Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Böse'

Zu beten bedeutet sich selbst zu richten


Zwei Fragen, die ich über Gebete erhielt

Frage: Sie sagen, der Schöpfer ist in uns und es gibt nichts außerhalb von uns. Was sind also die Einflüsse, die einen Menschen Ehrfurcht und Wunder fühlen lassen? Und wenn der Schöpfer in uns ist, wem danken wir dann und zu wem beten wir?

Meine Antwort: Wir beten für uns selbst, um uns zu verändern und zu fühlen, dass wir Geber sind. Zu beten (in Hebräisch: Lehitpalal) bedeutet „sich zu richten“. Wir tun das nicht für den Schöpfer, sondern für uns. Das ist unser Flehen um die Eigenschaft des Gebens und Liebens, welche wir den Schöpfer nennen. Es ist verboten (weil es falsch ist), uns Ihn vorzustellen – diese Eigenschaft – in irgendeiner anderer Form als in dieser Eigenschaft, ohne ein Bild oder Material. Wir werden von der Höheren Kraft erfüllt, welche keine Form, Volumen oder Material hat. Jedoch fühlen wir das nicht. Wir werden es in dem Umfang fühlen, in dem wir seine Eigenschaften erwerben. Unser Ziel ist es, zu beginnen, für unsere Verlangen „zu geben“, anstelle „zu empfangen“. Wenn wir diese Eigenschaft anstreben, ziehen wir den Einfluss der Höheren Kraft auf uns. Diese Kraft befindet sich in einem bewegungslosen Zustand und nur unser Verlangen, ihr gleich zu werden, bringt uns unter ihren stärkeren Einfluss.

Frage: Wir sind der Wille zu empfangen und um unser Verlangen zu ändern, um ein Verlangen zu erhalten, „nicht für unser eigens Wohl“ zu handeln, müssen wir den Schöpfer um Hilfe bitten. Aber wie kann ich sagen, dass der Schöpfer mein Bitten hört, wenn ich Ihn bitte, mich zu ändern? Welche Art von Veränderung sollte ich fühlen?

Meine Antwort: Die Wandlung im Verständnis, dass die Natur böse ist, bis man endlich das Verlangen erreicht, aus seiner Natur auszubrechen – diese „Wahrnehmung des Bösen“ – passiert unter dem Einfluss des Lichtes des Schöpfers. Und dann stellt sich die „Handlung der Güte“ ein – die Ausrichtung eines jeden, während jeder Handlung, ändert sich in „Liebe und Schenken“. Das Höhere Licht der Korrektur beeinflusst Sie in dem Grad in dem Sie das Verlangen haben, sich selbst zu korrigieren. Aber Sie können dieses Verlangen nicht alleine entwickeln; Sie können es nur von außen erhalten, von Menschen wie Sie, die nach dem selben Ziel streben. Durch das „Erkaufen“, das Erwerben, ihrer Verlangen, werden Sie in der Lage sein, solch kräftiges Höheres Licht auf sich zu ziehen, dass es Sie verändern wird und Sie zu einem Geber macht und dann werden Sie sofort diese Eigenschaften fühlen, Sie werden den Schöpfer enthüllen!

Verwandtes Material:
Blog-post: Sie müssen wissen, wie man richtig bittet
Blog-post: Alles wird von innen heraus erreicht!
 
„Verbindung“  >  Kabbala Akademie

 

Nur das Höhere Licht kann unser Schicksal ändern


Eine Frage, die ich erhielt: Kann das Ändern unseres Namens helfen, unser Schicksal zu ändern? Ich habe gehört, dass bestimmte Buchstaben helfen können, das Leben der Menschen zu verbessern.

Meine Antwort: Außer dem Höheren Licht gibt es nichts, das unser Schicksal ändern kann. Selbst wenn es scheint, als veränderten wir es, finden wir später heraus, dass es nur schlimmer geworden ist. Denn dadurch verhindern wir, vom Höheren Licht korrigiert zu werden und beginnen somit, in der Korrektur hinterher zu hinken. Dies ruft negative korrigierende Kräfte hervor – größere Schicksalsschläge.

