Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Entwicklung'

Verbreitung ist eine Partnerschaft mit dem Schöpfer


Ich wiederhole immer, dass wir die Kabbala verbreiten müssen, wenn wir Erfolg haben wollen. Jedoch spüre ich, dass „Verbreitung“ kein gutes Wort ist, da ich mich wie ein Verkäufer anhöre oder wie ein Versicherungsagent, der jedem seine Versicherung aufdrückt. Wenn wir über die Verbreitung der Kabbala sprechen, könnte es sich anhören, als ob wir versuchen, anderen etwas aufzunötigen.

Heute wird das Wort „Verbreitung“ mit Kommerz und Verteilung von Waren in Verbindung gebracht. Daher denken jene, die den Begriff nicht kennen, dass es mit Kommerz oder Geschäft zu tun hat, dass wir etwas verkaufen und Profit machen. Anders ausgedrückt: Dieses Wort ist sehr schlüpfrig.

Aber tatsächlich besteht unser ganzes Leben aus Verbreitung, denn die wahre Bedeutung dieses Wortes ist, sich dem Schöpfer anzunähern, auszustreuen, auszudehnen, zu enthüllen und zu erlangen. Die gesamte Schöpfung beginnt mit Verbreitung. Das heißt, sie beginnt aus einem winzigen Punkt, wo plötzlich aus dem Nichts etwas, das existiert, geboren wird – Yesh Mi Ain (etwas aus nichts) und dann geht es mit der Verbreitung durch die vier Phasen des Direkten Lichts weiter und es werden alle Welten, herunter bis zu unserer Welt erschaffen.

Die letzte spirituelle Stufe bricht als eine einzelne winzige spirituelle Füllung in unsere Welt. Die gesamte Materie unserer Welt, das ganze Universum, wurde aus diesem einen Funken in einem Prozess, der als Big Bang oder als Urknall bezeichnet wird, geboren und verbreitet sich fortwährend. Auf diese Weise entwickelt es sich, bis sich unser Solarsystem bildet, unser Erdball und alles, was hier existiert.

All das gehört zur Verbreitung des Schöpfers hinaus zu seinen geschaffenen Wesen, um die Schöpfung Ihm anzugleichen. Dies geschieht unter der Einwirkung des Lichts, Seiner Eigenschaft des Gebens. In der Tat stellt jede Geburt oder Entwicklung Verbreitung dar. In anderen Worten ist die wahre innere Eigenschaft der Verbreitung eine Partnerschaft mit dem Schöpfer. Das bedeutet, durch Zusammenarbeit mit dem Schöpfer, bei der Überbringung und Enthüllung Seines Plans an die Welt zu helfen.

Zur Kabbala Akdemie

Wir befinden uns in der Schlussrunde unserer Entwicklung

Frage: Wie kommt es, dass, wenn der Punkt im Herzen im Menschen erwacht, dieser noch einen schwierigen und langen Pfad vor sich hat, bevor er die Spiritualität erreicht?

Antwort: Warum halten Sie den Pfad für schwierig? Ich sehe mir die Welt an und sehe so viele Menschen, wie sie um Geld, Macht, Ruhm und Wissen kämpfen, damit sie irgendwann einmal ein kleines bisschen Genuss erfahren. Jahre werden mit unnützen Sorgen und falschen Werten verschwendet.

Wenn man sich mit spiritueller Entwicklung befasst, nicht so schnell vorwärts kommt wie man möchte, man aber trotzdem das Ziel erreichen will, dann macht man Fortschritte. Ist das nicht besser, als so zu leben wie die gesamte Welt?

Heutzutage gibt es immer mehr Menschen, die zur Spiritualität aufwachen. Es fällt schwer, die Anzahl der Studenten, die vor einigen Jahren anfingen, Kabbala zu studieren, mit der heutigen zu vergleichen.

