Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Studium der Kabbala'

Wo ist die höhere Welt?

Frage: Was ist der Unterschied zwischen der Weisheit der Kabbala und Herzens Theorie des Rationalen? Er schrieb: „Es ist gut für mich, wenn es gut für andere ist“.

Meine Antwort: Der Unterschied besteht darin, dass ich in der Weisheit der Kabbala nicht darüber nachdenke, was für mich gut ist. Ich muss hinausgehen, mich überwinden, um Stufen der Erkenntnis bzw. die Zustände der spirituellen Welt in mir zu erbauen. Ich kann daher entsprechend meiner tierischen Gefühle nicht darüber sagen, dass es gut für mich ist. Ich muss darin nur als Tier existieren. Ich muss völlig neue Sinne für eine Wirklichkeit entwickeln, die über meinen tierischen Zustand, über meinen Egoismus hinausgehen, sich außerhalb von mir und innerhalb von anderen befinden.

Wenn ich in der Lage bin, mich selbst über mich zu erheben, mich in andere zu integrieren und mit dem Glauben über dem Verstand zu handeln, dann fange ich an, die höhere Welt zu fühlen. Sie liegt tatsächlich außerhalb von mir, besonders in den Verbindungen mit anderen, wenn ich sie durch meine Selbstüberwindung baue.

Aus der Kabbala-Lektion in Russisch

19/6/16

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Spirituelles Vergnügen

Frage: Baal Ha Sulam schreibt in einem seiner Briefe: „Sobald die Menschen das geringste Spirituelle Vergnügen enthüllen würden, wären sie einverstanden, sich ihre Hände und Beine sieben Mal am Tag abhacken lassen, nur um es nochmal zu fühlen.“ Warum?

Antwort: Dies ist ein bildlicher Ausdruck. Er meint, dass der geringste spirituelle Genuss nicht mit dem stärksten materiellen Genuss dieser Welt verglichen werden darf, da alle irdischen Zustände begrenzt sind. Spirituelles Vergnügen jedoch kennt keine Grenzen.

Dies ist keine quantitative Freude, die wir in unserer Welt bekommen. Es sind Genüsse unbegrenzten Umfangs und deshalb können sie nicht nach Methoden, Rahmen, Maßeinheiten unserer Welt bemessen werden. Man kann sie jedoch nach wenigen Jahren Kabbala Studium spüren.

Aus dem Unterricht auf Russisch, 28.08.2016.

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Das schwierige Leben eines Kabbalisten

Frage: Wie kann ein Kabbalist trotz aller Probleme immer in guter Stimmung sein?

Antwort: Ich werde meine Erfahrungen mit Ihnen teilen. Ich bin sehr beschäftigt und ich versuche auch, immer beschäftigt zu sein. Ich stehe früh auf, manchmal um Mitternacht. Morgens gebe ich von 3 bis 6 Uhr Kabbala-Unterrichte. Nach der Lektion gehe ich mit meiner Frau spazieren, frühstücke und schlafe für eine Stunde.

Wenn ich aufstehe, arbeite ich am Computer. Anschließend werden von 10- 11 Uhr Videofilme gedreht, es geht weiter bis zum Abend mit Pausen und Treffen zwischendurch. Des Weiteren muss ich Artikel schreiben, meinen Blog verwalten und Präsentationen vorbereiten. Genauso habe ich auch meine eigenen Studien von Talmud Eser Sefirot, von Baal HaSulam und anderen Büchern, manchmal sehe ich mir auch noch andere Quellen durch.

Auf jeden Fall sehe ich mir die neuesten Nachrichten und einige Kommentare an. Ab und zu sehe ich mir Programme über die Natur an. Mein Zeitplan ist voll.

Frage: Waren Sie jemals traurig? Haben Sie schon einmal geweint?

Antwort: So seltsam es klingen mag, ich bin auch ein Mensch. Ich habe Gefühle, Gedanken, Schwächen und Erfolge, etc..

