Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Enthüllung'

Ein kleines Geheimnis für finanziellen Erfolg (und andere interessante Fakten)


Fragen, die ich über Jesus, die Pyramiden, Organspenden und Glücksbringer erhielt:

Frage: Sagt die Kabbala irgendetwas über Jesus?

Meine Antwort: Nein, die Kabbala spricht nur über die Korrektur der Seele und der Enthüllung des Schöpfers. Sie hat keinerlei Verbindung zu irgendeiner Religion.

Frage: Was bedeuten die Pyramiden für unsere Welt?

Meine Antwort: Der Glaube des Menschen an ein körperliches, materielles Leben nach dem Tode.

Frage: Ist es laut Kabbala erlaubt, menschliche Organe zu übertragen?

Meine Antwort: Ja.

Frage: Jemand gab mir einen Glücksbringer, einen „Schlüssel zu finanziellem Erfolg“. Er ist aus Silber, mit aramäischer Beschriftung. Das Problem ist nun, dass ich ihn aus Versehen zerbrochen habe. Ich weiss nicht, ob das wohl ein Zufall sein könnte, aber seitdem habe ich finanzielle Probleme. Gibt es eine Verbindung zwischen beiden? Und was soll ich mit dem zerbrochenen Anhänger tun?

Meine Antwort: Reparieren Sie ihn! Glauben Sie an das Wirken des „Glücksbringers“. (Obwohl ich gehört habe, dass es noch besser ist, wenn man einen Bankier fängt und seine Leber roh um Mitternacht bei Vollmond ißt. Dann überträgt sich sofort und heimlich sein Bankkonto auf Ihres.)

Verwandtes Material:
Blog-post: Wo ist in Kabbala Jesus Christus zu finden?
Blog-post: Was war zuerst – Religion oder Kabbala?
Kabbala Heute Artikel: Der Verbrauchereffekt

Erinnerungen an vergangene Leben sind nur Fantasien in diesem Leben


Fragen, die ich über Erinnerungen an vergangene Leben und die Auferstehung der Toten erhielt:

Frage: Wie lange dauert es für eine Seele, um in einen neuen Körper zu reinkarnieren – Tage, Monate oder Jahre?

Meine Antwort: Es gibt keine Zeit und deshalb kann es in jedem Augenblick geschehen.

Frage: Wie erklären Sie es, wenn ein Mensch Erinnerungen an vergangene Leben hat?

Meine Antwort: Dies sind keine Erinnerungen eines vergangenen Lebens, sondern Fantasien dieses Lebens.

Frage: Warum brauchen wir Friedhöfe, wenn alles in unserer Erinnerung bleibt und besonders weil unsere Seelen in einen neuen Körper reinkarnieren?

Meine Antwort: Wenn eines der 613 Verlangen der Seele „stirbt“, wird es „begraben“ – man hört auf, es zu gebrauchen. Dann, wenn man mit dem Prozess seiner Korrektur fortfährt, lässt man dieses Verlangen „wiederauferstehen von den Toten“ , damit es korrigiert wird. Auf diese Weise erfahren alle Verlangen Tod, Begräbnis und Auferstehung, um die volle Korrektur zu erlangen.

Frage: Es gibt erste und zweite Einschränkungen, sowie die „Auferstehung der Toten“. Wenn ein Mensch den Weg der Kabbala wählt, beginnt, das Material zu studieren, wann findet dann die „Auferstehung der Toten“ statt?

Meine Antwort: Ein Mensch geht nacheinander durch diese Zustände: zuerst die doppelte Verhüllung der Spiritualität, dann die einfache Verhüllung, dann die einfache Enthüllung, doppelte Enthüllung, Auferstehung der Toten und die volle Korrektur.

Verwandtes Material:
Kabbala Heute Artikel: Sein oder nicht sein

Das spirituelle Ziel ist für alle das Gleiche


Fragen, die ich über das Erlangen der Wurzel der eigenen Seele erhielt:

Frage: Wenn ich meine alltäglichen Probleme nicht gelöst habe, kann ich dann die Probleme meiner Seele lösen?

