Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Zustand'

Für die anderen zum Schöpfer zu werden

Auszug aus der Lektion №1, in Moskau, 14.01.2011

Frage: Angenommen, ich habe das vollkommene Geben und die Harmonie mit dem Schöpfer erreicht. Wie kann man diesen Zustand fortzusetzen, um von einem Plus zum noch größeren Plus zu gelangen?

Meine Antwort: Wenn du fühlst, dass du neutral bist und mit dem Schöpfer im vollkommenem Tandem arbeitest, dann beginne sofort zu suchen: „Wo sind noch fremde Wünsche zu finden, um zusammen mit ihnen für den Schöpfer zu arbeiten? Ich will, dass Er mir zeigt, wie ich mich gegenüber den anderen verhalten soll!“. Und du beginnst sofort, zu sehen, wie Er sie alle ausfüllt.

Plötzlich werden deine Augen geöffnet, und du siehst: alle befinden sich in der Welt der Unendlichkeit, alle sind vollständig ausgefüllt. In Wirklichkeit, sind sie unglücklich und schreien, dass sie nichts haben, und verfluchen alles. Und du siehst, dass sie absolut ausgefüllt, absolut spirituell sind.

Das heißt, auf der folgenden Etappe beginnst du, wie der Schöpfer auch, im selben System zu arbeiten, wobei du Ihn überholst, und dir wünschst, an Seiner Stelle zu handeln. Du wirst zu Seinem Partner. Du machst es. Du nimmst Seine Hand und ziehst sie, wie das Kleinkind den Erwachsenen bittet, damit Er es tut. Du fügst deine Wünsche hinzu. Du leidest mit, und zwingst Ihn, die anderen auszufüllen.

Auszug aus einem Unterricht über den Artikel „Das Vorwort zum Buch Sohar“, 14.01.2011

Wer wird zum Menschen?

Auszug aus der Lektion №1, in Moskau, 14.01.2011

Frage: Wer gehört zum menschlichen Niveau der Entwicklung, und wer – zum tierischen? Hängt es von der Region ab, in welche der Mensch eingebunden ist?

Meine Antwort: Es hat mit keinem der irdischen Parameter etwas zu tun. In jedem auf der Erde existierenden Menschen gibt es die unbelebte, pflanzliche, tierische und menschliche Natur. Und jeder ist im Ergebnis der Entwicklung verpflichtet, den vollkommenen Zustand zu erreichen.

Die ganze Frage betrifft die Bestrebung, welche von uns gar nicht abhängt. Es existiert die vollständige Versammlung aller Seelen in ihrem Ausgangszustand, in der informativen Ausgangsaufzeichnung, die in der Kabbala als ein „Reschimo“ bezeichnet wird. Und jeder von uns hat in dieser Hierarchie der Seelen seine eigene Stelle.

Wenn die Zeit kommt, und irgendwelcher Punkt aus diesem globalen Mechanismus beginnen soll, sich zu entwickeln, dann empfindet der Mensch, welcher in diesem Punkt arbeitet, einen bestimmten Druck der ihn vorwärts treibt.

Folglich hängt alles nur von der Geschwindigkeit, der Realisation und ihrer Art ab: entweder gut und schnell, oder langsam und böse. Mehr nicht.

Somit kann es in einer beliebigen Religion Menschen geben, die sich an der Spiritualität ausrichten und sich auf dem fortgeschrittenen Niveau befindet. Und es hängt nicht davon ab, wo der Mensch lebt.

Am allerwenigsten gibt es solche Menschen gerade in Europa. In Russland, sowie in Südamerika gibt es sie mehr.

Aber im Prinzip, gibt es sie überall. Sowohl in China, als auch in Iran, sowohl in Japan, als auch in Afrika, und in Australien – überall gibt es unsere Freunde, die aus ganz verschiedenen Rassen, Nationen und Bevölkerungsschichten stammen. Und wir können nicht genau sagen: wer von ihnen, wann und wie vorankommt. Es ist ganz unvorhersehbar. Wir wissen nicht, in welcher Reihenfolge sich jeder Teil der allgemeinen Seele entwickelt.

Genauso wie sich der Embryo im Mutterleib in einer bestimmten Reihenfolge entwickelt, so werden auch die Teile einer allgemeinen weltweiten Seele entwickelt. Auf dieselbe Art und Weise, in der Ähnlichkeit zur allgemeinen Seele, entwickelt sich jede einzelne Seele.