Ich bin mit vielen Menschen auf der ganzen Welt verbunden, ich mache mir Sorgen um das Schicksal der Welt, obwohl ich es eher als Weg sehe, die höhere Welt zu entdecken. Ich habe die gleichen Gefühle, die Sie haben; glauben Sie nicht, dass ich eine Puppe bin. Sie können nicht sehen, was in mir vor sich geht.

Ich wunderte mich zunächst auch über meinen Lehrer, bis ich ihm näher kam und erkannte, was hinter seiner äußeren Gleichgültigkeit oder Heiterkeit verborgen war. Kabbalisten erleben sehr intensive Auf- und Abstiege. Sie haben sehr emotionale Zeiten, Perioden der Loslösung, das Abreißen von der Welt und den Menschen. Sie offenbaren solch eine Leere des Universums, die sonst kein gewöhnlicher Mensch fühlen kann.

Das bedeutet, dass es Momente gibt, in denen man Verzweiflung empfindet, depressiv wird, als wäre man vom Leben abgetrennt; dies fühlt ein Kabbalist tausendmal stärker und tiefer als die gewöhnlichen Menschen. Er hat jedoch die richtigen Werkzeuge, die ihm helfen, mit diesen Zuständen fertig zu werden, obwohl er sie immer noch hat und fühlt.

Der Egoismus eines Kabbalisten ist viel größer als der des gewöhnlichen Menschen. Es steht geschrieben: „Er, der größer als sein Freund ist, dessen Verlangen ist größer als er“, das bedeutet, je größer ein Mensch ist, um so größer ist sein Egoismus. In der Tat ist ein Kabbalist ein großer Mensch mit großen Unzulänglichkeiten, aber gleichzeitig mit entsprechend großen Vorteilen, was heißt, dass er alles hat.

Aus der russischen Kabbala- Lektion, 9/6/16

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Wie machen wir den Schöpfer glücklich?

Frage: Wie können wir den Schöpfer glücklich machen, wenn der Schöpfer ein System ist? Es ist wie der Versuch, das Gesetz der Schwerkraft glücklich zu machen.

Antwort: Alles hängt von unserer Einstellung gegenüber dem Schöpfer ab, da wir unsere Gefühle in dieses System einbringen. Wenn wir an einem Computer arbeiten, werden wir manchmal wütend, fluchen und wollen aufhören. Warum? Dies geschieht, da wir unsere Emotionen auf jene Objekte übertragen, die mit diesen Kräften umgehen, mit denen wir interagieren. Das gleiche geschieht mit dem Schöpfer. Der Schöpfer ist vollkommen. Das Vollkommene ändert sich nicht. Er wird nicht von unseren Wünschen beeinflusst und er kann nicht mit uns interagieren, da er vollkommen ist.

Frage: Heißt das, dass wir nur das Gefühl haben, ihn glücklich zu machen?

Antwort: Ja. In unseren korrigierten Gefühlen ist der Schöpfer etwas, das auf mich zutrifft. Wir können behaupten, dass etwas außerhalb von uns existiert und wir für den Schöpfer arbeiten müssen, da wir so die Gesamtheit spüren. Wenn wir ihn erreichen, werden wir verstehen, was in diesen Worten verborgen liegt, was es bedeutet, den Schöpfer Zufriedenheit zu geben und ob dies möglich ist. Das ist es, was uns in der Zukunft erwartet.

Frage: Wenn der Schöpfer die Verbindung zu jedem ist, wie kann dann diese Verbindung glücklich sein?

Antwort: Wenn wir miteinander verbunden sind, entsteht eine Verbindung über und zwischen uns, obwohl sie aus unseren Gefühlen, Gedanken, Absichten und Beziehungen gewebt ist. Diese Verbindung liegt nicht im Individuum. Sie wird durch den Abstand zwischen uns geschaffen, durch dieVerbindung zwischen zwei Menschen. Sie ist nicht in einer bestimmten Person oder in mir, sondern zwischen uns. Die Leere, die in den wechselseitigen Beziehungen offenbart wird, zeigt uns das Bild des Schöpfers.