Das Problem mit Amuletten, Bannsprüchen und Mystizismus ist, dass sie uns abhalten und wir anfangen, uns zu spät zu korrigieren. Das verursacht eine Anhäufung des Bösen, das als Leiden ausgedrückt wird. Das Leiden kommt also nicht von Oben, sondern es sind unsere eigenen unkorrigierten Eigenschaften, die sich gegen uns wenden.

Verwandtes Material:
Blog-post: Katastrophen und Krankheiten werden beendet, wenn…
Blog-post: Was ist das Höhere Licht?
Blog-post: Die Physik des Höheren Lichtes
Kabbala Heute Artikel: Licht – Die kabbalistische Bedeutung

Freuen Sie sich über die Abstiege!


Fragen, die ich erhielt über die Abstiege auf dem spirituellen Weg

Frage: „Es gibt keinen rechtschaffenen Menschen, der nicht sündigte.“ Was geschieht zwischen den Stufen, wenn sich ein Mensch in einem Abstieg befindet und alles, was er erreicht hatte – das Licht und den Schöpfer – in die Klipot fallen? Wie kann ein Mensch mit diesem schweren Gefühl leben?

Meine Antwort: Wie Baal HaSulam im Buch Pri Chacham (Briefe) schreibt, muss ein Mensch über einen Abstieg froh sein, da dies die Enthüllung seiner unkorrigierten Eigenschaften ist. Und wenn das Böse in einem Menschen enthüllt wird, bedeutet das, dass er bereits die Stärke, das Verständnis und die Fähigkeit hat, solche Eigenschaften zu korrigieren und über diese zur nächsten Stufe aufsteigen kann. Deshalb gibt es keinen Grund, sich schlecht zu fühlen, selbst während dem größten Abstieg nicht! Die größte Strafe ist es für einen Menschen, vom Schöpfer in seinen Gedanken und Wahrnehmungen getrennt zu sein.

Frage: Wie kann ich auf dem spirituellen Weg den Zustand überwinden, in dem ich einen Mangel an Energie verspüre? Ein Mensch weiß, was seine Aufgabe in der Welt ist und er versucht, alles was geschieht mit dem Schöpfer zu verbinden, doch hat er immer noch keine Energie, irgend etwas zu tun, er kommt mit der körperlichen Welt nicht zurecht, er kann einfach überhaupt nichts tun und würde am liebsten versuchen zu verschwinden und überhaupt nichts zu fühlen…

Meine Antwort: Es gibt viele Zustände wie diesen und sie sind sehr unterschiedlich. Es liegt in unserer Macht, die Geschwindigkeit zu erhöhen, mit welcher wir durch diese Zustände hindurch gehen, doch ist es unmöglich, diese auszulöschen und Sie sollten niemals denken, dass diese unnötig wären. Diese Zustände befinden sich alle in Ihnen und müssen sich manifestieren und Sie müssen deren Offenbarung rechtfertigen und darüber aufsteigen. Wie? Sie sollten realisieren, das alles was Sie wahrnehmen vom Schöpfer kommt, da „es nichts außer Ihm gibt“. Alles geschieht zu Ihrem Wohle, da „Der Schöpfer gut ist und Gutes tut.“ Der beste Weg, dies praktisch, korrekt und schnell in sich aufzunehmen, ist, einer Gruppe beizutreten und zu verbreiten.

Frage: Ich habe verschiedene Probleme und ich weiß nicht, ob diese eine psychologische Ursache haben oder eine Konsequenz des Kabbalastudiums sind. Was würden Sie mir raten?

