Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Russland und Europa: Auf dem Weg zur Spiritualität

Um mit der Natur im Gleichgewicht zu sein ist es notwendig, sie verständnisvoll zu nützen, und zwar im Sinne der Notwendigkeit, und in Abhängigkeit der Bedürfnisse jedes Einzelnen.
Baal HaSulam schreibt darüber im Artikel “Frieden in der Welt” und in anderen Artikeln.

Allerdings kann diese Vorgehensweise nicht durch Terror aufgezwungen werden. Sie kann nur mittels Erziehung stattfinden. Doch die russischen Revolutionäre haben aber einen anderen Weg eingeschlagen, indem sie die Prinzipien der Erziehung verwarfen.

Außerdem fand dies in einem unterentwickelten Staat statt, mit der am wenigsten entwickelten Bevölkerung, die bis zum heutigen Tag praktisch unter feudalistischen Bedingungen leben muss. Die Bevölkerung Russlands, die gutherzig und freundlich ist, akzeptiert nach wie vor diese feudalistischen Gegebenheiten, mit denen Russland bis heute lebt.

Es ist kein kapitalistisches, sondern ein feudales Land mit seinen Gebräuchen, seiner Struktur, Korruption und all seinen sozialen Beziehungen. Es ist eine Feudalherrschaft.

Wir könnten meinen: “Aber wie kann das sein? In einer modernen Gesellschaft? Ist dies nicht längst vorbei? “
Genau, im Westen hat der Feudalismus nicht einmal 300 Jahre existiert, aber in Russland besteht er immer noch.

Das heißt, jederman ist damit nach wie vor einverstanden. Die Menschen haben sich noch nicht über diese Stufe hinaus entwickelt.

Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung, etwa 10-20%, kann diese Voraussetzungen nicht tolerieren, während alle anderen damit einverstanden sind, damit zu leben. Es kümmert sie nicht, dass sie einen Hierarchen haben, dass sie sich jemandem ohne Recht und Ordnung unterwerfen müssen, dass alles erkauft und verkauft werden kann und dass die Reichen mächtig und im Recht sind. Die Menschen sind damit einverstanden! Deshalb gilt es noch immer als feudale Stufe der sozialen Entwicklung.

Marx hat absolut nicht angenommen, dass genau dieses Land versuchen würde, seine Idee in die Tat umzusetzen. Er hat eigentlich die Kabbala in Form von wirtschaftlichen Gesetzen ausgelegt. Jedoch ist der Egoismus im ehemaligen Sowjetischen Reich komplett anders. Dieser Egoismus ist feudal und noch nicht für eine ernsthafte Entwicklung bereit.

Wenn wir allerdings mit Einzelpersonen oder mit unseren Gruppen in Russland zusammen arbeiten, sehen wir verblüffende Resultate, weil die Menschen Punkte im Herzen haben. Sie sind sehr begeistert und zielorientiert.

Die Frage is: Wird die Gesellschaft fähig sein zu verstehen, dass sie sich – jedoch nicht durch die Gesetze durch die sie vom Sowjet Regime großgezogen wurde – verbinden muss? Die Einheit hat durch Gesetze stattzufinden, durch die jederman gleich ist, bewusst, und sich bewusst verbindet. Die russische Bevölkerung ist nicht daran gewohnt, sich bewusst zu verbinden. Werden sie es erzielen, werden sie fähig sein, das zu tun? Das ist wirklich die Frage.

Darum sind unsere Gruppen in Russland für uns sehr wertvoll. Ich persönlich kenne diese Nation sehr gut, weil ich dort aufgewachsen bin und meine Muttersprache Russisch ist. Aber können wir in Russland das Land sehen, das die Fähigkeit hat, die kabbalistischen Prinzipien leicht zu realisieren? Das ist etwas, was ich nicht weiß.

Andererseits ist alles, was man in Europa – ungeachtet der Tatsache, dass die Menschen sehr unterschiedlich zum russischen Image sind – tun muss, einen bestimmten äußeren Widerstand, eine bestimmte Schale oder Hülle überwinden. Danach werden sie, sobald diese Idee die Gedanken der Menschen durchdringt, realisieren, dass es richtig ist, und werden es in ihrem Inneren durch ihre Entwicklung wahrnehmen.

