Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Familie'

Bist du bereit, weniger zu arbeiten?

Die stellvertretende Vorsitzende des Zionistischen Lagers, Tzipi Livni, schlug vor, den Sonntag in Israel als zusätzlichen freien Tag einzuführen. Sie glaubt, dass dies dabei hilfreich wäre, die gespannten Verhältnisse, die in der Gesellschaft bezüglich der Shabathruhe existieren, zu reduzieren. Es entstünde eine bessere Verbindung der Israelis untereinander, die zu  guten nachbarschaftlichen Verhältnissen und zur gegenseitigen Verbindung führen könnte.

Meine Antwort: Ich würde drei Feiertage vorschlagen: Freitag für die Muslime, Samstag für die jüdische Religion und Sonntag für die christliche Religion. Damit wären wir sicher, dass alle drei Tage dazu dienen, dass die Menschen tatsächlich ihre Freizeit genießen könnten. Am Sonntag könnten die Menschen mehr raus gehen, einkaufen und sich unterhalten. Es wäre gut, einige soziale Programme für die Kinder vorzubereiten. Immerhin hätten die Kinder zwei freie Tage, an denen sie einer schönen Beschäftigung nachgehen könnten.

Um diese Gelegenheit für eine richtige Entwicklung nicht zu verpassen, bräuchten wir eine ernsthafte Vorbereitung und pädagogische Struktur, die zu körperlicher und geistigen Gesundheit führt. Der Staat muss den Großteil der Verantwortung für die freie Zeit, des drei-Tage-Wochenendes, zum Nutzen der gesamten Öffentlichkeit auf sich nehmen. Ich glaube, dies würde die Spannungen und Feindseligkeiten in der Gesellschaft reduzieren. Es sollte ein staatliches Programm geben, welches vorgibt, wie wir die Zeit befreit von überflüssiger und nicht mehr benötigter Arbeit verbringen können. Es gäbe Aktivitätsbereiche, die sich ohne Störungen weiter entwickeln könnten. Warum kann zum Beispiel die Arbeit, die ausschließlich von ausländischen Arbeitern verrichtet wird, nicht am Samstag erfolgen? Lasst die Leute entscheiden. Das Gleiche könnte für alle anderen Fachkräfte, die wir brauchen, gelten. Sie könnten gestaffelte Programme haben.

Wenn man die ganze Gesellschaft neu gestalten möchte, sind Überlegungen gefordert, die kluge Dinge ohne Parteimethoden umsetzen: Wer wird einen Nutzen haben und wie kann das für die Gesellschaft von Vorteil sein. Das ist ein sehr schwieriger Vorschlag, durch welche wir die gesamte Gesellschaft neu formen könnten. Es ist notwendig, an alle zu denken, um weise, unparteiische Entscheidungen zu treffen. Das ist ein sehr komplexer Vorschlag;  dadurch wäre es aber möglich, die Gesellschaft umzuformen.

Von KabTV, Nachrichten mit Michael Laitman 8.1.16

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Warum heiraten?

Meinung: Britische Wissenschafter haben eine soziologische Studie in Sachen Familienverhältnisse durchgeführt und entdeckt, dass sich seit Anfang der 90er Jahre die Paare weniger trauen, sondern unverbindlichen Sex der Ehe vorziehen. Verglichen mit dem vorigen Jahrhundert, als Frauen durchschnittlich mit 20 Jahren geheiratet haben, tun sie es heutzutage erst mit 30.

Antwort: Der Egoismus wächst und passt sich ständig an die Bedingungen an, die ihm den größten Vorteil bringen. Deswegen beobachten wir solche Wandlung. Früher waren die Frauen bereits mit 20 Jahren verheiratet, sie waren ihr ganzes Leben lang mit einem einzigen Mann zusammen und kümmerten sich nur um den Haushalt; sie waren glücklich und zufrieden; heutzutage möchten sie die Welt sehen und viele Männer kennenlernen.

