Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Entwicklung'

Abbitte vor Jahresbeginn

Vor Rosh haShana (Neujahrsfest) ist es üblich, Reue zu zeigen und um Vergebung zu bitten.
Aus dem Artikel von Rabash „Abbitte“: Wenn der Mensch den Schöpfer um Vergebung bittet, bedeutet dies, dass er den wahren Grund aller Sünden erkennt.
Wenn ihm aber der vollkommene Glaube fehlt, bittet er, dass der Schöpfer ihm die Kraft gibt, den Glauben im Herzen zu erlangen.
Daraus resultiert der Unterschied zwischen demjenigen, der den Glauben (die Eigenschaft des Gebens) erlangt hat und deshalb „Israel“ (zum Schöpfer strebend) heißt, und demjenigen, der den Glauben nicht erlangt hat und deshalb „Goi“ heißt (ein Volk, ein Fremder, d.h. mit einem fremden Verlangen, weil Verlangen/Razon von Erez/Land stammt, also ist Goi derjenige, der nicht zum Schöpfer strebt).
Derjenige, der stets den Glauben erkennt, sieht den Unterschied zwischen diesen beiden Stufen der spirituellen Entwicklung eines Menschen und kann, nachdem er von der Stufe „Goi“ zur Stufe „Israel“ übergegangen ist, den Schöpfer preisen: „Ich danke Dir, mein Schöpfer, dafür, dass Du mich nicht als Goi erschaffen hast!“

Als „Fremder“ wird ein Mensch bezeichnet, der für sich handelt, und als „Israel“, „Yehudi“, derjenige, der sich mit dem Schöpfer vereinen will, um Ihm zu geben.
Zwei Teile sind in jedem Menschen vorhanden: ein unkorrigierter, wo sein Ego, und ein korrigierter, wo die Eigenschaft des Gebens herrscht und regiert.
Darin besteht der Unterschied zwischen einem „Fremden“ und „Israel“, sowie das Maß unser aller Sünden. Und wir müssen uns selbst ständig in der Mitte sehen, genau diese Selbstanalyse bedeutet die Vorbereitung auf den Jahresbeginn, auf eine neue Veränderung.
Jeder muss sich als ein „Babylonier“ fühlen, der die Wahl hat, mit wem er gehen soll: mit Abraham, um „Israel“, auf der Suche nach dem Schöpfer, der Eigenschaft des Gebens, zu werden, oder den Weg des Egoismus mit dem Rest der Welt.
Alles wird nur am Schöpfer, der Eigenschaft des Gebens, gemessen – inwieweit wir wollen, dass sie uns beherrscht und uns in allem, sowohl bewusst als auch unbewusst, lenkt.

Nur auf diese Weise soll man sich den Schöpfer vorstellen – als eine innere Kraft, die in einem Menschen regiert, und keine äußere.
Es ist klar, dass der Mensch nicht dadurch „sündigt“, dass er über egoistische Verlangen verfügt, denn so ist er erschaffen worden! Doch wenn er sich entscheidet, in seinem Egoismus zu bleiben, dann wird das als Sünde bezeichnet.
Beim ersten Mal ist es noch keine Sünde (wie über den Sündenfall von Adam haRishon geschrieben steht), ich kläre nur diese Handlung, ihre Ursache und Wirkung.

Doch wenn ich bereits diese Sünde (Ego) in mir offenbare und mich damit einverstanden erkläre, dass sie in mir regiert, dann bedeutet das, dass ich „sündige“. Genau das ist die Überprüfung dessen, was ich will.

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Bis Ari waren die Tore der Weisheit für uns geschlossen

АRI ist eine große Seele, die in unsere Welt herunterstieg, um uns die Tore der Weisheit zu öffnen.

Und deshalb, wie Baal HaSulam schreibt, ab der Zeit von ARI und weiter, hängt alles vom Menschen ab, der sich dann korrigieren soll, um den Schöpfer zu enthüllen, um zur Verschmelzung mit Ihm zu kommen, um das Schöpfungsziel zu erreichen.

