Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Demokratie oder Dynastie?

Anmerkung: Sie betonen immer wieder: Es ist gut, einen König in einem Staat zu haben.

Antwort: Das ist besser als die sogenannten demokratischen Regierungen, die wir heute in verschiedenen Ländern sehen.

Die Menschen denken, dass Demokratie etwas ist, wo sie sich versammeln, schreien, kritisieren und den Anschein eines ideologischen Kampfes oder einer Gegenströmung erwecken können. Gleichzeitig sind sie angeblich dabei, die Wahrheit herauszufinden.

Frage: Es heißt: „Die Wahrheit wird in der Diskussion geboren“. Sind Sie damit nicht einverstanden?

Antwort: Die Wahrheit kann nicht dort geboren werden, wo sich alle gegenseitig anschreien.

Die Wahrheit wird dort geboren, wo es eine Familie gibt, die seit Jahrhunderten an der Macht ist und so nach und nach sich selbst, ihre Kinder, Enkel, den adeligen Stand und alle anderen erzieht. Dann entwickeln sie ganz andere Kriterien. Sie streiten sich nicht darum, wer welche Position besser verkaufen kann. Es liegt alles in ihren Händen. Und so ist die herrschende Familie alles. 

Natürlich können sie getötet oder gestürzt werden, was in der Geschichte schon oft geschehen ist. Aber im Großen und Ganzen gibt es in unserer Welt keine andere Regierungsform als die dynastische Form: das Königreich, die Monarchie.

Das Volk  ist mit einem solchen Herrscher zufrieden – er ist der König. Er ist alles! Wenn ich ihn ansehe, brauche ich niemanden sonst, noch irgendetwas anderes. Und wenn jemand aufspringt und sagt: „Ich, ich, ich!“, dann gibt`s kein Volk, keinen Herrscher und alle sitzen auf einem Pulverfass.

Aus der Fernsehsendung „Die Geheimnisse des Ewigen Buches“, 26.07.2021

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Neues Leben 1311 – Streitigkeiten zwischen Geschwistern

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Ohne das Empfinden von Grenzen und Konflikten mit anderen kann es keinen Kontakt und keine Verbindung geben. Geschwister spüren einander nicht, wenn sie sich nicht streiten, können aber Schwierigkeiten mit der Kommunikation haben. Kämpfe um Spielzeug sind unter Kleinkindern ganz normal, und Eltern sollten nicht eingreifen, solange es nicht zu körperlichen Übergriffen kommt. Weint sich das Kind bei seinen Eltern aus, weil sein Geschwisterkind ihm etwas angetan hat, können die Eltern es umarmen, sollten aber nicht Partei ergreifen.

Streit, um andere zu verletzen, ist inakzeptabel, aber ansonsten gehört er zum normalen Leben dazu. Streit stärkt die Verbindung und die Liebe zwischen uns, wenn wir es verstehen, uns über das Gefühl der Ablehnung hinwegzusetzen. Eltern sollten nicht streiten und mit ihren Kindern spielen, um ihnen ein Beispiel für richtiges Verhalten zu geben. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man Geschwister sich frei entwickeln lassen sollte, damit sie erfahren und weise werden.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1311 – Streit unter Geschwistern“, 04/07/21



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„Wie ist die Beziehung zwischen individueller Freiheit und sozialer Verantwortung?“ (Quora)


Michael Laitman, in Quora: „Wie ist die Beziehung zwischen individueller Freiheit und sozialer Verantwortung?“

Die Gesellschaft sollte die Grenze zwischen der Freiheit des Einzelnen und der sozialen Verantwortung spüren, verstehen und entscheiden, und nicht das Individuum.

Der Mensch lebt in erster Linie innerhalb der Gesellschaft, und das Leben des Einzelnen sollte letztlich dem Wohl der Gesellschaft dienen. Deshalb besteht ein großes Problem darin, das Wissen zu vermitteln, das uns das gesellschaftliche Wohl gleichwertig mit dem Wohl des Einzelnen fühlen lässt. Das heißt, die Ziele des Individuums und der menschlichen Gesellschaft als Ganzes sollten die gleichen sein: einen Zustand des gegenseitigen Nutzens jedes Einzelnen für den größeren Kreis der menschlichen Gesellschaft zu erreichen. Jeder von uns wird dann entsprechend seiner Loyalität gegenüber der Gesellschaft leben.

Darüber hinaus sollte die Gesellschaft jeden Einzelnen beeinflussen, indem sie den Wert der sozialen Verantwortung und des Nutzens zur obersten Priorität erhebt und jeden Einzelnen, der zum Nutzen der Gesellschaft handelt, mit Respekt, Verdiensten und Anerkennung belohnt.

