Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Altruismus'

Was ist ein Traum?

Seit dem Altertum ist die Menschheit sehr neugierig auf Träume. Forscher sagen, dass wir jede Nacht mehrere Träume haben und dass jeder von ihnen zwischen fünf und 20 Minuten dauert. Manchmal haben wir gute Träume und wachen gut gelaunt auf, und manchmal haben wir Albträume.

Ich habe manchmal das Gefühl, wenn ich wach bin, dass das Leben wie ein Traum ist, dass es wie ein Film ist. Werde ich jemals aus diesem Film aufwachen?

[Rest des Beitrags lesen →]

Ein Aufruf zu neuen Ideen – Neue Spiele für Kinder


Die Spiele sollten darauf abzielen, Kindern zu zeigen, wie wir gewinnen, wenn wir uns mit anderen Menschen verbinden. Die Spiele sollten auf die Kinder als lebendige Beispiele für die Größe einwirken, welche in der Erreichung des Ziels liegt, zu dem uns die Natur treibt. Außer den Kindern zu zeigen wie wir gewinnen, wenn wir uns mit anderen Menschen verbinden, sollten diese Spiele auch zeigen, wie wir ohne eine derartige Verbindung scheitern. Kurz gesagt, der wichtigste Grundsatz, der vermittelt werden sollte ist:

  • Wenn du dich mit anderen verbindest, wirst du Erfolg haben, und
  • Wenn du dich nicht mit anderen verbindest, wirst du scheitern.

Darüber hinaus musst du ein wenig von dir loslassen, um eine solche Verbindung zu schaffen.

Der kritische Punkt in den Spielen sollte sein, dass das Kind bemerkt „Ich will wirklich nicht etwas von mir selbst geben, aber wenn ich es tue, dann werde ich mit allen anderen gewinnen.“ Ein Sieg kann nur gemeinsam erlangt werden, und nicht allein. Die wahre Kunst solcher Spiele liegt bei der Konzeption.

Kabbala Akademie

Ist es möglich, spirituelle Zustände im Alltagsleben zu erkennen?

Bemerkung: Alle kabbalistischen Quellen sprechen, in verschiedenen Interpretationen und allegorischen Darstellungen, über die zwei Kräfte, altruistisch und egoistisch. Es scheint ganz einfach zu sein – zwei Kräfte und das war’s.

Antwort: Nein, das ist nicht einfach, denn die beiden Kräfte sind in uns gekleidet und wir müssen selbst herausfinden, wann, wie und in welchem Ausmaß jede von ihnen in uns herrscht.

Frage: Wie lassen sich diese Geschehnisse in der Geschichte vom Auszug aus Ägypten auf unser Alltagsleben übertragen? Kann ich sehen, wie die Kraft des Egoismus in mir, die Neigung zum Altruismus und zur Liebe zerstört?

Antwort: Wo wird man es sehen? Unser ganzes gegenwärtiges und zukünftiges Leben ist auf Egoismus aufgebaut, da gibt es nichts Altruistisches. Der Schöpfer ist verborgen. Anstelle von ihm gibt es nur den Pharao.

Frage: Alle biblischen Berichte beschreiben spirituelle Zustände, die der Mensch durchläuft. Können wir sie als Manifestationen des materiellen Lebens durch die äußeren, uns umgebenden Situationen sehen?

Antwort: Nein. Denn wir gehen noch nicht durch spirituelle Zustände. Wir befinden uns immer noch in einem Zustand, in dem sich uns der Pharao allmählich als das Böse offenbart. Diese Periode wird als Erkenntnis des Bösen bezeichnet.

Aus dem Fernsehprogramm „Spirituelle Zustände“, 26.03.2021

Worin besteht die Veränderung der menschlichen Natur?

Frage: Versteht ein Wissenschaftler was die Veränderung der menschlichen Natur ist, ohne selbst die Erfahrung zu machen?

Antwort: Natürlich. Es ist sehr einfach zu verstehen.

Es gibt in der Natur Egoismus und eine Kraft, die Egoismus in das Gegenteil – in Altruismus verwandeln kann. Wir müssen nur wissen, wie wir diese Kraft zu unserer Korrektur heranziehen können. Dies wird durch die Arbeit in kleinen Gruppen, indem wir uns in Bezug auf Andere annullieren erreicht- auf spielerische Art und Weise.

Können wir, die Egoisten uns selbst annullieren? – Ja, das können wir. Wir ziehen mit dieser Anstrengung die positive Kraft der Natur an.

Die Natur besteht aus zwei Kräften: positiv und negativ, plus und minus. Heute werden wir nur von der negativen Kraft gesteuert. Wir können die positive Kraft durch unsere Anstrengungen anziehen. Und dann, zwischen diesen beiden Kräften existierend und die Natur ausgleichend, werden wir beginnen, sie zu verstehen und sie selbst zu regieren.

