Erkenntnis der Unendlichkeit zurückkehre, werden Welten – Verhüllungen („Welt“ – „Olam“, vom Wort „Verhüllung“ – „Alama“) genannt. Allmählich verschwindet diese Verhüllung, und ich erhebe mich über sie.

Das bedeutet, die Stufen einer Treppe hinaufsteigen, die Stufen der Welten zu erklimmen, sich über das Verborgene zu erheben und immer mehr erkennen.

Wie machen wir das? – Wir erwecken einen Zustand, der „Welt der Unendlichkeit“ genannt wird. Wir lesen gemeinsam das Buch Sohar, das uns die Verbindung in der Welt der Unendlichkeit beschreibt – dieses Verlangen weckt sie in uns.

[16448]

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar

Eine neue Art der Verbindung

Bemerkung: In unserer Zeit kommunizieren die Menschen immer weniger miteinander. Sie starren in ihre Handys und Computer und tauschen nur noch Emojis aus.

Antwort: Das dient dazu, die Illusion von Kommunikation zu erschaffen. Jemand schreibt dir etwas, du antwortest irgendwie, liest es halb, tippst irgendwas zurück – und das war’s, man „hat sich ausgetauscht“.

Frage: Und was bedeutet Kommunikation aus der Sicht der Kabbalisten?

Antwort: Kabbalistische Kommunikation ist um ein Vielfaches höher.

Wenn wir miteinander in Kontakt treten, sprechen wir darüber, wie wir unsere inneren Empfindungen so abstimmen können, dass sie in Einklang kommen – sodass wir einander verstehen. Das geschieht nicht nur über Schrift, Ton oder andere Informationskanäle – nicht nur über die sinnlichen Verbindungen zwischen uns. Wir streben danach, uns auf eine gemeinsame spirituelle Wellenlänge einzuschwingen – auf die Welle, mit der das ganze Universum erfüllt ist.

Wir versuchen, eine Ebene der gemeinsamen Schwingung zu erreichen, auf der wir sie alle gemeinsam spüren können – jeder auf seine Weise. So wie wir alle dieselbe Melodie hören und sie jeder nach seinen eigenen Eigenschaften empfindet, und dennoch gibt es etwas Gemeinsames: Etwas Gemeinsames in der Melodie, die aus einer Quelle stammt und in uns verschiedene, aber in Bezug auf die Quelle adäquate Reaktionen hervorruft. Deshalb begegnen wir uns in ihr.

Wir bleiben verschieden – aber wir fühlen diese Unterschiede zueinander. Und das Wichtigste ist: Wenn jeder von uns sich mit der Quelle verbindet, dann verbindet uns gerade diese Quelle miteinander. In ihr sind wir gleich.

Andernfalls könnten wir überhaupt nicht miteinander kommunizieren – und würden entdecken, dass wir nur noch über Mobiltelefone kommunizieren können.

Deshalb ist die kabbalistische Kommunikation völlig anders – sie geschieht ohne Worte. Wir senden einander keine Nachrichten, sondern versuchen gemeinsam, auf dieselbe Wellenlänge zu kommen, das Feld des Schöpfers zu offenbaren und uns darin zu befinden.

Frage: Was bringt uns dazu, auf diese Weise zu kommunizieren? Wir sehen doch, dass die Menschheit heute gar nicht mehr miteinander in Kontakt treten will.

Antwort: Das stimmt – der Mensch will überhaupt nicht mit anderen kommunizieren. Nur wenn es ihn beruhigt und erfüllt. Im Grunde genommen braucht er keinen Austausch.

Aber in der Kabbala ist das etwas ganz anderes, denn dabei erkennen wir unser inneres, spirituelles Leben. Wir enthüllen einen ewigen, unveränderlichen Zustand, der sich ständig erhöht und alles Existierende in sich einschließt – etwas, das ein gewöhnlicher Mensch nicht wahrnimmt.

