Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Geduld ist die wichtigste Eigenschaft

Geduld ist die wichtigste Eigenschaft, die für das spirituelle Vorankommen notwendig ist. Ebenso sind die Widerstandskraft und die Überzeugung für den Erfolg notwendig. Geduldig zu sein bedeutet die Bereitschaft, alle Stufen der Entwicklung auf meinem spirituellen Weg durchzugehen, ohne Rücksicht auf meine heutigen egoistischen Gefühle und Vernunft.

Ich orientiere mich auf meinem Weg an den erteilten Hinweisen der größten Kabbalisten, die diesen Weg gegangen sind. Und ich folge diesen Hinweisen und versuche, sie zu realisieren.

Es ist keine Erniedrigung, wie es vielleicht dem Aussenstehenden erscheinen mag. Im Gegenteil, ich habe die Absicht, alles auf diese Weise in der Empfindung und in der Vernunft auf jeder Etappe des Weges zu begreifen.

Ich verstehe, dass ich aus der Entfernung die Nähe erreichen soll. Nach diesen zwei Zuständen bekomme ich einen höheren Zustand, die neue Empfindung und das neue Verständnis. Auf diese Weise steige ich auf. Das Ergebnis dieser Schwingungen nach vorne und rückwärts ist die Klärung, welche ich im Gefühl und in der Vernunft mache. Dadurch erreiche ich den neuen Zustand.

Der Prozess, den ich durchlebe, ist immer die Bekämpfung meiner Selbstsucht. Wenn ich mich entfremde, dann empfinde ich die Dunkelheit und den Abstieg. Gerade hier soll ich den Stolz heranziehen und sagen, dass ich mich gerade deshalb so fremd fühle, weil ich die Unabhängigkeit bekommen habe. Wenn es mir schlecht geht und ich verwirrt bin, dann ist dies ein Zeichen dafür, dass ich einen neuen Wunsch erwerben werde.

Und dann beginne ich, mit diesem neuen Wunsch zu arbeiten und mich dem Schöpfer anzunähern. Diesen Abstand, die Entfernung und die Verwirrung in der Dunkelheit beginne ich mit dem Licht und dem Verständnis zu füllen. Ich mache neue Erfahrungen, erhebe mich über den Egoismus und erreiche die neue Stufe.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 29.08.2011

Empfangen bedeutet die innere Enthüllung

Frage: Wie kann man die Idee des Gebens verbreiten, wenn man selbst nicht genau weiß, was es bedeutet?

Meine Antwort: Ihr könnt es noch nicht wissen, weil euch an der Bitte um die Korrektur, sowie an dem Verlangen des Gebens fehlt. Wie könnt ihr es dann schaffen, etwas richtig zu empfangen? „Geben Sie uns die Kraft des Gebens, sagt ihr, dann werden wir sie in der Welt verbreiten“. Aber diese Forderung ist egoistisch, weshalb es eben unmöglich ist, sich damit an das spirituelle System zu wenden.

Das Verlangen des Gebens soll dem ganzen Übrigen vorangehen. Wir haben es aber nicht. Was ist zu machen? Wir haben eine Gruppe, darin liegt der Anfang. Wir haben die Welt und wir sollen beginnen, an sie zu geben.

Ihr steht auf einer Stufe der spirituellen Treppe. Einige Menschen befinden sich höher als ihr, sie erscheinen vor euch in Form der Primärquellen, welche erklären, was man machen soll. Die anderen Menschen befinden sich eine Stufe niedriger, es ist die gesamte Welt. Es gibt die Menschen, die auf der gleichen Stufe stehen, unsere Freunde in der ganzen Welt. Beginnt also, den folgenden Zustand aufzubauen.