In Russland ist es einfach dem Individuum näher zu kommen. In Europa ist das wesentlich schwerer. Dennoch glaube ich, dass, wenn wir ins Innere der Europäer durchdringen, sie die Kräfte und Fähigkeiten in sich finden werden, um sich zu verbinden. Ihr bewusster Kollektivismus wird sich entwickeln.

Andererseits entwickelt sich der Kollektivismus in Russland trotzdem nicht. Die Gesellschaft dort ist nicht gemeinam entwickelt. Ich denke, dass es noch nicht möglich ist.

Dennoch, trotz all dieser Mutmaßungen, müssen wir die Kabbala erschließen und überall weiter verbreiten. Natürlich gibt es in den ehemaligen sozialistischen Ländern große Barrieren. Aber das sollte uns nicht aufhalten. Wir sollten nicht darüber nachdenken, wo es leichter und wo es schwerer ist, warum und wie. Wir sollten arbeiten, das ist alles. Ich stelle nie irgendwelche Berechnungen an. Wir wissen nicht, was besser oder schlechter ist, und wie alles stattfinden wird.

Aus der 3. Lektion vom Berliner Kongress, am 28.1.2011

Matrix der Einheit

99.9 Prozent aller Veränderungen in uns erfolgen nicht sichtbar, und wir sind uns deren nicht bewusst, obwohl wir diese Handlungen beeinflussen und fördern, um korrigiert zu werden. Jedoch finden sie genauso wie physikalische Prozesse in unseren Körpern statt, über die wir auch nicht nachzudenken brauchen.

Nicht ich bin es, der Blut durch meine Arterien pumpt und es ist nicht meine Aufgabe dafür zu sorgen, dass mein lymphatisches, und mein Nervensystem, ebenso wie alle meine Organe gesund sind. Ich kann im Gegenteil, alles völlig “abschalten“ und in einen Schlafmodus verfallen, muss mich um nichts sorgen und mein Körper wird weiterleben und sogar wachsen.

In der geistigen Entwicklung geschieht dies ebenso. Es gibt viele Prozesse, die wir nicht bewusst wahrnehmen und deren Gestalt und Anordnung wir nicht feststellen müssen. Es gibt einen sehr begrenzten Bereich, in dem wir unsere eigenen Entscheidungen machen und unsere Teilnahme einbringen. Und das genügt, das ist alles was wir benötigen, um alles zu erlangen.

Wir enthüllen „Einheit.“ Und durch diese Einheit, diesen Zusammenhalt, nach dem wir streben, erwerben wir die Kenntnis aller anderen Elemente des Systems, die uns unbekannt waren. Mir wurde ein freier Wille gegeben, so dass ich danach strebe, mich mit dem Schöpfer zu vereinigen. Mir wurde gesagt, wenn ich meine Handlungsabsicht zu einer Altruistischen umschalte, werde ich dazu gelangen, den Schöpfer zu verstehen. Und wenn ich den Schöpfer verstehe, dann öffnet sich das gesamte System für mich und ich verstehe alles.

Daher muss ich nicht am gesamten System arbeiten und es vollständig begutachten, erforschen, und all seine unglaubliche Vielfalt und unermessliche Menge verstehen, um es zu erlernen. Wenn ich das Verlangen zu schenken erlange, verstehe ich alles, was sich in ihm vollzieht.

Wie arbeiten in einem winzigen Bereich, während sich uns die ganze weite Welt enthüllt. Es steht geschrieben: „Schaffe mir eine Öffnung von der Größe eines Nadelöhrs und ich werde die Pforten der Höheren Welt für dich öffnen.“ Ansonsten wäre es unmöglich dieses unermessliche System unendlicher Komplexität zu erlernen, das eine unendliche Zahl von Teilen besitzt, verknüpft durch beständig sich verändernde, unendlich viele Verbindungen, und jedermann legt durch seine freie Wahl die Veränderungen für alle anderen fest.