Genauso sind die Männer auch. Sie denken überhaupt nicht übers Heiraten. Es ist bequemer für sie, bei ihrer Mutter zu bleiben. Ich spreche mit vielen jungen Männern zwischen 30 und 35 Jahren. Sie sagen: „Wofür brauche ich das? Ich habe einen interessanten Job und gute Freunde. Ich verbringe viel Zeit mit ihnen, fahre mit ihnen in den Urlaub. Wenn ich eine Frau brauche, kann ich in jedem Nachtclub ein schönes Mädchen kennenlernen und das reicht mir für eine Nacht. Beim nächsten Mal wird es ein anderes Mädchen sein. Und alles ist so einfach und frei. Wozu also heiraten? Vielleicht später einmal.“ Heute ist das Verhältnis zu dieser Frage ganz anders als es früher war. Der Egoismus ist mutiert. Ein Mensch verlangt nicht viel von anderen und von sich selbst. Und weil er immer mehr schnell vergehenden Vergnügen nachjagt, braucht er keine seriöse Beziehungen: „Gib mir jetzt, und was morgen geschieht– ist mir egal“.

Nichtsdestotrotz gelangen wir zu einem wichtigen und richtigen Zustand – wenn der Mensch erkennt, dass nur vergehenden Vergnügen ihm Befriedigung bereiten und er ihnen hinterher läuft. Und alle großen und tiefgründigen Pläne sind ihm egal. Er glaubt nicht mehr an die Familie, an die Zukunft der Welt und an seine eigene Zukunft. Das, was er jetzt verdienen kann, was ihm in dieser Sekunde Freude bereitet, ist das wichtigste. Und morgen? Morgen könnte schon alles weg sein. Das ist die Einstellung zum Leben: So wenig Enttäuschung wie möglich.

Wir befinden uns jetzt in der Zeit der Erkenntnis des Bösen. Das zeigt uns, dass wir im Prinzip nur hinter dem schnellen Genuss her sind. Wir sehen das am steigenden Rauschgiftkonsum, Antidepressiva-Konsum und Scheidungen. Der Mensch will nichts mehr. Nur das Mobiltelefon braucht er. Er freut sich über jeden Film, der ihn ablenkt und er bezahlt Geld, um sich zu erfüllen. Und danach wird vielleicht etwas Neues produziert: Vielleicht gibt es Elektroden, über die man das Gehirn reizen kann, sodass der Mensch mit idiotischem Grinsen auf der Couch liegen und sich gut fühlen wird..

Wie unterscheidet sich unser Leben davon? Vielleicht nur darin, dass wir noch rackern müssen, damit wir diese kleine Vergnügen bezahlen können. Doch wenn der Mensch erkennt, in welcher Situation er sich befindet, ist das ein gutes Zeichen dafür, dass er sich bereits in die richtige Richtung entwickelt.

Frage: Wird das auch mit unserer Nahrung geschehen?

Antwort:  Mit allem! Von 8 Milliarden Menschen auf der Erde werden 7 Milliarden arbeitslos sein. Und wir müssen sie ernähren. Wie? Mit Medikamenten und Drogen, die die Realität verzerren. Das Ego erzeugt in uns eine klare Haltung in Bezug darauf, was in der Welt heute passiert. Wenn wir diese Haltung ändern wollen, müssen wir uns selbst ändern und auch unsere Perspektive. Dann erhalten wir andere Genüsse und Eindrücke vom Leben. Doch dafür benötigen wir eine andere Methode, um mit dem Ego zu arbeiten. Zunächst muss sich der Mensch der Erkenntnis des Bösen bewusst sein und sein Leben als kurzes vorübergehendes Vergnügen erkennen. Da aber das Ego eine „ewige Erfüllung“ anstrebt, muss man es transzendieren und es auf umgekehrte Weise nutzen: Von der Erfüllung der eigenen Bedürfnisse in die Richtung der Liebe und des Gebens. Dann wird sich das  Ego dauerhaft und vollkommen füllen. Wir werden dieses Stadium erreichen.

Aus dem TV Programm „News mit Michael Laitman“ 23.12.2015

[#172908]

Lohnt es sich, für die Fortpflanzung Anstrengungen aufzubringen?

