Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gruppe'

Wie man Freude wiedererlangt. Eine Anleitung

Frage: Die Spiritualität verlangt nach Vollkommenheit und Freude, doch in der Gruppe wird die Freude manchmal gedämpft. Wie passt das zusammen?

Antwort: In die Gruppe kommst du nach deinem normalen, „ordentlichen“ Leben. Dort hast du dich auf das Essen, den Sex, die Familie, das Geld, den Respekt, die Macht und das Wissen gefreut. Hier wurdest du aber vor ein Ziel, das du nicht erfassen, und vor Menschen, die du nicht aussuchen kannst, gestellt.

In der Außenwelt hast du selbst entschieden mit wem du arbeiten und mit wem du dich entspannen willst. Und hier hast du die Gesichter der Freunde vor dir. Schau sie an: hättest du sie in deinen Freundeskreis aufgenommen? Doch es gibt keinen Ausweg. Mehr noch, es gibt auch keinen Nutzen. Du findest weder einen Grund noch einen Ort noch ein Mittel zur Freude, woran du aus der Außenwelt gewohnt bist.

Nun musst du deine kompletten Vorstellungen ändern. Wozu bin ich hier? Wozu brauche ich all diese Menschen? Wie finde ich die Erfüllung? Was ist das Ziel? Wie wichtig ist es?

Nachdem du alle Fragen und Antworten gesammelt und richtig aufgereiht hast, wirst du vor Freude einfach explodieren, in den siebten Himmel vor Glück fliegen.

Denn du befindest dich an einem einzig wahren Ort, umgeben von richtigen Menschen, die nach dem gleichen erhabenen Ziel wie du streben, das im Alleingang nicht zu erreichen ist. Schau: sie haben sich extra für dich versammelt. Sie existieren nur, damit du die Vollkommenheit erlangst.

Dann, wenn du dir die Freunde anschaust, beginnst du, sie zu lieben. Sie werden dir wichtig, nah und teuer. Und das Ziel ist nicht mehr so unerreichbar. Wenn wir uns vereinigen, werden wir es unter uns finden. Es befindet sich nicht in einer fernen Galaxie, sondern hier, hinter den uns trennenden Absperrungen, die wir niederreißen müssen.

Das Ziel besteht darin, das Licht zwischen uns zu enthüllen. Es kann aber nicht fließen, solange das Netz beschädigt ist. Wegen der zerrissenen Kabel fließt der spirituelle Strom durch keinen von uns. So lass ihn doch erstrahlen, schließe den Kontakt!

Alles ist für uns bereits vorbereitet, und wenn du die Geschehnisse nur richtig betrachtest, wirst du garantiert mit Freude erfüllt.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash 

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Die Bedingung um den Schöpfer zu verstehen

 Frage: Wenn der Schöpfer als Quelle der Leiden empfunden wird, ist es schwer nach Ihm zu streben.  Wird es als Egoismus angesehen, wenn man zu fühlen versucht, dass Er gut ist und Gutes tut?

 

Antwort: Wir müssen das lösen. Durch die Zustände, die wir in der Gruppe schaffen möchten, legen wir den Grundstein zu Seiner Offenbarung.

In dem Maße, in dem wir die Eigenschaft der Liebe und des Gebens, der Verbindung über unserem Ego erlangen, erschaffen wir die Bedingungen, d.h. das Kli (Gefäß), in welchem wir den Schöpfer begreifen.

Der Schöpfer enthüllt sich in dem von uns aufgebauten Kli, in dem Maß unserer Ähnlichkeit mit seiner Eigenschaft der Liebe und des Gebens.

 

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Die einzige Quelle aller Gedanken und Gefühle

Frage: Was ist mit denken und überlegen gemeint? Soll ich mich einfach zurücklehnen und denken, dass ich die Spiritualität erreichen möchte? Oder sollen damit meine Handlungen gegenüber den Freunden gemeint sein?

Antwort: Die Handlung ist sehr einfach: Alle meine Gedanken und Gefühle müssen eine Basis haben – den Schöpfer. Alles, was ich denke und fühle, wird vom Schöpfer hervorgerufen, belebt und in mich hineingelegt. Was auch immer mit mir passiert, oder sich in mir offenbart – alles kommt vom Schöpfer.