Meine Antwort: Wenn Menschen psychologische Probleme (Geisteskrankheiten) haben, dann dürfen diese normaler Weise nicht Kabbala studieren oder nur unter der Aufsicht eines Arztes und einer speziellen Einstellung von uns studieren. Wenn Sie jedoch mental gesund sind, dann ist die einzige Sache, die Ihnen helfen kann, die Verstärkung Ihrer Studien. Dies liegt daran, dass jedem Aufstieg ein Abstieg voraus geht und sie den Abstieg nicht auslassen sollten, sondern durch eben diesen aufsteigen sollten, mit einer Anstrengung, indem Sie die Größe des Ziels erheben und durch die Gewissheit, dass das Licht des Studiums sie erheben wird.

 

Die Tora – Das Buch BaMidbar, Abschnitt Behaalotcha

Die Tora. Das Buch BaMidbar. Abschnitt Behaalotcha (gekürzt)
Und Gott sagte zu Moses: „Sag Aaron: Wenn du die Lampen entzündest, dann so, dass das Licht der sieben Lampen vom Leuchter aus nach vorn fällt. Und die Struktur der Menorah ist folgende: sie wurde aus einem einzigen Goldbarren geschmiedet. Entsprechend dem Bildnis, das Gott Moses zeigte.“

Und Gott sagte zu Moses: „Sondere die Leviten aus dem Umfeld der Kinder Israels ab und reinige sie! Spreng über sie das reinigende Wasser! Sie selbst sollen sich an ihrem ganzen Körper rasieren, ihre Kleider waschen und sich reinigen. Dann sollst du die Leviten vor das Offenbarungszelt führen und die ganze Gemeinde der Israeliten versammeln. Lass die Leviten vor den Herrn treten und die Kinder Israels sollen den Leviten die Hände auflegen. Und Aaron soll an den Leviten im Namen der Kinder Israels vor den Augen des Herrn die Weihe vornehmen, um dem Herrn zu dienen. Auf diese Weise sollst du die Leviten aus dem Umfeld der Kinder Israels aussondern; dann gehören die Leviten mir.“ [Rest des Beitrags lesen →]

Alles wird von innen heraus erreicht!


Drei Fragen über Scham und Überwindung, die ich erhielt:

Frage: In einem Ihrer Unterrichte sagten Sie: „Sie müssen etwas tun, wofür Sie sich schämen werden. Ansonsten werden Sie keinen Eindruck (Havchanot) davon haben.“ Was ist diese Scham, über die Sie sprechen?

Meine Antwort: Dies ist etwas, dass Sie in einem fortgeschritteneren Zustand verstehen werden. Es ist praktisch unmöglich zu erklären, da es im Innern erreicht werden muss. Jedoch sollten Sie nicht vorsätzlich etwas Beschämendes tun. Der Schöpfer wird „etwas für Sie arrangieren“, indem Er Ihnen Ihre gesamte wertlose Natur enthüllt. Dank dieser schrecklichen Enthüllung Ihrer Natur in Ihrem Inneren, werden Sie sich wünschen, sich selbst mit Ihrer ganzen Kraft davon zu befreien. Und dieser Wunsch, dieses Verlangen – Ihre Forderung nach Korrektur – wird vom Schöpfer bemerkt. Alle Phasen der Korrektur werden allmählich enthüllt, eine nach der anderen, in dem Maße Ihrer Anstrengungen. Alles, was Sie tun können ist, diese Entwicklung durch Fleiß und Geduld zu beschleunigen.

Frage: Ist Scham die Empfindung der Enthüllung des Bösen in mir? Und ist in diesem Fall das Gebet um Hilfe während des Unterrichts, ein Gebet, um sich mit der Absicht, Anheftung (an den Schöpfer) zu erlangen, über sich selbst zu erheben?

Meine Antwort: Das ist richtig. Scham ist eine Empfindung, die von Oben gegeben wurde und sobald Sie sie bekommen, erscheint ein Verlangen – nicht einfach ein Verlangen, sie zu meiden oder ihr auszuweichen, da solch ein Verlangen egoistisch ist, sondern ein Verlangen, sich darüber zu erheben. Dank diesem, erlangen Sie eine Verbindung mit und Anheftung an den Schöpfer. Darüber hinaus empfinden Sie gegenüber dem Schöpfer Dankbarkeit für alles, einschließlich für die Empfindung der Scham, die Er in Ihnen wachgerufen hat und Sie rechtfertigen Ihn dafür, dass Er dies Ihnen angetan hat.

