Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Studium der Kabbala'

Die Weisheit der Kabbala verbietet überhaupt nichts

Frage: Wenn es notwendig ist, das ganze Leben der spirituellen Entwicklung zu widmen und „andere Dinge“ auszuklammern, wann hat man dann noch Zeit zu leben? Warum hat der Schöpfer alles so kompliziert gemacht?

Meine Antwort: Und wofür lebt eine Person? Wenn wir beginnen, die Methode der Weisheit der Kabbala zu studieren, fangen wir an sie zu leben. Wir fühlen, über welche Kräfte sie spricht, wie es möglich ist, sie zu entdecken und zu verstehen, wie die Welt funktioniert.

Die Weisheit der Kabbala ist die Grundlage der menschlichen Kultur, aller Religionen und alles Wissens, weil sie über das Höhere Leitsystem spricht. Alles, was in unserer Welt existiert, ist ein Resultat dieses Systems. Durch das Studium der Weisheit der Kabbala ist es möglich, sich in dieses System zu integrieren.

Es gibt in der Weisheit der Kabbala keine Verbote von irdischen Vergnügungen. Es ist möglich, in Ruhe fischen zu gehen, ein Fußballspiel anzuschauen, Sport zu treiben, sich um die Familie zu kümmern usw. Es ist nicht notwendig, irdische Interessen aufzugeben. Eine Ausnahme ist der Gebrauch harter Drogen, weil sie den Menschen von der Realität trennen, und davon, das Höhere System zu verstehen.

Die Weisheit der Kabbala verbietet überhaupt nichts. Sie hat nichts zu tun mit Klosterleben, Askese oder Selbsteinschränkung. Sie spricht nur darüber, wie man dem Leben besondere höhere Genüsse hinzufügen kann.

Dennoch wissen wir, dass wir für jedes Vergnügen, für jeden erfüllten Wunsch und für das ganze Wissen mit unserer Kraft und Zeit bezahlen müssen. Genauso ist es hiermit.

Aus der russischen Kabbalalektion vom  4/17/16

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Das spirituelle Gen, Teil 3

Frage: Was ist der Unterschied in der spirituellen DNA zwischen verschiedenen Menschen?

Meine Antwort: Die spirituelle DNA wird definiert nach dem Platz, wo eine Person sich im generellen System befindet. Die gesamte DNA setzt sich zusammen aus einem Wunsch, einer Form und einem Netzwerk, das Adam – ein Mensch genannt wird.

Frage: Was bestimmt, in welche Familie ein Mensch hinein geboren wird?

Meine Antwort: Die spirituelle DNA bestimmt, welche Eltern welches Kind in die Welt setzen, mit dem Ziel, es mit den optimalen Bedingungen für seine Selbstverwirklichung zu unterstützen. Sie sollten dabei helfen, sicherzustellen, dass sich seine spirituelle DNA entwickeln und sich mit anderer  DNA in ihrer vorgesehenen Form verbinden kann.

Frage: Gibt es so etwas wie eine spirituelle Genetik? Was lehrt sie?

Meine Antwort: Die spirituelle Genetik ist die Weisheit der Kabbala. Die spirituelle Genetik studiert genauso wie die wissenschaftliche Genetik die Wege der Entwicklung der DNA. Aber in der Praxis bestehen 99% davon in der korrekten, optimalen, praktischen und rationalen Nutzung der individuellen DNA und dem gemeinsamen Erbgut, das in Gruppen und Systemen miteinander verbunden ist.

Frage: Die materielle DNA ist erforderlich, um einen menschlichen Körper zu erschaffen. Wofür wird die spirituelle DNA gebraucht?

Meine Antwort: Die materielle DNA und die gesamte materielle Welt sind eine Illusion und existieren nur in unserer Fantasie. Sie bestehen solange, bis wir unsere spirituelle DNA in die Tat umsetzen. Das spirituelle Gen ist die tatsächlich existierende Grundlage der Schöpfung, das wir in Kraft setzen müssen.