Deswegen ist es wünschenswert, sich ständig im Gedanken, dass „es niemanden außer Ihm gibt“, zu befinden. Wenn ich die gleichen Gedanken und Gefühle wie meine Freunde anstrebe, versuche alle unsere Herzen und unseren Verstand zu vereinen, dann vereinen wir unsere gesamten Bemühungen miteinander. Dadurch erreichen wir ein riesiges gemeinsames Verlangen, ein gewaltiges Herz und einen großen Kopf, in denen wir den Schöpfer als Quelle und Ursache von unseren Gefühlen und unserem Verstandes spüren.

Wenn wir so nachdrücklich darauf bestehen, dass Er sich uns als die Ursache unserer Gedanken und Gefühle offenbart, dann gelangen wir sehr schnell zu einem Zustand, in dem sich der Schöpfer uns mit Hilfe des höheren Lichtes zu offenbaren beginnt. 

Aus dem Unterricht vom 11.02.2019

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Wie kann man seine Persönlichkeit einsetzen?

Frage: Wie kann man die Individualität für die Gruppe und den Fortschritt nutzen?

Antwort: Wenn Sie in einem Zehner arbeiten sehen Sie, wie sich Ihre Eigenschaften eindeutig gegen die Freunde richten. Es gibt nichts in ihnen, was irgendwie mit ihnen in Verbindung gebracht werden kann.

Sie sind völlig anders, ihr seid weit auseinander, seid gegeneinander und hasst euch gegenseitig. Genau hier, habt ihr die Möglichkeit euch zu verbinden.

Frage: Wie kann ein Mensch die Wahrhaftigkeit seiner Vorstellungen über den Zehner, die Freunde, den Lehrer oder der Wissenschaft der Kabbala überprüfen, wenn er das aus seiner Verdorbenheit heraus tut?

Antwort: Das spielt keine Rolle. Sie arbeiten in einer Gruppe, daher überprüfen Sie sich in der Gruppe von Freunden. Keine Sorge, es ist eine bewährte Methode. Es kommt aus der Absicht der Schöpfung, der Verbindung zwischen uns. Es kann nicht anders, als funktionieren. In der Welt kann nur dieses Vorgehen  gelingen.

 

Aus dem russischsprachigen Unterricht 18.11.2018

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Mitgefühl für die Schüler

Frage: Hat der Lehrer in der Kabbala Mitgefühl mit Menschen oder mit seinen Schülern?

Antwort: Ein Lehrer in der Kabbala erlebt alle Gefühle, die einem Menschen innewohnen- nur 620 Mal deutlicher. Um diesen gewaltigen Empfindungen standhalten zu können, verfügt er über die entsprechenden „Werkzeuge“.  Schon auf einer niedrigen Stufe empfindet er jedes Gefühl 620 Mal intensiver als ein gewöhnlicher Mensch.

Frage: Was bedeutet Mitgefühl für die Schüler?

Antwort: Wenn ein Lehrer einen Schüler sieht, der versucht eine spirituelle Handlung auszuführen, dabei aber versagt und fällt, aufstehen möchte und wieder fällt, ruft das Mitgefühl beim Lehrer hervor, da er ihm nicht helfen kann. Sie müssen geduldig warten. Natürlich hilft er seinem Schüler auf seine Weise, aber nicht auf der Stufe, auf der er diese Hilfe spürt.

Ich kann aus eigener Erfahrung sprechen. Ich war in einem sehr schlechten Zustand. Mein Lehrer hatte Mitleid mit mir, half mir aber in keiner Weise.

Erst viele Jahre später wurde mir klar, dass er mir auf ganz andere Weise half. Es war unabhängig davon, wie ich vor ihm litt. Der Lehrer spürt die Leiden des gesamten Systems der Offenbarung des Schöpfers, nicht die persönlichen Leiden.

Verstehen Sie, nur die Verbindung in ihrem Zehner ist in der Spiritualität zu spüren. Es ist sinnlos, alleine zu sitzen und zu leiden. Schade für die verlorene Zeit.

Verbinden Sie sich schnell, um ihre Verlangen zu vereinen.

Aus dem russischsprachigen Unterricht 02.12.2018

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Wie löst man ein Problem im Zehner?

