Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'der Schöpfer'

Was ist die Schwere des Exils vom Gefühl des Schöpfers?

Frage: Was ist die Hauptlast und der Schrecken, wenn man sich davon entfernt, den Schöpfer zu empfinden?

Antwort: Nur das es vom Schöpfer kommt. Nichts Anderes.

Wenn ihr diesen Krieg gewinnen wollt, müsst ihr euch vorstellen, dass ihr gegen den Schöpfer kämpft. Ihr müsst die Einheit einer höheren Kraft in der Welt bestätigen. Das ist unsere Mission. Dann wird euch alles offenbart werden.

Der Kampf ist notwendig, damit ihr euch ausreichend anstrengen könnt. Damit ihr in euch bestimmte Fähigkeiten erschafft und ihr ein Gefühl dafür bekommt, was euch fehlt. Diese Bemühungen schärfen euch, verbessern eure Wahrnehmung für eine höhere Kraft.

Es gilt einer für alle und schließt alles ein. Wir müssen uns darauf vorbereiten, es zu empfinden. 

Aus dem Unterricht 24.03.2019

(248765)

Zur Liebe

Die Liebe wird durch das Geben charakterisiert. „Ich liebe“ bedeutet, „ich gebe“; Ich genieße es, den anderen zu erfreuen. Wie kann es sein, dass ich den anderen erfreue? Womit erfreue ich ihn?

Mit meiner Haltung ihm gegenüber. Wie kann er Freude von mir erhalten? Nur wenn er mich liebt. In diesem Fall, wenn ich mich ihm gegenüber liebevoll verhalte, erhält er Freude dadurch. Jedoch, wenn ich ihn nicht liebe, werde ich seine positive Haltung mir gegenüber als Hass empfinden, und das wird mich noch weiter von ihm entfernen.

Der Schöpfer verkehrt von Anbeginn an mit uns in Liebe, und darum drücken wir unsere Liebe nur Ihm gegenüber aus und in der Beziehung zu Ihm – Ihn zu erfüllen, Ihn zu erfreuen – weil er uns von Anbeginn an liebt.

Das kann zwischen Menschen nicht so sein. Nur wenn wir die Verbindungen zwischen uns und dem Schöpfer enthüllen, so dass das Gefühl der Liebe zu Ihm in uns enthüllt wird, können wir lieben und zwischen uns entsteht Einheit.

Die Einheit entspringt Seiner Liebe – das bedeutet, dass drei Kräfte zusammen wirken müssen: „Ich – ein Zweiter – der Schöpfer“, sonst gibt es keine Basis für Liebe. Es ist primär jemand notwendig, der für alle, die es wünschen, grundsätzlich einmal die Liebe zur Verfügung stellt! Darum werden wir nur Liebe erhalten, wenn wir den Schöpfer in die Verbindung zwischen uns mit einbeziehen. [Rest des Beitrags lesen →]

Der Schöpfer- eine namenlose Kraft

Frage: Was bedeuten die Namen des Schöpfers?
Antwort: Es gibt einen Schöpfer, Er hat viele Namen. Warum so viele? Wer hat ihm diese Namen gegeben?
Normalerweise werden Namen von Mutter und Vater vergeben. Hier geht es um die Namen des Schöpfers. Haben sie irgendeine Bedeutung oder nicht? In dieser Welt geben wir unseren Kindern aktuelle Namen, je nachdem, welche Namen beliebt sind. Ich erinnere mich daran, als Juri Gagarin in den Weltraum flog, war es sehr in, Jungs den Namen Juri zu geben.
Was bedeuten „die Namen des Schöpfers“?
Der Schöpfer ist einer. Warum braucht Er dann so viele Namen? Anscheinend hat Er eine Menge Dinge zu tun. Vielleicht ist Er eine sehr vielseitige Persönlichkeit, deshalb geben wir Ihm verschiedene Namen.
Aus diesem Grund sollten wir verstehen, woher das alles kommt.
In Wahrheit ist der Schöpfer eine namenlose Kraft, die keine Eigenschaften, Nuancen, nichts hat! Er ist Er selbst, der in der Abgeschiedenheit von allem existiert. Wir können nicht einmal sagen, ob und wie Er existiert, da wir Ihn überhaupt nicht fassen können.
Wenn Er sich in einer Materie manifestiert und eine Handlung von Ihm kommt, dann nennen wir Ihn nach der Essenz dieser Handlung: Gut, Gutes tuend, groß, düster, grausam, etc. – mit anderen Worten, durch Seine spezifischen Manifestationen, die uns betreffen.
Wenn es nicht in Bezug zu uns geschieht, können wir überhaupt nichts sagen. Wir kennen Ihn in der Art und Weise, wie wir Ihn in unseren Gefühlen wahrnehmen und nicht anders. Ihn selbst, wie Er wirklich ist, können wir nicht wahrnehmen. Alles was ich im Moment empfinde- egal was, kommt vom Schöpfer zu mir.

