Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Empfangen'

Freiheit vom Engel des Todes


Eine Frage, die ich erhielt: Ich wäre sehr dankbar, wenn Sie folgendes Zitat aus Baal HaSulams Artikel „Die Freiheit“ erklären würden:

„Wohingegen, wenn kein solcher Funken im Menschen weilt, sondern alle Funken seiner Essenz darin gekleidet sind, dem Schöpfer Wohlgefallen zu erweisen, dann ist er weder abwesend noch tot. Denn selbst wenn der Körper sich auflöst, löst er sich nur hinsichtlich des Aspektes des Empfangens für Eigennutzen auf, in den das ‚Verlangen zu Empfangen‘ gekleidet ist und er hat nur das Recht, durch dieses zu existieren.“

Ich verstehe das nicht. Wie ist es möglich, dass wenn der Körper stirbt (was Ihrer Ansicht nach mit dem Wechseln eines Hemdes verglichen werden kann), das ‚Verlangen zu schenken‘ nicht mit ihm stirbt? Wenn ich sterbe, werde ich nicht mehr in der Lage sein, zu schenken, selbst wenn ich noch das ‚Verlangen zu schenken‘ verspüre – ich werde mein Verlangen nicht verwirklichen können!

Oder nehmen wir anstatt des Todes an, ich würde einen Autounfall oder eine schwere Krankheit überleben, mit dem Verlust von Gliedmaßen und einem Gehirnschaden. Obwohl ich dann noch am Leben wäre, wäre ich nicht fähig zu geben! Ohne Körper können Sie Ihren Freunden nicht schenken oder an der Verbreitung teilnehmen. Wie kann also das Verlangen eines Menschen weiterbestehen und wahrgenommen werden, wenn der Körper nicht länger existiert?

Meine Antwort: Hier eine Erklärung des von Ihnen angeführten Zitats von Baal HaSulam:
„Wohingegen, wenn kein solcher Funken im Menschen weilt, sondern alle Funken seiner Essenz darin gekleidet sind, dem Schöpfer Wohlgefallen zu erweisen, dann ist er weder abwesend noch tot. Denn selbst wenn der Körper (der Egoismus) sich auflöst, löst er sich nur hinsichtlich des Aspektes des Empfangens (des Verlangens) für Eigennutzen auf, in den das ‚Verlangen zu Empfangen‘ gekleidet ist und er hat nur das Recht, durch dieses zu existieren.“

Die Verlangen bleiben. Was sich verändert, sind deren Absichten oder „Gewänder/Kleider“. Wir leben innerhalb dieser Verlangen, und wir nehmen auch unseren Körper bzw. seine Präsenz innerhalb eines bestimmten Verlangens wahr, welches sich in unserem „Ich“ in einem bestimmten Zeitraum (unserem Leben) offenbart, und danach wieder abnimmt und verschwindet. Dies gibt uns das Gefühl für das Leben und den schrittweisen Tod des Körpers.

Lesen Sie das Vorwort zum Buch Sohar und Sie werden sehen, was die Kabbala meint, wenn sie sagt:

  • Der Tod des Körpers – der Tod der egoistischen Absicht
  • Die Wiederbelebung des Körpers – die Geburt der altruistischen Absicht

Wir nehmen nur unseren tierischen Körper wahr, bis wir unsere gesamte Seele korrigieren, was bedeutet, bis wir all unsere Verlangen von „für mich selbst“ zu „für andere und für den Schöpfer“ korrigieren. Danach wird die Wahrnehmung des Körpers verschwinden, weil das Verlangen, worin wir den Körper wahrnehmen, in eine Absicht des Schenkens korrigiert sein wird. Und dies wird für ewig sein, weil es uns hilft, auch all die anderen Verlangen zu korrigieren.

Nehmen Sie folgendes als Grundlage: Es gibt nur das Licht und das Verlangen, und Sie fühlen alles (diese Welt oder die kommende Welt) innerhalb dieses Verlangens. Alles hängt von den Verlangen ab – von ihrem Ausmaß, ihrer Qualität und ihrer Angleichung zum Licht.

