Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Kleide dich ins Geben ein

Eine große Stufe auf unserem Weg ist die Stufe des Erlangens der Eigenschaft des Glaubens oder mit anderen Worten, die Eigenschaft des Gebens. In dem Maße, in dem wir sie erlangen, steigen wir über unsere Natur des Empfangens auf.

Als Ergebnis erhalten wir ein vollständiges Gewand über alle unsere Verlangen, über alle ihre Aspekte und verschiedenen Arten der Vermischung zwischen ihnen. Danach setzen wir unseren Aufstieg fort, aber schon in Richtung des völligen Glaubens. Das bedeutet, dass wir vom einfachen Glauben zur zweiten Stufe der Korrektur aufsteigen und die Eigenschaft der Liebe erwerben. Dann korrigieren wir unsere Verlangen, füllen sie mit dem Licht von Chochma, dem Genuss, und mit dieser Hilfe erlangen wir das Geben.

Deshalb ist der erste Zustand Chafez Chessed, die Stufe von Bina, wo wir zuerst das empfangende Verlangen durch die altruistische Absicht korrigieren, die durch die Eigenschaft des Glaubens, das Geben, eingekleidet wird. So erlangen wir die ersten drei Sefirot von Bina.

Dann gehen wir weiter zu ihren sieben unteren Sefirot, erwerben die Fähigkeit uns fremde Kelim oder Verlangen anzueignen und korrigieren und füllen sie dadurch. Genau wie Bina, welche die unteren erfüllt, können wir ebenso andere Kelim füllen.

Wie kann es sein, dass sie zuerst fremd sind und ich das nicht tun kann? Tatsache ist, dass ich sie fülle, wenn ich sie an mich binde, sodass sie in mir sind, wie im Zustand der Empfängnis, oder des Stillens, oder dem erwachsenen Zustand (Mochin). Das ist meine Haltung zu ihnen.

Dies wird schon vollkommener Glaube genannt, das Licht von Chassadim, mit der Erfüllung des Lichts von Chochma.

Aus dem 1. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 1.03.2011, Schriften von Rabash

Die Seele des Menschen lehrt ihn

In der materiellen Welt ändern sich unsere Vorstellungen von der Schönheit ständig, und wir sind gezwungen, der Meinung der Mehrheit zu folgen.

Denn wir leben in der menschlichen Gesellschaft, und ob wir das wollen oder nicht, achten wir deren Werte – so ist unsere Natur. Jeder wird letztendlich das achten, was von der Mehrheit in seiner Umgebung geachtet wird.

Wir begreifen noch nicht einmal, wie haltlos all diese Werte sind. Die Mode hat sich bereits so oft geändert – in der Erziehung, in der Kultur, in der Industrie, in dem schöpferischen Schaffen, selbst in den Essgewohnheiten. Und wir sehen, dass sie kommt und geht, ohne einen wahren Wert unter sich zu haben. Alles, was über die Grenzen unseres tierischen notwendigen Daseins, das vom Körper benötigt wird, hinausgeht: einfaches Wohnen, Familie, Nahrung – alles Andere wird von uns nur geschätzt, weil es von der Gesellschaft geschätzt wird.

Doch die Spiritualität unterscheidet sich dadurch, dass niemand uns dorthin hinter sich herzieht. Wir müssen selbst eine Gesellschaft für uns aufbauen und sie selbst erwecken, damit sie uns hinter sich und durch sich in die Spiritualität zieht. Das heißt, in der spirituellen Entwicklung ist uns die Freiheit des Willens überlassen, und keiner wird uns mit Gewalt dazu zwingen!

Natürlich spornt uns der Schöpfer an und macht uns das Leben in dieser Welt schwer und beraubt uns der Erfüllung. Doch andererseits ist das Leben nicht so schwer wie in der Vergangenheit, und wir sterben nicht vor Hunger. Und doch spüren wir die innere Leere, die uns zur Entwicklung vorantreibt. Und wenn wir diese Leere in uns feststellen und darüber nachdenken, wozu wir leben, worin der Sinn und das Geheimnis des Lebens besteht, und diese Fragen nicht beantworten können, dann stellt sich heraus, dass keiner uns das sagen und erklären kann, keiner zieht uns hinter sich her.

