Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Wahrnehmung'

Jeder von uns kann die Welt mit seinen Gedanken verändern

Frage: Sie sagen, wenn wir nicht die Korrektur erreichen, wird es eine Hungersnot geben. Auf globaler Ebene ist das offensichtlich. Was aber kann ein normaler Mensch tun? Was kann er in die Praxis umsetzen, wenn er keine besonderen Gelegenheiten hat, die Welt zu beeinflussen?

Antwort: Am allermeisten beeinflusst er die Welt mit seinen Gedanken, denn „alles klärt sich im Gedanken“. Unsere Verbindung geschieht nicht durch die Elektrokabel des Internet, den Schallwellen unserer Stimmen, den Bildern auf dem Computer Bildschirm oder gar dem direkten Kontakt miteinander. Die gesamte Verbindung zwischen uns findet in unseren Verlangen statt.

Der Schöpfer erschuf nichts außer dem Verlangen. Wir nehmen unterschiedliche Entwicklungsstufen des Verlangens als Materie dieser Welt wahr – die unbelebte, pflanzliche und tierische Stufe in Form von Gasen, Flüssigkeiten, festen Körper und Plasma. Doch all dies befindet sich nur in unserer Vorstellung. Wir stellen uns vor, dass wir in Zeit, Bewegung und Raum existieren.

Diese Dinge sind jedoch nicht real – es ist nur die Art, wie sich die Realität in unseren unkorrigierten Eigenschaften darstellt. Außerhalb des sichtbaren Bildes der Realität ist die treibende Kraft das Verlangen. Daher existiert jeder Mensch, egal wie entfernt er von anderen ist, in diesem System und beeinflusst jeden darin durch sein Verlangen.

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Des Menschen optimistische Natur hilft ihm, die vollständige Entwicklung zu erlangen


In den Nachrichten (übersetzt aus Science Daily): „Die Menschen sind von Natur aus allgemein optimistisch, wie eine Studie zeigt“ Trotz der Miseren von wirtschaftlichen Rezessionen, Kriegen und Hungersnöten, bis zur Grippeepidemie, welche die Erde heimsuchen, sind die Menschen von Natur aus optimistisch, wie eine neue Studie der Universität von Kansas und eine Gallup-Umfrage zeigen…

 Achtundneunzig Prozent der Menschen weltweit erwarten, dass die nächsten fünf Jahre gleich gut oder besser werden, als ihr jetziges Leben, und 95 Prozent der Menschen erwarten, dass ihr Leben in fünf Jahren gleich gut oder noch besser sein wird, als es ihr Leben vor fünf Jahren war…

In Bezug auf Länder ist der Optimismus in Irland, Brasilien, Dänemark und Neuseeland am größten und am geringsten in Simbabwe, Ägypten, Haiti und Bulgarien. Die USA belegen den 10. Platz auf der Liste der optimistischen Länder.

 Mein Kommentar: Wegen unserer egoistischen Natur sind wir ständig gezwungen, unsere Existenz zu rechtfertigen. Die Tendenz zum Optimismus ist notwendig, um uns dabei zu helfen, zu unserer vollständigen Entwicklung im Leben zu gelangen (nicht, um uns davon abzulenken) und dann den Kurs zu ändern. Daher wird sich alles nur verschlimmern, bis ein Mensch erkennt, dass alles sich verändern muss. Sogar bis zum letzten Augenblick wird er weiterhin denken, dass alles besser wird.

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Leben nach einem neuen Szenario, Teil 1

Die Natur hat dem Menschen die Fähigkeit gegeben, aus sich herauszugehen und sich in die Handlung eines Buches oder Kinofilms hinein zu versetzen. Die Sucht unserer Zeit sind die endlosen Fernsehstaffeln, das ist ein Filmmarathon, in welchen alle hineingezogen werden, sowohl die ältere als auch die jüngere Generation.