Und früher, vor ARI, war es einfach unmöglich, weil die Seelen noch nicht bereit waren und einen bestimmten Weg der Entwicklung gehen sollten, um untereinander vermischt zu werden.

АRI symbolisiert die Periode des Maschiach, deshalb nennt man ihn Maschiach ben Jossef, mit ihm beginnt die Wissenschaft der Kabbala die Form der Methodik der Korrektur anzunehmen. Und früher wurde sie nur für die auserwählten Persönlichkeiten in der besonderen Form vorbestimmt.

Man muss die Kabbalisten respektieren, die damals in Zfat neben ARI lebten und seine Größe anerkannt haben.

Sie haben ihn geschätzt. Obwohl Ramak schon alt, bekannt und respektiert wurde, kam er trotzdem zu den Unterrichten von Ari und saß unter seinen Schülern. Er war doppelt so alt als Ari, bekannt und geachtet, wie ein großer Kabbalist.

Dank ihm und noch einigen Kabbalisten, die Ari anerkannt haben, war er vor den Kabbala-Gegnern geschützt.

Denn er hatte nur ein Paar junge (26-jährige!) Schüler. Und damals war die Einstellung zur Kabbala ganz und gar nicht freundlich. Uns scheint es nur so zu sein, dass damals alles erlaubt war, wie man heute darüber schreiben mag.

Es erinnert uns etwas an das Schicksal von Ramchal: Er wurde wegen seines Kabbalastudiums verfolgt und aus dem Ghetto Padua, aus der Stadt, wo er lebte, vertrieben. Bis der Gaon von Vilno (Agra) allen seine Größe erklärt hat – und sie haben ihn dann in Ruhe gelassen…

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 08.08.2010

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Interessant ist, was es dort weiter gibt…

Es steht geschrieben: „Sie werden die Vorräte beenden“ – wir befinden uns an ein- und derselben Stelle, in einem Zustand, und nichts ändert sich. Alles ist schon vom Schöpfer in Seinem ursprünglichen Vorhaben erschaffen, denn für Ihn sind das Vorhaben und die Handlung unzertrennlich. Er wollte die Geschöpfe erschaffen, die Ihm gleich wären, um mit ihnen zu verschmelzen – und Sein Wunsch bedeutet eben die Handlung.

Was sind dann die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft? Diese existieren nur bezüglich unserer Realität, und in Wirklichkeit gibt es keine Zeit. Es ist unmöglich zu sagen, was früher, und was später war oder was noch davor geschah, bevor im Schöpfer solch ein Wunsch entstanden ist. Wir sind nicht dazu fähig, über den Begriff der Zeit nachzudenken oder zu sprechen. Kaum gehen wir über ihren Grenzen hinaus, gehen alle unsere Wörter verloren, denn unser ganzes Leben basiert sich auf den Begriffen: „früher“ und „später“, alle unsere Empfindungen sind mit der Zeit verbunden.

Nur wenn man aus sich herausgeht, vom Egoismus zum Geben kommt- dann verliert man den „Puls“, bzw. die in einem lebende Empfindung der Zeit, und man beginnt zu verstehen, was das Leben über die Zeit hinaus bedeutet. Somit befinden wir uns in der ewigen und unveränderlichen Realität, und alles, was wir tun, ist das Begreifen dieser Realität bezüglich uns selbst. Wie ein Mensch, der wieder das verlorene Bewusstsein erreicht.

Er befindet sich in derselben Realität, empfindet sie nur nicht und macht sich allmählich diese Empfindung bewusst. Es ist eben das, was mit uns hier geschieht… Die ganze Wissenschaft der Kabbala ist uns dafür gegeben, um uns ins Gefühl, ins volle Bewusstsein zurückzubringen. Es bedeutet eben die volle Korrektur. Und was weiter geschieht, erzählen die Kabbalisten nicht… Die nachfolgenden Korrekturen und Entwicklung erfordern völlig neue Wahrnehmungsorgane.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „die Wissenschaft der Kabbala und ihr Wesen“, 06.08.2010

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Wegweiser durch das Buch Sohar. Über dieses Buch.