Unsere Welt ist ein Traum, der derart gestaltet ist, dass wir die richtige Umsetzung der spirituellen DNA erreichen. Alles, was uns als materielle Welt erscheint, existiert in Wirklichkeit nicht. Selbst moderne Physiker stimmen dem zu. Die Physiker erkannten aus ihrem Studium der Materie, dass sie aus Photonen zusammengesetzt ist, die Wellen und Teilchen zugleich und absolut formlos sind. Und die Kombination dieser Partikel in der einen oder anderen Form hängt vom Betrachter ab. Diese Welt hat keine eigene Form, sie existiert einfach nicht.

Aus KabTV’s “Neues Leben” 7/12/16

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Literatur und die Weisheit der Kabbala

Frage: Ich glaube, dass ich ohne die Literatur, die ich vor meinem Kabbalastudium las, nichts von der Kabbala verstehen würde. Selbst Baal HaSulam las Novellen und befasste sich mit Geschichte. Was ist also überflüssig und was könnte bei der Entwicklung hilfreich sein?

Meine Antwort: Ich sage nicht, dass man sich während des Kabbalastudiums mit nichts anderem beschäftigen bzw. nichts anderes lesen sollte. Ich warne nur davor, dass das Studium der Kabbala die Interessen des Menschen im Allgemeinen reduziert und ihn auf einen klar umrissenen Weg führt. Er geht diesen Weg, von welchem er schwer wieder ablassen kann, da sich seine Gedanken und seine Sehnsucht vollkommen auf den Schöpfer konzentrieren.

Dadurch wird er alles andere zu verstehen in der Lage sein. Die Harmonie breitet sich vor ihm auch bezogen auf Musik, Literatur und Kunst aus. Der Mensch erkennt dann den inneren Zusammenhang zwischen allen Dingen. Er erkennt den inneren Antrieb großer Gelehrter, Schriftsteller, Künstler und Komponisten, einzigartige Werke zu erschaffen. Alles fügt sich in ihm zu einem Ganzen zusammen und sein Interesse für neue Themen der materiellen Welt sinkt.

Die Weisheit der Kabbala beschränkt den Menschen also nicht, sondern ermöglicht ihm, den korrekten Ansatz für sein Leben zu finden.

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Das Leben zwischen Leben und Tod

Frage: Wie kann man den Verlust einen nahstehenden Menschen überstehen? Wie geht man mit dem Schmerz um?

Meine Antwort: Ich verstehe, dass der Schmerz über einen solchen Verlustes groß ist, vor allem, wenn es um Kinder geht. Wenn die Eltern sterben, ist es etwas leichter, weil wir wissen, dass niemand ewig lebt. Aber wenn Kinder vor ihren Eltern sterben ist es eine große Tragödie.

Aber wenn man andererseits die Realität von einer höheren Stufe zu sehen beginnt – ewig und vollkommen, versteht man, dass alle unsere Handlungen, die in der Welt geschehen, sehr wichtig sind, und keiner verschwindet einfach so. Jeder Mensch hat eine Bestimmung.

Selbst wenn man in diesem Leben nicht den vollkommenen  Zustand erreicht, den man als Paradies bezeichnet, hat man die Möglichkeit, die Arbeit im nächsten Zyklus fortzusetzen. Offenbar absolvierte der Mensch seine ihm in diesem Leben gegebene Aufgabe, und damit endete sein Leben in dieser Welt. Und nun wird seine Seele erneut in diese Welt zurückkehren, um ihre Bestimmung zu erfüllen und den spirituellen Aufstieg zu erreichen.

