Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Wer bist du, Volk Israel?

Immer wieder werden wir unter Druck gesetzt und bedroht; das erweckt von Neuem Gefühle von Angst, Hilflosigkeit und Sinnlosigkeit. Als Teil meines Volkes frage ich mich, was der Zweck dieses unendlichen  Weges sein mag, den wir Juden durchlaufen müssen. Aus welchem Grund  sind wir nicht in der Lage, dem Leid zu entrinnen? Warum nimmt diese  Tortur kein Ende, die sich in jeder Generation zu wiederholen scheint?

Lesen Sie den gesamen Text hier : Wer bist du, Volk Israel

Unser Erfolg besteht – in der Hilfe des Schöpfers

Frage: Bevor ich, mit der Selbstsucht zu arbeiten beginne, soll ich den Prozess der Integralerziehung starten. Was wird geschehen, wenn ich versuche, ohne diesen Prozess für das Geben zu arbeiten?

Antwort: Es ist unmöglich. Du bist nicht in der Lage, es zu realisieren.

Vom Menschen wird nur die Bestrebung nach vorne gefordert. Er offenbart, dass er nichts selbst tun kann, er ist nicht frei. Die Veränderungen geschehen nur mit der Heranziehung des Höheren Lichts, nur nach der Verbindung mit dem Schöpfer. Diese Möglichkeit ist ihm nicht deshalb gegeben, um ein Held zu werden, um sich zu überwinden, um die Schöpfung zu erobern, oder um das ganze Universum zu besitzen.

Im Gegenteil, das ist alles nur deshalb notwendig, um das Bedürfnis in der Hilfe des Schöpfers zu empfinden und um sich an Ihn festkleben zu können. Das Endziel der Schöpfung ist die Verschmelzung, die Vereinigung des Menschen mit dem Schöpfer, wenn er sich in dem Schöpfer vollständig einkleidet, und der Schöpfer ihn ausfüllt.

Deshalb wirst du hier nichts durch den persönlichen Sieg erreichen. Unser Sieg besteht eben darin, dass wir uns nicht ablenken lassen und ständig um Seine Teilnahme, um Seine Lösung bitten. Deshalb heißt diese Arbeit „die Arbeit des Schöpfers“ (awodat a-Schem).

Das alles muss man den Menschen konsequent erklären. [133304]

Auszug aus dem TV-Programms „Geheimnisse des ewigen Buches“, 20/11/13

Überschneidende Kreise

Frage: Worauf muss man bei der Wahl nach dem richtigen Partner achten?

Antwort: Man braucht nur dem allgemeinen Naturgesetz folgen, welches nach dem Gleichgewicht strebt. Je mehr  Ähnlichkeiten es zwischen den Partnern gibt, umso besser passen sie zusammen.

Man ist sich ähnlich, wenn man innerlich wie äußerlich, die gleiche Erziehung bekam, gleiche Werte, Lebensansichten und gleiche Reaktionen auf verschiedene  Situationen hat. Je mehr Ähnlichkeiten und Gemeinsamkeiten man besitzt, umso größer ist der Erfolg auf eine gute Ehe.

Es ist eine Feststellung, dass der Mensch zuerst erkennen muss, wer der Andere ist, dies kann durch verschiedene Gespräche, gemeinsame Veranstaltungen und Seminare erreicht werden. Zunächst einmal muss man die Natur des Menschen, seine Psychologie studieren, erst dann beginne ich zu verstehen, wer ich bin, was mich motiviert und wie ich reagiere.

Damit wir uns gegenseitig besser verstehen lernen, müssen wir zuerst herausfinden, wie die verschiedenen Menschentypen auf unterschiedliche Probleme und in Standard-Situationen, reagieren. Wir werden dann erkennen, dass wir  sehr ähnlich auf die selben Probleme reagieren. Angenommen ich befinde mich in dem entgegengesetzten  Zustand wie mein Partner und seine Reaktion ist mir verständlich, dann würde ich in einer ähnlichen Situation auf die gleiche Art und Weise reagieren.

