Wie die Bergsteiger verbunden

Frage: Ein Mensch hat oft einen Zustand, bei dem er vor dem Wechsel zur Spiritualität davonläuft. Das heißt, sein Egoismus wirft ihn zurück, gewährt ihm einige Fluchtwege. Wie kann man hier keinen Fehler begehen und trotzdem gegen sein Ego vorgehen?
Antwort: Man muss es im Voraus tun. In dem Moment, in dem man es versäumt, hilft nichts mehr. Der Egoismus wird einen nach wie vor reinlegen, anlocken, etwas aufschwatzen, man kann ihm nicht entkommen. Deshalb muss man sich ständig im Vorfeld absichern, wie ein Bergsteiger, der in einem Bund mit den anderen ist. Ohne sie kann man nichts tun, so ein Bund ist notwendig.
Die Verbindung muss jede Sekunde erfolgen. In der Kabbala bricht man jede Sekunde zusammen und fällt ohne diesen Bund in den Abgrund, dann muss man wieder hochklettern. Das dauert das ganze Leben. Deswegen erreicht der Mensch nicht einmal die Spiritualität, geschweige denn die 125 Stufen zu erklimmen.
Alles ist ganz klar, logisch, wenn man das Richtige tut. Das ist das Gesetz der Natur. Es gibt keine Nachsicht von Seiten des Schöpfers: „Du bist so klein, mein Liebling, ich werde es so einrichten, dass alles normal sein wird“.
Nein! Hier stehen sich die Kraft des Gebens und die Kraft des Empfangens im Widerspruch gegenüber. Man muss das richtige Verhältnis zwischen ihnen finden und klar handeln. Das ist das Gesetz!
Nicht so wie in unserer Welt, in der wir aus unserer Schwäche heraus immer irgendwelche unnatürlichen Bedingungen schaffen. In der Natur gibt es keine solche Barmherzigkeit, wie wir sie uns vorstellen. Das heißt, etwas zu bekommen, was einem nicht zusteht, nennt man Gnade, das ist falsch. Warum sollte es so sein? „Weil ich so schön bin.“
Wenn man das Wesen der Natur verstehen würde und man sich dem gegenüber so verhielte, würde man es tatsächlich schaffen, die Handlungen des Schöpfers zu rechtfertigen, anstatt auf irgendwelche Gefälligkeiten zu warten. Ganz im Sinne von Mitschurin: „Wir brauchen nicht auf Gefälligkeiten der Natur zu warten“. Man darf nicht darauf warten, dass die Natur uns gegenüber gnädig ist, sondern wir müssen ihre Gesetze studieren und sie in unserem Inneren klar nachvollziehen. Dann wird es keine Probleme geben. Wir werden sehen, wie perfekt und zeitlos sie ist, und wir werden genauso werden.
Frage: Was könnte die Lösung sein, damit sich ein Mensch im Vorfeld vorbereiten kann?
Antwort: Ausschließlich in der Verbindung mit den anderen, in einem Zustand der gegenseitigen Bürgschaft. Das ist eine Grundvoraussetzung.
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Aus dem Gespräch „Bei mir klingelte das Telefon. Wie man den Egoismus überlistet.“





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