Auszüge aus meinem zukünftigen Buch „Wegweiser durch das Buch Sohar“.

Das Buch Sohar ist die Krone der Wissenschaft der Kabbala. Nicht zufällig nimmt es eine besondere Stellung unter den Schätzen des Welterbes der Menschheit ein.

Und nicht durch eine simple Fügung des Zufalls ruft es Respekt und Ehrfurcht hervor.

Dieses Buch enthält eine große Gabe, die von uns direkt vom Schöpfer empfangen wird – eine besondere, wundersame Kraft, die in der Lage ist uns alle zur Güte, Ewigkeit und Vollkommenheit zu bringen.

Genau aus diesem Grund wird dieses Buch heute, als die ganze Menschheit am Wendepunkt ihrer Entwicklung steht, enthüllt.

Kein anderes Buch – auch keins der kabbalistischen Bücher, die dazu bestimmt sind, uns in die höhere Welt aufsteigen zu lassen – kann sich in der Wirkungskraft mit dem Buch Sohar vergleichen.

Es begeistert, reißt mit, zieht dermaßen an, dass man immer wieder zurückkehren und sich unter seinen Einfluss stellen möchte.

Für denjenigen Leser, der sich bereits in das Buch vertieft hat, wird es zu einer Energie-, Kraft- und Lebensquelle.

Dieses Buch enthüllt die Geheimnisse der höheren und unserer Welt, welche von der Wissenschaft bis heute noch nicht enthüllt werden konnten.

Mit Hilfe des Buches Sohar können wir begreifen, was mit uns geschieht, ein neues Leben für uns enthüllen, uns mit der Quelle der Güte und der vollkommenen Erfüllung verbinden.

* * *

Das Ziel dieses Buches ist, den Leser auf das Studium des Buches Sohar vorzubereiten. „Wegweiser durch das Buch Sohar“ ist als Begleiter durch den Sohar für das Selbststudium bestimmt und erfordert keine vorherigen Kenntnisse.

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Wie kann man alle Pyramiden zu einer einzigen verbinden

Die Pyramide, auf der die ganze Natur beruht, beinhaltet die vier Bewusstseinsebenen: unbelebtes, pflanzliches, tierisches und menschliches – und befindet sich innerhalb jedes Menschen.

Und sie ist immer in seinem Inneren, das heißt jeder Mensch vereint in sich alle Wünsche. Deshalb muss er sich bewusst werden, dass die Wünsche in Form dieser Pyramide angeordnet sein sollen – das heißt nach der Reihenfolge der Prioritäten.

Du kannst nicht vollständig von der Realität losgelöst werden und ungestört in der Spiritualität schweben – denn dieser Zustand wäre nicht richtig! Es bedeutet, dass du deine Wünsche nicht kontrollierst, du siehst sie nicht und fühlst sie nicht.

Folglich musst du das ganze System betrachten können, um zu erkennen, zu welcher Bewusstseinsebene dein innerer Wunsch gehört: zur unbelebten, pflanzlichen, tierischen oder zur menschlichen.

Dies ist mein vollständiges geistiges Kli – HaWaYa (jud-hej-waw-hej), und ich arbeite mit diesen Wünschen, indem ich für jeden Wunsch einen eigenen Schirm aufbaue. Dadurch wird die Seele in meinen Händen festgehalten!

Es ist klar, dass hierfür die Hilfe der Umgebung und des höheren Lichtes benötigt wird, aber diese geistige Konstruktion soll „vor mir“ sein.

Selbst wenn es vorkommt, dass ich mich irre und in der zufälligen egoistischen Berechnung sündige – trotzdem muss ich mir vollkommen bewusst sein was mit mir geschieht.

Sowohl die ganze Welt, als auch jeder einzelne Mensch ist nach dieser Pyramide aufgebaut, und durch diese Pyramiden der Wünsche verbinden wir uns miteinander.

Wir können nichts in dieser Welt korrigieren, bis wir uns im Gipfel unserer Pyramiden, in ihrem höchsten Punkt, in der Verschmelzung mit dem Schöpfer verbinden.

