Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Menschheit ist ein einziger integraler, ineinandergreifender Organismus


Gegenseitige Bürgschaft (Arwut) ist die Bedingung für das Leben, für die Existenz eines jeden lebenden Organismus. Wenn alle Kräfte und Aktionen des Organismus koordiniert und auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet sind, dann treten die negativen korrigierenden Kräfte (Krisen und Krankheiten) nicht im Organismus auf und das System existiert in einer permanenten Balance (Homöostase).

Die gegenwärtigen Ereignisse (die finanzielle Krise, allgemeine Depression, Drogen, Zusammenbruch der familiären Einheit, Leere, Ziellosigkeit, die globale Krise, die ökologische Krise) enthüllen uns den individuellen und allgemeinen Grund für alles, was stattfindet – dass wir alle ein integraler Teil der Natur sind, dass alle Teile der Natur miteinander verbunden sind und sie sich deshalb dementsprechend verhalten müssen. Wir – die Menschheit – verhalten uns jedoch nicht auf diese Weise. Wir ähneln einem Krebsgeschwür in einem einzigen Wesen, einem harmonischen Organismus.

Die Menschheit muss realisieren, dass sie einen vollständigen Organismus darstellt und das Gesetz der allgemeinen gegenseitigen Bürgschaft – der Fürsorge für jeden Menschen und umgehend für jedermann – die entscheidende Bedingung für unser kollektives Überleben ist. Die biblischen Grundgesetze „Was du nicht willst, dass man dir tut, das füge auch keinem anderen zu“ und „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ sind Gesetze, die die allgemeine Balance der Natur und unserer Gesellschaft bedingen. Wenn wir sie nicht einhalten, werden wir zugrunde gehen.

Baal Ha Sulams Artikel „Arwut“ (Gegenseitige Bürgschaft) beschreibt, wie wir die Balance mit der Natur erlangen können, indem wir die kabbalistischen Quellentexte verwenden. Das Buch Quantum-Kabbala spricht über meine Treffen mit amerikanischen Wissenschaftlern, die die an die Höhere Welt angrenzenden wissenschaftlichen Felder erforschen.

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Ist Jerusalem teilbar?


Eine Frage, die ich erhielt: Was halten Sie von den Verhandlungen, Jerusalem zu teilen? Sind Sie für oder gegen eine Teilung?

Meine Antwort: Ich habe dazu keine eigene Meinung; ich akzeptiere die Meinung der großen Kabbalisten. Baal HaSulam schreibt: „Wenn das Volk Israel die Gesetze der Kabbala akzeptieren wird, dann wird es möglich sein, den Tempel zu erbauen und die ganze Pracht der Vergangenheit zurückzubringen. Und natürlich würde dies allen Nationen der Welt beweisen – sogar den Arabern – dass das Volk Israel das Recht hat, zu seinem Land zurückzukehren. Dies wird ganz anders als die gegenwärtige Rückführung sein, von der die Nationen der Welt nicht beeindruckt sind. Wir müssen schnell handeln oder sie könnten die Unabhängigkeit Israels zu ihrem eigenen Nutzen verkaufen, ganz zu schweigen von dem Aufgeben Jerusalems.“

Dies schrieb er vor 93 Jahren, als noch überhaupt keine Rede war von Rückführung, einem Staat Israel oder unserem Jerusalem und überdies – einer derzeitigen Teilung. Ich bin weder „dafür“ noch „dagegen“, weil ich weiß, dass unsere Korrektur das einzige ist, was uns helfen kann.

