Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Böse'

Wie man seine Wut richtig einsetzt

Eine Frage, die ich erhielt: Wo kann man seine Wut ablassen? Manchmal wird sie sehr stark empfunden und so wollte ich wissen, wie sie benutzt werden kann, falls überhaupt.

Meine Antwort: In uns gibt es keine einzige Qualität, die nicht zu einem bestimmten Zweck erschaffen worden wäre und wir müssen sie alle verwenden, einschließlich der Wut. Allerdings muss geklärt werden, wie wir tatsächlich mit der Wut umgehen. Wenn wir wütend sind, müssen wir uns zu aller erst mit dem Einen, der unsere Existenz initiierte, verbinden – dem Schöpfer („Es gibt niemanden außer Ihn“) – und unsere Anfangsbedingungen, dies zu tun, bestehen darin, einen Reshimo und ein Verlangen zu haben. Dann müssen wir bestimmen, was von uns abhängig ist, was wir „Wenn ich nicht für mich bin, wer ist es dann?“ nennen. Als Ergebnis dessen, sollten wir beginnen, das, was in uns ist und uns daran hindert, unsere gesamte Wahrnehmung in ein Ganzes („Israel, Tora und der Schöpfer“) zu vereinen, zu hassen. (Lesen Sie dazu Baal HaSulam’s Brief „Auf dem rechten Weg gehen“ in Pri Chacham, Seite 63-64). Danach sollten wir den Punkt erreichen, äußere Störungen zu hassen, sie als Unreinheiten zu betrachten und sie in uns selbst zu neutralisieren. Und aufgrund der „Unumgänglichkeit, im Umgang mit den Naturgesetzen, Vorsicht walten zu lassen“, sollte man sich nach dem Kollektiv (der Mehrheit) richten (siehe dazu Baal HaSulam’s Artikel „Die Freiheit“).

Murphys Gesetz und das Gesetz der Tora


Murphys Gesetz behauptet: Wenn etwas schief gehen kann, dann wird es mit Sicherheit schief gehen. Dieses Gesetz hat viele Varianten: Wenn Dir ein Stück Brot aus den Händen fällt, landet es mit Sicherheit mit der Butterseite nach unten; das Kleingeld an der Kasse ist mit Sicherheit dann aus, wenn Du an der Reihe bist; wenn Du gerade Dein Auto gewaschen hast, wird es regnen usw.

Die Menschen denken, dass es sich bei Murphys Gesetz nur um eine Volksweisheit handele, die auf ironische Art und Weise unsere Wahrnehmung portraitiert. Das Gesetz stammt von realen „falsch laufenden“ Dingen, die realen Menschen zustoßen.

Das Gesetz der Tora: Was denken Kabbalisten über das Gesetz, das sich ihnen enthüllt? In meinem Blog Posting „Klipot – hilfreich und schädlich“ (fortgeschritten) wird die Rolle des Bösen (Klipot) folgendermaßen erklärt: alles geschieht, um die Menschheit zur Korrektur zu bringen, entweder durch das Gute oder das Böse, je nachdem wie jemand gut und böse wahrnimmt. Es gibt in der Natur nur eine wirkende Kraft, doch sie manifestiert sich auf verschiedene Weisen, je nachdem wie wir uns verhalten. Wenn wir unsere Handlungen auf das Schöpfungsziel ausrichten, hilft uns diese Kraft. Handeln wir aber dagegen, hält uns diese Kraft zurück.

Mehr noch: diese Kraft (des Schöpfers), die jedem zur Seite steht, der sich für das Schöpfungsziel einsetzt, erschafft auch Störungen für jenen, die ihm dabei helfen, sich schneller in Richtung Ziel zu bewegen. In der Kabbala, manifestiert sich Murphys Gesetz – also das Gesetz unserer irdischen Welt – als Gesetz der Höheren Welt: „Es gibt nichts außer Ihm. Er ist gut und tut Gutes!“