Verwandtes Material:
Blog-post: Warum müssen wir immer wieder hierher zurückkommen?
Blog-post: Immer bei mir
Shamati #28: Ich werde nicht sterben, sondern leben

Dieser Weg kann nur von jenen bewältigt werden, die ihn auch gehen


Eine Frage, die ich erhielt: Ich nehme an den Lektionen teil, die von Bnei Baruch angeboten werden. Aber ich habe den Eindruck, jetzt ein schlechterer Mensch zu sein, als vor Beginn des Studiums. Was mache ich falsch? Ich glaube zu verstehen, wie wichtig die Gruppe ist, aber ich empfinde keine Liebe für sie. Stattdessen fühle ich eine tiefe, sich stets vergrößernde Kluft. Ich bin wertend und zynisch, in meinem Privatleben bin ich deprimiert, zornig und gereizt, aber es gibt dafür keine logische Erklärung. Trotzdem spüre ich all diese Gefühle sehr stark. Es scheint, als ob mein Verstand oder ein Teil von mir auf einer Seite einer Fahrbahn, und mein fühlender anderer Teil (welcher mich lenkt) auf der anderen Seite in entgegengesetzter Richtung unterwegs wären, verbunden mit einem Hass/Liebe-Verhältnis zur Kabbala und dem Studium.

In den Lektionen wird uns klar gemacht, dass sich das Studienmaterial ausschließlich auf spirituelle Zustände bezieht. Aber wie sieht der „praktische“ Teil aus? Was für eine Person soll ich sein?

Meine Antwort: Alle von uns erleben solche Zustände, wenn wir abzuwägen beginnen, ob das spirituelle Wachstum, das die Kabbala uns lehrt, richtig und notwendig ist. Im Augenblick erreicht die gesamte Menschheit eine Periode der Neuorientierung ihres Wertesystems und erlebt daher Krisen in allen Bereichen des Lebens – in Bildung, Politik, Gesellschaft, Familie, Wissenschaft, Ökologie, Natur, usw.

Wir bewerten zudem unsere körperliche Existenz, wie auch die Notwendigkeit, unseren unkorrigierten egoistischen Verlangen (Herz) und Gedanken (Verstand) Spiritualität hinzuzufügen (also die Enthüllung der Höheren Welt und des Schöpfers). Ihr Egoismus wird weiterhin viele „Enttäuschungen“ auf dem Weg der spirituellen Entwicklung erleben, weil er auf diesem Weg keine Erfüllung findet – sondern das Gegenteil. Um Spiritualität entwickeln zu können, muss der eigene Egoismus ausgelöscht werden. Aber es muss betont werden, dass nicht die Verlangen und Gedanken ausgelöscht werden sollen, sondern es muss die Absicht „für sich selbst zu empfangen“ in eine Absicht „für andere zu empfangen“ umgewandelt werden.

Wie kann man auf dem spirituellen Weg vom Egoismus abrücken, ohne dabei den Egoismus zu Hilfe zu nehmen. Egoismus steht im Gegensatz zur Spiritualität. Deshalb wird Egoismus als „Hilfe gegen sich selbst“ bezeichnet, weil er sich letztendlich selbst annulliert. Denn wenn du egoistisch in einer Gruppe Kabbala studierst und versuchst, dich mit den anderen zu verbinden, ziehst du das Höhere Licht an, welches dann den Egoismus korrigiert. Die Misserfolge und Abstiege sind daher nur der vom Egoismus wahrgenommene Mangel an egoistischen Füllungen. Die zukünftige Erfüllung wird nicht durch Empfangen, sondern durch Geben für andere erreicht. Dies wird durch das Gefühl der Liebe und der Erkenntnis, dass jeder in einem einzigen Ganzen eingebunden ist, entstehen.

