Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Dinge'

Du bist der einzige, der die Wahrheit finden kann


Zwei Fragen, die ich über das Finden der Wahrheit erhielt:

Frage: Ich habe einen Freund, der Kabbala mit Bnei Baruch zu studieren begonnen hat, aber es wieder sein ließ, weil Sie ein Lügner sind (zumindest hat er das gesagt). Persönlich denke ich, er wirft ihnen dies vor, weil Sie manchmal widersprüchliche Aussagen machen. Aber später merke ich, dass ich Sie missverstanden habe, oder dass Sie etwas nur sehr kurz und bündig erklärt haben. Dennoch ist Ihre Meinung in vielen Dingen immer noch sehr unklar.

Manchmal sagen Sie eine Sache und später widersprechen Sie sich selbst und ich kann verstehen, weshalb mein Freund, der an der Kabbala interessiert ist und versteht, dass darin sehr viel Wahrheit liegt, es schwierig findet, mit Ihnen zu studieren. Ich weiß überhaupt nicht, was ich ihm sagen soll. Ich würde mich freuen, Ihre Antwort zu hören.

Meine Antwort: Ich werde nicht versuchen, mich zu verteidigen. Hören sie sich die Erklärungen meines Lehrers Rabash an (alle Aufnahmen seiner Lektionen sind online verfügbar) und überprüfen Sie: Wie verstehen Sie ihn? Hören Sie nicht auf mich, aber lesen Sie die originalen Artikel von Baal HaSulam (nach denen wir studieren), und statt meiner Erklärungen, versuchen Sie diese selbst zu verstehen.

Ein Mensch sollte einen Lehrer wählen, der zu seiner Persönlichkeit, seinem Ziel, etc. passt, so wie es geschrieben steht: „Lass einen Menschen dort studieren, wo sein Herz Freude empfindet.“ Warum ist es möglich, dass verschiedene Orte für das Studium existieren? Solange das Verlangen eines Menschen nach dem Höheren Ziel sich nicht in ihm gebildet hat, fühlt er sich auf unterschiedliche Weise zu diesem Ziel hingezogen: durch Rückzug von der Welt, durch Religion, „spirituelle“ Praktiken, Diäten, Omen, usw. Wir können hier nicht eingreifen, weil jeder bei der Suche nach Wahrheit auf seine Weise gehen muss.

Es ist daher möglich, dass sich Ihr Freund noch auf dieser Stufe der Suche befindet. Beispielsweise kommen einige Leute nur vorübergehend zu mir zum Studium und wenden sich später der Religion zu.

Ich erkläre die Dinge im Umfang meines Wissens, Erlangens und der Fähigkeit, das auszudrücken, was ich fühle und verwirkliche (in Herz und Verstand). Ihre Anschuldigungen sind ernst und sollten in einem Studenten während des Kabbalastudiums auftauchen. Denn alles wird gebildet, indem zwei gegensätzliche Dinge miteinander verbunden werden: Egoismus und der Schöpfer. Vielleicht sollten Sie noch einige Dinge ins Reine bringen und möglicherweise nach einem anderen Studienplatz Ausschau halten. Auf die eine oder andere Weise wird die Wahrheit enthüllt werden.

Frage: Wie können wir „sicher“ sein, dass es sich bei den Kabbalaunterrichten, die wir erhalten, um wahre Kabbala handelt? Da es sich um eine sehr hohe Stufe von Wissen handelt, wie kann ein Ahnungsloser sicher gehen, dass er echte Kabbala erhält und nicht „Mystizismus“? Wie kann jemand, der Kabbala nicht kennt, die Lehren ausfiltern, um sicher zu sein, dass er sich auf dem richtigen Weg befindet?

Meine Antwort: Glauben Sie niemandem! Ungeachtet was irgendjemand sagt, könnte er ein Lügner sein. Und je redegewandter und überzeugender er ist, ein umso größerer Lügner (Schauspieler) könnte er sein.