Frage: Abraham erduldete eine physische Prüfung. Er hat sie bewältigt und das ließ ihn verstehen, dass er den Schöpfer fürchtet. Bekommen wir heute ebenso alle unsere Prüfungen nur in physischer Hinsicht? Das heißt, werde ich, um die Ebene der Furcht zu erlangen ebenfalls durch so große Prüfungen gehen müssen, die mir zeigen werden, dass ich den Schöpfer fürchte?

Meine Antwort: Genau wie Abraham werden Sie ebenfalls durch diese Prüfungen gehen müssen, jedoch werden sie nie physisch sein – nur spirituell.

 

Kain und Abel sind in jedem von uns!


Drei Fragen, die ich zu Tora und innerer Arbeit erhielt:

Frage: Können Sie die Bedeutung der Geschichte über Kain und Abel erklären? Ich nehme an, dass sie vom Kampf zwischen dem „Willen zu geben“ und dem „Willen zu empfangen“ spricht. Können Sie das bitte genauer erklären, besonders was die Reaktion des Schöpfers bedeutet?

Meine Antwort: Kain und Abel sind zwei Kräfte innerhalb eines Menschen. Die eine Kraft ist der Egoismus und die andere ist die Eigenschaft des Schöpfers – das Geben – die in einen Menschen herabsteigt und die er aus ihrer ursprünglichen Manifestation, dem sogenannten „Punkt im Herzen“, entwickelt. Die ganze Geschichte in der Tora handelt von Menschen, die erobern, töten und miteinander konkurrieren – alles in unseren Leben, bis zu dem Punkt, an dem wir die Kontrolle selbst übernehmen und anfangen, eigenständig auf das Ziel zuzuschreiten – indem wir die egoistische Kraft in Schranken halten, sie konstruktiv gebrauchen und sie mit der in uns liegenden Kraft des Schöpfers beherrschen.

Frage: Ich habe versucht, dieses Kapitel in die kabbalistische Sprache zu übersetzen und bin bei dem folgenden Vers steckengeblieben: „Meine Seele wird Dich verachten.“ Wie übersetze ich der Welt „meine Seele“ in diesem Kontext?“

Meine Antwort: Die Seele eines Menschen verfällt in Egoismus, der das Gegenteil der Eigenschaft von Bina der Welt Atzilut ist – die Eigenschaft des absoluten Geben – und folglich wird die Seele von Bina, dem Schöpfer, abgestoßen.

Frage: Kann ein Verlangen nach Korrektur, nachdem man das Böse enthüllt hat, als ein Akt des Geben bezeichnet werden?

Meine Antwort: Noch nicht, aber es führt dahin.

Kabbala Akademie

8 Fragen über das Leben, den Sinn, Evolution, UFOs, die globale Krise, Umweltkatastrophen und die Zukunft der Menschheit

Earth & Universe, ein in Russland gegründetes Portal zur Information über die globale Krise und fundamentale existenzielle Themen, sandten mir einen Fragebogen zu unterschiedlichen drängenden globalen Fragen – Teil einer Bemühung, von in bestimmten Bereichen anerkannten Menschen, Antworten zu erfassen. Hier der Fragebogen mit meinen Antworten:

Frage: Was ist für Sie das Wichtigste im Leben?

meine Antwort: Die Methode zur Korrektur des Egoismus weltweit zu verbreiten. Der menschliche Egoismus ist die Wurzel allen Übels in der Welt und nur seine Korrektur wird den Menschen Glück bringen.

Frage: Was ist Ihrer Meinung nach der Sinn des Lebens?

meine Antwort: Der Sinn des Lebens eines jeden Menschen ist, sich selbst zu korrigieren – um Liebe gegenüber allem was ihn umgibt, zu erlangen.