Der Traum eines jeden Menschen ist es, nach Hause zu kommen, sich in einen Sessel zu setzen, das Licht zu dimmen, den Fernseher einzuschalten und tief in die nächste Folge einzutauchen.

Die Firma Netflix, die es ermöglicht, Kinofilme mit jedem Gerät anzuschauen, das einen Bildschirm hat: TV, Telefon oder Computer, hat 140 Millionen Abonnenten! Menschen sitzen stundenlang vor dem Bildschirm und schauen sich eine Serie nach der anderen an.

Das versetzt den Menschen in eine andere Realität, er möchte sich vom Alltag lösen und in einen anderen Kinofilm einsteigen. Das heißt, er tauscht den Kinofilm, in dem das Leben ihn zur Hauptfigur zwingt, gegen einen anderen, wo man einfach ein Außenbeobachter sein kann, der ruhig in einem bequemen Sessel sitzt. Wenn man so das ganze Leben lang wie in einem Kinofilm leben könnte.

Irgendwann wird man auf einen Bildschirm verzichten, indem man einen Draht direkt an unseren Köpfen befestigt und uns das Kino des Lebens sendet. Man kann mich sogar zum Haupthelden machen, sodass ich mich in verschiedenen Zuständen erlebe. Wir befinden uns auch jetzt in einem Kinofilm, ohne uns dessen bewusst zu sein. Woher wissen wir, ob das ein Kinofilm ist oder nicht? In Wirklichkeit ist es uns egal: Die Hauptsache ist – wir fühlen uns wohl, oder wir leiden zumindest nicht.

Die Natur hat im Menschen die Fähigkeit entwickelt, aus seinem Leben herauszutreten und sich in die Handlung eines Kinofilms oder Buches, seine Charaktere einzufühlen, um ein Gefühl zu haben, im Kinofilm zu leben. Unser ganzes Leben wird uns wie ein Kino vorgeführt, das sich ändern lässt.

Wir können uns über den Menschen, der den Kinofilm schaut, auf die Ebene der Kräfte erheben, die ihn projizieren – hier können wir eingreifen und unseren Kinofilm, das heißt unser Leben verändern. Ich kann mich zur handelnden Person jedes beliebigen Kinofilms machen, indem ich alle Zustände ändere, einschließlich Leben und Tod.

Die Fähigkeit, die Kinofilme mit zu erleben, wird uns gegeben, damit ich für mich einen neuen Kinofilm gestalten kann, wo ich der Hauptregisseur sein werde. Denn wir bereuen bereits gelebte Kinofilme und würden gerne das vergangene Leben verändern, aber wir glauben, dass dies nicht möglich sei.  Nun, nein, das ist sehr wohl möglich! Ich kann meine Vergangenheit verändern: ich kann diesen Kinofilm stoppen, zum richtigen Zeitpunkt zurückspulen und von vorne anfangen, aber anders!

Ich werde wieder ein sorgloses kleines Kind sein, welches das Leben beginnt. Was möchte ich aber in meinem Leben verändern? Das ist die Frage. Es wird mir nicht erlaubt sein, etwas zu verändern, bis ich ein neues Drehbuch geschrieben habe, das richtiger ist als das alte. Dann werde ich es umsetzen können.

Nachdem ich den Film durchlaufen habe, werde ich anhand der gewonnenen Erfahrung erneut sehen, wie ich ihn verbessern könnte, und ich werde wieder von vorne beginnen, auf einer reiferen, ernsthafteren Ebene, ich versuche dann, mich selbst so zu realisieren, um am Ende des Kinofilmes vor dem Tod nichts zu bereuen. Dann werden wir erkennen, dass der Kinofilm nicht endet, und wie man es macht, damit er für immer weiterläuft.

Die Wissenschaft der Kabbala ermöglicht es jedem Menschen, die Fähigkeit zu entwickeln, sein eigenes Lebensszenario zu übertragen und alles unter Kontrolle zu halten. Wir lernen, unser Leben in der richtigen Form anzunehmen, damit wir keinen seiner Momente bereuen. Wir wollen es nicht zurückspulen, um es wieder zu reparieren.