Wenn sich Seir Anpin zum Parzuf Abba we-Ima erhebt, um das Licht für Malchut und für die Seelen zu empfangen, ist ihm die höhere Stufe im voraus nicht bekannt. Er offenbart sie nur dann, wenn er über Galgalta we Ejnaim, über die Gefäße des Gebens verfügt, die dem ACHaP des Parzufs Ima gleich sind. In den Augen von Seir Anpin ist dieser АCHaP unklar und schwarz, weil sich das Geben auf einem höheren Niveau befindet. Es ist die Finsternis, die vom Licht hervorgerufen ist, das um vieles mehr ist, als Seir Anpin fähig ist, zu geben.

Wenn du mich jetzt dazu zwingen wirst, meine letzten Ersparnisse auszugeben, dann wird es für mich die Finsternis sein. „Aber das ist doch deine nächste Stufe!“, sagst du. Und ich begreife sie nicht. Somit empfindet auch Seir Anpin den elterlichen Parzuf erst dann, wenn er zu Galgalta we Ejnaim hinaufgestiegen ist.

Wie kann man das Geben, den höheren Zustand empfinden, wenn du diesen Zustand noch nicht erreicht hast? Kann man einfach so etwas empfangen? Im Spirituellen heißt „zu empfangen“, etwas in den Gefäßen zu enthüllen. Und es ist nicht die Postsendung, denn hier werden die inneren Veränderungen gefordert. Nur mit der Hilfe des Schirmes und des widergespiegelten Lichtes enthüllst du das Geben in deinem Inneren .

Von oben wird nichts mühelos fallen. Es gibt in Wirklichkeit kein „oben“, weil sich alles in dir befindet. Alle oberen Parzufim werden in deinem Inneren offenbart. Der Mensch befindet sich von vornherein in der Unendlichkeit. Aber nur dann, wenn er mit ihr die Verbindung aufbauen will, werden in seinem Inneren die Stufen der Treppe enthüllt. Alle Welten existieren nur in der Wahrnehmung des Menschen, und nur dann, wenn er sie sich selbst vorstellt.

Auszug aus dem Unterricht nach der Zeitung „das Volk“, 27.09.2011

Wir brauchen einen Neuanfang!

Feiertage und besondere Tage, über die in der Kabbala gesprochen wird, sind keine gewöhnlichen Kalendertage, sondern Erlangung durch den Menschen seines persönlichen besonderen Zustandes, in dem er eine prinzipielle innere Berechnung mit sich selbst durchführt. Und wenn der Mensch zu einer solchen Berechnung kommt, dann bedeutet es, dass er tatsächlich einen Neuanfang erreicht hat, der als Neujahr, Rosch ha Schana bezeichnet wird. Dementsprechend erreicht er auch das Feiertagsgebet.

Jeder Feiertag bedeutet eine seelische Berechnung und ein Gebet, denn es gibt nichts außer der Korrektur unserer Verlangen. Doch der Anfang eines neuen Jahres ist dadurch besonders, dass er nach vielen Klärungen kommt. Er kommt nicht, bevor der Mensch sich selbst, alle Verlangen, die sich ihm enthüllen, nicht vollständig geprüft hat – denn jede höhere Stufe schließt alle vorangegangenen als einen winzigen Teil von sich mit ein.

Wenn der Mensch jedoch eine Berechnung seiner gesamten Handlungen und Gedanken durchführt, erkennt er, dass er keinen Erfolg erzielt hat, dass er nicht vorankommt, denn er ist überhaupt nicht für die spirituelle Erhebung erschaffen. Schwere Gedanken hinsichtlich der Spiritualität sowie Zweifel und Neid in Bezug auf die anderen übermannen ihn – er will höher als sie sein und denkt: „Warum sie und nicht ich?“

Und nach vielen solchen Berechnungen, wenn er vollkommen verloren ist, spürt er endlich, dass er einen Neuanfang braucht. Es gibt keinen Ausweg, denn an diesen ganzen Berechnungen, Klärungen, Kritik, Neid und Hass ändert sich jahrelang nichts. Und das einzige, was ihm bleibt, ist das Gebet, der Hilfeschrei, weil nur die höhere Kraft hier helfen kann. Genau dieser innere Schrei wird als Gebet von Rosch ha Schana, von Neuanfang, bezeichnet.