Ebenso ist es möglich, dass ein guter, ehrlicher Mensch aus den Tiefen seines Herzens spricht, aber einfach missverstanden wird. Wem können Sie glauben? Niemandem! Alles wurde auf diese Weise in unserer Welt absichtlich arrangiert, um den Menschen zu befähigen, sich selbst während der Suche nach Wahrheit zu entwickeln. Man tut es gerade aufgrund von Zweifeln, ohne Fundament, Glaube oder Hoffnung in andere. Es ist, als würde man über einer Klippe hängen, und nicht wissen, wie man den nächsten Schritt tun soll.

Sie sind der einzige, der die Wahrheit finden kann. Aber wenn Sie glauben, was irgendein anderer sagt, werden Sie sich nicht verwirklichen und eine Puppe bleiben. Daher werden der Mangel an Vertrauen und die völlige Desorientierung Ihren Egoismus zwingen, sich an den Schöpfer zu wenden. Auf diese Weise lockt Er uns zu sich.

Verwandtes Material:
Blog-post: Alle Hindernisse sind überwindbar
Blog-post: Die Wahrheit kann nur von innen heraus wahrgenommen werden
Artikel: Die Notwendigkeit, Kabbala zu lernen
Kabbala Kurs Online

Warum werden die Menschen immer pessimistischer?


Nachrichtenbericht (vom All-Russia Public Opinion Research Center):Experten für öffentliche Meinung berichten, dass die Russen ihre optimistische Vision für die Zukunft verloren haben. Der Wendepunkt in ihrer Stimmung kam im August-September. Davor war der Optimismus ständig am Wachsen, während die Pessimisten weniger wurden. Als es jedoch Herbst wurde, drehte sich der Trend um 180 Grad.

Mein Kommentar: Und dies geschah, bevor die wirkliche Krise überhaupt richtig begann. Entlassungen fangen gerade an und die Menschen haben noch Gespartes und ihre Trägheit von früher. Die wirkliche Krise wird Anfang Januar-Februar 2009 beginnen.

Im Großen und Ganzen verstehen die Menschen nicht, dass sie bereits in einer anderen Welt leben – in einer globalen Welt, deren Gesetze sie noch nicht kennen. Diese sind die Gesetze der spirituellen Welt, denen wir nicht gehorchen, und darum erleben wir unsere Diskrepanz zu ihnen als Krise. Einfach abwarten, dass sie wieder geht, und Salz, Streichhölzer und Seife zu horten, wie wir es früher gemacht haben, wird uns nicht helfen.

Aber vielleicht werden wir plötzlich weiser und werfen einfach durch das Verlangen, die Gesetze der Globalisierung kennenzulernen („Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“), alles Übel von uns ab und bringen uns dem Guten näher.

Nachrichtenbericht (von supportproject.eu) Eine jüngste Untersuchung in sechs EU Ländern stellte fest, dass Probleme wie Depression, Sorgen, Phobien und Alkoholismus 11,5 % ihrer Bevölkerung betreffen. In der EU sterben mehr Menschen (ca. 60 000 p.a.) durch Selbstmord als durch Verkehrsunfälle.

Mein Kommentar: Dies geschieht, weil in den Menschen ein Verlangen entsteht, das über unsere Welt hinaus geht. Dieses Verlangen betrifft etwas, was jenseits der körperlichen Dinge liegt (Essen, Sex, Familie) und auch der gesellschaftlichen, wie Geld, Macht und Wissen. Wenn ein Mensch im Allgemeinen diese Wünsche erlebt hat, dann taucht ein neues Verlangen in ihm auf – ein Verlangen, das Licht im gemeinsamen Verlangen von Adam zu empfangen. Der einzige Weg jedoch, das Licht in diesem Verlangen zu empfangen, ist, wenn man die Vereinigung mit den anderen nach der Regel „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ wieder herstellt.

Bevor wir auf dieser Welt auftauchten, waren wir miteinander verbunden und erfüllt vom Höheren Licht. Dann wurde unsere Einheit getrennt (zerbrochen) und jeder von uns verblieb innerhalb seines individuellen Verlangens und seiner Wahrnehmung, worin wir nur ein kleines Leuchten erkennen, welches „unsere Welt“ genannt wird. Wenn wir uns miteinander wieder verbinden, dann werden wir erneut das gemeinsame Licht wahrnehmen – die Höhere Welt.