Es steht ebenfalls geschrieben: „ Wenn du den Weg der Weisheit der Kabbala befolgst und die Lehren des Schöpfers annimmst, wird alles gut sein. Und wenn du das nicht annimmst, wirst du noch immer in Richtung des Ziels voranschreiten, das Er bestimmt hat, doch dein Weg wird ein Weg voller Leid sein. In anderen Worten, es wird Krieg in der Welt ausbrechen, der mit Atom- und Wasserstoffbomben geführt wird und alle Nationen der Welt werden nach Rat suchen, wie sie die Kriege verhindern können. Und sie werden zum Messias in Jerusalem kommen und er wird sie diese Weisheit lehren.“

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Verschmelzung mit dem Schöpfer, aus ausgewählten Quelltexten


Etwas wird Spiritualität genannt, wenn man es niemals verlieren kann. Daher nennt man den Wunsch mit der Absicht, „für sich selbst“ zu empfangen, „Körperlichkeit“. Sie wird von dieser Form befreit und die Form des Empfangens „für den Schöpfer“ annehmen.
Baal HaSulam, Artikel aus Shamati: Als Spiritualität wird etwas bezeichnet, das niemals verloren geht

Wir müssen für das Geben arbeiten, denn es ist gegensätzlich zu unserer Natur, welche „das Verlangen, Genuss zu empfangen“ darstellt. Wir müssen aber das Gegenteil wollen – den Wunsch nach Geben haben und nicht „für uns selbst“ zu empfangen.
Baal HaSulam, Artikel „Die Essenz und die Korrektur der Schöpfung (hebr.)“

„Einer der wütend ist, ist wie ein Götzendiener“, denn wenn man wütend ist, erfreut man sich am Zorn und darüber hinaus ist man stolz, weil man glaubt, im Recht zu sein. Hier begeht man zwei Sünden: Genuss und Stolz. Über den Stolz steht geschrieben: „Ich kann nicht mit einem stolzen Mann zusammen sein“ – und die eigene Seele verlässt einen solchen Menschen.
Baal HaSulam, Artikel „Einer der wütend ist (hebr.)“

„Man sollte tief in seinem Herzen wissen, dass der Schöpfer hinter einem her ist, wie man selbst hinter Ihm her ist. Man darf das nie vergessen, selbst in der größten Sehnsucht nach dem Schöpfer nicht. Wenn man sich erinnert, dass der Schöpfer einen vermisst und jagt, sollte man sich noch mehr anstrengen, den Schöpfer zu erreichen, bis man durch die Liebe die Verschmelzung mit ihm erreicht.“
Baal HaSulam, Briefe, S. 70

Wir können die großen Seelen in unsere Welt anziehen und sie werden durch die Tugend ihrer erhabenen Verlangen die Erlösung für die Welt bringen. Alles hängt von unserem Verlangen, dem Schöpfer ähnlich zu werden, ab.
Rav Abraham Isaac Kook, „Arpilei Tohar,“ 41

Dies ist das Wissen, das ein Mensch haben muss: den Schöpfer zu kennen und sich selbst zu kennen – wer bin ich? Wie wurde ich erschaffen? Woher komme ich und warum? Wohin gehe ich? Wie kann ich meine Verlangen korrigieren? Wie soll ich vor dem Schöpfer erscheinen?
Das Buch Sohar, „Shir HaShirim“

Das Gesetz der Kabbala besagt, das es keine Verbindung zwischen Spiritualität und Körperlichkeit gibt, in keinem einzigen Wort. Und auch in keiner Notiz und in keinem Brief, denn die Briefe sind Formen, die sich auf weißem Papier abbilden, wohingegen der Mensch Körper und Seele ist.
Rav M. Faivosh, „Esher Divrei Emet“, S. 27

„Am Ende der Tage wird die Unverschämtheit wachsen“ (Talmud. Sota, 49). Weil diese Generation extrem weit vom Schöpfer entfernt ist, denn die Leute sind sogar stolz auf ihre Unwissenheit. Und jene, die vom Schöpfer entfernt sind, sind betrügerisch und frech.
Rav M. Faivosh, „Esher Divrei Emet“, S. 28

Neue Theorien über die Finanzkrise


Folgendes wurde von meinem Studenten R. Tzarev gesendet:

Die Finanzkrise in den Vereinigten Staaten wird mit Nachdruck betrieben und ist kontrolliert. Russland, der Iran, China und die Vereinigten Emirate besitzen die größten Gold- und ausländischen Währungsreserven. Russland, der Iran, Venezuela, China, Indien und Brasilien haben begonnen, ihr eigenes, alternatives globales Wirtschaftssystem zu etablieren.