Frage: Entsprechend der Weisheit der Kabbala sollten wir keine Energie für das Erreichen vorübergehender, körperlicher Wünsche verschwenden. Meine Tochter weigert sich, Kinder zu bekommen, weil es lebenswichtige Ressourcen entzieht. Hat sie recht? Sollten wir überhaupt noch Kinder bekommen?

Antwort: Das ist heute eine sehr logische und wichtige Frage. Ein Mensch, der in seinen 30er Jahren heiratet, muss sich in den folgenden 20 Jahren um seine Familie kümmern, bis seine Kinder erwachsen sind und für sich selbst sorgen und unabhängig werden können. Anstatt also die besten Jahre seines Lebens seiner spirituellen Entwicklung zu widmen, kümmert er sich um die Erziehung seiner Nachkommen, ohne zu wissen, wie sie leben und ihren Lebensunterhalt in der Zukunft verdienen werden. Ist es das wert? Wir können sagen, dass entsprechend unserem derzeitigen Lebensstil die Menschheit dafür sorgen muss, dass sie weiterhin existieren kann. Die Menschen müssen arbeiten und ihre Energie in Familie und die Erziehung ihrer Kinder investieren, und gleichzeitig sollten sie die Weisheit der Kabbala in ihre spirituelle Entwicklung implementieren.

Die Weisheit der Kabbala wurde uns nicht gegeben, damit ein Mensch sie 24 Stunden am Tag und während der ganzen Zeit, in der er nicht arbeiten muss, studiert. Durch die Bereitstellung von alle seinen Grundbedürfnissen wie  Wohnen, Arbeiten und eine Familie zu haben wird er die Verbindung zwischen ihm und dem Rest der Welt, wie es das System der Schöpfung und der Natur verlangt, erfüllen. Die Weisheit der Kabbala ist eine praktische Wissenschaft. Für einige, die sich in diesem Studium sehr engagieren, ist es auch ein Beruf. Sie fangen an, mit der Bevölkerung zu arbeiten, werden Ausbilder, Dozenten oder Kabbala Lehrer. Das Verhältnis von Lehrern im Bildungswesen unserer Welt ist im Vergleich zu der Bevölkerung 1:50, das heißt, ein Lehrer unterrichtet  fünfzig Schüler, während die Zahl der Kabbala Lehrer viel kleiner ist; doch ohne sie werden wir in der Zukunft nicht in der Lage sein, diese zu meistern.

Unser Anspruch ist es, den Punkt zu erreichen, an dem wir eine große Anzahl von Kabbala Lehrern haben, so dass es für jede Gruppe von 50 Menschen in der Welt einen Kabbalisten gibt. Dieser Kabbalist  wird dieses Team unterrichten und sich um es kümmern. Nach und nach wird die gesamte Menschheit in verschiedenen Gruppen durch einen Kabbala Lehrer angeleitet. Diese Lehrer müssen selbst auch weiter studieren, sich entwickeln und ihre Fähigkeiten verbessern, während die anderen Menschen erfüllen müssen, was sie empfangen haben – wie ein Student, der sein Studium abgeschlossen hat, seinen Lehrer verlässt und realisiert, was er gelernt hat.

Aus der Kabbala Lektion auf Russisch 11/15/15 [173709]

Spirituelle Entwicklung in unseren Beziehungen

Frage: Sie sagten einmal, dass ein Mann und eine Frau, die miteinander verbunden sind, ein kraftvolles Mittel haben, um den Schöpfer zu enthüllen. Eine Person, die solch ein Arbeitsumfeld hat, wäre sehr glücklich und bräuchte nur einige Minuten am Tag, um dies zu vollziehen. Was soll sie genau während dieser Zeit tun? Was ist der beste Weg, um mit einem Lebensgefährten die Wissenschaft der Kabbala zu studieren?

Antwort: Dies ist nicht von Belang. Was wichtig ist, ist die Anstrengung, dass sich das Paar angesichts der verschiedenen Störungen, die immer wieder vorkommen, als ein spirituelles Ganzes fühlt. Sie sollten ihrer Partnerschaft zuliebe eine höhere Verbindung anstreben, um ihren spirituellen Aufstieg zu erlangen.