Als Rabash mir erzählte, dass das allgemeine Erwachen 1995 stattfinden würde, hatte ich Schwierigkeiten, ihm zu glauben. Wer hätte gedacht, dass sich die Welt so schnell ändern würde? Auf ein Mal sehen wir, dass die Menschen sich leer fühlen und eine globale Krise erleben, zusammen mit Naturkatastrophen, Krisen in der Ausbildung, Wissenschaft, Politik und Wirtschaft.

Es ist unwichtig, dass die Medien uns belügen und versuchen, die Krise zu vertuschen, indem sie uns versichern, dass alles in Ordnung sei. Ich spreche davon, was uns die Natur vorhält.

Außerdem ist es verständlich, dass die Menschen versuchen, die Lage aufzupolieren. Jeder versucht automatisch seine Leiden und seinen Schmerz zu lindern. Darum schließen sie ihre Augen und sagen sich, dass alles in Ordnung ist und es keine Krise gibt.

In der Zwischenzeit zerfällt alles und die Leute werden weiterhin entlassen. Doch der Mensch ist eben so gemacht, dass er nicht die Wahrheit sehen will.

Tatsache ist, dass der Schöpfer (die Natur) uns enthüllt, dass wir bereits in einem sehr fortgeschrittenen Zustand sind. Und es geschieht bereits 20 Jahre nach dem allgemeinen Erwachen. Doch wie ein kleines Kind will man heute alles jetzt bekommen. Man versteht einfach nicht, mit welchem riesigen, in der Tat unendlichen Verlangen wir es heute zu tun haben und wie schnell es sich verändert.

Die Entwicklung unseres Verlangens hat sich Jahrtausende schrittweise hingezogen, doch heute ändert es sich täglich. Wir brauchen nur ein bisschen Geduld.

(Aus dem täglichen Kabbala Unterricht)

 

Kabbala Akademie

 

Unter Israel versteht man all jene, die direkt zum Schöpfer streben


Frage: Betrachtet die Kabbala die jüdische Nation als das auserwählte Volk Gottes?

Antwort: Das auserwählte Volk ist eine Gruppe von Menschen, die irgendwelche irdischen Charakterzüge oder Eigenschaften haben mögen. Das Wichtige ist, das sie „Punkte im Herzen“ haben – ein Streben zum Schöpfungsziel: Anheftung an den Schöpfer durch Gleichheit der Form. Diese Gruppe muss ebenfalls eine Empfindung von ihrer Mission haben: die Methode der Korrektur zu meistern und sie der ganzen Welt zu lehren.

Diese Gruppe wird Israel (von den Worten Isra – „direkt“ und El – der Schöpfer) genannt, weil sie „direkt zum Schöpfer“ ausgerichtet ist – auf Schenken und Liebe für den Nächsten. Jeder, der diese Bedingung erfüllt, wird Israel genannt und ist „auserwählt“.

Wir stammen alle von der alten Zivilisation in Babylon ab – eine einzige Nation. Einige der Menschen im alten Babylon akzeptierten die Methode der Korrektur, die Abraham jedem anbot und aufgrund ihrer Absicht wurde diese Gruppe Israel genannt.

Heute wird sich die gesamte Menschheit bewusst, dass wir mit unserer egoistischen Entwicklung, die seit dem alten Babylon 4.500 Jahre gedauert hat, in einer Sackgasse angelangt sind. Diese Bewusstwerdung wird uns zwingen, uns über unseren Egoismus zu erheben und zusammen die Stufe des Schöpfers zu erreichen. Dies ist der Plan der Natur.