In der Mathematik wissen wir, wie wir, durch eine Gleichung, einen unbekannten Faktor durch einen anderen bestimmen. Wenn wir zwei unbekannte Faktoren haben, dann benötigen wir zwei Gleichungen. In diesem Fall operieren wir jedoch mit einer unendlichen Zahl unbekannter Komponenten, also benötigen wir eine unendliche Anzahl von Gleichungen, die in einem System verbunden sind. Demzufolge ist dies eine Matrix mit einer unendlichen Zahl an Bedingungen, von denen sich jede gemäß ihrem Eigengesetz verändert.

Ein solches Problem können wir nicht lösen, da unser körperlicher Verstand außerstande ist, dies zu bewerkstelligen. Wir besitzen überhaupt keine mathematischen Werkzeuge für den Lösungsweg. Doch können wir dies in der spirituellen Welt zustande bringen, da wir die Kelim des Schenkens entwickeln (sich die Verlangen zu schenken aneignen) und darin die Kraft über alles empfangen.

Aus dem 3. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 24/02/2011, Talmud Eser Sefirot

Zum Zerbrechen aufsteigen

Frage: Es gibt Zustände, die von allen Gruppen, einschließlich Kindergruppen, durchlaufen werden. Wir spüren, dass wir eine bestimmte Stufe der Einheit erreicht haben, doch dann wächst der Egoismus, alles zerfällt, und wir verlieren das Gefühl der Sicherheit. Wie können wir es wieder erlangen?

Meine Antwort: Das ist ein guter Zustand. Wir gehen zusammen den spirituellen Weg, wir verbinden uns, um zusammen die spirituelle Welt zu erlangen. Mit anderen Worten: wir vereinen unsere egoistischen Kräfte mit der Absicht, in die Spiritualität einzubrechen und zum Schöpfer zu gelangen. Wir glauben, dass das unser Vorhaben ist, das wir diejenigen sind, die die „Partei anführen“.

Und dann fangen wir an, Hass, Abstoßung, Probleme untereinander zu enthüllen. Denn wir müssen erkennen, dass wir zum Geben nicht fähig sind, dass wir alle Egoisten sind, die sich nicht verbinden wollen, wenn vor ihnen ein Ziel steht, welches für ihren Egoismus unverständlich ist.

Als wir die Vereinigung in Angriff genommen haben, haben wir von der Spiritualität gesprochen und an sie gedacht, haben sie in den Unterrichten studiert. Und dadurch haben wir, im Grunde genommen, uns selbst „verdorben“. Denn wir haben das Licht von dort direkt in unsere egoistische Verbindung angezogen – und wegen des Ungleichgewichts, des Unterschiedes der Eigenschaften zwischen ihnen, ist sie natürlich zerfallen. Wir haben scheinbar das Zerbrechen enthüllt.

Hier müssen wir verstehen: wir haben die Wahrheit enthüllt, sind von der materiellen Stufe zur Stufe des Zerbrechens aufgestiegen. Wenn wir jetzt auf dieser Stufe anfangen, uns mit Hilfe des gleichen Lichts untereinander zu verbinden, werden wir die Korrekturmethode einsetzen und werden dann in den korrigierten Kelim die spirituelle Realität enthüllen. Gerade jetzt beginnen wir mit der Korrektur, und bis dahin hatten wir einfach nichts zum Korrigieren, denn wir haben uns mit unserem Egoismus verbunden und uns gefreut, wie toll es ist.

Jeder, der zum Zerbrechen gelangt und gegen seinen Egoismus handelt, muss sich trotz der Abstoßung mit den Freunden verbinden. Und das ist nur mit Hilfe des höheren Lichts möglich. Es hat mich von den anderen getrennt, und nun muss ich spüren, wie es mich mit ihnen wiedervereint. Und sobald es dies selbst im geringsten Maße getan hat, fange ich an, die spirituelle Welt wahrzunehmen. Denn die Verbindung zwischen uns ist bereits die Spiritualität.