Deswegen muss der Mensch lernen sich selbst von der Seite zu betrachten. Man sollte seine Reaktion in unterschiedlichen Situationen überprüfen, dann erkennt man,  aus wie viel unterschiedlichen Verhaltensformen und Reaktionen der Mensch besteht. Folglich kann man verstehen, aus welchen Formen die andere Person besteht.

Diese Methode ist nicht nur auf der Suche nach einem Partner gültig, sondern auch für das allgemeine Verständnis einer Person. Es ist notwendig herauszufinden, in welchem Zustand, weicher Stimmung sich die Person befindet, wie sie reagieren könnte, wie weit ich sie verstehen und mich in ihre Lage versetzen kann. Kann ich mich in ihre Lage versetzen? Wir zeigen einander, dass wir uns verstehen und nehmen es an.

Dieses Studium ist dafür da, um den Menschen und sein Verhalten zu erforschen. Es gibt verschiedene Menschentypen: Choleriker, Sanguiniker, Melancholiker, Phlegmatiker. Die Psychologie hat klare Kriterien für solche Menschentypen und ist daher in der Lage festzustellen, welche besser zusammen passen. So ist es möglich und kein Problem, Menschengruppen zuzuordnen. Als Ergebnis in den Seminaren, bei Besprechungen und während der Spiele, werden sie erkennen, wer besser zu wem passt.

Den Unterricht beginnt man mit Gesprächen und Lektionen, um einsamen Menschen zu erklären, was die menschliche Natur ist, wie stark wir zu egoistischen Tendenzen neigen und wie sehr wir von der Umgebung abhängig sind, somit sind wir gezwungen, unseren inneren Impulsen und dem äußeren Druck zu gehorchen.

Unser Verhalten wird durch Gewohnheiten bestimmt, die durch die Erziehung geprägt wurdet. Wir müssen versuchen zu erkennen, aus welchen Gewohnheiten wir selbst bestehen und dabei verstehen, dass die andere Person, die vor mir steht, eine komplexe Persönlichkeit mit vielen anderen Gewohnheiten ist und ich mit ihr nicht so umgehen kann, wie ich will.

Jeder von uns erwartet von dem Partner, dass er in der gleichen Art und Weise reagiert wie ich und sich in jedem Moment seines Lebens so verhält, wie ich es möchte. Wenn ich die andere Person verstehen möchte, und dabei akzeptiere, dass es in jedem von uns eine ganze Reihe von verschiedenen menschlichen Formen und Modellen gibt, dann werde ich mich anpassen müssen, ansonsten kann ich nicht mit ihr kommunizieren.

So beginne ich flexibel zu werden, damit man aus ihren und meinen inneren Formen und Modellen, etwas, das für uns beide passt und zwar in jedem Augenblick, aufbauen kann. So lernen wir diese einfache Soziologie des menschlichen Verhaltens und der ganzen menschlichen Gesellschaft kennen.

Es ist notwendig genau so zu handeln, denn die ganze Natur strebt nach Balance, nach einer Verbindung, um in jedem Moment die Gleichheit zu erreichen. Im Gesamtsystem hängt alles davon ab, wie die Elemente zusammenpassen und die Verbindung der Elemente zu einem Ganzen wird, bis eine einheitliche Gesellschaft entsteht. Jeder hat seine eigene Freiheit, er weiß, wie er sich der Gesellschafft  anpassen kann, davon hängt der gesellschaftliche Einklang ab.

Man muss jedem beibringen, dass die gleiche Regel auch in der Familie gilt, so wie sie für die ganze Gesellschaft gut ist, so ist sie es auch für die Familien notwendig. Es herrschen überall die gleichen Gesetze.

Um in einer Familie hormonisch zu leben, muss jeder ein Psychologe  werden – wir haben keine andere Wahl! Wir sind sonst nicht in der Lage die Verbindung zwischen uns zu festigen. Diese Verbindung war ursprünglich natürlich, so wie bei den Tieren. Jetzt sind wir aber nicht auf der Tierebene, sondern steigen auf das Niveau des neuen Menschen auf, daher sind  wir verpflichtet zu lernen, wie man zu dieser Verbindung kommt.