Diejenigen, die diesen Ruf spüren und erkennen, haben die Aufgabe, die gesamte Menschheit zu leiten, das gesamte Babylon. Das ist es, was sie zu Auserwählten macht. Dies schreibt Baal HaSulam in Punkt 19 seines Artikels Die Bürgschaft (Arwut):

Rabbi Elazar, Sohn von Rabbi Shimon, Autor des Buches Sohar, verdeutlicht dieses Konzept von Arwut (Bürgschaft) noch weiter, indem er erklärt, dass es nicht genügt, dass ganz Israel füreinander verantwortlich ist, sondern dass stattdessen die ganze Welt in diese Bürgschaft mit eingeschlossen werden muss… Doch das Ende der Korrektur der Welt wird erfolgen, wenn sich alle Völker dieser Welt dieser – seiner [des Schöpfers] Arbeit stellen. Wie geschrieben steht: „Und der Ewige wird König sein über alle Lande: An diesem Tag wird der Ewige der einzige sein und sein Name der einzige. (Sacharja 14, 9). Und es heißt: „an diesem Tag“ und nicht eher. Und es heißt auch weiter: „denn das Land wird voll der Erkenntnis des Ewigen sein… (Jesaja 11, 9) …und alle Völker werden zu Ihm strömen (Jesaja 2, 2)“.

Die Rolle Israels gegenüber der Welt ist, dass sie dazu verpflichtet sind, spirituell aufzusteigen und die gesamte Menschheit vorzubereiten, das erhabene Werk der „Liebe für den Nächsten“ zu akzeptieren, das ein Hilfsmittel ist, eine Leiter, die zum Ziel der Schöpfung führt – der Anheftung an den Schöpfer.

Verwandtes Material:
Blog-post: Nationalität resultiert aus den Eigenschaften der Seele
Blog-post: Warum hasst ein jeder Israel?
 
 
Kabbala Akademie

Die Nationalität resultiert aus den Eigenschaften der Seele


Drei Fragen, die ich über die Vorstellung von Nationalität und Israel erhielt

Frage: Wenn ein Mensch als Jude geboren wird, bedeutet das, dass er immer als Jude wiedergeboren wird?

Antwort: Ja, denn seine Seele stammt aus Babylon und nahm den Weg der Korrektur, stieg dann während der Zeit der Tempel zur Stufe der vollständigen, persönlichen Korrektur auf und fiel dann von diesem Level auf die Stufe aller Seelen in dieser Welt, um 2000 Jahre zusammen mit ihnen zu verbringen (und sogar schlechter dran als sie), während sie sich im Exil vom spirituellen Leben befinden. Genau diese Seele muss aufsteigen und allen anderen helfen, dasselbe zu tun – allen Seele helfen die vollständige Korrektur zu erreichen.

Frage: Wenn die Antwort ja ist, ist es dann deswegen, weil die Nation Israel auserwählt wurde, den Plan des Schöpfers zu überbringen? Dies würde bedeuten, dass alle anderen Menschen auch weiter in der gleichen Nationalität geboren werden, in der sie begonnen haben?

Antwort: Ja. Jedoch wissen wir nichts über die anderen zehn Stämme, wo sie sind und wer sie heute sind. Es ist möglich, dass sie heute einige Milliarden Menschen sind – die, die auf dem spirituellen Level waren und während der Zeit des ersten Tempels herunterfielen. Wir lernen über diesen Fall und seine Korrektur aus dem Zerbrechen von zwei Partzufim, DACHGAT und NHY, in der Welt Nekudim, ihrem gemeinsamen Fall und ihrer gemeinsamen Korrektur. Nachzulesen im Teil 6 und 7 des Talmud Esser Sefirot.

Frage: Was passiert, wenn ein Mensch zum Judentum konvertiert und sehr hart an dem Versuch arbeitet, den Schöpfer zu erreichen? Wird er auch ein Teil der Nation Israel (physisch und spirituell)?

Antwort: Es gibt keine solche Nation. Diese Menschen sind antike Babylonier, welche damals anfingen, sich selbst zu korrigieren. Die anderen, die sich weiterhin egoistisch entwickelten, gingen dazu über, sich aus den 70 Kräften von Seir Anpin der Welt Atzilut zu entwickeln und deswegen werden sie Nationen genannt – jede hat ihre eigene Form von Egoismus.