Aus einem Vortrag zum Thema „Herausforderungen des 21. Jahrhunderts- Einleitung“, 24.04.2019

[279929]

Drei Teile der Gesellschaft in Bezug auf die spirituelle Arbeit

Wir sind in einer Gesellschaft, die aus vielen verschiedenen Menschen besteht. Was die spirituelle Arbeit betrifft, kann die Gesellschaft, wenn sie zur Verschmelzung mit dem Schöpfer kommen will, in drei Teile geteilt werden.

Ein Teil ist das Volk Israel („Yisra-El“), sie suchen direkt nach dem Schöpfer.

Der zweite Teil sind die „Ägypter“, d.h. eine Gesellschaft von Menschen, die sich überhaupt nicht um spirituelle Dinge kümmern. Sie tun natürlich das, was gut für sie ist. Vielleicht verstehen sie nicht, was ich tue, es ist nicht wichtig für sie. Die Hauptsache ist, dass es gut für sie ist.

Der dritte Teil ist „Erev rav“ („großer Haufen“), d.h. Menschen, die glauben, dass man die Gebote ohne Absicht erfüllen sollte.

Die Absicht schafft ein völlig anderes Bild. Der Mensch muss sich über sein Ego erheben, das höhere Licht anziehen und den Egoismus in Altruismus verwandeln.  Man muss absolut alles in sich ändern, beginnen den Schöpfer, die höhere Welt zu spüren.

Dies ist eine sehr harte spirituelle Arbeit. Es gibt Menschen, die der Meinung sind, dass es nicht gemacht werden sollte. Sie fielen einst von der Stufe der richtigen Absichten zum Wohle anderer und zum Wohle des Schöpfers in egoistische Absichten zum Wohle für sich selbst.

Aus der Fernsehsendung „ Spirituelle Zustände“, 22.04.2019

[277706]

Wofür opfert man sich?

Frage: In der Welt gibt es inzwischen viele Beispiele dafür, dass man sich selbst opfert, um andere zu retten. Die Ärzte, die Kranke retten, arbeiten rund um die Uhr, manchmal ohne Schutz. Viele Prominente bekunden der Welt gegenüber, dass sie bereit sind, sich selbst und ihr Kapital zu opfern.

Sie sagen auch, dass man sich ändern und seinen Egoismus hergeben muss. Besteht darin die Freiheit der Wahl?

Antwort: Nein, das ist etwas anderes. Obwohl ich solche Beweggründe begrüße, handelt es sich nicht um einen korrigierten Zustand der Menschheit.

Es geht darum, dass die Menschheit ihre Beziehung zueinander, ihre Einstellung zu Egoismus und Altruismus korrigieren muss, nicht in einer kurzen Reihe von Handlungen, die Kranke oder etwas anderes betreffen.

Es gibt Menschen, die aus Egoismus bereit sind, andere zu töten, damit sie keine Grünflächen zerstören oder die Umwelt verschmutzen. Wir sehen, dass all diese Bewegungen für eine grüne Natur und für saubere Luft absolut egoistisch sind. Und zwar so sehr, dass Menschen mit leidenschaftlichem Egoismus bereit sind, in das Leben eines anderen Menschen einzugreifen, der im Gegensatz zu ihnen ein anderes Verständnis davon hat, was gut ist.

Frage: Sind Sie der Meinung, dass Hilfen in Extremsituationen, wie bei Pandemien oder Wirtschaftskrisen selbstverständlich sein sollen? Wird das nicht als Korrektur bezeichnet?

Antwort: Ja. Wir müssen nur erkennen, wie sehr uns unsere Natur gegeneinander ausspielt und wir müssen lernen, menschliche Handlungen richtig zu charakterisieren.

Wenn es mir schwer fällt, einen Kranken anzuschauen, und ich deshalb Geld für seine Behandlung ausgebe, dann heile ich im Endeffekt nicht ihn, sondern lediglich meine Schmerzen für ihn. In der Kabbala geht es um eine tiefere Korrektur unseres Wesens.

Frage: Ich muss also gute Taten tun, nicht weil ich mit dem Kranken mitfühle, sondern weil ich darüber stehe. Muss ich das trotzdem für ein höheres Ziel tun, selbst wenn ich mit dem Menschen in keiner Beziehung stehe?

Antwort: Genau aus diesem Grund.

Aus der TV-Sendung „Die Zeit des Post-Coronavirus“, 30.04.2020.

[268281]

Was Laitman von Sting unterscheidet?

Der berühmte englische Sänger Sting sagte: wir alle, die ganze Menschheit, ist eine Familie, ein Ganzes. Und ich wurde gefragt, inwiefern es sich von dem unterscheidet, was die Kabbalisten sagen.

