Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Sackgasse, Schöpfer und der Sinn des Lebens

In der Natur gibt’s keine Sackgassen. Die Sackgassen, die sie uns in den Weg stellt, sind nur dazu da, damit wir hochspringen, diese Hürde überwinden und uns weiterentwickeln.

Sackgassen gibt’s nur auf unserer Ebene, wie Stufen. Wie klettert ein kleines Kind die Stufen einer Treppe hinauf? Es krabbelt mühsam auf allen Vieren und so weiter. Deswegen werden uns diese Enttäuschungen, Höhen und Tiefen gegeben. Wir wachsen mit deren Hilfe.

Frage: Heißt das, dass das Wachstum eines Menschen darin besteht, diese Sackgassen zu überwinden, aber sie dabei wahrzunehmen? Ist das richtig?

Antwort: Wahrnehmen? Er kann nicht einmal aufstehen, er krabbelt auf allen Vieren!

Frage: Heißt das, dass ich zu einem Gefühl einer Sackgasse vor mir kommen muss?

Antwort: Ja. Du musst verstehen, dass es Hindernisse vor dir gibt – das sind nämlich die Stufen einer Leiter des Aufstieges.

Frage: Wohin gehe ich denn? Hier ist die Leiter. Wohin gehe ich von Sackgasse zu Sackgasse?

Antwort: Du gehst, um den Sinn des Lebens zu verstehen, um den Sinn des Lebens zu begreifen.

Frage: Worin besteht er? Ich steige doch zu etwas hinauf. Wohin steige ich von Sackgasse zu Sackgasse hinauf?

Antwort: Ich steige hinauf, damit diese Stufen des Aufstiegs in mir solche Wünsche, Eigenschaften und Qualitäten hervorbringen, in denen ich den Sinn des Lebens offenbaren kann. Und den gibt es! Ich sehe ihn aber nicht, ich fühle ihn nicht, ich kann ihn weder anfassen, noch wahrnehmen.

Und als Ergebnis dieser Aufstiege, wenn ich wie ein kleines Kind auf allen Vieren von Stufe zu Stufe krieche und versuche, mich hochzuziehen, entwickle ich in mir Verstand und Gefühle, um den Sinn dieses Aufstiegs zu begreifen.

Und auf einmal verstehe ich, dass dieser Sinn zwischen den Stufen liegt.

Frage: Gibt es ein Ende dieser Stufen?

Antwort: Es ist irgendwo ganz weit weg, fast nicht greifbar. Wozu auch? Ich fange an zu fühlen, dass dies nämlich das Leben ist.

Das ist nämlich das Leben, wenn du auf jeder Stufe Enttäuschungen hast, die Notwendigkeit, Kraft zu finden, die Notwendigkeit, ein genaues Ziel, einen Vorsatz zu finden. Sonst hast du keine Kraft: wofür, warum, was wirst du als das richtige Ziel, als die richtige Entscheidung betrachten oder nicht. Und so weiter.

Das heißt, im Ergebnis des Aufstiegs von diesen Stufen, wirst du dich als wachsend und schöpferisch wahrnehmen.

Frage: Was treibt mich jedoch an? Ist das der Wunsch, diese Sackgasse zu überwinden oder mich an etwas oder Jemanden anzunähern?

Antwort: Nein, du willst gar nicht mehr so sehr eine bestimmte Endstufe erreichen. Du fängst an, Freude daran zu empfinden, dass du sie durchläufst. Zwischen den Stufen fängst du an, die Weisheit, die Klarheit dieser Stufen zu fühlen.

Frage: Werde ich anfangen, diese Lenkung zu fühlen?

Antwort: Das nennt man „mi maasecha ikarnucha“ – „aus deinen Taten erkenne ich dich“, dass du aus den Stufen selbst, aus der Art und Weise, wie sie für dich geschaffen wurden, und gleichzeitig, wie du geschaffen wurdest, um dich über sie zu erheben, aus all dem beginnst du, den Schöpfer dieser Stufen zu erkennen. Und das ist das Wichtigste.

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Aus der TV-Sendung „Nachrichten mit Michael Laitman“

Was kann man tun, wenn man innerlich ausbrennt?

Bemerkung: Ich habe ganz normal gelebt, ganz normal gearbeitet, war voll bei der Arbeit, und plötzlich wurde alles leer, alles wurde sinnlos. Es gibt Arbeit, es gibt einen Job, es gibt Geld, aber ich sehe keinen Sinn darin.