Die spirituelle Welt kann man nur mit Hilfe unseres Ego erreichen, solange wir uns in dieser Welt befinden. Unsere Realität sehen wir durch das Prisma des Ego, durch das Verlangen, alles zu erobern, alles nur für sich selbst zu haben, sich beschützen zu müssen. Wir wurden von vornerein mit eingeschränkten Wahrnehmungsfähigkeiten erschaffen, damit wir darüber eine entgegengesetzte Wahrnehmung erbauen: Statt für sich selbst zu empfangen, sollen wir die ganze Kraft dafür aufwenden, dem anderen Menschen zu geben.

Daher kann die materielle Welt ohne die spirituelle nicht existieren. Unsere Welt bietet uns eine großartige Möglichkeit, mit Hilfe unseres Ego die Höhere Welt zu erklimmen, genannt „Hilfe gegen dich“. Mit Hilfe der Kraft des Ego müssen wir die gute Kraft aufbauen.

Wir löschen unser Ego nicht aus, sondern bauen das Gute darauf auf, damit die Kraft der Liebe alle Sünden bedeckt. Diese Möglichkeit hat jeder und wenn man nicht in der Lage war, dies zu realisieren, wird man wieder auf die Erde zurückkehren. Darum sehen wir, wie Generationen um Generationen wiedergeboten werden; die Menschheit wächst und entwickelt sich weiter.

Die Besonderheit an unserer Generation ist, dass wir versuchen, die Weisheit der Kabbala in die Tat umzusetzen und das Gefühl für die neue Welt zu entwickeln. Wenn man, statt zu trauern, den anderen helfen würde, zu einer neuen Wahrnehmung der Wirklichkeit zu gelangen, würde man damit auch den nahstehenden Seelen helfen. Wenn sie wieder auf die Erde zurückkehren, um ihren Zweck zu erfüllen, werden sie bereits auf der anderen Stufe sein.

Wir fühlen es nicht, aber wir sind alle miteinander verbunden und hängen voneinander ab: diejenigen, die leben und die, die diese Welt verlassen haben. Mit unseren guten Taten wirken wir auf die Seelen, die ihre Körper verloren und nur in Form von Kräften existieren.

„Neues Leben“, Folge Nr.: 726

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Die Muse des Kabbalisten – ist das „Licht“

Wir müssen die Rabash Texte teilen und erforschen. Jeder Artikel ist nach einem bestimmten Schema aufgebaut – wie ein Film oder ein Roman. Es gibt eine Einleitung mit Problemstellung, die Entwicklung des Geschehens, die Aufklärung verschiedener Konflikte und Unstimmigkeiten und am Ende die Lösung.

Im Rahmen des Studiums treffen wir grundsätzlich auf einige Hindernisse, die uns dabei helfen, die am Anfang gestellte Frage besser zu klären und zu Ergebnissen zu kommen. Der gesamte Verlauf des Artikels entspricht dem inneren (psychischen und spirituellen) Aufbau des Menschen, damit er den Inhalt aufnehmen und verstehen kann.

Jeden Tag sollte man zumindest einen Artikel lesen. Es ist nicht wichtig, dass man alles versteht. Aber es ist essentiell, sich ständig gedanklich in diesem Material zu befinden. Die Anstrengung selbst zieht das korrigierende, zur Quelle führende Licht an. Dieses Licht klärt alle Fragen: Das Einhalten des richtigen Ablaufs, das korrekte System und die Etappen, die man durchlaufen muss.

All das wird verständlich. Und sollte es unverständlich bleiben, versteht man zumindest, warum es unverständlich ist. Aber alle Klärungen müssen mit Hilfe des Lichtes geschehen.

Ich mache keine theoretische Untersuchung. Ich warte auf das Licht, das für mich den Verstand des Autors erleuchtet.

Was will er uns sagen, was ist seine Idee? Nur ein einziger Gedanke! Woran hat Rabash beim Verfassen gedacht? Der gesamte Artikel beschreibt seinen Gedanken, und ich will ihn verstehen. Das ist nur möglich mithilfe der Höheren Kraft, wenn mich die „Muse küsst“. Bei den Kabbalisten heißt die Muse „Licht“.