Zusammen haben sie begonnen Europa, das von Energiereserven abhängig ist, zu bedrängen und bewirken, dass es sich von den Vereinigten Staaten loslöst. Bis jetzt betreiben Deutschland, Italien und Frankreich Lobbyismus für Russlands Belange, indem sie sich gegen die Vereinigten Staaten auslassen. Die europäischen Länder, Russland, der Iran, Venezuela und Kuwait verwenden in ihren Geschäftverbindungen den Euro anstatt den Dollar, wenn es um Energieerzeugnisse geht. Diese Ablehnung gegenüber dem Dollar wird einen katastrophalen Einbruch der gesamten US-Wirtschaft mit sich bringen. Die Vereinigten Staaten dürfen das nicht zulassen. Amerika darf nicht erlauben, gemobbt oder in den Bankrott getrieben zu werden. Das ist eure Begründung für die „Krise“.

Folgendes wurde von meinem Studenten O. Yahalom gesendet:

In unserer Welt existiert ein System der Interaktion zweier gegensätzlicher Kräfte – positiv und negativ, altruistisch und egoistisch. Andererseits wäre da niemals irgendeine Veränderung, Umbruch oder Austausch. Gewiss, in unserer Welt ist die altruistische Kraft ebenso egoistisch – geben für den höheren Gewinn. Das Kräftespiel der gegenwärtigen Ereignisse kann durch die Interaktion dieser beiden Kräfte (in der Welt) erklärt werden.

Die gesamte globale Ökonomie ist derart strukturiert, dass eine Person nicht hofft, von einer bestimmten Quelle zu empfangen, sondern vom System als Ganzes. Das führt zu einer Ausbildung langer Austauschketten: Eine Person tauscht mit einer anderen aus, die andere mit jemand anderem, diese wiederum mit einer anderen Person und wenn das Ende der Kette sich irgendwo verliert, kann der lebendige Egoismus des Menschen ihn nicht mehr weiter zur Arbeit motivieren, denn er kann nicht mehr erkennen, wann und von wem er die Vergütung erhält. Die einzige Sache, die verbleibt, ist eine vage „altruistische“ Absicht, irgendetwas von irgendjemand zu erhalten. Aber es wird schwächer, denn der Egoismus wächst beständig, und genau so startet eine Finanzkrise.

Eine ökonomische Krise kann sich nicht innerhalb einer Stadtgrenze, eines Staates oder innerhalb einer Region abspielen, denn selbst wenn das Ende der Kette physikalisch nicht gesehen werden kann, eine Person fühlt immerhin noch, dass ihr etwas zukommt. Allerdings, ökonomische Krisen finden regelmäßig im Rahmen eines Landes statt, jedoch keiner der Ökonomen kann sagen, was genau sie verursacht. Tatsache ist, dass sie durch die wellenförmige Veränderungen des Gleichgewichtes zwischen Egoismus und Altruismus in größeren Gruppen von Leuten verursacht werden. Wenn der Egoismus schwindet – blüht die Wirtschaft. Aber wenn der Egoismus weiter wächst, wird der Altruismus schwächer und Egoismus gewinnt plötzlich die Oberhand über das Bewusstsein der Leute, ihnen vormachend, sie sollen dem System nicht trauen und stattdessen mehr erhalten, bis hin zu dem „Punkt“ – je mehr desto besser und alles für sie selbst!

Die erste wirkliche Krise von Altruismus auf globalem Niveau geschah in den Vereinigten Staaten 1929. Damals gelang es der amerikanischen Wirtschaft aus der Krise zu kommen, weil Roosevelt alle führenden Leiter der Produktion und Wirtschaft mit Optimismus aufpumpte.

Die erste wirkliche globale Krise geschah im September 2008. Die wahren Ursachen der Krise liegen auf spiritueller Ebene, auf der Ebene des Gegensatzes zwischen Egoismus und Altruismus in jeder einzelnen Person und in der Menschheit als Ganzes. Demzufolge ist die Lösung, der Weg aus der ökonomische Krise, nur auf der spirituellen Ebene zu finden – die Anstrengung der Menschheit das Licht wachzurufen, das den Egoismus korrigiert.