Frage: Kann man dann sagen, dass die Frage nach dem Sinn des Lebens, das heißt die Erscheinung des Punktes im Herzen, den Menschen zum Niveau „der Mensch“ näher bringt?

Meine Antwort: Ja. Wenn im Menschen der Punkt im Herzen erwacht, und er beginnt, über den Sinn des Lebens nachzudenken, dann arbeitet er schon auf dem Niveau „des Menschen“.

Aber auf diesem Niveau kann er sich Jahre lang aufhalten. Wenn er keine Gruppe, keine Originalquellen, oder keinen Lehrer aufsucht, dann kann er tatsächlich nichts machen. Leider, gibt es immer noch solche Menschen. Und sie tun mir leid. Sie waren mit uns, und sind weggegangen – sie sind erstarrt. Ich warte auf ihre schnelle Rückkehr.

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel „Das Vorwort zum Buch Sohar“, 14.01.2011

Und diese Welt verschwindet wie der Rauch…

Auszug aus dem Unterricht №1, in Moskau, 14.01.2011

Frage: Was wird in der Verbindung mit dem Nächsten korrigiert? Ist es das, was ich jetzt an ihm liebe und buchstäblich in der nächsten Sekunde hasse?

Meine Antwort: In der Verbindung mit dem Nächsten wird diese Welt, ihre Empfindung – die Welt der Trennung zerstört. Ich bin ein Egoist, und diese Welt, die uns voneinander trennt, verschwindet aus meinem Bewußtsein, aus meiner Empfindung, wenn ich die richtige Verbindung mit dem Nächsten erreiche.

Denn die Welt ist deine Empfindung, ein Zustand, worin du nur dich selbst fühlst. Wenn du stattdessen beginnst, deinen Nächsten zu empfinden, dann verschwindet diese Welt allmählich. Anstelle dieser Welt beginnst du, die Höhere Welt zu empfinden.

Auszug aus einem Unterricht über den Artikel „Das Vorwort zum Buch Sohar“, 14.01.2011

Wozu braucht der Schöpfer Mich?

Frage: Das Ziel der Schöpfung ist mir mehr oder weniger klar. Was unklar ist, wozu braucht der Schöpfer das alles? Wozu braucht er mich? Wozu hat Er das gemacht?

Meine Antwort: Er hat es aus zwei wichtigsten Gründen gemacht. Erstens, weil Seine Natur – der Gute und das Gute Schaffende ist. Das heißt Er möchte uns eine unendliche Erfüllung, über der Zeit, Bewegung, Raum, und über allen Beschränkungen geben.

Und der zweite Grund besteht darin, dass diese Erfüllung auf der gleichen Ebene, wie bei dem Schöpfer soll, und dass wir den gleichen Status wie Er genießen können und wie Er sein können. Aber solchen Zustand müssen wir selbst erreichen, indem wir eine Unabhängigkeit erlangen und unseres „Ich“ bis zu seinem Niveau vergrößern.

Es ist uns noch nicht klar wie wir bis zur solchen Niveau wachsen können, aber wir werden zu einem solchen Zustand gelangen, dass wir dem Schöpfer in allem gleich sein werden.

Die Kraft des Guten bzw. die Kraft der Liebe die der Schöpfer ist, die Schöpfung zu schaffen und sie zur Vollkommenheit führen. Aber in der Tat, befinden wir uns schon jetzt in einem vollkommenen Zustand. Er hat uns vom Anfang an so geschaffen.

Er hat uns nicht in diesem miserablen Zustand, in dem wir uns jetzt befinden geschaffen, und als ob wir jetzt müssten uns neue aufbauen. Nein, wir brauchen nur unseren wahren Zustand zu entdecken. Und bezüglich des Schöpfers befinden wir uns nach wir vor in dem vollkommenen Zustand.
Aber wenn wir diesen Status nicht selbständig erlangen, werden wir auch nicht in der Lage sein die Welt der Unendlichkeit zu fühlen. Auch jetzt können wir ihn fühlen, aber da unsere Kelim unterentwickelt sind, spüren wir stattdessen unsere Welt.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Anstrengung unten, Empfindung oben

Frage: Während der Vorbereitungen auf den Europäischen Kongress in Berlin haben wir Schwierigkeiten damit, die Kraft von der Umgebung zu schöpfen. Wie können wir bei all den physischen Handlungen nicht die Verbindung mit dem inneren Ziel verlieren?