(Aus dem Gespräch „Wie arbeitet man mit den Texten von Rabash“, 15 Juni 2010)

 

Wenn die Wissenschaft schweigt, spricht die Kabbala

Aus den News: „Wieso existiert das Weltall? Unser Erscheinen im Weltall ist ein kurioses Ereignis. Das Gehetze in unserem Alltag zwingt uns, unsere Existenz als etwas Selbstverständliches anzunehmen. Die Philosophen sind zu dem Anthropischen Prinzip (AP) gekommen. Dementsprechend erscheint unser Universum in dieser Form, weil wir als Beobachter in ihm existieren.“

Antwort: Die Ursache der ganzen Existenz ist der Gedanke. Der ist primär und erschafft die Materie bzw. das Verlangen, sich zu füllen. Der Gedanke übergibt diesem Verlangen (der Materie) seine Eigenschaften. Infolgedessen strebt die Materie (das Verlangen) danach, dem Gedanken und damit seinem Schöpfer gleich zu sein.

Frage: Ist unser Universum real? Woher sollen wir wissen, dass wir um uns herum die Realität sehen und nicht die größte Illusion, die eine unsichtbare Kraft erschuf? Könnte es sein, dass wir ein Produkt der absichtlichen Simulation sind und unsere Zivilisation eine Illusion ist? Was nehmen wir als „Realität“ an?

Antwort: Was wahrgenommen wird, manifestiert sich in unseren Empfindungen und es gibt keine andere Möglichkeit, etwas außer uns aufzudecken. Die Kabbala entwickelt in einem Menschen die Möglichkeit, etwas außerhalb von sich zu fühlen – „Glaube über dem Verstand“. Damit gibt sie die Möglichkeit, auf diese Fragen zu antworten.

Frage: Haben wir einen freien Willen? Werden unsere Handlungen gelenkt oder realisieren wir die Lösungen selber? Forschungen in der Neurobiologie zeigen uns, dass das Gehirn schon Lösungen vornimmt bevor sie überhaupt in unser Bewusstsein gelangen. Die Quantenmechanik nimmt an, dass wir in dem Wahrscheinlichkeits-Weltall existieren und jeglicher Determinismus von Vornherein unmöglich ist.

Antwort: Es gibt den freien Willen, unseren Weg der Entwicklung zu erforschen und ihm zu folgen. Entweder erzwungenermaßen durch Leiden oder bewusst mit Freude.

Frage: Existiert Gott?

Antwort: Wir können nicht erfahren, ob Gott existiert oder nicht. Wir kennen die innere Arbeit des Universums nicht. Deswegen können wir keine grandiosen Vorträge über die Natur der Realität halten, ob sich eine höhere Kraft hinter den Kulissen verbirgt oder nicht. Man muss den Schöpfer offenbaren. Nur so löst sich das Problem! Die Methode der Offenbarung des Schöpfers heißt Kabbala.

Frage: Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Antwort: Wir können die Verstorbenen nicht befragen, uns bleibt nur die Spekulation. Die Materialisten vermuten, dass es kein Leben nach dem Tod gibt, aber auf wissenschaftlicher Basis kann man das nicht bestätigen. Das biologische Leben wird geboren, lebt und stirbt. Das „Ewige“ ist das „Verlangen“, das während es mit dem „biologischem Körper“ verbunden ist, die Etappen des Wachstums durchlaufen muss. Das Wachstum des Verlangens erfolgt durch die Einbeziehung der es erschaffenden Kraft des Schöpfers. Das Leben ist uns gegeben, um den höheren Zustand in uns zu offenbaren. Das ist die Erlangung der „Stufe des Schöpfers“.

Frage: Kann man irgendetwas objektiv annehmen?