Die früheren hießen „Hebräer“, was vom Wort Ever kommt, „drüben“ (über dem Machsom), „Juden“ – weil sie auf die Korrektur oder den Messias warten und Yehudi (Jude), was vom Wort Yehud stammt und Einigkeit (mit dem Schöpfer) bedeutet. Das ist es, was sie von ihren Brüdern trennt, den anderen Babyloniern. Niemand konvertiert einfach nur zum Judentum, auf die Art, wie wir es in unserer Welt sehen, sondern spirituelles Judentum ist vielmehr, wenn sich jemand selbst auf die Stufe des Schöpfers korrigiert, wenn jemand durch das Studium der Kabbala den Schöpfer erreicht. Genau wie in früheren Zeiten wurden die, die heute die Nation Israel sind, von den anderen Babyloniern getrennt, da sie anfingen, ihren Egoismus zu korrigieren.

Man sollte die Welt als die gleiche babylonische Zivilisation ansehen, als einen Teil, der sich zeitweise selbst korrigiert – und heute muss jeder korrigiert und wie der Schöpfer werden. Es gibt so etwas wie physisches Judentum nicht, genauso wie es keine Religionen, Glauben und so weiter gibt. Alle diese Dinge sind falsch und egoistisch im Verständnis der Kabbala. Woher haben Menschen genau solche Vorstellungen, auch wenn sie falsch liegen? Sie hatten diese Ideen entweder weil ihre Seelen verborgen waren vor ihrem Inneren oder vom Fall der Kabbala auf das egoistische Level. Wer waren die früheren Nationen? Sie waren Heiden oder Gläubige wie Römer oder Griechen. Alles andere rührte vom spirituellen Fall her, um die Entwicklung der Babylonier zu beschleunigen und sie von der Notwendigkeit zu überzeugen, dem Schöpfer gleich zu werden.

Verwandtes Material:
Blog-post: Was ist die spirituelle Wurzel des Holocaust?
Blog-post: Kabbala ist für die ganze Welt
 
Kabbala Akademie

Kabbala ist für die ganze Welt


Frage: Warum enthüllen Sie dieses ganze geheime Wissen für Nichtjuden?

Meine Antwort: Ich nehme an, sie sind mit den originalen Quellen vertraut: Die Artikel “Das Horn des Messias“ und “Die Bürgschaft” von Baal HaSulam.

Die gegenseitige Bürgschaft (Arvut) innerhalb einer einzigen Nation ist fähig die Korrektur der ganzen Welt herbeizuführen. Andererseits können nicht alle Nationen gleichzeitig diese Korrektur durchführen. Wie die Weisen sagen: Der Schöpfer bot die Tora allen Nationen an (durch Abraham im alten Babylon), aber wegen der Größe ihres Egoismus und ihrer Selbstliebe waren sie unfähig sie zu akzeptieren. Sie nahmen das Geschenk nicht an.

[Rest des Beitrags lesen →]

Spiel mit Empfindungen

Frage: Du sagst oft, dass die Weisheit der Kabbala eine Wissenschaft ist, die mit den Sinnen begriffen wird. Aber eine Wissenschaft kann doch nicht ohne den Intellekt studiert werden und ohne zu denken?

Meine Antwort: Natürlich ist das unmöglich. Die Weisheit der Kabbala wird nicht mit den Sinnen begriffen, sondern wir fühlen die Emotionen. Dann überprüfen wir diese Emotionen: wir teilen auf, wir stellen Vergleiche unter ihnen an, wir geben ihnen abgestufte Nummerierungen, als würden wir sie abwägen. In der Tat spielt die Kabbala mit Empfindungen. Aber sie ordnet sie systematisch an, und wir beginnen die Interaktionen der Wünsche zu sehen und erkennen, welches Gefühl in jedem von ihnen aufsteigt.

