Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Annäherung zweier Verlangen

Frage: Wie kann ich mich auf korrekte Weise auf den Frauenkongress vorbereiten?

Meine Antwort: Zuerst sollten wir alle auf die Arbeit der Frauen bezogenen Materialien wiederholen.

Grundsätzlich besteht in unserer Zeit nicht viel Unterschied zwischen der Arbeit von Männern und von Frauen, da eine stufenweise Annäherung (Konvergenz) stattfindet. Wir sehen, wie die Frauen weltweit Führungspositionen einnehmen, Staatsoberhäupter, Ministerinnen und Managerinnen der verschiedensten Firmen sind. Heutzutage sind sie ebenso wie die Männer in alle Aktivitätsbereiche involviert .

Obwohl Frauen von Natur aus eher zu etwas Konkretem, Durchschnittlichem und Stabilem tendieren und nicht zu solchen Aktivitäten, die ständig drastische Veränderungen erfordern, ist dennoch die Zeit gekommen, wo beide Verlangen – männlich und weiblich – in unserer Welt und in der spirituellen Welt zusammenkommen. Dies tritt in Übereinstimmung mit den spirituellen Wurzeln ein und somit ist es notwendig, darüber nachzudenken, wie man sie noch stärker einander annähern kann. Damit werden wir uns auf dem Kongress beschäftigen: Die Frauen müssen das Ziel vor sich verstehen.

Niemals zuvor haben Frauen sich miteinander vereint. Um uns in Gruppen zu vereinen, unternahmen wir allerhand Versuche während der allgemeinen Kongresse; aber einen derartigen Kongress, um das Verlangen aller Frauen zu einem einzigen weiblichen Verlangen zu machen, um ein vereintes Bild des weiblichen Verlangens zu erschaffen, gab es noch nicht.

Darum liegt die Vorbereitung für den Kongress darin, mehr darüber nachzudenken, zu lesen, die Fragen zu diesem Thema zu klären und alle Fragen und Antworten auf der Website zu veröffentlichen.

Das Wichtigste ist, in guter Stimmung zu sein. Wer hierher kommt wird unweigerlich in diese Atmosphäre eintreten. Diejenigen, die mit uns verbunden sein werden, sollten darauf vorbereitet sein, sich [ebenfalls] von ihr begeistern zu lassen: Sie sollten von all ihren Aktivitäten befreit sein und sich so fühlen, als wären sie bei uns. Ich denke, wir werden ihnen das Gefühl einer totalen Präsenz auf dem Kongress vermitteln.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 06.01.2013

Die Arbeit der Frauen

Frage: Können wir die Probleme, die zwischen den männlichen und weiblichen Teilen der Gruppe auftauchen, in einem gemischten Workshop diskutieren?

Meine Antwort: Ich verstehe nicht, welche Probleme es dort zwischen Männern und Frauen geben kann? Ist uns nicht klar, dass wir einander helfen müssen? Könnte es sein, dass die Männer einige völlig überzogene Forderungen haben?

Frage: Sie fordern unsere Unterstützung, von der sie behaupten, sie könnten sie nicht spüren.

Meine Antwort: Oh! Damit haben sie Recht. Das ist die wichtigste Rolle der weiblichen Gruppe und ohne dies sind die Männer nicht in der Lage voranzuschreiten. Nur die Frauen können dies mit ihrem besonderen inneren Teil ihrer Seele tun.

Die Unterstützung liegt darin, sich nicht zu verzetteln, sondern die Dinge zu besänftigen, die Männer auszurichten und zu unterstützen, so wie eine Mutter ein Kind beruhigt. Das bedeutet, dass sie die Rolle einer Mutter spielen müssen. Die Männergruppe benötigt eine Mutter, die sie ins Gleichgewicht bringt und sie weicher und nachgiebiger macht, was bedeutet, dass dies die Dinge in Ordnung bringt. Dies ist die Arbeit der Frauen.