Frage: Wie löst man ein Problem, wenn es im Zehner keine Einheit gibt und wir nicht zu einer geschlossenen Meinung gelangen?

Antwort: Man muss nichts lösen. Ihr müsst weiter miteinander arbeiten und euch an den Schöpfer wenden. Lass Ihn eure Probleme lösen. Was könnt ihr selbst lösen? Wer von euch ist so klug? Ich sehe keinen.

Allein der Schöpfer kann alle Probleme lösen. Er gibt sie und ihr denkt noch, dass die Ursache ein Freund von euch ist. Nichts dergleichen! Der Schöpfer ist die Quelle aller Probleme! Darüber wird gesagt: „Ich bin der Erste und ich bin der Letzte“. Wendet euch an Ihn!

Frage: Muss jeder Freund sich einzeln an Ihn wenden oder alle zusammen?

Antwort: Angenommen es gibt ein Problem mit der Gruppe, dann diskutiert nicht zu viel darüber, sondern wendet euch gemeinsam an den Schöpfer, damit Er es löst. Noch besser wäre es, wenn es euch egal wäre, ob Er das Problem löst oder nicht. Für euch ist wichtig, dass ihr euch mit dieser Angelegenheit an Ihn wenden könnt.

Wenn ihr dieses Thema als eine Gelegenheit seht, euch an Ihn zu wenden und sich an Ihn anzuheften, werdet ihr sehen, wie das Problem verschwindet. Nur aus diesem einzigen Grund ist dieser Fall entstanden.

Aus dem Unterricht vom 11.02.2019

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Verbindung zum Schöpfer herstellen

Frage: Was bedeutet es, sich der Gruppe anzuschließen? Wie kann ein Mensch überprüfen, ob er dabei erfolgreich ist?

Antwort: Erstens hängt es von seinem Kontakt zu der Gruppe ab, wie er alle miteinander verbindet und in dieser Verbindung den Schöpfer offenbart.

Zweitens, ob er sich, auf sich selbst bezogen, mit all seinen Problemen an den Schöpfer wendet, oder ob er sich an die Gruppe und über die Gruppe an den Schöpfer richtet. Das sind zwei verschiedene Dinge.

Wir sprechen erst persönlich den Schöpfer an, da es viel einfacher ist. Solche Übungen sollten ständig gemacht werden.

Diese Gepflogenheiten werden mehr oder weniger zur Gewohnheit. Man erinnert sich ständig daran, sich automatisch mit dem Schöpfer zu verbinden und jede Sekunde in einer Start-Stopp-Bewegung zu sein: „ja – nein, nein – ja“. Wenn man immer in solch einem Impulsmodus arbeitet, verbindet man sich schließlich über die Gruppe mit dem Schöpfer. 

Man verbindet sich mit der Gruppe und schreitet mit ihr gezielt voran. Man hilft den Freunden, indem man sie aus dem „Fluss“ (in Bezug auf das Licht von Chassadim) oder aus dem „Gefängnis“ (in Bezug auf das Licht von Chochma) befreit.

Aus dem russischsprachigen Unterricht, 11.02.2019

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Gibt es in unserer Welt ein selbstloses Geben?

Frage: Gibt es in unserer Welt Beispiele, die das Empfangen um zu geben veranschaulichen?

Antwort: Angenommen es will mir jemand ein Geschenk machen und gibt mir eine Tafel Schokolade. Ich habe einen hohen Zuckergehalt im Blut und esse daher keine Süßigkeiten. Ich nehme das Geschenk trotzdem an, da es mir diese Person von ganzem Herzen gegeben hat. Im Prinzip nehme ich dieses Geschenk an, um diesem Mensch ein gutes Gefühl zu vermitteln.

In unserer Welt gibt es kein Beispiel für das wahre Empfangen um des Gebens willen. Es gibt nicht einmal einen solchen Zustand wie geben um zu geben. Hier ist alles egoistisch und wird nur für sich selbst getan. Wir können keine Bewegung machen: weder in Gedanken und Wünschen, noch körperlich, dafür haben wir keine Energie. Wir sind dazu bestimmt zu empfangen, so sind wir erschaffen worden.