Baal Shem Tov (ein grosser Kabbalist, der im russischen Kaiserreich Ende des 18. Jahrhunderts lebte, Gründer der Chassidut Bewegung): „Wenn nur der russische Zar verstehen würde, wie nützlich das Studium der Tora für sein Land ist, er würde einen Wächter mit einem Schwert neben jeden Juden stellen, der ihn bewachte und ständig wiederholte: ‚Studiere die Tora! Studiere die Tora!'“

Am meisten werden durch diese Krise die Länder verlieren, die Energiereserven besitzen. Alle Ressourcen der Erde, egal wo sie sich befinden, gehören der ganzen Menschheit (siehe Baal HaSulams Zeitung „Ha Uma“ (Die Nation) und den Artikel „Die letzte Generation (engl.)“). Das kommt daher, dass die Höhere Macht uns – die Menschheit – als einen einzigen Körper sieht, die Schöpfung. Und in dem Ausmaß, in dem jedes einzelne Land (jedes Organ dieses Körpers) gegen diesen vereinigten, altruistischen Organismus handelt (was offenbart, dass er krank ist), in dem Ausmaß wird es letztendlich bestraft (beeinflusst von negativer, korrigierender Rückmeldung, die das System zu Harmonie, zur Genesung bringt) oder belohnt (sei erfolgreich in dieser Welt und offenbare die regierende Kraft).

Verwandtes Material:
Blog-post: Analyse der Krise
Blog-post: Die Menschheit ist ein einziger integraler, ineinandergreifender Organismus
Kabbala Blog: Eine kabbalistische Interpretation der Wirtschaftskrise
Kabbala Heute: Das Gesetz von Wurzel und Zweig

Warum bringt die Finanzkrise mehr Menschen zur Religion?


Zwei Fragen, die ich über Wirtschaft und Religion erhielt:

Frage: Wie erklären Sie die Tatsache, dass in den Vereinigten Staaten durch die Finanzkrise mehr Leute zur Religion hingezogen werden?

Meine Antwort: Wir beobachten diese Art von Reaktion die gesamte menschliche Geschichte hindurch. Eigentlich ist das der Grund, weshalb Religion erfunden wurde – nämlich um den Menschen für die Schicksalsschläge zu trösten, die den Anschein haben, als wären sie ohne triftigen Grund zu ihm gekommen. Religion verspricht den Leute eine Belohnung für ihre Leiden in der kommenden Welt. Natürlich ist es schwer, von einem Traum Abstand zu nehmen; Menschen sind sogar bereit andere zu töten, die ihre Hoffnungen zerstören.

Demgegenüber erzählt die Kabbala den Leuten nicht, dass sie an unrealistische Dinge glauben sollen, sondern sie mahnt die Menschen vielmehr, sich zu wandeln, um „die kommende Welt“ wahrzunehmen, während sie noch in dieser Welt leben. Man kann „jene Welt“ nur betreten, wenn man sich in dieser Welt verändert. Wenn unser tierischer Körper stirbt, kann die Seele nur in dieses Leben zurückkehren; es gibt keine „Welt auf der anderen Seite“. Daher wird man solange reinkarnieren, bis man die Höhere Welt erfasst – die Welt des Schenkens und der Liebe – während man noch in dieser Welt lebt.

Frage: Ein Grund, warum mich keine Methode oder Religion zufrieden stellt, ist, weil der Gläubige am Ende im Paradies belohnt wird, aber in einem neuen Zustand. Das heißt, er besitzt nicht die Bedürfnisse, Verlangen und Genüsse, nach denen er in seinem Leben gestrebt hat. Somit unterscheidet sich eine Person, die in diesem Leben geprüft und vorbereitet wird, von der, die dann belohnt wird. Ich empfinde das als unfair.

Meine Antwort: Warum? Gerade Religion verspricht dir sämtliche Genüsse dieser Welt, einschließlich sexueller Freuden, erlesener, himmlischer Mahlzeiten, begleitet von himmlischer Musik, etc.! Solange eine Person noch an die Versprechen von Religionen glauben kann, ist sie noch nicht bereit, aus dem spirituellen Exil herauszukommen.