Aus dem Unterricht, 24.02.2019

(246847)

Neues Leben # 1114 – Die Kunst der Verbindung in der Natur

03

Neues Leben # 1114 – Die Kunst der Verbindung in der Natur

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

 

Alle Vernetzung in der Natur ergibt sich aus einer zentralen Verbindung zwischen dem Schöpfer und dem geschaffenen Wesen. Der Schöpfer ist die Kraft des Gebens, Hingabe, eine spirituelle Kraft, die alles zusammenhält. Er verleiht dem Funken, der in jedem erschaffenen Wesen vorhanden ist, und verpflichtet jeden Einzelnen, das allgemeine Naturgesetz zu akzeptieren und sich mit anderen als ein einziger Körper zu verbinden. Die Weisheit der Kabbala lehrt uns, wie wir unser letztes Ziel erreichen können, der eine umfassende, vollkommene, gegenseitige Verbindung ist, die zu fortgeschrittenen Ebenen von Materie, Energie und Bewusstsein führt.

[247364] 

Aus KabTVs „New Life # 1114 – Die Kunst der Verbindung in der Natur“

Zur Kabbala Akademie

Wie löst man ein Problem im Zehner?

Frage: Wie löst man ein Problem, wenn es im Zehner keine Einheit gibt und wir nicht zu einer geschlossenen Meinung gelangen?

Antwort: Man muss nichts lösen. Ihr müsst weiter miteinander arbeiten und euch an den Schöpfer wenden. Lass Ihn eure Probleme lösen. Was könnt ihr selbst lösen? Wer von euch ist so klug? Ich sehe keinen.

Allein der Schöpfer kann alle Probleme lösen. Er gibt sie und ihr denkt noch, dass die Ursache ein Freund von euch ist. Nichts dergleichen! Der Schöpfer ist die Quelle aller Probleme! Darüber wird gesagt: „Ich bin der Erste und ich bin der Letzte“. Wendet euch an Ihn!

Frage: Muss jeder Freund sich einzeln an Ihn wenden oder alle zusammen?

Antwort: Angenommen es gibt ein Problem mit der Gruppe, dann diskutiert nicht zu viel darüber, sondern wendet euch gemeinsam an den Schöpfer, damit Er es löst. Noch besser wäre es, wenn es euch egal wäre, ob Er das Problem löst oder nicht. Für euch ist wichtig, dass ihr euch mit dieser Angelegenheit an Ihn wenden könnt.

Wenn ihr dieses Thema als eine Gelegenheit seht, euch an Ihn zu wenden und sich an Ihn anzuheften, werdet ihr sehen, wie das Problem verschwindet. Nur aus diesem einzigen Grund ist dieser Fall entstanden.

Aus dem Unterricht vom 11.02.2019

[243217]

Wie man den Schöpfer richtig bittet.

Frage: Wie bitte ich richtig, wenn ich sehe, dass meine Bitte das Gefühl dieser Bitte löscht? Laufe ich vor dem weg, was mir der Schöpfer gibt?

Antwort: Nein. Je öfter man um etwas, bittet, desto eher versteht man, wie unnatürlich und schwach unsere Anforderungen sind und wie wir vielleicht um etwas anderes bitten und dies anders formulieren sollten.

Verstehen Sie, wir befinden uns in einem starren System. Sie schicken keine E-Mail irgendwohin und das war es dann. Sie arbeiten ständig in diesem System, daher ändert sich ihre Botschaft und formt sich um.

Das System reagiert immer auf seine Art und Weise. Zum Beispiel sage ich Ihnen etwas und im selben Moment ändert sich in mir der Gedankengang. Plötzlich finde ich andere Optionen für Fragen, Antworten, Ausdrücke usw. Dies nennt man Interaktion mit dem System, ich bin darin und kann nicht aus dieser Matrix herausfallen.