Meine Antwort: Ja. Tatsächlich ist dies der einzige Weg, mit dem du herausfinden kannst, was deine wahren alltäglichen Probleme sind.

Frage: Wie kann ich sagen, was mein spirituelles Ziel ist?

Meine Antwort: Es ist für jeden das Gleiche – die Wurzel der eigenen Seele erreichen, den Punkt, von dem aus die Seele in unsere Welt herabgestiegen ist.

Frage: Warum ist das Studium der Kabbala nur in einer Gruppe effektiv? Kann ich bedingungsloses Geben nicht auch mit Leuten praktizieren, die gar nicht wissen, dass es Kabbala gibt?

Meine Antwort: Das ist deshalb so, weil Dir die Gruppe das Ziel und die Kraft es zu erreichen gibt.

Frage: In einer der Morgenlektionen haben Sie darüber gesprochen, die Seelen als ein einziges Ganzes zu betrachten. Das hat mich an ein Interview mit einem Forscher erinnert, das ich gesehen habe, der sein ganzes Leben damit verbracht hat, Ameisen zu studieren, und herausfand, dass sie ein unteilbares Ganzes sind, das arbeitet, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Ist diese Untersuchung vergleichbar mit einem Kabbalisten, der das Ziel aller Seelen von Adam HaRishon und ihre Verbindung untereinander enthüllt.

Meine Antwort: Ja. Die Kabbala enthüllt das Wesen und den Weg aller Seelen, ihr gemeinsames Schicksal, und ihren endgültigen Zustand. Die Enthüllung vollzieht sich im Inneren der Person, die dies erlangt, in dem Ausmaß, in dem diese dem einzigartigen, ewigen und perfekten Zustand gleicht – der „Verschmelzung aller Seelen zu einer Einheit, miteinander und mit dem Schöpfer.“

Verwandtes Material:
Blog-post: Korrektur liegt in der Einheit
Blog-post: Durch die Entwicklung der Verlangen entwickelt die Kabbala auch den Verstand

Ein Neujahrswunsch an die Welt


Eine Frage, die ich erhielt: Was möchtest Du den Menschen, welche die Welt regieren – den Präsidenten – für dieses neue Jahr wünschen?

Meine Antwort: Ich erinnere mich immer noch an die Zeit, als eine Person, die glaubte zu wissen, wie man Russland und sogar die ganze Welt repariert, auf einen Panzer kletterte und solch einen Unsinn redete, dass Menschen sich deswegen bis zum heutigen Tag immer noch krank fühlen. Aber sie gingen vorwärts und führten ihr Experiment durch – und erreichten die üblichen entsetzlichen Ergebnisse. Solche Ergebnisse vollziehen sich in unterschiedlichem Maße in jedem Land auf dieser Welt und immer beweisen sie Unzulänglichkeit, ob sie in Russland stattfinden oder Amerika, dem Dritten Rom oder der Dritten Welt.

All die Herrscher in der Welt sind wie kleine Jungen, die so tun, als wären sie erwachsen. Sie erkennen nicht, dass sie innerhalb der Natur leben und Teile von ihr sind. Sie kennen nicht die Gesetze der Welt, in der sie leben und stattdessen erfinden sie ihre eigenen Gesetze. Innerhalb dieser „gesetzlichen“ Welt erschaffen sie sich ihre eigene kleine „Spielwelt“, komplett mit aufgebauten Beziehungen und Gesetzen. Offensichtlich entsprechen diese nicht den natürlichen Gesetzen der Gesellschaft.

Dennoch hat alles in der Natur seinen eigenen Platz und Gesetz. Tiere folgen den Gesetzen der Natur blind und instinktiv und daher machen sie keine Fehler. Der Mensch andererseits wurde frei erschaffen, um sich selbst zu vervollständigen und – innerhalb dieses Bereiches der Freiheit – die Naturgesetze, den Schöpfer zu enthüllen. Indem er das tut, wird der Mensch der Natur oder dem Schöpfer gleich.