Auszug aus dem Unterricht zum Thema „Das Gefühl der Sicherheit“, 03.03.2011

Der Prozess hat begonnen

An den neuesten Ereignissen in der Welt sehen wir, wie die Massen in Bewegung gesetzt werden und zu Wellen anwachsen. In gleicher Weise macht ein großer Vogelschwarm in der Luft synchrone Bewegungen, als ob er von einem gemeinsamen Gedanken zusammengeschweißt wurde.

Daher werden die Massen in der Welt eine zunehmende Einheit demonstrieren und eine vereinte Kraft wird plötzlich in ihnen auftauchen. Die Menschen werden nicht mal verstehen, warum das geschieht. Fakt ist, dass sie die Fähigkeit erhalten, sich in Erwartung der Korrektur der Welt, mehr als zuvor zu vereinen. Genau wie Vögel werden sie synchrone Handlungen machen, ohne den Grund dafür zu erkennen. Sie tun es durch die inneren Befehle der Natur.

Dann werden wir tausende und hunderttausende von Menschen sehen, die sich auf den Straßen vereinen und irgendwo hingehen. Das wird plötzlich geschehen, scheinbar ohne jeden Grund, ohne eine anfängliche Vorbereitung von einigen Monaten. Ihre Wellen werden überall auf der Welt, von einem Ort zum anderen rollen.

Heute sehen wir schon, wie das geschieht und wie das von einem Land ans andere, wie ein Virus, weitergegeben wird. Dies sind äußere Zeichen eines inneren Phänomens: Diese Massen erheben sich, um sich durch Vereinigung und gemeinsame Handlungen zu korrigieren.

Auf diese Weise wird diese gemeinsame Anstrengung allmählich organisierter und bestimmter. Offensichtlich verstehen die Menschen das Wesen und die Ursache dessen nicht, was geschieht. Sie schreiben das Verlangen, das in ihnen erwacht, äußeren Faktoren zu, doch das ist nur eine Augenbinde, sodass die Menschen nicht erkennen können, was tatsächlich geschieht. In der Zwischenzeit entwickelt sich ihr Verlangen nach Genuss, geht durch die verschiedenen Phasen seiner Entwicklung: unbelebt, pflanzlich, tierisch und menschlich.

Und dieser Prozess geschieht nicht nur in Einzelnen, sondern in einer großen Masse von Menschen.

Aus dem 1. Teil des Täglichen Kabbala Schriften von Rabash

Ich wohne unter Meinem Volk

Während ich mich auf den Unterricht vorbereite, muss ich mir vorstellen, dass ich zu einem Treffen mit dem Schöpfer gehe, um mich Ihm anzunähern, in Sein Blickfeld zu gelangen. Denn ich komme in die Gruppe – gerade dorthin, wo sich der Schöpfer offenbart. Er wird sich nicht außerhalb der Gruppe enthüllen. Darüber steht in den Schriften geschrieben: „Ich wohne unter Meinem Volk“.

In dem Ausmaß der Höhe und der Stärke der Gruppe, sprich der Qualität und der Quantität ihrer Anstrengungen, kann ich das Licht, welches ich über sie empfange, genießen.

Die Gruppe ist die Shechina, die Gruppe ist Malchut der Welt der Unendlichkeit, die Gruppe ist meine Arche, mein Mutterleib, und im wahren Sinne ist sie meine Seele. Denn in ihr sind alle Verlangen versammelt, an denen es mir mangelt, um sie zu korrigieren und die Korrektur zu erreichen.

Aus diesem Grund muss ich mir vorstellen, dass Israel, die Tora und der Schöpfer eins sind, dass wir mit der Gruppe ein Ganzes, ein vereintes Kli bilden, wie ein Mensch mit einem Herzen, in dem die Bürgschaft herrscht. Und dieses Kli erlangt ein einziges Licht.

Ein Licht oder mehrere Lichter hängt davon ab, wie eng wir miteinander verschmolzen sind. Wenn wir verschmolzen sind, wirkt auf uns das Licht ein, dessen Stärke entsprechend unserer wachsenden Einheit zunimmt. Und dann kommen wir zur Korrektur.