Frage: Wie soll sich ein Mensch in Konfliktsituationen aus spiritueller Sicht korrekt und harmonisch gegenüber einer geliebten Person verhalten? Auf der einen Seite findet das Ego ständig unterschiedliche Tricks, um Menschen zu trennen; es ist beängstigend, wie hilflos wir dabei sind. Auf der anderen Seite wertschätze ich meine Beziehung sehr.

Antwort: Versuche zu verstehen, dass alle unsere Verbindungen zwischen uns vom Schöpfer durchdrungen sind. Dies wird deine Perspektive auf alle deine Beziehungen optimieren.

[171236]

Hirnforschung

Kommentar: An der Universität von Tel Aviv wird eine Studie geleitet, die zu dem Schluss gelangte, dass es keinen Unterschied zwischen dem männlichen und dem weiblichen Gehirn gibt.

Antwort: Sicher, da das Gehirn einer Maschine, einem Computer gleicht. Es gibt keine Unterschiede zwischen den Strukturen vom männlichen und weiblichen Gehirn. Alles hängt von dem Verlangen, oder wie sie sagen, vom Herz ab. Das Herz ist nur ein Motor, eine Pumpe. Das Verlangen einer Person findet man nicht in einer physikalischen Formel.

Es gibt in unserem Körper keinen Urheber für Verlangen, dies wird außerhalb von uns gefunden, der Körper ist der Empfänger, welcher das Verlangen aufnimmt, den Prozess einleitet und auf eine spezielle Art reagiert. Männer erhalten eine eigene Art des Empfangens und Frauen eine andere, in dieser Weise werden ihre Hirne aktiviert. In sich selbst haben ihre Gehirne keine Unterschiede.

Verlangen entsteht durch ein Netzwerk zwischen uns, wir fühlen es jedoch nicht. Alle unsere Aktionen funktionieren so:  mentale, physische, moralische, ethische usw.. Alle unsere Reaktionen, auf allen Ebenen gehen auf dieses Netzwerk zurück. Ich bekomme Stimuli von diesem Netzwerk, reagiere darauf und diese Reaktionen gehen wieder zum Netzwerk. Das Problem ist es, wie wir die Signale die uns erreichen, akzeptieren und begreifen können, wie wir auf sie richtig reagieren und sie korrekt weiterleiten können.

Wenn ich das schaffe, kann ich das Netzwerk als eine neue Welt empfinden, eine höhere Welt enthüllen. Die Wissenschaft der Kabbala spricht sehr präzise darüber, wie man dieses System korrekt benützen und regeln kann. Die Kybernetik der Zukunft ist die Weisheit der Kabbala.

(171965)

Kabbala und Familie

Frage: Was denken Sie, ist der Sinn des Lebens einer Frau, die weder Kinder noch Partner hat? Soll sie sich für die Gesellschaft einsetzen?

Antwort: Heute fragen sich die meisten Frauen das nicht. Wir sehen, dass jetzt ein Kind in der Familie die Norm ist. Die Familie bleibt kaum erhalten, denn heutzutage beträgt die Zahl der Scheidungen in den entwickelten Ländern über 50%. In der heutigen Zeit sind wir wenig geeignet, eine Familie zu gründen, erhalten und uns um Kinder kümmern. Doch bei einigen Frauen gibt es immer noch den Mutterinstinkt und den Wunsch nach Kindern. Wenn es keine staatliche Unterstützung  geben würde, wäre es sogar noch weniger.

Ich denke, heutzutage liegt der Kinderwunsch bei 30% der Bevölkerung. Man bekommt Kinder, weil man von der Gesellschaft und der öffentlichen Meinung beeinflusst wird, nach dem Motto: „alle haben es, ich muss es auch haben, es ist Zeit zu heiraten“. Und was dann…?

Die Weisheit der Kabbala sagt, dass jeder Mensch sich im Leben wie folgt realisieren soll: verheiratet sein, Kinder aufziehen, für die Familie sorgen. Genau aus diesen Rahmen muss er sich spirituell entwickeln, und alles, was diese Welt bietet, richtig anwenden.

Frage: Führt die Weisheit der Kabbalah nicht zur Einsamkeit?