Das einzige was dich ans Ziel bringt – zum ewigen Schöpfungsziel – sind das beständige Studium, die Teilnahme an der Gruppe und die Verbreitung und zwar trotz deinem Egoismus, „wie ein Ochse zu Bürde und ein Esel zur Last“. Alle Shamati Artikel sprechen darüber, also lest weiterhin darin! Dieser Pfad kann nur von jenen bewältigt werden, die ihn auch gehen!

Verwandtes Material:
Blog-post: Hast du Zweifel, verbreite!
Blog-post: Richtlinien zu Erreichen der Einheit – Ausgewählte Zitate von Baal HaSulam
Artikel von Baal HaSulam: Frieden in der Welt

Ein aufrichtiger Wunsch wird immer vom Licht erfüllt


Zwei Fragen, die ich über Bemühungen und Verlangen erhielt:

Frage: Wenn Ihr Verlangen von oben „angeschaltet“ ist, dann strengen Sie sich an, doch zählen diese Bemühungen nicht als die Ihrigen. Auf der anderen Seite, wenn Sie keine Verlangen haben, dann wissen Sie gar nicht, dass Sie keine haben. Wenn Sie dann jedoch beginnen, sich anzustrengen, dann wird dies ebenfalls nicht als Ihre eigene Arbeit angesehen, sondern eher als von „oben eingeleitet“. Wie kann ich dann wissen, welche meine Bemühungen sind und welche die Hilfe von Oben? Was ist der Unterschied?

Meine Antwort: Hören Sie auf, dies herauszufinden, weil es Sie nur verwirrt. Das einzig Wichtige ist:

  • die Wichtigkeit des Zieles zu spüren
  • unsere eigene Schwäche zu bemerken
  • überzeugt zu sein, dass das wahre Verlangen sofortige Hife erhält.

Lesen Sie den Artikel von Baal HaSulam „Von Hinten und Vorne umfasst du mich“ (Achor ve-kedem Zartani).

Frage: Ich bin es satt, auf das Überqueren des Machsom zu warten. Ich habe auf nichts mehr Lust, ich hasse alles und keiner kann mir helfen.

Meine Antwort: Dies ist eben genau der Zustand, aus welchem Sie zum Machsom heraufsteigen können, mit Hilfe der Gruppe und dem Schöpfer! Wissen Sie, dass der Machsom die Gelegenheit ist, sich mit anderen wie Sie zu verbinden, um die Eigenschaft der Einheit deutlich zu machen? Hält irgendjemand Sie davon ab? Wenn ja, warum bitten Sie dann nicht um Hilfe, damit Sie Ihre Freunde lieben können? Worauf warten Sie? Und was hassen Sie gerade so sehr?

Die Verhüllung (Zimzum) geschah nur durch das Licht der Chochma (der Weisheit), und nicht durch das Licht von Chassadim (des Schenkens, der Liebe). Wenn dies nun genau das ist, was Sie wünschen, dann werden Sie es enthüllen. Die Verhüllung (Zimzum) ist in Ihnen drinnen und niemand außerhalb verbirgt irgendetwas vor Ihnen! Sie müssen nur innerlich vom Empfangen zum Schenken gelangen, und dann entdecken Sie diese spirituelle Eigenschaft – die Eigenschaft des Schenkens – in sich. Sie sollte eigentlich nicht von außen irgendwoher zu Ihnen gelangen, und Sie sollen auch nicht irgendwo heraufsteigen, umd den Machsom zu überschreiten. Sondern das Überqueren des Machsom bedeutet die Veränderung der Eigenschaften in Ihnen!

Verwandtes Material:
Blog-post: Strebe Deinem Ziel entgegen und überlasse dem Schöpfer den Rest
Artikel: In sich den Schöpfer finden

Glaube über dem Verstand ist Geben über dem Empfangen


Zwei Fragen, die ich über den Glauben über dem Verstand erhielt und wie man jederzeit mit dem Schöpfer verbunden sein kann.

Frage: Sie sagten, dass es keinen Glauben in der Kabbala gibt, sondern nur Wissen und Verstand. Was meinen Sie nun mit „Glaube über dem Verstand“?