Wenn wir anfangen zu begreifen, was uns durch die Kabbala offenbart wird, ist das überwältigend. Dann hören wir auf, uns mit technischen Kommunikationsmitteln zu beschäftigen, und versuchen stattdessen, im Zehner durch Gedanken- und Gefühlskontakt Verbindung zu schaffen. Dieser Kontakt umfasst die ganze Wirklichkeit – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft –, mit uns und mit der ganzen Menschheit.
Das ist eine vollkommen andere Art der Verbindung.

[220569]

Aus dem russischen Unterricht vom 22.10.2017

Ich möchte im Buch Sohar leben

Das Buch Sohar ist ein heiliges Werk. Es spricht eine ganz besondere und präzise Sprache. Es ermöglicht uns, das Gesamtbild zu erfassen und sich auf ein bestimmtes Detail zu konzentrieren, das es vermitteln möchte. Dadurch wird unser Blick erweitert und gleichzeitig auf entscheidende Punkte fokussiert. Wenn wir kabbalistische Texte, wie den Sohar, Schriften von Baal HaSulam oder Rabash lesen, sollten wir unser Herz mit demjenigen verbinden, der uns dieses Wissen vermittelt hat.

Insbesondere, im „Vorwort zum Buch Sohar“ von Baal HaSulam möchte er uns mit dem Buch „Sohar für das Volk“ verbinden, einem Werk, das im gesamten Volk Israel von großer Bedeutung sein sollte. Zu diesem Zweck verfasste er dieses Vorwort und verbreitete es.

Beim Lesen solcher Texte sollten wir uns von einer rein wörtlichen Auslegung lösen und versuchen, uns mit der spirituellen Botschaft zu verbinden, die der Kabbalist uns vermitteln möchte. Nach dem Lesen jeden Abschnitts sollten wir zu den Worten zurückkehren sie in unser Herz aufnehmen, um eine Verbindung zwischen unseren Herzen und dem von Baal HaSulam, der diese Texte geschrieben hat, herzustellen.

Die Werke der Kabbalisten sind für uns von großer Bedeutung, da sie eine Botschaft enthalten, die uns von unseren Lehrern überliefert wurde. Mit dieser Botschaft wollen sie uns mit tausend Fäden untereinander und mit dem Buch Sohar verbinden. Im „Vorwort zum Buch Sohar“ finden wir alle Worte und Gesetze, die uns helfen, uns dem Schöpfer zu nähern und mit Ihm in Verbindung zu treten. Diese Texte ermöglichen es uns, eine Verbindung zur Spiritualität und zur Ewigkeit herzustellen. Wenn ein Mensch sich mit dem Buch Sohar, mit der spirituellen Quelle verbinden möchte, stellt er beim Lesen fest, wie ihn der Text zunehmend mit der Spiritualität in allen Facetten verbindet. Er öffnet dabei sein Herz und seine Augen, um einen tiefen Wunsch zu entwickeln, sich zu erheben, sich an die spirituelle Wurzel zu klammern, von der der Sohar spricht.

Selbst in Zeiten, wenn man das Buch Sohar nicht liest, sollte man es anstreben, in seinem Geist zu leben. Das bedeutet, dass der Mensch sich bemüht, mit Freunden, in der Gruppe, im Zehner verbunden zu sein, um sich dem Schöpfer anzunähern. Der Mensch wird dann erleben, dass er in ein Feld der Anziehung eingetreten ist, in dem ihn der Schöpfer weiter hineinziehen möchte. 

Im Buch Sohar zu leben bedeutet, sich zu bemühen, die Botschaft, die mit jedem seiner Worte und Sätze vermittelt wird, zu offenbaren. So wird der Sohar zu einem Fluss, der uns von den ersten Worten bis zum letzten Satz mitnimmt.

[341488]

Aus einer Lektion zum Thema „Wir setzen den Kongress im Aufstieg fort”

Zur Existenz auf zwei Ebenen

Frage: Was ist der Unterschied in der Wahrnehmung des Lebens zwischen einem Kabbalisten und einem gewöhnlichen Menschen?

Antwort: Der Unterschied liegt in dem Punkt, der „Tod“ genannt wird. Für jeden Menschen auf dieser Erde wird alles unterhalb der Schwelle des Todes wahrgenommen: Er lebt – lebt und stirbt.

