Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Verlangen'

Kontakt der Herzen

Frage: Man kann einem Menschen zuhören, um Informationen zu erhalten oder man kann einem anderen Menschen zuhören, um Empathie und Verständnis für diesen Menschen zu entwickeln. Was bedeutet „zuhören“ aus Sicht der Kabbala?

Antwort: Aus Sicht der Kabbala ist es der Kontakt der Herzen. Ich möchte fühlen, was mein Freund fühlt. Zuhören und Fühlen sind verschiedene Dinge. Wenn ich den anderen spüre, brauche ich seine Worte nicht, sein Inneres dringt in mich ein und erfüllt mich. Einfaches Zuhören ist ein Zuhören, wie man z.B. Radio hört.

Wenn ich als Kabbalist meinem Freund zuhöre, dann tue ich das mit einer bestimmten Absicht: Meine Aufmerksamkeit könnte jetzt helfen, mich mit meinem Freund zu verbinden und gemeinsame Gefühle, Gedanken, Wünsche, Sehnsüchte zwischen uns entstehen zu lassen. Dann werden wir zusammen an einem gemeinsamen Ziel arbeiten, wir streben danach – den Schöpfer zu offenbaren.

Frage: In integralen Bildungskursen sitzen wir normalerweise im Kreis und besprechen ein bestimmtes Thema. Dabei äußert jeder seine Meinung, während die anderen zuhören. Wie höre ich den anderen richtig?

Antwort: Sie sollten sich in diesen Menschen einschließen und dabei das Gefühl entwickeln, dass Sie gemeinsame spirituelle Ziele mit ihm haben, dann wird es klappen.

Aus der Fernsehsendung „Kommunikationsfertigkeiten“, 14.08.2020.

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Wird die Natur anfangen, uns zu helfen?

Wenn wir nicht daran arbeiten, unsere Gedanken zu korrigieren, werden Viren immer schädlicher und zerstörerischer, da diese Entwicklung weitergeht. Es kann nicht aufgehalten werden.

Das Programm der Natur ist es, uns zur Korrektur zu bringen. Wenn wir nicht freiwillig den Weg des Lichts anstreben, werden wir durch den Weg des Leidens dort hin gebracht. Kabbalisten warnen uns, wenn wir die Korrektur nicht vollziehen, kann es zu einem nuklearen Weltkrieg kommen.

Damit wird es nicht enden. Es werden ein paar tausend Jahre vergehen, die Menschheit wird dann, nach all den Nuklearexplosionen, neu auferstehen und beginnen, sich zu entwickeln: an der Feuerstelle sitzen und Mammuts jagen…

Hoffen wir, dass die Natur es nicht zulässt, dass wir uns mit Atombomben umbringen. Ich glaube fest daran, dass die Menschheit innehalten wird, um über die Korrektur nachzudenken. Wir sehen alle, dass es keinen anderen Ausweg gibt, was wir tun müssen ist, die Hand zu erheben. Wenn wir um Hilfe bitten, dann sind wir bereit, über den egoistischen Verstand hinaus, Hilfe zu erhalten und das als das einzige Heilmittel einzusetzen. [Rest des Beitrags lesen →]

Jerusalem das Herz der Welt

Die Entschlossenheit und Hartnäckigkeit, mit der sich die Pandemie weiter global ausbreitet, hat zu einer Taubheit geführt und uns einschläfern lassen. Eine allgemeine Müdigkeit hat sich über die ganze Menschheit ausgebreitet, so dass der Drang, eine Quelle der Zufriedenheit zu finden, nur natürlich ist. Kürzlich kam ein Lied in der Sprache der Zulu mit einer Botschaft der Hoffnung – Jerusalema – hinzu, die sich in einen kollektiven Tanz verwandelte, der die Welt im Sturm erobert hat. Seine Ausbreitung zeigt, wie sehr die Menschen bestrebt sind, sich zu verbinden. Nun stellt sich die Frage, wie dieses Gefühl der Verbundenheit auf eine höhere Ebene der Einheit gehoben werden kann, eine Ebene, die über unsere physischen Handlungen und die Entfernungen zwischen uns hinausgeht, um dauerhafte Freude zu bereiten.

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Was die Götter unserer Welt stürzen wird?

Ein Student stellte mir folgende Frage: „Geld, Sex und Macht sind die Götter, die unsere Welt heutzutage antreiben. Warum geschieht dies so und was wird die Welt verändern?