Verwandtes Material:
Blog-posts zum Thema Leiden
Blog-posts zum Thema Finanzkrise

Die Krise wird nicht durch Proteste, Nazismus oder Aussitzen gelöst werden


News Report (übersetzt von utro.ru): Soziologische Umfragen, die vom russischen staatlichen Meinungsforschungsinstitut durchgeführt wurden, zeigen auf, dass es aufgrund der signifikanten Abnahme des Lebensstandards in Russland, der durch die globale Finanzkrise verursacht wurde, eine große Gefährdung für breite öffentliche Unruhen gibt. Gemäß den Umfrageergebnissen sagen über 20 % der Bevölkerung, dass sie geneigt sind, an Massenprotesten teilzunehmen.

Kommentar: Nur eine Einigung der Regierung mit dem Volk wird beiden helfen zu überleben. Allerdings sind auch folgende Situationen möglich:

  • Wenn sich die Dinge egoistisch entwickeln, werden sie mit Nazismus enden, der danach besiegt werden wird, weil er mit dem Naturgesetz der Globalität, Integration und Verbindung im Widerspruch steht.
  • Wenn die Menschen dem altruistischen Weg folgen, wird die Krise rasch gelöst werden und einen positiven Ausgang nehmen.

News Report (übersetzt von lenta.ru): Das russische Fernsehen hat eine Werbekampagne ausgestrahlt, um die Menschen zu ermutigen, ihre nationalen Unterschiede beiseite zu legen und die erforderliche Politik der Toleranz anzuwenden.

Kommentar: Wenn andernfalls Krise, Hunger und Frustration ihren Höhenpunkt erreichen, wird es Probleme zwischen den Menschen der unterschiedlichen Nationalitäten geben – und dann ist es nur ein kleiner Schritt vom Nationalismus zum Nazismus.

Und hier ein weiteres Problem: Einige Leute glauben, dass sie die Krise aussitzen können, ohne irgendetwas zu korrigieren, und sobald sie vorüber ist, beginnen sie wieder die nationalen Ressourcen zu verkaufen. Das beruhigt die Menschen und überzeugt sie davon, alle bestehenden staatlichen Strukturen aufrechtzuerhalten, oder anders gesagt, die Leute stehen weiterhin auf der Gehaltsliste. Aber die Krise wird die Welt verändern und deshalb sind die Menschen nicht imstande, weiter „ den Mietzins einzufordern“!

(Das obere Foto zeigt mich beim chilenischen Parlament und den Junta Soldaten. Übrigens „Junta“ bedeutet „Gruppe“.)

Verwandtes Material:
Blog-post: Gedanken zur Krise
Blog-post: Wohin entwickelt sich die Welt – Nazismus oder Globale Einheit?

Frag den Kabbalisten – jetzt als Livesendung im Fernsehen

Hat Geld eine spirituelle Bedeutung?
Warum schmerzt Liebe uns am Ende? Sollen wir für unsere Kinder „Freunde“ sein? Wie gehst du mit Ärger um? Müssen wir schlechte Menschen lieben? Wie wird die Welt in 10.000 Jahren sein? Hat die Seele ein Gedächtnis? Warum ging mein Geschäft bankrott? Was empfindet die Seele, wenn sie sich nicht in einem Körper befindet? Wie können wir ein Kind lehren, „ein menschliches Wesen“ zu sein?

Jeden Donnerstag um 19.30 Israel Zeit, sendet unser Fernsehkanal eine Live-Übertragung der Show „Frag den Kabbalisten“.


Es geht um weit mehr als nur um Fragen und Antworten, denn Menschen stellen nicht nur aus bloßer Neugier heraus Fragen, sondern weil sie mehr über die Dinge wissen möchten, die für sie einen hohen Stellenwert haben , um die Dinge, die ihnen am wichtigsten sind, zu verstehen. Jede Frage enthält in ihrem Innern einen kleinen Teil der Welt und wenn ich sie beantworte, muss ich diesem Teil seinen Platz im Kontext unseres gesamten Lebens zeigen. Indem Sie Ihre eigenen Beispiele nutzen, beginnen Sie auf diese Weise schrittweise das gesamte Bild zu sehen – das eine große Ganze.