Auszug aus der 1. Lektion des Novosibirsk Kongresses, 07.12.2012

Spirituelle Vereinigung

Frage von Frauen: Wie können wir uns effektiv durch die Männergruppe in der inneren Arbeit mit dem Schöpfer verbinden, ohne physischen Kontakt mit der Männergruppe zu haben?

Meine Antwort: Dies geschieht automatisch. Wenn wir die spirituelle Stufe erreichen, findet die Einbeziehung des männlichen Teils in den weiblichen Teil und umgekehrt statt, denn jeder hat beides; es gibt keine Aufspaltung in Männer und Frauen.

Daher erwähnt die Geschichte große Kabbalistinnen, die sich auf der Stufe der spirituellen Erkenntnis befanden, was als Prophetie bezeichnet wird. Es handelt sich hierbei um die Stufe von GAR de Azilut, einer sehr hohen Stufe, die selbst von Männern nur selten erreicht wurde. Frauen sind also nicht geringer als Männer und in der Lage, spirituelle Erkenntnis zu erlangen. Das Einzige, was überwunden werden muss, sind diverse äußerliche, irdische und unbedeutende tierische Hindernisse.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 30.12.2012

Jeder benötigt Zeit!

Jeder benötigt Zeit und die Freiheit, sich ohne Zwang zu entwickeln. Ihr seht, dass ich den Leuten erlaube, nach Belieben zu den Unterrichten zu kommen und niemanden davon abhalte, falls er gehen möchte. Sofern eine Person keinen Schaden verursacht, und wenn sie nicht psychisch krank ist, sodass diese Art von Studium ihr Schaden zufügen könnte, dann freue ich mich immer, sie zu sehen – auch wenn sie nur einmal im Jahr kommt. Lasst sie hierher kommen und andere Orte ausprobieren – sofern sie die Dinge schnellstmöglich klärt. Mein Job ist es, ihr dabei zu helfen und nicht, sie daran zu binden.

Es gibt verschiedene Kreise, in denen sich Menschen aufhalten können – abhängig davon, wie sehr sie sich in diese Arbeit einbringen – die zunehmend innerlicher sind. Und die Bedingungen sind härter; sie nehmen größere Verantwortung auf sich und brauchen stärkere Hilfe. Daher benötigt jeder Kreis „Polizisten und Wächter“, die zunehmend strenger und unnachgiebiger werden, bis hin zum innersten Kreis.

Ihr könnt all das zwischen euch ermitteln. Im Moment ist es noch nicht so klar, da ihr die Wurzel eurer Seelen nicht versteht. Später jedoch wird alles klarer werden. Und zwar zu solch einem Ausmaß, dass Rabbi Shimons Schüler genau wussten, von welcher Sefira die Seele eines jeden Freundes, der sich in der allgemeinen Struktur der Zehn Sefirot befindet, herstammt.

Wir müssen die Geduld eines Menschen respektieren, da sich alles verändern kann und sich jeder Tag vom anderen unterscheidet. Daher vollbringt ein Mensch, der seit Jahren zu den Unterrichten erscheint, stets präsent ist und immer wieder zurückkommt, damit eine große Arbeit. Komme, was wolle, er ist ein Teil von jedem, und nebenbei macht durch das Studium des Materials Fortschritte. Zu jeder Zeit beeinflussen ihn das Umgebende und Innere Licht durch das Studium, den Lehrer und die Umgebung.

Das ist eine großartige Sache! Wir wissen nicht jeden Moment zu schätzen, den wir mit Verbundenheit oder auch nur mit Ausrichtung auf die Enthüllung des Schöpfers gewürdigt wurden. Es ist ein Zeichen für einen Mangel an Respekt und der Wichtigkeit der Spiritualität. Daher bedeutet Geduld, nicht nur an einem Ort zu warten, sondern alles mir Mögliche zu tun und das, was dabei herauskommt, zu akzeptieren!