Wir sollten also verstehen, wie sehr wir alle von der Gesellschaft beeinflusst werden. Was die Gesellschaft will, will auch jeder Einzelne, denn jeder braucht die Unterstützung der Gesellschaft. Unser Selbst, d. h. unser Ego, wird durch die Werte, die wir von der Gesellschaft erhalten, aktiviert.

Wenn die Gesellschaft egoistische Handlungen, die auf Kosten der Gesellschaft dem Einzelnen zugute kommen, nicht schätzt und altruistische Handlungen zum Wohle der Gesellschaft respektiert, dann wird jeder danach streben, altruistische Handlungen auszuführen, um geachtet zu werden und das Gefühl der Wichtigkeit und des Nutzens für die Gesellschaft zu haben. Jeder möchte von den anderen anerkannt werden und positiv beurteilt werden. Wenn es uns gelingt, einen altruistischen sozialen Einfluss zu etablieren, dann werden alle anfangen, ihr Bestes zu geben, um der Gesellschaft zu nützen.

Aus diesem Grund muss die Gesellschaft der Faktor sein, der die Grenze zwischen individueller Freiheit und sozialer Verantwortung festlegt.

Basierend auf einem Gespräch mit dem Kabbalisten Dr. Michael Laitman am 9. September 2006. Geschrieben/editiert von Studenten des Kabbalisten Dr. Michael Laitman.



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Neues Leben 1310 – Die Gründe für den Verlust des Zusammengehörigkeitsgefühls in der Familie

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Die Bindungen in der Familie schwinden, weil das Ego ständig wächst und von niemandem abhängig sein will. Dies ist ein natürlicher Prozess. Die Menschen fühlen sich nicht mehr ihren Geschwistern oder Eltern gegenüber verpflichtet.

Dennoch können wir lernen, eine warme menschliche Verbindung in der Familie zu entwickeln, wenn wir unsere Kinder über das Ego aufklären und ihnen zeigen, wie man mit Ablehnung und Neid richtig umgeht. Wir müssen ihnen zeigen, was ihnen die Verbindungen mit den anderen bringt, indem wir zum Beispiel jeden Tag einem anderen Geschwisterkind bei jeder sich bietenden Gelegenheit helfen.

Wir können positiven Wettbewerb erlernen, indem wir einander darin messen, wer sich am besten über seinen eigenen Egoismus erheben kann, um den anderen Familienmitgliedern näher zu kommen und Liebe in ihnen zu wecken. Wenn wir uns gemeinsam über das Ego erheben, sollte in der Familie ein Gefühl für gegenseitigen Unterstützung, Verständigung, Verantwortung und Zusammengehörigkeit auf einer neuen Ebene entstehen.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1310 – Die Gründe für den Verlust des Gefühls der Nähe in der Familie“, 27.06.2021



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Können wir „Nie wieder“ zu den Anschlägen vom 11. September sagen?

Ich erinnere mich noch lebhaft daran, wie ich vor zwanzig Jahren die Terroranschläge vom 11.9. live im Fernsehen verfolgte. Meine damals jugendliche Tochter und ich blätterten gerade in einem neu erschienenen bunten Buch, als sie sich plötzlich von den Seiten erhob, auf den Fernsehbildschirm starrte und zu mir sagte: „Sieh mal, was da passiert!“ Ich sagte zunächst: „Nein, das ist ein Film“, erkannte aber bald, dass es real war. Amerika befand sich im Ausnahmezustand und die Welt trat in eine neue Ära terroristischer Bedrohungen großen Ausmaßes ein.

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Erziehung zum globalen Bewusstsein

Die integrale Realität, in der wir heute Kinder großziehen, unterscheidet sich sehr von der, in der wir aufgewachsen sind. Damit sie in einer vernetzten Welt gedeihen können, müssen sie sich bewusst sein, wie vernetzt wir sind, und je früher wir anfangen, ihnen das beizubringen, desto besser.

Wir sollten ihnen erklären, dass wir auf dem Planeten Erde leben, und ihnen zeigen, wie die Erde beschaffen ist. Nicht nur ihre runde Form, sondern auch den Boden, die Pflanzen, die Tiere und die Menschen, und wie wir alle in einem System miteinander verbunden sind.

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Hurrikan Ida – Sechzehn Jahre nach dem einstigen Jahrhundertsturm Katrina

Vor sechzehn Jahren verwüstete der Hurrikan Katrina New Orleans und einen Großteil von Louisiana sowie Teile von Mississippi und Alabama. Als Katrina auf das Festland traf, war er ein starker Sturm der Kategorie 3, stark genug, um fast 2.000 Menschenleben zu fordern und die Schutzmauern zu durchbrechen, die den Lake Pontchartrain daran hinderten, einen Großteil von New Orleans zu überfluten.