Ich lade jeden ein, unter 1-700-509-209 oder auf http://www.kab.tv/ger Fragen zu stellen.

Unsere Sehnsüchte kommen aus der Gesellschaft

Drei Fragen, die ich über das Ausgleichen der Spiritualität mit dieser Welt erhielt:

Frage: Ich habe gehört, wie sie im Kinderunterricht gesagt haben, dass wir die Leute beneiden sollen, die bei der Gruppe mitwirken und andere lieben. Soll ich mich selbst belügen, mir selber einreden, dass ich die Mitwirkenden ebenso beneide, wie ich in der Realität zum Beispiel jemanden beneide, der ein neues Auto hat? Bitte geben Sie mir einen Rat, was ich in Übereinstimmung mit der Kabbala tun soll.

Meine Antwort: Studieren Sie weiter; die Gruppe und die Unterrichtsstunden werden Ihnen das Gefühl geben, dass andere Werte wichtiger sind. Das ist besser, als sich dem Anhäufen von Dingen hinzugeben und sich später desillusioniert zu sehen. Sie werden sich von der Höheren Welt, die sich Ihnen zu offenbaren beginnen wird, erheblich erfüllter fühlen, als von einem neuen Auto. Das Auto ist Ihnen wichtig, weil die Gesellschaft es wertschätzt. Aber wenn Ihre Gesellschaft andere Dinge als wertvoll erachtet, werden sich genauso auch Ihre Prioritäten ändern.

Frage: Manchmal werde ich böse auf den Schöpfer, aber in Wahrheit werde ich böse auf mich selbst, weil ich mich selbst frage: „Wieso ist der Prozess der Korrektur so langatmig!?“ Und dann beantworte ich mir die Frage selbst: „Weil ich mich nicht genügend anstrenge!“

Meine Antwort: Es mangelt Ihnen am Druck aus dem richtigen Umfeld.

Frage: In mir findet eine Diskussion statt: Auf der einen Seite habe ich einen neuen Job, der mich interessiert und mir Freiraum für die Verbesserung meiner beruflichen Fähigkeiten lässt, damit ich in Zukunft einen gut gesicherten Arbeitsplatz habe. Auf der anderen Seite habe ich nach den Morgenunterrichten nicht sehr viel Energie übrig, sodass ich darüber nachdenke, sie zu reduzieren. Es nervt mich schon. Welche ist die richtige Einstellung zu dieser Situation?

Meine Antwort: Sie müssen Ihre berufliche Ausbildung beenden, sodass Sie sich und Ihre Familie unterstützen können, während Sie Kabbala „auf niedriger Flamme“ studieren. Geben Sie sich dennoch in allen anderen Beziehungen dem Studium der Kabbala hin. Wenn Sie diese Balance der Zeit und der Energie halten können, werden Sie in beidem erfolgreich sein.

Verwandtes Material:
Blog-post: Der Einfluss des Umfeldes
Blog-post: Kabbala und Berufswahl
Blog-post: Familie, Kinder, Arbeit und Kabbala
Rabash Artikel: Das Ziel der Gemeinschaft, Teil 2

Nur Menschen mit dem Punkt im Herzen können fühlen, dass die Kabbala die Rettung ist


Zwei Fragen, die ich darüber erhielt, wie man zu Menschen über die Kabbala sprechen sollte:

Frage: Wie kann ein sich auf der tierischen Ebene befindender Mensch verstehen, dass er gerade von den Schlägen, die er erhält, korrigiert werden muss? Wie kann man jemandem, der nie studiert hat oder noch nicht einmal Kontakt mit der Kabbala hatte, erklären, dass all die schlechten Dinge geschehen, weil wir uns verkehrt verhalten? Menschen, die größere Tragödien erfahren haben, änderen ihre Lebensansicht, dennoch wählen sie nicht unbedingt den Weg der Kabbala.