Hier meine Antwort: Erstens: Unsere Anlage ist der Wunsch, Vergnügen zu empfangen; das ist unsere „Substanz“. Wir nutzen alle Mittel, um diesen Wunsch nach Vergnügen zu befriedigen, wie immer wir es können. Wenn uns eine bestimmte Eigenschaft oder Fähigkeit mehr Befriedigung verschafft, schätzen wir sie entsprechend mehr.

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Volk Israel: die Chanukka-Menora soll die Welt erhellen

Es gibt keinen besseren Zeitpunkt für das Feiern von Chanukka, dem Lichterfest, als die aktuelle Zeit, in der die Welt von Zwietracht geprägt ist und Licht so sehr gebraucht wird. Die Menschheit sieht sich heute mit den Auswirkungen eines globalen Virus konfrontiert, der im Grunde in jeden Winkel des Planeten eingedrungen ist, während sich die Pandemie des Hasses und der Trennung weltweit weiter ausbreitet. Gerade die jüdische Nation hat die Kraft, die Liebe über den Hass und das Licht über die Dunkelheit zu entzünden.

Das Wort „Chanukka“, von hebräisch „Hanu-Koh“, oder „Park hier“, bezieht sich eigentlich auf einen spirituellen Prozess. Es repräsentiert die erste Stufe der spirituellen Entwicklung, in der wir beginnen, das Verlangen nach selbstsüchtigen Genuss zu korrigieren und es in ein Verlangen umzuwandeln, anderen etwas zu schenken – ein Zustand, der uns von der Dunkelheit der Trennung, von Konflikten, Streitereien, rücksichtslosem Konkurrenzdenken und dem Drang, andere auszubeuten und zu dominieren, befreit.

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Dialog mit sich selbst

Frage: Es ist kein Geheimnis, dass wir 95-99% der Zeit in einem inneren Dialog mit uns selbst verbringen. Wissenschaftler sagen, dass es einerseits schlecht ist, da der Mensch eine riesige Menge an Energie dafür aufwendet. Andererseits ist es ohne eine solche Reflexion unmöglich, die Erfahrung, die ein Mensch im Leben macht, zu verarbeiten.

Wie kann der innere Dialog gestoppt werden?

Antwort: Halten Sie ihn nicht auf. Im Gegenteil, es ist der innere Dialog, der das Wachstum eines Menschen im Menschen fördert. Das Einzige, was wir tun müssen, ist zu prüfen, woher wir, aus welchen Quellen, zusätzliches Futter bekommen: Bücher, Fernsehen usw.

Ich bin dafür, dass der Mensch immer doppelt überprüft, was ihn beeinflusst, aus welchen Quellen- wissenschaftlicher, sinnlicher, technischer oder anderer Informationen es kommt – damit sie auf ihn richtig einwirken und ihn formen können.

Das Wichtigste ist sein Umfeld: Freunde, Kollegen, Bekannte. Es ist wesentlich, mit wem man kommuniziert, damit man sich unter dem richtigen Einfluss entwickeln kann. Das Umfeld muss dir den Weg zu einer guten Beziehung zu anderen zeigen. Was auch immer geschieht, es ist das, was letztendlich gewinnt.

Au der TV-Sendung „Kabbala- Express“, 27.09.2020.

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Zu Einem Streit Gehören Zwei

Der 16. November wird als internationaler Tag der Toleranz gefeiert. In Zeiten wie diesen ist solch ein Tag von äußerster Notwendigkeit. Wenn heutzutage Politiker und Journalisten öffentlich dazu aufrufen, Andersdenkende von der Gesellschaft zu entfernen und sie sogar “brennt sie nieder, weil wenn es Überlebende gibt…, werden sie es wieder tun”, rufen, so scheint Toleranz, nicht mehr als Illusion und Wunschdenken zu sein.

Intoleranz steigt wellenförmig an. Immer dann, wenn Intoleranz eine Spitze erreicht hat, bricht Gewalt in unterschiedlichster Form aus. Derzeit sieht es so aus, als würden wir eine weitere Spitze der Intoleranz ansteuern und wenn wir jetzt damit nicht besser umgehen werden als zuvor, wird dies stärkere Ausmaße, als jene die wir in der Vergangenheit erlebt haben, annehmen. Und wenn uns die Geschichte etwas gelehrt hat, dann, dass die Spitzen immer höher steigen und diese schließlich zu noch brutaleren Gewalttaten führen.

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Der Übergang zur menschlichen Stufe

Frage: Ein Mensch muss einen Sinn im Leben haben sonst ist es kein Leben. Gibt es eine spirituelle Wurzel für ein solches Phänomen wie die Suche nach dem Sinn des Lebens?

