Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Beziehung'

Wie wir Konflikte in unseren Beziehungen bewältigen können- eine Lösung die tatsächlich funktioniert (und keiner will)

Jede Beziehung geht durch Krisen. Sie mögen unangenehm sein, sind aber unvermeidlich. Die Bewältigung von Konflikten stellt eine Notwendigkeit dar, ohne die keine Beziehung Bestand haben kann. Jeder Konflikt, den wir meistern, stärkt die Beziehung. Das Problem besteht darin, dass wir Konflikten lieber ausweichen, weil sie uns entweder unangenehm sind, oder auch Angst machen. Wenn wir lernen, Konflikte als unausweichlich zu akzeptieren, können wir unsere Verbindung mittels der Überwindung derselben auf eine höhere Stufe erheben. Konflikte werden uns dann nicht mehr ängstigen, im Gegenteil, wir werden sie als Gelegenheit begreifen unsere Beziehung zu vertiefen.

Der Ursprung von Konflikten liegt in einander entgegengesetzten Interessen der jeweiligen Partner begründet. Ich will etwas und mein Partner etwas anderes, möglicherweise sogar das genaue Gegenteil von dem was ich will. Dies gilt für jede Art von Beziehung- egal, ob es sich um einen Partner, ein Haustier oder aber nur um irgendein Gerät oder eine Maschine handelt (denk an die Flüche mit denen du dein Auto überschüttest, wenn es an einem kalten Morgen nicht anspringt).

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Gibt es das Böse?

Gemäß der Weisheit der Kabbala ist das Böse die Enthüllung der egoistischen Einstellung eines Menschen, die er anderen gegenüber hat.

Wir bestehen aus dem Verlangen zu genießen, und dieses Verlangen entwickelt sich auf verschiedenen Stufen: vom individuellen Verlangen nach Nahrung, Sex und Familie über das gesellschaftliche Verlangen nach Geld, Ehre, Macht und Wissen bis hin zum Verlangen den Sinn unseres Lebens zu erkennen. Dieser Wunsch nach Genuss war schon immer die treibende Kraft, die uns zu jeder Handlung oder Überlegung in Richtung der verschiedenen Vergnügen antreibt. In unserer heutigen Zeit hat dieses Verlangen jedoch einen Grad erreicht, der es zum Bösen werden lässt: Es beginnt sich in ein Verlangen zu verwandeln, das auf Kosten der anderen und der Natur genießen will.

Während also der Wunsch zu genießen unserer Natur entspricht und wir ständig den Impuls verspüren, uns dem Genuss zuzuwenden und uns vom Leid zu entfernen, kommt das Böse ins Spiel, wenn unser Wunsch beginnt, auf Kosten anderer zu genießen, d.h. wenn wir uns über andere stellen und sie erniedrigen.

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Welche Möglichkeiten gibt es, um Familienkonflikte zu schlichten? (Quora)

Zunächst einmal sollte man Familienkonflikte als normal, gut und selbstverständlich akzeptieren.

Wenn wir keine Konflikte haben, dann stimmt etwas mit unseren Beziehungen nicht.

Konflikte sind ein wesentlicher Bestandteil einer Beziehung. Wenn wir sagen, dass „Liebe alle Verbrechen bedeckt“, bedeutet dies, dass es keine Liebe ohne das Auftauchen von Konflikten geben kann, so wie es auch keinen Frieden ohne Streit geben kann.

Habt keine Angst vor Konflikten. Da wir von Natur aus Egoisten sind, können wir durch Konflikte, Streit und Missverständnisse lernen, wie wir ein Gleichgewicht zwischen uns schaffen können.

Bei Konflikten können wir die Natur jeder Konfliktpartei studieren und herausfinden, wie wir diese beiden Formen der Natur miteinander verbinden.

Wir erlernen, wie wir Konflikte bedecken können, so dass es eine Verbindung über ihnen gibt. Wir erreichen einen Zustand, der in der Weisheit der Kabbala als „Mann und Frau, die Göttlichkeit zwischen ihnen“ bezeichnet wird. Der gleiche Ansatz funktioniert für eine ganze Familie und generell für alle Menschen, die ein korrektes Beziehungsnetz aufbauen wollen.

Basierend auf dem Video „Wie man mit Streit in der Familie umgeht“. Geschrieben/bearbeitet von Schülern des Kabbalisten Dr. Michael Laitman.

Das Bild der Welt ist das Resultat der Einstellung zu ihr

Frage: Baal HaSulam schreibt in seinen Artikeln, dass der Egoismus nicht für alle gleich ist. So gibt es einen groben Egoismus, wenn jemand ihn ohne Scheu anwendet, und es gibt einen versteckten, entwickelteren Egoismus, wenn jemand erkennt, dass dieser schlecht ist und ihn eher heimlich einsetzt. Worin besteht der hauptsächliche Unterschied? 