Worin besteht sie? In eben jener Einheit. Sobald wir die Einheit erreichen, kommt das Licht, welches uns korrigiert und erfüllt.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 01.03.2011

Gebet ist ein Urteil über dich selbst

Frage: Wie können wir bei der „inneren Verbreitung“ vorgehen und was sollten wir während des Tages tun, um sie zu verwirklichen?

Meine Antwort: Korrektur geschieht aufgrund einer Handlung, die „Gebet“ genannt wird, welche die Enthüllung des wahren Verlangens ist, das Erfüllung verlangt. Diese Anstrengung wird „Gebet“ genannt, welches als „über sich selbst urteilen“ übersetzt wird, oder als dein inneres Wesen wahrnehmend: Wer bin ich, was will ich, besitze ich die rechten Verlangen oder nicht, und wann werden meine Handlungen, gleich denen meiner Vorfahren sein, was bedeutet, wann werden meine Verlangen jenen gleich sein, welche die Kabbalisten im Gebetbuch beschrieben?

Das ist gar nicht einfach. Das Gebetbuch wurde von Kabbalisten geschaffen, den Weisen der grossen Versammlung, die sich auf der höchsten geistigen Ebene befanden. Sie hinterliessen uns das Gebetbuch, damit es uns als ein Beispiel dient, was wir in unseren Begehren erlangen sollen.

Gebet kann nur um der Einheit willen stattfinden und das wird das „Gebet der Gemeinschaft“, oder das „Gebet der Vielen“, genannt. Es gibt nichts anderes für uns, worum wir zu bitten hätten, denn all die negativen Ereignisse und alle Probleme im Allgemeinen, die in der Welt enthüllt werden, stammen aus dem Mangel an Einheit. Daher, weil der Schöpfer Einheit ist, ist Einheit seine Eigenschaft. Deshalb ist dies das Einzige, worüber wir nachdenken sollten.

Einheit berücksichtigt alle Menschen in der Welt, beide, Männer und Frauen. Schliesslich muss jeder sich in einem globalen System vereinigen, der gemeinsamen Seele von Adam HaRishon. Wenn ich studiere, urteile, denke, frage und antworte, entscheide ich in Wirklichkeit nur eine Sache: Werde ich das gesamte System zur Einheit bringen? Letzten Endes, korrigieren wir alles durch die Einheit.

Ausser dieser Kraft während dem Studium und dem Verlangen danach, dass dies geschehe, gibt es keine anderen Mittel, die Korrektur bewirken können. Alles andere bringt lediglich mehr Verderben. Es gibt entweder das eine oder das andere und nichts in der Mitte. Alle unsere Handlungen bringen entweder Korrektur oder Schaden. Selbst wenn du einen Moment verbringst, dort zu sitzen und nichts tust, verging die Zeit. Du hast sie vergeudet und hast sie nicht zur Korrektur verwendet, und das bedeutet, du hast Zerstörung herbeigeführt!

Daher muss das Verlangen nach universaler Einheit immer in uns lebendig sein. Dies ist unsere „innere Verbreitung.“

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 27/02/2011, „Einführung in das Buch Panim Meirot uMasbirot“

Das Geheimnis der Geburt einer Seele

Kongress in Mezukej Dargot, Lektion 1

Frage: Welche Verbindung gibt es zwischen der Wurzel einer menschlichen Seele und ihrer Fähigkeit oder eben Unfähigkeit, sich mit anderen Seelen mittels seines Verlangens zur Einheit zu verbinden?

Meine Antwort: Jeder Mensch in der Welt hat eine Wurzel der Seele – den spirituellen Funken, den Punkt im Herzen. Dieser Punkt kann sich so entwickeln, dass der Mensch das Bedürfnis zum Höheren empfinden wird, welches sich außerhalb dieser Welt befindet, wonach er die Wissenschaft der Kabbala findet und in die Gruppe kommt.

Es gibt auch solche Menschen, in denen sich dieser Punkt noch nicht entwickelt hat, weshalb sie weiterhin ihr privates materielles Leben führen.