Antwort: Das ist ganz normal. Das ist menschliches Wachstum. Das ist die schrittweise Entwicklung des Menschen.

Der Egoismus wird nicht erfüllt. Er ist immer noch derselbe Egoismus, unsere Grundlage. Früher wurde er erfüllt, er genoss die Arbeit, die Ehre, den Ruhm, das Wissen, das Geld, die Möglichkeit, all das irgendwie zu verwirklichen, und heute ist das nicht mehr der Fall. Ihm ist die Meinung der anderen egal, ihm ist der Aufstieg auf irgendeiner Leiter nicht mehr wichtig.

Man kann sagen, dass es eine Art Müdigkeit gibt, so wie bei jedem Metall, jedem Material. So ist es auch hier.

Bemerkung: Das nennt man „Burnout”, es gibt sogar einen Begriff dafür.

Antwort: Burnout. Es ist ein guter Ausdruck, ja.

Der Egoismus hat auf eine andere Arbeitsweise umgeschaltet. Es reicht ihm nicht mehr, dass er alles bekommt – das, was früher Zufriedenheit, Erfüllung, Eitelkeit hervorgerufen hat und so weiter. Heute reicht es nicht mehr. Was soll man tun? Ich weiß nicht, wofür ich etwas tun soll, wofür ich leben und arbeiten soll. Ich weiß es nicht! Das interessiert mich überhaupt nicht.

Es gibt einfach keine Befriedigung, keine Erfüllung, keine Sättigung. Wofür lohnt es sich zu arbeiten oder sogar zu leben? Nein. Das war’s. Gib mir eine Tablette und Schluss. Die Menschen werden bald soweit sein!

Bemerkung: Ja, ich habe das Gefühl, dass sie so weit sind, das ist sicher.

Antwort: Warum nicht? Das ist die Befreiung von Leiden. Ich möchte alles vergessen und einfach einschlafen.

Frage: Gib uns jetzt eine Tablette. Ihr habt uns jetzt, sagen wir mal, in diese Sackgasse geführt. Ich habe sogar genau gespürt, dass es so kommen wird, ich war mir fast sicher, dass es so kommen wird. Was soll ein Mensch in einer solchen Situation unternehmen?  Sie behaupten die ganze Zeit, dass es einen universellen Aufschrei geben wird.

Antwort: Ja, aber dieser Schrei ist das Bewusstsein des wahren Verlangens, den Sinn des Lebens zu verstehen. Das heißt, wofür brauche ich das alles? So sehr, dass sogar Kinder, das Wichtigste für einen Menschen, besonders für eine Frau, keine Freude mehr bereiten.

Und alles ist da, absolut alles ist da, aber ich kann nicht einmal mechanisch meine Arbeit machen, etwas für sie tun. Na ja, was soll’s! Das ist echte Verzweiflung über die Unerfülltheit des egoistischen Klis.

Frage: Wann kommt denn nun die Erlösung?

Antwort: Die Erlösung von diesem Zustand kommt, wenn ein riesiger Aufschrei zum Himmel aufsteigt und die Menschheit danach versteht, wozu sie eigentlich existiert. Nicht vorher.

Erst dann, wenn sich ein echtes Bedürfnis nach dem Verständnis des Sinns des Lebens zeigt. Wir werden es erleben!

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Aus der TV-Sendung „Nachrichten mit Michael Laitman”

 

 

Das multidimensionale „Lego“ der Schöpfung

Der Schöpfer erschuf ein einziges Verlangen, das sich ursprünglich in völliger Einheit mit dem es erschaffenden Licht befand – in einer Verschmelzung, die durch die Kraft des Lichts aufrechterhalten wurde.
Dies ist der allererste Zustand – und aus Sicht des Schöpfers bereits ein absolut vollkommener. Doch die Schöpfung empfindet ihn nicht! Schließlich ist dies ein vom Schöpfer geschaffener Zustand, dem das Bewusstsein der Schöpfung fehlt. Im Grunde gibt es hier noch gar kein Geschöpf – es existiert lediglich etwas, das erschaffen wurde und durch die Kraft, die es erschuf, existiert.

