Bedingungen für die Offenbarung der Handlungen des Schöpfers

Wie können wir damit beginnen, den Schöpfer innerhalb der Verbindung mit den Freunden in der Zehnergruppe zu empfinden? Die Hauptarbeit besteht darin, alle Besonderheiten unserer Annäherung und Trennung auf der Gefühlslebene zu klären. Wenn wir praktisch versuchen, die richtigen Beziehungen zwischen den Freunden herzustellen, dann beginnen wir, innerhalb dieser Handlungen den Schöpfer zu spüren.
Wenn wir diese Anstrengungen nicht gemeinsam unternehmen, wie können wir dann den Schöpfer erschaffen? Es steht geschrieben: „Ihr habt mich erschaffen“, das bedeutet, dass wir den Schöpfer formen. Wir müssen uns so eng miteinander verbinden, dass wir beginnen zu verstehen, was „der Schöpfer“ wirklich bedeutet.
Der Schöpfer muss wie ein Legostein aus unseren Wünschen zusammengesetzt werden. Wenn wir trotz unserer gegenseitigen Abstoßung versuchen, uns darüber zu verbinden, dann werden wir, indem wir diese beiden Zustände zusammen herausfinden: Bruch und Verbindung, Trennung und Annäherung, anfangen zu erkennen, wer der Schöpfer ist, den wir als Ergebnis unserer Handlungen formen und aufbauen.
Wenn wir keine Zehnergruppe haben und somit keine Möglichkeit haben, den Schöpfer darin aufzubauen, dann gibt es keine Chance oder Hoffnung, dass Er sich jemals offenbaren wird. Wenn wir das Bild des Schöpfers nicht gemeinsam, mit unseren Freunden aus unseren „inneren Bausteinen“ zusammensetzen, können wir Ihn nicht offenbaren. Wir stehen unmittelbar vor der Möglichkeit, den Schöpfer zu erschaffen – und tun es nicht!
Der Schöpfer wird „komm und sieh“ (Bo-Re) genannt. Wenn wir unsere Einheit mit dem Wunsch und der Absicht gestalten, etwas Ganzes zu erschaffen, dann beginnen wir zu spüren, wie dieses gemeinsame Ganze zum Leben erwacht.
Stellen wir uns vor, wir nehmen aus der Natur unbelebte Teilchen, Atome, die nur aus positiven und negativen Ladungen bestehen – und verbinden sie miteinander. Plötzlich entsteht etwas Lebendiges und sich Entwickelndes. Die Atome verbinden sich so, dass eine organische Molekularlstruktur entsteht – lebendige Materie, in der das Geheimnis des Lebens verborgen liegt. In der DNA sind alle Grundlagen und Geheimnisse der Schöpfung enthalten. Aber woher stammt diese Lebenskraft?
Wie kommt es, dass sich leblose Teilchen – Protonen, Elektronen, Neutronen, Mesonen – so verbinden, dass in ihnen plötzlich eine Kraft erscheint, die wir „Leben“ nennen? Wir verstehen das nicht. Wir sehen nur, dass aus toten Bausteinen, wie man sie für ein Haus verwenden könnte, plötzlich etwas Lebendiges entsteht, das sich selbst formt und wächst.
In diesen Verbindungen erwacht die Kraft des Schöpfers – die Schöpfungskraft – und beginnt, alles miteinander zu verbinden. Unsere Aufgabe besteht lediglich darin, die Bedingungen dafür zu schaffen – also dem Schöpfer die Möglichkeit zu geben, sich zu offenbaren. Dann beginnt die Formung von selbst. Das ist der „Maase Bereschit“, der „Akt der Schöpfung“.
Deshalb liegt unsere Aufgabe nicht darin, in die Arbeit des Schöpfers einzugreifen, sondern darin, die richtigen Bedingungen für die Offenbarung der höheren Kraft zu schaffen.
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Aus dem Unterricht zum Artikel Nr. 19 aus dem Buch „Shamati“





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