Meine Antwort: Glaube über dem Verstand bedeutet Geben über Empfangen. Unserem Wesen nach empfangen wir lieber, als dass wir geben, und dieser Wunsch macht uns dem Schöpfer gegenüber gegensätzlich. Wir können unsere egoistische Natur der des Schöpfers angleichen, wenn wir unseren Handlungen die Absicht zu geben hinzufügen, welche „über dem Verstand“ ist – dann wird dieses die Essenz unserer Handlungen festlegen, welche dem Empfangen dienen.

Ebenso ist der „Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“ das Wissen oder die Erkenntnis unserer 613 Verlangen und deren Korrektur, damit wir unsere Verlangen zu empfangen in der Absicht zu geben verwenden.

Die Kabbala ist eine Wissenschaft und beschäftigt sich nicht mit Glauben, sondern nur mit klar erkennbaren Vorgängen nach dem Prinzip „Der Richter weiß nie mehr als das, was seine Augen sehen“. Der Schöpfer oder das Licht erschuf einen Wunsch mit der Absicht „für sich selbst“. Alles, was geschieht, ist ein Vorgang, bei dem man die Absicht „für sich selbst“ zu „für andere“ korrigiert. Bis zu dem Grad der Korrektur des Verlangens, wo das Licht das Verlangen erfüllt. Das Ende der Korrektur ist dann erreicht, wenn das Verlangen vollkommen dem Licht ähnlich ist.

Frage: Wie ist es möglich, jederzeit mit dem Schöpfer zu sein? Was heißt das eigentlich?

Meine Antwort: Es bedeutet, in der Eigenschaft des Gebens anstelle des Empfangens zu handeln.

Verwandtes Material:
Blog-Post: Glaube über dem Verstand wird nach dem Machsom erlangt (fortgeschritten)
Blog-Post: Die Kabbala befasst sich ausschließlich mit der Erreichung des Schöpfers
Blog-Post: Spiritualität liegt über unserer Welt (fortgeschritten)

Warum gibt es so viele Worte in der Tora?


Eine Frage, die ich erhielt: Wenn jedes Wort in der Tora als „der Wille zu empfangen“ oder „der Wille zu geben“ erklärt werden kann, warum gibt es dann so viele verschiedene Worte in der Tora?

Meine Antwort:

Der Schöpfer – Der Schöpfer ist „der Wille zu geben“ (Gut, Gutes tuend, Liebend, usw.). Deshalb wollte Er das Geschöpf erschaffen – um ihm zu geben.

Das Geschöpf – Der Schöpfer erschuf nur ein Geschöpf – „den Willen sich zu erfreuen“ (den Willen, Genuss zu empfangen). „Der Wille zu empfangen“ wurde im exakten Gegensatz zum „Willen zu geben“ erschaffen. Es ist ein Abdruck des Schöpfers, damit man in der Lage zu ist, alles zu empfangen, was einem der Schöpfer geben möchte.

Der Schöpfungsplan – Genuss kommt direkt (erkennbar) vom Schöpfer zum Geschöpf und erfüllt es. Doch außerdem beeinflusst der Schöpfer das Geschöpf indirekt (verschleiert) dadurch, dass Er in ihm ein „Verlangen Ihm ähnlich zu werden, ein Verlangen zu geben“ anregt. Daher entdeckt das Geschöpf innerhalb seiner Erfüllung ein zusätzliches Verlangen – „dem Schöpfer ähnlich zu werden“ und dann entscheidet es, diesen Zustand zu erlangen, indem es den Prozess der Korrektur wählt. Ein Teil des Korrekturprozesses geschieht für das Geschöpf unbewusst (von oben nach unten) und ein Teil geschieht bewusst (durch den freien Willen, von unten nach oben).

Anleitungen – Alle kabbalistischen Quellen bilden eine Beschreibung beider Teile des Korrekturprozesses und sie sind in vier Sprachen geschrieben: die Thora, Halacha, Haggada und Kabbala. Sie sind Empfehlungen dafür, wie man den bewussten Teil dieses Prozesses auf die bestmögliche Weise ausführen kann (Die Tora stammt von dem Wort Oraa, Anleitungen).