Deshalb muss das Geschöpf einen langen Weg zurücklegen, um zum Bewusstsein seiner selbst zu gelangen – und auf diesem Weg gibt es mehrere Etappen. Anfangs existiert es scheinbar gar nicht, als wäre es „aus dem Nichts erschaffen“ (Jesh mi Ajn). Doch am Ende dieses Weges soll das Geschöpf zu „etwas, das aus Etwas hervorgeht“ werden (Jesh mi Jesh) – wie der Schöpfer selbst.

Diesen Unterschied, vom Jesh mi Ajn zum Jesh mi Jesh, überwindet das Geschöpf allmählich, durch seine stufenweise Entwicklung, bis es schließlich eine zweite Natur erlangt – die Natur des Schöpfers.
Doch dafür muss es ständig eigenständig handeln, um sich selbst zu begreifen: Was ist das Geschöpf – Jesh mi Ajn, und was ist der Schöpfer – Jesh mi Jesh, und worin besteht der Unterschied zwischen beiden?

Es muss ständig diese beiden Zustände klären, sich mit ihnen einverstanden oder nicht einverstanden erklären – also zum Ausdruck bringen, was es will, nachdem es die Wahlfreiheit erhalten hat.
So nähert sich das Geschöpf immer mehr der Form des Schöpfers an und übernimmt sie nicht deshalb, weil sie angenehmer oder vorteilhafter ist – also nicht entsprechend seinem natürlichen, egoistischen Streben – sondern weil es tatsächlich die Eigenschaften des Schöpfers erwirbt, die Eigenschaften reines Gebens.

Jegliche Erkenntnis ist nur durch Ähnlichkeit der Eigenschaften möglich. Andernfalls ist es unmöglich, den Schöpfer oder irgendeine Seiner Eigenschaften zu begreifen oder zu verstehen, wenn man nicht selbst über diese Eigenschaft verfügt. Damit das Geschöpf den Schöpfer in seiner ganzen Fülle begreifen und ihm gleich werden kann, teilt der Schöpfer jenen Zustand, in dem Er sich mit der Schöpfung in Einheit befindet, in viele Teile auf – in aufeinanderfolgende Zustände, verschiedene Wünsche und Gedanken.

Man kann sich das vorstellen wie ein „Lego“ oder ein „Puzzle“, aber nicht flach oder dreidimensional, sondern mit einer unendlichen Anzahl von Dimensionen. Und jedes einzelne Teil dieses Legos besitzt unendlich viele Seiten, über die es mit allen anderen verbunden ist – so dass kein einziger Teil etwas Eigenes hat, sondern sein oberer Teil immer zum Höheren gehört und sein unterer Teil zum Niedrigerem darunter.

Sie sind alle so miteinander verbunden, dass keiner etwas Eigenes hat – außer einem einzigen zentralen Punkt: dem Punkt auf dem „Tabur“ (Nabel). Genau dort entscheidet jeder für sich, wie er sich mit seinem Verständnis und seiner Erkenntnis einbringen kann, um an dieser Verbindung, in die er nicht freiwillig geraten ist, teilzuhaben und all seine Kraft und seinen Willen dafür einzusetzen, diese Verbindung aufrechtzuerhalten!

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Aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabash

Ein Spiel des Lebens

Frage: Ein Mensch verliert sich völlig im Spiel, er wird buchstäblich verrückt, weil er so sehr darin aufgeht, dass er sich tagelang nicht davon lösen kann. Besonders die heutige Generation, die praktisch im Internet lebt.

Wie kann man eine ebenso starke Faszination für die spirituelle Entwicklung wecken? Nicht, indem man sich dazu zwingt, sondern indem man es als eine köstliche Süßigkeit präsentiert, die einen nach innen zieht?

Antwort: Tritt in die spirituelle Entwicklung ein, und du wirst sehen, dass sie das faszinierendste Spiel ist. Es ist ein Spiel des Lebens, ein Spiel mit dem Schöpfer! Du kannst erschaffen!

Jedes Spiel ist nur ein schwacher Abklatsch dessen, was dir die Kabbala bietet: die Möglichkeit zu erschaffen, zu verändern, selbst etwas zu gestalten. Deshalb fesseln uns Spiele so sehr – weil sie einen Akt der Schöpfung enthalten, selbst der Zerstörung, das spielt keine Rolle. Aber es ist ein kreativer Prozess, du erschaffst etwas Neues. Du bist gewissermaßen der Herr, du hältst die Kräfte in deinen Händen, triffst Entscheidungen, spürst Spannung, Freude, Ekstase.