Meine Antwort: Zu allererst ist es gut, dass die Menschen den Mangel an Absicht spüren, denn ohne die innere Komponente, sprich die Absicht zu geben, kann die äußere Anstrengung nicht zum Erfolg bei der Enthüllung des Schöpfers führen. Woher sollen wir also die richtige Absicht zur Vereinigung und Verbindung erhalten, innerhalb deren wir handeln werden?

Wir müssen uns anstrengen – wie ein kleines Kind sich anstrengt, um groß zu werden – wir müssen uns aus aller Kraft an der Absicht festhalten und dürfen nicht vergessen, dass wir alle äußeren Handlungen ausgehend von der inneren Anstrengung ausführen. Und inwieweit es gelingt, hat nichts mehr mit unserem Erfolg zu tun.

Vielleicht will man uns zeigen, dass wir wirklich klein sind und keinen Erfolg haben, damit wir aufhören, stolz auf uns zu sein, und spüren, dass ohne die Hilfe von oben keine Absicht in uns entstehen kann, dass wir uns durch eigene Kraft nicht verbinden können.

Wenn wir selbst damit fertig werden könnten, würden wir den Schöpfer nicht brauchen und den Zustand „lass uns zum Pharao gehen“ nicht erreichen können.

Im Grunde genommen, sollte sich der Mensch niemals über die eintretenden Zustände beklagen. Sie werden als Folge des Vorankommens enthüllt und sind deshalb in jedem Augenblick richtig. Die Frage besteht darin, wie man mit Hilfe der Gruppe die richtige Haltung diesen Zuständen gegenüber aufbaut.

In den meisten Fällen machen wir uns Vorwürfe wegen der Vergangenheit: etwas falsch, schlecht gemacht, verpasst, nicht gekonnt usw. Auf diese Weise wirkt die unreine Kraft/Klipa auf uns ein, die uns in die Vergangenheit zurückkehren lässt. Das Gleiche bezieht sich auf die Enttäuschung von eigenen Eigenschaften: was hat es für einen Sinn, sich selbst etwas vorzuwerfen, wenn es unbestreitbar ist, dass wir Egoisten sind und jedes Mal nur das enthüllen? Über diesem Zustand müssen wir unsere richtige Haltung bilden.

Aus diesem Grund hängt alles von der Anstrengung ab. Vielleicht ist der Mensch unzufrieden und möchte etwas anderes haben – es ist unwichtig, weil die Empfindung von oben kommt. Den Anfängern wird gezeigt, wie erfolgreich sie sind, sie werden ermuntert und angespornt wie kleine Kinder. Denjenigen aber, die vorankommen, werden ihre Mängel und Fehler gezeigt, damit sie … sich nicht selbst korrigieren, sondern nach der Korrektur verlangen. Dabei kommen uns alle Reaktionen zugute.

Die innere Arbeit eines Menschen in Bezug auf die Gruppe soll von den Handlungen zur Organisation von Unterrichten, Kongressen und Verbreitung getrennt werden. Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun: die inneren Auf- und Abstiege sollten keine Auswirkung auf die äußere Arbeit haben. Es gibt einen Tagesablauf/ein Programm, und wir handeln dementsprechend, unabhängig von den Verlangen.

In der inneren Arbeit strengen wir uns nach Möglichkeit an, und die Empfindung, die wir erhalten – ob gut oder schlecht – hängt davon ab, was genau wir empfinden sollen. Wenn wir keine Begeisterung, keinen Elan und keine allgemeine Unterstützung empfinden, dann bedeutet es, dass uns durch diese Empfindung geholfen wird, vom Egoismus abzuschalten.

Die Enttäuschung von den laufenden Zuständen führt dem Menschen vor Augen, dass das egoistische Verlangen ihn nicht unterstützt, und er kehrt ihm auf natürliche Weise den Rücken zu. Der Egoismus trägt selbst dazu bei, dass wir ihn ablehnen, und das bedeutet „Hilfe gegen sich selbst“. Das unangenehme Gefühl bei der Arbeit, das in uns existiert, ist Hilfe von der gegenüberliegenden Seite, bis wir in der Lage sein werden, uns über unsere eigene Natur zu erheben und einen Blick auf sie von oben zusammen mit dem Schöpfer zu werfen. Das bedeutet, dass ich zusammen mit dem Schöpfer gegenüber dem Pharao stehe. Auf diese Weise erhebe ich mich über ihn und überquere den Machsom.

Auszug aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabash, 24.12.2010

Mit einem Klick

Frage: Wie kann man die Kraft der Überwindung erhöhen, wenn sich noch größeres egoistisches Verlangen offenbart?

