Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gruppe'

Wie löst man ein Problem im Zehner?

Frage: Wie löst man ein Problem, wenn es im Zehner keine Einheit gibt und wir nicht zu einer geschlossenen Meinung gelangen?

Antwort: Man muss nichts lösen. Ihr müsst weiter miteinander arbeiten und euch an den Schöpfer wenden. Lass Ihn eure Probleme lösen. Was könnt ihr selbst lösen? Wer von euch ist so klug? Ich sehe keinen.

Allein der Schöpfer kann alle Probleme lösen. Er gibt sie und ihr denkt noch, dass die Ursache ein Freund von euch ist. Nichts dergleichen! Der Schöpfer ist die Quelle aller Probleme! Darüber wird gesagt: „Ich bin der Erste und ich bin der Letzte“. Wendet euch an Ihn!

Frage: Muss jeder Freund sich einzeln an Ihn wenden oder alle zusammen?

Antwort: Angenommen es gibt ein Problem mit der Gruppe, dann diskutiert nicht zu viel darüber, sondern wendet euch gemeinsam an den Schöpfer, damit Er es löst. Noch besser wäre es, wenn es euch egal wäre, ob Er das Problem löst oder nicht. Für euch ist wichtig, dass ihr euch mit dieser Angelegenheit an Ihn wenden könnt.

Wenn ihr dieses Thema als eine Gelegenheit seht, euch an Ihn zu wenden und sich an Ihn anzuheften, werdet ihr sehen, wie das Problem verschwindet. Nur aus diesem einzigen Grund ist dieser Fall entstanden.

Aus dem Unterricht vom 11.02.2019

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Verbindung zum Schöpfer herstellen

Frage: Was bedeutet es, sich der Gruppe anzuschließen? Wie kann ein Mensch überprüfen, ob er dabei erfolgreich ist?

Antwort: Erstens hängt es von seinem Kontakt zu der Gruppe ab, wie er alle miteinander verbindet und in dieser Verbindung den Schöpfer offenbart.

Zweitens, ob er sich, auf sich selbst bezogen, mit all seinen Problemen an den Schöpfer wendet, oder ob er sich an die Gruppe und über die Gruppe an den Schöpfer richtet. Das sind zwei verschiedene Dinge.

Wir sprechen erst persönlich den Schöpfer an, da es viel einfacher ist. Solche Übungen sollten ständig gemacht werden.

Diese Gepflogenheiten werden mehr oder weniger zur Gewohnheit. Man erinnert sich ständig daran, sich automatisch mit dem Schöpfer zu verbinden und jede Sekunde in einer Start-Stopp-Bewegung zu sein: „ja – nein, nein – ja“. Wenn man immer in solch einem Impulsmodus arbeitet, verbindet man sich schließlich über die Gruppe mit dem Schöpfer. 

Man verbindet sich mit der Gruppe und schreitet mit ihr gezielt voran. Man hilft den Freunden, indem man sie aus dem „Fluss“ (in Bezug auf das Licht von Chassadim) oder aus dem „Gefängnis“ (in Bezug auf das Licht von Chochma) befreit.

Aus dem russischsprachigen Unterricht, 11.02.2019

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Gibt es in unserer Welt ein selbstloses Geben?

Frage: Gibt es in unserer Welt Beispiele, die das Empfangen um zu geben veranschaulichen?

Antwort: Angenommen es will mir jemand ein Geschenk machen und gibt mir eine Tafel Schokolade. Ich habe einen hohen Zuckergehalt im Blut und esse daher keine Süßigkeiten. Ich nehme das Geschenk trotzdem an, da es mir diese Person von ganzem Herzen gegeben hat. Im Prinzip nehme ich dieses Geschenk an, um diesem Mensch ein gutes Gefühl zu vermitteln.

In unserer Welt gibt es kein Beispiel für das wahre Empfangen um des Gebens willen. Es gibt nicht einmal einen solchen Zustand wie geben um zu geben. Hier ist alles egoistisch und wird nur für sich selbst getan. Wir können keine Bewegung machen: weder in Gedanken und Wünschen, noch körperlich, dafür haben wir keine Energie. Wir sind dazu bestimmt zu empfangen, so sind wir erschaffen worden.