Wenn er sich jedoch vorstellen könnte, dass er sowohl in seinem Körper als auch außerhalb seines verstorbenen Körpers lebt, dann hätte er eine ungefähre Vorstellung davon, dass sich dem Kabbalisten gleichzeitig zwei Daseinsformen offenbaren: unsere Welt und die Höhere Welt – die nächste Dimension, die in unserer Welt auf einer anderen Frequenz existiert.

Dadurch verändert sich selbstverständlich die gesamte Lebensphilosophie, die Einstellung zu sich selbst, zu anderen, zum Ziel der Schöpfung, zu den menschlichen Idealen und zu seinen Plänen.

Grundsätzlich verstehen wir nicht, dass die tiefste, unbewusst in uns existierende und alles bestimmende Triebkraft die Angst vor dem Tod ist. Sie treibt uns ständig zu irgendetwas an. Wir erschaffen Kultur und Wissenschaft, um uns abzulenken, um irgendeinen Schutz vor dieser Angst zu finden.

Wir versuchen ständig, dieser Frage zu entkommen, denn wenn sie sich in uns erhebt, verliert das Leben seinen Sinn. Warum Kinder gebären, wenn am Ende alles vergeht, wenn alle sterben? Schließlich bedeutet jeder Geburtstag auch eine Annäherung an den Tod.

Die Kabbala löst diese für die Menschheit wichtigste Frage von Leben und Tod, indem sie dem Menschen ein ewiges, vollkommenes Dasein offenbart – noch während seines irdischen Lebens.

Wenn er auf die nächste Stufe aufsteigt und gleichzeitig auf beiden Stufen existiert, dann kann er wahrhaft Großartiges vollbringen! Er kann auf der irdischen Ebene richtig leben, rational und mit einem wahren Bezug zu anderen, denn ihn hält nichts mehr zurück. Das Empfinden der Ewigkeit überdeckt absolut alle Probleme – absolut alle!

Das bedeutet, dass du beginnst zu verstehen, wofür alles existiert – damit du immer tiefer in diese Ewigkeit eintauchst, in die Wahrnehmung des Schöpfers, in das Empfinden dieser allumfassenden, ewigen, vollkommenen und harmonischen Natur. Damit du dich immer mehr mit Ihm vereinigst, Ihn erkennst und Ihm ähnlich wirst. Dann begreifst du dein irdisches Dasein als die Verwirklichung einer höheren Möglichkeit, die dir gegeben wurde.

Es gibt keine jenseitige Welt. Wenn du während dieses Lebens die geistige Welt erreichst, dann hast du sie erreicht. Und wenn nicht, dann musst du erneut in denselben Zustand zurückkehren, in dem du dich jetzt befindest, und deinen Weg fortsetzen.

[340729]

(Aus dem Gespräch „Mein Telefon hat geklingelt. Leben oder Tod“)

In der Unendlichkeit sein

Frage: Wenn ich verstehe, dass es niemanden außer Ihm gibt, warum empfinde ich dann Traurigkeit und Panik?

Antwort: Weil du nicht wirklich fühlst, dass es niemanden außer Ihm gibt. Würdest du das tatsächlich spüren, hättest du ein Gefühl der Erhabenheit, des Glücks, der Leichtigkeit, der Ewigkeit. Dann wäre dir nichts mehr furchterregend.

Wenn es niemanden außer dem Schöpfer gibt, und nur Er existiert, lenkt und alles erfüllt, dann bedeutet es, in Ihm zu sein – in der Ewigkeit, in der Unendlichkeit.

 [336256]

Aus einer Lektion zum Thema „Fragen und Antworten“

Harmonische Symphonie des Universums

Frage: Spirituelle Freude ist keine Sehnsucht, kein psychologischer Druck, dem man entfliehen möchte, ist es dieselbe Freude, die wir im gewöhnlichen Leben erleben?

Antwort: Es ist die Freude an der Verschmelzung mit dem ganzen Universum. Der Mensch bekommt ein Gefühl der Vollkommenheit des Universums. Dieses Gefühl der Vollkommenheit ist die größte Erfüllung, das größte Vergnügen!

Frage: Ist es mit unserer irdischen Freude vergleichbar?

