Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Altruismus'

Streben nach Ausgewogenheit

Frage: Wenn ich durch und durch ein Egoist bin, wie kann ich mich dann der höheren Kraft annähern?

Antwort: Der einzige Weg, der höheren Kraft ähnlich zu werden, ist dein Streben nach Ausgewogenheit zwischen zwei Kräften: Egoismus und Altruismus. Die Kraft, die auf natürliche Weise in dir erweckt wird, ist dein Egoismus, es erscheint dir so, als ob du das wärst. Du bist es nicht, es ist ebenfalls der Schöpfer.

Du bist etwas absolut Neutrales, ähnlich einer Masse, in der ständig, ohne Unterbrechung, von Geburt an bis zum Tod eine egoistische Kraft erweckt wird. Dem Mensch erscheint das so, als wäre er es selbst.

Er erhält dennoch die Möglichkeit, diese negative Kraft durch eine positive auszugleichen, darum muss er den Schöpfer bitten. So nähert er sich dem Schöpfer an und verbindet sich mit Ihm. Er bittet den Schöpfer darum, ihm beizubringen, sich mit der positiven Kraft auszugleichen, so dass zwei entgegengesetzte Kräfte entstehen und dabei ein Gleichgewicht entspringt, welches als „mittlere Linie“ bezeichnet wird.

Diese mittlere Linie, die auf der Ausgewogenheit zwischen der rechten (altruistischen) und der linken (egoistischen) Linie erscheint, wird „Adam“ (Mensch) genannt. Genau in dieser mittleren Linie wird man dem Schöpfer ähnlich.

Wenn man sowohl Egoismus als auch Altruismus gut steuern kann, kann man richtig damit umgehen. Man balanciert andauernd auf und ab und steigt so auf.

Die Hauptsache ist zu lernen, wie man das Gleichgewicht bewahrt. Das ist unsere Arbeit.

Aus dem russischsprachigen Unterricht, 16.12.2018

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Aus der Lektion zum Buch „Die Lehre der zehn Sefirot“.

„Malchut versüßt mit Bina“ das ist ein Wunsch zu genießen der sich reduziert, als würde er nicht existieren und sich in Bina einschließt. Dieser Wunsch beginnt sich allmählich zu öffnen und versucht sich den Eigenschaften von Bina anzunähern, als ob er Bina selbst wäre.

Stell dir vor, du bist in einer anspruchsvollen Gesellschaft zu einem Cocktail oder Bankett eingeladen, am Eingang wirst du belehrt: „Achte darauf, dass du dich anständig benimmst, es gibt hier sehr hochgestellte Menschen, nicht so einfache wie dich.“ Du machst dich klein, gehst hinein und beobachtest wie sich die anderen verhalten. Du versuchst unauffällig zu sein, d.h. du entfaltest nicht deine wahren Eigenschaften. Du schaust die anderen an und versuchst sie nachzuahmen, als wärst du auch ein Aristokrat. Du beobachtest sie, wie sie stehen, tanzen, sitzen und reden, wie sie nicht wie du es gewohnt bist, Wodka direkt aus der Flasche trinken, sondern ihre Cocktails genießen. Du gibst dir Mühe, so zu sein wie sie, d.h. du nimmst für eine Weile ihre äußere Form an.

Wenn du deine äußere Form änderst, gewöhnt sich dein Wunsch zu genießen daran. Die Einkleidung in solch einer äußeren Formen ist bereits eine Art von Korrektur. Es ist nicht unmittelbar deine Korrektur, sondern die, welche du von anderen abgeschaut hast.

Dies ist die Korrektur, die wir im Laufe von 600 000 Jahren vornehmen müssen.

Es gibt eine Korrektur, die unsere eigene Natur betrifft, du verwandelst dich dabei von einem Markthändler zu einem englischen Lord.