Meine Antwort: Wir sind Zeugen großer Leiden in der Welt, manchmal schlimmer als der Tod, und dies geht schon tausend Jahre lang so. Manchmal erscheint einem der Tod wie eine Erlösung und dennoch erlaubt uns unsere Natur, unser Wille zu empfangen, nicht unser Leben aufzugeben. Und trotz allem streben die Menschen nicht die Kabbala als Mittel der Erfüllung an.

Wieso sehen sie nicht, dass die Methode zur Neutralisierung allen Übels und zur Erreichung des Guten direkt vor ihrer Nase liegt? Und selbst wenn wir sie ihnen anbieten, hören sie uns nicht. Der Grund dafür ist, dass ein Mensch die „Kabbala nur wählen kann“, wenn ein bestimmtes Verlangen (Reshimo) in seinem Inneren auftaucht – der „Punkt im Herzen“, das Verlangen, seine Seele zu erfüllen.

Sollten die in einem Menschen aufsteigenden Verlangen (Reshimot) noch vor dem „Punkt im Herzen“ sein, dann wird das als Einführungsphase bezeichnet. Sein Leben vollzieht sich innerhalb dieser Verlangen und dort verbleibt er, trotz all der Leiden, und er sieht nicht, dass Kabbala die Lösung wäre. Er mag sich vielleicht in die Mystik, Religion oder andere Praktiken stürzen, aber noch nicht in die Kabbala.

Frage: Wann ist es am besten, zu den Menschen über Kabbala zu sprechen und wann nicht? Ich reise viel und treffe viele verschiedene Menschen, mit denen ich über die Kabbala spreche. In letzter Zeit habe ich aber festgestellt, dass ich etwas falsch mache, wenn ich zu ihnen darüber spreche. Trotzdem weiß ich, dass dies der Zweck meines Lebens und auch meiner Reisen ist. Wie kann ich es besser machen?

Meine Antwort: Man kann darüber sprechen, aber in einer einfachen, nicht anmaßenden Weise, sondern so, dass ein Zuhörer sich wohl dabei fühlt. Es wäre gut, ihm eine Zeitung oder ein Buch mit der Adresse unserer Webseite zu geben.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Art der Verbreitung
Blog-post: Verbreiten der Weisheit der Kabbala an jene, die du liebst
Blog-post: Jetzt kann man sich via Internet an Wahrnehmungen beteiligen

Gedanken zur Krise


Globalisierung ist die Enthüllung einer neuen Stufe der Verbindung zwischen uns. Die Verbindung sollte wohlwollend sein, aber wir sehen, dass sie nur Probleme verursacht.

Wieso passiert das? Weil wir das globale System verkehrt herum nutzen – mit der Absicht, andere zu benutzen anstatt mit ihnen zusammenzuarbeiten. Wir wollen andere besiegen, sie unterdrücken und über ihnen stehen.

Selbst wenn wir an einer sauberen Verbindung interessiert sind, bleibt das Prinzip „Eine Hand wäscht die andere“ aufrecht – und dies verursacht die derzeitige Krise. Es würde sogar passieren, wenn wir einander nicht belügen und ehrlichen Handel miteinander betrieben. Denn heutzutage sind wir alle wie Organe eines Körpers miteinander verbunden. Unter solchen Bedingungen ist es nutzlos, egoistisch ehrlich zu sein, genauso wie es sinnlos ist, eine Weltregierung oder eine Weltbank zu erschaffen – um einen gemeinsamen Regelmechanismus zu suchen.

Die heutigen politischen und wirtschaftlichen Führer wollen ein Treffen der G20 (Anführer der wichtigsten Industrienationen) arrangieren, um eine Weltregierung zu diskutieren. Das wird aber nicht aus der Krise führen, denn wir verhalten uns gegensätzlich zur Natur und Ihrem Allgemeinen Gesetz. Das System muss nicht nur auf einer korrekten Verbindung basieren, sondern auch entsprechend der inneren Verbindung zwischen den Elementen eines einzigen Systems arbeiten. Und man muss die anderen wie sich selbst betrachten.

