Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Wir können aufhören einander zu betrügen, wenn wir eine Leitung für das Licht legen


Frage: Wenn mein Egoismus global geworden ist, bedeutet dies, dass ich von allen anderen abhängig bin?

Antwort: Abhängigkeit von Anderen bedeutet, dass du niemals erfolgreich sein kannst, wenn du nicht so handelst, dass es zum Wohle aller ist. Nehmen wir mal an, ich sei ein Taxifahrer. Ich nehme einen Fahrgast auf, fahre ihn wohin er fahren muss, berechne ihm den doppelten Betrag, den er mir schuldet, verberge dieses Geld vor der Steuer und stecke es direkt in meine Tasche. Es gehört alles mir! Aber am Ende sehe ich, dass ich irgendwie nichts von diesem Geld behalten kann. Ich weiß nicht, wo es überall hin ist oder warum, aber genau dies geschieht.

Plötzlich bin ich mit Problemen überladen: die Bank hat mich betrogen, irgendetwas läuft mit meiner Frau und den Kindern schief, meine Gesundheit verschlechtert sich und alles andere geht den Bach hinunter. Ich stehe vor tausend verschiedenen Missgeschicken und Problemen. Was auch immer ich tue, ganz gleich wie viel Geld durch meine Hände geht, nichts davon ist zu etwas gut.

Daher müssen die Menschen verstehen, dass sie einfach sich selbst töten, wenn sie weiterhin auf diese Weise handeln. Und es ist nicht leicht den Menschen zu erklären, dass sie ganz gleich, was sie tun, immer auch die anderen berücksichtigen müssen. Das ist so, weil wir in eine komplett neue Welt eingetreten sind, wo wir nicht, wie im obigen Beispiel, wie gewohnt weiterhin die Steuerbehörden und die Fahrgäste betrügen können. Wir werden sehen, dass es unsere egoistischen Körper sind, die wir betrügen müssen, weil diese uns nicht erlauben mit Rücksicht auf Andere zu handeln.

Kannst du dir vorstellen, welche enorme Transformation wir alle durchlaufen müssen? Dies kann nur auf dem Wege einer Erziehung geschehen, die erklärt, dass wir in einer neuen Welt leben und dieses neue Gesetz befolgen müssen. Und wenn wir es nicht tun, dann verurteilen wir uns selbst, unsere Familien, unsere Angehörigen und die ganze Welt zum Leiden.

Die Gesellschaft muss daher beginnen, diese Systeme für die Erziehung zu schaffen. Sie mögen wie reine Systeme erscheinen, die zur Erklärung dieser Konzepte geschaffen wurden. In Wirklichkeit jedoch werden sie mit dem Licht verbunden sein – der einzigen Kraft, die die Fähigkeit hat unsere Wünsche zu korrigieren. Es sind unsere nicht korrigierten Wünsche, die uns ständig zu unseren alten Wegen zurückkehren lassen. Die uns austricksen und uns dazu bringen so zu handeln, sogar, wenn wir schon anders sein wollen, und den anderen geben wollen. Um diese Wünsche zu korrigieren, brauchen wir eine Methodik, die mit dem Licht verbunden ist und die es uns ermöglicht dieses Licht zu uns hin zu kanalisieren. Es ist so, wie eine Leitung zu legen, die es der Elektrizität möglich macht, zu den Verbrauchern und so in alle Häuser zu gelangen.

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Die Fotos im Herzen Teil 1 (2)

In Rabash’s Arbeitszimmer 

Auf der ersten Etage unseres Gebäudes Chason Isch Straße 81, gab es ein Arbeitszimmer von Rabash. Wir haben von 3 bis 6 Uhr morgens studiert und danach bis  6:30 Uhr hatten wir ein Gebet gehabt. Später, ungefähr bis 9 Uhr eine Pause. Nun sind wir mit ihm zusammen zum Meer oder in den Park gefahren, das war abhängig von der Jahreszeit. Noch bevor wir uns zur nächsten Pause trennten, haben wir geklärt, was wir an diesem Tag zu tun hatten. Es war dann so, dass er zum Arzt musste oder noch etwas anderes zu erledigen hatte.

Während des Chanuka-Fest stand auf dem Tisch im Arbeitszimmer die Chanikija. Normalerweise war sie versteckt und nur während Chanuka hat man sie hervor geholt, um sie abends anzuzünden. Jeden Abend haben wir Chanuka Kerzen angezündet und Lieder gesungen, die man aus der Tradition heraus an diesem Abend normalerweise singt, entweder nach einfachen Melodien oder nach der Musik von Baal HaSulam. Danach wurden „Lechaims“ ausgesprochen, ein wenig Brendy „777“ getrunken (stand normalerweise auf unserem Tisch, weil Rebe es sehr mochte) und Chanuka-Krapfen gegessen. Rav hat sie selber an jeden von uns ausgeteilt.