Baal HaSulam sagte, dass es zwischen den religiösen und den kabbalistischen Wegen des Lebens und der Wahrnehmung eine weltliche, materialistische Periode gibt. Danach wird die kabbalistische, „über-materialistische“ Periode enthüllt, weil man entdeckt, dass Materialismus ebenfalls eine Religion ist!

Verwandtes Material:
Blog-post: Analyse der Krise
Blog-post: Religion ist eine kulturelle Tradition, Kabbala ist die Methode der Korrektur
Blog-post: Wie kann die Religion aus der Krise herauskommen, in der sie sich befindet?

„Tod in der Professorenschaft“


Als ich einige Recherchen über moderne kabbalistische Quellen machte, stieß ich auf ein Buch von Prof. Moshe Idel mit dem Titel „Kabbalah: New Perspective“. Darin erwähnt er ein Gedicht von Prof. Gershom Scholem (1897-1982) – dem Begründer des modernen akademischen Zweigs der Kabbala. Aber bevor ich mehr über das Gedicht sage, hier ein wenig Hintergrund über den Autor.

Scholem widmete seine Karriere der Erneuerung der traditionellen Kenntnisse der Kabbala durch akademische und philologische Forschung. Beispielsweise beschreibt er in einem seiner Vorträge, der im Buch „Major Trends in Jewisch Mysticism“ veröffentlicht wurde, die Kabbala seiner Zeit auf folgende Weise: „Als Ergebnis des langwierigen Entwicklungsprozesses der Kabbala, während dem die Kabbala paradoxerweise die jüdische Geschichte beeinflusste, wurde sie wieder zur selben Sache, die sie zu Beginn war – eine esoterische Weisheit kleiner Gruppen von Menschen, denen der Kontakt mit dem Leben vorenthalten ist und die darauf keinen Einfluss haben. Ebenso schreibt Scholem im Artikel „On the Possibility of Jewish Mysticism in Our Time“: „Es besteht kein Zweifel, dass es in den letzten Generationen keine erwachten Individuen gab, die die mystischen Lehren in eine neue Form bringen oder bedeutsame soziale Bewegungen einleiten konnten.“

In diesem Artikel, wie in vielen anderen auch, bestreitet Scholem eine moderne Kabbala oder eine Kabbala des 20. Jahrhunderts. Er betont, dass Kabbala aufgehört hat, eine wichtige Rolle in der Jüdischen Kultur seiner Zeit zu spielen und dass keine originären und innovativen kabbalistischen Methoden seit dem 18. Jahrhundert hervorgebracht wurden! [Rest des Beitrags lesen →]

„Kabbala für den Studenten“ – Ein neues Buch


Wir haben ein neues Buch mit dem Titel „Kabbala für den Studenten“ herausgebracht:

Alle unseren Studenten kennen das Buch Kabbalah Le Matchil (Kabbala für Anfänger). Es beinhaltet alle Artikel, die wir studieren, alle Grundlagen der Kabbala. Es ist das grundlegende Buch eines jeden Studenten der Kabbala.

Wir sind stolz, bekanntzugeben, dass es endlich in Englisch veröffentlicht wurde. Nun können Menschen überall auf der Welt die Grundlagen der Kabbala lernen, indem sie die originalen Quelltexte von Baal HaSulam und Rabash benutzen. Es erschien gerade rechtzeitig – es ist niemals vorher so nötig gewesen! [Anm. Red.: auch bald in Deutsch erhältlich]


Die Welt wird nie wieder so sein wie früher


Nachrichten (übersetzt von BBC, UK):
Der Leiter von IMF, Dominic Strauss-Kahn kündigte an, dass „die Welt auf der Schwelle der Rezession steht“. Er appellierte an die Weltführer, schnell, entschieden und vereint zu handeln, um diese globalen, ökonomischen Probleme zu überwinden. Am Freitag wird George Bush, der Präsident der Vereingten Staaten, über die ökonomische Lage zum amerikanischen Publikum sprechen. Was kann man davon erwarten?