All das sind winzige Teile jenes Prozesses, den dir die Kabbala gibt, wenn du die Möglichkeit erhältst, in dir selbst Welten zu verändern. Es ist ein Spiel, das mit keinem Computerspiel vergleichbar ist!

Ich sitze vor dem Text des Buches Sohar, von dem du mich gerade abgelenkt hast, und warte nur auf eines – dass es dir langweilig wird, mit mir zu sprechen, damit ich zu ihm zurückkehren kann. Und so bis zu 20 Stunden am Tag.

Ich lenke mich ein wenig ab, indem ich spazieren gehe, esse, irgendetwas tue – aber nur aus Notwendigkeit, um mich zu erhalten. Die restliche Zeit bin ich vollkommen bereit, darin zu verweilen. Es ist ein so faszinierender Prozess, ein bezaubernder und unvorhersehbarer Weg, den du durch nichts anderes ersetzen kannst!

In meiner Jugend lebte ich in Leningrad und war wie alle Studenten: Mädchen, Kartenspiele, Partys, Lieder, Reisen. Freiwillig arbeitete ich als Tontechniker für die Rockband „Nomaden“. Einmal gewannen wir sogar den ersten Platz in unserer Stadt.

Aber die spirituelle Erkenntnis ist mit nichts zu vergleichen! In einem Computerspiel hast du größere Möglichkeiten als im gewöhnlichen, realen Leben. Dort musst du irgendwohin reisen, kriechen, etwas tun – das ist mühsam und dauert lange, bis du etwas erreichst.

Das ist nichts für unser Ego, das alles sofort, unmittelbar, möglichst schnell, möglichst intensiv und kontrollierbar will. Deshalb hat sich das ins Virtuelle, in die Computerwelt verlagert.

Doch hier – in der spirituellen Welt – ist alles Milliarden Mal intensiver. Und sie ist nicht nur ein Spiel, nicht irreal – nicht so, dass du den Computer ausschaltest und sie verschwindet. Die virtuelle Welt wurde von jemandem geschaffen, der damit Geld verdienen will oder selbst gerne spielt.

Aber in der Spiritualität spielst du nicht. Du baust, du erschaffst! Dafür wurdest du geschaffen! Es ist die natürlichste Erfüllung, das intensivste Erlebnis, das es gibt! Es ist mit nichts zu vergleichen. Unsere Welt mit all ihren Verlockungen?! Das ist einfach nur…

Deshalb ist nach all den Computerspielen die nächste Stufe nur die Kabbala – nur die Einführung des Menschen in die wahre spirituelle Welt. Andernfalls wird er in der unrealen virtuellen Welt versinken und nichts mehr brauchen außer einer Pille, die ihn in seinen Computer eintauchen lässt – und das war’s. Und genau so wird es kommen – durch die Erkenntnis des Bösen, durch das Bewusstsein der Lüge dieser Beschäftigungen.

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Aus dem Gespräch „Mein Telefon klingelte. Ein Spiel zum Preis des Lebens“

Umgang mit „Gentleman-Verhalten“

Bemerkung: Wir haben eine kleine Gruppe, in der alle Freunde sehr wichtig sind. Wir schätzen jeden einzelnen von ihnen sehr. Von außen betrachtet mag es den Eindruck erwecken, dass wir ein zuvorkommendes Verhaltenpflegen, wir ziehen die weiße Weste nicht aus. Es scheint aber so, dass es eine sehr große innere Arbeit ist, diese Weste anzubehalten.

Antwort: Dann bleibt man weiterhin auf der tierischen Stufe. Man versucht, Konflikte untereinander zu vermeiden, gehtalltäglichen, weltlichen und vor allem spirituellen Problemen aus dem Weg.

Das heißt, man bleibt auf der Nullebene, wie kleine Kinder. Man zeigt kein Bewusstsein für den Egoismus und die Offenbarung untereinander. Ich verstehe, dass man denkt, es sei besser so zu leben, als zu streiten und sich zu trennen. Es ist aber notwendig, irgendwie voranzukommen.

Man muss sehr darauf achten, dass man eine freundschaftliche, liebevolle Beziehung pflegtund gleichzeitig durch ein gemeinsames Streben mit dem Schöpfer verbunden ist. Das wird alle möglichen Probleme hervorrufen, die man gemeinsam lösen wird. Dies gilt um so mehr, da man Angst davor hat, auseinander zu geraten. All dies sollte sehr sorgfältig beobachtet werden.