Antwort: Die Umgebung kann nur durch den Filter unserer Gefühle und Überlegungen in unserem Verstand beobachtet werden. Alles, was wir empfinden, gelangt durch einen mehrschichtigen Filter  der physiologischen und kognitiven Prozesse. Die Auffassung der Welt ist subjektiv. Die einzige Möglichkeit das zu überprüfen ist, die Welt durch das Bewusstsein eines anderen Menschen zu betrachten. Das Weltall kann man nur mit dem Gehirn beobachten und nur subjektiv interpretieren. Die Kabbala entwickelt in uns außerkörperliche Empfindungsorgane, mit deren Hilfe wir die wirklich existierende Realität erfassen können: Die Höhere Welt und ihre Ursache – den Schöpfer. Die Anstrengungen in der Verbindung mit einer Gruppe zieht das Licht der Korrektur an (Or Makif). Es entwickelt im Menschen ein Sinnesorgan außerhalb seiner egoistischen, subjektiven Filter. Das heißt die „Offenbarung des Schöpfers und der höheren Welt im Menschen“.

Frage: Welches Wertesystem ist das beste?

Antwort: Wir schaffen es nie, die richtige Grenze zwischen „guten“ und „schlechten“ Taten zu ziehen. Das Leben ist komplizierter als es sich das universelle System der moralischen und absoluten Werte vorstellen könnte. Unsere Betrachtung des Schlechten und des Guten wechseln sich ab. Wir haben keine wahre Normen, sondern nur die Offenbarung der Wahrheit außerhalb von uns in der Eigenschaft des Gebens und der Liebe, wird uns die Möglichkeit gegeben, uns bezüglich der Wahrheit zu messen und uns zu korrigieren. Unseren Egoismus in die Liebe zu den Geschöpfen zu verändern.

Frage: Warum gibt es die Ziffern? Sind die Ziffern reale Objekte oder beschreiben sie lediglich die Beziehungen, die alle Strukturen vereinen?

Antwort: Die Ziffern helfen uns, das Universum zu erklären. Die Ziffern sind die Sprache der Beziehungen zwischen zwei Eigenschaften: Die Eigenschaft des Gebens (Schöpfer) und die des Nehmens (Geschöpf). Sie entstehen aus der Verbindung und werden durch deren Beziehung gemessen. Sie beschreiben die Beziehung zwischen dem Schöpfer und den Geschöpfen.

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interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >  Kabbala Akademie

Die Welt ist das, was wir erreichen

Ein Standard zur Beurteilung einer Weisheit

Der Wert jeder Weisheit dieser Welt entspricht der Absicht, die sie verfolgt. Dies ist das Ziel all unserer Überprüfungen. Eine Weisheit ohne eine Absicht ist unvorstellbar. Ausgenommen sind spielende Kinder, da sie damit ihre Zeit verbringen; das ist auch der Zweck. Aus diesem Grund wird eine Weisheit nicht nach ihrer Beflissenheit und Leistung, sondern nach dem zu verdienenden Ziel, das sich daraus ergibt, beurteilt.

Man sieht daher, dass jede weltliche Weisheit lediglich dem körperlichen Nutzen dient, der schnell verfliegt. Auf diese Weise reicht es für das Subjekt aus, wie die Eigenschaft zu sein. Und obwohl die Weisheit gegenüber diesen Subjekten viele Vorteile hat, ist sie dennoch ein spirituelles Element. Doch wir sagten bereits, dass sie entsprechend der Absicht beurteilt wurde, die für die Ewigkeit besteht. Und wenn der Zweck vergänglich und flüchtig ist, geht damit auch die Weisheit verloren. (Baal HaSulam, „Die Weisheit von Israel im Gegensatz zu den Weltlichen Weisheiten“)

Das Universum und seine Gesetze, die für uns unerschütterlich wirken, haben ihren Anfang und ihr Ende. Es gibt in jedem dynamischen System Anfang, Mitte und Höhepunkt und dann Rückgang, Abbau und Vergehen. Heute sehen wir daher die Gesetze, die wir studieren und die wir als absolut annehmen, nur im Rahmenwerk unserer fünf Sinne und in Bezug auf uns selbst. Hätten wir andere „Sinne“, würden wir andere Gesetze und Verbindungen wahrnehmen.