Antwort: Wenn ein Mensch seinen Egoismus wahrnimmt, dann ist das gut, man kann mit ihm reden, darüber diskutieren; er kann zu einer Art Entscheidung kommen: ist es richtig oder nicht, sollte er in dieser Eigenschaft sein oder nicht? 

Er kann feststellen, dass diese Eigenschaft schädlich ist und sich bemühen, sie auf irgendeine Weise loszuwerden. Er erkennt, wie diese Eigenschaft ihm schadet und wie er sich über andere stellt. Und das betrifft sein ganzes Leben. 

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Die Eigenschaft der Liebe zurückgewinnen

Frage: Ist die Ablehnung notwendig, die jetzt in den Familien zutage tritt, um uns klar zu machen, dass Ehe und Beziehungen nur auf spiritueller Basis möglich sind?

Antwort: Ja, genauso ist es! Sie ist in dem Zustand, wie vor dem Zerbruch, vor der Aufteilung in männlich und weiblich.

Am Anfang der Schöpfung gab es einen Aufbau der gemeinsamen Seele, bestehend aus einem männlichen und einem weiblichen Teil. Sie befanden sich in absoluter Einheit miteinander, im gegenseitigen Entgegenkommen, der gegenseitigen Verschmelzung, der gegenseitigen Liebe, der gegenseitigen Hingabe.

Dann verschwand diese Eigenschaft der Gegenseitigkeit und es entstanden völlig gleichwertige Konstrukte, die sich in ihrem Verlangen, ihrer gegenseitigen tierischen Anziehung und anderen Gegensätzen gegenüberstanden. Jetzt sind wir aufeinander abgestimmt, nur um uns selbst auf Kosten der anderen zu befriedigen.

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Die Angst kommt aus einem bestimmten Grund zu uns

Anmerkung: Tanja Mararu fragt: „Wie überwindet man die Angst, dass es morgen kein Geld und nichts zu essen gibt? Gleichzeitig sind alle gesund und munter. Ich bin im Mutterschutz und nur mein Mann verdient Geld. Ich habe Angst“.

Antwort: Es ist ein natürliches Gefühl und ich verstehe es. Wie kann man die Angst überwinden? – Seien Sie stärker mit den Menschen verbunden, die an die Zukunft denken. Versuchen Sie sich in aller Ruhe und Gelassenheit miteinander zu verbinden und eine Verknüpfung zu einer höheren Macht zu finden, welche Gegenwart und Zukunft bestimmt.

Frage: Warum kommt die Angst, wenn alles in Ordnung ist?

Antwort: Das ist alles Absicht, es ist sehr gut. Ohne Angst wäre der Mensch ein wildes Tier.

Angst begrenzt unseren Egoismus. Angst ist ein sehr gutes Gefühl, das uns schützt, sonst wären wir ja verrückt. Wir müssen lernen, sie richtig zu nutzen. Dann werden wir sie nicht fürchten, sondern segnen.

Frage: Was ist der Sinn der Angst?

Antwort: Der Sinn der Angst ist es, uns auf den wahren Weg der Entwicklung zu führen: die höhere Kraft des Gebens, der Liebe, der Verbindung in unserer Beziehung zueinander zu finden. Dann werden wir uns vor nichts mehr fürchten.

Frage: Und es bezieht sich auf den einfachen Menschen?

Antwort: Es ist heute für den einfachen Menschen. Wir sehen, dass die ganze Welt in Angst lebt. Nur ein Mensch, der nicht weiß, wo er sich befindet, kann sich brüsten und behaupten, er habe vor nichts Angst. Das alles zeugt nicht von einem großen Verstand. So müssen wir die Angst segnen, da sie uns zum richtigen Ziel führt.

Frage: Also zueinander?

Antwort: Ja. Wir müssen verstehen, dass uns die Angst absichtlich gegeben wird. Sie ist eine sehr gute Eigenschaft.

Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Leitman“, 12.08.2021

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Dating und Beziehungen: Was ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Beziehung?(Quora)

Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Beziehung liegt in der Bereitschaft, Zugeständnisse zu machen. Durch gegenseitige Zugeständnisse haben die Partner die Möglichkeit, ihre Liebe füreinander wachsen zu lassen.