Wir schauen uns um und sehen keine Beispiele. In allem anderen bekommen wir im Leben Beispiele: welchen Beruf man erlernen, welches Haus man bauen, was man kaufen, wie man etwas regeln und wem man ähnlich sein sollte. Die menschliche Gesellschaft gibt uns in allem ein Beispiel. Und nur die Spiritualität bleibt ohne Beispiele, als ob du dich in einem Vakuum befinden und jeden Tag oder sogar jeden Augenblick aufs Neue vor die Frage gestellt würdest, was du tun sollst – wohin du gehen sollst, wo du ein Vorbild, spirituelle Werte, ein Ziel finden sollst?

Das ist ein großes Problem. Doch andererseits müssen wir verstehen, dass das die Folgen der uns gegebenen Freiheit sind! Denn der Mensch, wenn er in die Spiritualität eintritt, baut seine Seele selbst auf. Keiner bringt ihm das bei. Es gibt viele Ratschläge und Bücher, doch das sind alles nur allgemeine Erklärungen um dieses Thema herum, die uns lediglich ein wenig unterstützen.

Doch letztendlich hängt alles vom Menschen ab. Und wenn er keine Umgebung für sich aufbaut, die ihm spirituelle Werte, die Ausrichtung vermittelt, die genauso gründlich ist wie in unserer Welt, die uns so viele Beispiele zeigt – dann wird er natürlich nicht wissen, wie er vorankommen soll.

Darin besteht der Hauptunterschied im spirituellen Vorankommen vom materiellen.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 04.03.2011

 

Kabbala Akademie

Wozu brauchen wir Geld?

Frage: Was hat Geld mit der Spiritualität zu tun und wie bringt es uns voran?

Meine Antwort: Geld (Kesef) bedeutet „Abdeckung“ (Kissuj) für meinen Egoismus. Es ist die Kraft, die es mir erlaubt, meinen Egoismus abzudecken und ihn entweder zu erfüllen oder für die Erfüllung von Anderen zu benutzen. Das Geld bietet die Möglichkeit, mit diesem Egoismus zu arbeiten – entweder für oder gegen ihn.

Aus diesem Grund darf das Geld in einer integralen Welt nur zur Verbindung zwischen den Menschen benutzt werden. Der Mensch muss für sich das Nötigste zum Leben behalten und den Überschuss für die Korrektur der Welt weggeben.

In der zukünftigen Generation, in einer korrigierten Welt wird das Geld verschwinden. Denn wenn ich alles Nötige von der Gesellschaft bekomme, wozu brauche ich dann das Geld? Wenn die ganze Welt korrigiert ist und jeder mit dem Nötigsten versorgt ist und er an den überflüssigen Erfüllungen keinen Bedarf hat, wozu ist dann das Geld nötig? Es wird keine Notwendigkeit darin bestehen.

Die Tauschprozesse, die Übergabe von einer Firma an die andere, zwischen den Werken, muss irgendwie geregelt werden, um die ganze Welt versorgen und die korrigierte, vollkommene Form erreichen zu können – doch das wird nicht mehr mit Hilfe von Papiergeld geschehen. Wir werden die Verbindung zwischen uns auf irgendeine Weise bemessen müssen, und wir werden sie mit dem „Geld“ erfassen – doch es wird nicht das Geld sein, welches heute im Umlauf ist, sondern das Maß des Gebens des Einen an den Anderen.

Wenn wir zum Geben übergehen, brauchen wir ebenfalls „Geld“, doch es nimmt die Form des Schirms an, welcher durch die Verbindung bemessen wird, zu welcher er führt.

„Wie viel hast du bezahlt?“ – In dem Ausmaß jener Verbindung, die entstanden ist!

Heute aber wird der entrichtete Preis dadurch bestimmt, wie viel ich für mich bekomme, indem ich von den Anderen wegnehme und dadurch einen Bruch zwischen uns schaffe.

Auszug aus dem Unterricht zum Thema Geld, 01.03.2011

Gebet ist ein Urteil über dich selbst

Frage: Wie können wir bei der „inneren Verbreitung“ vorgehen und was sollten wir während des Tages tun, um sie zu verwirklichen?