Aber selbst wenn im Menschen dieser innere Punkt „brennt“, und er sich leidenschaftlich wünscht, die Spiritualität, den Schöpfer, das Ziel und den Sinn seines Lebens zu begreifen, ist es dennoch nur ein Punkt und nichts mehr.

Was macht man dann? Man muss verstehen, dass die Seele sich aus jenen spirituellen Funken bildet, die der Mensch an den Punkt seiner Seele anbindet, aus den Funken der sieben Milliarden Menschen. Denn die Seele jedes einzelnen Menschen stellt eine Vereinigung dieser Punkte dar.

Wenn ich mich jetzt mit allen Menschen verbinde, die sich hier, auf diesem Kongress befinden, dann binde ich an mich diese 600 spirituelle Funken an, und erreiche folglich die Kraft der Vereinigung aller 600 Punkte.

Wie ist es möglich? Wie kann ich mich mit ihren Wünschen verbinden, um die Spiritualität zu erreichen? Nur mit der Hilfe „der Nächstenliebe“, um zum „Menschen mit einem Herzen“ zu werden, wie es im Artikel „Die Gabe der Tora“ geschrieben ist.

Wenn ich mich mit ihnen auf diese Weise verbinde, dann bildet sich zwischen uns eine Feld der Vereinigung – ein Verlangen, das aus vielen Funken besteht. Wir werden „wie ein Mensch“ – und können in diesem Verlangen das Spirituelle offenbaren.

Dieses Verlangen heißt Gefäß/Kli meiner Seele, da ich an mich all diese Punkte gebunden habe. Wenn ein anderer Mensch, einer dieser Punkte, welche ich an mich gebunden habe, an sich alle übrigen Menschen auch anbindet, dann werden sie zu „seiner Seele“. Das heißt sein Punkt ist ein Ausgangspunkt und er bindet an ihn die anderen Punkte an. Es ist seine Seele.

Jeder bindet an sich alle Punkte an. Und wenn er sie an sich nicht gebunden hat, dann hat er keine Seele, es gibt nur den Punkt – die Wurzel seiner Seele.

Entsprechend der Kraft der Vereinigung dieser Punkte in mir, ihrer Anzahl und der Kraft der Einheit zwischen ihnen, offenbare ich darin das Licht, das Leben und die Existenz. In der gegenseitigen Verbindung beginnen sie sich in Form eines Einheitssystems zu enthüllen, gleich dem lebendigen Körper mit dem Blut und der Lymphe, mit den neurologischen Impulsen, worin allerlei Prozesse geschehen. Ich beginne, dort das Leben zu empfinden.

Die Anbindung der Punkte an mich geschieht stufenartig. Indem ich mich mit ihnen verbinde, beginne ich, zu empfinden, wie sich in mir ein winziger Apparat – ein Embryo entwickelt. Dann wächst es auf, entwickelt sich im Laufe von neun Monaten. Ich fühle, wie ich daran immer mehr Punkte anbinde – und so wächst es die ganze Zeit weiter.

Darin geschehen schon verschiedene innere Handlungen, es entsteht ein Leben. Ich beginne, darin allerlei Prozesse zu spüren, bis es letztendlich geboren wird. Die Geburt bedeutet, das eigene Leben zu führen. Dann wird es von der Höheren Kraft abgerissen und beginnt selbständig zu leben. Es ist die Seele eben. So baut jeder von uns seine Seele auf.

Aus der 1. Lektion des Kongresses in Mezukej Dargot, 24.02.2011

Durch das Prisma der beiden Verlangen

Wir müssen uns ändern um den Schöpfer erreichen zu können, weil wir Ihn in neuen Gefäsen der Wahrnehmung erlangen, in neuen Verlangen. Offensichtlich sind die Verlangen selbst nicht neu, sondern sie verbinden sich in uns, auf neue Weise.

Wir besitzen das Verlangen, Vergnügen zu empfangen und das Verlangen zu schenken. Um den Schöpfer zu enthüllen, müssen wir eine solche Verbindung zwischen diesen Verlangen in uns selbst schaffen, die es uns ermöglicht, Ihn zu erkennen. Der Schöpfer besitzt 125 aufeinanderfolgende Formen der Enthüllung, während Er Sich Selbst für uns mehr und mehr enthüllt, genauer und genauer. Es sind 125 Stufen entlang denen wir aufsteigen und fähig werden Ihn immer mehr zu sehen, und zu spüren.