Wer in einer Beziehung Zugeständnisse macht, gewinnt Frieden, Verbindung, Ruhe und Liebe. Es führt zu einer positiven Verbindung, die nicht auf Stolz und Dominanz beruht. Mein Lehrer Rabash pflegte einmal zu sagen, dass „eine Familie nur durch gegenseitige Zugeständnisse bestehen kann“. Wir müssen lieben, freundlich miteinander umgehen, uns gegenseitig Zugeständnisse machen, und dadurch erlangen wir ein Gefühl, das wir „Liebe“ nennen.

Das Zugeständnis hängt allein von einem selbst ab. Es ist nicht nötig, den anderen unter Druck zu setzen. Wenn Sie das Zugeständnis üben, werden Sie sehen, was für eine mächtige Waffe es ist, und durch Ihre Beispiele des Zugeständnisses werden Sie Ihren Partner einfach für sich gewinnen.

Aus einem Gespräch mit dem Kabbalisten Dr. Michael Laitman. Geschrieben/editiert von Schülern von Dr. Michael Laitman.

Erdrücke ihn mit deiner Liebe

„Sieh dir zuerst die Spuren deiner Mokassins an, bevor du über die Fehler anderer urteilst“ (indianische Weisheit).

Das ist richtig. Was bedeutet das für uns? – Man muss zuerst sich selbst korrigieren und dann kann man andere richtig wahrnehmen.

Sich selbst zu korrigieren bedeutet, meine Beziehung zu anderen zu korrigieren. Das heißt, dass sie absolut freundlich, zumindest aber absolut neutral sein sollte. Man darf die andere Person keinesfalls als korrupt, böse usw. ansehen. Und unter dieser Bedingung kann man die Wirklichkeit, die Wahrheit erkennen.

Frage: Und wie gehe ich mit einer Person um, die ich von Natur aus nicht mag? Er ist mein Feind.

Antwort: Man muss handeln, wie es heißt: „Derjenige, der einen Feind zum Freund macht, ist ein Held“.

Frage: Können Sie einen kleinen Rat geben, wie man das macht?

Antwort: Tue alles, was du ihm Gutes tun würdest, wenn du ihn wirklich lieben würdest.

Erdrücke ihn mit deiner Liebe. Das ist eine sehr schwierige Sache. Aber wenn die Erkenntnis kommt, dass die Welt darauf beruht und dass wir so handeln müssen (und das dauert Jahre!) – dann wird alles einfach.

Aus dem TV-Programm „Nachrichten mit Michael Laitman“, 15.07.2021

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Quarantäne aus der Sicht der Natur

Wieder einmal erleben wir eine Pandemie. Der Kabbalist Dr. Michael Laitman hat in den letzten anderthalb Jahren darüber gesprochen und seine Ansicht geäußert, dass dies etwas ist, das nicht bald enden wird, und dass wir dafür teuer durch Leiden bezahlen werden. Während dieses Prozesses wird die Menschheit schließlich lernen, dass es nicht „meine“, sondern „unsere“ Angelegenheit ist.

Dr. Laitman erklärt, dass der Schöpfer möchte, dass wir, indem wir zu Hause sitzen, unsere Einstellung zueinander von schlecht zu gut ändern. Es ist, als würde ein Vater seinen Sohn bestrafen. Er sagt ihm: „Stell dich in die Ecke und denke nach, warum hast du das verdient?“ Das Kind, das in der Ecke steht, denkt nur daran: Wann wird das vorbei sein? So lenkt uns normalerweise unser Ego. Was wir verstehen müssen ist, dass wir jetzt in die Ecke gestellt werden, damit wir darüber nachdenken, wie wir uns richtig zum Leben verhalten sollen. Diese Bestrafung lässt uns erkennen, ein „Heilmittel“ vom Schöpfer erhalten zu haben, da die Schläge uns nur zur Verbindung führen sollen. Je schneller wir das verstehen, desto eher werden wir begreifen, dass die Lösung ganz einfach und schnell zu erreichen ist.

Bildquelle: Bild von Mariya 🌸🌺🌼 auf Pixabay

Wenn Tiere sich wie Menschen verhalten würden

Der Mensch steht an der Spitze der Pyramide auf der Erde. Dennoch driften wir schnell in Richtung völliger Hilflosigkeit angesichts extremer klimatischer Ereignisse, eines unaufhaltsamen Virus, schwindender politischer Geschicklichkeit und eskalierender sozialer Spaltungen. Nicht nur die Zivilisation, sondern die ganze Welt scheint aus den Fugen zu geraten. Wenn wir nach dem Schuldigen suchen, werden wir keinen finden, außer uns selbst. Wir sind die Übeltäter. Wir sind nicht nur die Schlimmsten, wir sind das einzige negative Element auf diesem Planeten. Wären wir nicht, würde alles gedeihen und friedlich sein.

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