Im Laufe von 600 000 Jahren kleiden wir uns ein in: Nehi, Chagat, Chabad – Bina (diese Macht herrscht über Malchut, reduziert sie und verleiht ihr ihre Eigenschaften). Anschließend bekommt Malchut selbst die Kraft der Korrektur. Das ist etwas, dass wir gerade überhaupt nicht verstehen.

Bina macht das freiwillig, und Malchut kann dies durch die Kraft der Überwindung umsetzen. In dieser Gesellschaft gibt es Menschen, die sich gerne ehrenvoll verhalten, du handelst aus Not heraus, damit du nicht rausgeschmissen wirst. Für sie ist es ein normales Leben, d.h. sie haben die Eigenschaften von Bina, du unterstellst dich diesen Eigenschaften nur, da du in deinem Inneren vollkommen egoistisch bist.

Du beneidest diese Leute und willst so sein wie sie, sonst würde dein Stolz verletzt werden. Es wird gesagt: „Der Engel des Todes wird zum Engel der Heiligkeit „, der Pharao hilft den Söhnen Israels, sich dem Schöpfer anzunähern.

Wenn mein Stolz leidet, bin ich bereit, meinem Egoismus auf die Füße zu treten. Menschlicher Stolz ist die größte Macht. Ich kann weder essen noch trinken, bis ich so sein kann wie sie.

Unsere Eigenschaften sind darauf aufgebaut, dass wir uns gegenseitig mit einbeziehen. Die  vier Phasen Dalet entstehen in den vier Phasen des direkten Lichts als Folge der Eigenschaften des Gebens und der Liebe – nur in dieser Phase verwandeln sie sich vom Egoismus  zum Altruismus und beinhaltet somit alle

Eigenschaften des Schöpfers.

Aus dem Morgenunterricht vom 15.01.2019

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Wir werden zu einer Einweggesellschaft


Steve Wozniak, Mitbegründer des Apple Imperium sagte in einem Interview, dass die Weiterentwicklung der Computerhardware an ihre Grenzen stieße. Nur die Programme könnten noch optimiert werden, um für den Menschen weiteren Nutzen zu bringen. Durch die Verbesserung von Algorithmen oder die Beschleunigung der Datenverarbeitung beispielsweise.

Doch die Computertechnologie habe auch ihre Kehrseite. Wir würden einander immer ähnlicher und litten an mangelnder Kreativität, Individualität und Unabhängigkeit. Die digitale Revolution mache uns zunehmend zum Einheitsmenschen.

Das kann man überall beobachten. An Siri, Alexa und Co. Eingekauft wird bei den großen Online Händlern. Rollenbilder finden wir nicht mehr in der Familie sondern auf Instagram. Unzählige Follower folgen Ratschlägen der Ideengeber – ganz normale Menschen, die als “influencer” bezeichnet werden und uns sagen, was wir essen oder anziehen sollen und wie unser Heim auszusehen hat. „Ideale“ oder Beziehungsmodelle werden uns durch die großen Streamingdienste wie Netflix oder Amazon eingebläut.

Doch es gibt sie noch, die Unverbesserlichen. Sie unternehmen skurrile Versuche, sich selbst mehr Individualität zu verschaffen und sich von der Masse abzuheben. Die Reichen durch Luxusgüter oder indem sie sich Imperien und damit Macht aufbauen. Die “Bürgerlichen” versuchen es mit besonderen Hobbies oder Reisen. Manche Heranwachsende probieren es mit provokanten Frisuren, Tattoos oder Musikgeschmack. Letztendlich lässt sich aber sogar der Strom der Individualisten in eine Kategorie stecken.

Persönlichkeitsbildung und Mentaltraining ist in aller Munde. Aber was lernen die Menschen dort? Selbst- und Fremdmanipulation? Finden sie dadurch ihre Persönlichkeit oder Individualität und Unabhängigkeit?

Nein, die Individualität, auf die wir so großen Wert legen, drückt sich nicht in unserem Äußeren aus. Dort gleichen wir Tieren mit unterschiedlichem Erscheinungsbild und Verhaltensweisen.