Dies ist die Wurzel aller Probleme. Kabbala warnt die Menschheit: Wenn wir weiter unsere Beziehungen entsprechend den körperlichen, egoistischen Gesetzen gestalten – selbst die direktesten und ehrlichsten, die dem Gesetz folgen: „was dir gehört, ist deines und was mir gehört, ist meines“ – wird dieses System nicht funktionieren und wir werden eine noch größere Katastrophe auslösen.

Wenn uns klar wird, dass wir Teil eines Ganzen sind, ist es nur logisch, dass wir alle für einander sorgen müssen. Das einzige „Persönliche“ sind jene Dinge, die man für die eigene Existenz benötigt, während alles andere gemeinsames Eigentum sein sollte. Dies betrifft sowohl natürliche Ressourcen, Güter und Waren, Erziehung als auch das Gesundheitswesen usw.
Alle Dinge sollten in kollektivem und globalem Besitz sein. Andernfalls wird die Krise nicht enden und – egal, wie sehr wir uns auch anstrengen, die Dinge entsprechend unserer egoistischen Logik zu sehen – wir werden eine Krise nach der anderen erzeugen.

Die Kabbala warnt uns davor, dass die Natur uns bereits erhöht hat – Begriffe aus unserer Entwicklung – auf die Stufe eines einzigen integralen Systems, das den Gesetzen der Verbindung all seiner Einzelteile folgt. Niemand kann diesem Gesetz entkommen. Eigentlich handelt es sich dabei um ein uraltes Gebot aus der Bibel: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Und wir müssen unser Ego dazu verwenden, eine richtige und korrekte Verbindung unter uns zu etablieren.

Selbst wenn wir ein auf Verstand basierendes System der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Staaten etablieren und dabei nicht von unseren egoistischen Prinzipien abweichen (was mein ist, ist mein und was dein ist, ist dein), wird diese Eigenschaft uns noch größere Krisen bereiten. Der Egoismus wird weiter wachsen, weil wir ihn wieder nicht korrekt verwenden. Es wird ein Szenario entstehen, das uns diese Pseudokorrektur und deren Irrtum vor Augen führen wird. Die nachfolgende Krise wird uns noch empfindlicher treffen, damit wir endlich unsere Lektion lernen.

Was sagt Kabbala? Wir sollten uns bereits korrigiert (in der zukünftigen Form) verhalten, also wie ein Körper funktionieren. Entsprechend dem Prinzip „das Ende einer Handlung wird bereits durch den anfänglichen Gedanken bestimmt“. Wir sollten dies zumindest versuchen, wenn auch noch ungeschickt und stufenweise.

Bedeutet „es jetzt zu beginnen“ auch eine „faire Verteilung“? Nein! Selbst wenn wir anfangs die Verteilung nach „was mein ist, ist mein und was dein ist, ist dein“ regeln, sollten wir gleichzeitig damit beginnen, der gesamten Menschheit die Gesetze der friedlichen Koexistenz zu lehren, die auf der Erkenntnis beruhen, dass die Gesellschaft ein einziger Organismus ist. Wenn wir also den Menschen die Verhaltens- und Verteilungsregeln lehren, werden wir bald auf dem richtigen Weg sein und das Leid wird sofort spürbar weniger.

Baal HaSulam verdeutlicht dies in Form einer Parabel: Wir haben uns in der Wüste verirrt und wissen den Weg nicht mehr. Jetzt, da wir unsere Kraft völlig verloren haben, erkennen wir dies und enthüllen den richtigen Weg. Am Ende dieses Weges finden wir ein Schloss voll mit den besten Schätzen der Welt. Jetzt sind wir aber verzweifelt, wir versinken in Depression und Drogen. Und plötzlich schenkt uns jemand, der alles überblickt, ein Navigationssystem. Wenn ein Mensch seine Einstellung gegenüber der Welt ändert, erkennt er plötzlich klar den Weg, der vor ihm liegt und dass er sein Ziel erreichen kann.

