Behandle dein Ego wie eine dritte Person

Frage: Den ganzen Tag schicken wir uns gegenseitig Nachrichten darüber, wie wichtig uns der Weg und das Ziel sind. Jeder ist davon beeindruckt, aber alle wissen, dass es nur ein Spiel ist. Wie kann man das so machen, dass man es nicht als ein Spiel empfindet?
Antwort: Wenn wir uns darauf geeinigt haben, uns gegenseitig mit dem Bewusstsein für die Größe des Ziels zu „motivieren”, müssen wir verstehen, ob wir uns damit selbst täuschen oder nicht.
Wir täuschen uns, wir kennen das Ziel nicht, wir kennen seine Bedeutung nicht.
Aber wir wollen uns das selbst „verkaufen”. Wenn jemand kommt und mir etwas verkauft, weiß er, dass es eine Täuschung ist, aber er bekommt dafür sein Gehalt, und es macht für ihn Sinn, mich zu täuschen.
Hier stellt sich die Frage: Bin ich so perfekt, dass ich weiß, dass ich in mir einen bösen Trieb habe, einen Egoismus, dem ich ein falsches Bild entgegenstellen muss, um so meinen bösen Trieb zu verwirren?
Das hängt davon ab, wie ehrlich ich mit mir selbst bin. Was bedeutet das? Ich bin etwas Neutrales, das sich zum Schöpfer hinbewegen will.
Ich befinde mich zwischen meinem bösen und meinem guten Trieb und möchte meine Wünsche, die mir im Grunde fremd sind, korrigieren. Wie es heißt: „Ich habe den bösen Trieb geschaffen…“ – nicht ich habe ihn geschaffen, sondern der Schöpfer – „und habe die Tora gegeben, um ihn zu korrigieren“.
Das heißt, dass ich mit meinen Handlungen meine fremden Wünsche korrigieren kann.
Ich muss mich von meiner Natur, meinem Körper und all meinen Wünschen trennen, und dann werde ich nicht daran arbeiten, mich selbst zu verwirren, indem ich die Lügen der Werbung schlucke, sondern selbst Werbung machen.
Ich werde meinem bösen Trieb Werbung dafür „verkaufen“, dass der Schöpfer großartig sei. Ich muss meinen Egoismus wie eine dritte Person betrachten. Dann wird es keine Lüge sein. Es wird wirklich in meinen Händen liegen. Man darf sich nicht mit dem bösen Trieb identifizieren, als ob man und er ein und dasselbe wären.
Frage: Kann ich später den „bösen Trieb” vollständig von mir trennen?
Antwort: Nein, du musst daran arbeiten. Denn wenn der Egoismus nicht in dir spricht, wer wird dich dann zum Vorankommen antreiben?
Jedes Mal, wenn du Hindernisse siehst, verschiedene Gedanken und Probleme spürst, die gegen das Ziel und die Größe des Schöpfers gerichtet sind, ist das im Grunde eine Hilfe, damit du Seine Größe suchst.
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Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabash „Was ist die Vorbereitung auf den Empfang der Tora in der Arbeit – 2 “ von 13.02.2026





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