Mein Kommentar: Entspannen Sie sich, die Welt wird nie wieder so wie früher sein. Akzeptieren Sie das und versuchen Sie nicht, sie wieder zurückzubringen. Durch unsere egoistische Entwicklung (und wir können niemanden dafür verantwortlich machen – denn so sieht eben die unerbittliche Dialektik der Natur aus) haben wir die Enthüllung des integralen, globalen Systems der menschlichen Wechselbeziehung in unserer Welt erlangt. Mehr noch, da der Mensch das egoistischste von allen Geschöpfen ist, verkörpert er auch alle leblosen, vegetativen und belebten Ebenen der Natur, und alles fordert seine eigene Lösung und eigene Regeln, oder das richtige Ausbalancieren.

In diesem Falle hier, sind wir von jedem abhängig. Es gibt keinen Weg zurück und es kann auch keinen geben. Die Kräfte der gemeinsamen und einzigen Zivilisation kommen nun auf, und sie geben uns zu verstehen, dass hier andere Gesetze am Wirken sind – das Gesetz eines einzigen Organismus. Diejenigen, die das verstehen, werden schneller aus dem Kurssturz herauskommen. Wenn sie sich richtig an das Gesamtsystem anschliessen, dann werden sie sich ökonomisch, gesellschaftlich, moralisch usw. kurieren.

Ich bin kein Prophet, doch dadurch, dass ich Baal HaSulams Texten folgte, habe ich in den letzten 6 Jahren über diese Krise in Büchern und Artikeln geschrieben. Es gab keinen Weg, sie zu verhindern, doch ein Mittel, um aus ihr herauszukommen. Ich hatte darüber Gespräche mit wichtigen Menschen, und habe ihnen gesagt, dass eine „globale Erziehung“ – in anderen Worten „liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ – notwendig ist, denn sonst wird alles schlimmer. Sie haben mich ob meiner Naivität ausgelacht.

Nun haben wir die Aufgabe, den Menschen diese Lage zu erklären, und wir hinken hinterher damit. Während die Menschen lernen, die Dinge zu ändern, werden sie immer noch Schläge erhalten.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wenn es zur Globalen Krise kommt, können wir es uns nicht leisten…
Blog-post: Die Arznei gegen die Globale Krise
Blog-post: Die letzte Generation – Ein Lied von der Bnei Baruch Band
Blog-post: Die Lösung – Auszüge aus den Schriften der zukünftigen Generation (Baal Hasulam)

Jeder muss seinen eigenen Lehrer finden


Eine Frage, die ich erhielt: In einem früheren Blogeintrag hat Sie jemand gefragt: „Wie soll man es verstehen, dass es nur eine wahre Quelle der Kabbala gibt?“ Sie haben geantwortet: „Es kann nicht mehrere geben, denn der Schöpfer ist einer“.

Ich stimme Ihnen vollständig bezüglich Berg und seinem schamanistischen Geschäftskonzept zu, Spiritualität mittels roter Bänder sowie gravierten Steinen und dem Scannen von Buchstaben oder Gebeten zu verkaufen. Aber ich verstehe immer noch nicht, warum es nur eine einmalige und einzige Quelle der Kabbala gibt! Schließlich gab es während der Zeit des Zweiten Tempels Tausende von Kabbalisten. Basierend auf den Eigenschaften ihrer Seelen, hat jeder von ihnen seinen Schülern verschieden gelehrt, wie man den Einzigen Schöpfer erreicht. Die Studenten hatten eine Auswahl.

Außerdem haben Sie gesagt, dass bis zum 19. Jahrhundert die meisten Rabbis Baalei Hasaga waren, d.h. sie hatten Spiritualität erreicht – somit hatten die Leute auch eine Wahl.