Antwort: Ganz im Gegenteil, die Weisheit der Kabbala spricht darüber, dass der Mensch heiraten, eine Familie gründen, Kinder haben, arbeiten, sich um die Familie kümmern muss, und die kabbalistische Methode lehrt ihn, wie man eine Familie richtig aufbaut, einander unterstützt, viel Freude und Glück für viele Jahre erhält. Die Wissenschaft der Kabbala erklärt uns, wohin die Tendenz der Welt führt und wie es von der Natur vorgesehen ist; wie wir das Leben richtig realisieren, anwenden und umsetzen müssen, aber auf keinen Fall verzerren dürfen.

Aus der Lektion vom 20.09.2015

[#168254]

Liebe – das eigentliche Paradies

Frage: Viele meiner Freunde fühlen sich unglücklich, weil sie keinen passenden Partner finden. Was muss man tun, um die wahre Liebe zu finden?

Antwort: Zunächst einmal sollten wir aufhören, von den anderen irgendwelche außergewöhnlichen Qualitäten zu verlangen, sondern wir sollten versuchen, einen Menschen zu finden, der versteht, wie man eine Beziehung der Liebe aufbaut. Liebe basiert nur auf Zugeständnissen: auf der Tatsache, dass jeder in Bezug auf den Partner nachgibt und die Möglichkeit genießt, dies zu tun. Du verlangst von dem Partner keine besondere Aufmerksamkeit und Fürsorge, ganz im Gegenteil, dein Genuss besteht darin, dich vor ihm zu annullieren.

Frage: Welcher Genuss besteht in der Tatsache, dass ich Zugeständnisse mache?

Antwort: Genau das wird Liebe genannt. Wenn du deinem Kind etwas gibst, empfindest du große Freude. Und dasselbe kann in Bezug auf den Ehepartner sein. Nur, dein Kind spürst du viel näher, weil es natürlich ist – du empfindest es wie einen Teil von dir. Und obwohl deine Ehefrau zu dir gehört, existiert sie unabhängig von dir, quasi neben dir und hat ihre eigene Meinung. Aber aufgrund der Korrektur der Liebe musst du versuchen, den Unterschied zwischen deinen und ihren Verlangen zu löschen. Jetzt fühlst du nur deine Verlangen und kaum die Verlangen deines Partners. Deine Verlangen sind dir viel wichtiger als seine. Es steht geschrieben: „Mache Seine Verlangen zu deinen und Er macht Seine Verlangen zu deinen“- dies ist die Bedienung von Liebe.

Unsere Verlangen müssen sich zu Eins verschmelzen. Dies nennt man: “Mann und Frau – die Shechina zwischen ihnen“, als wären sie ein Körper. Es ist alles sehr einfach, wir haben nur nicht die richtige Erziehung. Für die Liebe muss man den Menschen erziehen und in Kursen speziell vorbereiten. Eine solche „Menschen-Bildung“ fehlt der ganzen Menschheit. So lange wir nicht lernen, wie man so eine Beziehung aufbaut, werden wir niemals Glück erreichen.

Frage: Jeder ist auf der Suche nach Liebe, aber wie kann man die Menschen davon überzeugen solche Kurse zu besuchen? Ich glaube nämlich nicht, dass diese Bedingung jemandem gefällt..

Antwort: Das ist so, weil wir uns selbst belügen. Wir denken, wir gewinnen nur dann, wenn wir auf unserem Standpunkt bestehen. Aber wer gewinnt von dieser Selbstlüge? Wir wollen lieben aber nur uns selbst erfüllen, in dem wir unseren Nächsten benutzen. Als Ergebnis spüren wir weder Zufriedenheit noch Liebe. Es ist notwendig den Menschen zu zeigen, wie man sich in der richtigen Form füllt: vollkommen und ewig. Diesen Genuss erlangt man nur durch die Liebe zum Nächsten, denn den anderen kann man immer geben und sie unendlich erfüllen; dadurch gelangt man zum ewigen Genuss. Es ist ein Kreislauf, der immer wiederkehrt. Und ich erreiche dadurch das Gefühl der absoluten, ewigen Liebe.. und mehr sogar: das ewige Leben.