Und bis dahin sieht sich der Mensch als vollkommen verloren, er sieht, dass die ganze Welt damit, was er macht, nicht einverstanden ist, und er selbst begreift nicht, was mit ihm los ist und was das für ein Weg ist. Seine ganze Kritik entspringt dem Egoismus.

Darum geht es in dem Gebet um die Erinnerungen – um die Notwendigkeit, seine gesamten Verlangen und Handlungen zu analysieren, und um das Blasen des Horns (des Schofar) – denn wir müssen unseren spirituellen Weg trotz allem erheben („Schufra“ bedeutet auf Aramäisch „Schönheit“). Und um hier voranzukommen, müssen wir uns an die authentischen Quellen wenden.

Es existiert in der Welt eine Vielzahl von Meinungen, eine Vielzahl von Menschen, die einen beeinflussen, ihm ihre Gedanken einflößen und ihn in verschiedene Richtungen zerren. Man muss jedoch einen strengen Richter über sich selbst stellen und sich fortwährend in dem Maße seines Verständnisses für das Geschriebene mit den Quellen vergleichen – unabhängig von seinem Ego, vom Verlangen, sich zu erheben und zu verdienen, höher als die anderen zu sein, sondern umgekehrt, indem man nur wünscht, die Kraft des Gebens zu erlangen und in jenem Volk, in dem der Schöpfer wohnt, aufzugehen.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 26.09.2011


Die flüchtigen Gedanken quer durch „Shamati“ – Das Wesen des spirituellen Begreifens

Wenn wir uns bemühen uns zu verbinden, um der korrigierten Schechina gleich zu werden, um mit den anderen Menschen in einem Wunsch, in einem Gefäß, in Harmonie, in Einigkeit, im endlichen globalen Integralzustand zu sein, dann geht jeder von uns im Maße seiner Verbindung die 125 Stufen der Korrektur und der Einigkeit durch. Und jedes Mal enthüllen wir im Maße unserer Verbindung die Kraft, sowie das Licht, das uns ausfüllt.

Diese Lichter heißen Nefesch-Ruach-Neschama-Chaya-Yechida (NaRaNchaY). Jeder davon wird noch auf fünf weiglossartere Lichter geteilt: Nefesch-Ruach-Neschama-Chaya-Yechida, und jeder von ihnen wird seinerseits auf fünf weitere geteilt: Nefesch-Ruach-Neschama-Chaya – Yechida.

Somit unterteilen wir unsere Korrekturen, unsere Enthüllungen, unsere Annäherung an den korrigierten Zustand auf 125 Stufen, auf denen wir die starke Kraft unserer Vereinigung und das noch größere Licht der Füllung offenbaren.

Auszug aus der 6. Lektion des Kongresses in Toronto, 18.09.2011

Der heilige Spiegel des Egoismus

Die Meinung von Ruslan Grinberg, Direktor des Instituts für Wirtschaft der Russischen Akademie der Wissenschaften: „Die Finanzmärkte sind in einer sehr unbeständigen Situation. Die Finanzleute sind in Panik und wissen nicht, was zu tun ist. Die Risiken sind groß. Aber meiner Meinung nach ist dies eine Krise der Finanzwelt, und nicht zu verwechseln mit dem realen Problem. Unsere globale Wirtschaft ist die Garantie des Dollars als Welt-Währung.“

Natürlich ist es unfair geworden, dass eine nationale Währung für immer eine Weltwährung geworden ist. In diesem Sinne hatte das Gold mehr Recht, da es nicht abhängig war von seiner Erreichbarkeit (Ort). Ich denke, es ist dumm, zum Gold zurückzukehren, wie viele andere es versehentlich empfehlen würden. Ich sehe keinen Ersatz des Dollar als Weltwährung für den Zahlungsaustausch.