Der Mensch  ist kein primitives egoistisches  Tier. Er sollte seinen Egoismus so füllen, dass er sich nicht von den anderen entfremdet, sondern versucht, den Kontakt mit ihnen aufzunehmen. Um dies zu tun, muss ich die ganze Zeit nach und nach mein Ego annullieren und dem anderen erlauben, in meinen Raum einzudringen. Der  Partner erlaubt es mir und so wird unsere Verbindung aufgebaut.

Ich – das ist ein Kreis, der Partner – ein weiterer Kreis, wir beginnen uns so zu verbinden, dass jeder von uns in das gemeinsame Segment hineingehen kann, auch wenn es noch so klein ist. Wir erkunden dann diesen allgemeinen Bereich, wir kümmern uns darum, erhalten ihn aufrecht. Dies ist nur durch die Selbstannulierung möglich.

Auszug aus dem Gespräch „Neues Leben“, 09/06/13

Voranschreiten in eigener Richtung

Frage: Angenommen in unserer Familie wächst ein faules Kind. Worauf weist es in den Eltern hin? Auf welchen Fehler oder  welche Schwachstellte?

Antwort: Erstens zeigt es, dass das Kind keine Motivation hat, sich vorwärts zu bewegen. Es hat keine Wichtigkeit des Ziels, für welches es sich lohnen würde, aufzustehen, sich loszureißen vom Lieblingscomputer, der es buchstäblich angesaugt hat, und zu beginnen, sich mit etwas zu beschäftigen.

Frage: Dass heißt also, dass das Kind keine anderen Interessen entwickelt in Ermangelung der Eltern?

Antwort: Möglicherweise ist es eine Fehlentscheidung der Eltern oder vielleicht  verlangt das Leben dem Kind nichts anderes ab. Sowohl zu Hause als auch in der Schule wird dem Kind alles leicht gemacht.

In diesem Fall muss man überlegen, wie man sich dem entsprechend verhält. Wenn das Kind  also faul ist, braucht man ihm keine Hobbys aufdrängen,  es zum Laufen oder zu handwerklichen Tätigkeiten zwingen, sondern es ihm ermöglichen, sich entsprechend seiner Fähigkeiten zu entwickeln. Auch wenn es am PC sitzt, oder ein Buch ließt, soll es dabei etwas Kreatives realisieren. Deshalb sagt man: „Erziehe jeden nach seiner Fason”.

Im Übrigen ist Faulheit in jedem Menschen  vorprogrammiert. Allerdings gibt es Menschen, deren innere Psychologie darauf gerichtet ist, nach allem zu streben, ohne sich dabei physisch anzustrengen. Nach außen hin wirkt er faul , in Wirklichkeit versucht er aber auf diese Weise seine Aufgaben zu erledigen.

Ich sehe darin nichts Schlechtes. Wenn die Menschen weniger überflüssige Handlungen machen würden, wäre es viel besser. Denn im Grunde führen sie nur nutzlose und sogar schädliche Arbeit aus. Faulheit ist  also eine sehr nützliche Eigenschaft. Man muss sie nur richtig einsetzen. [131609]

Auszug aus dem TV-Programms „Gespräche mit Michael Laitman“, 11.12.2013

Muttersöhnchen

Frage: Es gibt solch einen Trick: wir schätzen unseren Beitrag gegenüber den anderen Menschen – wir helfen den Menschen und lieben sie dafür. Ist es richtig, diese Methode in der Familie anzuwenden, damit die Kinder ihre Familie mehr respektieren würden: der Vater sollte der Mutter helfen, um sie später mehr zu schätzen, oder funktioniert dies mit den Teenagern nicht?

Antwort: Es funktioniert nicht, da der Mensch nach vorne gerichtet sein soll: in das Leben, die zukünftige Familie, die zukünftigen Kinder, aber nicht die Eltern.

Bremst die Kinder nicht, reißt sie nicht nach hinten, sie werden sich nicht entwickeln. Solche Menschen werden so auf  die Eltern fixiert, dass sie sich das Leben ohne Mutter nicht vorstellen können. So lange die Mutter lebt, lebt sie ständig in den Kindern: obwohl sie schon 50 Jahre alt sind.