Um das Geben zu erlangen und darin zu leben, brauchen wir eine völlig neue Energie – die Energie des Gebens. Nur wenn wir in einer Gruppe lernen, können wir diese Dynamik empfangen. Wir haben dann die Möglichkeit, ohne egoistischer Energie, die Eigenschaften für das selbstlose Geben zu erhalten. Wir werden schließlich vom Schöpfer diese Kraft bekommen.

Ich nähere mich dem Schöpfer an, empfange Energie von Ihm, die ich dann weitergeben kann. Nur so können wir in der Spiritualität handeln.

Wir müssen das lernen, da es vor uns liegt.

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In das Wissen fallen und zum Glauben aufsteigen

Frage: Warum kehrt von Zeit zu Zeit die tierische Angst zurück, obwohl ich bereits überzeugt bin und fühle, dass vom Schöpfer nichts Böses kommt?

Antwort: Es spielt keine Rolle. Ich kann verstehen, dass alles vom Schöpfer kommt, Er ist es, der mit mir spielt. Und dann – auf einmal! Das war es, ich zittere wieder wie ein Kaninchen unter einem Busch.

Frage: Gibt es einen Ausweg?

Antwort: Indem man mit dem Glauben über den Verstand aufsteigt, muss man sich vorwärts bewegen, nur so. Man muss dem Schöpfer danken, dass Er uns mithilfe solcher tierischen Ängste führt. Auf diese Weise werden wir uns ständig fortbewegen.

Alles hängt von der Gruppe ab, davon, inwieweit man im Glauben über den Verstand aufsteigt.

Frage: Hat auch ein Kabbalist Angst?

Antwort: Der Kabbalist hat noch tiefere Ängste, besonders bei den Abstiegen. Er kann sich schließlich nicht immer im Glauben über dem Verstand befinden. Er muss in das Wissen fallen und danach zum Glauben aufsteigen. Er ist mit allem einverstanden.

Er durchläuft Zustände, die viel akuter und widersprüchlicher sind als bei einfachen Menschen. Seine Zustände von Angst und Hingabe an das Ziel werfen ihn buchstäblich vom Abgrund an die Spitze.

Zwischenbemerkung: Ich habe gehört, dass ein Kabbalist keine  Angst um sich hat, sondern sich davor fürchtet, dem Schöpfer zu schaden.

Antwort: Wie kann er keine Angst um sich selbst haben? Wenn er keine solchen Zustände hat, woran wird er sich dann messen? Wie es heißt: „Du hast dein Antlitz vor mir verborgen und ich erschauderte“. Der Schöpfer gibt ihm solche Zustände.

Aus dem russischsprachigen Unterricht von 14.10.2018

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Das Spiel ist eine kontinuierliche Arbeit der Gruppe

Ähnlich wie wir von den Theaterschauspielern erwarten, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um unsere Phantasie zu täuschen und uns zu zwingen ihre Theatervorstellung für real zu halten, so verlangen wir das gleiche von den Propheten der kabbalistischen Lehre: zu wissen, dass unser Herz berührt wird, bis der Glaube an diese Methode in unseren Herzen die Kraft der Wirklichkeit erreicht. (Baal HaSulam. Die letzte Generation, Teil 4)
Wir müssen so lange spielen, bis der Glaube an diese Methode in unseren Herzen an Kraft gewinnt. Das Spiel ist die ständige Arbeit der Gruppe. Wenn dies nicht der Fall ist, so ist es unwahrscheinlich, dass die Gruppe eine Chance hat weiterzukommen.

Frage: Ist ein Vertrag zum Spielen ein Vertrag zwischen uns oder ein Vertrag von jedem von uns in Bezug auf den Schöpfer? Gibt es einen Unterschied in diesen Definitionen?

Antwort: Es gibt keinen Unterschied. Ursachen und Wirkungen ändern sich ständig: Ich arbeite für sie mit dem Schöpfer an der Gruppe und ich arbeite mit der Gruppe für den Schöpfer.

Frage: Heißt das, dass der Begriff  „Vertrag mit dem Schöpfer“ und „Vertrag mit der Gruppe“ in und dasselbe sind?

Antwort: Ja und nein. Es hängt davon ab, was die Ursache und was die Folge ist.

Aus der Fernsehsendung „Die letzte Generation“, 08/02/2018
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Blitz-Antworten des Kabbalisten

Frage: Wenn die Anzahl unserer Zustände die Zeit wären, heißt es dann, dass Abstieg eine Rückwärtsbewegung und Aufstiege eine Vorwärtsbewegung auf der Zeitskala wären?