Frage: Ist damit gemeint, dass man sich innerlich ändern muss, um ein Physiker zu werden? Ich studiere und untersuche, wie sich die Welt um mich herum verändert und dafür die notwendigen Instrumente erzeugt.

Meine Antwort: Wenn ich einen bestimmten Bereich studiere, kann ich einen gewissen Faktor „einfrieren“ und ihn dann mit einem festgelegten Parameter studieren. Das Gleiche trifft auf uns zu, wenn wir unbewusst in unseren egoistischen Sinnen erstarrt sind und sie dazu nutzen, die Welt zu untersuchen. Es erscheint uns daher so, als gäbe es nichts außer der Welt, die wir sehen. Wir vergessen dabei aber, dass wir alles durch unsere Sinne wahrnehmen, die von Anfang an von der Natur festgelegt sind.

Könnten wir sie ändern, würde basierend auf unseren „neuen“ Sinnen eine völlig andere Wissenschaft auftauchen. Diese Variable verändert auf dramatische Weise alle Gesetze, die dann von „absoluten“ zu „relativen“ werden. Das Ergebnis wäre, dass auf jeder Stufe und bei jeder inneren Veränderung eine gänzlich neue Wissenschaft entstünde – ein anderer Zustand, eine andere Welt. Das erlangt ein Mensch.

Gemäß der Wissenschaft der Kabbala entstehen in einem Menschen, der sich auf den Weg macht, 125 fixe Arten der Veränderung und damit einher 125 Welten bzw. 125 Stufen der Erkenntnis, was letztendlich 125 Arten von Wissenschaften bedeutet. Wenn man aber die höchste Stufe erreicht, vereinigen sich alle bisherigen Errungenschaften zu einem einzigen Ganzen, das die Welt von Ejn Sof (Unendlichkeit) genannt wird.

Jetzt können wir das noch nicht verstehen, da wir dafür wahrscheinlich einen speziellen Übergang benötigen, welcher für uns noch unerreichbar ist.

Aus dem russischen Kabbalaunterricht 28/2/16

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Die Weisheit der Kabbala und die Psychologie

Kommentar: Die Weisheit der Kabbala untersucht den Egoismus, aber auch die Psychologie untersucht egoistische Verhaltensweisen auf verschiedene äußere Anreize und macht darüber Aufzeichnungen. Worin besteht der Unterschied zwischen beiden?

Meine Antwort: Die Psychologie kann überhaupt nichts aufzeichnen, weil der Mensch nichts besitzt, was seinen Egoismus bessert. Damit kann er nicht umgehen. Es ist nur möglich, mit dem Egoismus zurechtzukommen, wenn der Mensch ein besonderes „Licht“ (den Wunsch zu geben) wie einen Laser auf sich lenkt. Es gleicht einem Strahl, der das Licht auf ein Objekt lenkt; bei einer speziellen Frequenz und Wellenlänge des Lichts kommt es zu Veränderungen in dem Objekt. Wenn der Mensch den Umgang mit seinem egoistischen Verlangen nicht kontrolliert, dann sind alle Aufzeichnungen und Ergebnisse vollkommen spontan. Es ist unmöglich, Schlussfolgerungen vorherzusagen.

Deshalb ist die Psychologie keine Wissenschaft. Es gibt zwar korrekte Ergebnisse, aber sie kann unmöglich zu einer allgemeinen Methode und einem gemeinsamen Nenner kommen, weil der Mensch keinen präzisen und klaren Einfluss auf seinen Egoismus hat. Man kann unmöglich sagen: „Wenn ich 10 Gramm Anstrengungen hinzufüge, wird dies oder das passieren. Wenn ich weitere 10 Gramm hinzufüge, wird etwas anderes passieren“. So etwas gibt es nicht. Deshalb ist es unmöglich, Unterschiedlichkeiten bei den Menschen zu bestimmen.