Anstatt dies zu tun, führt der Mensch jedoch eigene Experimente durch! Bis zu der Zeit des alten Babylon entwickelte sich der Mensch auf dem tierischen Level und sein Verhalten unterschied sich gar nicht so sehr von der Natur. Doch sowie sein Egoismus begann „verrückt zu spielen“, entschied er, einen „Turm hoch zum Himmel“ zu bauen und die Menschen begannen, „verschiedene Sprachen zu sprechen“ – hörten auf, einander zu verstehen. Sobald das geschah, wurde dem Menschen die Gelegenheit gegeben, über den Zweck seiner Erschaffung zu lernen – die Ebene des Schöpfers zu erlangen, als auch die Mittel, um dieses Ziel zu erreichen – die Methode der Kabbala.

Genau wie die Kabbala vor 4.500 Jahren vorhergesagt hat, befinden wir uns heute wiederum in einem globalen Babylon. Wir müssen erwachsen werden und die Gesetze der Natur lernen, anstatt unsere eigenen künstlichen Gesetze zu erfinden. Schließlich gibt es Naturgesetze für jede Art des Verhaltens – einschließlich privater und gesellschaftlicher, und diese Gesetze zu ignorieren ruft die negative Reaktion der Natur hervor, was wir als Leiden wahrnehmen.

Auf die eine oder andere Weise wird uns die Natur zwingen, ihr ähnlich zu werden. Und wenn wir dagegen sind, wird sie uns mit Gewalt dorthin bringen. Daher benötigen wir – jeder einzelne von uns – heute mehr denn je, die Enthüllung und das Verständnis davon, was die Kabbala sagt.

Mein Wunsch für die Herrscher in der Welt – und für alle Menschen in der Welt – ist, dass sie die Gesetze der Natur und der Gesellschaft studieren, welche die Kabbala erklärt. Die Kabbala spricht nur darüber, erklärt, wie sich alles entwickelt – schrittweise, logisch und gesetzmäßig.

Unsere Verbreitung der Kabbala rund um die Welt dehnt sich aus und ist dabei, die gesamte Welt mit ihrer Kraft, Qualität und Verbindung mit dem Höheren Licht umzudrehen. Darum wünsche ich aufrichtig jedem „SHANA TOVA“ (ein Frohes Neues Jahr) – und ich bin optimistisch, dass dies tatsächlich so sein wird!

Verwandtes Material:
Blog-post: Noch eine gegenstandslose Konferenz der Weltführer
Blog-post: So erreichen wir die Korrektur ohne viel Blutvergießen
Blog-post: Indem Sie die Weisheit der Kabbala verbreiten, korrigieren Sie Ihr „Selbst“
Blog-post: Spirituelle Wehen und die Zukunft der Kabbala

Der richtige Pfad ist gepflastert mit Verwirrung zusammen mit Klarheit


Zwei Fragen, die ich darüber erhielt, warum alles verwirrter wird, wenn man mehr studiert und wie man feststellen kann, dass man auf dem richtigen Weg ist:

Frage: Als ich anfing, Unterrichte auf YouTube und Anfänger-Lektionen im Ari Online Lernzentrum zu schauen, war alles so klar und einfach und machte Sinn. Doch jetzt, wo ich mich sehr viel mehr damit beschäftige und anfing, eine Menge Artikel und das „Vorwort zum Buch Sohar“ zu lesen, wurde alles dermaßen schwieriger und verwirrter, sodass ich manchmal denke, ich sollte eine Frage schicken, aber ich kann sie noch nicht einmal in Worte fassen! Bedeutet das, dass ich mich nicht auf dem richtigen Weg befinde?

Meine Antwort: Viele Artikel werden Dir erklären, dass diese Zustände genau die Zustände sind, die zur Enthüllung führen. Das ist so, weil wir die Spiritualität nicht durch Wissen enthüllen, sondern durch Gleichheit der Form. Solange meine Eigenschaften sich von den Eigenschaften der Sache unterscheiden, die ich erlangen will, stell ich mir das in meinem Verstand vor – spekulativ – und ich verstehe es mehr oder weniger.