Ich verstehe diese Ängste, aber es gibt keinen anderen Weg. Man sollte versuchen, sich einander anzunähern, noch bevor alle Arten von Störungen entstehen. Dann wird man diese Hindernisse in eine noch größere Annäherung einbauen.

Wie kann man sich näher kommen? Nur über die Hindernisse hinweg, trotz der Hindernisse. Das wird als rechte und linke Linie bezeichnet.

Bemerkung: Ich sehe bei meinen Freunden, wie ein innerer Kampf in ihnen stattfindet. Der eine beißt die Zähne zusammen, er will sagen was er denkt, bemüht sich aber mit aller Kraft, die weiße Weste anzubehalten.

Antwort: Sehr gut. Es gibt keinen Grund, sie auszuziehen. Jeder sollte sich auf der tierischen Stufe darüber im Klaren sein, dass er andere kritisiert, da er selbst so ist. Er sollte danach streben, sich dem Anderen anzunähern, trotz allen möglichen Versuchen, in einem „Gentleman-Verhalten“ zu verbleiben.

Wenn man versucht, sich noch mehr anzunähern, werden spirituelle Probleme entstehen – Zurückweisungen, über die man sich erheben muss.

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Aus der Lektion „Fragen und Antworten“

Jahrtausende jenseits des Verständnisses

Frage: Was gibt uns ein gemeinsames universelles Bewusstsein?

Antwort: Das Gefühl für den Schöpfer.

Wenn man die absolut vollständige gegenseitige Durchdringung, die Kombination aller getrennten, voneinander entfernten Seelen, ihre vielfache Verflechtung ineinander und ihre Verbindung bis zu dem Punkt, dass sie alle verschieden sind begreift, dass alle einander in ihrem multidimensionalen Raum entgegengesetzt und gleichzeitig alle in denselben multidimensionalen Räumen vereint sind, all dies wird zu einem so verflochtenen, multidimensionalen Empfindungsgefäß. Auf diese Weise versteht man die primäre Urkraft, die man Schöpfer nennt.

So können wir Ihn endlich erfahren, zu Ihm gelangen! Er ist da. Er ist nicht verborgen, Er ist in unserem Inneren, wir beginnen ihn wahrzunehmen.

Frage: Wer hat diese Urkraft, den Schöpfer hervorgebracht?

Antwort: Das wissen wir nicht. Wir stellen diese Frage nicht, da wir erst zum Schöpfer gelangen müssen. Wir verstehen nicht einmal, auf welche Weise wir das tun.

Sobald wir anfangen, Ihn zu erfassen, nimmt Er uns, vereint mit Ihm mit, da wir Seinen Zustand erreicht haben, Seinen äußere Manifestation gegenüber uns und wir gehen zusammen mit Ihm. Er nimmt uns von diesem Zustand aus irgendwohin mit, – wir wissen nicht wohin. Zu einer nächsten Erkenntnis, die man als das siebte, achte, neunte, zehnte Jahrtausend bezeichnet.

Unsere maximale Vereinigung wird „6.000 Jahre“ genannt. Dann kommt – das so genannte „siebte Jahrtausend“, der „Shabbat“ , wenn wir vollständig miteinander verbunden sind und wir die Höhere Kraft offenbaren, die diesen Zustand geschaffen hat. Anschließend, nachdem wir bereits im Zustand des „siebten Jahrtausends“ miteinander verbunden sind, gehen wir gemeinsam mit dieser Kraft an einen unbekannten Ort und zum nächsten Zustand über.

Baal HaSulam schrieb bereits über das zehnte Jahrtausend, aber das ist für uns völlig unverständlich. Man kann es sich nicht vorstellen, denn eine solche Vereinigung liegt jenseits unserer Sinne oder der Analyse im Verstand.

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Aus dem Vortrag „Mein Telefon hat geklingelt. Das Gefühl des Schöpfers“.

Der Zustand in dem sich der Schöpfer offenbart

Frage: Wie können wir den Schöpfer mehr lieben lernen und wie können wir auf ihn reagieren?