Aber nun erklären Sie, dass Ihr Weg der einzig richtige ist. Kann unsere Welt wirklich so spärlich an Kabbalisten sein, dass außer Ihnen niemand sonst übrig bleibt, der

a) ein Kabbalist ist und

b) ein offenbarter Kabbalist ist – jemanden, den Sie, als Kabbalisten, aufrichtig einem potentiellen Studenten, der noch auf der Stufe der Suche nach dem richtigen Lehrer ist, weiterempfehlen können? Und was ist mit dem Vers: „Es gibt viele Wege zum Schöpfer“?

Meine Antwort: Im Prozess des Kabbalastudiums erfährt man häufig Zweifel über die Richtigkeit des Weges. Dies geschieht, weil der Weg und das Ziel verborgen sind. Der Weg ist gepflastert mit Abstiegen, und die Zeiten der Klarheit sind spärlich. Im Gegensatz zum egoistischen Vorgehen, geht man auf dem Weg der Kabbala gegen sich selbst. Deshalb steigt die Frage auf: „Kann es richtig sein, dass je schlechter die Dinge sind, desto besser sind sie?“

Als ich Rabash fragte, wie ich sicher sein könne, dass er mein Lehrer ist, antwortete er: „Du musst dies für dich selbst prüfen!“ Tatsächlich schreibt sogar Baal HaSulam in seinen Briefen, dass er in seiner Generation nicht mehr andere Kabbalisten sah. Ich sehe auch keine andere als mich und meine Studenten.

Jede Person muss ihren eigenen Lehrer finden. Ich habe keine Adressen von „Lehrer-Kabbalisten“, aber du kannst sie ganz einfach durch die Suchmaschinen finden, indem du das Stichwort „Kabbala“ eingibst.

Verwandtes Material:
Blog-post: Viele Wege führen zum Schöpfer
Blog-post: Unsere Seele wird es uns lehren

Die wahre Bedeutung von „Tora und Mizwot ausführen“


Fragen, die ich über das Ziel, die zehn Gebote, Humor, Awijut, den Punkt im Herzen und Tora und Mizwot erhielt:

Frage: Eine unserer Begrüßungen ist: „Ein Ziel!“ Welches einzelne Wort fasst dieses eine Ziel am besten zusammen?

Meine Antwort: Dwekut (Verschmelzung)

Frage: Was ist die kabbalistische Bedeutung der zehn Gebote?

Meine Antwort: Die Korrektur der zehn fundamentalen Eigenschaften der Seele.

Frage: Können Sie bitte näher ausführen, wie Awijut seine Eigenschaften während des Siwug de Haka’a in jedem der fünf Level ändert und was mit Kashijut daneben passiert?

Meine Antwort: Ich erkläre das detailliert in meinem Buch The Science of Kabbalah (Pticha).
Frage: Hat Humor irgendeinen Wert in der spirituellen Welt?

Meine Antwort: Ja, weil er durch eine Kombination von Gegensätzen erzeugt wird.

Frage: Kann ein Kabbalist erkennen, welcher Punkt im Herzen wirklich erweckt wurde?

Meine Antwort: Ja. Aber wichtiger ist, dass der Mensch das selbst fühlen und seinen Punkt im Herzen wahrnehmen muss. Er kann das durch die Entwicklung in einer Gruppe tun (im Kontakt mit anderen Punkten) und durch das Studium.

Frage: In der Einführung zum Talmud Esser HaSfirot sagt Baal HaSulam, dass die Ausführung von Tora und Mizwot die Erreichung des wahren Lebens ist. Was bedeutet Tora und Mizwot zu befolgen für jemanden, der nicht religiös ist und keinen jüdischen kulturellen Hintergrund hat.

Meine Antwort: Es bedeutet, die natürlichen Absichten in allen Handlungen zu korrigieren, von „zum Wohle für sich selbst“ zu der Absicht „zum Wohle der anderen“. Dies erfolgt anhand des Or Makif (Umgebendes Licht), das durch das Studium der Kabbala zu einem hinabsteigt.

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Blog-post: Die Lösung – Auszüge aus den Schriften der zukünftigen Generation (Baal HaSulam)
Blog-post: Kabbala und Humor
Blog-post: Lauschen Sie einer Kabbalalektion jedes Mal so, als wäre es Ihr erstes Mal!
Blog-post: Kabbala ist für die ganze Welt