Meine Antwort: Korrektur geschieht aufgrund einer Handlung, die „Gebet“ genannt wird, welche die Enthüllung des wahren Verlangens ist, das Erfüllung verlangt. Diese Anstrengung wird „Gebet“ genannt, welches als „über sich selbst urteilen“ übersetzt wird, oder als dein inneres Wesen wahrnehmend: Wer bin ich, was will ich, besitze ich die rechten Verlangen oder nicht, und wann werden meine Handlungen, gleich denen meiner Vorfahren sein, was bedeutet, wann werden meine Verlangen jenen gleich sein, welche die Kabbalisten im Gebetbuch beschrieben?

Das ist gar nicht einfach. Das Gebetbuch wurde von Kabbalisten geschaffen, den Weisen der grossen Versammlung, die sich auf der höchsten geistigen Ebene befanden. Sie hinterliessen uns das Gebetbuch, damit es uns als ein Beispiel dient, was wir in unseren Begehren erlangen sollen.

Gebet kann nur um der Einheit willen stattfinden und das wird das „Gebet der Gemeinschaft“, oder das „Gebet der Vielen“, genannt. Es gibt nichts anderes für uns, worum wir zu bitten hätten, denn all die negativen Ereignisse und alle Probleme im Allgemeinen, die in der Welt enthüllt werden, stammen aus dem Mangel an Einheit. Daher, weil der Schöpfer Einheit ist, ist Einheit seine Eigenschaft. Deshalb ist dies das Einzige, worüber wir nachdenken sollten.

Einheit berücksichtigt alle Menschen in der Welt, beide, Männer und Frauen. Schliesslich muss jeder sich in einem globalen System vereinigen, der gemeinsamen Seele von Adam HaRishon. Wenn ich studiere, urteile, denke, frage und antworte, entscheide ich in Wirklichkeit nur eine Sache: Werde ich das gesamte System zur Einheit bringen? Letzten Endes, korrigieren wir alles durch die Einheit.

Ausser dieser Kraft während dem Studium und dem Verlangen danach, dass dies geschehe, gibt es keine anderen Mittel, die Korrektur bewirken können. Alles andere bringt lediglich mehr Verderben. Es gibt entweder das eine oder das andere und nichts in der Mitte. Alle unsere Handlungen bringen entweder Korrektur oder Schaden. Selbst wenn du einen Moment verbringst, dort zu sitzen und nichts tust, verging die Zeit. Du hast sie vergeudet und hast sie nicht zur Korrektur verwendet, und das bedeutet, du hast Zerstörung herbeigeführt!

Daher muss das Verlangen nach universaler Einheit immer in uns lebendig sein. Dies ist unsere „innere Verbreitung.“

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 27/02/2011, „Einführung in das Buch Panim Meirot uMasbirot“

Spirituelle Infusion via Internet

Es ist unmöglich, ohne das Licht, das zur Quelle zurückführt, auszukommen, und es kann nur angezogen werden durch das Lesen von kabbalistischen Büchern und das Studium in der Gruppe derjenigen, die eine neue, innere Verbindung unter sich enthüllen wollen.

Das entspricht einem spirituellen Netz, wo wir alle miteinander verbunden und mit Licht erfüllt sind. Aus diesem Grund müssen wir, die hier unten voneinander getrennt sind, uns verbinden wollen und das Licht bitten, unsere Verbindung zu korrigieren. Diese Übereinstimmung muss auf zwei parallelen Ebenen existieren: der materiellen und der spirituellen.

Doch es wird sich noch eine riesige Anzahl von Menschen zusammen mit uns im Internet-Netz befinden, die nach der gleichen Verbindung, nach der Spiritualität suchen, aber nicht studieren können und wahrscheinlich noch nicht einmal was von den Unterrichten gehört haben. Und weil wir uns alle in einem Netz befinden werden, werden sie spüren, dass der Anschluss an uns ihnen eine angenehme Erfüllung bringt. Sie werden selbst nicht verstehen, woher das kommt – doch so werden sie es in ihrem Verlangen empfinden.

Denn der Mensch ist lediglich eine Außenhülle, in deren Innerem das Verlangen, welches die zu ihm strömende Erfüllung spürt, enthalten ist. Und dann werden die anderen Menschen genauso, wie meine Schüler mich gefunden haben, unsere Gruppe im weltweiten Internetsystem finden, sich ihr anschließen und von dort eine Infusion erhalten, die sie sich gut fühlen lässt. Und auf diese Weise werden sich immer mehr Menschen uns anschließen.