Antwort: Ich kann nur eines mit absoluter Sicherheit sagen, nämlich dass ein Mensch nicht in der Lage ist, etwas zu tun. Er muss mit mindestens einem weiteren, besser mit einem Zehner zusammen sein. Wenn man so an der Verbindung arbeitet, dann wird man definitiv den Schöpfer darin offenbaren.

Der Schöpfer offenbart sich in der Verbindung, in der Liebe zwischen den Menschen. Die Kabbala sagt dies schon seit Tausenden von Jahren. Erst in unserer Zeit nähern wir uns der Möglichkeit, es den Menschen zu erklären. Schließlich haben die Menschen schon alle möglichen Veränderungen durchgemacht und sehen, dass die Verbindung, wenn sie erreicht wird, tatsächlich in der Liebe liegt. Nur die Verbindung wird die Menschheit vor allem Unglück, Kriegen und Problemen bewahren und sie zur spirituellen Stufe führen.

Deshalb brauchen wir eine Gruppe, wir brauchen Freunde, wir brauchen das Bewusstsein, die Freunde zu unterstützen: Du unterstützt sie, sie unterstützen dich – bis wir den Egoismus aus unserer Gruppenbeziehung so weit getilgt haben, dass wir in dieser Verbindung den Schöpfer offenbaren können. Wir machen Ihn, wir erschaffen Ihn.

Deshalb heißt es: „Ihr erschafft mich“. Durch unsere Verbindung schaffen wir die Bedingungen, unter denen sich der Schöpfer offenbart.

Aus einem Vortrag von M. Laitman, 15.09.2022

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Sich helfen um spirituell geboren zu werden

Frage: Wenn man den Vorhang öffnet und den ganzen Glitzer auf dem die Menschen stehen wegnimmt, was bleibt dann in ihrem Leben übrig? Wenn man all die Dinge entfernt, denen wir unser ganzes Leben lang hinterherjagen? Man muss doch den Menschen ein Ziel geben.

Antwort: Dann müsste man die ganze Welt aufräumen. Man belässt nur die unbelebte, pflanzliche, tierische Natur und die Menschen. Man gibt den Menschen die Möglichkeit in Frieden zu leben, eine Existenz in ihrem Körper aufrechtzuerhalten und alles andere auf die Verbindung zwischen den Menschen zu richten, damit man beginnt, die Höhere Welt wahrzunehmen – die wahre Natur, die wahren Kräfte.

Nachdem man die Wahrnehmung der Höheren Welt erlangt hat, verliert man die Wahrnehmung der niederen Stufen: unbelebt, pflanzlich und tierisch. Diese Welt, dieser Kosmos wird verschwinden, denn all das ist nur in dem noch unreifen Bewusstsein.

Der Mensch wird sich auf die Stufe der Kraft erheben – das Einzige was existiert, nicht das, was ihm in Form von Bildern gezeigt wird: hier ist eine Wand, hier ist ein Tisch und so weiter. Er wird sehen, dass all dies nicht existiert, da es in der Welt der Kräfte nicht existiert.

Es ist alles ein Zusammenspiel von Kräften im Verhältnis zu unseren tierischen Sinnen. Wenn man sich auf die Stufe anderer, mächtiger Sinnesorgane erhebt, verschwindet das alles. Deshalb kommt „olam“ (Welt) von dem Wort „neelam“ (verschwinden).

Warum sollten wir auf dieser Stufe stagnieren, wenn wir bereits auf die nächste Stufe aufsteigen können? Es gibt schließlich keine schlechtere Welt als diese! Warum bleiben?

Wenn man über die Zeit hinaus bleibt, die man braucht um zu reifen und aufzusteigen, wird man eine schreckliche Zeit haben. Die Frucht wird überreif, wie bei einem Baby das über seinen Geburtstermin hinaus im Mutterleib bleibt. Das ist sehr gefährlich für alle.

Wir werden uns festhalten müssen, denn schon jetzt beginnen wir solche Kräfte zu erleben. Der Druck auf uns wird so groß sein, dass er uns hinausdrängt, um uns auf der nächsten  Stufe zu gebären. Wir müssen den Kräften unserseits nachhelfen!

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Aus einem Vortrag „Mein Telefon klingelte“

Was passiert mit der Seele, wenn der Körper stirbt?

Frage: Was geschieht mit dem Menschen und mit seiner Seele, wenn er stirbt?

Antwort: Wenn ein Mensch stirbt, dann stirbt sein Körper und er nimmt sich nicht mehr durch seinen Körper wahr. Das ist alles.