In der Psychologie werden statistische Durchschnittswerte ermittelt, aber diese sind ungenau, weil ein Mensch das Höhere Licht nicht lenken kann. Er hat kein Instrument, das seine Wünsche und Eigenschaften beeinflusst. Aber genau das tut die Weisheit der Kabbala. Durch Veränderungen des eigenen Standpunkts und der Anstrengungen, die ein Mensch anderen gegenüber unternimmt, zieht er portionsweise das Höhere Licht an, das graduelle Veränderungen in den Wünschen hervorbringt. Mit jeder Portion Licht ändert sich der Wunsch und der Mensch fühlt, wie er sich in die eine oder andere Richtung verändert. Er entwickelt sich weiter und richtet sich wieder neu aus.

Aus der russischen Kabbalalektion  2/28/16

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Die Einzigartigkeit der Kabbala

Wenn wir die Weisheit der Kabbala mit den Naturwissenschaften vergleichen, entdecken wir eine Anzahl von Gemeinsamkeiten und Unterschieden.

Entsprechend der Kabbala „hat ein Richter nur das, was seine Augen sehen können“. Dies ist ein rein wissenschaftlicher Zugang. Ein Mensch hat in gleicher Weise, gemäß der Weisheit der Kabbala Zugang zu materiellen und spirituellen Wissenschaften.

Jede gewöhnliche Wissenschaft verwendet wie die Weisheit der Kabbala Erkenntnis, Wiederholbarkeit statistischer Daten, Grafiken, etc. Bei der Wissenschaft der Kabbala handelt es sich nicht um blinden Glauben sondern Erkenntnis. Gemäß der Wissenschaft der Kabbala ist Glaube das Gefühl für die Höhere Welt, welche unsere Welt füllt und weise lenkt. Dies ist der Unterschied zwischen der Weisheit der Kabbala und anderen Wissenschaften, die nur die Ergebnisse der höheren Welt auf der Stufe unserer unbelebten Welt wahrnehmen. Die Weisheit der Kabbala untersucht die tatsächlich steuernde Kraft, die von gewöhnlichen Menschen in unserer Welt nicht wahrgenommen wird.

Dazu müssten die Menschen entsprechende Eigenschaften erwerben, die dieser Kraft gleich wären. Entsprechend dem physikalischen Gesetz der Gleichheit der Form spürt ein Mensch nur das, was seine Sinne aufnehmen. Nur so kann er die Höhere Kraft der Natur untersuchen.

Kabbalisten berichten und verarbeiten ihre Studien in Daten, Bildern, Grafiken und so weiter. Sie behaupten, dass das hebräische Alphabet aus speziellen Symbolen besteht, welche die unterschiedlichen Verbindungen der positiven und negativen Kräfte symbolisieren. Tatsächlich ergänzen sich die hebräische und aramäische Sprache und sind das Ergebnis des Studiums der beiden Eigenschaften in der Natur, dem Geben und Empfangen. Sie sind die Basis aller positiven und negativen Handlungen und Phänomene in dieser Welt.

Da sich die Weisheit der Kabbala hauptsächlich auf die Erkenntnis der Kraft der Natur beruft, ist sie genauer, umfassender und tiefgründiger als alle anderen Wissenschaften; sie ist die universelle Weisheit. Das drückten auch die Philosophen der Antike und des Mittelalters, die Wissenschafter und Kabbalisten so aus. Und entsprechend der kürzlich publizierten Tagebücher von Isaac Newton studierte er Hebräisch und Kabbala und lernte über die Gesetze, die er dann niederschrieb.

Die Einzigartigkeit der Kabbala besteht darin, dass ein Mensch neben den 5 Sinnen weitere Sinne entwickelt. Die Kabbala ist daher eine Wissenschaft für jeden Menschen, der einen zusätzlichen Sinn in sich entwickeln will.