Sobald ich jedoch anfange, das durch die Gleichheit der Form zu erlangen, kann ich nicht länger „mentale“ Bilder erschaffen, weil meine Empfindungen sich darüber hinwegsetzen. Daher bin ich verwirrt, verstehe überhaupt nichts, fühle mich taub und weiß generell nicht „wo, wer oder warum?“.

Alles, was Du tun musst, ist weiterzumachen und plötzlich wird sich der Nebel lichten und ein neues Bild und Verständnis wird hervorkommen. Darauf wird abermals Nebel folgen und dann kommt wieder Klarheit – und so weiter, viele Male!

Frage: Wie kann ich als Student, der bis jetzt noch überhaupt nichts erlangt hat, wissen, ob ich auf dem richtigen Weg bin?

Meine Antwort: Durch genau die Zustände, die ich oben beschrieben habe – ständige Verwirrung und Klärung in deinem Verstand und Empfindungen von Leichtigkeit und Schwere in Deinem Herzen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wir alle spielen Tennis gegen die Wand
Blog-post: Nach vorne und aufwärts!
Blog-post: Dieser Weg kann nur von jenen bewältigt werden, die ihn auch gehen
Artikel von Baal HaSulam: Exil und Erlösung

In allen Lebenssituationen sollte Ihr Verhalten nur durch das spirituelle Ziel bestimmt werden


Fragen, die ich zum Verlust des Verlangens und anderen Störungen erhalten habe:

Frage: Ich studiere die Kabbala seit über einem Jahr und kürzlich stand ich vor einem Problem. Meine Verlangen nach verschiedenen Genüssen in dieser Welt verschwinden langsam und die einzigen Verlangen, die übrig bleiben, sind minimale Verlangen, welche für den Körper überlebenswichtig sind. Ist dies ein Rückschritt? Kann ich irgendwie Verlangen nach Erfüllung entwickeln? Ich fühle mich, als würde ich mich in eine Amöbe verwandeln. Obwohl ich mich selbst in keiner Weise beschränke, sehe ich keinen Grund „unnötige Bewegungen“ zu machen. Wo ist mein Egoismus? Wie kann ich diesen wieder erwecken, wenn er eingeschlafen ist?

Meine Antwort: Sie entdecken, dass es sinnlos ist, Ihren Egoismus zu erfüllen, und da Sie diese Enthüllung gemacht haben, haben Sie die Energie (Homer Delek) verloren, um nach materiellen Dingen zu streben. Dies passiert vielen Menschen in unserer Welt, was in einem Gefühl von Leere und Depression (die am weitesten verbreitete Krankheit der Welt) resultiert. Jedoch verschwindet auch die Spiritualität und hört auf Sie anzuziehen.

Beide dieser Gefühle werden in Ihnen vom Schöpfer zu dem Zwecke hervorgerufen, um einen Ort der Willensfreiheit zu erschaffen, einen Ort, an welchem Sie Ihre eigenen Anstrengungen über Ihre Natur machen können. Das liegt daran, dass alle Dinge, die Sie selbst tun können, eigentlich vom Schöpfer gemacht werden. Doch wenn Sie die Leere dieser Welt enthüllen und dieser Welt gegenüber gleichgültig werden und dazu auch noch eine spezielle Leere der spirituellen Welt enthüllen und die spirituelle Welt Sie ebenfalls nicht mehr anzieht, dann sollten Sie sich auf korrekte Weise an der Gruppe und dem Studium beteiligen, um die Wichtigkeit des spirituellen Ziels zu erwecken, d.h. „die Enthüllung des Schöpfers (Liebe für den Nächsten).“

Dieses Verlangen zieht das Höhere Licht (Or Makif) an, welches Sie zur Wahrnehmung der Spiritualität, des Schöpfers, der Eigenschaft des Schenkens und der Liebe bringen wird. Sie sollten also die Wichtigkeit der Spiritualität von Ihren Freunden bekommen.