Dann wird alles ausgewogen sein und sich in ein vollkommenes System verbinden. Wir können unsere Pyramiden nur in diesem höchsten Punkt der Verschmelzung richtig verbinden.

Folglich werden wir erkennen, dass alle unsere Wünsche und Eigenschaften gut und notwendig sind, wenn sie sich vermischen und einander in ein Ganzes ergänzen!

Aus dem Morgenunterricht am 29.07.2010

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Wie man des „Schutzes von oben“ würdig wird

Die gesamte Natur wird in unbelebte, pflanzliche, tierische und menschliche Stufe unterteilt.

In der Menschheit gibt es die gleichen Stufen, die gleiche Unterteilung, in jedem von uns – vier Entwicklungsstufen unseres Verlangens zu genießen.

Durch diese Stufen werden wir von Neid, Begierde und Ehrgeiz geführt: von dem Verlangen nach Reichtum zum Verlangen nach Macht, von Macht zu Wissen – und von Stufe zu Stufe weiterentwickelt.

Und je weiter der Mensch aufsteigt, je mehr Möglichkeiten er von seiten der Natur bekommt, desto größer sind seine Chancen, einen Fehler zu machen und von der Wahrheit abzukommen.

Denn je weiter er sich entwickelt, desto mehr Eigenschaften schließt er in sich ein und desto beeinflussbarer wird er.

Das einfache Volk interessiert sich nur für sein Wohlergehen, die Reichen für Geld, die nach Macht gierenden Helden hängen bereits von der öffentlichen Meinung ab und die nach Wissen strebenden Weisen sind voller Zweifel und befinden sich ständig auf der Suche und in innerer Unzufriedenheit.

Je weiter ein Mensch entwickelt ist, desto größer ist die Chance, dass er sich von einer fremden Idee verleiten lässt, anstatt den geraden und kürzesten Weg zum Ziel, zur Verschmelzung mit dem Schöpfer, zu gehen.

Baal haSulam schreibt im „Vorwort zu Panim Meirot“, dass das ungeteilte Verlangen von entwickelten Menschen zerbricht – sie streben nach Geld, Macht, Ruhm und vergessen das Hauptziel – und damit endet der „Mensch“.

Hier können nur das Glück und der „Schutz von oben“ helfen. Wir sehen, dass auch Menschen, die ein wahres Verlangen besaßen, allmählich erloschen sind und sich unter den Rechnungen unserer Welt durchgebogen haben.

Aus diesem Grund solltest du eine strenge Abrechnung mit dir selbst durchführen: ist für dich wirklich nur das Ziel wichtig, als ob es außer diesem Ziel nichts anderes mehr gibt?

Der Schöpfer unterstützt den Menschen auf diesem Wege nur, wenn in ihm diese ständige innere Angst und Ehrfurcht existieren, von dem Weg abzukommen – durch diese Angst zieht er die Hilfe von oben an.

Denn dann begreift er, dass seine Seele vollkommen in den Händen des Schöpfers liegt…

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 29.07.2010

Wir werden den Machsom überqueren – und die Welt wird sich ändern!