Mein Kommentar: Der Dollar kann nicht ersetzt werden, weil er den modernen globalen Egoismus widerspiegelt, und so bleibt es die einzig bekannte Münze, die aber gleichzeitig durch ihre Sprunghaftigkeit den egoistischen Zustand der Welt anzeigt.

Zusammenfassung der Prinzipien und Ratschläge aus dem Morgenunterricht vom 25/9/11

Eine gute Niederschrift und Besiegelung“

*Unsere gesamte Arbeit liegt in der Niederschrift, schwarz auf weiß. Weiß : Olam Azilut. Schwarz: die niedrigste Stufe, in der gerade wir uns befinden, welche Olam Assya ist.
Derjenige der „schwarz auf weiß“ schreibt, prüft und misst sich selbst in Bezug zur Welt Azilut, indem er Adam in Azilut gleichen möchte und merkt, wie sehr er davon entfernt ist und sich weiter entwickelt.

*Unsere gesamte Arbeit liegt in der Enthüllung unseres gegensätzlichen Zustandes bezüglich der Korrektur, und diese Unterstützung dient der Enthüllung des richtigen Wunsches, in Azilut zu sein.
Wenn wir nach diesem Zustand streben und nicht unterwegs zerbrechen oder uns entspannen, bis wir dazu gelangen, unsere vollständige Stufe als entgegensetzt von Azilut zu enthüllen, so heißt das, dass wir die Niederschrift zu Ende geführt haben und wir unsere Form(Gestalt) für uns definiert haben.

*Nur in der gemeinsamen Verbindung miteinander können wir jeden Einzelnen zu einer guten Niederschrift führen, das bedeutet, dass all die Dinge, die wir oben erwähnen, wirklich umgesetzt werden. Indem wir einander ein neues Jahr und gute Besiegelung wünschen, so steckt in diesen Worten die höhere Kraft, da wir miteinander verbunden sind, sowohl in der gegenseitigen Vorbereitung als auch in richtigen Niederschrift.

*Der zukünftige Zustand, in welchem alle unsere Gedanken und Herzen eins sind und wir alle wie zu einem Mensch werden, indem wir in diese Richtung streben, schreiben wir die ganze Tora in unserem Herzen nieder.

*Der Höhere definiert sich aus einer verbundenen Gruppe, und ich befinde mich in ihr ohne mich von allen zu unterscheiden, in vollkommener Bürgschaft. Und finde darin die positive Kraft.

*Der Höhere kann sich niemals entwickeln, es sei denn zum Wohl des Niederen, welcher von ihm empfängt.
Parzufim, die sich verbinden und einander erfüllen, führen dazu, dass jeder Parzuf sich mit dem ganzen Licht der Weisheit (Or Chochma) füllt. Deshalb, wenn ich zusätzliches Wissen und Weisheit (Chochma) erlangen möchte, so kann ich das nur, wenn ich dieses meinem Nächsten gebe.

*Erkenntnis: Verbindung; sich in jemanden einkleiden zu können.

Vorbereitung auf den Unterricht

*Während des Lesens der Tora: damit ist gemeint, wenn das Licht kommt, welches zum Guten zurückführt, wenn du dies mit Lesen korrigieren willst, so bist du verpflichtet, dich in einem vollkommenen (ausgeglichenen) Zustand zu befinden, dem Zustand angeglichen, über welchen du gerade liest. Du willst dich in die Verbindung mit den Freunden einschließen, dass dir dort der Sohar die Formen und Arten der Verbindung, beschreibt. Das ist was die Kabbalisten enthüllen, und nichts anderes.