Aus dem russischsprachigen Unterricht 04.11.2018

[240831]

Der Kampf mit sich selbst

„(Mit starker Hand und mit überströmendem Grimm..) von denjenigen, die in den Dienst des Schöpfers eintreten möchten, um sich wahrlich an Ihn anzuheften und das Gemach des Königs zu betreten, nicht jeder zugelassen wird. Sondern man prüft den Menschen: Wenn es in ihm keinen anderen Wunsch gibt, außer dem Wunsch nach der Anhaftung (Dwekut), dann lässt man ihn herein. Und wie prüft man einen Menschen, ob es in ihm nur einen Wunsch gibt? Man bereitet ihm Hindernisse, indem man ihm fremde Gedanken und fremde Boten schickt, um ihn zu hindern, auf dass er diesen Weg verlassen möge und sein Leben wie alle anderen lebe.“(Shamati 70)

Baal HaSulam schreibt, dass in der Natur alles in einer Kollision begriffen wird. Das Leben ist ein Kampf, nicht mit jemandem oder etwas, sondern mit sich selbst. Wenn man es richtig versteht, dann läuft alles gut.

Alles hängt davon ab, wie man sich darauf einstellt, zu verstehen, dass zwei Kräfte in der Welt herrschen: die des Empfangens und die des Gebens. Die Kraft des Empfangens ist unser großer Egoismus. Und die Kraft des Gebens gibt es nicht in uns. Wir müssen sie allmählich in uns entwickeln. Es ist nicht einfach.

Um dies zu tun, müssen wir irgendwie in der Gruppe zusammenwirken und versuchen, einander näher zu kommen. Wir wollen es nicht. Genau an dem Punkt, an dem ich das Gefühl habe, dass ich es nicht will, sondern mich dazu zwinge, muss ich mich an den Schöpfer wenden und Ihn bitten, mir die Fähigkeit zu geben, es zu wünschen. Wenn ich den Kampf nicht aufgebe, sondern mich bei diesem Gedanken erwische, kann ich ein Gleichgewicht in der mittleren Linie erreichen.

Frage: Was sind Fremdgedanken?

Antwort: Das sind alle Gedanken, die nicht auf die Verschmelzung mit dem Schöpfer, auf die Ähnlichkeit der Eigenschaften, auf die Eigenschaft des Gebens ausgerichtet sind.

Aus dem russischsprachigen Unterricht, 16.12.2018

(241815)

Kabbala Akademie

Gibt es in unserer Welt ein selbstloses Geben?

Frage: Gibt es in unserer Welt Beispiele, die das Empfangen um zu geben veranschaulichen?

Antwort: Angenommen es will mir jemand ein Geschenk machen und gibt mir eine Tafel Schokolade. Ich habe einen hohen Zuckergehalt im Blut und esse daher keine Süßigkeiten. Ich nehme das Geschenk trotzdem an, da es mir diese Person von ganzem Herzen gegeben hat. Im Prinzip nehme ich dieses Geschenk an, um diesem Mensch ein gutes Gefühl zu vermitteln.

In unserer Welt gibt es kein Beispiel für das wahre Empfangen um des Gebens willen. Es gibt nicht einmal einen solchen Zustand wie geben um zu geben. Hier ist alles egoistisch und wird nur für sich selbst getan. Wir können keine Bewegung machen: weder in Gedanken und Wünschen, noch körperlich, dafür haben wir keine Energie. Wir sind dazu bestimmt zu empfangen, so sind wir erschaffen worden.

Um das Geben zu erlangen und darin zu leben, brauchen wir eine völlig neue Energie – die Energie des Gebens. Nur wenn wir in einer Gruppe lernen, können wir diese Dynamik empfangen. Wir haben dann die Möglichkeit, ohne egoistischer Energie, die Eigenschaften für das selbstlose Geben zu erhalten. Wir werden schließlich vom Schöpfer diese Kraft bekommen.

Ich nähere mich dem Schöpfer an, empfange Energie von Ihm, die ich dann weitergeben kann. Nur so können wir in der Spiritualität handeln.

Wir müssen das lernen, da es vor uns liegt.