Er konnte natürlich in jede seiner Handlungen Spiritualität einfügen. Für ihn war es nicht wichtig welche physischen Handlungen er unternimmt, was man sagen muss, er hat immer seine innere Arbeit hinzugefügt. So brachte er, mit allen seinen Handlungen und große Anstrengungen, Korrekturen zustande.

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Wie können wir die Gewalt unter unserer Jugend stoppen?


Frage: Sie sagen, dass der Egoismus der jungen Leute nicht gestoppt werden kann: Ein 11 Jahre altes Kind kann ein anderes Kind niederstechen. Wohin führt das? Was wird in zehn oder fünfzehn Jahren geschehen, wenn diese zehnjährigen Kinder 20 Jahre alt sind?

Antwort: Erstens fühlen sich Kinder nicht dazu verpflichtet, unsere Gesetze zu befolgen, weil sie nicht bestraft werden können. Sie können nicht vor Gericht gebracht werden, weil sie zu jung sind. Was wird also passieren? Wenn ein Kind älter wird, wächst die bewahrende Kraft in ihm heran, sowie die Furcht, als ein Erwachsener in dieser Welt leben zu müssen. Eine Sache, die helfen würde, wäre, wenn wir sie wie Erwachsene behandeln würden.

Aber in Wirklichkeit eignen sich unsere Gesetze nicht für Kinder. Es sollte gesetzliche Vorschriften für jede Altersgruppe geben und sie sollten für Jungen und Mädchen gesondert sein. Wir sollten wissen, was wir von ihnen erwarten und wie wir sie bestrafen sollten. Sie sollten entsprechend des Systems von Belohnung und Bestrafung erkennen, was die richtige Verhaltensform ist.

Ein Kind sollte das wissen – dies ist ein richtiges Erziehungssystem. Es ist ein System, das der grausamen tierischen Natur der Menschen entgegenwirkt und fähig ist, einen echten Menschen zu formen oder zu schaffen. Für jede Handlung sollte es eine passende Reaktion geben. Auf diese Weise erzieht eine Mutter ein Kleinkind: sie gibt ihm einen Ansporn für eine Sache und eine Bestrafung für eine andere.

Auf diese Weise müssen wir den „Ton“ formen. Und die Kinder werden das verstehen, weil sie wie „Ton“ sind, der das Verlangen, Genuss zu empfangen, enthält. Wir können dieses Verlangen beeinflussen, indem wir ihm sagen: Wenn du diese Form annimmst, wirst du etwas Süßes bekommen und wenn du eine andere Form annimmst, wirst du Bitterkeit empfinden. Auf diese Weise können wir einen Menschen gestalten.

Wenn wir ihm jedoch erlauben, alles zu tun, was es will und es zu negativen Verhaltensformen anregen, wie die, welche Kinder von grausamen, abstoßenden Spielen lernen, wo Menschen einander töten und wenn es das ist, was sie im Fernsehen und dem Internet sehen und es keine Bestrafung dafür von der Gesellschaft gibt, was wird dann das Ergebnis dieser Art der Erziehung sein? Ein bezauberndes Kleinkind wird aufwachsen, um ein unglückliches Kind zu werden.

Wir müssen also zuerst den Eltern beibringen, wie man ein Erziehungssystem für ihre Kinder erschafft. Andernfalls wird die nächste Generation mit Sicherheit schlimmer sein als die vorige.

(Aus dem Unterricht über Baal HaSulam´s Artikel Das Wesen der Religion und ihr Ziel“ )

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Die Bedingung um den Schöpfer zu verstehen

 Frage: Wenn der Schöpfer als Quelle der Leiden empfunden wird, ist es schwer nach Ihm zu streben.  Wird es als Egoismus angesehen, wenn man zu fühlen versucht, dass Er gut ist und Gutes tut?

 

Antwort: Wir müssen das lösen. Durch die Zustände, die wir in der Gruppe schaffen möchten, legen wir den Grundstein zu Seiner Offenbarung.

In dem Maße, in dem wir die Eigenschaft der Liebe und des Gebens, der Verbindung über unserem Ego erlangen, erschaffen wir die Bedingungen, d.h. das Kli (Gefäß), in welchem wir den Schöpfer begreifen.

Der Schöpfer enthüllt sich in dem von uns aufgebauten Kli, in dem Maß unserer Ähnlichkeit mit seiner Eigenschaft der Liebe und des Gebens.