Das darf man nicht tun. Es ist eine sehr große Selbstsucht. Man muss im Gegenteil, die Kinder zur Selbstständigkeit erziehen. [131494]

Auszug aus dem TV-Programm „Gespräche mit Michael Laitman“, 11/12/13

Minimale Wendung zum Glück

Frage: Wie kann man mit den suizidalen Veranlagungen des Kindes zurechtkommen?

Antwort: Die suizidalen Veranlagungen der Kinder kann man nur in einem guten Kollektiv behandeln. Ohne Kollektiv wird eine immer größer werdende Einsamkeit des Kindes und sein Ruckzug in sich selbst beobachtet. Das alles ist Psychologie: das Leben erscheint überflüssig, alles wird zerstört, in der Umgebung herrscht Hoffnungslosigkeit.

Von diesem Zustand bis zum Glück ist nur eine kleine Wendung nötig, aber wer wird sie realisieren? – Darin liegt das Problem. Ich meine, dass diese Kraft nur im Kollektiv zu finden ist.

Es ist sehr wichtig, im Kind zahlreiche Interessen zu entwickeln. Meine Eltern beschäftigten mich ständig.

Einst haben sie mir einen guten Fotoapparat gekauft, sie gaben das Geld für einen Film, die Entwickler und Fixiermittel aus. Ich habe mich sehr dafür interessiert. Davor haben sie mir ein Fahrrad geschenkt, und wir fuhren mit den Freunden oft in der Natur spazieren. Später war es Tischtennis, dann die Leichtathletik, in der ich die erste Kategorie erlangt habe.

Das heißt, sie zogen mich ständig in verschiedene Beschäftigungen hinein. Wobei, ich nicht alleine, sondern noch mit einem oder mit mehreren Freunden unterwegs war.

Ich meine, dass man so handeln muss. Das Kind soll nicht zu Hause bleiben, es soll außerhalb der Schule einen Freundeskreis haben. Wenn ihm etwas in der Schule misslingt, dann wird es an einem anderen Ort gelingen. Beispielsweise beim Tanzen oder beim Volleyballkurs.

Das Beste ist eine Gruppensportart. Wenn du nicht alleine an den Wettbewerben teilnimmst, so wie es auf verschiedene Distanzen beim Schnelllauf erfolgt. Viel wirksamer sind Tennis und andere Gruppensportarten. Das Kind muss unbedingt mit etwas beschäftigt sein.

Ihr könnt euch sogar mit anderen Familien verabreden, um gemeinsam Kurse für zehn-fünfzehn Kindern zu organisieren, um professionelle Ausbilder zu organisieren, die euch helfen werden. Für eine kleine Zahlung seitens jeder Familie kann man einen sehr guten Kurs organisieren.

Auszug aus dem TV-Programm „Gespräche mit Michael Laitman“, 11/12/13

Der Motor geht beim Leerlauf aus

Frage: Sie sagten, es fehlen noch ein paar Millionen Menschen, die sich uns anschließen.

Was genau fehlt uns: ihre Verlangen oder unsere eigene Anstrengungen, um eine spirituelle Gebärmutter und Embryo zu entwickeln?

Antwort: Die Frage ist, warum wollen wir in die spirituelle Welt hineingeboren werden und darin wachsen? Warum streben wir uns an, dem Schöpfer ähnlich zu sein? Der Schöpfer, der Gebende, der Liebende, der das Leben schenkt! Wie können wir denn Ihm ähnlich sein? Wo und an wen können wir denn geben?

Wie können wir denn beweisen, dass wir dem Schöpfer gleich sein möchten?

Nur in unserer Beziehung zu der Außenwelt (99%). Schließlich haben wir sonst kein Verlangen, was wir an den Schöpfer erheben können, wenn wir nicht mit den Menschen arbeiten. Nur, wenn wir uns mit den Freunden verbinden, können wir den Zustand von Bina erreichen, absolute Barmherzigkeit (Chafez Chessed). Es ist so, als ob wir einen Motor geschaffen hätten und uns nicht klar wäre, wie man ihn zum Laufen bringt?