Im Inneren jedoch, im Herzen des spirituellen Menschen, finden wir Individualität. Denn jeder Mensch verfügt, ob bewusst oder unbewusst, über ein spirituelles Programm. Die Kabbalisten nennen es den “Punkt im Herzen”. Er hat seine ganz eigene Wurzel, seine ganz eigene Aufgabe und seinen ganz individuellen Weg im Rahmenwerk der spirituellen Welten. Keiner dieser “Punkte im Herzen” gleicht einem anderen. Er ist der Ort der wahren Potentialentfaltung und wurzelt in einer uralten “verschütteten” spirituellen Erinnerung. Wenn wir diesen Punkt durch Liebe zu anderen und Wertschätzung unserer umgebenden Natur entwickeln, können wir wirklich sagen: “Das bin ich!”

So bereitet man sich auf den Februar-Kongress in Israel vor


Kongress vom 19. bis 21. Februar 2019 in Israel

Weitere Informationen…

Fragen, die ich über den kommenden Kongress  erhalten habe        

Frage: Wie bereitet man sich am besten auf den Kongress vor?

Antwort: Sie sollten das Material des letzten Kongresses studieren und an den Vorbereitungen für den kommenden Kongress teilnehmen. Arbeiten Sie das Kongress-Material durch und seien Sie gezielt bei unserem täglichen Unterricht (der zwischen 3 Uhr und 6 Uhr israelischer Zeit stattfindet) oder zumindest beim dritten Teil (von 5 Uhr bis 6 Uhr israelischer Zeit) dabei.

Frage: Ich versuche herauszufinden, wie ich am besten studiere. Kann ein Student, der sich von seinem eigenen Geschlecht angezogen fühlt und regelmäßig via Internet die Kabbala studiert, am Kongress in Israel teilnehmen (tatsächlich kommen und dort mit allen zusammen sein)? Kann er an den Kongressvorbereitungen teilnehmen? Kann er manchmal einen Kongress in an anderen Ländern besuchen?

 Antwort: Ja.

Frage: Auf welche Weise vereinigt man sich korrekt mit dem allgemeinen System?

Antwort: Durch die Qualität des Schenken.

Frage (fortgesetzt): Ist ein Mensch dazu fähig?

Antwort: Ja, wenn er dies durch eine Gruppe tut, indem er Or Makif von Oben empfängt.

Frage (fortgesetzt): Was für eine Art Kraft ist das und wo kann man sie finden?

Antwort: Nur im Studium der Kabbala.

Frage: Wenn ich verstehe, dass alles was ich tue für den Schöpfer ist, und meine Absicht „um des Schöpfers willen“ ist, wie kann ich die Kabbala anwenden, um meinen Lebensinhalt zu erreichen?

Antwort: Wenn Sie schon an dem Punkt angekommen sind, an dem alles um des Schöpfers willen ist, dann gibt es für Sie nichts mehr zu tun …

Frage: Wie ist es möglich, von äußerer Liebe zu innerer Liebe zu gelangen?

Antwort: Auf die gleiche Weise, wie man vom Egoismus zum Altruismus gehen kann.

 
Kabbala Akademie 

Du bist für alle Verbrechen in der Welt verantwortlich


Was bedeutet es, ein Bürge zu sein? Wenn ich jemandes Bürge bin, können die Behörden zu mir kommen und mich anstelle von ihm ins Gefängnis stecken, wenn diese Person das Gesetz gebrochen hat. Denn ich habe die Verpflichtung übernommen, der Bürge dieser Person zu sein!

Oder lasst uns annehmen, diese Person zahlt den Kredit nicht zurück, den sie von der Bank bekommen hatte. Ohne mit ihm darüber zu sprechen, kann die Bank die Kreditzahlung von mir fordern. Das ist das Gesetz der Bürgschaft in der Praxis. Es ist das unzerbrechliche Gesetz der Natur, das uns zusammenbindet und wir können nicht vor ihm davon laufen.