Eine Frage, die ich erhielt: Wird sich die Welt verändern, wenn wir auf diesem Kongress den Machsom überqueren? Wird es sofort oder etappenweise geschehen?
Meine Antwort: Wir sind jetzt in der Lage, uns mittels unserer Wünsche zu verbinden und das Höhere Licht zu erwecken, um das Licht, die geistige Realität, d.h. die Verbindung zwischen uns beim gegenseitigen Geben empfinden zu können. Und es geht hier noch nicht um die Liebe, oder um die vollkommene Beziehung, denn “die Rückkehr mittels der Liebe” stellt eine zweite Etappe der Korrektur dar.
Bis dahin verbinden wir uns in der ersten Etappe der Korrektur, über dem Ego hinaus und mit der Kraft des Lichtes. Dieses Licht, erhebt uns wie ein Magnet über unsere Selbstsucht, über den Berg des Hasses, über den Berg Sinaj. Der Aufstieg über den Egoismus, der Ausgang in die Geisteswelt, kann vorübergehend sein bzw. für einen bestimmten Zeitraum, und danach fallen wir wieder in die materielle Welt hinunter bzw. kehren in unsere Welt zurück. Dieser Aufstieg, der Ausgang, kann aber beständig sein, und dann beginnen wir aus diesem Zustand heraus durch die Etappen der Entwicklung in der Wüste, den Aufstieg entlang der geistigen Treppe, auf 125 Stufen bis zur Welt der Unendlichkeit zu gehen, bis die vollständige Korrektur von Selbstsucht zum Geben und zur Liebe erfolgt. Wir hoffen, dass es uns gelingt,   vorübergehend die Offenbarung des Schöpfers zu erreichen.
Sollte dies aber nicht geschehen, dann bedeutet es, dass es uns noch am wahrhaften Wunsch mangelt, und zwar an dessen Stärke und an der Genauigkeit, um der Selbstsucht zu entgehen, – dann wird es eben nächstes Mal geschehen, wenn die ausreichende Kraft und die Genauigkeit des Wunsches da sein werden, um über uns selbst hinaufzusteigen. Das Wichtigste ist, sich um die gegenseitige Vereinigung zu kümmern, um darin den Schöpfer zu enthüllen. Es ist eben das Ziel der Existenz der Welten und des Menschen in dieser Welt.
Uns werden schon die quantitative und die qualitative Stärke auf diesem Kongress ausreichen.

Aus dem 1. Unterricht des Megakongresses, 23.07.2010

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Der Gerechte gilt als Grundlage der Welt

Das Vorwort zum Buch „Panim Meirot“, Punkt 22: Es sollten sowohl Gerechte als auch Sünder  in jeder Generation in der gleichen Anzahl geben. Wir sehen jedoch, dass es für einen Gerechten Tausende von gewöhnlichen Menschen gibt. Die Kräfte vor denjenigen, die durch ihren Egoismus gelenkt werden, sind schwach, denn sie sind ohne Wünsche und haben kein  Ziel, und fliegen deshalb auseinander, wie die Streu im Wind.
Wie können aber die Menschen mit den weisen Herzen, deren Weg sich auf dem starken Wunsch und dem Ziel gründet –  und die Säule des Höheren Lichtes leuchtet ihnen Tag und Nacht –  solche schwache Menschen beeinflussen,  wie können die Massen ihre „kleinen“, materialistischen Wünsche an die Menschen mit großem Verlangen nach Spiritualität übergeben, die sich auf einer höheren Stufe befinden? Wie können die Massen die „Weisen“ durch ihre geringfügigen Wünsche beinflussen?
Um dieses Problem zu lösen, hat der Schöpfer im Geschöpf die quantitative Kraft geschaffen, die die Qualität nicht braucht, sowie die qualitative Kraft, die die Quantität nicht braucht.