Dieser Motor kann nicht laufen, deswegen bleiben wir auf der unbelebten Stufe. Wir haben uns, als die Gruppe, korrigiert und den Motor zum Stillstand gebracht und damit sind wir am Ende. Es ist nicht möglich die Korrektur der Gruppe abzuschließen, wenn wir uns nicht im Voraus darauf vorbereiten, an wen wir das weiter geben können. Wir sind verpflichtet zu verbreiten, weil wir sonst nicht dem Schöpfer gleich sein können. Wir sollen wie der Schöpfer zu der Außenwelt sein. [127353]

Auszug aus dem Unterricht nach dem „Vorwort zum Sohar“, 12/02/14

Arbeiten mit der Welt als Garantie für den spirituellen Fortschritt

Frage: Inwiefern kann meine Arbeit mit der Welt mich verändern, so dass ich schließlich den Schöpfer erlange?

Antwort: Das ist sehr einfach, ich habe das schon des öfteren erklärt.

Nehmen wir einmal an, wir streben danach, zum Schöpfer, zur Eigenschaft des Gebens, aufzusteigen. Wir können uns nicht einzig zu unserem Nutzen an den Schöpfer wenden, sogar wenn wir um Gewährung der Eigenschaft des Gebens bitten. „Gib mir die Eigenschaft des Gebens! Korrigiere mich!“ – Warum? Das klingt so, als ob man den Schöpfer dafür rügt, dass er einen „schlecht“ erschaffen hat und ihn nun bittet: „Korrigiere, was du getan hast!“

Es gibt hier sehr feine Nuancen. Erinnert euch – wir können den Schöpfer nicht mit unseren persönlichen Bitten belangen. Unser Verlangen muss allgemein sein und von allen Freunden kommen. Nur, wenn wir versuchen, uns in einer Gruppe zu vereinen und gemeinsame Eigenschaften zwischen uns erschaffen, können wir den Schöpfer anrufen, sich in uns zu manifestieren. Unser Aufruf an Ihn wird MaN und Seine Antwort an uns MaD genannt.

Doch selbst, wenn wir im Gegenzug dafür etwas erhalten, wird dies lediglich eine schwache spirituelle Empfindung sein, genannt Galgalta vw Ejnaim oder Chafez Chessed (einer, der nichts für seinen eigenen Nutzen begehrt), und nichts mehr!

Um wahrlich Spiritualität spüren und die Obere Kraft hervorrufen zu können, bedarf es nicht unserer eigenen, sondern der Verlangen der Nächsten. Andernfalls wird unser Begehren nach altruistischen Eigenschaften lediglich ein egoistischer Akt sein.

„Wozu brauchst du altruistische Eigenschaften? Sei zufrieden damit, wie ich dich erschaffen habe!“

Wenn sich jemand über seine Natur erheben will, sollte er nicht darum bitten, sie zu verändern.

Denkt darüber nach und versucht diese Zustände innerlich zu „verdauen“. Wenn wir den König rechtfertigen, dann erkennen wir alles an, was Er für uns macht, selbst wenn Er uns gefangen hält.

Wenn wir dem König nicht zustimmen, bedeutet das, dass unser Egoismus in uns schreit und dass wir alles aus unserer eigenen Wahrnehmung beurteilen.

Deshalb sollten wir uns gemeinsam an den Schöpfer wenden, um Ihn wahrlich zu enthüllen, anstatt nur für uns selbst zu beten. Wenn wir dies tun, werden wir eine „kleine Zugabe“ – sieben Milliarden Menschen, die gesamte Menschheit erfassen.

Wenn wir uns um die anderen sorgen, als ob sie unsere Kinder wären, dann werden wir beginnen, sie zu fühlen. Sobald unser Einfluss auf sie zu wirken beginnt, wird ihre Reaktion für uns plötzlich offenkundig werden. Wir werden beginnen, uns um sie zu kümmern. Wir werden sie verstehen und für sie empfinden, als wären sie unsere Kinder. Wir werden erkennen, was für sie gut und schlecht ist, weil wir ihren inneren Schmerz empfinden werden.

Wir werden ihre Reaktion, ihre Forderung, ihr MaN (Gebet) um Erlösung und Einheit, das an uns gerichtet ist, spüren.

Wir sind unfähig dies selbst zu tun. Also nochmal – können sie sich tatsächlich verbinden und eins werden, obwohl sie keine kabbalistische Gruppe sind? Sie wissen nichts noch wollen sie darüber studieren, weil sie dafür keine Neigung haben.