Wie unfair, durchtrieben und gemein ist es von der Natur, Menschen, die einander hassen, in ein geschlossenes System zu stecken und ihnen grauenhafte Verlangen und Impulse zu geben und dann herzugehen und eine Person anstelle der anderen zu strafen! Wenn wir tatsächlich dieses Gesetz spüren könnten, würden wir buchstäblich vor Entrüstung platzen.

Darüberhinaus werde ich nicht nur für die Folgen der Handlungen einer anderen Person verantwortlich gemacht, sondern für die Tatsache, dass sie diese überhaupt begangen hat. Mit anderen Worten, die Tatsache, dass jemand zerstört, mordet, stiehlt und missbraucht, ist meine Schuld und darum wird gerade von mir Wiedergutmachung gefordert und ich werde bestraft. Die Bürgschaft ist nicht, dass du den Schaden wiedergutmachen musst, den jemand anderes verursacht hat, sondern du musst dich dafür verbürgen, dass seine Taten gut sein werden. Und wenn er schlecht gehandelt hat, bedeutet es, dass ich Komplize seiner Taten war.

Es zeigt sich, dass ich durch die Handlung jeder kleinen Gesetzesübertretung die Vergehen von vielen Menschen in der Welt hervorrufe. Und das wird mit Sicherheit auf mich zurückfallen – ich werde bestraft. Wir können uns nicht einmal vorstellen, wie absolut das Gesetz der Bürgschaft uns umgibt und ohne unsere Zustimmung wirkt. Es ist überall – sogar in unseren Gedanken, Absichten und Handlungen.

Jeder einzelne von uns „lenkt“ andere während ihres ganzen Lebens, gleich einem Puppenspieler, der die Puppen lenkt und kontrolliert. Jedoch spürt niemand von uns, dass er jemand ist, der lenkt und gelenkt wird. Wenn wir unsere wechselseitige Abhängigkeit sehen könnten, würden wir unsere Freiheit verlieren und zu Robotern werden. Deshalb ist unsere universelle wechselseitige Verbindung vor uns verborgen und wird allmählich in dem Maße enthüllt, in dem wir sie ertragen können und in eine positive umwandeln.

Wie können wir sie zu einer positiven machen? Das geschieht, indem sich jeder einzelne von uns mit anderen Menschen verbindet. Jedoch sollte das nicht aus Angst geschehen oder durch Drängen, sondern durch unseren eigenen freien Wunsch, anderen zu geben und sie zu lieben.

Kabbala Akademie
 

„Ich“ und „nicht ich“

Frage aus dem Blog: Kann man sagen, dass das Licht des Schöpfers eine illusorische Grenze vor mir verbirgt, eine die mich von der Außenwelt trennt? Wenn man die Lücke zwischen „Ich“ und „nicht ich“ genau betrachtet, gibt es keine Trennung.
In welchem Alter bekommt man die Illusion, sich in „Ich“ und „nicht ich“ aufzuteilen? Geschieht das im Erziehungsprozess eines Kindes oder ist das von Geburt an in uns angelegt?
Antwort: Ich möchte nicht darüber sprechen, was der Embryo im Mutterleib empfindet. Das ist nur verwirrend und kann falsche Eindrücke hinterlassen. Ich glaube nicht, dass dies notwendig ist.
Je kleiner unser Egoismus ist, desto weiter ist der Raum um uns herum. Den kleinsten Egoismus hatten wir im Mutterleib.
Der universelle Egoismus, der zum Altruismus wird ist größer als wir selbst. Er manifestiert sich, wenn wir um uns herum eine Art Mutter-Natur aufbauen, mit der wir verschmelzen.