Aus der russischen Kabbalalektion 19/6/16

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Es ist schwer, ein Gerechter zu sein

Tora, Deuteronium 11:17  – Und der Zorn des Herrn wird sich über euch entflammen, und Er wird die Himmel verschließen, und es wird keinen Regen geben, und die Erde wird keine Früchte tragen, und ihr werdet alsbald umkommen, hinweg aus dem guten Land, das euch der Herr gegeben hat.

Wenn sich ein Mensch nicht mit der spirituellen Korrektur beschäftigt, fehlt ihm das Licht von Chassadim, Fruchtbarkeit und Regen, und er kann seinen Egoismus nicht korrekt benutzen. Die Sonne brennt so stark, dass sie für ihn nicht zu einem Lebenslicht wird, sondern zu einer versengenden Hitze. Mit so einer Einstellung zum Leben, zur Welt, und zu seiner Mission verkümmert der Mensch ohne Wasser (das Licht von Chassadim). Genau das passiert heutzutage.

Frage: Fühlt man den Zustand, in einer Sackgasse zu sein, auf jeder neuen Stufe?

Meine Antwort: Diese Blockade muss sich für nicht mehr als einen Moment fortsetzen. Aber sie muss vom Menschen begriffen werden, um fortzuschreiten. Es steht geschrieben: „Es gibt keinen Gerechten auf der Welt, der Gutes getan hat ohne vorher zu sündigen“. So stolpert er auf jeder Stufe und schreitet dann voran, er stolpert und schreitet voran. Er passiert den tiefsten Punkt der Verzweiflung, die Erkenntnis des Egoismus, und erst dann beginnt er aufzusteigen.

Außerdem verleugnet er am tiefsten Punkt den Schöpfer vollkommen, er ist mit nichts einverstanden, er taucht in einen extremen Egoismus ein, und er wird zum schlimmsten Gesetzesübertreter. Das bedeutet, er ist dem oberen Zustand der Gerechten vollkommen entgegengesetzt.

Frage: Trifft das nur auf diejenigen zu, die voranschreiten und nicht auf andere, die diesen Punkt nicht erreichen?

Meine Antwort: Natürlich. Normale Leute erfahren keine inneren Zustände. Sie wissen noch nicht mal, in welchen Zuständen sich die Gerechten befinden.

Aus KabTV´s „Geheimnisse des Ewigen Buches“  6/15/16

 

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Wie beeinflusst die Weisheit der Kabbala das Leben in dieser Welt?

Frage: Wie wird die Weisheit der Kabbala studiert, um einen Einfluss auf das Leben in dieser Welt zu haben?

Antwort: In dem Moment, in dem wir mit dem Studium der Weisheit der Kabbala beginnen, verändert sich das Leben zum Besseren. Es kann lange dauern, bis unser Studium und unser Verlangen das höhere Lenkungssystem beeinflusst und wir eine Antwort von diesem System erhalten.

Es gibt spezielle Pausen, die für Monate oder sogar länger anhalten können. Die Hauptsache ist es, nicht zu verzweifeln und zu verstehen, dass wir in dieser Welt keine andere Möglichkeit haben. Es liegt an dem Mensch, es zu versuchen und dies jetzt zu tun, sonst wird er es zukünftig bereuen.

Es werden Jahre vergehen, dann muss er in dieses Leben zurückkehren, in diese Welt, in der es nichts Gutes gibt. Es liegt an ihm, wiedergeboren zu werden und das zu tolerieren, bis er in der Zukunft einen Zustand erreicht, in dem ihm die Korrektur von selbst gelingt.
Aus dem russischen Kabbalaunterricht

8/5/16

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Zwischen den Atomen

Das österreichische Magazin NZZ veröffentlichte mein Interview mit dem Titel „Zwischen den Atomen“ mit Michael Fleischhacker, Journalist, Moderator, Chefredakteur von NZZ und früherer Chefredakteur von „Die Presse“.

Sie ist eine der ganz alten Weisheitslehren der Menschheit und immer noch voll im Trend: die Kabbala. Einer der prominentesten Vertreter der Kabbala erklärt im Gespräch, warum wir uns ein Instrument bauen müssen, um Gott zu entdecken.