Um sich innerlich verbinden zu können, brauchen sie das Höhere Licht, den Schöpfer.

MaD wird durch uns hindurch an sie übergehen. Sie werden das spüren, weil wir, während wir sie „ausbilden“, für sie eine Energiequelle werden. Wir dienen für sie als Bindeglied. [124337]

Auszug aus der 5. Lektion des virtuellen Kongresses in Moskau, 15/12/13

Vom Chaos zur Ruhe

Frage: Ein gewöhnliches, gesellschaftliches System entwickelt sich in die Richtung der Differenzierung, wird komplexer und komplizierter, es bilden sich unabhängige Subsysteme.

Das System wird so kompliziert und komplex, dass es schließlich zerstört wird und sich daraus etwas Neues entwickelt. So fängt die neue Entwicklung schon auf einem anderen Niveau an.

Antwort: Das integrale System entwickelt sich nicht äußerlich, sondern innerlich, denn seine Entwicklung erfolgt nicht im egoistischen Kontext, sondern durch eine immer bessere gemeinsame Vereinigung, durch gegenseitige Bürgschaft, durch gute gegenseitige Verbindung.

Es ist keine brownsche Bewegung, da es unter einem ganz anderem Aspekt – in der Hingabe zum Anderen erfolgt. Hier gibt es keine ungeordnete, chaotische Eindringlichkeit, im Gegenteil, wir bieten unsere Methodik den Anderen an und arbeiten deshalb die ganze Zeit in dem System,  für die Erhöhung der Qualität.

Frage: In jeder Entwicklung gibt es immer einen gewissen Kampf der Gegensätze. Betrifft es auch das vorhergehende Niveau?

Antwort: Es hängt davon ab, welches Niveau Sie meinen. Wenn Sie den Aufstieg über unsere Selbstsucht meinen, die ihre Gegensätzlichkeit verloren hat und unter dem Altruismus steht, um  zu unterstützen und zu helfen, dann kann die Selbstsucht schon jene Funktion nicht mehr erfüllen, die sie früher erfüllte. Der Kampf hört auf. [124991]

Auszug aus dem TV-Programm „Integrale Welt“, 27/11/12

Die theoretische Grundlage und die praktische Verwendung

Frage: Ob die Methodik der Integralen Erziehung eine Alternative zum existierenden System der Volksbildung werden kann?

Antwort: Es geht darum, dass die Integrale Erziehung kein Ersatz des Bildungssystems ist, sondern sie ist eine Möglichkeit des Herantretens an den Menschen, an die Klasse der Schüler, an die Gruppe der Menschen, an die Gesellschaft, an die Menschheit; wenn du sie nur wie eine integrale Gesellschaft siehst. Nur so positionieren wir uns bezüglich der Natur oder auf uns selbst und andere doch richtig.

Es handelt sich nur um eine besondere Form des Vermittelns des Materials, sie muss rund sein. Auf diese Weise kann man alle wissenschaftlichen Disziplinen unterrichten. Die Schüler setzen sich in den Kreis, besprechen untereinander den Gegenstand, antworten auf die Fragen, lernen voneinander.

Frage: Das traditionelle System der Ausbildung gründet sich auf die herkömmliche Erziehung. Beschäftigen wir uns mit unserer Methodik nur mit den Fragen der Ausbildung oder befassen wir uns auch mit der Erziehung?

Antwort: In der integralen Methodik wird die Ausbildung mit die Erziehung kombiniert. Wenn wir eine Klasse, eine Gruppe von Menschen aus einem Unternehmen oder eine Gruppe von Eltern ausbilden, lehren wir sie die Methode der Runden Tische, der Workshops etc, und erklären, worauf unsere Methodik gegründet ist, warum  sie gerade so und nicht anders funktioniert. Wir koordinieren sie mit dem Gesamtkonzept: Universum, Menschheit, Natur, Krise und so weiter. Deshalb hat unsere Methodik wie jede andere Lehre theoretische Grundlagen und praktische Anwendung. [122527]

Auszug aus dem TV-Programm „Über die Zeit“ 24/09/13