Es mag gut sein, dass ich mich nicht in jedem Moment an dem, was ich erhalte, erfreuen kann, da es mir noch an der Empfindung mangelt, dass alles vom Schöpfer kommt, selbst die unangenehmsten Ereignisse. Und dennoch müssen wir Geduld als etwas sehr Wertvolles betrachten.

Auszug aus dem Unterricht nach der „Einführung zum TES“, 01.02.2013

Checkpoints in allen 125 Stufen

Baal HaSulam, “Einführung in die Zehn Sefirot”, Punkt 133: Es ist eher wie ein König, der wünscht, dass seine treuesten Anhänger im ganzen Land in seinem Palast arbeiten sollen. Was tat er? Er ordnete an, dass jeder, der es wünschte, ob jung oder alt, in seinen Palast kommen sollte, um dort zu arbeiten.

Er ließ jedoch viele seiner Diener das Palasttor und   alle Straßen bewachen, die zum Palast führten und befahl ihnen, all diejenigen, die sich dem Palast näherten, geschickt vom Weg dahin abzuhalten…

Nur die Helden unter ihnen, die mit besonderer Geduld ausharrten, konnten die Wachen schlagen und das Tor öffnen. Und sie wurden bei ihrem Eintreffen durch den Anblick des Königs sofort belohnt, und dieser wies jedem von ihnen seinen richtigen Platz zu.

Jeder Wächter ist damit beauftragt, einen Menschen zu bewachen. Dieser darf dem Palast des Königs nicht nahekommen oder die Stelle überqueren, wo der Wächter steht, es sei, dieser Mensch entwickelt seinen inneren Wächter.

Der Schöpfer hat viele Polizisten, und sie befinden sich auf jeder der 125 Stufen und halten den Menschen davon ab, näherzukommen. Sie zeigen einem, dass man im Moment noch keine Erlaubnis hast, weiterzugehen. Das tun sie, wenn sie sehen, dass man noch nicht  für die nächste Stufe bereit ist. Dies passiert jedes Mal.

Der Wächter stellt sicher, dass niemand weiterkommt (obwohl dies unmöglich ist, denn es gibt strenge Gesetze in der spirituellen Welt). Der Wächter enthüllt dem Menschen seine Unzulänglichkeiten – es ist ein Ort der Selbstanalyse. Sie beschwören sie herauf und lassen ihm in seinem jetzigen Zustand keine Ruhe, wobei sie ihm alle Art von  Störungen bringen.

Sie beschützen den Menschen; das Licht und der Schöpfer brauchen keinen Schutz, weil es für diejenigen, die es nicht wert sind, diese wahrzunehmen, unmöglich ist, ihnen Schaden zuzufügen. Das geschieht alles nach dem Gesetz von der Gleichheit der Form: wenn ich mich nicht für eine höhere Stufe eigne, nehme ich sie nicht wahr.

Was heißt das, dass ich nicht vorwärtskommen kann? Kann ich sehen, dass der Weg vor mir blockiert ist? Wenn ich mich auf dem vorausgegangenen Level nicht korrigiert habe, kann ich den Berg keinen Meter weiter hochklettern, aber die Wächter helfen mir und führen mich an den problematischen Punkt. Ihre Aufgabe ist es, mich zu schützen, mich schneller voranzubringen und mir dabei zu helfen, die notwendigen Einsichten bekommen. Alles ist zum Wohlwollen des Menschen und für seine Korrektur angelegt.

Auszug aus dem Unterricht nachdem “Vorwort zum TES”, 01.02.2013

 

Die Spiritualität kommt nicht durch Sonderrechte

Frage: Wozu soll man sich anstrengen, um die eigene Korrektur zu beschleunigen, wenn doch der eigene innere Weg vorbestimmt ist, eben all die Fehler und die Vergehen, die ein Mensch durchmachen muss?