Frage: Lieber Rav, nach meinem Besuch zum Studium bei Bnei Baruch, fühlte ich zum ersten Mal, dass meine Seele zuhause war. Es war eine Kraft, die stärker war als mein Körper. Dies verursachte viele Konflikte, als ich versuchte die Zeit zwischen meiner Seele und der Tätigkeit für meine körperlichen Dinge auszugleichen. Nun, da ich zurück bin, fühle ich, dass ich kein Verlangen nach irgendetwas habe. Dies passiert mir nach jedem Kongress, und jedes Mal habe ich einen sehr starken Kontakt mit Bnei Baruch. Warum geschieht dies und wie kann ich diese Zustände durchlaufen?

Meine Antwort: Dies ist natürlich, da wir bei Bnei Baruch eine sehr intensive spirituelle Atmosphäre haben und Sie werden davon inspiriert. Nach Ihrer Heimkehr von Ihrem Besuch bei uns, müssen Sie Ihr spirituelles Leben so erhöhen, dass es auf der selben Stufe stattfinden kann, welche Sie fühlten, als Sie bei uns waren.

Frage: Während der Verbreitungsarbeiten bin ich vielen Problemen begegnet. Zum Beispiel bin ich hingefallen und meine Augen und Zähne haben sich entzündet usw. Die öffentliche Meinung sagt, dass die Hindernisse mir sagen würden, dass ich das nicht machen sollte, dass ich meine Ansicht verändern müsste usw. Doch ich glaube andererseits, dass ich Anstrengungen machen muss, um meine Absicht zu stärken, das Ziel zu erreichen. Bitte erklären Sie, wie ich diese Störungen interpretieren soll.

Meine Antwort: Wenn Ihr Körper in physischer und psychologischer Hinsicht in Ordnung ist, dann müssen Sie diese Störungen überwinden, ohne auf Ihren Körper zu achten. Wenn die Störungen jedoch einer medizinischen Versorgung bedürfen, dann sollten Sie sofort zum Arzt gehen, während Sie mit Ihrem Studium und Verbreitung fortfahren.

Kommentar: In einem vorigen Blogbeitrag schrieb ich, dass die Kabbala wichtiger ist als die Familie, wenn die Ehefrau gegen die Kabbala ist und es unmöglich ist, mit Ihr einen Kompromiss zu finden oder sie zu überzeugen. Dann ist es erlaubt sich seiner Seele zuliebe scheiden zu lassen. Ich erhielt einige überraschte Rückmeldungen, „wie das sein könne?“ Die Menschen verstehen nicht, dass das Leben sinnlos ist, wenn es nicht dazu verwendet wird, das Ziel zu erreichen, welches vor jedem Menschen aufgestellt wurde. Der Himmel, die Erde und jeder von uns wurden erschaffen, um das Ziel zu erreichen und nicht dafür, um eine Hochzeit auf der tierischen Stufe zu erschaffen, um ein Sklave des Egoismus des Partners zu werden.

Die Schlussfolgerung lautet also: Ihr Verhalten sollte in allen Situationen des Lebens nur vom spirituellen Ziel bestimmt werden!

Verwandtes Material:
Blog-post: So erreichen Sie wahre Glückseligkeit
Blog-post: Das Körperliche hat keine Auswirkung auf das Spirituelle
Shamati #4: Der Grund für die Schwierigkeit, sich vor dem Schöpfer zu annullieren
Artikel von Baal HaSulam: Analytischer Vergleich zwischen Kabbala und Philosophie
Artikel von Michael Laitman: Der sechste Sinn

Sei kein Besserwisser!


Fragen, die ich über verwirrende Gedanken, die Verlangen der anderen, die richtige Ausrichtung und darüber, wie man Fragen stellt, erhielt:

Frage: Was machen Kabbalisten mit verwirrenden Gedanken und dem ständigen Geplapper, das im Gehirn vor sich geht?

Meine Antwort: Beteilige dich mehr am Studium und am Schreiben von Artikeln. Und am besten mit anderen zusammen. Es steht geschrieben: „Ungeachtet dessen, wie sehr die Schlange dich sticht, studiere die Tora.“

Frage: Wir sollten die Verlangen der anderen unseren hinzufügen, aber welche Verlangen? Wenn wir Handlungen des Schenkens vollziehen, erfüllen wir eigentlich die egoistischen Verlangen der anderen, also entwickeln wir eigentlich ihren Egoismus.