(240375)

In das Wissen fallen und zum Glauben aufsteigen

Frage: Warum kehrt von Zeit zu Zeit die tierische Angst zurück, obwohl ich bereits überzeugt bin und fühle, dass vom Schöpfer nichts Böses kommt?

Antwort: Es spielt keine Rolle. Ich kann verstehen, dass alles vom Schöpfer kommt, Er ist es, der mit mir spielt. Und dann – auf einmal! Das war es, ich zittere wieder wie ein Kaninchen unter einem Busch.

Frage: Gibt es einen Ausweg?

Antwort: Indem man mit dem Glauben über den Verstand aufsteigt, muss man sich vorwärts bewegen, nur so. Man muss dem Schöpfer danken, dass Er uns mithilfe solcher tierischen Ängste führt. Auf diese Weise werden wir uns ständig fortbewegen.

Alles hängt von der Gruppe ab, davon, inwieweit man im Glauben über den Verstand aufsteigt.

Frage: Hat auch ein Kabbalist Angst?

Antwort: Der Kabbalist hat noch tiefere Ängste, besonders bei den Abstiegen. Er kann sich schließlich nicht immer im Glauben über dem Verstand befinden. Er muss in das Wissen fallen und danach zum Glauben aufsteigen. Er ist mit allem einverstanden.

Er durchläuft Zustände, die viel akuter und widersprüchlicher sind als bei einfachen Menschen. Seine Zustände von Angst und Hingabe an das Ziel werfen ihn buchstäblich vom Abgrund an die Spitze.

Zwischenbemerkung: Ich habe gehört, dass ein Kabbalist keine  Angst um sich hat, sondern sich davor fürchtet, dem Schöpfer zu schaden.

Antwort: Wie kann er keine Angst um sich selbst haben? Wenn er keine solchen Zustände hat, woran wird er sich dann messen? Wie es heißt: „Du hast dein Antlitz vor mir verborgen und ich erschauderte“. Der Schöpfer gibt ihm solche Zustände.

Aus dem russischsprachigen Unterricht von 14.10.2018

[240309]

Veränderungen unter dem Einfluss von Licht

Frage: Über welche Art von Unabhängigkeit kann man sprechen, wenn alle Verlangen und Zustände in mir der Schöpfer bildet und er die einzige Quelle aller Genüsse ist?

Antwort: Wenn ich mithilfe des Schöpfers/des Höheren Lichtes die Einschränkung durchführe, sowie den Schirm aufbaue, dringt das Licht nicht mehr in mich hinein.

Ich setzte eine Barriere zwischen mir und dem Licht und beginne es so zu kontrollieren. Ich möchte, dass das Licht mich verändert. Es soll  mich zuerst in einen Nicht-Empfänger und dann in einen Gebenden verwandeln.

Frage: Sind in der Kabbala nicht die Taten eines Menschen gefragt sondern lediglich die Versuche, etwas zu unternehmen?

Antwort: Man verlangt vom Menschen keine Handlungen. Die gesamte spirituelle Welt befindet sich in unseren Gedanken und Verlangen.

Frage: Was ist dann die Methode? Wie komme ich von dem egoistischen Zustand, bei dem ich alles in meinem Inneren wahrnehme, zu einem Zustand, in dem ich etwas außerhalb von mir wahrnehme?

Antwort: Hier wird das höhere Licht benötigt. Wir müssen das Licht anziehen, damit es immer intensiver auf uns einwirken kann. Das wird mit Hilfe der Gruppe und dem Studium erreicht. Wir beschäftigen uns nicht mit dieser Wissenschaft, um klüger zu werden.

Nach einigen hunderten von diesen Unterrichten versteht man, wovon gesprochen wird. Schließlich spürt man, was in einem geschieht und was außerhalb von einem stattfindet. Nach und nach bilden sich neue Sinnesorgane für das höhere Licht.

Frage: Die Methode besteht also darin, dass ein Mensch eine bestimmte Energie, Licht und Kraft anzieht. Woher weiß er, dass ihn diese Energie beeinflusst?

Antwort: Er spürt, dass er sich verändert. Der Sinn des Lebens wird für ihn immer offensichtlicher und klarer. Nach und nach versteht er, wie man diese Methode realisiert, wie man die Wahrnehmung der Höheren Welt hier und jetzt erreicht.

Aus dem Unterricht, 15.07.2018

[237115]

Zur Kabbala Akademie—>