Deshalb müssen wir uns im Internet verbreiten, in allen Sprachen, und so bekannt wie nur möglich werden, um dem Menschen eine Möglichkeit zu geben, sich uns anzuschließen. Und vielleicht sollte die Erklärung selbst eine gewisse „Internet-Färbung“ in ihrem Ausdruck und in der Sprache enthalten, denn das menschliche Gehirn, das sich bereits an das Internet gewöhnt hat, kann alles nur in diesem neuen Stil wahrnehmen.

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“, 21.02.2011

Auch Du wirst in Versen sprechen

Unsere ganze Arbeit ist dazu da, unser Verlangen für die nächste Stufe vorzubereiten. Ich strenge mich an, um mich selbst zu prüfen: Wonach genau strebe ich? Vielleicht denke ich noch, ich könnte die nächste Stufe durch eigene Kraft erreichen, aber vielleicht bin ich auch nicht mehr so dumm und weiß bereits, dass ich das nicht von allein schaffe und nur die höhere Macht mir helfen kann. Und dann fange ich an, nach einem Weg zu suchen, den Schöpfer zu erreichen, Ihn zu zwingen, mir zu helfen.

Kabbalisten sagen, dass wir die höhere Macht nur durch die Gemeinschaft, die Gruppe erreichen. Wie viele Jahre Arbeit werde ich brauchen, um zu erkennen, dass die Gemeinschaft nur dazu da ist, den Schöpfer dazu zu bringen, mir zu helfen, und dass meine Mitarbeit in der Gruppe gleichzusetzen ist mit der Schöpferkraft zu meiner Korrektur? Wenn ich mich mit der Gemeinschaft genau deshalb verbinde und nur danach strebe, dann wird Er es tun, und wir – ich, die Gruppe und Er – werden uns darin treffen, wie geschrieben steht: „Isra-El (einer der direkt nach dem Schöpfer strebt), die Tora (das höhere Licht) und der Schöpfer sind eins“.

Das nennen wir den Versuch, „Gunst zu erlangen“ vom Schöpfer. Der Schöpfer wird dich lieben, wenn du die gleichen Verlangen wie Er hast. Du musst verstehen, dass du von Ihm abhängst und dein Ego erniedrigen. Kabbalisten erklären uns das in sehr präzisen Worten, und in dem Moment, wo du das Ziel dieser Arbeit erreicht hast, wirst du in ihren Worten sprechen, die Sprache der Zweige wird in dir sein.

Du wirst keine anderen Worte haben, Du wirst beginnen, Verse aus den Psalmen oder Gebets-Büchern zu sprechen. Weil Kabbalisten diese Wörter aus der Erfüllung nehmen: die komplette Anordnung von Wörtern und Buchstaben. Du wirst anfangen, in genau der gleichen Weise zu sprechen, da alles, was gesagt wurde, unzweifelhaft von der nächsten Stufe bestimmt ist, und es ist unmöglich, es anders zu sagen.

Das ist die wissenschaftlichste Herangehensweise von allen. Normale Wissenschaft ist sehr exakt, sie arbeitet innerhalb der Grenzen dieser Welt, unter deren begrenzten Bedingungen, und so ist alles relativ. Die Kabbala ist jedoch eine absolut wissenschaftliche Methode, bei der alles einem Gesetz unterliegt. Nur eine einzige Regel gilt für das ganze Universum. Geben und Empfangen müssen zu einem Ganzen verschmelzen.

Das muss nicht einmal bewiesen werden, niemandem. Wir suchen immer nach wissenschaftlichen Beweisen und Beispielen, um die Menschen näher zur Kabbala zu bringen. Die Weisheit der Kabbala jedoch benötigt keinerlei Beweis, sie wird im Menschen enthüllt.

Aus dem 4. Teil der täglichen Kabbala Lektion vom 14.02.2011, „Die Essenz der Weisheit der Kabbala“.

Deine persönlichen Verlangen werden dich nicht weit bringen

Frage: Kann die Verbreitung der Kabbala als Sprungbrett für die Arbeit hin zum Geben dienen, so wie es das Verlangen tut?

Meine Antwort: Die Verbreitung hat Vorrang. Denn durch die Verbreitung der Weisheit der Kabbala, gebe ich der ganzen Welt die Erklärungen, die die Menschen zum Erwachen führen. Und infolgedessen werde ich ihre Verlangen, die auf die Korrektur zielen, erhalten.