Kabbalisten sind Wissenschaftler, die seit Tausenden von Jahren dieses Naturgesetze erforschen und heraus fanden, dass unsere Welt miteinander verbunden ist, dass wir alle ein Ganzes darstellen. Obwohl wir es äußerlich nicht spüren, sind wir innerlich miteinander verbunden. Wir können uns nicht einmal vorstellen, wie stark. Und allmählich manifestiert sich diese Verbindung. Seit Tausenden von Jahren nähern wir uns ihr langsam an.

In unserer Generation beginnen sich unsere Verbindung, unsere gegenseitige Abhängigkeit, zu manifestieren. Das ist der Grund, warum gewöhnliche Menschen, d.h. diejenigen, die die Natur nicht in ihren Tiefen erforschen, wie dieser Sänger und andere, plötzlich anfangen, sie zu entdecken und zu verstehen. Sie beginnen, es von innen heraus zu verstehen, weil wir älter geworden, reifer geworden sind. Während unserer Evolution, diesen Tausenden von Jahren, sind wir zu der Erkenntnis gekommen, dass wir wirklich auf eine gewisse Art und Weise verbunden sind.

Die Kabbalisten haben es vor langer Zeit entdeckt. Was spielt das für eine Rolle, ob die Kabbalisten das Gesetz der Verbindung vor langer Zeit entdeckt haben oder es heutzutage alle Menschen offenbaren?

[Rest des Beitrags lesen →]

Sinn des Lebens, Teil 8

Damit sich der Sinn des Lebens, den Menschen offenbart.

Frage: Ist es möglich, den Menschen den Schöpfer zu offenbaren, auch wenn sie nicht nach dem Sinn des Lebens suchen?

Antwort: Nein.

Frage: Es muss also eine Gruppe von Menschen, mit einem gemeinsamen Ziel geben? Wofür gibt es dann 8 Milliarden Menschen?

Antwort: Sie werden nach und nach das Gefühl bekommen, dass sie keinen Sinn im Leben haben und das sie etwas brauchen – vielleicht können sie noch nicht den Schöpfer erfassen. Sie werden verschiedene negative Eigenschaften, alle negativen Seiten ihres Lebens erfahren und offenbaren. Um diese loszuwerden, werden sie sich in Gruppen, die nach dem Schöpfer streben, zusammenfinden müssen. Dies wird nicht auf dieser Stufe, sondern auf einer Niedrigeren stattfinden.

Die Gruppe, welche sich auf die Suche nach dem Sinn des Lebens begeben hat ist nur klein. Die restlichen 8 Milliarden suchen aus unterschiedlichen Gründen nach dem Schöpfer. Zum Beispiel wenn sie für Kinder, Familie und so weiter sorgen müssen. Sie werden keine Frage über den Sinn der Existenz stellen.

Sie werden ihre Bestrebungen durch kleine Ziele ausrichten, da sie mit ihren egoistischen Wünschen in unsere Wünsche eindringen werden. Wir werden ihre Wünsche mit unserer Absicht zum Schöpfer erheben.

Es genügt, wenn sie wissen, dass es ein Ziel gibt. Sie müssen sich langsam daran gewöhnen und ihre Wünsche angleichen. Das ist ausreichend, damit sich dieses Ziel in den Massen manifestieren kann. Sie brauchen ihre Absichten nicht zum Altruismus erheben, wir geben ihnen unsere Absichten und sie werden uns ihre Verlangen geben.

Aus der TV-Sendung „ Grundlagen der Kabbala“, 14.01.2019

(255843)

Hunderte von Menschen trafen sich, um Europa zu vereinen

 
Von meiner Facebookseite Michael Laitman 13.11.2019

Hunderte von Menschen haben sich getroffen, um Europa zu vereinen

Europa ist von allen Kontinenten in der gefährlichsten Situation. Gegenwärtig ähnelt es einer modernen Version des alten Babylon: entweder kann es anfangen, sich über alle anwachsenden Aufspaltungen hinweg zu vereinen oder es zerbricht vollständig. 

Im November bin ich von einem sehr besonderen europäischen Kongress in Borovets, Bulgarien, zurückgekehrt, den wir im Namen von Kabbala veranstaltet hatten. 

Es war eine Zusammenkunft von Vertretern aller europäischen Nationen. Menschen reisten an, um über die Einheit in der Gesellschaft zu sprechen, nachzudenken und gemeinsam erarbeiten, wie man eine verbundene Gesellschaft aufbaut. Gesellschaft, die als ein Modell für die Einheit über die Trennung hinaus agieren kann. Denn dies wird für Europa zunehmend wichtig. 

Wenn wir auf die Entwicklung der Menschheit der letzten 1.000 Jahre zurückblicken, war die europäische Konvention in der Tat etwas ganz Besonderes. 