In der Kabbala messen wir sehr genau all diese Empfindungen und geben ihnen einen numerischen Namen, bestimmen ihre Kraft, ihre Richtung, ihre Eigenschaften usw. Deshalb handelt es sich um eine Wissenschaft der Empfindungen. Die Weisheit der Kabbala wird als die Wissenschaft der Empfindungen beschrieben, weil der einzige Stoff in unserer Welt der Wunsch ist; und was man in dem Wunsch fühlt, wird Empfindung genannt, die sich anfühlt wie das Licht, das auf den Wunsch einwirkt und ihn beeinflusst. Das bedeutet, dass wir beim Messen der Veränderungen im Wunsch das Licht messen, das auf ihn einwirkt und ihn beeinflusst.

Frage: Was kommt zuerst, der menschliche Verstand oder der Wunsch?

Meine Antwort: Zuerst kommt der Wunsch und der Verstand folgt, so entwickeln wir uns. Woher kommt der Verstand eines Kindes? Er ist nur das Ergebnis der Entwicklung des Wunsches. Je größer der Wunsch eines Menschen ist, umso mehr braucht er den Verstand, um all seine Wünsche zu erfassen und sie zu kontrollieren.

Aus der Kabbalalektion in Russisch 1/17/16

[179355]

Väter und Söhne

Es wurden Forschungen des Adler Instituts in Sachen Kindererziehung durchgeführt. 48% der israelischen Eltern reden fast nie mit ihren Kindern. Laut Umfrage unter 300 israelischen Kindern und Jugendlichen im Alter von 13 bis 18 Jahre bestätigten 40% der Befragten, dass sie mit den Eltern keinen richtigen verbalen Kontakt haben. Sie kennen weder ihre Geschichte noch die Geschichte der Vorfahren – Nichts.

Meine Antwort: Das ist klar. Denn in der jetzigen Zeit steigen wir in unserer Entwicklung über die tierische Ebene, in der alles auf der traditionellen häuslichen Erziehung aufgebaut war. Eltern und Kinder waren sehr eng miteinander verbunden. Der Sohn übernahm häufig das Handwerk des Vaters, hatte sein Haus neben dem Hau des Vaters erbaut und so weiter.

Wir sind jetzt aus diesem Zustand längst heraus. Mit der Entwicklung der industriellen Produktion sowie der damit entstandenen beruflichen Perspektiven zog die Jugend vermehrt in die Städte. So ist die Verbindung „Vater – Sohn“ zerbrochen.

Durch die rasante Entwicklung in den Generationen ändern sich die Weltanschauungen der Kinder und auch der Eltern im Vergleich zu früher sehr rasant. Während früher die Kinder mit 18 – 20 Jahren aus dem Haus waren und Eigenverantwortung übernahmen, sind die Kinder heutzutage mit 11 – 12 Jahren schon nicht mehr in der Lage, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Sie sind im ständigen Verlangen, von den Eltern zu bekommen. Auch die Eltern können ihren Kindern nicht mehr vermitteln, was diese heutzutage brauchen. Ebenso in der Bildung. Die Kinder brauchen eine ganz andere Bildung, eine ihrer Generation entsprechende, damit sie in ihrem Leben voranschreiten können.  

Wir befinden uns in einem sehr interessanten Zustand, in dem die Notwendigkeit der Verbindung zwischen den Generationen neu entstehen muss. Dies geschieht beim Übergang von einer Generation zur anderen. Ein guter Übergang ergibt sich dann, wenn ein gemeinsames Verlangen entsteht, Die Kabbala gibt uns die Möglichkeit, das zu erlangen, was notwendig ist, damit sich die Kinder von den Eltern „ernähren“ können. 

Die Eltern werden den Kindern geben, was sie brauchen. Diejenigen, die vom Säuglingsalter an diese häusliche Bildung kriegen, werden das richtige Fundament fürs ganze Leben haben. Die Kinder und die Eltern werden in einem Streben sein, im Fluss, in innerer und äußerer Bewegung. Sie werden etwas zu sagenuni etwas weiterzugeben haben.