Frage: Glauben Sie an die Evolution? Warum bzw. warum nicht?

meine Antwort: Ich glaube, dass menschliche Wesen sich aus Affen weiterentwickelten, wie es in uralten kabbalistischen Quellen erklärt wird, die lange vor Darwin geschrieben wurden. Allerdings wurde diese Evolution nicht durch spontane, natürliche Entwicklung der Affen ausgelöst, sondern vielmehr dadurch, dass diese Tierspezies ursprünglich Informationsdaten über die Spezies enthalten hatte, die sich zukünftig daraus entwickeln würde.

Frage: Glauben Sie an UFOs?

meine Antwort: Es ist möglich, dass es Leben außerhalb der Erde gibt, aber ich glaube so lange nicht daran, bis es als Tatsache entdeckt und bewiesen ist. Als Wissenschaftler verlasse ich mich nur auf Tatsachen.

Frage: Was oder wer ist Ihrer Meinung nach der Grund für die Existenz von Pädophilen, obdachlosen Kindern, Hunger, Hass, Krieg, Terrorismus, Korruption, Armut, nationaler und religiöser Extremismus und anderer Formen von Ungerechtigkeit? Und warum war niemand in der Lage, diese Übel zu vereiteln?

meine Antwort: Das ganze Übel, das in der Welt existiert, wird durch die menschliche Natur verursacht. Im Laufe der Geschichte hat der Egoismus des Menschen ständig zugenommen und sich entwickelt, den Menschen gedrängt, Gesellschaftsformen zu bilden und das umgebende Umfeld zu meistern und zu beherrschen. Wir haben nicht die Kraft oder die Mittel, unseren Egoismus selbst zu zähmen.

Frage: Was kann den Planeten vor einer Umweltkatastrophe bewahren?

meine Antwort: Unser Planet kann nur vor einer Umweltkatastrophe bewahrt werden, indem wir unsere Einstellung zu unserem Umfeld, zu den Menschen und zur Natur verändern – vom Hass und dem Verlangen, alles zu unserem eigenen begrenzten Vorteil zu nutzen, hin zu allgemeingültiger Schenkung und Liebe. Über zwei Millionen Menschen aus 57 Ländern studieren derzeit am Bnei Baruch Kabbala Akademie. Unsere täglichen Lektionen und Sendungen werden simultan in neun Sprachen übersetzt. Wir müssen so bald wie möglich ein Komitee zur Rettung des Planeten bilden und Zutritt zu den Massenmedien erhalten, um alle Menschen dieses Planeten mit der Möglichkeit zu versorgen, sich über die korrekte Methode, wie man nebeneinander bestehen kann, aufzuklären und sich entsprechend bilden zu können.

Frage: Wie sehen Sie die Zukunft der Welt und der Menschheit und was wünschen Sie sich diesbezüglich?

meine Antwort: Zukünftig werden alle Menschen eindeutig entdecken, dass sie vollkommen verbundene Elemente eines einzigen Systems sind, abhängig voneinander wie Zahnräder innerhalb einer Maschine. Folglich werden alle ihre Handlungen und Gedanken durch die gegenseitige Abhängigkeit bestimmt sein, die sie enthüllen werden. Dies wird jeden dazu zwingen, gemeinsam zu einer Meinung, Pläne und Handlungen, die Welt zu transformieren, zu gelangen.