Denn ich schade weder meinem Umfeld noch mir; ganz im Gegenteil, mit meiner Liebe mache ich alle lebendig. Und so gelange ich zu einem kontinuierlichen Aufstieg auf eine höheren Ebene: den Garten Eden. Das ewige Leben. Liebe – das ist das Paradies.

Daher ist es nicht nötig, irgendwo nach Liebe zu suchen, man muss sie  einfach aufbauen.

„New Life“ aus der Folge Nr. 601        30.07.2015

[#164078]

Die Familie der Zukunft

Die Familie der Zukunft ist eine Verschmelzung zwischen Verstand und Herz..

Frage: Wie sieht eine weltliche Familie aus, wenn sie spirituell korrigiert ist?

Antwort: Es ist schwer zu sagen, weil wir noch keine solchen Beispiele gesehen haben. Wir sind noch immer in einem Zustand des Zerbrechens, im Exil. Und aus der Zeit von Rabbi Akiva, nach der Zerstörung des Tempels, wissen wir nichts über solche Familien, die im Einklang mit dem Schöpfer gelebt hatten. Es steht geschrieben, wie die Kabbalisten der Vergangenheit unter ihren Ehefrauen litten, die oft sehr schwierige Charaktere hatten und viel von ihren Ehemännern verlangen. Die Kabbalisten akzeptierten es wie das Unvermeidliche – als Folge des Zerbrechens und Exils, in dem wir uns befinden.

Das spirituelle Paar muss das Gefühl haben, einander ergänzen zu können als wären sie ein Körper, im gegenseitigen Einverständnis, in der gleichen Absicht, in der Verschmelzung von Verstand und Herz. Alles, was sich in dem anderen befindet, in seinem Verstand und seinem Herz, nehme ich als meine eigenen Gedanken und Gefühle wahr. Das sind nicht nur schöne Worte – man fühlt es auf der weltlichen, physischen Ebene. Wenn dem Partner etwas weh tut, fühle ich seinen Schmerz in meinem Körper, auch wenn er mir nichts erzählt. Das ist die vollständige Verbindung der Körper, entsprechend der Verschmelzung der Seelen.

Wir werden diesen Zustand erreichen, sobald wir beginnen, uns in Bezug auf die Nächstenliebe zu korrigieren.

„New Life“, Folge Nr. 600, 30.07.2015, [#164365]

Liebe, die niemals abstumpft

Frage: Warum genügt die Liebe zwischen den Ehepartnern nicht, warum muss man zu der Liebe zum Schöpfer und zu den Geschöpfen gelangen?

Antwort: Es gibt kaum Liebe zwischen Ehepartnern. Die Beziehung zwischen den Partnern befindet sich am Trauertag „9. Av“. Das Zerbrechen fühlen wir in jedem Bereich unseres Lebens: in der Familie, auf dem Arbeitsplatz, in der Politik – nirgendswo gibt es gegenseitiges Verständnis.

Frage: Es gibt viele Arten von Liebe: zu Kindern, zum Vater und zur Mutter, zu den nächsten Angehörigen. Aber warum existiert eine besondere Romantik in der Liebe zwischen Mann und Frau?

Antwort: Liebe bedeutet, wenn man die Verlangen des anderen und nicht die eigenen zuerst erfülle. Um dies zu tun, muss man wissen und fühlen, was der andere will; dessen Verlangen müssen viel wichtiger sein als die eigenen. Das ist die allgemeine Definition von Liebe, aber es passt zu allen Bereichen in unserem Leben. Eheliche Beziehung ist einfach umfangreicher als alle anderen, weil sie gegenseitige Verpflichtungen,   die Erfahrung des Zusammenlebens, die Kenntnisse der Partner, die gemeinsamen Kinder, das Haus und Grundstück, ein Gefühl von Vertrauen und Unterstützung in einer schwierigen Zeit einschließt.