Deshalb kann ein Kabbalist sich alleine mit der Korrektur der ganzen Welt beschäftigen. Denn alle Menschen sind mit ihren Seelen unbewusst in einem System verbunden. Und der Kabbalist braucht in seiner Generation Milliarden von kleinen Menschen, damit sie mit ihren gemeinsamen irdischen Wünschen für ihn den großen egoistischen Wunsch, Kli, schaffen, passend  für seine Arbeit, um dafür die Absicht des Gebens zu erschaffen.
Folglich nimmt er ihre Wünsche und korrigiert sie, ohne dass die Menschen davon wissen. Milliarden von Menschen in der Welt sind für ihn wichtig, um ihren allgemeinen Wunsch mit der Absicht des Gebens zu verwenden. Auf diese Weise bringt sie der Gerechte zur Korrektur näher. Jede beliebige Entwicklung in der Welt: ob in der Technologie, in der Gesellschaft oder in der Kultur sind nur von einem Menschen hervorgerufen, der in das Licht die Welt heranzieht, das zur Quelle zurückführt. Andersfalls würde diese Welt nicht lebendig sein, sondern unverändert bleiben! Denn ursprünglich „wird der Wunsch durch das Licht geschaffen und gelenkt“. Es ist unmöglich, unsere Welt ohne Kabbalisten vorzustellen, die das Licht in diese Welt heranziehen, entsprechend dem Programm ihrer Entwicklung. Es wurde gesagt: „der Gerechte gilt als die Grundlage der Welt“. Und es ist wirklich so.
Die Gerechten ziehen das Licht an die Wünsche der Massen heran, indem sie die Wünsche aller kleinen Seelen verwenden, weshalb auch unsere Welt existiert und sich entwickelt –  Generation für Generation, bis sie für die geistige Entwicklung brauchbar wird, was heute in unserer Generation tatsächlich geschieht. Die ganze Entwicklung des Menschen in dieser Welt erfolgt mittels des Lichtes, das der Gerechte heranzieht.
Uns kommt es so vor, dass das Leben von der physischen Arbeit des Menschen in dieser Welt abhängt: von der Forschung und Entwicklung der neuen Produkte, von der Forschung der Natur, vom Bau neuer Kraftwerke und Betriebe – aber von der Natur käme nichts, wenn es in dieser Welt kein Licht gäbe, das von einem Kabbalisten herangezogen würde.
Dieses Licht kleidet sich in die Wünsche ein, woraus dann in der Welt die Bewegung, die Entdeckung, die Evolution, die Entwicklung erfolgen. Keine Veränderung stammt von unten – alles kommt von oben.
Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot““, 22.07.2010

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Die ganze Welt wird sich mit dem Wissen des Schöpfers anfüllen

Die Welt entwickelt sich und betritt die neue Epoche „die Zeit des Messias“, wenn die Wissenschaft der Kabbala den Massen geöffnet wird. Viele Menschen beginnen den Plan für die eigene und für die weltweite Entwicklung verstehen. Es ist nicht mehr nur ein Kabbalist, der ohne Wissen der Massen ihre Wünsche entwickelt, sondern die Massen selbst, die von ihm ihre bewusste Entwicklung fordern, wie größer werdende Kinder. Dann wird in der Welt, das Licht Chochma offenbart – die Offenbarung des Schöpfers Seinen Geschöpfen gegenüber. Wenn es früher nur einen Kabbalisten und einige Vereinzelte abgesonderte Menschen gab, so beginnen sie heute, sich zu verbinden. Wenn der Kabbalist in der Vergangenheit die Wünsche der Massen auf seinem Niveau korrigierte, so soll er heute auf ihre Stufe heruntersteigen, um mit ihnen zusammen zu arbeiten.

Dank seiner vorläufigen Korrektur ihrer Wünsche, steigen die Menschen nach oben hinauf, und der Kabbalist kommt ihnen entgegen, um für sie noch verständlicher zu werden. Baal HaSulam bat in seiner Prophezeiung den Schöpfer um die Möglichkeit des Abstieges, um in einer dem Volk verständlichen Sprache zu kommunizieren. Heute sind die Massen und der Kabbalist in der allgemeinen Arbeit verbunden, dank seiner trifft das Licht auf den bewussten Wunsch der Massen, mit der Folge, dass positive Veränderungen in der Welt geschehen.

Ohne das höhere Licht könnte die Welt überhaupt nicht existieren. Deshalb arbeiteten die Kabbalisten Generation für Generation insgeheim (Jachidej Sgula). Aber heute ist schon alles anders. Nach der durchgeführten Vorbereitung, müssen wir die allgemeinen bewussten Handlungen beginnen, damit „Ihn alle erkennen, vom Kleinsten bis zum Größten!“ Die Menschheit soll erkennen, dass das Volk Israels die Wissenschaft der Kabbala hat. Und wir sollen sie zusammen enthüllen, damit „die Völker der Welt die Söhne Israels auf ihren Schultern tragen, um den Dritten Tempel“ – die allgemeine zerbrochene Seele zu bauen. Wir sollen zusammen die Methodik der Korrektur (die Vereinigung) unserer Seelen begreifen, damit der Schöpfer uns mit Seinem Wissen ausfüllen kann.