Die Nation

*Mittels Enthüllung großer bitterer Fehler, die wir erfahren, wenn wir mit alten Methoden nach einer Lösung suchen, werden wir verstehen dass es hier eine neue, vollkommen andere Perspektive in der Menschheit, Familie, zwischen Eltern, Kindern, Ländern und 7 Milliarden Menschen auf der Erde gibt, die verpflichtet sind, in einem System zu existieren, unabhängig von allen Gegensätzen und Unterschieden.

*Die 1. Stufe der Korrektur beginnt damit, indem wir unseren Hass zu einander zügeln.

*Wenn es keine Verbindung unter den Menschen gibt, wird alles zerfallen. Und das ist jetzt dabei, sich zu offenbaren.

*Im Gegensatz zu vergangen Krisen wird die jetzige Krise uns nicht lehren zu zerfallen und uns zu trennen, sondern uns lehren, uns zu verbinden

*In der heutigen Welt werden nur einander ergänzende und nicht konkurrierende Systeme Erfolg haben.

*Es gibt keine frei Wahl für ACHaP (Volk) und es gibt keine freie Wahl für GALGALTAEJNAIM (Israel), sondern nur, wenn diese zwei Teile anfangen, sich miteinander zu verbinden. In der Verbindung finden sie die freie Wahl, im „mittleren Drittel von Tiferet“.

*GALGALTA-EJNAIJIM (Israel) hat ein doppelt so großes Problem, da sie die Krise nicht verspüren, weil sie nicht so sehr mit der Welt verbunden sind, welche sich in der Krise zwischen den ACHaPim (Völkern) ausdrückt. So erscheint uns, dass wir uns in einer guten Situation befinden, obwohl dem überhaupt nicht so ist. Wir sind sowohl für die Verbindung der Welt als auch für unsere Verbindung in der Gruppe, verantwortlich.

Die flüchtigen Gedanken quer durch „Shamati“ – Schechina im Exil

Unser gemeinsamer Zustand, in dem wir alle verbunden sind, heißt Malchut der Unendlichkeit oder Schechina. Schechina ist der „Ort“, an dem das höhere Licht offenbart wird, welches nach seinen Handlungen als „Schochen“ genannt wird. Dieses Licht hält sich an diesem Ort auf.

Wir stellen die Wünsche dar, die miteinander durch die gemeinsame Eigenschaft des Gebens verbunden sind. Und deshalb können wir mithilfe dieser Eigenschaft das höhere Licht offenbaren, das uns ausfüllt.

Solange wir uns nicht als verbunden und im vollkommenen Zustand der korrigierten Schechina empfinden, befinden wir uns nicht in der Enthüllung, sondern in der Verhüllung, im Exil. Dieses Gefäß ist verhüllt und heißt deshalb „Schechina im Exil“.

Auszug aus der 6. Lektion des Kongresses in Toronto, 18.09.2011

Einheit als Methode zur Lösung der weltweiten Krise, Teil 10

Meinung (Prof. Dr. R.Tremblay, Canada, Professor an der Universität Monreal, Autor des Buches „The Code for global Ethics“): Die weltweite Krise ist die Krise der Ethik und der Moral. Wir müssen einen neuen universellen ethischen Code ausarbeiten. Dieser Code muss auf der gegenseitigen Toleranz, auf der Einheit zwischen den Menschen, sowie auf der gegenseitigen Verpflichtung und dem Altruismus basieren.

Mein Kommentar: Aber wer kann diesen Code ausarbeiten, damit er von der weltweiten Gesellschaft akzeptiert wird? Nur die Kabbalisten können diesen Code ausarbeiten, weil sie den zukünftigen Zustand der Welt kennen. Und die berühmten, angesehenen Menschen werden diesen Code der Welt darbringen.

Um die innere Kraft des Gebens zu beten

Frage: Was bedeutet das, den Schöpfer zu bitten? Muss man sich hierfür in Seine Eigenschaften einkleiden?