Meine Antwort: Alle Eigenschaften eines Menschen, unabhängig davon, wie sie ihm erscheinen, von gut bis ganz schlecht, offenbaren sich im Rahmen des gemeinsamen Systems aller Seelen, die nach dem Programm der Schöpfung in Richtung Vereinigung schreiten.

Deswegen können wir ihn für keine seiner Eigenschaften verantwortlich machen. Wie in einem Zahnrad, in einem Teil des Systems, sollte er in sich einen bestimmten Satz an Veranlagungen, Zuständen und Stößen offenbaren.

Was auch immer im Inneren eines Menschen geschieht, braucht er diesbezüglich keine Berechnung aufzustellen. Er ist nicht selbstständig, denn alles, was mit ihm zur Zeit geschieht, wird von dem Gesamtsystem bestimmt.

So brauchst du dir keine Sorgen um den jetzigen Zustand machen, denn damit kannst du nichts anstellen. Er ist aus tausend Fakten auf dich bezog gewoben. Was den zukünftigen Zustand anbelangt, darüber brauchst du dir auch nicht den Kopf zu zerbrechen, er hängt auch nicht von dir ab, sondern wird nach der Notwendigkeit des Systems bestimmt, mit der man vorwärts schreiten soll.

Eigentlich sollte ich nur über diesen einen Schritt nachdenken. Was hängt dabei von mir ab? Hier gibt es auch Sachen, die nicht von mir, sondern von der höheren Kraft, verwirklicht und vom höheren Licht offenbart werden. Der Mensch führt eine Analyse durch und kommt zu dem Punkt, wo er sich wirklich realisieren kann. Dann sieht er eine klare und deutliche Handlung, vor sich.

Das, ist die Aufgabe eines Menschen: in jeden Moment eine von ihm verlangte Handlung zu offenbaren und auszuführen. Im Laufe dieser Analyse offenbart er auch vieles Andere, und als Ergebnis, bringt er das System in Bewegung und beginnt es wahrzunehmen, anzunehmen und sich ihm anzuschließen.

Anders gesagt, der Mensch beginnt das System im Ganzen aufzufassen. Er ist kein Versuchskaninchen, welches im Labyrint eine Taste für den Fressnapf gefunden hat. Im Gegenteil, mit seinen Bemühungen in verschiedenen Zuständen, fängt er an, die Umstände, die Gründe und das Wesen des Geschehens zu begreifen.

Nachdem er bei diesem „Knopf“ des Verstehens angelangt ist, wird er ihn ohne Zweifel drücken. Es geht hier um Analyse, und hieraus folgt dann die wirkliche Errungenschaft.

Auszug aus einem Unterricht über den Artikel von Rabash, 12.01.2011

Die materialistische Psychologie der Liebe

Die Liebe bezieht sich nicht auf unsere Welt. Wenn du gegenüber den anderen die Liebe empfindest, dann bedeutet es, dass deine Seele in dir zu handeln beginnt.

Und jetzt hast du von dieser Seele nur einen zerbrochenen Punkt. Wenn du aus diesem Punkt heraus, die Beziehungen der Liebe zu anderen Menschen aufbaust und einen „Vektor“ der Absicht, eine Bestrebung, die Liebe heißt, schaffst, dann wird diese Absicht zu deiner Seele.

Denn diese Absicht wird auf deinem Wunsch zu genießen aufgebaut, der mittels der Absicht „um des Gebens willen“ korrigiert wurde. Das heißt die Liebe eben.

Wenn du solche Absicht erreichst, dann wirst du schon zu einer spirituellen Persönlichkeit. In dieser Beziehung zu dem anderen Menschen beginnst du, das Licht NARANCHAJ, die höheren Welten und alles was sich zwischen Dir und Ihm befindet zu empfinden.

Es dauert so lange, bis du ihn, wie dich selbst, wie ein Ganzes empfinden wirst. Das bedeutet, dass du die Welt der Unendlichkeit erreicht hast. Denn es bleiben keine Grenzen, keine Beschränkungen mehr. Das bedeutet nämlich die spirituelle Welt.

Zu allem, was geschieht, soll ich mich mit der Liebe verhalten. Aber wenn mich jemand mit dem Messer angreift, was soll ich dann machen? Ich soll auch ein Messer nehmen und ihn mit der Liebe töten… So ist das Gesetz eben. Und wenn zu mir der Lewy – Kassierer der Steuern kommt und sagt, dass ich bezahlen soll, dann bezahle ich auch. In meinem Herzen kann ich über die leere Tasche weinen, aber meine Seele wird sich freuen.