Um das Geben zu erlangen und darin zu leben, brauchen wir eine völlig neue Energie – die Energie des Gebens. Nur wenn wir in einer Gruppe lernen, können wir diese Dynamik empfangen. Wir haben dann die Möglichkeit, ohne egoistischer Energie, die Eigenschaften für das selbstlose Geben zu erhalten. Wir werden schließlich vom Schöpfer diese Kraft bekommen.

Ich nähere mich dem Schöpfer an, empfange Energie von Ihm, die ich dann weitergeben kann. Nur so können wir in der Spiritualität handeln.

Wir müssen das lernen, da es vor uns liegt.

(240375)

In das Wissen fallen und zum Glauben aufsteigen

Frage: Warum kehrt von Zeit zu Zeit die tierische Angst zurück, obwohl ich bereits überzeugt bin und fühle, dass vom Schöpfer nichts Böses kommt?

Antwort: Es spielt keine Rolle. Ich kann verstehen, dass alles vom Schöpfer kommt, Er ist es, der mit mir spielt. Und dann – auf einmal! Das war es, ich zittere wieder wie ein Kaninchen unter einem Busch.

Frage: Gibt es einen Ausweg?

Antwort: Indem man mit dem Glauben über den Verstand aufsteigt, muss man sich vorwärts bewegen, nur so. Man muss dem Schöpfer danken, dass Er uns mithilfe solcher tierischen Ängste führt. Auf diese Weise werden wir uns ständig fortbewegen.

Alles hängt von der Gruppe ab, davon, inwieweit man im Glauben über den Verstand aufsteigt.

Frage: Hat auch ein Kabbalist Angst?

Antwort: Der Kabbalist hat noch tiefere Ängste, besonders bei den Abstiegen. Er kann sich schließlich nicht immer im Glauben über dem Verstand befinden. Er muss in das Wissen fallen und danach zum Glauben aufsteigen. Er ist mit allem einverstanden.

Er durchläuft Zustände, die viel akuter und widersprüchlicher sind als bei einfachen Menschen. Seine Zustände von Angst und Hingabe an das Ziel werfen ihn buchstäblich vom Abgrund an die Spitze.

Zwischenbemerkung: Ich habe gehört, dass ein Kabbalist keine  Angst um sich hat, sondern sich davor fürchtet, dem Schöpfer zu schaden.

Antwort: Wie kann er keine Angst um sich selbst haben? Wenn er keine solchen Zustände hat, woran wird er sich dann messen? Wie es heißt: „Du hast dein Antlitz vor mir verborgen und ich erschauderte“. Der Schöpfer gibt ihm solche Zustände.

Aus dem russischsprachigen Unterricht von 14.10.2018

[240309]

Das Spiel ist eine kontinuierliche Arbeit der Gruppe

Ähnlich wie wir von den Theaterschauspielern erwarten, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um unsere Phantasie zu täuschen und uns zu zwingen ihre Theatervorstellung für real zu halten, so verlangen wir das gleiche von den Propheten der kabbalistischen Lehre: zu wissen, dass unser Herz berührt wird, bis der Glaube an diese Methode in unseren Herzen die Kraft der Wirklichkeit erreicht. (Baal HaSulam. Die letzte Generation, Teil 4)
Wir müssen so lange spielen, bis der Glaube an diese Methode in unseren Herzen an Kraft gewinnt. Das Spiel ist die ständige Arbeit der Gruppe. Wenn dies nicht der Fall ist, so ist es unwahrscheinlich, dass die Gruppe eine Chance hat weiterzukommen.

Frage: Ist ein Vertrag zum Spielen ein Vertrag zwischen uns oder ein Vertrag von jedem von uns in Bezug auf den Schöpfer? Gibt es einen Unterschied in diesen Definitionen?

Antwort: Es gibt keinen Unterschied. Ursachen und Wirkungen ändern sich ständig: Ich arbeite für sie mit dem Schöpfer an der Gruppe und ich arbeite mit der Gruppe für den Schöpfer.

Frage: Heißt das, dass der Begriff  „Vertrag mit dem Schöpfer“ und „Vertrag mit der Gruppe“ in und dasselbe sind?

Antwort: Ja und nein. Es hängt davon ab, was die Ursache und was die Folge ist.

Aus der Fernsehsendung „Die letzte Generation“, 08/02/2018
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