Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Verbindung'

Neues Leben 456 – Die Europäische Union

Neues Leben 456 – Die Europäische Union
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Europa ist müde und fällt auseinander. Es war gut für das Geschäft und die Tycoons, aber es wurde dort nichts getan, um die Menschen zu vereinen. Jeder der Staaten muss um der Verbindung willen seinen Egoismus aufgeben, um über die Streitigkeiten der Vergangenheit hinauszuwachsen. Das Problem ist, dass die Oberhäupter der Staaten die egoistischsten sind. Die Erziehung der Öffentlichkeit sollte von unten nach oben beginnen und nicht von oben nach unten. Die einzigen, die letztendlich Europa und die ganze Welt vereinen können, ist die Nation Israel.

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Aus KabTVs „New Life 456 – The European Union“, vom 16.11.14

Werkzeuge eines spirituellen Lehrers

Frage: Welche Werkzeuge benutzt ein spiritueller Lehrer, um meine inneren Eigenschaften zu „schleifen“.

Antwort: Das geschieht nur im Unterricht, wenn wir einige Themen gemeinsam besprechen: Der Lehrer erklärt und die Schüler fragen.

Indem die Schüler mit dem Lehrer interagieren und versuchen, ihn tiefer zu verstehen, ist es als würden sie in ihn eintreten. Sie bemühen sich, nicht mit dem Verstand, sondern sich sinnlich mit ihm zu verbinden. „Sinnlich“ bedeutet in ihrem Verlangen. Wie es heißt: „Mach seinen Wunsch zu deinem Wunsch“. Diese Verbindung ist sehr wichtig.

Sie müssen dabei nicht in der Nähe des Lehrers sein, direkten Kontakt haben, oder mit ihm im selben Raum sitzen. Ich habe zum Beispiel einen sehr guten Kontakt zu  Gruppe in Santiago. Ich spüre, wie nah sie mir, trotz der Entfernung sind.

Es gibt Gruppen, die ich schon lange kenne, mit denen ich mich aber nicht so gut verstehe. Es kommt auf den inneren Wunsch an, sich miteinander zu verbinden.

Ihr müsst verstehen, dass der Lehrer nach dieser Verbindung strebt und immer dazu bereit ist, auch wenn er hart und sogar unhöflich sein kann. Immerhin handelt es sich um ein absolut klares Spiel in Bezug auf den Schüler. Alles wird hier nur von der Tatsache diktiert, dass wir in einen gegenseitigen Kontakt kommen müssen. Ihr müsst von mir die spirituelle Energie, das Gefühl, das Verständnis, die Verbindung zwischen dem was wir studieren und unserer inneren Welt, unseren Handlungen erhalten.

Aus dem Unterricht, 02.12.2018

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Es ist alles zum Besten

Frage: Kann der falsche Weg meine Sinne beeinflussen? Ich bin zum Beispiel ein absoluter Egoist, will niemanden sehen oder hören. Sagen wir, das System nimmt mir das Gehör, damit ich nicht genau zuhören kann oder das Sehvermögen, um andere nicht genauer anzuschauen, ihnen von den Lippen abzulesen und so weiter.

Antwort: Sie sollten nicht darauf achten, was das System mit Ihnen macht, denn Sie wissen nicht, wozu das alles gut ist. Erst später werden Sie sehen, dass es zu Ihrem Vorteil war.

Sie müssen alles tun, um eine Verbindung mit den Freunden zu finden. Durch das Studium der Kabbala müssen Sie die Höhere Welt in dieser Verbindung offenbaren.

Es ist Ihnen vielleicht noch nicht klar, wie sich die Höhere Welt zwischen Ihnen entfalten kann. Wenn Sie beginnen, ein Netzwerk von Interaktionen zwischen Ihnen zu bilden, wird es zum Kli/Gefäß der Seele, das heißt, zu dem Ort (gelb im Bild), an dem sich dann das höhere Licht, das höhere System, das höhere Wissen, die höheren Gefühle offenbaren werden.

So beginnen Sie, die Höhere Welt zu offenbaren, sich von Ihrem Ego zu lösen und im Gesamtsystem zu existieren.

Aus dem Unterricht, 18.11.2018

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Auf dem Weg zur Ähnlichkeit

Frage: Ist der Multikulturalismus als staatliche Politik ein Durchbruch oder ein Misserfolg? Manchmal scheint es, als ob die Menschen bereit wären, sich zu vereinen, aber die Politiker und die Medien lassen dies nicht zu und schüren den Hass zwischen den Völkern.