Antwort: Während des ganzen Lebens erscheinen in uns stufenweise die Wünsche der unbelebten, dann der pflanzlichen, der belebten (tierischen) und schließlich der menschlichen Stufe. Wir entwickeln uns so bis zu unserem persönlichen Höchststand, dann nähern wir uns dem Lebensabend, dem Tod an. In jedem Menschenleben entwickelt es sich individuell.

Parallel dazu geschieht das gleiche in der Gesellschaft. In allen Stadien unserer Entwicklung sehen wir, dass auch die Menschheit die Stufen der unbelebten, pflanzlichen und belebten Stufe durchlaufen hat und sich nun auf der Stufe des menschlichen Bewusstseins für den Sinn des Lebens befindet.

In der Regel existieren wir als Tiere, die einen eigenen Bau oder eine eigene Höhle wünschen, um sich fortpflanzen und ihr Leben bis zu den letzten Lebenstagen gesund und glücklich verbringen und schließlich friedlich sterben können. Ein solches Dasein, bei dem sich der Körper nur um sich selbst kümmert, wird als tierische Stufe bezeichnet, denn der Mensch denkt nur an seinen „Bauch“, an sein Materielles.

In letzter Zeit hat die Menschheit begonnen, auf eine andere Stufe aufzusteigen. Von der tierischen Stufe aus beginnt sich die nächste Stufe herauszubilden – der „Mensch“. Diese Stufe hat keinen Ausdruck in der irdischen Form.

Die unbelebte, pflanzliche und tierische Stufe existieren in der Natur in ihrem äußeren, materiellen Ausdruck, wobei sich der Mensch vom Tier nur darin unterscheidet, dass er einen höheren, tiefen Sinn des Lebens hat und sich zu dessen Verständnis hin entwickelt.

Mit anderen Worten: Was außerhalb unserer belebten Ebene liegt, wird als menschliche Ebene bezeichnet.

Frage: Was glauben Sie, wie viel Prozent der Menschen suchen heute nach einem Lebenssinn?

Antwort: Ich denke, dass es sich hierbei um Einzelfälle handelt, d.h. Hunderttausende, nicht mehr.

Aus dem TV-Programm „Management-Fertigkeiten“, 02.07.2020

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„Hier gibt’s keinen Sex!“


Eine Frage, die ich erhielt: Was meinen Sie, wenn Sie sagen, dass Sex die Wurzel aller Verlangen sei? Was sagt die Kabbala zum Thema Sex und allem, was dazu gehört wie Pornografie, Prostitution usw.?

Meine Antwort: In UdSSR-Zeiten gab es einen populären Slogan: „Hier gibt’s keinen Sex!“ Man machte sich über die Leute lustig, weil alle Vergnügungen auf Sex basierten – so sind wir geboren.

Der Grund dafür ist, dass in der spirituellen Welt Sex die Vereinigung von entgegen gesetzten Verlangen mit der Absicht, sich gegenseitig Vergnügen zu bereiten, darstellt. Wenn die Seele empfängt, um dem Licht Vergnügen zu bereiten und im Gegenzug das Licht die Seele mit Entzücken erfüllt. Diese Vereinigung wird Siwug de Hakaa genannt; es ist eine explosive Vereinigung, wo die Seele explosionsartig ihren egoistischen Gebrauch des Egoismus annulliert und ihn stattdessen zum Geben benutzt bzw. ihn matt setzt (Siwug). [Rest des Beitrags lesen →]

Das Virus verbreitet sich durch Gedanken

21Wenn ich es zulasse, dass meine schlechten Gedanken über andere nach außen dringen, zum Ausdruck gebracht und dadurch auch gehört werden, so gebe ich ihnen die Chance, sich zu manifestieren. Solange sie sich in mir befinden, kann ich sie immer noch unterdrücken und verbieten, dass diese Gedanken aus mir herauskommen, d.h. ich reduziere sie auf meine ursprüngliche egoistische Natur.

Ein negativer Gedanke über den Nächsten ist wie eine Handlung. Ich kann einen Gedanken einfangen und verhindern, dass er auftaucht und anderen schadet. Ein Gedanke löst eine Handlung aus, wenn auch keine materielle. Wenn ich böse Gedanken frei fließen und handeln lasse, ohne zu versuchen, sie zu kontrollieren oder zu unterdrücken, schade ich dadurch meinem Nächsten und setze schlechte Handlungen in die Welt. [Rest des Beitrags lesen →]