Wie finden wir den Schöpfer? Sobald wir eine Verbindung zwischen unserem Verlangen zu empfangen und dem Wunsch zu schenken geschaffen haben, wo der Wille zu schenken über den Willen zu empfangen auf der ersten spirituellen Stufe herrscht, indem er eine Form gleich zum Schöpfer annimmt, sehen wir unmittelbar den Schöpfer durch diese Verlangen und ihre Einheit.

Mit anderen Worten, ich muss in mir eine gemeinsame Eigenschaft zwischen dem Verlangen zu geniessen und dem Verlangen zu schenken schaffen, so dass es identisch, gleich und vollwertig zum Schöpfer auf der kleinsten Stufe Seiner Enthüllung wird. In diesem Fall werde ich Ihn erkennen, verstehen und spüren.

Auch in unserer Welt existieren verschiedene Naturerscheinungen. Um sie zu verstehen muss ich intelligenter werden, zusätzliche Wahrnehmungen erlangen und mehr studieren. Dann werde ich beginnen zu verspüren was geschieht, auf welche Art und Weise, und was diese Phänomene sind.

Das gleiche geschieht in der Weisheit der Kabbala. Um in jedem von uns eine Verschmelzung hervorzurufen, eine gemeinsame Durchdringung des Verlangens zu empfangen mit dem Verlangen zu schenken auf der ersten spirituellen Stufe und weiter auf allen 125 Stufen, benötige ich das Licht, das diese Veränderung in mir schafft, ich selbst bin dazu nicht in der Lage, weil ich mich auf der untersten Stufe befinde, ich besitze nicht die geringste Idee, was ich auf der nächsten Stufe werden muss, wie ein kleines Baby, das nicht weiss, wie es aussehen wird, wenn es ein Jahr alt sein wird.

Daher wurde uns das Studium gegeben. Wir müssen uns hinsetzen und von den authentischen Quellen lernen, und die beste Quelle, aus der das Licht hervorkommen kann ist das Buch Sohar. Wenn wir dieses Buch zusammen studieren, wird das als „Glaube über dem Verstand“ angesehen, sofern, während wir das tun, jeder darüber nachdenkt, wie er sich mit den anderen vereinigen wird. Dies geschieht weil wir in der Verbindung zwischen uns die Form des Schöpfers erzeugen, die richtige Paarung zwischen dem Verlangen zu empfangen und dem Willen zu schenken, so dass das Verlangen zu schenken über das Verlangen zu empfangen herrscht, ihm hierbei die richtige Form gebend.

Wenn ich mir wünsche, dass es während des Studiums geschehe, ist das ausreichend. Es gibt kein grösseres Gebot und nichts lebenswichtigeres. In diesem Fall ziehe ich das Licht an, damit es diese Verlangen für mich angleichen wolle.

Es ist das Licht, das dies leistet. Ich benötige nichts anderes zu wissen. So wünscht ein kleines Kind zu wachsen und deshalb läuft, spielt und tut es, was immer es tun kann. So tue ich, wie ein Kind, alles was möglich ist, um das Licht zu veranlassen, zu kommen, mich umzugestalten und mich zurück zur Quelle zu bringen, zum Schöpfer.

Aus dem ersten Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 18/02/2011, „Einführung in den Sohar“

Die Schwierigkeit, sich in Worten auszudrücken

Frage: Warum haben wir solche Schwierigkeiten, Worte zu finden, um unsere Botschaft für andere auszudrücken?

Meine Antwort: Wenn wir die spirituellen Begriffe wahrnehmen könnten, würden wir einfache Worte finden, die das Herz jedes Menschen erreichen würden.