Die Verbindung zwischen den Generationen wird nicht mehr auf der tierischen Ebene geschehen, wie es während der bisherigen Menschheitsgeschichte der Fall war, sondern auf der spirituellen Ebene – auf der Ebene der „Seelenverbindung“. Dann wird sich ihre tiefe spirituelle Verbindung offenbaren. Warum sind genau dies meine Eltern und das genau meine Kinder? Wieso sind zwischen ihnen genau solche Kontakte entstanden – auf materieller sowie auf der Körperebene? Jetzt geschieht das alles auf der Seelenebene. 

Frage: Welches Ziel wird dabei offenbart?

Meine Antwort: Das Ziel der Menschheit besteht darin, zu einer einheitlichen Verbindung zu kommen, die mithilfe der spirituellen Verkettung fester wird. Die materiellen Verbindungen werden auf dem gleichen Niveau bleiben und werden noch selbständiger.

Es ist ein total anderes System der Zusammenwirkung, das die gesamte Gesellschaft übernehmen wird. Dadurch wird zwischen den Eltern und den Kindern ein neues Verhältnis – die „neue“ Verbindung entstehen.

Aus dem TV Programm „Nachrichten mit Michael Laitman“ vom 29.02.2016

[#178434]

Die Welt umformen

Frage: Warum wurden die alten Werte entwertet und die Welt auf den Kopf gestellt?

Meine Antwort: Die Welt begann sich im frühen 19ten Jahrhundert zu verändern. Im 20ten Jahrhundert kam die Veränderung in voller Stärke. Wir haben den Punkt erreicht, in dem fast jeder auf der Welt dies bemerkt. Der Wechsel ist Teil der natürlichen Evolution der Menschheit, dies war von Anfang an in der Natur so vorgesehen.

Kabbalisten sahen diese Veränderung vor mehr als tausend Jahren voraus. Sie erkannten, dass Ende des 20ten Jahrhunderts eine Wende stattfinden wird, in der sich die Haltung des Menschen gegenüber der Menschheit, der Welt und der Weisheit der Kabbala wandelt. Kabbalisten sagten, dass der Mensch ab diesem Punkt, eine besondere Entwicklung durchmachen wird.

Um die Situation zu meistern – Kontrollverlust und eine unerwünschte Entwicklung zu vermeiden – bildet sich ein Verständnis für die Notwendigkeit der normalen Entwicklung der Natur. Heute befinden wir uns in diesem Zustand. Die Weisheit der Kabbala beabsichtigt uns dabei zu helfen, diese Situation richtig zu bewältigen und lehrt uns, wie wir diesen Vorgang leiten können. Die Kabbalisten verstanden offensichtlich das zur Entwicklung gehörende Rezept von Natur und Menschheit und hatten deshalb kein Problem, vorauszusagen, was und wann etwas geschehen wird. Man braucht kein Medium oder Zauberer dafür zu sein.

Ich begann mir Mitte der 1970er Jahre Notizen über den Wandel in der Welt zu machen; seitdem beschäftige ich mich ernsthaft mit der Weisheit der Kabbala. Ich sehe, wie es tatsächlich hilft, alles was geschieht zu verstehen. Daran gibt es nichts Mystisches oder Unheimliches. Im Gegenteil, wir leben in einer sehr interessanten Zeit, in der wir die Chance haben, die Vergangenheit zurück zu lassen.

Dies findet in Übereinstimmung mit dem Gesetz der Umwandlung statt, in der die vorangegangene Stufe stirbt und die neue Stufe auf ihr aufbaut. Das ist der Weg, der durch alle menschlichen Entwicklungen hindurch führt. Auf diese Weise wird die Sklaverei durch Feudalismus ausgetauscht, Feudalismus durch Kapitalismus und so weiter.

Aus der russischen Kabbalalektion, 13/12/15

(175734)

Generation von Weisen

Rav Laitmann BlogFrage: Wie kann ich mit Hilfe der Wissenschaft der Kabbala mein Schicksal ändern? Oder soll ich die Kabbalisten – die diese Kraft erlangt haben – fragen?