Unsere Realität treibt uns jetzt dazu an die ganze Natur, in der wir uns befinden, als etwas Integrales, Riesiges wahrzunehmen, als eine große Gebärmutter, in der wir uns entwickeln können.
Um dies umsetzen zu können, müssen wir zwischen uns eine vollständige Verbindung erreichen. Die ganze Menschheit muss ein einziger Organismus sein, ein Embryo, der sich in der Mutter-Natur befindet.
Wenn wir das erreichen, dann befinden wir uns in einem absolut komfortablen Zustand. Ein Zustand, in dem wir alles wissen. Es wird gesagt, dass „der Embryo im Mutterleib die Welt von einem zum anderen Ende sieht“- er sieht absolut alles. Das ganze Licht ist in ihm, durchdringt ihn und überschreitet alle Grenzen.
Diese Möglichkeit besteht nur, wenn wir uns gemeinsam als einen spirituellen Körper wahrnehmen, der sich in der spirituellen Natur befindet.

Aus dem TV-Programm „Nachrichten mit Michael Laitman“, 05.09.2018

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Was ist Freiheit?

Frage: Was ist Freiheit? Hängt sie davon ab, wo man sich auf der Welt befindet?

Antwort: Freiheit hängt überhaupt nicht davon ab, in welchem Zeitalter oder an welchem Ort man lebt. Die Umgebung in der ein Mensch lebt, ist ihm von oben gegeben.

Er wählt nicht die Umgebung, nicht die Gesellschaft in die er geboren wird, welche Erziehung und welche Werte er annimmt.

Freiheit kann nur unter der Bedingung verstanden werden, dass ich frei von meiner egoistischen Natur bin. Von allem anderen kann ich mich nicht befreien.

Freiheit bedeutet von meiner egoistischen Natur aus betrachtet, dass ich nicht nach den Gesetzen meines Egoismus lebe, zu der mich meine Natur drängt, sondern ich nur in Übereinstimmung mit der Gesellschaft und nur zum Wohl der Menschheit handle. Mit anderen Worten, ich bin über meine egoistische Natur zum Allgemeinwohl aller aufgestiegen, das ist Freiheit.

So bekomme ich mein freies Leben. Ich steige von der egoistischen Stufe zum Altruistischen auf. Ich lebe und spüre den Fluss der ewigen Natur. Ich fühle mich vollkommen, ewig und frei.

Die Umsetzung dieser Gesetze ist völlig unabhängig von unserem Wohnort, Nationalität und dem Geschlecht. Es hängt von uns und der Auseinandersetzung mit unserer  ursprünglichen Natur ab.

Runder Tisch der unabhängigen Meinungen. Berlin 2006

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Das Erbe der Grossen Seelen gehört uns

Sich im egoistischen Verlangen zu befinden, heißt, das Werkzeug zu entbehren, um die Eigenschaft des Egoismus in die Eigenschaft des Schöpfers umzuwandeln.

Das Höhere Licht, die wirkliche Eigenschaft des Schöpfers, ist die besondere Kraft, die uns umgestaltet.

Aber es tut dies nur in Verbindung mit unserem Verlangen, unsere Eigenschaften von egoistisch in altruistisch zu ändern. Es muss ein wahres Verlangen sein, das heißt, es muss von Herzen kommen und nicht von Worten oder Tränen.

Ein solch authentisches Verlangen zur Veränderung zu erreichen, begründet unsere gesamte Arbeit an uns selbst in diesem Leben. Jene, die diesen Prozess der Transformation ihres egoistischen Verlangens in das Verlangen zu geben durchlebt haben, erzählen uns darüber in ihren Büchern.

Genauso wie in unserer Welt, die Eltern alle notwendigen Bedingungen für Babies und ihre Entwicklung bereitstellen, so haben die Kabbalisten alles Notwendige für unsere geistige Entwicklung bereitgestellt. Sie haben sich bereits im Laufe der Jahrhunderte zu einer einzigen großen Seele vereinigt und unsere zukünftige Welt vorbereitet – und sie warten dort auf uns.

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Alle mit sich ziehen.

Frage: Warum unternehmen Sie in einer fiktiven Realität so viele Handlungen, wenn Sie das gleich auf die wahre, spirituelle Realität übertragen könnten?