Man muss verstehen, dass unsere Beziehung zum Nächsten auf unserem Wunsch zu genießen und seiner Korrektur für das Geben aufgebaut ist! Wenn ich alle Bedürfnisse eines anderen Menschen nehme und sie erfülle, unter der Benutzung von meinem eigenen Wunsch, dann bedeutet es, dass ich ihn liebe.

Und wenn ich meinen Wunsch beschränke, um dem anderen nicht zu schaden, dann befinde ich mich im Zustand „Des Gebens um des Gebens willen“ (Chafez Chessed), und nicht in der Liebe. Es steht geschrieben: „Was dir verhasst ist, das tue deinem Nächsten nicht an“, es ist eine Prüfung, wie ich mich verhalten soll. Wenn du selbst etwas nicht magst, dann tue es anderen nicht an.

Aber vielleicht liebt er etwas anderes? Das weiß ich nicht, ich prüfe es nur mittels eigener Wünsche. Das ist „die materialistische Psychologie“.

Und die Liebe bleibt auch innerhalb der materialistischen Psychologie. Aber ich fühle den anderen bis zu solchem Ausmaß, dass ich seine Wünsche empfinde. Deshalb nehme ich seine Wünsche und erfülle mich damit, womit ich sie mit Hilfe meiner Wünsche-Möglichkeiten tatsächlich erfüllen kann.

Wenn ich den Nächsten liebe und in mich seine Wünsche einsauge, dann kann ich seine Bitte (МАN) bis zur Welt der Unendlichkeit erheben! Er selbst kann das nicht machen, und ich kann es für ihn tun!

In der Spiritualität kann niemand von uns ein Stück direkt nehmen und in den Mund legen. Nur dann, wenn ich es dir gebe, und du es mir gibst. Und nur unter der Bedingung, dass ich genau weiß, was du willst, und du es von mir auch weißt! Dann kannst du mir dieses Stück in den Mund legen, und ich tue das gleiche für dich. So sind wir verbunden, und keiner von uns kann die Füllung alleine bekommen.

Und das alles soll hier, in dieser Welt geschehen! Das Licht der Unendlichkeit muss sich bis zu dieser Welt erstrecken, wie es geschrieben steht: „Und seine Beine werden auf dem Ölberg stehen“. Die spirituellen Beziehungen werden so sein, dass du auch im Materiellen nicht anders handeln können wirst.

Auszug aus einem Unterricht über den Artikel „Der allgemeine Charakter der Wissenschaft der Kabbala „, 12.01.2011

Eine Aufgabe zum Vorstellungsvermögen

Frage: Wie sollte ich meine Beziehung genau auf das Ziel ausrichten?

Meine Antwort: Nach dem Prinzip: „Israel, Tora und der Schöpfer, sind eins“. „Der Schöpfer“ ist die Wurzel, nach der ich strebe. „Die Tora“ sind alle Mittel welche uns auf unserem Weg helfen: Der Lehrer, die Bücher, die Gruppe und das Studium. Und „Israel“ ist der Punkt im Herzen, der ursprüngliche spirituelle Wunsch.

Frage: Was sollte unbekannt bleiben und was sollte offenbart werden für mich in dieser Gleichung, damit ich sie lösen kann?

Meine Antwort: Du solltest dir den korrigierten Zustand vorstellen. Darin sind wir alle auf so eine Weise vereint, dass jeder nicht sich selbst, sondern das Ganze wahrnimmt. Darüber steht geschrieben: „Das Ganze und das Einzelne sind gleich.“

Im Ganzem herrscht die gesamte Kraft der Liebe und des Gebens, die alle in gleichem Maße erfüllt. Sie heißt „der Schöpfer“ oder „die Natur“. Das solltest du als Endziel vor Augen haben. Zu solchem Bilde sollten wir letzten Endes kommen.

Dafür wird das Verständnis der Gruppe geklärt. Die Gruppe ist das gleiche System, in welchen wir die Kraft, die schon darin existiert, nur noch nicht fühlbar ist, erwecken. Wir sollen diese Kraft, die die Gruppe erfüllt, sie befestigt und korrigiert, offenbaren. Diese Kraft heißt „der Schöpfer“, das verborgene Licht, das in unserer Vereinigung steckt.

Indem wir in unserer Welt nach Wachstum streben, offenbaren wir eigentlich die gleiche Kraft. Denn wir haben den gleichen Kurs, nur auf der materiellen Ebene.