Es gibt die Kraft des Gebens in der Natur, die Kraft der gegenseitigen Verbindung. Wir bemerken sie nicht, da wir dafür keinen inneren Sensor haben. Wir können die Kraft des Gebens nicht fühlen und messen, daher wissen wir auch nichts über unsere Existenz. Wir kennen nur einen kleinen Ausschnitt der Schöpfung und das ist eher einseitig. Die Weisheit der Kabbala erzählt uns nicht nur über unsere Welt, in der es die Kraft des Empfangens gibt, sondern über die gesamte Schöpfung, die aus zwei Kräften besteht: die Kraft des Gebens und die Kraft des Empfangens.

Wissenschafter verstehen das noch nicht, sie bemerken nur sehr wenig davon. Der menschliche Verstand, welcher der kleinen egoistischen Kraft in uns dient, ist nicht das Problem, sondern die Notwendigkeit, den ganzen Umfang der Schöpfung zu erkennen, der sich in uns manifestiert. Es ist genau diese Notwendigkeit, die einen Menschen nach vorne bringt. Ein Mensch versteht, dass er den Sinn, den Grund, die Wurzel und das Ziel des Lebens erreichen muss.

Wissenschafter sprechen über die Erkenntnisse des menschlichen Zustands, während die Kabbala uns über die Wurzeln berichtet; was leitet einen Menschen, warum, wofür und entgegen was? Gleichzeitig erklärt uns die Kabbala, was wir in uns ändern müssen, da wir die höhere Kraft nur in dem Ausmaß erforschen können, wie wir ihr ähnlich sind.

Es stellt sich auch die Frage, warum man etwas studiert. Das ist das größte Hindernis. Ein Kabbalist studiert, um sich um andere zu kümmern, zu helfen und Gutes zu tun, während das für die gewöhnliche Wissenschaft kaum ein Beweggrund ist. Die einfache Wissenschaft prüft, was existiert und ist nicht daran interessiert, wie sie es anwenden kann. Die Kabbala bietet ihre Dienste Politikern und Reichen an, die wissenschaftliche Erkenntnisse vorzugsweise zu ihrem eigenen Nutzen und nach ihrem eigenen Willen anwenden. Ein Kabbalist jedoch studiert und ändert die Welt in sich.

Aus dem russischen Kabbalaunterricht vom 28/2/16

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Das Geheimnis vom spirituellen Genuss

Frage: Warum sprechen Sie so wenig über den Genuss der spirituellen Welt?

Antwort: Ich würde darüber sprechen, doch leider ist es unmöglich, ihn zu beschreiben.

Kabbalisten schreiben, dass, wenn man alle Genüsse unserer Welt, die die Menschheit seit jeher hatte, hat und haben wird, summiert, man einen kleinen Funken erhält verglichen mit dem riesigen, milliardenfach größeren höheren Licht auf der kleinsten spirituellen Stufe.

Erst glaubte ich ihnen nicht, aber dann überprüfte ich es und wurde überzeugt. Das wünsche ich mir auch für dich.

Kommentar: Man kann sich kaum vorstellen, wie sehr sich ein Mensch vorbereiten muss, um den gesamten Genuss der Menschheitsgeschichte zu erleben!

Antwort: Wenn du nicht arbeitest, um zu empfangen, sondern um zu geben, kannst du alle Genüsse der Welt durch dich hindurch fließen lassen und erleidest keinen „Stromschlag“, denn du bist ein Leiter und kein Empfänger!

Du bist wie ein Kanal, der alles durch sich selbst an andere weitergibt. Und so genießt du nicht das Licht selbst, sondern dessen Wirkung, wenn es andere erfüllt. Das ist das ganze Geheimnis.

Aus dem russischem Kabbala Unterricht vom 28/2/16 (183174)