Meine Antwort: Unter einer Bitte wird ein gesuchter und geforderter Zustand verstanden, in dem ich um meine Veränderung bitte, d.h. das eigene Verlangen zeige. Ich beurteile mich selbst (und das bedeutet, zu beten – „leyitpalel„), ich erforsche die Eigenschaften, an denen es mir fehlt, und wie ich mir die Kraft des Gebens aneignen kann.

Ich enthülle folglich, dass diese Kraft sich innerhalb der Gesellschaft befindet. Wenn ich in diese Gesellschaft eingehe und die Wünsche der Freunde mit ganzem Herz und der Seele empfinde, wenn ich also mit ihnen innerlich verbunden bin, dann werde ich sofort die Kraft des Gebens finden. Gerade darum bete ich.

Ich bete um die Erreichung eines solchen Zustandes, in welchem ich alle Menschen als vollkommen und verbunden sehe. Dieser Zustand heißt Schechina, die Versammlung der Seelen (Knesset Israel). Ich will dort sein und ich bete darüber, dass in mir diese Vereinigung aller Seelen (Knesset) realisiert wird, welche „direkt an den Schöpfer“ (Israel, Yashar-El) gerichtet ist.

Dabei wende ich mich nicht an irgendeine äußere, unabhängig existierende Kraft und nicht an den Wunsch, der nur vorgestellt ist. Alle Gebete sind zu Malchut (der Welt Azilut oder der Welt der Unendlichkeit), zur Vereinigung zwischen den Menschen gerichtet, innerhalb welcher wir das gegenseitige Geben offenbaren. Ich will, dass mir ein solcher Zustand enthüllt wird und darum bitte ich.

Und es gibt hier einen sehr feinen Moment, um nicht zu beginnen sich irgendein Idol, oder ein Heiligenbild vorzustellen, denn es geht nur um den Zustand, in dem wir durch die Kraft des vollkommenen Gebens verbunden sind!

Richtiger wäre, diese Kraft als eine Eigenschaft zu betrachten, weil die Kraft als etwas fremdes wahrgenommen wird, und die Eigenschaft dagegen ist etwas, was mir mehr eigen ist. Es sind sehr feine Unterschiede, aber gerade sie bestimmen die Klarheit meines Herangehens, und sind deshalb prinzipiell.

Es wird gesagt: „Es gibt nichts außer Ihm“, aber wir müssen es uns in Form eines Zustandes im vollkommenen System vorstellen. Dann können wir sicher sein, dass wir uns nicht irren werden.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 22.09.2011

Zusammenfassung der Prinzipien und Ratschläge aus der Morgenlektion 20/9/11

Wenn ein ausstehender Wunsch (Körper) sich gegenüber dem Höheren(Wunsch) fügt, so wird er zum wichtigsten Teil im Höheren (Verlangen = Körper= Wunsch). Dasselbe gilt, wenn du dich dem gesamten Welt Kli fügst und dadurch ALLES von ihm erhältst.

Das Licht offenbart sich nur in unserer Beziehung zueinander. Das Licht ist ein Gefäß (Kli), das unterschiedliche Veränderungen durchmacht, wie ein Instrument, welches auf Klang und Vibration eingestimmt wird. Deshalb müssen wir die Spiritualität selbst gestalten, damit wir die Liebe in der Wurzel, den Schöpfer, spüren.

Wer Dinge in ihrer wahren Form enthüllen möchte und versteht, dass das Leben, welches sich vor ihm befindet, nur ein Spiel ist, und dass der Schöpfer ihm andauernd Möglichkeiten gibt, über seinem Verstand und seinem Herz Sein Partner zu werden… Und dann wird das Leben zum Abenteuer.