Korrektur– Die Anfangsbedingungen und das endgültige Ziel bilden zusammen eine Abfolge von Handlungen, die dazu bestimmt sind, den anfänglichen „Willen zu empfangen“ zum „Willen zu empfangen mit der Absicht zu geben“ zu bringen. Der Prozess der Korrektur des geschaffenen „Willen zu empfangen“ zerbricht in Teile und Folgen von Handlungen. Das ist es, was alle kabbalistischen Quellen beschreiben.

 
Verwandtes Material:
Blog-Post: So lesen sie die Thora richtig!
Artikel von Baal HaSulam: Matan Torah (Gabe der Tora)

Wenn er dich liebt, stellt er sich nicht zwischen dich und die Kabbala


Fragen, die ich erhielt, was mit einem Freund zu tun sei, der nicht Kabbala studiert und mit Frauen, die die Verbreitung hassen:

Frage: Die Frau bekommt ihre spirituelle Füllung durch den Mann – ich fühle das sehr klar. Jedoch ist alles, woran ich denken kann, mein Freund, der nicht Kabbala studiert. Ich trennte mich von ihm, als ich auf die Kabbala stieß, aber jetzt sind wir wieder zusammen und ich studiere weiter Kabbala. Ich verbringe meine Zeit lieber mit ihm, als Lektionen anzusehen und das erschreckt mich, weil ich meine Lebensaufgabe und die Absicht des Schöpfers mit mir vernachlässige. Ich kann Sie und die Gruppe und das ganze Welt-Kli nicht verlassen. Ich brauche Sie und Sie brauchen mich. Aber andererseits werde ich von meinem Freund angezogen. Ich will wirklich auf dem spirituellen Pfad bleiben und mein Kli zusammen mit einem Mann entwickeln, aber ich fühle, dass ich dazu ohne meinen Freund nicht im Stande wäre.

Meine Antwort:

1. Beruhige dich.

2. Wenn er dich liebt, dann wird er dich bei deinem Kabbalastudium nicht stören.

3. Wenn du einen anderen Mann wählen kannst, bei dem es sicher ist, dass er Kabbala studieren wird, und es dir möglich ist, dann tu es.

4. Zwinge ihn nicht zu studieren, aber mach ihn freundlich und liebevoll zum passiven Teilnehmer. Wir haben Fälle gehabt, in denen Männer auf diese Art zur Kabbala kamen und dann fortfuhren zu studieren, selbst als ihre Frauen die Kabbala verließen.

5. Jedenfalls ist das Schaffen einer Familie wichtiger als Kabbala! Demnach hat deine Beziehung Vorrang und erst danach sollte die Kabbala kommen.

Frage: Kann eine Frau eine andere Frau in Bnei Baruch unterrichten?

Meine Antwort: Ja.

Frage: Wie sollen wir uns gegen¸ber jenen Frauen verhalten, die nur studieren wollen und die Idee der Verbreitung hassen?

Meine Antwort: Wenn eine Frau zuerst kommt, um Kabbala zu studieren, dann sollte ihr das Wesentliche – genau wie einem Mann – unterrichtet werden. Danach sollte sie die Chance bekommen, ein „Extragewicht“ wie die Teilnahme an der Verbreitung und das Zahlen des Maaser zu übernehmen. Wenn sie dem nicht zustimmt, setzen wir unsere Zusammenarbeit mit ihr nicht fort – sie kann natürlich zuhause selbstständig studieren – das Internet ist frei. Wir werden zweimal überlegen, bevor wir sie zu einem Kongress einladen und könnten uns auch dagegen entscheiden. Leute, die nicht verbreiten, berauben sich der Gelegenheit, voran zu schreiten, weil sie ihr Kli nicht entwickeln, indem sie die Wünsche von anderen hinzufügen, um die notwendige kritische Masse zu erreichen.