Eine Ehe ist eine Verbindung in dieser Welt mit all den daraus fließenden Folgen. Und in der spirituellen Welt lernest du deinen Partner jeden Moment neu kennen. Es wird gesagt, dass Malchut jeden Tag jungfräulich wird, darum fängt die Beziehung immer aufs Neue an, als würden man sich gar nicht kennen. Offenbar fehlt uns dieses im Alltag in der Familie. Wäre das Paar auf der spirituellen Stufe, könnten sie ihre irdische eheliche Beziehung jeden Tag erneuern.

Vor dreieinhalbtausend Jahren in Israel hatten die Menschen so ein Leben geführt. Wir hoffen, dass wir zu so einer Lebensweise zurückkehren werden, wenn wir jeden Tag in dem Partner neue Eigenschaften offenbaren. Dann entsteht  eine richtige und wahre Liebe, die jeden Augenblick erneuert wird. Um heute etwas Leben in die Beziehung reinzubringen und die Verbindung zu spüren, müssen wir uns streiten. Nach dem Streit, kommt die Versöhnung und der Geschmack der Liebe, der abgestumpft war, wird wieder lebendig.

Aber an die spirituelle Liebe kann man sich nicht gewöhnen. Denn sie ändert sich jeden Tag. Ständig offenbaren sich neue Bedingungen und die Liebe wird laufend erneuert.

„New Life“, Folge Nr. 600, 30.07.2015, [#164261]

Siehe auch Familie, Mann und Frau

Die glückliche Familie ist im parallelen Universum

bildFrage: Wie kann man Frieden in der Familie schaffen?

Antwort: Dazu gibt es das einzige Rezept: Jeder muss über die eigene Selbstsucht hinaufsteigen, um den Frieden in der Familie, zu Hause, zu schaffen. Dann bekommen wir die Empfindung der höheren Existenz.

Und der Mensch muss fühlen, dass die Gesellschaft seine familiären   Streitigkeiten bemerkt und verurteilt. Die Gesellschaft soll den Menschen in seiner Bemühung, die Familie zu festigen, unterstützen; die Meinung der Umgebung beeinflusst den Menschen doch so sehr, dass er ihr nicht widerstehen kann.

Wenn wir uns in der Minute des Zorns anhalten, gewinnen wir etwas sehr Wertvolles, dem zuliebe wir uns zurückhalten sollten. Der Gewinn ist umso größer.

Genauso, wie wir unsere Unzufriedenheit vor dem Chef bei der Arbeit zurückhalten, weil wir Angst vor der Entlassung haben, müssen wir uns ebenso zu Hause zurückhalten. Aber die Bemühungen werden von uns nicht gefordert, wir werden diesen Zorn in uns nicht unterdrücken und die Zähne zusammenbeißen und drohen, zu explodieren.

Die allgemeine öffentliche Meinung wird solche Atmosphäre unterstützen, dass jeder fühlen wird, wie unakzeptabel es ist, sich zu ärgern und seinen Zorn auf die Umgebung zu ergießen. Wir werden anders, ganz nach anderen Gesetzen, froh und ruhig, wie im Urlaub leben.

Verschiedene Streitigkeiten und Konkurrenz, das Geschrei wegen der Kinder wird aufhören. Es ist sogar unnötig sein, dem Menschen darüber  zu erzählen, das allgemeingültige Verhalten wird in der Atmosphäre schweben, deshalb wird es jeden beeinflussen.

Erwiderung: Sie erzählen von irgendwelchem parallelen Universum, wo es eine ganz andere Empfindung des Lebens gibt.

Antwort: Man kann sagen, dass wir in der zukünftigen Welt sein werden, die durch die Kraft des Gebens und der Liebe gelenkt wird. Und jeder wird durch die Liebe diese Kraft ergänzen, mit dem Wunsch, sie zu bewahren.

Es gibt außer den Skandalen jede Menge anderer wertvoller Beschäftigungen. Der Mensch ist dieses Lebens müde  und träumt, es zu ändern. Er weiß nicht, was er machen soll; es bleibt nur, sich zu trennen und zu fliehen. Man kann keine Lösung in dieser Sackgasse sehen. Und ich biete Ihnen eine schöne, ausgewogene, leichte Lösung an.

Aus dem 522. Gespräch über das neue Leben, 15.02.2015

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