Was bleibt, ist sein Reshimo. Ein Reshimo ist eine Aufzeichnung, eine Informationskette über die weiteren Zustände des Menschen. Diese Informationskette ist vom Beginn der Schöpfung bis zum Ende aufgezeichnet. Ab dem Moment, wenn der Körper des Menschen stirbt, wird diese Kette von Reshimo in anderen Formen verwirklicht, ohne in einem materiellen Körper gekleidet zu sein und ohne eine Existenz eines Körpers wahrgenommen zu werden.

Frage: Gibt es ein Bewusstsein dafür, dass dies mein Reshimo ist?

Antwort: Das gibt es. Aber nicht in so, wie es jetzt ist.

Frage: Besseres oder schlechter?

Antwort: Das hängt von dem Leben ab.

Frage: Es bleibt also ein gewisses Bewusstsein, dass ich existiere?

Antwort: Ja, natürlich. Nichts verschwindet.

Frage: Und was geschieht dann mit der Seele?

Antwort: Die Seele ist der Teil des Verlangens, der korrigiert wurde und sich mit der Menschheit verbunden hat, um ihr Gutes zu tun. Die Seele existiert im gesamten Volumen aller Verlangen weiter. Es ist ein anderes Bewusstsein – ein viel höheres Bewusstsein.

Aus der Fernsehsendung „Spirituelle Zustände“, 12.07.2022

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Was sieht ein Kabbalist?

Frage: Sie sagen, dass ein Mensch nur durch die Kabbala zur Offenbarung der Höheren Welt kommen kann. Was ist mit den anderen Methoden, die behaupten, die Öffnung des menschlichen Bewusstseins erreicht zu haben?

Antwort: Vertraue niemandem. Warum um alles in der Welt sollten Sie mir oder jemand anderem glauben? Einer wird einen längeren Bart haben, ein anderer wird schöner sprechen, der dritte wird etwas anderes manipulieren. Sie müssen alles überprüfen.

Zunächst einmal müssen Sie sicherstellen, dass Sie es richtig prüfen. Das heißt, richten Sie Ihre Sinne, Ihre Gedanken, Ihren Apparat, mit dem Sie überprüfen, wie ein Wissenschaftler aus.

Wie könnte es sonst sein? Angenommen, Sie fangen jetzt an, jemandem zu glauben, dann wird Ihr ganzes Leben so verlaufen. Am Ende werden Sie feststellen, dass Sie an das Falsche geglaubt haben. Das nächste Mal, wenn Sie sich in unserer Welt befinden, werden Sie einem anderen glauben und ihm mit geschlossenen Augen folgen.

Die Kabbala sagt: „Nein, wir müssen zuerst das untersuchen, was wir überhaupt prüfen, nämlich die Erfahrung, die richtige Einstellung dazu, die Analyse, und erst danach den richtigen Umgang mit diesem System.

Als ich als ein Neuling zur Kabbala kam, war das meine Einstellung ihr gegenüber. Ich konnte mir nicht einmal vorstellen, dass ich an etwas glauben könnte. Woran? Daran, dass man mir sagt, dass Gott existiert? Ich will es nicht glauben! Ich will es wissen!

Die Kabbala beschäftigt sich damit, dir Wissen zu vermitteln. Du offenbarst die Höhere Welt. Dies ist ein zusätzliches System, das hinter unserer Welt steht und sie steuert. Wenn man sie offenbart, beginnt man sie zu sehen. Sie schimmert durch die Materie hindurch. Man sieht, wie diese Materie funktioniert, wie alle ihre Teile miteinander verbunden sind. Alle Methoden sprechen nur darüber, der Kabbalist hingegen, sieht es. Er arbeitet damit.

Jeder Mensch, der sich die Frage nach dem Sinn des Lebens stellt, muss das alles selbst durchmachen. Keiner kann das übernehmen.

Wenn er aber Trost in einer anderen Methode findet, dann soll er dort bleiben. Die Kabbala bindet niemanden fest und macht keine Werbung. Viele Jahrtausende lang war sie verborgen, da die Menschheit sie nicht brauchte. Es stellte sich nicht die dringende Frage nach dem Sinn des Lebens. Damals war die Menschheit noch nicht so vernetzt wie heute.

Aus der Fernsehsendung „Nahaufnahme. Die Suchenden“

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