Frage: Was ist Ihr liebstes Zitat?

meine Antwort: Leben ist nur unter der Bedingung der vollkommenen Harmonie zwischen all seinen Teilen möglich, genau wie in einem einfachen, ganzen Organismus. Dies wird definiert durch den Bibelvers: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Dieser Vers spricht nicht über ein hohes moralisches Niveau, sondern über das Gesetz des Bestehens des Lebens.

ms

Verwandtes Material:
Blog Post: 7 Wege zur korrekten Annäherung an die Globalisierung
Kabbalablog Post: Eine kabbalistische Interpretation der Wirtschaftskrise
Kabbalah Today Article: The Freedom to know – An interview with Michael Laitman
Vorträge von Rav Michael Laitman in Düsseldorf und Arosa
Article: Hope for Peace

Enthülle Perfektion in dir selbst

Eine Frage, die ich erhielt: Ich studiere Kabbala über Internet, TV und Bücher. Meine komplette Weltanschauung hat sich verändert – nun sehe ich alles anders und verstehe die Schöpfung viel besser. Ich spüre, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Dennoch finde ich es schwierig, die Qualität der Wut zu meistern. Ich realisiere, wie nachteilig sie ist und dass sie mich leiden lässt. Wie kann ich meine Wut bewältigen?

Meine Antwort: Ein Mensch sollte an sich selbst nichts ändern und versucht er es doch, wird er nur noch mehr Schaden anrichten. Alles in ihnen ist von Oben gegeben, durch das Licht und ihrem Höheren Zustand. Sie unterscheiden sich von diesem Höheren Zustand in einfacher Weise: durch „ihre Einstellung gegenüber dem, was außerhalb ist“ (zur Natur, der Gesellschaft oder dem Schöpfer). Anstelle von Geben und Liebe, fiel unsere Einstellung auf Empfang und Hass.

Das einzige, was wir in diesem Leben zuwege bringen sollen und der Grund, warum uns das Leben gegeben wurde, ist, zu dieser ursprünglichen Einstellung, gegenüber allem was außerhalb von uns ist, zurückzukehren. Indem ich zu diesem Zustand (des Gebens und der Liebe zu meinem Umfeld) zurückkehre, fange ich an zu spüren, dass ich mit ihnen ein Ganzes bilde und die Qualität (Geben und Liebe), die uns zusammenschweißt, heißt „der Schöpfer“. Er hat uns zunächst erschaffen und absichtlich in die gegensätzliche Qualität „sinken“ lassen, damit wir die ganze Perfektion des Zustandes, in dem er uns erschaffen hat, bewerten und diesen selbst anstreben könnten. Und in dem Maß, in dem sie in seine Richtung streben, werden sie ihn in ihrem Inneren enthüllen.

ms

Verwandte Beiträge:
* Wut in Fortschritt umwandeln
* Wie man seine Wut richtig einsetzt

Scham bringt uns dem Schöpfer näher

Eine Frage, die ich erhalten habe: In welchem Zusammenhang steht das Leiden, die Verlegenheit und das Schamgefühl, das jemand gegenüber der Gesellschaft empfindet, mit seinem Hass auf die Gesellschaft?

Meine Antwort: Wir lernen, dass Scham die Basis der Korrektur ist. Das Gefühl der Scham durch Malchut in der Welt der Unendlichkeit führte zu Tzimtzum Aleph – der Zurückweisung, für sich selbst zu empfangen. Danach drängte dasselbe Schamgefühl Malchut dazu, einen Weg des Gebens zu finden -zu empfangen, um des Schöpfers willen.

Als sich dieses Schamgefühl weiter entwickelte, zeigte es nach und nach dem Geschöpf, der Seele von Adam, wie es dem Schöpfer ähnlich werden kann. Dieselbe Scham veranlasste Adam zu sündigen: Adam wollte ein für allemal die Scham überwinden und als Ergebnis offenbarte er nicht nur seine ganze egoistische Natur (für sein eigenes Wohl zu empfangen), sondern auch die Möglichkeit, diese Scham zu korrigieren (empfangen um des Schöpfers willen). Das muss jedoch schrittweise geschehen, im Laufe von Tausenden von Jahren, in vielen individuellen Seelen (während ihrer Lebenszyklen), indem sie die gegenseitige Ablehnung überwinden.