 

(242047)

Der Schöpfer ist kein Mensch

Frage: Obwohl Sie bereits gesagt haben, dass es Gott als Mensch nicht gibt, wenden Sie sich an Ihn, als wäre er eine physische Person, die denken, wünschen, mitfühlen, sich freuen, traurig sein kann, usw.

Wie können wir Ihre Aussagen verstehen? Gibt es ein Individuum? Oder ist der Gott eine Kraft? Kräfte besitzen keine emotionalen Komponenten, daher sollten sie nicht für eine Beschreibung ihrer Manifestationen verwendet werden.

Antwort: Ich hatte früher ein altes Auto, welches mir sehr viel zu schaffen machte. Ich habe es häufig selbst repariert aber auch oft in die Werkstatt gefahren. Sowohl der Automechaniker als auch ich beschimpften es mit den letzten Worten und sprachen es als ein Lebewesen an.

Das heißt, wenn wir uns an etwas wenden, projizieren wir auf dieses Objekt, diese Kraft, dieses Phänomen immer unsere Eigenschaften, unsere Gefühle, die es  in diesem Gegenstand oder der Eigenschaft nicht gibt. Dies gilt auch für den Schöpfer.

In dem Maß, in dem ich in mir die Eigenschaft der Hingabe, Liebe, Verbindung aufbaue, kann ich diese Eigenschaft als Schöpfer bezeichnen. In der Tat gibt es außerhalb dieser Eigenschaft, die ich aufgebaut habe, keinen Schöpfer.

Hier müssen wir uns richtig positionieren und verstehen, warum der Schöpfer als „Bore“ – „Bo-re“: „Bo“ – „Komme“, „re“ – „siehe“ bezeichnet wird.

Man muss kommen und sehen, d.h. einen Zustand erreichen, um diese Eigenschaft zu entdecken.

Wir bezeichnen diese Eigenschaft auch als „Elokim“. Sie besteht aus zwei Teilen der Seele. Ein Teil heißt ACHAP, der andere Teil heißt Galgalta we Ejnaim.

Was hat der Schöpfer damit zu tun, wenn es um die Seele geht? Hat es nichts mit einem Menschen zu tun, sprechen wir nicht über das was außerhalb des Menschen existiert?

Wir sprechen von der Erkenntnis innerhalb eines Menschen, wenn der Mensch die Eigenschaft des Gebens und der Liebe erreicht hat.

Diese Eigenschaft steht über dem Ego und es ist nicht einfach, sie in sich selbst zu erschaffen, zu entwickeln. Wenn wir uns diese Eigenschaft aneignen, bezeichnen wir sie als „Schöpfer“, dann können wir davon sprechen, dass wir den Schöpfer verstehen.

 

Aus dem Unterricht vom 23.12.2018

[244326]

Worum am Grabe eines Kabbalisten bitten


Fragen, die ich dazu erhalten habe, ob ein Mensch die Gräber der Rechtschaffenen besuchen sollte und worum man an diesen Stellen bitten sollte:

Frage: Ich würde gerne die Gräber der Rechtschaffenen auf dem Berg Miron besuchen. Die Reise, an der ich interessiert bin, findet nachts statt und der Reiseorganisator sagte, gemäß Kabbala könne man den Umlauf des Mondes dafür benutzen, zu berechnen, was die beste Zeit für eine Bitte um Heilung von Krankheit wäre. Ich hörte jedoch auch die Meinung eines anderen, der Kabbala studiert. Er sagte, man solle das nicht machen. Ich würde gerne herausfinden, ob man das machen kann und warum gerade nachts?

Antwort: Niemand besucht jemals Gräber bei Nacht. Die einzige Ausnahme ist die Nacht von Lag BaOmer, in der Menschen in ganz Israel und auch am Berg Miron, am Grab von Rashbi, dem Autor des Buches Sohar, Freudenfeuer entzünden. Dies ist ein antiker Brauch. Jedoch bei Vollmond um die Heilung von Krankheiten zu bitten hat nichts mit Kabbala, sondern nur mit Mystizismus und Schamanismus zu tun.