Das zurückgelegte Leben wird richtig, freundlich, bedeutungsvoll sein, und ich werde keinen einzigen Moment bereuen. Und dann, nach all diesen Berechnungen werde ich feststellen, dass diese Handlungen nicht von mir waren, sondern dass es eine Kraft gibt, die mir den Kinofilm übermittelt. Alle Schwierigkeiten und Probleme, die ich durchmachen musste, sollten mich in einen perfekten Zustand bringen. Es war nicht möglich, das auf eine andere Weise zu tun! Also stimme ich zu, und genau hier endet der Kinofilm und das wirkliche Leben beginnt. 

Dann sehe ich, dass mein ganzes Leben davor nur ein Traum war, aus dem ich nun in ein neues Leben aufwache und einen neuen Tag beginne. Dieses Leben ist ewig und perfekt. Ich stehe in der richtigen Beziehung zu demjenigen, der mir diesen Kinofilm überträgt, und wir bauen meine weitere Entwicklung gemeinsam auf, indem wir einen neuen Kinofilm produzieren.

Ich werde zum Drehbuchautor, Kameramann und Regisseur – zum alleinigen Eigentümer des Kinofilms mit vielen tausend Teilnehmern, ich weiß und verstehe, wie alles funktioniert und wie es aufgebaut ist. Anstelle der höheren Kraft gestalte ich selbst mein Leben. Jedem Menschen ist sein eigenes Leben und seine eigene Welt mit allen Akteuren gegeben.

Fortsetzung folgt …

Aus dem 1167 Gespräch über das neue Leben, 22.11.2019

[#254531]

Die Motive des Schöpfers verstehen.

Frage: Sie behaupten, der Weg des Lichts sei ein einfacherer Weg. Es stellt sich jedoch heraus, dass man obwohl man versucht den besten Weg zu gehen, kein gutes Ergebnis erzielt. Man versteht nicht, ob man sich im Abstieg befindet oder ob solche Schwierigkeiten normal sind.

Antwort: Wenn ihr euch bemüht, dann solltet ihr alles, was euch passiert, als Belohnung wahrnehmen.  Diese Art der Reaktion ermöglicht euren Fortschritt, obwohl es manchmal sehr unangenehm ist. Denkt also nicht, dass ihr als Antwort auf eure richtigen und guten Taten, sofort positive Dinge in eurem Leben entdecken werdet. Nein, so könnt ihr nicht aus eurem Egoismus herausrausgezogen werden.

Ihr müsst da rausgezogen werden. Selbst wenn ihr einen Schritt in Richtung der Spiritualität gemacht habt, bleibt ihr immer noch im Ego. Das bedeutet, dass ihr immer wieder angeschoben werden müsst. Anschieben kann man euch mit allen möglichen negativen Einflüssen.

Ihr sollt also nicht sagen: „Ich bemühe mich sehr mit meinen Freunden in der Gruppe, im Studium, in der Verbreitung, und was bringt das? Ich habe nichts.“ Ihr wisst nicht, dass das Ergebnis all eurer Bemühungen, letztendlich „knallen“ und den richtigen Effekt erzielen wird.  

Ihr könnt darüber in vielen Artikeln von Baal HaSulam, RABASH und allen Kabbalisten der Vergangenheit lesen.

Frage: Muss man daher Schläge als Streicheln wahrnehmen?

Antwort: Als Billigung. Es heißt: „Der Schöpfer bestraft diejenigen, die er liebt“. Ihr müsst es als Belohnung betrachten. So werdet ihr euch über den Egoismus erheben. Schließlich ist es für euch wichtig, da rauszukommen. Wie könnt ihr euch sonst darüber erheben?

Wenn ihr euren Egoismus zu hassen beginnt und versucht euch darüber zu erheben, erst dann werdet ihr alle Motive des Schöpfers verstehen.