Verlangen die in uns erwachen, in der Weltbewegung von“ Bnei Baruch“, in denjenigen, die zum Schöpfer (Israel) streben, sind nicht ausreichend. Wir müssen die Verlangen der ganzen Welt aufnehmen, und um das zu erreichen, müssen wir die Weisheit der Kabbala verbreiten. Diese Verbreitung wird als das „Horn des Messias“ angesehen.

Dank dieser Verlangen, werden wir fähig sein, die Methode zur Transformation richtig zu überbringen, damit es leichter und einfacher für alle wird. Die Art und Weise wie wir es präsentieren, hängt davon ab, wer vor uns sitzt, und wem wir all die Erklärungen geben. In Übereinstimmung damit, können wir freier, offener und einfacher über alles sprechen, weil wir die Verlangen der anderen aufnehmen.

Deshalb brauchen wir die Verlangen von dem Teil der Menschheit, welcher sich nicht selbst korrigieren kann. Und dann wird die Kraft dem Teil, der fähig ist sich selbst zu korrigieren, von oben gegeben, so dass der zweite Teil durch den ersten korrigiert werden kann.

Und wenn es dort einen Teil gibt, der sich nach dem Schöpfer (Israel) sehnt und der fähig ist, eine Verbindung mit Ihm herzustellen, dann muss der Teil, der keine direkte Verbindung zum Schöpfer hat, angeheftet werden. Dann werden beide, „Israel“ und „die Nationen der Welt“, die Kraft erhalten sich selbst zu korrigieren.

Wenn sie jedoch nicht miteinander verbunden sind, dann wird Israel keine Kraft von Oben erhalten, denn allein kann ein Mensch die Korrektur nicht verlangen. Er wurde nur dafür zerbrochen, um die Völker der Welt zu transformieren. Und die Nationen dieser Welt, oder diejenigen, die nicht von selbst aufwachen, werden diese Kraft ebenfalls nicht erhalten, da es unter ihnen niemanden gibt, von dem sie die Kraft empfangen könnten. Dann werden die Nationen der Welt ihren Hass und ihren schlechten Einfluss auf Israel richten, um Israel (das Streben zum Schöpfer) für die Erfüllung ihrer Aufgabe aufzuwecken.

Aus dem 1. Teil des täglichen Kabbalaunterrichts vom 13.02.2011, Schriften von Rabash

Lerne, mit dem Herzen zu verstehen

Frage: Es ist uns bekannt, dass man mit der Vernunft versteht. Was bedeutet die Aussage „mit dem Herzen zu verstehen“?

Antwort: Solange du noch jung bist, steht es dir noch bevor zu offenbaren, dass man in Wirklichkeit nur mit dem Herzen versteht, und wenn das Herz etwas nicht annehmen will, kann die Vernunft dagegen nichts tun. Wenn wir dem Herzen beim Handeln gehorchen, d.h. entsprechend unserem Verlangen handeln, ist das Verlangen unsere Basis, unsere Natur und die Materie der Schöpfung, die vom Schöpfer erschaffen wurde. Deshalb bearbeitet die Vernunft nur die Information und kann dich zu nichts verpflichten.

Es scheint nur so, dass du alle deine Berechnungen mit dem Verstand durchführst und siehst dann das Ergebnis in Form von Formeln, Tabellen und Grafiken. Tatsächlich ist es nicht so, im Endeffekt wird alles vom Herzen (Verlangen) bestimmt.

Die Bedeutung der Vernunft wird dabei nicht herabgemindert. Sie hat jedoch keine andere Aufgabe als zur Datenverarbeitung zu dienen. Aber welche Daten soll sie verarbeiten? – Die Daten, die sie vom Herzen bekommt.

Die Menschen sind fühlende Geschöpfe. Ich kann urteilen, was für mich gut oder schlecht ist und was ist Wahrheit und was ist Lüge, was bitter und süß. Aber was möchte ich im Endeffekt erreichen? In jedem Fall möchte ich zum Süßen kommen, ich überprüfe mit dem Verstand nur, ob es in Wirklichkeit süß ist. Aber in beiden Fällen befinden sich die Erfüllung und das Ergebnis im Verlangen.