Wenn jemand beginnt Kabbala zu studieren, enthüllt er nach einer gewissen Zeit seinen Egoismus, der größer und größer wird. Wenn er weiter studiert, lernt er ständig, dass dieser Egoismus böse ist, aber er fühlt dies auf keine Weise. Er lernt, was Spiritualität bedeutet: Geben, Liebe zu seinem Freund – und dass er den Schöpfer nur durch diese Eigenschaft fühlen kann. Oder um es genauer zu sagen, dass der Schöpfer diese Eigenschaft ist.

Mit der Zeit beginnt er, den Egoismus als böse zu empfinden, weil er nach und nach entdeckt, wie der Egoismus mit der Spiritualität zusammenhängt, wie gegensätzlich die beiden sind und dass es unmöglich ist, samt Egoismus Spiritualität zu erreichen.

Nachdem noch mehr Zeit vergangen ist, wird er von Oben auf solch eine Weise „ausgerüstet“, dass er sich fühlt, als ob er vor „Scham brennen würde“ und dass er sich nur an den Schöpfer anheften kann, wenn er seine ursprünglichen Eigenschaften ablegt. Dann beginnt seine Korrektur. Er ist bereit, ein Gefühl brennender Scham zu empfinden, um die Eigenschaft von Liebe und Geben anzunehmen!

Eine Frage, die ich erhalten habe: Auf der einen Seite wächst der Egoismus während der Vorbereitungsphase, bevor man aus Ägypten auszieht (den Machsom überschreitet). Aber auf der anderen Seite, muss man vollkommen rein sein, um den Machsom zu überschreiten! Man muss von grundlosem Hass zur Liebe kommen. Wie kann dies gleichzeitig geschehen? Führt der Prozess der Korrektur während der Vorbereitungsphase zu der Erkenntnis, dass man unfähig ist, zu lieben? Aber in diesem Fall wäre man in einer verzweifelten Lage. Wie sollte man aus dieser herauskommen? Wie kann jemand durch den Prozess der Reinigung gehen, der Trennung vom Egoismus?

Meine Antwort: Wenn die „ganze Welt“ die schlimmsten Taten einer Person offenbart, wird sein ganzer Egoismus zur Schau gestellt. Das beinhaltet auch den kollektiven Egoismus der Welt. Eine Person fühlt dann die ursprüngliche Sünde von Adam und enthüllt, wie sie davon loskommen kann – indem sie sich an den Schöpfer heftet.

Über Gut und Böse


Eine Frage, die ich erhielt: Wie erklären Sie die Tatsache, dass es während des Holocaust unter den Nationen der Welt Menschen gab, die ihr Leben gefährdeten, um Juden zu retten, manchmal sogar ihr eigenes Leben opferten? Wenn wir dies nicht vom Niveau unserer Welt aus betrachten, dann führen alle Menschen Instruktionen von Oben aus, einschließlich jedem, der sich am Holocaust beteiligte. Und wenn wir es vom Niveau unserer Welt aus betrachten, dann zeigt es, dass ihre Seele aus dem rechten Teil von Adam – Chesed (Barmherzigkeit) kam.

Meine Antwort: Dies hebt meine irdische Einstellung gegenüber solch einer Person nicht auf – meine freundliche Haltung und Dankbarkeit. Allerdings realisiere ich gleichzeitig, dass ich mich auf dem irdischen Level so mit ihm identifiziere und so handle, wohingegen er gnädig handelte, da er so von Oben initiiert war. „Gütigkeit erfolgt von Oben durch solche, die es verdienen und das Böse erfolgt durch solche, die es verdienen“ – ich respektiere jene, durch die der Schöpfer sichtbar Gutes für die Welt tut (statt verborgenes Gutes).

Eine Frage, die ich erhielt: In den Filmen gewinnt immer das Gute und alle Kämpfe werden mit dem Bösen ausgefochten – aber ist dies nicht nur der Wunsch zu empfangen?

Meine Antwort: Ja! Alles in unserer Welt ist egoistisch (der Wunsch zu empfangen), einschließlich der allerbesten Sachen!

MS