 

Aus dem Unterricht, 14.07.2019

(252180)

Erhebe deinen Punkt im Herzen

Rabash, „TANTA [Taamim, Nekudot, Tagin, Otiot]“: Taamim [Geschmäcker] bedeutet, dass jemand, der einen guten Geschmack im Leben kosten möchte, auf seinen Punkt im Herzen achten sollte.

Jeder von uns hat einen Punkt im Herzen. Wir können ihn spüren wenn er beginnt zu leuchten. Dieser Punkt im Herzen ist eine Unterscheidung der Nefesh [Seele] von Kedusha [Heiligkeit], deren Natur ein Gefäß des Gebens ist.

Da sie sich jedoch in einem Zustand der Shechina [Göttlichkeit] im Staub befindet, betrachten wir sie als “Nichts”. Sie ist für uns nur so wichtig wie Staub. Dies wird als Nekudot [Punkte] bezeichnet.

Wir empfinden den Punkt im Herzen tatsächlich als so etwas Unwesentliches wie Staub. Doch brauchen wir diesen Punkt um unsere Seele aufbauen zu können, da sie die Eigenschaft des Gebens ist.

Wenn sich der Punkt entzündet treibt er uns voran. Er lässt uns die Bedeutungslosigkeit unseres Zustandes, unserer Probleme, unsere Wertlosigkeit und Leere spüren. Er ist der Antrieb der gesamten Welt. Wir müssen verstehen, dass wir aus dem egoistischen Verlangen heraus nicht in der Lage sein werden, uns selbst in irgendeiner Weise zu erfüllen. Die Welt wird weiterhin zerstört werden, und wir werden nichts dagegen tun können.

Das Einzige, was wir tun können, ist den Punkt im Herzen zu erheben und ihm die Wichtigkeit geben. Die Eigenschaft des Gebens ist unserer Natur entgegengesetzt, daher erscheint er in unserer Wahrnehmung schwarz und wir fühlen die Finsternis. Das ist der Grund warum wir nicht erkennen können was er wirklich ist.

Er ist die Sehnsucht in uns nach Spiritualität, der Wunsch nach Einheit und des Gebens. 

Dieses Gefühl bringt uns dazu, nach Erfüllung zu suchen und nach dem Sinn unseres Lebens. 

Dann beginnen wir unsere Seele zu entwickeln und betreten damit eine völlig andere Realität, nämlich die spirituelle Welt.

[252475]

Kabbala Weltkongress in Moldawien, Lektion „0“ vom 05.09.2019  „In den Kongress eintreten

Wissenschaftler haben (wieder einmal) alles auf den Kopf gestellt


News Story: DNA sprengt den griechischen Mythos über Frauen

„Frauen des Alten Griechenland haben Ihre Rechte machtvoll vertreten – dies entdeckten Wissenschaftler vor einigen Jahren – und oft spielten sie die Schlüsselrolle in Staatsaffairen. Bis heute dachte man, dass sie nicht besser als Sklaven behandelt worden wären.

Diese Entdeckung ist Teil einer Untersuchung der Forscher aus Manchester betreffend die Fundstücke aus Mykene, Europas erster Großstadt und Hauptstadt der Ländereien Agamemnons.

„Man dachte, dass zur damaligen Zeit Frauen kaum mehr wert waren als ein herkömmliches Besitztum“, sagte Professor Terry Brown von der Fakultät der lebenden Wissenschaften an der Manchester Universität. „Unsere Arbeit beweist, dass diese Meinungen falsch sind.“

Mein Kommentar: Die Wissenschaft verfolgt eine Sache nie länger, sondern legt sie als Tatsache fest, die sie in einem bestimmten Moment vermutet. Die Meinung von Heute ist der Irrtum von Morgen. Ich hoffe, dass das Gleiche bald mit unserer Wahrnehmung des Bösen und seiner Ausrottung in der Welt geschieht. Die Menschen beginnen stufenweise zu verstehen, dass es nicht unsere Handlungen sind, die der Natur schaden und ihre negative Reaktion auf uns bewirken, sondern dass es unsere egoistischen Gedanken sind.