„Der Schöpfer“ ist die gemeinsame Kraft, die alle Teile der Schöpfung vereint.

Frage: Und trotzdem gibt es in dieser Gleichung zu viele Unbekannte…

Meine Antwort: Wir sollen versuchen, uns immer wieder zu bemühen. So erweckst du neue Empfindungen. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht.

Auszug aus einem Unterricht über den Artikel von Rabash „Was bedeutet das Brot des Mißgünstigen in der spirituellen Arbeit“, 11.01.2011

Eine Frage, die mich über diese Welt erhebt

Rabasch, „Schalavej HaSulam“, 1989, Art. 12, „Das Mahl des Bräutigams“: Die Kräfte der Trennung erzeugen bei dem Menschen Gedanken, die ihn dazu bewegen, sich von dem Schöpfer abgetrennt zu fühlen.

Frage: Um welche Gedanken handelt es sich? Um diejenigen, die gegen die spirituelle Arbeit gerichtet sind oder um jegliche fremde Gedanken?

Meine Antwort: Einfach fremde Gedanken sind mit der Trennung an sich nicht verbunden. Sie bedeuten, dass ich von dem Ziel abgeschaltet bin und mich in einem Zustand „diese Welt befinde“: Auf einem unbelebten, pflanzlichen oder tierischen Niveau der Entwicklung.

Wenn ich daran nicht denke, wie ich mich dem Schöpfer angleichen kann, bedeutet dies, dass ich mich noch auf die Stufe des Menschen (Adam) nicht erhoben habe und mich auf den vorigen Etappen, mit der Rest der Welt befinde. Religion, Politik, Philosophie, Kultur, Erziehung, womit sich der Mensch auch beschäftigen mag, das alles bezieht sich auf diese Welt unddient ihr.

Aber wenn ich einen Punkt im Herzen, eine Frage nach der Ursache und Zweck meines Lebens habe, wenn diese Frage, wenn sie deutich und klar leuchtet und mich somit nach oben, zum Ziel hinreißt, dann heißt das, dass er sich auf die menschliche Stufe in mir bezieht. Und das bedeutet ich gehe die Vorbereitungsperiode vor dem Eintretten in die spirituelle Welt durch.

Aus einem Unterricht über den Artikel von Rabasch „Was bedeutet das Mahl des Bräutigams in der spirituellen Arbeit“, 10.01.2011

Die Lenkung ist immer ideal. Und ich?

Frage: In welchem Moment entscheidet der Schöpfer: „Das war’s, es ist genug, Ich habe dich in vollständige Verzweiflung gesenkt“?

Meine Antwort: Du sollst dich darum nicht kümmern. Der Schöpfer ist eine unveränderliche Kraft, das unzerbrechliche Gesetz, die Vollkommenheit, die Ewigkeit, die Beständigkeit. In Ihm gibt es keine Veränderungen, so dass alles nur von mir abhängt. Mit welcher Seite ich mich auch zu Ihm drehe,die entsprechende Antwort bekomme ich , in der idealen Übereinstimmung mit dem Kurs auf das Schöpfungsziel.

Der Schöpfer ist eine Welt der Unendlichkeit (Ejn Sof), wo ein vollkommenes Kli vorhanden ist, das vollkommene Licht, der vollkommene Schirm (Massach), wo die Bemühungen, die Enttäuschungen, die Erfolge und alles Übrige gesammelt ist. Dorthin richten mich meine Reschimot.

Aus diesem vollkommenen Zustand, aus den vollkommenen Strichen des zusammenfassenden Bildes, bekomme ich die aktivierende Einwirkung, gemäß dem eigenen Zustand. Mich richtet man vorwärts anhand der kleinen Dosen der Verzweiflung und der Kräfte, des Begreifens und der Verhüllung – anhand der vielseitigen und filigranen Lenkung.

Ich weiß nicht genau, in welcher Reihenfolge diese Geschehnisse ankommen. Sie sind durch die Struktur der Seele bedingt, die ich allmählich begreife, nachdem ich vorankomme. Gerade in der Seele begreifen wir die Verbindung mit der Unendlichkeit, verstehen, wie das Ganze mit seinem Teil vereint wird, bis eine Einheit entsteht.

Auszug aus einem Unterricht über den Artikel von Rabasch „Welche Kräfte brauchen wir für die spirituellen Arbeit“, 09.01.2011

Zum Kabbalalernzentrum–>