Interview Michael Fleischhacker und Michael Laitman

Michael Fleischhacker Wir haben für dieses Magazin einige österreichische Künstler gebeten, uns ein Bild zu zeichnen. Das Bild sollte zeigen, was auch der Titel des Magazins ist: Mein Gott. Auch Zenita Komad hat ein Bild für uns gezeichnet. Aus diesem Bild lese ich heraus, dass in ihrem Verständnis Gott eigentlich Kommunikation ist, dass Gott nicht dadurch entsteht, dass vereinzelte Atome herumirren – sondern dadurch, dass zwischen diesen Atomen Kommunikation aufgebaut wird, und erst, wenn die hergestellt ist, klärt sich Gott auf oder wird Gott sichtbar, wenn man so will. Teilen Sie diese Sicht?

Michael Laitman Das ist absolut richtig. Ich stimme Zenita zu. Gott ist keine Persönlichkeit, sondern eine Kraft; die allgemeine Kraft, die alle Naturkräfte in sich vereint. Diese Kraft verbindet und beinhaltet die gesamte Schöpfung. Leitet alles, lenkt alles, organisiert alles, ordnet alles. Alles in allem ist sie Energie. Um diese Kraft zu entdecken, müssen wir einen Detektor bauen, wie in unserer Welt, wo man ein Instrument braucht, um etwa eine magnetische oder radioaktive Kraft zu messen. Zum Beispiel spüren wir an uns selbst die Schwerkraft. Eine magnetische Kraft spüren wir nicht, dazu brauchen wir ein Instrument. Genauso ein Instrument müssen wir in uns herstellen, um Gott, diese allgemeine Kraft, zu fühlen und zu entdecken.

Ich stelle mir das gerade sehr technisch-praktisch vor. Wie in einer „Universum“-Sendung, wo der Mensch beginnt, sich so einen Gottesdetektor zu bauen, der etwa aussieht wie die Roboter aus Star Wars?

Ja, genauso ist es, aber im Unterschied dazu muss das im Innersten des Menschen gebaut werden.

Gibt es irgendwo Bauanleitungen dafür, oder muss man das selbst erfinden? Kann man sich das aus dem Internet herunterladen? Anleitungen für das Star-Wars-Lego meines Kindes zum Beispiel kann ich aus dem Internet laden …

Natürlich gibt es die. Darum geht es ja in der Weisheit der Kabbala. 6000 Jahre fast schon spricht sie darüber, wie wir unsere Verbindungen bauen, um die Göttlichkeit zu entdecken. [Rest des Beitrags lesen →]

Wurzel und Zweig

Es gibt das Gesetz der Wurzel und Zweig

Geschichtlich betrachtet kamen wir einst aus Ägypten, durch die Wüste, in das Land Israel. Wir bauten den ersten Tempel, dann den Zweiten usw. All dies ist bereits passiert.

Aber wir sprechen nicht über geschichtliche Abläufe. Schließlich mussten sie genau so ablaufen. Wir sprechen über das Gesetz, als die spirituelle Wurzel notwendigerweise ihre irdische „Antwort“, oder den irdischen Zweig, berühren musste. Wurzeln und Zweige müssen sich miteinander verbinden, aber nur einmal!

Für die Wurzel reicht es aus, wenn sie den Zweig leicht berührt. Damit verrichtet sie bereits die Arbeit in ihm und schafft eine Verbindung. Deshalb müssen wir nicht nach Ägypten zurückkehren. Wir müssen kein Flugticket kaufen, um unseren Pharao, der über uns regiert, dort zu treffen. Das ist nicht mehr notwendig.

Es bleibt für uns nur noch das zu tun, was wir tun müssen, d.h. uns zu korrigieren. All dies existiert bereits in den Wurzeln und wir müssen es jetzt in den Zweigen verwirklichen. Deshalb sind wir im Land Israel, im Egoismus, und jetzt müssen wir das alles selbst durchleben, um es zu korrigieren.

Frage: Was bedeutet es dann, dass ein Mensch sich so fühlen sollte, als lebte er jeden Tag in Ägypten?