Meine Antwort: „Andere“ sind deine Freunde in der Gruppe, die deine Handlungen verstehen und sich auch auf diese Weise dir gegenüber verhalten. Um den Schöpfer zu enthüllen ist es notwendig, ein gemeinsames Verlangen nach Ihm zu entwickeln. Das heißt, um die Eigenschaft des Schenkens und der Liebe zu enthüllen, ist es notwendig, die Verlangen eines jeden Menschen in einem gemeinsamen Verlangen zu vereinigen.

Die Empfindung des gemeinsamen Verlangens für die Liebe und das Schenkens ist die Offenbarung des Schöpfers in uns! Es bringt das Gefühl von Perfektion, Ewigkeit und Harmonie. Wenn du jedoch mit anderen zusammen bist, die nicht den Punkt im Herzen haben, musst du dich einfach wie sie verhalten.

Frage: Wenn der Schöpfer sich von uns entfernt und verbirgt, um uns zu korrigieren, sollten wir dann im Verlauf der Rückkehr zu Ihm, an Erreichung und Enthüllung denken und danach streben oder nach Korrektur?
Meine Antwort: Das ist dasselbe, da man ja die Eigenschaft der Liebe und des Schenkens erwirbt.

Frage: In einer Deiner Lektionen sagtest Du, dass Du uns lehren willst, die Fragen richtig zu stellen. Manchmal sagst Du zu Deinen Studenten, dass sie „Besserwisser“ sind. Was bedeutet es also, während der Lektion eine Frage zu stellen? Was sollte diese Frage sein?

Meine Antwort: Eine Frage muss genau zum Thema der Lektion gehören, um allen Freunden zu helfen, das Thema besser zu verstehen. Es sollte nichts sein, was nur die Person interessiert, die fragt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Woher kommen Gedanken, Ideen und Träume?
Blog-post: Die moralischen Normen eines Kabbalisten
Blog-post: Wozu sollen wir Fragen stellen?
 

Die Korrektur hängt nur vom Verlangen ab, nicht von Wissen


Drei Fragen die ich zur Verbreitung erhalten habe:

Frage: Wann wird Baal HaSulams schwierige Sprache (wie z.B. Talmud Esser HaSefirot, Pticha und der Kommentar zum Buch des Sohar) auf eine Stufe des modernen Egoismus herunter gebracht und in einer Sprache wiedergegeben werden, die normale Menschen verstehen können? Ist dies nicht der Grund dafür, warum wir mit unserer Korrektur schon spät dran sind?

Meine Antwort: Sie sollten all die Materialien in unserem Archiv der Lektionen studieren. Den Talmud Esser HaSefirot studieren wir immer und das Buch Sohar werden wir auf diesem Blog mit Links zu den vollständigen Kommentaren studieren.

Meine gesamte Mission besteht darin, die Kabbala unserer Generation und allen Menschen in der Welt näher zu bringen. Das ist allerdings nur für diejenigen, die nach Wissen suchen. Um die Kabbala praktisch zu realisieren, braucht ein Mensch kein Wissen darüber (außer der Art wie ein Mensch eine Wissenschaft in unserer Welt lernt).

Das liegt daran, dass ein Mensch zuerst – aus dem „Punkt im Herzen“ heraus – ein innerliches Instrument der Erreichung erschaffen muss, d.h. das Kli oder die Seele. Die Korrektur des Menschen hängt nicht von Wissen ab, sondern vom Verlangen. Ein Mensch enthüllt die Höhere Welt durch Anstrengungen, die Spiritualität richtig zu verstehen, durch die Enthüllungen dessen, dass es die Eigenschaft der Liebe und des Gebens an den Nächsten ist und durch die Vereinigung dieser Bestrebungen in ein Ganzes.

Frage: Wie wichtig ist die Form (oder die Eigenschaft) des Materials, das in der Verbreitung an die Massen verwendet wird? Was ich meine ist, wie wichtig es, eine professionelle Annäherung zu haben, einen guten sprachlichen Stil und keinen seltsamen Akzent zu haben, wenn man die Kabbala erklärt? Ich denke, dass wenn ein Mensch einen Punkt im Herzen hat, es dann keinen Unterschied macht, wie die Information dargestellt wird, da er ungeachtet dessen angezogen sein wird.