Antwort: Zunächst einmal muss man selbst die Weisheit der Kabbala studieren. Der Mensch kommt zur Kabbala, weil er mehr über sein Schicksal erfahren möchte.

Frage: Wenn der Mensch Kabbala studiert, bekommt er dann die Kraft, sein Schicksal zu ändern?

Antwort: Natürlich nicht sofort, aber mit der Zeit wird er dazu in der Lage sein. Dafür muss er lernen.

Frage: Und wenn ich einen anderen Kabbalisten darum bitte, mein Schicksal zu ändern – könnte er es tun?

Antwort: Nein, das ist unmöglich. Man muss selbst lernen, wie man sein Schicksal ändert. Ein Kabbalist kann sein eigenes Schicksal beeinflussen, aber nicht das eines anderen. Schließlich ist jeder selbst verpflichtet, sein eigenes Schicksal zu korrigieren. Deswegen existieren wir in dieser Welt und laufen verschiedene Entwicklungsphasen durch, um zum gewünschten Zustand zu gelangen. Wir gehen durch diesen Prozess der Entwicklung wie ein Kind, das in der Schule lernen muss. Das Kind wird sowieso lernen müssen: Entweder unter Zwang und Strafe oder es strengt sich freiwillig an, macht seine Hausaufgaben, beendet die Schule mit gutem Abschluss und einem Gefühl voller Liebe, Freude und Genuss.

An diesem Beispiel können wir feststellen, dass es notwendig ist, sowohl unser persönliches als auch das Gesamtprogramm zu kennen: welche gewünschte Form müssen wir erreichen? Ob es uns gefällt oder nicht, wir werden gezwungen, das zu erreichen, was  unser Schicksal bestimmt – wie  bei einem Kind, das nicht gefragt wird, ob es zur Schule gehen will oder nicht. Es ist verpflichtet, zur Schule zu gehen und einen Abschluss zu machen. Aber wie es später als Erwachsener lernen wird, ist schon seine Sache. Wenn es schlau ist und erkennt, dass es keine andere Wahl gibt, strengt es sich an und versucht herauszufinden, was von ihm in jeder Phase verlangt wird und wird alles Notwendige tun, aber in der bequemsten Form. Oder es ist sogar in der Lage, die Schule oder das Studium zu verkürzen.

Frage: Das heißt, der Mensch muss selbst das Gesamtprogramm lernen, um sich besser zu integrieren. Aber wenn ich einen großen  Kabbalisten um Segen bitte, wie wird dadurch mein Leben beeinflusst?

Antwort: Es hat nur eine psychologische Wirkung. Ein Kabbalist kann das Schicksal der anderen nicht beeinflussen. Schließlich kann er dir nicht deine freie Wahl nehmen und deine Mühen, Anstrengungen, dich aus eigener Kraft zu ändern. So wie die Eltern nicht anstelle der Kinder zur Schule gehen, die Hausaufgaben erledigen oder Prüfungen ablegen können. Aber der Mensch glaubt, dass der Segen von einem großen Mann Erfolg bringen wird. Das gibt ihm Vertrauen, wie ein Kind, das sich unter der Obhut der Eltern sicher fühlt. Und wenn der Mensch sich sicherer und beruhigter fühlt, kann er  seine Probleme besser lösen. Daher scheint es, als helfe der Segen ihm. Aber das ist nur ein psychologischer Effekt und ändert nicht das Schicksal. Nur der Mensch selbst ist in der Lage, sein Schicksal zu ändern, vom Ausgangspunk bis zum Ende, wenn er sich genügend anstrengt.

Frage: Um also mein Schicksal zu ändern, muss ich mich weiterentwickeln, den Plan kennen und meinen Platz darin finden.

Antwort: Das ist erst in unserer Generation möglich geworden. Davor hatten  die Menschen nicht danach gefragt – sie lebten einfach so. Noch vor hundert oder zweihundert Jahren hatten sich nur besondere Weise und Philosophen die Frage gestellt, zu welchem Zweck der Mensch erschaffen wurde. Der gewöhnliche Mensch selbst stellte sich kaum solche Fragen. Er wusste, wenn sein Vater ein Schmid war, würde auch er ein Schmid sein, und sein Sohn später auch. So ging es von Generation zu Generation. Alles änderte sich erst in den letzten Jahrzehnten.