Wir müssen die Methode der Korrektur weiterentwickeln, damit die ganze Welt zur Verschmelzung mit dem Schöpfer gelangt. Um das zu tun, müssen wir die Spiritualität empfinden. Nur wenn du etwas wahrnimmst, kannst du schließlich anfangen zu verstehen, was dich dazu befähigt, es in Worten auszudrücken. Eine Empfindung kommt aus der Tiefe des Verlangens, von seiner Kraft, dem Bestreben und der Notwendigkeit, es zu erfüllen.

Es gibt keine klugen oder dummen. Alles hängt nur vom Verlangen ab! In unserer Welt gibt es Menschen, die ihre Gedanken in einer sehr schönen und poetischen Weise ausdrücken können. Das ist in der Spiritualität nicht möglich, wo die Tiefe der Empfindung und inneren Qual alles bestimmt.

Unser Problem ist, dass wir durch unseren Verstand blockiert sind und uns die richtigen Empfindungen egal sind. Diese Empfindungen beruhen auf unserer Verbindung mit der Welt und der Gesellschaft. Letztendlich müssen wir Worte finden, um die Einheit unter allen auszudrücken! Die Kabbaa ist eine Wissenschaft, welche die Einheit der Seelen ausdrückt.

Wenn wir nicht danach streben, uns mit anderen zu verbinden, können wir garnichts mit unseren Worten ausdrücken. Wir nehmen das, was in den Büchern steht und formen es in einen Slogan um und zu „gebrauchsfertigen“ Stereotypen, die nicht mal uns klar sind.

Darum hängt alles von dem Maß unserer Verbindung mit der Gesellschaft, der Gruppe ab. Wenn diese Verbindung existiert, wenn ein neues empfindendes Kli (Verlangen) aufkommt, auch wenn es noch nicht viel wahrnehmen kann, gibt es uns schon die Fähigkeit, in einer einfachen Ausdrucksweise zu den Menschen zu sprechen.

Aus dem Täglichen Kabbala Unterricht, 11.02.2011, Schriften von Rabash

Wo kann du Sehnsucht „erwerben“?

Wenn wir den Sohar lesen, müssen wir uns auf die Verbindung zwischen den Seelen konzentrieren, genau dort, wo der Bruch geschah. Wir müssen uns den korrigierten Zustand vorstellen, in dem wir Einheit unter den Seelen erlangen.

Die Seelen sind die Sehnsüchte, den Schöpfer zu enthüllen. Jeder Mensch, der diese Sehnsucht hat, muss sich wünschen, sie durch die Verbindung mit den Anderen zu intensivieren. Dann erhält er von ihnen die selbe Sehnsucht, und auf diese Weise wächst er.

Es ist bekannt, dass uns Freunde mit Hilfe von Feindschaft, Leidenschaft und Machtbegierde von ihrer Sehnsucht beeindrucken können, mit dem Schöpfer vereint zu werden, um Ihn zu enthüllen. Genau das wollen wir von ihnen „erwerben“.

Deswegen verlangt jeder von uns, sich während des Studiums mit dem gesamten Verlangen der Gruppe zu verbinden, um den Schöpfer zu enthüllen. Dies ist nur in der Einheit zwischen uns möglich. Schließlich kann ich die Sehnsucht des Freundes nicht rauben. Allerdings, wenn ich mich mit ihm verbinde, dann besitzt jeder von uns bereits die gemeinsame Kraft. Und dann, wenn wir genügend Kräfte vereinigen, kann jeder von uns die Enthüllung des Schöpfers erlangen.

Allerdings kann sich die Einheit zwischen uns nicht nur deshalb entwickeln, weil ich mich mit dem Verlangen meines Freundes vereinigen will. Ich besitze nicht die Stärke mich mit ihm zu verbinden. Ich benötige das Licht, um diese Handlung auszuführen.

Wir befinden uns in einem zerbrochenem Zustand, in dem keine Verbindung zwischen uns besteht. Ich möchte, dass sich diese Verbindung herausbildet und dann erlange ich mit der gemeinsamen Kraft die Enthüllung. Darüber müssen wir nachdenken, während wir den Sohar lesen.Der Sohar sind nur die korrigierten Formen der Verbindung zwischen uns.

Aus dem 2.Teil des Täglichen Kabbala Unterrichts vom 22/02/2011, Der Sohar