In der Beziehung zu den Chaverim (Freunden) erhalte ich alles, um darin das Spiel des Schöpfer zu enthüllen. Hinterhältigkeit wird von Aufrichtigkeit (Josher) besiegt, und das kann man gerade unter den Freunden beobachten. Inwieweit jemand bereit ist, über sich selbst zu springen, um sich wahrhaftig mit anderen zu verbinden, um ein gemeinsames System zu erschaffen, und nicht, um über andere zu herrschen, oder sich zu verkriechen, um sich einen guten Machtposten zu sichern, sondern sich aufrichtig ihnen gegenüber verhält , ohne etwas zu verbergen und offen ist, nur dann wird er der Enthüllung des hinterhältigen Spiels würdig.

Dass wir nicht die Größe unserer Arbeit sehen können, ist deshalb so, damit wir uns 1. nicht verleiten lassen, 2. das dazu führt, dass wir spirituelle Gefäße in uns entwickeln, damit wir auch, wenn wir die Größe (Belohnung) sehen, unsere Arbeit weiter fortsetzen können.

Wir sollen uns nicht Gedanken über die Kelim, Awiut, usw. machen, sondern nur zum Zustand Katnut, Galgalta we Ejnaim, Bina streben anstatt nach Gadlut. Gadlut empfängst du nur, wenn du bereits fähig bist anderen aktiv zu geben.

Wenn andere kein MaN für mich und mit mir erheben, so wird mein ACHaP für immer verdeckt bleiben, und ich werde für immer nur in Galgalta we Ejnaim existieren. Und wenn andere von mir äußerlich empfangen wollen, so wird mein ACHaP aktiviert und ich trete in Gadlut ein.

Vorbereitung auf den Unterricht Der Sohar spricht nur über die Verbindungen zwischen uns, und während wir ihn lesen, müssen wir nur den Wunsch danach haben, in uns diese Vorstellungen und Beziehungen zu finden, über die der Sohar spricht..

Je größer mein Wunsch, ist die Verbindungen zwischen uns mittels der Worte, Buchstaben und Sätze im Sohar zu enthüllen, und je mehr ich mich bemühe, dieses nicht zu vergessen, egal welche Störungen sich mir enthüllen, so ist dies ein Zeichen dafür, dass ich auf den richtigen Weg bin.

Die Nation

Das Problem ist, dass wir nicht miteinander verbunden sind. Wenn wir verbunden wären, könnten wir eine korrigierte Gesellschaft aufbauen, und es würde uns an nichts fehlen.

All das, was in der Gesellschaft und in der Welt passiert, geschieht, damit wir uns letztendlich verändern. Das Ziel der Natur, welche uns durch Leiden zur Entwicklung drückt, ist, dass wir endlich verstehen, dass wir uns verändern müssen.

Wir lernen aus der Krise, dass das Problem global ist und regionale Lösungen deshalb nichts bringen werden – eine Lösung muss die gesamte Welt miteinbeziehen. Die Kraft der Bürgschaft kleidet sich in alle Systeme, Industrie, Handel usw. Wir spüren nicht, wie sehr wir miteinander verbunden sind. Dieser Zustand wird sich uns auf schreckliche Weise enthüllen, und das dann, wenn wir alle Verbindungen abbrechen und Zeugen werden, wie das ganze System zusammenfällt.

Es ist unmöglich, von einer egoistischen Regierung zu einer altruistischen zu wechseln, um zu einer gerechten Verteilung und gegenseitiger Bürgschaft zu gelangen, sondern anhand von großen globalen Schlägen, aus denen wir lernen können oder anhand der Umerziehung der Nation, damit wir schnell verstehen, dass es keinen anderen Ausweg gibt den Schlägen zu entkommen.

Es gibt keine Lösung, nur die richtige Erziehung. Als Resultat richtiger Bildung erhebt der Mensch über sich selbst und versteht was mit ihm passiert. Man muss den Menschen ein Bildungssystem geben, und dann erziehen sie sich selbst.

Alle Auseinandersetzungen führen am Ende zur gegenseitigen Ergänzung. Wenn dem so ist, so ergänzen wir einander bereits jetzt, denn warum ist es notwendig den Bedarf uns zu verbinden, durch Schläge enthüllen?