Man kann schlussfolgern und sagen, dass mit der Aussage „mit dem Herzen zu verstehen“ eine Fähigkeit gemeint wird, den Verstand und die Gefühle zu vereinigen. Das Herz ist das Verlangen, das mit dem Licht Chassadim korrigiert wurde und kann jetzt in sich das Licht Chochma enthüllen. Das bedeutet das Verständnis.

Dieses im Herzen enthüllte Verständnis ist das Licht Chochma, das sich ins Licht Chassadim bekleidet. Das heißt, du hast nun das Verlangen und die Vernunft, die zusammenarbeiten können. Es ist die Wahrheit und zugleich auch süß.

Aus dem Vortrag im Auditorium „Kabbala für alle“ vom 21.12.2010

Vorwärts zur Wahrheit!

Frage: Was bedeutet, um die Hilfe des Lichts zu bitten?
Meine Antwort: Wenn der Mensch beginnt, Kabbala zu studieren, glaubt er, dass er ein Verlangen hat. Voller Eifer strebt er danach, etwas zu verstehen, zu erkennen, zu machen. Dieser Drang scheint ihm unaufhörlich und geeignet zum weiteren Vorankommen zu sein.

Erst viel später beginnt der Mensch zu verstehen, dass der Drang nach vorne nicht in ihm selbst erwacht. Dieses zerbrochene Verlangen erlangt er in Zusammenwirkung mit der Umgebung, mit den Freunden. Der Mensch will sich ganz und gar nicht zu einem gemeinsamen Herzen mit ihnen verbinden, er will keine Bürgschaft mit ihnen eingehen. Er sieht deutlich das zerbrochene Verlangen: Übel, Hass statt Liebe, Abstoßung, Unfähigkeit sich zu verbinden.

Dieses Verlangen stoppt den Menschen, damit muss er sich nun an das Licht, das zur Quelle zurückführt, wenden.

Doch wohin muss ich zurückkehren? Zu welcher Quelle? Was ist das für ein Verlangen?
Hier sind zwei sehr unterschiedliche Schritte notwendig, und die Grenze zwischen ihnen ist recht problematisch. Für den Verstand ist es einfacher, doch durch die Empfindung des Menschen scheint ein klarer, deutlicher Schnitt hindurchzugehen: „Mit meinem eigenen Bestreben komme ich also nur bis zum richtigen Ort und nicht weiter. Danach muss ich ein neues Verlangen, welches momentan zwischen mir und meinen Nächsten zerbrochen ist, erlangen“.

Ich muss Hass gegenüber dem Nächsten enthüllen und mit Hilfe des Lichts das Böse darin erkennen. Ich muss enthüllen, dass gerade die Korrektur dieses Hasses die Rückkehr zum Guten bedeutet.
Genau in diesem Moment werde ich das Licht brauchen – keine einfache Erfüllung, sondern die Kraft, die mein Übel korrigiert und mich zur Quelle, zum Guten zurückführt. Und das Gute bedeutet für mich die Vereinigung mit meinem Nächsten.

Diese Dinge muss ich klar erkennen. Ich muss mir darüber klarwerden, dass es so und nicht anders ist. Das Problem besteht darin, dass der Mensch unfähig ist, ohne die Unterstützung der Umgebung an sich selbst zu arbeiten. Er braucht einen äußeren, physischen Beistand, und später, wenn er dem Ziel entgegen strebt, findet er innerhalb der Gruppe Sachen, die sogar von den Freunden selbst unbemerkt bleiben.
Die Arbeit verläuft sowohl äußerlich als auch innerlich, doch sie ist ganz darauf gerichtet, den Ort des Zerbrechens zwischen uns, das Böse, welches in diesem Zerbrechen verborgen ist, und das Gute, welches dessen Korrektur mit sich bringt, zu enthüllen.

In meiner Empfindung muss mir absolut klar sein: das ist die Krankheit, die mich tötet, und nur das Licht, das zur Quelle zurückführt, kann mich retten. Ich selbst bin dazu nicht in der Lage. Die Rettung besteht in der Vereinigung, allein sie ist mein Heilmittel. Alles Andere wird von mir nicht berücksichtigt, ich schreibe das als gegen Null gehenden Einfluss oder als einen negativen, schlechten Einfluss ab.