Wie können wir diese Veränderung erreichen? Indem wir das Ziel und die Methode enthüllen. Die Methode stammt aus dem alten Babylon, wo die Probleme der modernen Zivilisation zum ersten Mal ans Licht kamen: Eine Gesellschaft funktioniert entsprechend dem Prinzip eines lebenden Körpers. Laut Kabbala soll man den Egoismus beziehungsweise seine Verwendung, verändern und ihn für das Wohlergehen der Gesellschaft nutzen. Damals jedenfalls, im alten Babylon wollten die Menschen die Kabbala nicht verwenden und lösten ihre Probleme auf andere Art und Weise – sie zerstreuten sich über die ganze Erde und dies war der Anfang der Globalisierung.

Nun sind wir der gleichen Situation ausgesetzt – doch diesmal müssen wir sie verwenden, denn wir können nicht länger voreinander davonlaufen – genauso wenig können wir die bestehenden Verbindungen zwischen uns ignorieren oder zerstören. Sollten Amerika, Russland und Europa sich vom Rest der Welt isolieren, werden wieder nationalsozialistische Strömungen aufkommen und die Welt in einen Dritten Weltkrieg führen – einen atomaren Dritten Weltkrieg.

Welche praktische Lösung können wir nun den Menschen anbieten? Sie sollten auf jeden Fall über die Welt Bescheid wissen, in der sie leben. Über „integrale Systeme“, in denen wir wie in „einem Boot“ leben. Die Rettung dieses Bootes liegt in der Verantwortung jedes einzelnen Menschen. Das sollten wir auch unsere Kinder lehren. Wir haben es schließlich mit der Natur zu tun: einer globalen Wirtschaft und einer globalen menschlichen Gesellschaft. Wir müssen uns und unseren Kindern beibringen, wie wir in dieses System, in dem jeder für den Anderen Sorge trägt, hineinwachsen können.

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Blog-post: Wenn es zu einer Globalen Krise kommt, können wir es uns nicht leisten, …
Baal HaSulam Artikel: Aufbau der Gesellschaft der Zukunft

Langeweile? Vielleicht ist es an der Zeit Ihre Umgebung zu wechseln


Eine Frage, die ich erhielt: Kürzlich habe ich bemerkt, dass ich bestimmte Gesellschaften meide. Ich bin mir aber nicht sicher, ob dies ein Resultat meiner Kabbalastudien oder meines persönlichen Wachstums ist. Einige meiner Freunde beschäftigen sich hauptsächlich mit Themen wie Sex, und ich fühle mich in Ihrer Gegenwart, wenn sie so viel Zeit mit für mich uninteressanten Themen verbringen, unwohl. Andererseits finde ich nicht viele Menschen, die sich für Spiritualität interessieren, vielleicht für Religion, aber nicht für Spiritualität.

Ist es besser alleine zu bleiben, anstatt von Menschen mit „falschen“ Werten umgeben zu sein?

Meine Antwort: Ein Mensch erreicht einen Punkt, wo ihn das Leben zunehmend langweilt und er keinen Sinn und Zweck im Leben sieht.
Wenn er andere beobachtet, kann er nicht verstehen, wie die Dinge, die sie tun, ihnen in irgendeiner Weise Erfüllung bringen. Er versucht sie zu imitieren, ein Teil ihres sozialen Umfelds zu werden und wie jeder andere zu sein. Doch das funktioniert nicht, weil er merkt, dass es ihn nicht erfüllt.

Wenn er komplett realisiert, dass er alleine ist, erwacht der Punkt in seinem Herzen – eine Sehnsucht nach einer unbekannten Quelle der Erfüllung. Er folgt dieser Sehnsucht und findet die richtigen Bücher, die Gruppe und die Kabbala-Webseite.

Also hören Sie in sich hinein – vielleicht sind sie bereit für eine neue Umgebung …

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Blog-post: Das Geheimnis guter Kommunikation

Glaube, Hoffnung und Liebe


Eine Frage, die ich erhielt: Erklären Sie bitte die Bedeutung des Ausdrucks „Glaube, Hoffnung und Liebe“ und ihre Aufgabe in unserer spirituellen Arbeit.