Rabash und ich gingen gewöhnlich für zwei Tage in der Woche nach Tiberias und manchmal besuchten wir das Grab von Rashbi auf dem Berg Miron. Rabash respektierte diesen Ort. Jedoch sah er diesen nicht als einen Ort an, um nach der Lösung von körperlichen, egoistischen Problemen der Menschen zu bitten, sondern vielmehr nur als einen Ort, um nach der Gleichheit mit dem Schöpfer zu bitten. Wenn ein Mensch dort ist, sollte er um die Fähigkeit bitten, seinen Nächsten zu lieben, anstatt sich mit dem eigenen tierischen Körper zu befassen, mit dessen Heilung oder anderem Nutzen. [Rest des Beitrags lesen →]

Lag ba-Omer – Feiertag der Kabbalisten

Lag ba-Omer ist in erster Linie ein kabbalistischer Feiertag, ein Feiertag des Lichtes. Lag ba-Omer bedeutet 33. Tag (lamed-gimel) nach Pessach, d.h. nach dem Auszug aus dem egoistischen Wunsch, zum Geben um zu  Geben, zu den gebenden Wünschen. Deswegen beginnt danach die Periode der Säuberung der Wünsche: 33 Tage von Pessach bis Lag ba-Omer und von da bis zu Shawuot. In diesen 50 Tagen beenden wir alle Korrekturen und sind für den Empfang der Tora bereit, d.h. des Lichtes, das die Wünsche zu empfangen korrigiert um zu geben.

Bis zum Tag Lag ba-Omer werden wir noch nicht als die angesehen, die vollständig aus Ägypten ausgezogen sind. Denn wir müssen die Wünsche mit den ägyptischen (egoistischen) Eigenschaften korrigieren. Aber am 33.Tag werden die Korrekturen  erreicht, und uns bleibt nur, den unteren Teil der Stufe, die empfangenden Wünsche, zu korrigieren. Deswegen können wir dann sicher sein, dass wir zweifellos zum Empfang der Tora kommen. Ab dem Tag Lag ba-Omer beginnt das Licht der Gabe der Tora bereits zu leuchten, wenn auch zunächst aus der Entfernung.

Deswegen ist der Tag Lag ba-Omer aus Sicht der Korrektur so wichtig. Vor dem Lag ba-Omer korrigieren und vollenden wir immer noch den Auszug aus Ägypten, und nach diesem Tag beginnen wir, uns für den Empfang der Tora in Shawuot vorzubereiten. Daraus folgt, dass Lag ba-Omer ein ganz besonderer „Tag“ ist, das heißt, ein Zustand, den ein Mensch auf dem Weg zur Korrektur durchläuft.

Der Auszug aus Ägypten passiert unter dem Einfluss des Höheren Lichts, dem großen Licht Chochma, das sich dank dem Erwachen des Menschen offenbart. Als Ergebnis erhebt er (der Mensch) sich über seinen Egoismus und trennt sich von ihm. Allerdings passiert das alles dank dem Licht, das von oben kommt. Die Wünsche bleiben noch egoistisch, aber das Licht ermöglicht es jenen, sich über den Egoismus zu erheben und geben zu wollen. Das alles ist nur dank dem Höheren Licht möglich, das uns wie ein Magnet zusammenhält. [Rest des Beitrags lesen →]

Die einzige Quelle aller Gedanken und Gefühle

Frage: Was ist mit denken und überlegen gemeint? Soll ich mich einfach zurücklehnen und denken, dass ich die Spiritualität erreichen möchte? Oder sollen damit meine Handlungen gegenüber den Freunden gemeint sein?

Antwort: Die Handlung ist sehr einfach: Alle meine Gedanken und Gefühle müssen eine Basis haben – den Schöpfer. Alles, was ich denke und fühle, wird vom Schöpfer hervorgerufen, belebt und in mich hineingelegt. Was auch immer mit mir passiert, oder sich in mir offenbart – alles kommt vom Schöpfer.

Deswegen ist es wünschenswert, sich ständig im Gedanken, dass „es niemanden außer Ihm gibt“, zu befinden. Wenn ich die gleichen Gedanken und Gefühle wie meine Freunde anstrebe, versuche alle unsere Herzen und unseren Verstand zu vereinen, dann vereinen wir unsere gesamten Bemühungen miteinander. Dadurch erreichen wir ein riesiges gemeinsames Verlangen, ein gewaltiges Herz und einen großen Kopf, in denen wir den Schöpfer als Quelle und Ursache von unseren Gefühlen und unserem Verstandes spüren.

Wenn wir so nachdrücklich darauf bestehen, dass Er sich uns als die Ursache unserer Gedanken und Gefühle offenbart, dann gelangen wir sehr schnell zu einem Zustand, in dem sich der Schöpfer uns mit Hilfe des höheren Lichtes zu offenbaren beginnt. 

Aus dem Unterricht vom 11.02.2019

[242802]

Wie kann man seine Persönlichkeit einsetzen?

Frage: Wie kann man die Individualität für die Gruppe und den Fortschritt nutzen?