Seit der Zeit des alten Babylon, vor mehr als 3.000 Jahren, endete jegliches Verbundenheitsgefühl der Menschheit in Trümmern. Aus genau diesem Grunde ist es von tiefgreifender Bedeutung, dass Hunderte von Menschen aus ganz Europa zusammenkamen, um sich über alle Unterschiede hinweg zu verbinden. und ein Konzept zu schmieden.

Auf dem Kongress sprachen wir darüber, wie die Vereinigung in Europa real werden kann. Wie die Einheit Europas durch eine “kritische Masse” von Menschen, die die Bedeutung einer solchen Einheit spüren, ein Modell für eine neue Ära der vereinten Menschheit werden kann.

[Rest des Beitrags lesen →]

Kann ein Nichtjude Kabbala studieren?


Frage: Ich bin Jude. Wie kann ich zusammen mit Nichtjuden (Leute, die nicht von Geburt an jüdisch sind) die Kabbala studieren? Das Buch Sohar sagt, dass jeder Mensch der einem Nichtjuden auch nur einen Buchstaben der Tora lehrt, für die Zerstörung in der Welt verantwortlich ist und dass ein Nichtjude der lernen will, zuerst zum Judentum übertreten muss. Was soll ich machen?

Antwort: „Jude“ kommt von dem Wort „Ever“ (zu überschreiten), ein Jude ist also ein Mensch, der den Machsom überschritten hat. Israel ist ein Mensch, der die Absicht hat, „Ishar-El“ – „direkt zum Schöpfer“ zu gelangen. „Hebräisch“ kommt von dem Wort „Ihud„, d.h. „Einheit“ (mit dem Schöpfer). All diese Begriffe sind Eigenschaften der Liebe, des Schenkens, oder des Altruismus.

Goy“ (Nichtjude) bedeutet auf Hebräisch „eine Nation“. Was nicht anstößig heißt, sondern die unkorrigierte, egoistische Stufe unterstreicht. In der Tora oder der Kabbala, bezieht sich „Goy“ (Nichtjude) auf den Egoismus und Jude, Israel, oder Hebräer bezieht sich auf die Liebe und das Beschenken.

Wir alle fangen als Nichtjuden (unkorrigiert) an. Wenn wir das spirituelle Ziel wählen und mit der Korrektur beginnen (auch wenn wir diese noch nicht erreicht haben), werden wir zu Israel (Isra-El, direkt zum Schöpfer). Wenn wir den Machsom überqueren, werden wir jüdisch. Und wenn wir das Ziel erreichen (Einheit mit dem Schöpfer), werden wir Hebräer.

Wir alle kamen aus Babylon, wir sind alle Egoisten und wir müssen uns alle selbst korrigieren und so wie der Schöpfer werden. Wenn ein Nichtjude (ein Egoist) die Tora (Kabbala) für seinen eigenen Nutzen studiert, dann schadet er nur sich selbst. Ein Mensch sollte die Tora (Kabbala) nur studieren, um die Spiritualität, die Eigenschaft des Schenkens zu erreichen. Folglich sollten Sie mit den Leuten studieren, die dieses Ziel anstreben!

Zusätzlich sollten Sie sich fragen: „kann und soll ich die Tora (Kabbala) alleine studieren?“ Vielleicht sind Sie ein Nichtjude (in Ihren Absichten und Bestrebungen)? Zuerst sollten sie überprüfen, ob Sie wie der Schöpfer werden und „Liebe für Ihren Nächsten“ erreichen wollen. Wenn ja, dann können Sie Kabbala studieren, denn dies ist die einzige Korrektur, welche die Kabbala an einem Menschen vollzieht. Wenn Sie jedoch ein anderes Ziel haben (für Ihren eignen Nutzen), dann sind Sie ein Nichtjude und die Tora (Kabbala) ist nichts für Sie. Es steht geschrieben: „Ein Nichtjude, der die Tora studiert, muss sterben“, da er Licht anzieht und diesem dadurch noch gegensätzlicher wird. So töten sie ihren Nichtjuden in ihrem Inneren. Es steht geschrieben, dass die gesamte Tora nur eine Regel beschreibt: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“

Fazit: Jeder sollte ungeachtet seiner Absicht die Kabbala studieren! Wenn sie die Absicht eines Nichtjuden haben, dann werden sie den Nichtjuden in sich töten und vom „Nutzen für sich selbst“ zum „Nutzen des Schöpfers“ übergehen.

Verwandtes Material:
Blog-Post: Kabbala ist für die ganze Welt
Blog-Post: Liebe deine Nächsten wie dich selbst – Das ist deine Belohnung!
Blog-Post: Die Nationalität resultiert aus den Eigenschaften der Seele
 
Kabbala Akademie