Antwort: Absolut nicht

Dieses riesige Verlangen wird von Ewigkeit, Vollkommenheit und Harmonie erfüllt. Man spürt die Wechselbeziehung zwischen all den entgegengesetzten Elementen, wie sie sich ergänzen, ineinander einfließen.

Diese unendliche, harmonische Symphonie erfüllt einen so sehr, dass man kaum noch denken kann, sondern lediglich erkennt, wie groß und vollkommen sie ist.

Frage: Nimmt man das auch im Schlaf wahr?

Antwort: Das kommt vor

Das Leben in einer solchen Welt bedeutet nicht, immer in einer Art von Nirwana zu verweilen. Es ist eine Welt, in der man sich ständig erheben, analysieren und ausrichten muss. Das ist keine einfache Welt. Dennoch ist es ein Hochgefühl, mit der Vollkommenheit verbunden zu sein.

Frage: Was ist das Ergebnis des Ganzen?

Antwort: Man beginnt seine Verpflichtung gegenüber anderen zu spüren.Es ist wichtig und notwendig, die Kabbala zu studieren und das Beste zu tun, damit alle diesen Zustand erreichen können. Man kann es sonst nicht genießen, wenn andere es nicht genießen. Man ist verpflichtet, auf die Menschen einzugehen und etwas zu tun, damit sie ein wenig Genuss verspüren!

[329986]

Aus dem Vortrag „Mein Telefon hat geklingelt.“ “ Grenzenloses Hochgefühl.“

Schawuot – der Feiertag, an dem man die Verbindung zum Schöpfer findet

Ein besonderer Feiertag steht bevor – Schawuot, der Feiertag der Übergabe der Tora. Es symbolisiert die Offenbarung der Tora in der Welt, d.h. die Verbindung zwischen dem Schöpfer und den Menschen.

Das geschah vor etwa dreieinhalbtausend Jahren in der Wüste am Berg Sinai. Solche Symbole gibt es auch in unserer Welt, denn jede spirituelle Wurzel ist verpflichtet, ihren materiellen Zweig zu berühren.

Dieser Feiertag ist von großer Bedeutung, weil der Mensch eine Verbindung mit einer höheren Kraft erhält. Sonst würden wir Tiere bleiben, die ziellos auf dem Planeten Erde existieren, der irgendwo im leblosen Kosmos dahintreibt.

Und jetzt können wir mit der Kraft in Kontakt treten, die das Universum, die Erdkugel und den Menschen erschuf und den ganzen Prozess der Evolution in Gang setzte. Wir können lernen, was hinter diesem Prozess steckt, welche Formen der Beziehung zwischen uns und der höheren Kraft bestehen.

Schawuot ist ein großartiger Feiertag, denn wir feiern das Finden einer Verbindung mit dem Schöpfer, die es uns ermöglicht, uns aus diesem Leben, aus seiner Ziel- und Sinnlosigkeit, über diese tierische Existenz zu erheben. Es gibt keinen bedeutenden Feiertag als die Gabe der Tora; alles beginnt mit ihr! Ohne sie wäre unser Leben vergeudet.
Wir würden gewönliche Tiere bleiben, geboren, um zu leben und zu sterben. Die Tora gibt uns die Möglichkeit, uns über unser Leben zu erheben, die Erkenntnis der höheren Kraft zu erlangen und in die Ewigkeit einzutreten, in die Vollkommenheit, in eine andere Dimension, die auf Geben und nicht auf Empfangen beruht.

Unsere Welt existiert einzig und allein im Egoismus, im Empfangen, und die spirituelle Welt existiert um des Gebens willen; deshalb ist sie ewig und vollkommen. Dank dieser Methode, die Tora genannt wird, haben wir die Möglichkeit, von der unteren Welt in die höhere aufzusteigen.

Deshalb feiern wir Schawuot, das nur wenige Symbole hat: weiße Kleidung und Milchspeisen sind Symbole des Gebens. Das sind die typischen Merkmale dieses Feiertages.