Meine Antwort: Wenn man sich nicht anstrengst, wird man diese Fehler nicht überwinden und die Korrekturen nicht schaffen. Nehmen wir an, du befindest dich in der 3. Klasse der Grundschule  und musst in die 4. Klasse versetzt werden, aber du willst nicht lernen, also wird man dich nicht in die vierte Klasse lassen. Was passiert also? Deine Eltern und Lehrer sowie die Schulleitung bestrafen dich und behandeln dich schlecht. Du musst ein weiteres Jahr in der dritten Klasse bleiben, bis du alle deine Aufgaben erledigt hast und für die nächste Klasse bereit bist.

Hat dir dann deine Faulheit etwas genutzt? Warum also fragst du nach dem Nutzen der Anstrengung? Man kann nicht auf die nächste Stufe wenn man die vorherige Stufe nicht überwunden hat, weil unser inneres Gefäß dafür sonst noch nicht vorbereitet ist. Wie kannst du das fühlen? Wie kann sich in dir das nächste Level vollenden?

Es ist unmöglich, durch “Sonderrechte” von einem zum nächsten spirituellen Level zu gelangen. Das geht zwar in unserer Welt, aber nicht in der spirituellen. Da gibt es keine Gefäße der Sinne, du musst dich allein durch die Auf- und Abstiege entwickeln, durch verwirrte Zustände und Probleme gehen, die falschen Entscheidungen treffen, viele Dummheiten ausprobieren, so wie auch Kinder sich beim Lernen verhalten.

Sonst wirst du nicht vorwärtskommen. Das sind die Gesetze der Natur. Da gibt es keine Abweichungen und kein Pardon. Einen Fehler aus Unwissenheit zu verzeihen, das gibt es zwischen Menschen, wir aber befinden uns in einem eingeschränkten Ablauf in dem alles vorbestimmt ist.

Es ist unmöglich, die nächste Stufe ohne die Vervollständigung der vorherigen Stufe zu erreichen;  von dieser musst du beeindruckt sein, du musst sie kennen und fühlen, bis sie in deinem Gedächtnis ist und du mit dieser Erfahrung weiter gehen kannst, bis du ein Gefäß hergestellt hast, in dem du nun alle Phänomene wahrnimmst. Nur dann kannst du vorangehen.

In unserer Welt geschehen die Dinge nicht in dieser Weise, hier können die Leute auch sehr verschieden reagieren, selbst wenn sie ihren wahren Zustand nicht verstehen. Wenn das Licht in uns eindringt und unseren Zustand erhellt, werden wir die Gründe dafür begreifen, warum etwas in unserer Welt geschieht und warum das einen Nutzen bringt sowie wie wir uns am besten dazu in Beziehung setzen. Bis dahin agieren wir blind nach unseren tierischen Instinkten.

Auszug aus dem Unterricht nach dem „Vorwort zum TES“, 30. 12. 2013

Korrigiere dich selbst und steige dann auf

Alles worüber die Autoren des Sohars schreiben, bezieht sich auf die zehn Sefirot, wenn wir die ganze Realität als einen spirituellen Parzuf erkennen werden.

Dann werden darin verschiedene Phänomen enthüllt.

Diese Phänomene müssen dann zu einem System verbunden werden und auf diese Weise werden wir vorwärts kommen. Jedes Mal, wenn etwas dieses System verlässt oder etwas in es eintritt, wächst etwas und etwas hebt sich ab als sei es instabil und es erscheinen verschiedene Krankheitszeichen darin, das Böse wird enthüllt. Aber es ist keine Krankheit und es ist nichts Böses. Es ist die Enthüllung dessen, was korrigiert werden muss, um eine höhere Stufe zu erreichen. Das heißt, dass alles, was enthüllt wird, immer in negativer Form von einer höheren Stufe enthüllt wird. Korrigiere dich selbst und steige dann auf.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 01.02.20013

Das Jahr des Zugehens auf die Menschen

Frage: Sie haben darüber gesprochen, dass das Jahr 2013 große Veränderungen mit sich bringen wird. In diesem Zusammenhang würden wir gerne ein paar einweisende Worte von Ihnen hören.