Durch gemeinsame Anstrengungen müssen wir danach streben, dies auch tatsächlich wahrzunehmen. Und dann können wir nach dem Licht, das zur Quelle zurückführt, verlangen. Ich sehne mich nicht einfach nach etwas Unbestimmtem, ich will nicht einfach irgendetwas erfahren, ich strebe nicht einfach nach der Spiritualität – denn all das ist vom Egoismus durchdrungen. Nein, ich strebe nur nach Vereinigung, ich will ein Bedürfnis nach Verbindung mit den anderen erlangen. Das wird als „Gebet vor dem Gebet“ bezeichnet.

Nur mit solchen Schritten, wenn auch gekünstelt, theatralisch und schweren Herzens, werden wir vorwärts kommen. Vorwärts zur Wahrheit: nicht zur nackten Wahrheit unseres „Leibes“, sondern zur spirituellen, zur richtigen Wahrheit. Darüber steht geschrieben: „Ich wohne unter meinem Volk“.

Wollt ihr den Schöpfer enthüllen? Der „Schöpfer“ ist die Eigenschaft des Gebens. Sie wird nur in unserer richtigen wechselseitigen Beziehung enthüllt. Je mehr wir über sie sprechen, schreiben, diskutieren werden, je konkreter, unmittelbarer, klarer und deutlicher wir es tun werden, ohne zuzulassen, dass es zur Gewohnheit wird, desto näher werden wir an die Umsetzung dieser Eigenschaft herankommen.

Auszug aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabash, 08.02.2011

Sich verbinden und zu einem spirituellen Herzen werden

Frage: In Gedanken meint jeder von uns, dass er bereit und gewillt ist, sich mit allen anderen zu verbinden, doch wenn es soweit ist, dieses Verlangen zu realisieren, scheitern wir.

Meine Antwort: Ihr scheitert nur daran, dass jeder von Euch für sich allein dazu bereit ist, jedoch nicht alle zusammen.

Das ägyptische Exil unterscheidet sich von allen voran gegangenen. Warum war der Einzug nach Ägypten mit Hilfe von Josef möglich? Weil Josef (von „Osef“) Ansammlung von allen Kräften und Grundlagen ist.

Es ist unmöglich, das Böse zu enthüllen, selbst wenn alle damit einverstanden sind. Dazu ist die Erfüllung einer Bedingung notwendig: Bereitschaft zur Vereinigung. Noch bevor sie nach Ägypten kamen, haben Josefs Brüder ihn verkauft, sie wollten keine Vereinigung. Sie schienen gerecht zu sein, jeder von ihnen wollte dem Schöpfer dienen, doch sie wollten sich nicht verbinden. Sie wollten sich Josef, der als Grundlage gilt, nicht anschließen.

Und als sie in ihrer Ausweglosigkeit mit Hilfe von Josef nach Ägypten kamen, begannen sie zu enthüllen, wie sehr sie die Idee der Einheit hassen und ablehnen. Und das Exil selbst ist die Enthüllung des Hasses gegenüber der Vereinigung.

Und erst wenn dieser Hass sein volles Maß erreicht hat und seine Herrschaft über den Menschen zu spüren ist, sprich wenn er sich einerseits in der Gewalt des Pharao befindet und andererseits sehr darunter leidet und nicht in der Lage ist, etwas zu erreichen, erst dann geschieht der Durchbruch.

Doch all das geschieht durch die Anstrengung, sich zu verbinden, indem man sich über die eigene Weigerung, dies zu tun, erhebt. Dadurch wird das Exil überwunden. Wir jedoch scheinen an der Grenze zu Ägypten zu stehen und auf der Stelle zu treten.

Die Anstrengung, sich zu verbinden, äußert sich in der gemeinsamen inneren Fürsorge, wenn alle an unsere innere Verbindung denken und sich deswegen Sorgen machen. Dann werden wir spüren, dass es zwischen uns etwas gibt, was uns verbindet, und wir werden alle zu einem Herzen.

Und das ist bereits ein spirituelles Herz, ein spirituelles Verlangen, in dem wir mit dem Schöpfer verbunden sind und das Licht brauchen, welches uns so verbindet, dass wir aus dem gemeinsamen Verlangen heraus Handlungen des Gebens an den Schöpfer vollziehen werden.

Auszug aus dem Gespräch über die spirituelle Arbeit, 17.12.2010