Meine Antwort: Die Form oder der „Umschlag“ ist bei der ersten Begegnung wichtig, später jedoch nicht. Eigentlich funktioniert es später genau anders herum – das Verborgene ist attraktiver.

Frage: Wie kann ich dabei helfen, die Kabbala in der Stadt Baku in Aserbaidschan zu verbreiten?

Meine Antwort: Wie in vielen Ländern der Welt auch: ohne die Kabbala oder mich zu erwähnen; durch die Präsentation dessen, dass die Kabbala eine Wissenschaft ist, die tiefe Kenntnisse der Realität bietet.

Verwandtes Material:
Unterrichte zum Vorwort und der Einführung zum Buch Sohar
Vorwort zum Buch Sohar
Einführung zum Buch Sohar

Warum empfinden wir Leiden?


Zwei Fragen, die ich über das Leiden erhielt:

Frage: Warum empfinden unsere fünf Sinne unseren Mangel an Ähnlichkeit mit der Spiritualität als Leiden?

Meine Antwort: Weil unsere Sinne Verlangen nach Erfüllung sind. In der Welt der Unendlichkeit waren sie erfüllt und wurden später durch das Zerbrechen geleert – die Zertrennung der gemeinsamen Seele in eine Vielzahl separater Teile oder Seelen. Jede Seele hat Erinnerungen (Reshimot) an die Erfüllung in der Vergangenheit und diese Reshimot erwachen jetzt und fordern Erfüllung.

Was Du Leiden nennst, ist die Leere, die Du spürst. Wenn Du die Einstellung zu der Empfindung des Leidens änderst, dann wirst Du es als Erfüllung und Glück erfahren. Unsere Einstellung oder Absicht kann alles verändern.

Der tatsächliche Zustand in dem wir uns befinden ist konstant; die einzige Sache, die sich ändert, ist unsere Einstellung dazu. Sie bestimmt, ob wir uns fühlen, als wären wir in dieser Welt, also in der Verhüllung des Schöpfers, oder in Seiner Enthüllung , d.h. auf den Stufen der fünf Welten, oder in der Welt der Unendlichkeit.

Frage: Was soll ich tun, wenn meine einzige Bitte an den Schöpfer „Gib mir Kraft, Dich nicht zu hassen“ ist und wenn das einzigste was ich fühle – trotz meiner Arbeit in der Gruppe, Verbreitung und Unterrichten – ist, dass meine Situation zu Hause immer schlechter wird, meine ökonomischen Umstände verschlimmern sich immer mehr (ich kann nicht mal eine Arbeit finden) und so weiter. Ich fing plötzlich an, mich dem Schöpfer gegenüber völlig entfremdet zu fühlen. Ist es normal, dass die Kabbala materielle Verwüstung hervorruft?

Meine Antwort: Rabash erzählte mir, wie schwierig es für ihn war, Arbeit zu finden und wie viele Male er die Arbeit wechseln musste. Er arbeitete als Schumacher, Betonbauer, Schreiber und als Dienstbote.

Du musst, wie jeder andere auch, dazu die gleiche Einstellung haben, doch gleichzeitig dich regelmäßig (nach einem bestimmten Plan) weiterhin für das einzusetzen, wofür Du in dieser Welt lebst – der Korrektur Deiner Seele. Sei etwas demütiger, d.h. denke, dass alles vom Schöpfer kommt, und das einzige, was du dir ersehnst ist, zu spüren, dass es so ist.