Antwort: Nicht unbedingt. Es gibt Abstiege, welche die Vorwärtsbewegung beschleunigen. Wir müssen die Qualität der Bewegung richtig bewerten, nicht ihren Vektor und nicht ihre quantitative Einschätzung.

Frage: Ist die spirituelle Materie eine Kraft? Sind die materiellen Kräfte auf einer anderen Stufe oder befinden sie sich parallel zu den spirituellen Kräften?

Antwort: Materielle Kräfte sind egoistische Kräfte, es gibt sie nicht in der spirituellen Welt. Wir können nicht sagen, dass sie parallel zu den spirituellen Kräften bestehen, denn unsere Welt existiert dort nicht. Unsere Welt heißt „Olam a-medume“ – eine imaginäre Welt, die Welt die wir uns einbilden.

Frage: Gibt es auch Zwischenwelten oder nur materielle und spirituelle Welten?

Antwort: Es gibt keine Zwischenwelten. Eine spirituelle Welt besteht aus fünf Stufen: Asia, Ezira, Bria, Azilut und Adam Kadmon die Welt der Unendlichkeit, die wir über 125 Stufen erreichen müssen. Diese Welten unterscheiden sich in der Qualität der Verbindung zwischen ihren Bestandteilen und ihren Elementen. 

Frage: Wenn mein Schicksal das Werk des vollkommenen Schöpfers ist, warum sollte ich es dann beeinflussen und verändern?

Antwort: Da der Schöpfer dich so erschaffen hat, dass du dich selbst verändern musst! Er verpflichtet dich dazu.

Frage: Erzieht uns der Schöpfer, wenn wir in unserer materiellen Welt Schmerz und Leid empfinden? Erfahren wir das, wenn wir uns nicht selbst korrigieren wollen?

Antwort: Richtig! Wir empfinden Schmerz, wenn wir uns nicht selbst erziehen und korrigieren wollen!

Frage: Wenn ich durch das System unreiner Welten genährt werde, was kann mich dann aus der Macht des egoistischen Königreichs in die spirituelle Welt ziehen?

Antwort: Damit wir unsere Zustände verstehen lernen, können uns dieselben spirituellen Kräfte, von der spirituellem Stufe vertreiben.

Frage: Was heißt es einem Lehrer/ Kabbalisten ähnlich zu werden, wenn sich der Lehrer in der Spiritualität  und ich mich noch in der materiellen Welt befinde?

Antwort: Hilf ihm, indem du verstehst was er von dir will. In dieser Welt ist das die wichtigste Arbeit eines Menschen, der einen Lehrer hat. Es ist besser als andere Handlungen durchzuführen und auf Anweisungen zu warten.

Frage: Wie kommt man dazu, sich einen spirituellen Fortschritt zu wünschen?

Antwort: Schließe dich der Gruppe an. Nur wenn man in die Gruppe eingeschlossen ist und sich zusammen mit ihr entwickelt, kann man ernsthaft vorankommen. Ohne die Freunde gibt es keine Kraft voranzukommen.

Frage: Erinnert sich die Seele an ihr vergangenes Leben und kann das nach dem Tod des Körpers, ihre Korrektur beeinflussen?

Antwort: Was hindert die Seele daran, ihre Korrektur vorzunehmen, wenn der Körper lebt? Für die Seele gibt es in Bezug auf den Körper keine Begrenzung. An der Seele ändert sich nichts, auch wenn „dein Tierkörper“ stirbt.

 

Aus dem russischen Unterricht, 19.08.2018

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Aus der Lektion zum Buch „Die Lehre der zehn Sefirot“.

„Malchut versüßt mit Bina“ das ist ein Wunsch zu genießen der sich reduziert, als würde er nicht existieren und sich in Bina einschließt. Dieser Wunsch beginnt sich allmählich zu öffnen und versucht sich den Eigenschaften von Bina anzunähern, als ob er Bina selbst wäre.

Stell dir vor, du bist in einer anspruchsvollen Gesellschaft zu einem Cocktail oder Bankett eingeladen, am Eingang wirst du belehrt: „Achte darauf, dass du dich anständig benimmst, es gibt hier sehr hochgestellte Menschen, nicht so einfache wie dich.“ Du machst dich klein, gehst hinein und beobachtest wie sich die anderen verhalten. Du versuchst unauffällig zu sein, d.h. du entfaltest nicht deine wahren Eigenschaften. Du schaust die anderen an und versuchst sie nachzuahmen, als wärst du auch ein Aristokrat. Du beobachtest sie, wie sie stehen, tanzen, sitzen und reden, wie sie nicht wie du es gewohnt bist, Wodka direkt aus der Flasche trinken, sondern ihre Cocktails genießen. Du gibst dir Mühe, so zu sein wie sie, d.h. du nimmst für eine Weile ihre äußere Form an.