Der Geschichte zufolge wurde die Tora gegeben, nachdem das Volk Israel Ägypten verlassen hatte, d. h. nachdem es vor der egoistischen Absicht geflohen war und das Rote Meer (Yam Suf) durchquert hatte, was bedeutete, sich vom Egoismus zu lösen und die Wüste Sinai zu betreten, den Platz, an dem sich der Hass (Sinaa) zwischen altruistischen und egoistischen Verlangen offenbart.

Und dann steht der Mensch vor einem Berg von Zweifeln. Har (Berg) kommt von Hirhurim (Zweifel). Wie viele Einwände wir gegen das Verlangen zu geben haben, wird uns offenbart und wir müssen daran arbeiten. Deshalb schreien wir: „Wo sind denn die Mittel, die es uns ermöglichen, das Geben zu erreichen?

Dann bekommen wir eine Kraft von oben, die „das höhere Licht“, „Tora“, genannt wird, das heißt „Licht“ (Or), „Programm“, „ Methode“ (Ora’a). So beginnen wir, uns zielgerichtet zu entwickeln.

Bis jetzt korrigieren wir unseren Egoismus von Generation zu Generation, bis wir an das Ende der Korrektur kommen. All dies ist möglich dank der verborgenen Kraft der Tora, die „das Licht, das zur Quelle zurückkehrt“ genannt wird, das höchste Licht der Korrektur.

Es gibt eine besondere Kraft, die an den Tagen dieses Feiertags in der Welt präsent ist. Und wenn wir sie gemeinsam studieren, wird sie uns vorwärts bringen.

[265378]

Aus dem Unterricht zum Artikel „Gabe der Tora“ von Baal HaSulam

Die Sicht der Kabbala auf die Bildung

Kommentar: Die Kabbala betrachtet den Menschen und seine Erziehung nur im Hinblick auf den Zweck der Schöpfung.

Wir existieren, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, und es liegt nicht in unserem Leben, sondern in dem, was wir in der ganzen Natur offenbaren, die der Schöpfer genannt wird. In der Kabbala ist das Konzept der „Natur“ gleichbedeutend mit dem Konzept des „Schöpfers“.

Wenn wir die Verbindung mit der gesamten Natur erreichen, nicht nur mit dem, was wir jetzt in unserer kleinen Welt sehen und beobachten, sondern mit ihrer Ganzheit, beginnen wir zu fühlen, dass wir ewig und in Vollkommenheit existieren. Das ist die Ebene, die der Mensch in diesem Leben erreichen muss. Dies ist der einzige Zweck unserer Existenz.

Und das ist nicht das, was unsere Bildung einem Menschen vermittelt. Wir bringen ihm das bei, was ein Tier seinen Jungen beibringt: zu überleben, eine Familie zu gründen und Nachkommen zu zeugen. Auf diese Weise haben wir unser Leben schon seit Generationen auf der tierischen Ebene gestaltet.

[Rest des Beitrags lesen →]

Wie ändern wir unsere Wahrnehmung des Lebens, um glücklicher zu werden?

Zunächst müssen wir verstehen, wie wir das Leben wahrnehmen, nämlich durch eine Linse der Selbstbezogenheit. Wir nehmen das Leben nicht so wahr, wie es ist, sondern wir haben fünf Sinne: Sehen, Riechen, Tasten, Hören und Schmecken, fünf Öffnungen, durch die wir ständig Informationen erhalten.

Wenn wir unsere fünf Sinne transzendieren, dann nehmen wir eine neue und andere Realität wahr.

Alles, was wir wahrnehmen, befindet sich in unserem Ego, d.h. in unserem Wunsch zu genießen, mit der Absicht, nur für sich selbst zu genießen. Dieses Ego begleitet und lenkt uns, um jeden Moment unseres Lebens auszukosten, um so viel wie möglich zu bekommen und so wenig wie möglich zu verlieren. Die Natur hat uns so programmiert, dass wir in jedem Moment aus Eigennutz wünschen, denken und handeln, und unser Körper tut dies auf sehr raffinierte und kluge Weise. Unsere Wahrnehmung des Lebens ist dadurch sehr begrenzt, in Bezug auf das, was wir wollen, was wir verstehen und fühlen, was wir erhalten und was wir besitzen.

[Rest des Beitrags lesen →]