Antwort: Der Exodus aus Ägypten ist ein Aufstieg über unseren Egoismus. Es gibt 613 egoistische Wünsche (Taryag) im Egoismus, die zu altruistischen Wünschen korrigiert werden müssen. D.h., die Wünsche von Hass, Wettstreit und Feindseligkeit werden zu Wünschen von Verbindung und Liebe. Das bedeutet, die Gebote der Korrektur der Wünsche zu beachten.

Und das müssen wir täglich tun, weil der Mensch immer wieder auf eine neue Ebene aufsteigt. Jede dieser Ebenen kennt dieselben 613 Wünsche, allerdings in einer anderen und stärkeren Ausprägung. Deshalb muss sich der Mensch jeden Tag vorstellen, dass er Ägypten verlässt und das Recht hat, diese Wünsche zu korrigieren.

Aus KabTV “Geheimnisse des Ewigen Buches” 5/11/16

[192728]

YNET: Was ist uns betreffend Schulbildung unserer Kinder wichtig? (Teil 1)

Aus meiner Kolumne auf Ynet: „Was ist uns betreffend Schulbildung unserer Kinder wichtig?“ Wenn wir nicht eines Morgens aufwachen und entdecken wollen, dass wir eine ganze Generation verloren haben, dann müssen wir das Bildungssystem ändern, damit es unsere Kinder so schnell wie möglich auf das Leben vorbereitet. Während alle Umfragen den Bedarf zur Veränderung zeigen, konzentriert sich das Bildungsministerium nur auf die Steigerung der Wissensvermittlung. Was ist die Lösung?

Wenn Sie einer der Entscheidungsträger aus dem öffentlichen Dienst wären, was würden Sie zuerst verbessern? Die medizinische Betreuung, die nationale Sicherheit, die Gerichte oder das Bildungssystem? In einer Umfrage beantworteten hunderte von Israelis die Fragen des zentralen Statistikbüros. Die Ergebnisse wurden diese Woche veröffentlicht.

Wenn Sie zu den aufgeregten Eltern von Kindern gehören, die diese Woche ein neues Schuljahr begonnen haben, wissen Sie wahrscheinlich die Antwort auf diese Frage. Mehr als 30% der Bevölkerung sind der Meinung, dass sich das israelische Bildungssystem verbessern sollte; 48% der israelischen Eltern sind von der Tätigkeit dieses Systems enttäuscht; 60% suchen nach Alternativen; 81% der Eltern beschweren sich darüber, dass das Bildungssystem die Kinder nicht auf das Leben im 21. Jahrhundert vorbereitet. Der Kunde hat immer Recht und in diesem Fall sind es die Eltern. Mit welchen Werkzeugen werden unsere Kinder nach 12 Jahren Schule unsere Gesellschaft regeln? Welche Werte werden sie in der Schule lernen? Der Rassismus wächst, die Trennung im Land erweitert sich und der Diskurs in den sozialen Netzwerken wird immer heftiger. Wer bereitet unsere Kinder auf diese realistischen Probleme und vieles mehr vor?

Eltern, interessiert es Euch?

In dieser Woche wird die Schule wieder einmal zur zentralen Einrichtung, die das Leben und die Zukunft Ihres Kindes beeinflusst. Das öffentliche Bildungssystem wurde im 19. Jahrhundert während der Industriellen Revolution mit der Absicht eingeführt, möglichst viele Arbeiter auf die Fließbandarbeit vorzubereiten.

Seitdem hat sich nicht viel verändert… Der Schwerpunkt wurde auf das Unterrichten von professionellen Fertigkeiten, die das Wirtschaftssystem besser bedient und es unterstützt, gesetzt. So lange die Schulen damit fortfahren eine Fabrik zu sein, um gute und wettbewerbsfähige Bürger zu produzieren und Leistungstests das einzige Kriterium sind, um Erfolg zu messen, gibt es keinen Grund unsere Kinder in die Schule zu schicken.

Das Schulsystem sollte zuerst den Schwerpunkt auf das Übermitteln von Werten und nicht von Informationen legen. Die Verbesserung der Kernthemen und die steigende Zahl von Studenten, die das höchsteNiveau für Englisch und Mathematik als Abschlussprüfung wählen und Formulierungen von sozialen Studien umarbeiten, ist wichtig. Dies ist jedoch die Rolle des Informationsministeriums und nicht des Bildungsministeriums.