Meine Antwort: Ich denke, dass dieses Jahr relativ ruhig sein wird. Die Welt wird versuchen, das Ende hinauszuzögern. Der wirtschaftliche Absturz wird sich fortsetzen, jedoch in einer verlangsamten Form: Die Machthaber werden Geld drucken, alle möglichen „Blasen“ erschaffen und so den Zusammenbruch abwenden.

Wir müssen jedoch verstehen, dass diese Zeit gerade für uns gut ist: für die Reorganisierung, für den weiteren Zusammenschluss, für die intensive Vorbereitung und gute Verbreitung, damit wir lernen, richtig mit den Menschen zu sprechen, uns auf ihr Niveau zu begeben, ihnen nahe zu sein. Wir müssen den Menschen zeigen, dass es einen ganz anderen Entwicklungsweg gibt und nur dieser der richtige, der reale und der einzige ist. Wenn sie verstehen, dass es keine anderen Wege gibt, werden sie sehen, dass wir tatsächlich die einzig wahre Lösung anbieten.

Wir müssen uns nicht mit anderen messen und die Menschen von unserem Recht überzeugen, wie es die Sowjetmacht einst machte, indem sie behauptete, dass „der Sieg des Kommunismus unausweichlich ist, weil er der einzig wahre ist“.
Wir müssen nur an uns selbst arbeiten, wir müssen auf die Menschen zugehen, und nach und nach wird uns alles gelingen.

Aus diesem Grund müssen unsere Workshops dem Publikum, dem Volk näher werden. Das bedeutet nicht, dass wir absteigen. Wenn der Mensch hohe Inhalte einfach erklären kann, dann heißt es, dass er sie versteht und sie in ihm leben. Er übersetzt sie aus einer Schriftsprache in seine innere Sprache und bringt sie für die Anderen in einer einfachen Sprache zum Ausdruck. Deshalb ist es für uns wichtig, uns so aufzustellen, dass wir die Latte bis zum vereinfachten Erklären tiefer legen.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 30.12.2012

Ständige Fürsorge

Frage: Wofür sollten wir mehr Sorge tragen: für die physische Gesundheit des Freundes und sein materielles Wohlbefinden oder für die Größe des Ziels?

Meine Antwort: Ihr solltet dem Freund so gut es geht zeigen, dass ihr sowohl an sein materielles als auch an sein spirituelles Wohnbefinden denkt.

Das Problem besteht darin, dass wir uns in einem besonderen Zustand befinden, unsere Mittel sind begrenzt: Wir sind räumlich voneinander getrennt, von sehr vielen außenstehenden Menschen umgeben, haben unterschiedliche Möglichkeiten.

Nichtsdestotrotz soll der Freund spüren, dass eure ganze Sorge sowohl seinem materiellen als auch seinem spirituellen Leben gilt. Ihr seid bereit, alles dafür zu tun, dass er von jeglichen Sorgen befreit wird. Dann stirbt sein Egoismus und es entsteht ein Zustand, in dem er sich wie auf einem Luftkissen aus eurer Fürsorge gebettet fühlt.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 30.12.2012

Wer hilft uns?

Frage: Unterscheidet sich der Einfluss des Lehrers auf einen Menschen von dem Einfluss der Freunde auf ihn?

Meine Antwort: Ich zeige nicht unbedingt meine Fürsorge für euch. Natürlich beeinflusse ich meine Schüler, und da kann man nichts machen – das ist meine Pflicht, und ich versuche, sie wahrzunehmen.

In dieser Hinsicht kann ich nicht als Beispiel dienen, weil meine Fürsorge für euch einer anderen Natur ist, sie ist unsichtbar. Das, was ihr seht, ist in Wirklichkeit nicht das Wichtigste.

Doch nur die Freunde können einander helfen, aufzusteigen und sich selbst zu
vergessen.

Auszug aus dem virtuellen Unterricht, 30.12.2012