Nehmen Sie als Beispiel Grassfires Protest gegen die Besteuerung des Kampfes gegen CO2 Emissionen und Globale Erwärmung, den Protest gegen Al Gores „Absurdität“ und gegen die Schuldgefühle wegen der Zerstörung des Klimas.

In unserer Welt sehen wir nur die Folgen des Einflusses der Höheren Kraft; wir sehen die Verbindung und die Zusammenhänge zwischen den Kräften nicht. Selbst wenn wir Ursache und Wirkung in der Welt betrachten, scheint es, als wäre alles auf diese Welt hier beschränkt. In der Realität aber entspringt alles seiner Ursache, geht durch die Höhere Welt und kommt dann wiederum mit allen Konsequenzen in unsere Welt zurück. Jedes Ereignis in unserer Welt ist eine Folge der Lenkenden Kraft, welche von Oben herabsteigt. Wenn wir alle Kräfte sehen könnten anstatt nur einen Teil derselben, würden wir erkennen, dass es nicht CO2 Emissionen sind, die die Atmosphäre beeinträchtigen, sondern dass es die Höhere Kraft ist, welche die Atmosphäre festlegt und der hauptsächliche Bestandteil dieser Kräfte wird durch unsere Verlangen und Gedanken festgelegt (Herz und Bedeutung).

Verwandtes Material:
Kabbalah Today Article: The Tip of the Iceberg
Article: Michael Laitman’s Theorie for Altruistic Evolution
 
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Kabbala und die sieben externen Wissenschaften

Die Wissenschaft der Kabbala spricht über die spirituelle Welt und die Kräfte, die in der Natur arbeiten. Diese Kräfte wirken auf die Materie unserer Welt, erschaffen verschiedene Bilder in ihr, woraus ein ganzes Universum folgt, mit allem, womit es gefüllt ist: unbelebte Objekte, Vegetation, Tiere und Menschen. Doch all das sehen wir auf dem Schrim im hinteren Teil unseres Gehirns und darum erscheint es uns, als ob es vor uns ist. Auf diese Weise stellen wir uns die Wirklichkeit vor.

Darum ist die Wissenschaft der Kabbala von diesem falschen Bild völlig getrennt, obwohl dieses Bild uns hilft, die Tiefe der Schöpfung zu erreichen, ihre Absicht und den Charakter des Schöpfers. Doch im Wesentlichen lehrt uns die Wissenschaft der Kabbala, wie wir von diesem äußeren Bild zum inneren, wahren Zustand gelangen können, wo nur zwei Kräfte verbleiben – die Kraft des Schöpfers und die Kraft der Schöpfung.

Natürlich teilt sich jede von ihnen in viel mehr Teile, in bestimmte Kräfte und Handlungen. Doch im Wesentlichen spricht sie nur über Kräfte: den Willen zu Empfangen, den Willen zu geniessen und was zwischen ihnen geschieht. Daraus besteht jede Wissenschaft.

Wenn eine Wissenschaft über die Wechselwirkung zwischen diesen beiden fundamentalen Kräften spricht, dann haben wir die Wissenschaft der Kabbala. Und wenn sie über verschiedene Folgen dieser Wechselwirkung auf verschiedenen Stufen der Materie spricht – unbelebt, pflanzlich, tierisch und menschlich – dann haben wir die Wissenschaften dieser Welt.

Natürlich sind diese Wissenschaften wahr, denn sie geben uns Wissen über das äußere Verhalten, durch das diese zwei inneren Kräfte ausgedrückt werden. Aber diese Wissenschaften sind sehr limitiert und wir können ihnen nur innerhalb der Grenzen unserer engen Welt vertrauen.