Antwort: An einem bestimmten Punkt unserer Entwicklung muss es Multikulturalismus geben aber irgendwann wird er keinen Platz mehr haben. Wir müssen an einen Punkt kommen, an dem wir erkennen, dass wir einfach Menschen sein sollten, die sich, ohne irgendwelche Unterscheidungen, so ähnlich wie möglich sein sollten.

Anmerkung: Sie haben einen Geschmack, ich habe einen anderen. Es wird immer Unterschiede geben.

Antwort: Das sind alles Gewohnheiten.

Anmerkung: Sie sagen immer, es sollte Vielfalt geben, da deshalb das Leben auf einer höheren Stufe entstanden ist.

Antwort: Schreiben Sie das nicht der Kultur zu. Wir werden nicht in eine Kultur hineingeboren, wir erwerben sie, deshalb ist sie nicht irgendeine zwingende Wahrheit.

Die Vielfalt sollte darin bestehen, dass wir dem Menschen ermöglichen, zu seiner vollständigen Verbindung mit anderen zu kommen.

Das Endergebnis, so heißt es, wird eine Sprache, eine Familie, eine Gesellschaft sein und alle werden einander sehr ähnlich sein. Die Tatsache, dass wir einander ähnlich sind, obwohl wir uns innerlich unterscheiden, wird uns Freude bereiten.

Aus dem Fernsehprogramm „Kommunikative Eigenschaften“ 16.10.2020

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Die Gegenwart erforschen, um in die Zukunft zu gelangen

Frage: Schwierigkeiten in der Kommunikation zwischen Menschen entstehen meist durch Missverständnisse, durch Angst, Abneigung etc.

Das größte Problem ist, wenn sich zwei Menschen nicht verstehen und deshalb keinen Kontakt herstellen können. Wie findet man das richtige Modell der Kommunikation, insbesondere bei Kursen der integralen Bildung, bei denen sich Menschen näher kommen?

Antwort: Zunächst müssen sich die Schüler einen zukünftigen Zustand vorstellen. Ein System gegenseitigen Verstehens, Verbundenheit mit einem gemeinsamen gedanklichen, logischen Aufbau.

Sie fangen damit an, als würden sie sich tatsächlich in dieser Zukunft wiederfinden und herausbekommen, wie sehr sich dieses Gefüge von dem Heutigen unterscheidet und was sie dafür tun müssen, um dies zu erreichen. Sie wenden sich allmählich dem gegenwärtigen Zustand hin- welcher der Zukunft, der alle zustimmen, widerspricht- um zu sehen wie sie sich trotzdem annähern können.

Frage: Wir müssen den Menschen die Zukunft zuerst so beschreiben, dass sie dorthin wollen. Können sie erst, wenn sie nach dieser Zukunft streben, die Gegenwart erforschen?

Antwort: Ja. Ich denke, das ist der beste Weg. Dann wird ihnen klar werden, warum sie etwas opfern müssen, um in diese Zukunft zu gelangen.

Aus der Fernsehsendung, „Kommunikative Eigenschaften“, 14.10.2020
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Schlechter Ruf

Frage: Es gibt Barrieren in der Kommunikation, z.B. ein schlechter Ruf. Es kann sein, dass Menschen wegen diffamierender Informationen, wegen einiger Fakten in ihrer Biographie, ihrer Lebensweise, nicht mit anderen kommunizieren wollen. Was würden Sie in diesem Fall raten?

Antwort: Wenn es sich um eine Gruppe von Anfängern in einer integralen Bildung handelt, ist es besser, dass die Menschen nichts voneinander wissen und nicht darüber reden. Man beginnt damit, dass man sagt: du bist ein Mensch- ich bin ein Mensch und es ist der Wille der Natur, dass wir ohne Vorbedingungen zu einer Verbindung kommen sollten.

Frage: Und wenn sie beispielsweise von den Medien wissen, dass so-und-so im Gefängnis war?

Antwort: Dann sollte dieser Mensch in einer Gruppe eingeführt werden, die bereit ist, ihn als eine absolut eigenständige Persönlichkeit wahrzunehmen.

Aus dem Fernsehprogramm „Kommunikationsfähigkeiten“, 14.10.2020
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Eine weitere Wahl und kein Ende in Sicht

Wir haben uns noch nicht einmal von den bisherigen Parlamentswahlen erholt und eine weitere ist bereits im Gange. Außerdem denkt plötzlich jeder, dass er der beste Premierminister für den Staat Israel sein kann. Diese leichtfertige Haltung gegenüber der Aufgabe der Premierminister zu sein, zeigt einen Mangel an Verantwortlichkeit. Die Egos der Menschen sind so weit gewachsen, dass sie einfach nur herrschen wollen und sei es nur für ein paar Minuten, ohne Rücksicht auf die Konsequenzen.