Antwort: Damit auch Sie als Teil Ihres Wesens miteingezogen werden.

Frage: Heißt das, dass Sie den Menschen gegenüber verantwortlich sind?

Antwort: Sie sind alle meine Teile! Ich bin an sie gebunden- jeder von uns.  Es gibt eine gegenseitige Verbindung von allem. Deshalb zieht jeder von uns die anderen mit und zusammen gelangen wir in die Welt der Unendlichkeit.

Indem du anderen hilfst, hilfst du dir, da alle anderen dein spiritueller Teil sind. Alle sind ein Adam.

Frage: Gebe ich einem anderen Mensch nichts, sondern nur mir selbst?

Antwort: Ja, aber es scheint dir, als ob du anderen gibst. Der Zustand der in viele Teile zersplittert wurde, wird Adam genannt. Jeder Teil wird im Verhältnis zu den anderen von seinem Egoismus zum Altruismus übergehen und so die Qualität des Schöpfers, die Eigenschaft des Gebens und der Liebe erlangen.

Wie hätte die Qualität des Schöpfers erreicht werden können, wenn dieses System nicht zerbrochen wäre? Was ist das Verhältnis dazu?

Da wir zerbrochen sind und zwischen uns Egoismus und gegenseitige Ablehnung herrschen, können wir dies überwinden und uns mit allen anderen verbinden. Die Kraft der Überwindung wird dann zu der Kraft unseres Zusammenhalts und zur Ähnlichkeit mit dem Schöpfer. Wir müssen diesen Zustand erreichen.

Aus dem russischen Unterricht 10.06.2018

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Frau = Verlangen

Frage: Zum Thema Frauen als Führungskräfte der Nationen: Was die Frauen als Führer von Nationen betrifft… da es nicht mit dem spirituellen System übereinstimmt und da es „nur eine Wahrheit und nur einen Weg dahin gibt (derselbe Weg, auf dem wir aus der Welt der Unendlichkeit herabgestiegen sind),“ bedeutet das, dass eine Frau nicht aus der Welt der Unendlichkeit herabgestiegen ist und nicht dahin aufsteigen kann und deshalb keinerlei Gründe hat, Kabbala zu studieren?

Antwort: Ihre Schlussfolgerung ist unklar. Eine Frau hat eine Wurzel im Schöpfungsgedanken, denn sie repräsentiert das geschaffene Verlangen. Ein Mann andererseits repräsentiert die Eigenschaften des Schöpfers und verwirklicht Korrektur basierend auf dem Verlangen der Frau. Beide müssen in der spirituellen Korrektur Partner sein, jeder in seiner eigenen Funktion.

Frage: Ich empfinde hier ein Paradox. Männer und Frauen funktionieren auf verschiedenen Frequenzen und verstehen einander nicht sehr gut. Ferner braucht der Mann, um das Ziel zu erreichen, das Verlangen der Frau. Wenn die Höhere Kraft das Einzige ist, das Menschen zu „gegenseitigem Verständnis“ bringen kann, wie sollte der männliche Teil fragen, um das weibliche Verlangen wahrzunehmen?

Antwort: Verlangen werden „durch die Luft“ transportiert, sie „lungern“ sozusagen „in der Luft herum“. Menschen müssen nicht miteinander sprechen, um voneinander die Verlangen wahrzunehmen.

Frage: Wenn Gott Adam erschuf, warum musste Er nach der Abtrennung Adams, eine Frau erschaffen?

Antwort: Es ist gerade der weibliche Teil des Mannes, der Natur, der das Verlangen erschafft alles zur Korrektur zu bringen.

Frage: (von einer Frau): Darf eine Frau fragen, sodass ein Mann schließlich das Verlangen nach Korrektur in seinem vollen Umfang empfindet?

Antwort: Das ist das Einzige, das Männer zwingt, um Korrektur zu bitten – für beide, für den Mann und für dich. 

Kabbala Grundkurs