Es stellt sich heraus, dass die Wissenschaft der Kabbala, welche die zwei in der Natur wirkenden Kräfte erklärt, die Basis für alle anderen Wissenschaften ist. Und das schließt nicht nur die Naturwissenschaften ein, welche die Natur und die äußere Welt studieren, wie Physik, Chemie, Biologie und Zoologie, sondern ebenfalls solche, die zum Menschen direkt gehören, wie Musik, Tanz, und die Kunst.

All diese sind ebenfalls Teile der „sieben fundamentalen äußeren Wissenschaften“, denn sie geben uns Kenntnis über die Fähigkeiten des Menschen, seine Welt wahrzunehmen und zu empfinden.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 21.02.2011, „Einführung zum Buch ‘Panim Meirot uMasbirot'“

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Zwei Sprachen sprechen lernen

Frage: Wenn die Kabbala die Grundlage aller Wissenschaften ist, sollten wir dann einem Kind zuerst das Wissen über diese Wissenschaft geben und ihm dann alle anderen Wissenschaften beibringen?

Meine Antwort: Zuerst muss ein Kind mit seiner Welt vertraut werden. Doch es ist möglich, einem Kind die Begriffe der Wissenschaft der Kabbala zu lehren, wenn es ganz jung ist, ungefähr sechs Jahre, oder sogar eher.

Kinder können diese Weisheit parallel zu den Wissenschaften dieser Welt genauso leicht auf ihre natürliche Weise wahrnehmen, wie sie sich mehrere Sprachen merken können. Genauso können wir ihnen diese zwei Sprachen erklären: die innere und die äußere. Sie werden das leicht lernen und es wird für sie zur Grundlage ihrer Wahrnehmung, wie eine in der Kindheit gelernte Gewohnheit.

Man muss erklären, dass es zwei Kräfte in der Welt gibt. Und alles, was wir mit unseren physischen Augen sehen sind Bilder, die in unseren Sinnen als Folge der Wechselwirkung dieser zwei Kräfte erscheinen. Dann wird ein Kind fähig, das innere Wesen jedes Phänomen, das es beobachtet, zu verstehen.

Jedes Objekt, wie ein Tisch, ein Stuhl, ein Mensch, ein Auto oder ein Flugzeug, kann schließlich als Kombination dieser zwei Kräfte – Empfangen und Geben – ausgelegt werden und es ist möglich zu bestimmen, warum diese bestimmte Kombination dieser zwei Kräfte genau dieses Bild des materiellen Objektes in uns erzeugt. Dann wird es verstehen, was es davon erhalten kann und wie es das nutzen kann, um bestimmte Materialien oder spirituellen Gewinn zu erwerben. Denn es wird den Platz dieses Objektes in der gesamten Wirklichkeit kennen und das ist sehr wichtig.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 21.02.2011, „Einführung zum Buch ‘Panim Meirot uMasbirot'“

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Leben und Tod sind ein Wechsel von Empfindungen

Frage: Was passiert nach dem Tod eines physischen Körpers? Verschwindet das Bewusstsein?

Antwort: Das Bewusstsein des tierischen Körpers verschwindet, und das Bewusstsein der Seele bleibt erhalten.

Frage: Was ist, wenn der Mensch die Seele noch nicht entwickelt hat?

Antwort: Dann muss er sich wieder in den tierischen Körper kleiden.

Frage: Heißt das, dass er nichts fühlt, als wäre er eingeschlafen?

Antwort: Nicht ganz.  Da der Mensch noch nicht aus seinem Egoismus herausgetreten ist, gibt es gewisse Empfindungen, sie sind aber sehr illusorisch. Er bemerkt in dieser Welt gewisse Schwankungen. 

Frage: Wenn er in einen neuen Körper gekleidet ist, weiß er dann nicht mehr, wer er in seinem früheren Leben war? Oder gibt es eine Möglichkeit, dies zu spüren? 