Dafür wird die gemeinsame Arbeit angefordert, weshalb wir auch alle Völker der Welt ansprechen, um unsere gemeinsame Aufgabe zu erklären. Wir sollen die Wissenschaft der Kabbala aus ihrem Versteck herausziehen um zusammen, – sie dank unserer, und wir dank ihrer, diese Methodik realisieren. Deshalb existiert heute die weltweite Gemeinschaft der Menschen, die die Kabbala studieren, die uns zu solchen richtigen Beziehungen im ganzen weltweiten System bringen wird.

Weil alle, die sich mit uns entwickeln – zu „Israel“ („jaschar-kel“ – „direkt zum Schöpfer“) gehören, weil es in jedem von ihnen den Punkt im Herzen gibt. Durch sie werden wir an die wahren Völker der Welt rankommen – an diejenigen, die nicht selbständig zur Spiritualität aufwachen.

Wie Baal HaSulam schreibt: „die Weisheit der Kabbala wird außerhalb der Grenzen Israels ausgeschüttet werden und die ganze Welt ausfüllen“.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 22.07.2010

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Wofür es in der Spiritualität Strafen gibt

Die Natur dieser Welt ist egoistisch, in dieser Natur des Verlangens zu genießen sind wir geboren worden.

Aus diesem Grund zieht und schiebt dieses Verlangen mich immer zu den Genüssen, ohne mich nur für eine Sekunde in Ruhe zu lassen.

Jedes Mal erzeugt es neue Verlangen in mir und lockt mich zu diesen oder jenen Genussquellen hin.

In dieser Welt befinde ich mich also ständig unter dem Druck der mich zur Entwicklung treibenden Naturkraft, die in mir das Empfinden von Leiden hervorruft.

Darum, wenn ich nichts mache, kann ich auch nicht bestraft werden. Denn die Motivation, irgendetwas zu tun, kommt zu mir jedes Mal von der Natur, weil ich von der mich von hinten anschiebenden Kraft gelenkt werde.

Während es hingegen in der spirituellen Entwicklung keine Kraft gibt, die uns zum Vorankommen zwingt, denn dort gibt es keinen Zwang. Ich muss die Kraft, die mich vorwärts treibt, selbst in mir erreichen, sammeln, speichern, organisieren.

Und um uns, die wir uns im Egoismus, im Verlangen zu genießen, befinden, zu helfen, spirituell voranzukommen, werden wir bestraft, wenn wir nicht arbeiten – also eine Strafe für die Untätigkeit.

Wenn wir auf alle unsere Empfindungen achten und begreifen, dass sie alle vom Schöpfer kommen, wird uns das sehr helfen, besser zu reagieren und voranzukommen.

Wenn wir anfangen, in jedem Zustand das Verhalten des Schöpfers uns gegenüber, also die Bestrafung für unsere Faulheit bei der Arbeit zu sehen, werden wir uns jeden Augenblick auf jede Handlung besser vorbereiten können.

Dann werden wir sehen, dass der Schöpfer immer der Anfang ist, dass Er derjenige ist, der uns zu der Handlung einlädt und uns lenkt, und wir einfach nur sensibler werden müssen, um zu hören, was Er sagt, wie Er in uns arbeitet, und dementsprechend Einzelheiten in unserer Arbeit zu erkennen.

Denn im Großen und Ganzen besteht unsere Arbeit in der Verbindung zwischen den Seelen, um in ihr den Schöpfer zu enthüllen.
Und innerhalb dieser Verbindung fangen wir an, zu spüren, wie der Schöpfer uns lenkt, und das direkte Licht, das reflektierte Licht und alle Handlungen, die wir in der Wissenschaft der Kabbala studieren, wahrzunehmen, wir spüren, wie sie sich zwischen uns vollziehen.
So treibt uns der Schöpfer zu der Verbindung, damit unsere Verlangen Ihm genau entsprechen. Und aus diesem Grund sind das von der Seite des Schöpfers keine Strafen, sondern die Korrektur unserer Richtung.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 18.07.2010

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