Wenn du deine äußere Form änderst, gewöhnt sich dein Wunsch zu genießen daran. Die Einkleidung in solch einer äußeren Formen ist bereits eine Art von Korrektur. Es ist nicht unmittelbar deine Korrektur, sondern die, welche du von anderen abgeschaut hast.

Dies ist die Korrektur, die wir im Laufe von 600 000 Jahren vornehmen müssen.

Es gibt eine Korrektur, die unsere eigene Natur betrifft, du verwandelst dich dabei von einem Markthändler zu einem englischen Lord.

Im Laufe von 600 000 Jahren kleiden wir uns ein in: Nehi, Chagat, Chabad – Bina (diese Macht herrscht über Malchut, reduziert sie und verleiht ihr ihre Eigenschaften). Anschließend bekommt Malchut selbst die Kraft der Korrektur. Das ist etwas, dass wir gerade überhaupt nicht verstehen.

Bina macht das freiwillig, und Malchut kann dies durch die Kraft der Überwindung umsetzen. In dieser Gesellschaft gibt es Menschen, die sich gerne ehrenvoll verhalten, du handelst aus Not heraus, damit du nicht rausgeschmissen wirst. Für sie ist es ein normales Leben, d.h. sie haben die Eigenschaften von Bina, du unterstellst dich diesen Eigenschaften nur, da du in deinem Inneren vollkommen egoistisch bist.

Du beneidest diese Leute und willst so sein wie sie, sonst würde dein Stolz verletzt werden. Es wird gesagt: „Der Engel des Todes wird zum Engel der Heiligkeit „, der Pharao hilft den Söhnen Israels, sich dem Schöpfer anzunähern.

Wenn mein Stolz leidet, bin ich bereit, meinem Egoismus auf die Füße zu treten. Menschlicher Stolz ist die größte Macht. Ich kann weder essen noch trinken, bis ich so sein kann wie sie.

Unsere Eigenschaften sind darauf aufgebaut, dass wir uns gegenseitig mit einbeziehen. Die  vier Phasen Dalet entstehen in den vier Phasen des direkten Lichts als Folge der Eigenschaften des Gebens und der Liebe – nur in dieser Phase verwandeln sie sich vom Egoismus  zum Altruismus und beinhaltet somit alle

Eigenschaften des Schöpfers.

Aus dem Morgenunterricht vom 15.01.2019

(8239565)

Vage Silhouetten in der Dunkelheit

Frage: Was bedeutet es, mit dem Schöpfer in ständigem Dialog zu stehen?

Antwort: Der Mensch muss sich stets aufs Neue bemühen, die Realität in die richtige Form zu bringen, statt sie so wahrzunehmen, wie sie sich in ihrem gegenwärtigen Zustand anfühlt.

Auch bei den spirituellen Stufen sollte er die ganze Zeit über versuchen, sich und die Realität auf der jeweils nächsthöheren Stufe zu sehen, so, wie sie dort ausgeprägt ist.

Für dieses Ziel beginnt er, sich an allen dafür erforderlichen Größen auszurichten: an sich selbst, der Gruppe, dem Studium, dem Lehrer – und dem Schöpfer.

Hierbei gibt es drei zentrale Größen:

  • den Menschen selbst

  • das, was zwischen ihm und dem Schöpfer steht – also die ganze Welt, einschließlich  der Gruppe, dem Lehrer, all die Schwierigkeiten und Probleme und die Unterstützung.

  • der Schöpfer

Alle Formen der Verhüllung, die mir offenbart werden – sind wie vage Silhouetten in der Dunkelheit.

Aber dank ihrer bin ich bereits in der Lage zu erkennen, dass es hier etwas gibt. Obwohl ich sie in einer unnatürlichen, falschen, irreführenden Form sehe, ist es doch schon eine Erkenntnis. Das bedeutet, dass man sich bereits im Zustand von „Lo LiShma“ befindet, der zur Vorbereitung dient. Und nun bitte ich, dass diese Formen sich enthüllen.