Verwandtes Material:
Blog-Post: Spiritueller Fortschritt der Frauen
Blog-Post: Frauen auf dem Pfad der Kabbala
Blog-Post: Der Kreislauf von Abstiegen und Aufstiegen und die Korrektur des Maaser (fortgeschritten)

So lesen Sie die Tora richtig!


Hier ist eine Anleitung, wie man die Kapitelzusammenfassungen der Tora liest, die auf diesem Blog gepostet werden:

Die Tora legt die Grundlagen der Theorie und Praxis des Erreichens eines spirituellen Lebens aus. Weder Adam noch Abraham empfingen die vollständige Methode, um den Schöpfer zu erreichen – nur Moses. Alle anderen Texte sind Kommentare, das heißt, andere Erklärungsweisen zur Erreichung des Schöpfers oder Beschreibungen Seiner teilweisen Erreichung.

Tora stammt von den Worten Or (Licht) und Ora’a (Anweisungen). Sie ist in der Sprache der Zweige geschrieben, welche spirituelle Kräfte mit den Dingen benennt, die sie in unserer Welt erzeugen. Selbst wenn wir also denken, dass sie unsere Welt beschreibt, beschreibt sie tatsächlich spirituelle Kräfte, denn in der spirituellen Welt sind sie nur Kräfte ohne Materie.

Warum brauchen wir diese Beschreibungen der Höheren Welt?

1. Durch das Lesen werden wir den Einfluss des korrigierenden Lichts (Or Makif) auf uns ziehen.
2. Nachdem wir uns selbst durch das Licht korrigiert haben, werden wir von Ihm in dem Grad erfüllt, wie wir korrigiert sind.

Wenn es diese Methode nicht gäbe, würden wir für immer auf dem tierischen Level der Existenz bleiben. Wir wären nicht in der Lage, den Level der Unendlichkeit, Perfektion und Gleichheit mit dem Schöpfer zu erreichen.

1. Die Sprache der Zweige (welche die Höheren Kräfte mit Hilfe ihrer Auswirkungen oder Zweige beschreibt) hat vier Modifikationen oder mit anderen Worten: es gibt vier Sprachen der Zweige:

2. Die Sprache von Tanach – historische Schilderungen, wie sie in den hier veröffentlichten Kapitelzusammenfassungen der Tora verwendet wurden;
3. Die Sprache von Halacha – Gesetze;
4. Die Sprache von Hagadot – Legenden;
Die Sprache der Kabbala – diese Sprache ist den spirituellen Wurzeln am nächsten und die genauste aller Sprachen. Mehr dazu in Baal HaSulams Artikel „Das Wesen der Wissenschaft Kabbala.“

Mein Rat: Wenn Sie die Tora lesen, beginnen Sie sich vorzustellen, dass sie über den Egoismus spricht, das Verlangen, das korrigiert werden muss, so dass es anstatt für das eigene Wohl, für das Wohl des Nächsten (oder den Schöpfer, was dasselbe ist) benutzt wird. Diese Korrektur passiert allmählich, stückweise. Alles teilt sich in die Kraft des Schenkens (den Schöpfer) und die Kraft des Empfangens (die Schöpfung) ein. Der Teil der Schöpfung, der korrigiert ist oder die Korrektur durchläuft, wird Israel genannt (Isra-El – direkt zum Schöpfer). Es gibt auch Teile, die Menschen, Herrscher, Sklaven (der Verlangen), Leiter (der Korrektur), Leviten, Kohens u.s.w. genannt werden. Testen Sie sich selbst und finden Sie heraus, inwieweit Sie in der Lage sind, hinter den „dramatischen“ Szenen, die Sie lesen, die Handlungen der Kräfte zu erkennen, die unsere Welt beherrschen.