Verwandtes Material:
Blog-post: Beharrlichkeit ist der Schlüssel zum Erfolg
Blog-post: Erlösung erfolgt durch die Hand des Schöpfers
Blog-post: Auszüge aus Rabashs Artikeln über die Gesellschaft
Kabbala unserer Zeit

Dieser Weg kann nur von jenen bewältigt werden, die ihn auch gehen


Eine Frage, die ich erhielt: Ich nehme an den Lektionen teil, die von Bnei Baruch angeboten werden. Aber ich habe den Eindruck, jetzt ein schlechterer Mensch zu sein, als vor Beginn des Studiums. Was mache ich falsch? Ich glaube zu verstehen, wie wichtig die Gruppe ist, aber ich empfinde keine Liebe für sie. Stattdessen fühle ich eine tiefe, sich stets vergrößernde Kluft. Ich bin wertend und zynisch, in meinem Privatleben bin ich deprimiert, zornig und gereizt, aber es gibt dafür keine logische Erklärung. Trotzdem spüre ich all diese Gefühle sehr stark. Es scheint, als ob mein Verstand oder ein Teil von mir auf einer Seite einer Fahrbahn, und mein fühlender anderer Teil (welcher mich lenkt) auf der anderen Seite in entgegengesetzter Richtung unterwegs wären, verbunden mit einem Hass/Liebe-Verhältnis zur Kabbala und dem Studium.

In den Lektionen wird uns klar gemacht, dass sich das Studienmaterial ausschließlich auf spirituelle Zustände bezieht. Aber wie sieht der „praktische“ Teil aus? Was für eine Person soll ich sein?

Meine Antwort: Alle von uns erleben solche Zustände, wenn wir abzuwägen beginnen, ob das spirituelle Wachstum, das die Kabbala uns lehrt, richtig und notwendig ist. Im Augenblick erreicht die gesamte Menschheit eine Periode der Neuorientierung ihres Wertesystems und erlebt daher Krisen in allen Bereichen des Lebens – in Bildung, Politik, Gesellschaft, Familie, Wissenschaft, Ökologie, Natur, usw.

Wir bewerten zudem unsere körperliche Existenz, wie auch die Notwendigkeit, unseren unkorrigierten egoistischen Verlangen (Herz) und Gedanken (Verstand) Spiritualität hinzuzufügen (also die Enthüllung der Höheren Welt und des Schöpfers). Ihr Egoismus wird weiterhin viele „Enttäuschungen“ auf dem Weg der spirituellen Entwicklung erleben, weil er auf diesem Weg keine Erfüllung findet – sondern das Gegenteil. Um Spiritualität entwickeln zu können, muss der eigene Egoismus ausgelöscht werden. Aber es muss betont werden, dass nicht die Verlangen und Gedanken ausgelöscht werden sollen, sondern es muss die Absicht „für sich selbst zu empfangen“ in eine Absicht „für andere zu empfangen“ umgewandelt werden.

Wie kann man auf dem spirituellen Weg vom Egoismus abrücken, ohne dabei den Egoismus zu Hilfe zu nehmen. Egoismus steht im Gegensatz zur Spiritualität. Deshalb wird Egoismus als „Hilfe gegen sich selbst“ bezeichnet, weil er sich letztendlich selbst annulliert. Denn wenn du egoistisch in einer Gruppe Kabbala studierst und versuchst, dich mit den anderen zu verbinden, ziehst du das Höhere Licht an, welches dann den Egoismus korrigiert. Die Misserfolge und Abstiege sind daher nur der vom Egoismus wahrgenommene Mangel an egoistischen Füllungen. Die zukünftige Erfüllung wird nicht durch Empfangen, sondern durch Geben für andere erreicht. Dies wird durch das Gefühl der Liebe und der Erkenntnis, dass jeder in einem einzigen Ganzen eingebunden ist, entstehen.

Das einzige was dich ans Ziel bringt – zum ewigen Schöpfungsziel – sind das beständige Studium, die Teilnahme an der Gruppe und die Verbreitung und zwar trotz deinem Egoismus, „wie ein Ochse zu Bürde und ein Esel zur Last“. Alle Shamati Artikel sprechen darüber, also lest weiterhin darin! Dieser Pfad kann nur von jenen bewältigt werden, die ihn auch gehen!

Verwandtes Material:
Blog-post: Hast du Zweifel, verbreite!
Blog-post: Richtlinien zu Erreichen der Einheit – Ausgewählte Zitate von Baal HaSulam
Artikel von Baal HaSulam: Frieden in der Welt