Antwort: Wenn Sie in einem Zehner arbeiten sehen Sie, wie sich Ihre Eigenschaften eindeutig gegen die Freunde richten. Es gibt nichts in ihnen, was irgendwie mit ihnen in Verbindung gebracht werden kann.

Sie sind völlig anders, ihr seid weit auseinander, seid gegeneinander und hasst euch gegenseitig. Genau hier, habt ihr die Möglichkeit euch zu verbinden.

Frage: Wie kann ein Mensch die Wahrhaftigkeit seiner Vorstellungen über den Zehner, die Freunde, den Lehrer oder der Wissenschaft der Kabbala überprüfen, wenn er das aus seiner Verdorbenheit heraus tut?

Antwort: Das spielt keine Rolle. Sie arbeiten in einer Gruppe, daher überprüfen Sie sich in der Gruppe von Freunden. Keine Sorge, es ist eine bewährte Methode. Es kommt aus der Absicht der Schöpfung, der Verbindung zwischen uns. Es kann nicht anders, als funktionieren. In der Welt kann nur dieses Vorgehen  gelingen.

 

Aus dem russischsprachigen Unterricht 18.11.2018

[242575]

Die Lösung für unser mangelhaftes Bildungssystem liegt im Studium der Höheren Lenkung

Frage: Ein 12 Jahre altes Kind wurde gestern von einem anderen Kind erstochen. Können Sie erklären, warum so junge Kinder bereits den Wunsch haben, jemandem weh zu tun?

Antwort: Die Grausamkeit in den Beziehungen der Kinder stammt aus unserer gemeinsamen Natur – dem Verlangen zu empfangen. Dieser Wunsch wächst stetig, und man kann nichts dagegen tun. Früher waren Kinder disziplinierter und naiver, daher war es möglich, sie zu lenken. Heute geht das nicht mehr und daher versuchen die Leute es auch gar nicht erst.

Früher konnten die Lehrer sie durch Anschreien und Kommandieren unter Kontrolle halten, heute haben sie Angst, das Klassenzimmer zu betreten, da sie nicht wissen, was dort auf sie zukommt. Die Lehrer oder die Schulen sind nicht daran Schuld, sondern der Mangel an der richtigen Methode. Sie versuchen, ein Schulsystem zu schaffen, aber das egoistische Verlangen des Menschen kann sie nicht mit der richtigen Lösung versorgen, da sie genauso schlecht wie die Kinder sind.

Erziehung geschieht nur durch Beispiele, aber uns selbst fehlt das korrekte Vorbild für die Existenz, und so können wir ihnen kein Beispiel vorzeigen. Was zeigen wir ihnen im Fernsehen, im Internet und in allen Medien, wo sie ihre Informationen herbekommen? Ich denke, dass die Welt langsam anfängt zu verstehen, dass sie keine Macht über die nächste Generation hat. Alles ist bereits außer Kontrolle geraten und es ist unmöglich, etwas dagegen zu tun. Es ist jedoch gut, dass das Übel nun enthüllt wird und die Menschen nun die richtige Erklärung hören können. Wenn die Erziehungskrise ihren Höhepunkt erreicht, werden die Menschen bereit sein zu hören.

Wir müssen erklären, dass die junge Generation nicht mehr innerhalb des alten Erziehungssystems existieren kann. Ebenso gelingt es uns nicht mehr, die Wirtschaft, Familienbeziehungen, Kultur und Erziehung innerhalb der Grenzen des alten Systems richtig zu stellen. Die Menschen müssen hören, dass das Ganze nur eine einzige Lösung hat. Wie sieht nun diese Lösung aus?

Die Menschen müssen die Höhere Lenkung studieren, welche einerseits absolute Güte ist, aber andererseits auch unser Verhalten streng festlegt. Dies ist Erziehung: Sie lehrt diejenigen, die gerade ihr Leben über die Verbindung mit dem Schöpfer oder die Höhere Kraft beginnen, weil nur die Höhere Kraft uns beeinflussen kann. Dies ist, was wir brauchen und unseren Kindern geben müssen: einen Plan, ein Programm, eine Wissenschaft, ein Verstehen. Wir müssen ihnen beibringen, wie man erfolgreich in dieser Wirklichkeit leben kann.

Den Menschen muss das Wichtigste beigebracht werden: wie man gut leben kann! Und sie werden gut leben unter der Bedingung, dass sie die Absolute Güte enthüllen. Und dies ist das Wesen der Weisheit der Kabbala: die Menschen in dieser Welt zur schnelleren Enthüllung des Schöpfers zu befähigen.

(Ausschnitt aus der Lektion von Baal HaSulams Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“ )

 

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