 

 interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie

 

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Tora. Das Buch Genesis. Abschnitt Wajera
Blog-post: Die Tora. Das 5. Buch Mose. Kapitel Wa’etchanan
Blog-post: Die Tora. Das Buch Bamidbar. Abschnitt Behaalotcha
Blog-post: So verwenden Sie kabbalistische Quellentexte richtig!
Blog-post: Übermittlung der Tora – Übermittlung von Moses bis zu unseren Tagen
Blog-post: Warum das Studium der Kabbala gut für Sie ist
 

Korrektur liegt in der Einheit


Eine Frage, die ich erhielt: Es ist eine bekannte Tatsache, dass Rabash niemals über Vereinigung und Einheit gesprochen hat, sondern nur Begriffe wie „über dem Verstand“, „Schöpfer“ usw. gebrauchte. Wie haben Sie demnach die Bedeutung hinter seinen Worten erfasst? Hat er Ihnen das in privaten Gesprächen zu verstehen gegeben? Wenn ja, was haben dann die anderen Studenten dort gemacht? Warum mussten Leute Jahre mit dem Studium einer Terminologie verbringen, die in ihrem Leben nicht in Erscheinung tritt?

Meine Antwort: Beginnend mit der Enthüllung der Kabbala vor 5768 Jahren, ist die einzige Richtlinie die Vereinigung aller unserer zerbrochenen, getrennten Seelen (Teile einer einzigen Seele) in eine Seele (die einzige Schöpfung, die erschaffen wurde), genau so wie sie vor dem Zerbruch vereint waren. Korrektur liegt in der Einheit.

Die gleiche Bedingung der „Bürgschaft“ (Arvut) wurde dem Volk zur Zeit des Empfangens der Tora (Die Methode der Vereinigung) gegeben, der Zeit der Enthüllung des Schöpfers. Er wurde innerhalb dieser Vereinigung enthüllt- – entsprechend ihres Ausmaßes.

Saßen Sie mit Rabash zusammen oder wir? Haben Sie Baal HaSulams Artikel „Die Enthüllung der Göttlichkeit“, „Die Bürgschaft“, „Der Frieden“, seine Briefe an seine Schüler über die Notwendigkeit sich zu vereinen und Rabashs Artikel über die Gruppe gelesen? Ich empfehle Ihnen ,sie zu lesen! Weil Vereinigung die einzige Handlung ist, die von uns verlangt wird. Ich weiß nicht, was Sie von anderen gehört haben, aber ich weiß, was geschrieben steht!

Verwandtes Material:
Blog-post:Auszüge aus Rabashs Artikel über die Gesellschaft
Blog-post: Richtlinien zum Erreichen der Einheit – Ausgewählte Zitate von Baal HaSulam
Kabbala Akademie
 

Der Egoismus zerstört sich selbst


Drei Fragen, die ich über den Egoismus und seine Folgen erhielt

Frage: Wir lernen, dass die Menschen im Verlauf der Menschheitsgeschichte Genüsse angestrebt haben, angefangen mit den Grundgenüssen (Nahrung, ein Zuhause usw.) bis zu den vielschichtigeren, wie Wissen und Wahrheit. Es wäre logisch anzunehmen, dass heutzutage die Menschheit mehr am Wissen interessiert sein sollte. Aber es sieht so aus, als ob wir stattdessen mehr um die elementaren Dinge kämpfen, als um alles andere. Heute scheint es, als ob die körperlichen Werte für uns wichtiger sind, als die des Verstandes und des Wissens.

Meine Antwort: Hungernde Menschen suchen nach nichts anderem als Nahrung. Und in unserer technisch entwickelten Ära, wo sich so viele Möglichkeiten bieten, fangen wir an zu begreifen, dass uns Reichtum, Ruhm, Macht und Wissen nicht glücklich machen. Dies wird zuerst von der jüngeren Generation empfunden und ist der Grund für die Gefühle der Leere und der Depression. Der Wachstum des Egoismus führt zu seiner eigenen Zerstörung. Er stellt seine Unfähigkeit dar, das Glücklichsein zu erreichen und er zwingt uns dazu, ihn auf die einzige andere mögliche Art und Weise zu benutzen – zum Geben anstatt zum Empfang.