Vertiefte Umerziehung

Mittlerweile gibt es einen starken Rückgang bei den Jugendlichen, die in der Armee dienen möchten. Viele junge Menschen denken darüber nach, das Land zu verlassen. Wir werden täglich immer gleichgültiger gegenüber anderen. Um mit einem nationalen Problem fertig zu werden, das unbegründeter Hass genannt wird und dessen Samen bei der Zerstörung des Tempels gepflanzt wurde, müssen wir Maßnahmen ergreifen und den Grundsatz-Wert „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ lehren.

„Derjenige, der sich um die Tage sorgt, pflanzt Weizen; derjenige, der sich um die Jahre sorgt, pflanzt Bäume und derjenige, der sich um die Generationen sorgt, erzieht Menschen.“ (Janusz Korczak)

Alle Eltern machen sich Sorgen um die Zukunft ihrer Kinder und tun ihr Bestes, um die Verbindung innerhalb der Familie zu festigen. So sollten wir uns auch über die Zukunft der nächsten Generation sorgen.

Wir sollten die Verbesserung der zwischenmenschlichen Beziehungen fördern, um darin die Kraft der Einheit, Wohlstand und Sicherheit zu finden. Und das nicht erst aus einem falsch verstandenen Gemeinschaftsgefühl heraus, das oft in Krisenzeiten entsteht.

„Unsere einzige Hoffnung ist eine tiefgreifende Umgestaltung der Erziehung unserer Kinder, die natürliche Liebe zu erkennen und neu zu entfachen. Sie flackert in uns, wir sollten den nationalen Muskel wiederbeleben, der vor zweitausend Jahren inaktiv wurde“ (Die Schriften von Baal HaSulam)

Fortsetzung folgt..

Vom Ynet-Artikel 31/8/16

(192703)

Ein Handel mit dem Schöpfer

Frage: Können wir mit dem Schöpfer verhandeln und einen Deal mit Ihm eingehen?

Meine Antwort: Natürlich, der Deal, den wir mit dem Schöpfer eingehen, nennt sich Arvut (gegenseitige Bürgschaft). Es gleicht dem, wie wenn man sagt: Du bist für mich und ich bin für Dich; Ich tue alles, was Du von mir verlangst und Du erfüllst meine Verlangen.“ So präsentieren wir bewusst oder unbewusst dem Schöpfer eine Bedingung und schreiten voran. Es gibt keine Alternative.

Ein Mensch, der in dieser Welt unbewusst lebt, trifft in jedem Moment eine Übereinkunft mit dem Schöpfer, ob er nun will oder nicht. Doch wenn er versteht, dass es ein Schöpfungsziel gibt und einen Weg, es zu erreichen, kann er vorankommen und erwartet Hilfe vom Schöpfer – und dadurch trifft er bewusst eine Übereinkunft mit dem Schöpfer.

Frage: Heißt das, dass „Du bist für mich und ich bin für Dich“ auch in der Spiritualität besteht?

Meine Antwort: Ja, weil die Kabbala erklärt, wie man alles vom Schöpfer vorgesehene korrekt und uneingeschränkt empfangen kann. Kabbalisten sind in der Tat die größten Egoisten, da sie die Welt der Unendlichkeit anstreben, mit Licht erfüllt sein wollen und ewig in Ganzheit und Erkenntnis leben möchten. Das ist Ausdruck eines großen Egos. Wir müssen nur wissen, wie wir Ihm gerecht werden können, und daher heißt die Kabbala auch „Weisheit des Empfangens“ oder „Weisheit der Erfüllung.

Frage: Was ist der Preis für diese Erfüllung? Wie wenden wir uns an den Schöpfer, um zu diesem Zustand zu gelangen?

Meine Antwort: Indem wir uns Ihm annähern. Das bedeutet, dass wir seine Eigenschaften an- und übernehmen.

Aus der russischen Kabbala Lektion, 3.4.16

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