Frage: Heißt das, dass die Menschen von Generation zu Generation intelligenter wurden und nun die Möglichkeiten haben, die gleiche Macht über ihr Leben zu erreichen wie sie einst vor tausend Jahren die größten Weisen hatten?

Antwort: Ja, die Menschheit hat sich so sehr entwickelt, dass gewöhnliche Menschen heute den gleichen Entwicklungstand haben wie ihn vor zweitausend Jahre die großen Weisen wie Aristoteles, Platon, usw. hatten.

„New Life“  Folge 478, 21.12.2014

Vom letzten Exil zur endgültigen Erlösung

Die Tora, „Levitikus“ 20.1-20.5:
Der Herr sprach zu Mose: Sag zu den Israeliten: Jeder Mann unter den Israeliten oder unter den Fremden in Israel, der eines seiner Kinder dem Moloch gibt, wird mit dem Tod bestraft. Die Bürger des Landes sollen ihn steinigen.Ich richte mein Angesicht gegen einen solchen und merze ihn aus seinem Volk aus, weil er eines seiner Kinder dem Moloch gegeben, dadurch mein Heiligtum verunreinigt und meinen heiligen Namen entweiht hat.Falls die Bürger des Landes ihre Augen diesem Mann gegenüber verschließen, wenn er eines seiner Kinder dem Moloch gibt, und ihn nicht töten,so richte ich mein Angesicht gegen ihn und seine Sippe und merze sie aus der Mitte ihres Volkes aus, ihn und alle, die sich mit ihm dem Molochdienst hingeben..

Ein Sohn ist unsere nächste Stufe…“der eines seiner Kinder dem Moloch gibt“ bedeutet, es seinem Ego zu übergeben, so dass die nächsten Stufen sich in eine egoistische Richtung entwickeln werden.

Daher bedeutet das Verbot, die Kinder dem Moloch zu übergeben, die absolute Notwendigkeit, sich in Vorbereitung auf die nächste Stufe, in der jetzigen Stufe absolut klar und bewusst zu sein, sich garantiert in die richtige Richtung zu begeben.
Falls du das nicht tust, wird dein nächstes Level wieder der Egoismus sein. Es ist nur dein Problem und nicht das Problem der Kinder, der nächsten Stufe.

Daher liegt die Verantwortung auf den Schultern des vorigen Levels, das sich für den Aufstieg falsch vorbereitet hat. Es liegt also in der Verantwortung des Vaters und nicht des Sohnes.
Wenn ein Mensch geboren wird, ist er nichts.
Womit du ihn allerdings füllen wirst – mit Plänen, Attributen, Qualitäten und Werten, ist das, was er sein wird.

Es steht geschrieben, dass, wenn Menschen dem Mann vergeben, der die Kinder dem Moloch übergeben hat, so richtet der Schöpfer sein Angesicht gegen ihn und merzt ihn und seine Sippe aus.
Das bedeutet, falls die meisten Menschen glauben, dass es auf der nächsten Stufe vorzuziehen sei, in unsere Welt hinabzusteigen, es notwendig würde, all ihre Wünsche erneut anzuheben und sie zu korrigieren.
Das ist eine sehr ernsthafte Arbeit mit schweren Verlusten.

Das ist schon vorher in unserer Geschichte passiert und aktuell befinden wir uns ebenfalls wieder auf der Stufe, vom spirituellen Pfad abgekommen zu sein, was „die Kinder dem Moloch übergeben“ genannt wird.
„Und die Wünsche erneut anzuheben“ bedeutet, sich vom letzten Exil zur endgültigen Erlösung zu erheben.

[150629]
aus KabTV’s “Secrets of the Eternal Book” 4/16/14