Ich sehe eine deutliche Ähnlichkeit zwischen den jetzigen Geschehnissen und dem was dem Volk Israel kurz vor der Zerstörung des Zweiten Tempels und dem Exil aus Jerusalem widerfuhr. In jenen Tagen bestach der Hohepriester seinen Weg zum Titel und diente nur kurze Zeit bis er abgesetzt und durch einen anderen ersetzt wurde. Nirgendwo gibt es Systeme die Menschen darauf vorbereiten Statthalter zu sein. Wie kann man von einer Person erwarten, dass sie weiß wie man über ein Land regiert ohne vorhergehende Vorbereitung? Jeder Job erfordert Lernen und Vorbereitung.

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Neues Leben 1286 – Familiäre Fürsorge für betagte Eltern

Neues Leben 1286 – Familiäre Fürsorge für betagte Eltern

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Leshed-Harel

Um sich die Fürsorge für die alternden Eltern zu teilen, müssen die erwachsenen Kinder sich zusammentun – mit Zeit, Energie und Geld.

Dabei ist eine gleichmäßige Aufteilung der Betreuung kaum möglich, da die einzelnen Beiträge nicht messbar sind. Jedes Kind hat seine eigene, einzigartige Situation, die nicht genau mit den Kontexten der Geschwister verglichen werden kann.

Entsprechend der Weisheit der Kabbala und einer integralen Betrachtungsweise müssen die Kinder etwaige Differenzen zwischen sich beiseite legen und sich monatlich oder halbjährlich treffen, um die Aufgaben, die mit der Pflege der alternden Eltern verbunden sind, zielgerichtet, sachlich und ohne Emotionen aufzuteilen. Dabei sollte das Wohlergehen der Eltern im Mittelpunkt stehen. Jedes Kind gibt, was es kann, sei es Zeit – um die Eltern zum Arzt zu fahren, Geld – um Dienstleistungen im Haus zu bezahlen, oder emotionale Wärme und Pflege. Jeder gibt den Eltern etwas zurück, als würde er dem Schöpfer etwas zurückgeben, da der Schöpfer unsere Eltern für uns bereitstellt.

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Aus KabTVs „Neues Leben 1286 – “Familiäre Fürsorge für betagte Eltern” 30.10.2020

Brüder? Freunde? Oder Mitleidende? Was sind Israelis füreinander?

Ein Student erzählte mir, dass, obwohl Israel auf seine vierten allgemeinen Wahlen in nur zwei Jahren zusteuert, die Regierung bestimmt hat, dass das Thema des nächsten Unabhängigkeitstages, der am 14. April 2021 stattfindet, die israelische Bruderschaft sein wird. Wie ironisch. Der Student fragte mich nach der Bedeutung der Wahl gerade dieses Themas in einer Zeit, in der wir so gespalten sind.

Nun, bedauerlicherweise ist die Wahl dieses Themas an sich bedeutungslos. Wir sind keine Brüder, und es gibt keine Brüderlichkeit unter Israelis. Bestenfalls sind wir Leidensgenossen, wenn eine Krise, wie zum Beispiel ein Krieg, über uns kommt. Aber heute, selbst in der Krise, schrumpft unsere Einigkeit.

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Was kommt als nächstes für Amerika?

Unabhängig davon, wer im kommenden Januar bei der Amtseinführung als US-Präsidenten vereidigt wird, ist viel über den „Trumpismus“ als starke politische Kraft gesagt worden, die sich nicht nur in Amerika, sondern auch in anderen Teilen der Welt ausbreiten wird, wo ein neuer Regierungsstil eingeschlagen wurde.

Wie wird sich dies auf die Zukunft in Amerika auswirken? Zu diesem Zeitpunkt ist es schwer zu sagen, wie sich die derzeitigen Tendenzen entwickeln werden. Was ich mit Sicherheit weiß, ist, dass jede politische Kraft nur dann als solche betrachtet werden kann, wenn sie darauf abzielt, die gegensätzlichen Fraktionen, den Antagonismus zwischen den Menschen, zu verbinden. Das ist die Ideologie, die sich durchsetzen und von nun an jedem klar sein sollte.

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