Gäbe es diese schemenhaften Formen nicht, so könnte ich keine Anstrengungen unternehmen und wünschen, dass sich mir die wahren Formen offenbaren. Das hieße, ich würde die wahren Formen und den Schöpfer nicht enthüllen können. Denn schließlich muss Er seine wahren Formen offenbaren. Doch sind das nicht Seine Formen, sondern Formen, durch die Er sich mir offenbart. Denn Ihn Selbst, die Quelle, bin nicht ich in der Lage zu offenbaren – man benötigt eine Hilfsform, HaWaYaH. Deswegen beginne ich mit dem Gericht, um darauf zur Barmherzigkeit zu gelangen. Alle schlechten Formen der Verhüllung muss ich offenbaren und ergründen, um anschließend wahrnehmen und erkennen zu können, wie sie die richtige, die wahre Form annehmen – die Form der Enthüllung. Diese umgekehrte Form ist auch eine Enthüllung des Schöpfers.

Aus diesem Grund wollen wir nicht, dass die Schatten aus der Welt verschwinden. Denn sonst könnten wir keine Verbindung zum Schöpfer aufnehmen und wären nicht in der Lage, Ihn zu fühlen. Deswegen gab es das Zerbrechen der Gefäße, damit wir, bei den Versuchen, alle Formen des Zerbrechens wieder zu verbinden, den Unterschied zwischen uns offenbaren: Das ist das Wichtigste. Wir ergründen nicht das ganze Gefäß in seiner Tiefe, sondern wie man einzelne Teile miteinander verbindet, das heißt, wir ermitteln seine Risse. Und sie geben uns einen Anhaltspunkt für die Höhere Macht.

Man muss nur den Schöpfer darin erkennen, der durch solch unangenehme Formen der Verhüllung zu uns spricht, und sie annehmen wie eine Einladung – oder als einen Wink, der uns zu verstehen gibt, wie man sich richtig an den Schöpfer wendet. Und man muss sich bewusst sein, dass wenn alle negativen Formen in positive verwandelt und diese Gerichte somit „versüßt“ werden, wir auf diese Weise den Schöpfer enthüllen.

Deshalb besteht unsere ganze Arbeit darin, mit allen Mitteln der Absicht zu folgen, die Formen der Verhüllung durch Formen der Enthüllung zu ersetzen – und das auf der Basis von Lehrer, Gruppe, Büchern, Studium und Verbreitung. In den Formen der Enthüllung jedoch muss ich mich der Eigenschaft des Gebens, der des Schöpfers angleichen. In dem Maße, wie ich die Eigenschaft des Gebens erlangen will, werden die Gerichte „versüßt“.

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Kabbala Akademie

Auf der Suche nach der mittleren Linie

Rabash „Die Agenda der Versammlung-2“, Artikel Nr. 17, 1986:

Nun haben wir die erste Stufe der Freundesversammlung erreicht und es beginnt die zweite Stufe.“ Jeder wird sich überlegen, welche Handlungen er ausführen kann, damit alle die Freundesliebe erwerben mögen. In anderen Worten, was jeder Mensch tun kann, um in seinem Herz die Liebe für jeden in der Gemeinschaft zu erlangen.

Wenn die zweite Stufe abgeschlossen ist – die Überlegungen, was zugunsten der Gesellschaft getan werden kann – beginnt die dritte Stufe. Diese beinhaltet die Umsetzung der Dinge, welche entsprechend der Entscheidung der Freunde getan werden sollte. 

In dem Maße, in dem ich auf das Ziel ausgerichtet bin, muss ich auch ständig auf der Suche nach dem Mittel zur Erreichung dieses Ziels sein. Die Liebe der Freunde kann nicht weniger sein als mein Streben nach dem Ziel, den Schöpfer zu erreichen. Das muss mindestens genauso wichtig sein.

Anmerkung: Rabash schreibt nicht davon, dass auf der zweiten Stufe eine gewisse Ablehnung zwischen uns entstehen muss.

Kommentar: Wir sprechen nie über die Kultivierung von negativen Gefühlen, Eigenschaften oder Handlungen. Wir reden nur über das Positive. Das Negative kommt vor, damit wir das Positive verstärken können. 

Frage: Wir können den Schöpfer lediglich zwischen dem Punkt der Liebe und dem Punkt des Hasses erreichen. Befindet sich der Schöpfer in der Mitte dieser beiden Punkte?