Antwort: Nein. Er spürt es nicht. Wir müssen Folgendes verstehen: die Begriffe wie Tod und Leben gibt es nicht. Es geht um einen Wechsel von Empfindungen, nichts weiter. 

Frage: Was bleibt vom früheren Leben übrig und was ist im neuen Leben los?

Antwort: Nichts.

Frage: Was geschieht mit den Erfahrungen, mit den Leiden und Vergnügen, die der Mensch in seinem Leben empfunden hat?

Antwort: Sie werden zusammengefasst und gehen von einem, zum anderen Zustand über. Nichts verschwindet! Grundsätzlich ändern sich die gesammelten Erfahrungen in der nächsten Generation. Aus diesem Grund ist jede neue Generation anders. Sie ist nicht nur weiter fortgeschritten, sie hat auch eine andere Art des Denkens.

 

Aus der TV-Sendung „Grundlagen der Kabbala“, 11.12.2018

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Der Wohnsitz in der Welt der Unendlichkeit

Frage: Über den Sukkot Feiertag ist gesagt: „Gehe aus deinem Haus heraus und lasse dich an dem zeitweiligen Ort nieder“.

Aber welcher normale Mensch wird freiwillig sein festes, bequemes Haus verlassen, um in den Behelfsbau umzusiedeln?

Antwort: Wir werden sowieso gezwungen sein, unsere egoistische Behausung zu verlassen, ob wir es wollen oder nicht. Auch wenn dir jetzt dein heutiger Wohnsitz als fest vorkommt, ist es allen bekannt, dass er vorübergehend ist, und alle an den anderen, beständigen Ort umgesiedelt sein werden.

Und Kabbala bietet im Voraus „das beständige Haus zu verlassen“, das uns solch sicher zu sein scheint, und, „ins vorübergehende“ überzugehen.

Unsere Selbstsucht zeichnet uns unsere Welt als beständig auf, aber das Studium der Kabbala zeigt uns eine andere Beziehung der Welten: die Welt des Gebens ist konstant, in Wirklichkeit ist sie die Welt der Unendlichkeit, worin sich der Mensch mit dem Schöpfer verbindet und die Ewigkeit und die Vollkommenheit erreicht.

Und wir sind wie kleine Kinder, die am gewöhnlichen Ort befestigt sind, wir haben Angst, uns davon zu entfernen, das Lieblingsspielzeug abzugeben, sogar für die Erwachsenen ist es schwierig, sich von den gewöhnlichen Anblicken zu trennen und, die Welt anders anzuschauen.

Der Unterschied zwischen der beständigen und vorübergehenden Behausung besteht darin, dass ich mit Hilfe der neuen Umgebung versuche, von der vorigen Umgebung abgetrennt zu werden, die „der beständige Wohnsitz“ heißt.

Ich befinde mich in der vorigen Umgebung unter dem Druck der Massenmedien, der Meinung der Mitarbeiter und der Nachbarn, mit der Verpflichtung, wie alle zu sein, wie alle zu denken.

Ich hänge von der Menge der Faktoren ab, die meine „ständige Behausung“ bestimmen – ich bin allen verpflichtet, ich lebe genauso, wie es alle tun. Meine Lebensweise ist allen klar und von allen gebilligt.

Und plötzlich scheint mir diese beständige Behausung, ein Konzentrationslager zu sein, aus dem ich mich nicht befreien kann! Ich beginne, mich von der Seite zu betrachten, beginne zu verstehen, dass dieses beständige und so ein vorübergehendes Leben schon bald zu Ende gehen wird…

Unter der neuen Einwirkung der Bücher und der Meinung der Gruppe, gehe ich allmählich aus „dem Wettbewerb des Lebens“ hinaus und sehe „den beständigen Wohnsitz“ (den Zustand) an – im höheren Licht, in seiner absoluten Ruhe, sowohl in dieser Welt, als auch in der Zukunft.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 22.09.2010

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