Meine Antwort: Zuerst muss ein Mensch Glauben erlangen – die Wahrnehmung des Schöpfers. Diese Wahrnehmung gibt ihm Hoffnung und Vertrauen in seine Gegenwart und Zukunft, da die Enthüllung des Schöpfers einen Menschen mit Ihm verschmelzen lässt, wie ein Embryo in einer Mutter. Nachdem der Mensch alle Handlungen des Schöpfers erlebt und ihre absolute Güte kennengelernt hat, fängt er an, Liebe für den Schöpfer zu empfinden.

Wie Sie sehen, kommt alles aus der Erlangung oder dem selbständigen Lernen der Dinge. Kabbala ist die praktischste Wissenschaft von allen: Sie wird innerlich und selbständig studiert.

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Blog-post: Die Weisheit der Kabbala kann man nicht mit Hilfe des normalen Verstandes lernen
Baal HaSulam Artikel: Die Liebe Gottes und die Liebe der Geschöpfe
Kapitel aus dem Buch „Leben aus der Kabbala“: Glaube an die Einzigartigkeit des Schöpfers

Warum bringt die Finanzkrise mehr Menschen zur Religion?


Zwei Fragen, die ich über Wirtschaft und Religion erhielt:

Frage: Wie erklären Sie die Tatsache, dass in den Vereinigten Staaten durch die Finanzkrise mehr Leute zur Religion hingezogen werden?

Meine Antwort: Wir beobachten diese Art von Reaktion die gesamte menschliche Geschichte hindurch. Eigentlich ist das der Grund, weshalb Religion erfunden wurde – nämlich um den Menschen für die Schicksalsschläge zu trösten, die den Anschein haben, als wären sie ohne triftigen Grund zu ihm gekommen. Religion verspricht den Leute eine Belohnung für ihre Leiden in der kommenden Welt. Natürlich ist es schwer, von einem Traum Abstand zu nehmen; Menschen sind sogar bereit andere zu töten, die ihre Hoffnungen zerstören.

Demgegenüber erzählt die Kabbala den Leuten nicht, dass sie an unrealistische Dinge glauben sollen, sondern sie mahnt die Menschen vielmehr, sich zu wandeln, um „die kommende Welt“ wahrzunehmen, während sie noch in dieser Welt leben. Man kann „jene Welt“ nur betreten, wenn man sich in dieser Welt verändert. Wenn unser tierischer Körper stirbt, kann die Seele nur in dieses Leben zurückkehren; es gibt keine „Welt auf der anderen Seite“. Daher wird man solange reinkarnieren, bis man die Höhere Welt erfasst – die Welt des Schenkens und der Liebe – während man noch in dieser Welt lebt.

Frage: Ein Grund, warum mich keine Methode oder Religion zufrieden stellt, ist, weil der Gläubige am Ende im Paradies belohnt wird, aber in einem neuen Zustand. Das heißt, er besitzt nicht die Bedürfnisse, Verlangen und Genüsse, nach denen er in seinem Leben gestrebt hat. Somit unterscheidet sich eine Person, die in diesem Leben geprüft und vorbereitet wird, von der, die dann belohnt wird. Ich empfinde das als unfair.

Meine Antwort: Warum? Gerade Religion verspricht dir sämtliche Genüsse dieser Welt, einschließlich sexueller Freuden, erlesener, himmlischer Mahlzeiten, begleitet von himmlischer Musik, etc.! Solange eine Person noch an die Versprechen von Religionen glauben kann, ist sie noch nicht bereit, aus dem spirituellen Exil herauszukommen.

Baal HaSulam sagte, dass es zwischen den religiösen und den kabbalistischen Wegen des Lebens und der Wahrnehmung eine weltliche, materialistische Periode gibt. Danach wird die kabbalistische, „über-materialistische“ Periode enthüllt, weil man entdeckt, dass Materialismus ebenfalls eine Religion ist!

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