Antwort: Der Schöpfer befindet sich in der richtigen Vereinigung zwischen ihnen.

Frage: Gibt es keinen zweiten Punkt?

Antwort: Natürlich nicht. Wir müssen die mittlere Linie finden, da sie sich weder in uns, noch in der Natur befindet.

Aus der TV-Sendung „Die letzte Generation“, 27.06.2018

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Aus dem Unterricht „Das richtige Erlernen der Kabbala“.

Ein Zehner ist das Floß das dich in der stürmischen See rettet.
Wir müssen uns an ihm festhalten und dürfen es nicht loslassen. Wenn du nach diesem Floß gegriffen hast und darauf geklettert bist, gehst du durch all die Höhen und Tiefen, beugst deinen Kopf vor jeder rollenden Welle, so wie es Rabbi Akiwa tat, als er sich von dem sinkenden Schiff rettete.
Es ist egal was das für Wellen sind: im Gefühl oder im Verstand, ob es starke Wellen oder schwache sind – ich akzeptiere sie, um meine Verbindung mit dem Floß zu stärken. Ich bin von ihm abhängig. Wenn ich es loslasse, werde ich untergehen.
* * *
Nach dem Floß zu greifen bedeutet, sich am Zentrum des Zehners festzuhalten und nicht loszulassen. Es bedeutet mit den Freunden in Verbindung zu sein und das Ziel der Schöpfung in der stärksten und
innersten Verbindung mit ihnen zu erkennen. Dahinter steckt der Schöpfer und das Geheimnis meines Lebens.
Was auch immer passiert, ich bleibe mit meinen Freunden in Verbindung.
All diese Bilder, die sich vor mir abspielen, können mich nicht von „Israel, Tora und der Schöpfer – sind Eins“, abtrennen. Durch den Zehner bin ich mit dem Schöpfer verbunden und alles was geschieht, muss diese Verbindung „Ich – Gruppe – Schöpfer“ stärken.
* * *
Es ist notwendig, die Auf- und Abstiege gleich zu behandeln und sich trotz aller gegebenen Bedingungen an das Zentrum der Gruppe zu halten.
* * *
Du sollst den Unterricht nicht verlassen! Wir verlassen den Lernort nur körperlich, sonst nicht. Der Schöpfer hat unser Leben so gestaltet, dass wir verschiedene Zeiten und Zustände haben. Es ist alles zum Wohle der Korrektur. Wir schreiben lediglich die drei Stunden, die wir im Unterricht verbringen, unserer Korrektur zu. Das ist nicht richtig. Was ist mit der restlichen Zeit?
* * *
“ Sich im Glauben zu stärken“ bedeutet sich im Geben zu stärken.
Früher hatte ich eine bestimmte Kraft, durch die ich bis zu einem gewissen Maß mit der Gruppe verbunden war. Wenn jetzt eine Störung kommt, wächst mein Verlangen zu genießen und ich trenne mich von der Gruppe. Ich denke nicht an meine Freunde und bemerke sie nicht. Es gibt in meinem Herz und Verstand keinen Platz für sie.
Ich muss jetzt daran arbeiten, sie auf eine neue Stufe in meinem Herz und meinem
Verstand, über die Höhe eines neuen Egoismus zu bringen.
Ich beginne damit, in der Gruppe zu arbeiten. Ich lerne im Dunkeln mit Hilfe meiner Freunde alles Mögliche zu tun, bis ich wieder das Licht anziehe, welches zur Quelle zurückführt und mir die neue Kraft des Glaubens gibt, so wie es heißt: „Ein Mensch helfe seinem Nächsten.“ Ich trenne mich von dem alten Glauben, ich habe ihn abgearbeitet.
Die Kraft, die es einem Mensch ermöglicht, in der Gruppe unter den Bedingungen der Verhüllung zu arbeiten, wird als „Bund des Salzes“ (Brit Melech)- Bürgschaft, bezeichnet. Wenn ich falle und alles verliere dann gibt mir die Gruppe Kraft.
Wenn ich aufstehe, gebe ich dem, der gefallen ist die Kraft: ich erwecke, unterstütze, ermutige ihn, gebe ihm ein Beispiel, erzeuge Neid in ihm. Wir müssen die ganze Zeit mit der Gruppe spielen. Wir spielen, dass wir verbunden sind, wir brennen und jederzeit bereit sind, den
Schöpfer zu enthüllen.

Aus dem Morgenunterricht vom 09.01.2019

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