Frage: Kann der Egoismus die Zerstörung der Seele bewirken? Was passiert mit Menschen wie Hitler und Saddam Hussein? Gibt der Allmächtige ihnen eine Chance Lishma zu erlangen?

Meine Antwort: Sie werden auf jeden Fall Lishma erlangen, die vollständige Verschmelzung mit dem Schöpfer. Sie werden ganz und gar rechtschaffen sein, weil die Führer in unserer Welt nur Werkzeuge in den Händen der Natur sind und wir sind es, die deren schreckliches Verhalten und ihre Taten in dieser Welt veranlassen, dadurch, dass wir der Natur so entgegengesetzt sind. Unser Ungleichgewicht mit der Natur (dem Gesetz des Gebens) erzeugt die negativen korrigierenden Kräfte, wie diese schrecklichen Regenten/Mittler, von denen Sie sprechen.

Frage: Aus den Nachrichten in allen Sprachen, auch auf Englisch, Französisch und Deutsch, erfahren wir, wie immer mehr Mütter ihre Kinder töten, essen und brutal behandeln. Das ist doch etwas völlig Unnatürliches! Wie sollen wir dieses Phänomen verstehen?

Meine Antwort: Wir sollten diese Erscheinungen als Folge unseres Egoismus betrachten, der die letzte Stufe seines Wachstums erreicht hat. Die Propheten schrieben, dass Mütter ihre Kinder töten und essen werden, wenn wir unseren Egoismus nicht vorher korrigieren. Lesen Sie die Propheten!

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Shamati 20: Lishma

Polygamie – eine Frage der Kultur


Eine Frage, die ich erhielt: In einem Interview, welches Sie über Männer und Frauen gaben, sagten Sie, dass die Seele einer Frau männliche Bestandteile hat und die Seele eines Mannes weibliche Bestandteile aufweist. Wie können Sie, unter Beachtung dessen und des Gesetzes „liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“, sagen, dass eine Frau ihrem männlichen Partner zugestehen wird, viele andere Frauen zu haben und sie mit dieser Situation glücklich sein wird? Dies ist unlogisch. Vielleicht liegt das daran, dass ich eine Frau bin, aber ich fühle, dass ich mich sehr leicht in die Rolle eines Mannes hineinversetzen kann und weiß, wenn ich ein Mann wäre, würde ich keine anderen Partner haben – so wie auch jetzt nicht als Frau – da dies die Seele eines anderen Menschen beeinträchtigen würde.

Meine Antwort: Männliche und weibliche Eigenschaften sind von Anfang an, in der Wurzel der Schöpfung, miteinander verbunden. Diese Verbindung existiert, da die Eigenschaft „des Empfangens“ nicht existieren kann, ohne die Eigenschaft „des Gebens“ zu beinhalten. Das Verlangen (Kli) kann nicht ohne das Licht (Genuss) existieren, welches dieses Verlangen erschafft und erhält sowie dessen Existenz bestimmt. Obwohl andererseits die Eigenschaft des Gebens und des Lichts scheinbar vor der Erschaffung des Verlangens existieren, ist dies nur unsere hypothetische Weise, dies zu beschreiben, denn es gibt keinen Genuss ohne Verlangen, kein Licht ohne Gefäß. Die abstrakte Form erscheint erst nachdem sich die in Materie verkörperte Form manifestiert. Dann können wir die Form so darstellen, als ob sie ohne Materie existieren würde.

In antiken Zivilisationen war Polygamie eine normale Erscheinung und eine Frau für Geld zu erwerben, über einen Vertrag mit ihrem Vater, war stets populär. Dies fand auch unter den antiken Juden statt. Der Talmud besagt, dass eine Frau für Geld oder durch Beischlaf erworben wird. Sie wird erworben, gekauft. Wie sie sehen, wird hier nirgendwo von Liebe gesprochen! Polygamie ist in der Grundlage der Natur der menschlichen Gesellschaft verankert. Sie sind demgegenüber nicht vorurteilslos, da Sie ein Gefangener der europäischen Kultur sind, in der Sie leben.

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Artikel von Michael Laitman: Freier Wille
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