Nach dem Sturm erklärten Meteorologen und andere Experten, Katrina sei ein  „Jahrhundertsturm“. Letzten Sonntag, auf den Tag genau 16 Jahre nach dem Eintreffen von Katrina, fegte der Hurrikan Ida fast an der gleichen Stelle über die Stadt. Auch hier wurden die Stadt New Orleans und weite Teile Louisianas heimgesucht, allerdings mit weitaus größerer Heftigkeit als bei dem Jahrhundertsturm.

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Die Kraft des Meeres

Es ist ein Kampf darum entbrannt, wer die Kontrolle über das Meer haben wird. Israel beschuldigt den Iran, ein von einem israelischen Unternehmen verwaltetes Schiff im Golf von Oman angegriffen zu haben, während der Iran seinerseits durch verschiedene Faktoren zahlreiche Schäden an seinen Schiffen erlitten hat, und einige sagen, dass dies das Werk Israels war.  Von den alten Griechen bis Churchill heißt es, dass derjenige, der das Meer beherrscht, die Welt beherrscht. 

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Die Bußtage der Menschheit

Diese Woche beginnen die Zehn Bußtage. An diesen Tagen bereuen die Juden traditionell ihre Missetaten des vergangenen Jahres und bitten sowohl einander als auch den Schöpfer der Welt um Vergebung. Betrachtet man jedoch das vergangene Jahr, so scheint es, als ob die ganze Welt einen Prozess der Buße durchlaufen muss. Anstatt dafür zu beten, dass die Tragödien aufhören, müssen wir begreifen, dass wir sie uns selbst zuzuschreiben haben; wenn wir also aufhören, was wir falsch machen, werden auch die Tragödien aufhören.

Reue ist nicht gleichbedeutend mit Gewissensbissen. Sie bedeutet in erster Linie, dass wir darüber nachdenken, was wir falsch gemacht haben, und dass wir uns verpflichten, es in Zukunft zu ändern.

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Wozu gibt es Menschen?

Frage: Was geschieht, wenn die Technik den größten Teil der Menschen überflüssig macht? Sie werden nicht überflüssig, weil sie schlecht oder erfolglos sind, sondern weil die sich entwickelnde Industrialisierung ebenso wie die Wirtschaft darauf ausgerichtet sind, die Kosten niedrig zu halten. 

Die höchsten Kosten verursachen heute natürlich die Menschen, die bezahlt und versorgt werden müssen, die eine Gesundheitsfürsorge benötigen und so weiter. Deshalb ist das derzeitige Wirtschaftssystem darauf ausgerichtet, die Arbeit von Maschinen und nicht von Menschen erledigen zu lassen.

Antwort: Ich kann nur eines sagen: Der Fortschritt hat kurioserweise tatsächlich dazu geführt, dass niemand mehr die Menschen braucht. Überhaupt niemand! Sie werden weder von den mächtigen Leuten an der Spitze noch von den Managern benötigt, die nur für sich selbst leben, während der Rest von uns für sie arbeitet.

Es stellt sich die Frage: “ Wo werden Menschen überhaupt benötigt?“

In Wirklichkeit werden die Menschen überhaupt nicht benötigt, um die Wirtschaft aufrechtzuerhalten, um sich selbst zu ernähren oder gar andere zu ernähren. Sie werden benötigt, um eine ganz andere Aufgabe zu erfüllen – die Offenbarung der Natur zu erreichen, ihren zweiten Teil zu entfalten.

Neben der egoistischen Eigenschaft des Empfangens, mit der wir geboren wurden und die in uns lebt und sich entwickelt, müssen wir auch die andere Seite der Natur entdecken – die altruistische Eigenschaft. Dann werden sich die beiden Eigenschaften gegenseitig ergänzen. Sie werden nicht zerstörerisch sein, wie zum Beispiel bei der Atombombe, sondern ergänzend. Dann werden wir eine komplett andere Natur sehen, eine andere Welt, wir werden entdecken und verstehen, was der Sinn unserer Existenz ist.

Wir werden sehen, dass alle Menschen notwendig sind. Die Natur ist vollkommen und absolut vollständig. Sie enthält nichts Überflüssiges. Wir müssen zu einem Zustand gelangen, in dem unsere gegenseitige Ergänzung zu einem solchen Verständnis der Natur führt, dass uns die Welt als ewiger, vollkommener, unendlicher, unermesslicher, absolut jeden beherbergender, höchster, herrlichster, wundersamer Teil erscheint, und nicht, wie wir uns jetzt wahrnehmen, weil wir uns nur in einer egoistischen Eigenschaft der Natur befinden.

Wir müssen unbedingt ihre zweite Hälfte enthüllen, und dann werden wir sehen, wie vollkommen alles ist.

Aus der TV-Sendung „Algorithmen statt Menschen“ von 04.08.2021

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