Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Zustände'

Das Buch Sohar wirkt sogar beim Geschirr spülen


Nur durch das Lesen des Sohar werden wir die richtigen Empfindungen und die notwendige Forderung erlangen. Wie kommt das?

Einerseits lernen wir, dass wir keinen Erfolg haben werden, wenn wir nicht exakt zur Quelle des Lichts streben, nicht in diesen Strahl eintreten und uns nicht mit allen anderen vereinigen. Und das stimmt, das ist die Bedingung. Doch andererseits werden wir vom Licht überabreitet und es wirkt auf uns, während wir studieren und Anstrengungen auf uns nehmen und durch verschiedene Zustände gehen.

Wir können die Zeit durch „Heiligung“ beschleunigen und das ist das Beste. Doch in jedem Fall und in jedem Zustand sorgt eine Frau für ihre spirituellen Kelim, sogar wenn sie Hausarbeit erledigt oder das Geschirr spült (in Hebräisch heißt Geschirr auch „Kelim“), während sie unserem Kabbala TV zuhört oder der Sendung „Der Sohar“ im Internet.

Auf diese Weise wirkt dieses Buch. Wir brauchen nur Geduld!

Der Schöpfer erhört das Verlangen einer Frau

Nukwa (das weibliche Verlangen) empfängt alles von Seir Anpin (ihrem Ehemann), einschließlich das Licht der Korrektur, durch welches sie nachts zu einem Gefäß (Kli) wird, und das Licht der Erfüllung, durch welches sie beim Erreichen des Erwachsenenalters erfüllt wird und Licht zum Wohle des Gebens empfängt; ein Zustand, welcher als Tag bezeichnet wird. Die Stunden des Tageslichts sind verschiedene Zustände, in denen sie Licht um des Gebens willen empfängt, um dadurch die Stufen zu ändern.

Die Zeit ist eine Veränderung der Erleuchtung innerhalb Nukwas, abhängig von ihrer Fähigkeit, sich mit Seir Anpin zu vereinen und der Menge des Lichts der Korrektur, welches sie von ihm erhält. Zeit sind die Stufen der Korrektur von Nukwa, durch welche sie nach und nach hindurch gehen muss. Nukwa kann das Stadium, welches sie durchläuft, nicht bestimmen, sondern nur das Tempo, in welchem diese Veränderungen stattfinden.

Dem Morgen folgt immer der Nachmittag, und dem Nachmittag folgt immer der Abend, und diesem die Nacht. Diese Ordnung zu verändern ist unmöglich. Allerdings hängt die Geschwindigkeit, wie schnell diese Zustände einander ablösen, nur von ihrem Streben ab (Hitaruta de Letata – „Erweckung von unten“). Nichts wird von Oben herabkommen, wenn sie nicht danach verlangt.

Dies ist das Gesetz, welches in der spirituellen Welt wirkt und über der Beziehung der Höheren zur niedrigeren Stufe herrscht, dem Schöpfer und der Schöpfung. Wir beobachten das Gleiche in unserer Welt. Es sieht so aus, als ob die männlichen Verlangen die Welt regieren würden, aber in der Realität wird alles durch die Verlangen der Frauen bestimmt. Daher sind es ihre Verlangen, welche alle Veränderungen in der Welt verursachen.

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Wie man Antworten auf seine Fragen findet



Eine Frage, die ich erhielt: Warum wurden wir und nicht andere für die Weisheit der Kabbala ausgesucht?

Meine Antwort: Die Menschen werden niemals die Antwort darauf wissen. Erst nach der Offenbarung des gesamten Systems der Welten und Seelen wird ein Mensch anfangen, seine Rolle in diesem System zu verstehen und wissen, warum das Verlangen, wie der Schöpfer zu werden, in ihm zu dieser bestimmten Zeit erwachte. Dieses Erwachen ist die Seele.

Der Sinn hiervon wird nur dann bewusst werden, wenn die Menschen das gesamte Bild offenbaren. Daher sagen Kabbalisten, wenn man einmal erwacht ist – wach auf, wenn dir der Punkt im Herzen gegeben wurde – erkenne es. Erst dann wirst du die Antwort auf deine Frage erhalten.

Wir können die gleichen Fragen über unsere physischen Zustände stellen, solche wie: Warum wurde ich meinen Eltern geboren, warum wurde ich in diesem bestimmten Körper und zu dieser bestimmten Zeit geboren? In unserem Leben finden wir auf keine dieser Fragen eine Antwort, jedoch ermöglicht uns die Weisheit der Kabbala, das gesamte System zu erreichen und die Antworten zu bekommen.

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Die wichtigste Zeit in der Geschichte der Menschheit ist angebrochen


Nach tausenden von Jahren finden wir uns nun in einer besonderen Reinkarnation wieder, in der wir zum ersten Mal mit wahrer spiritueller Arbeit konfrontiert sind. Wir handeln nicht länger wie die unbelebten, pflanzlichen oder tierischen Stufen der Natur, sondern vollziehen eine persönliche und individuelle Aufgabe, die ausschließlich der menschlichen Stufen durch ihren freien Willen vorbehalten ist.
Dies enthüllt sich nun zum ersten Mal in der Schöpfung – nach all den Generationen und Zuständen, die wir bisher durchwanderten.

Diese Zeit ist keinesfalls unbeschwert. Wir verstehen noch immer nicht, was es bedeutet, in einer Neuen Welt zu leben, diese Welt zu uns hinzuzufügen, in eine neue Dimension einzutreten und ein neues Verlangen (Kli) zu entwickeln.

Wir denken, dass gerade jetzt etwas mit unserem alten egoistischen Zustand geschehen müsse. Es muss sich jedoch eine neue Wirklichkeit in uns kleiden, eine Wirklichkeit, die wir nicht erwarten und die wir nicht berechnen können. Nur durch unsere Zustimmung können wir uns ihr stufenweise annähern. Und auch unsere Zustimmung entwickelt sich stufenweise.

Gleichzeitig müssen wir jeden Moment mit der Enthüllung rechnen. Doch wir sollen auch verstehen, dass es selbst in unserer Welt, in der wir solch unglaublich große Veränderungen nicht erfahren, vieler Jahre und großer Anstrengung bedarf, etwas zu verändern. Und hier sprechen wir von etwas viel Größerem – die Veränderungen müssen zwar durch uns geschehen, aber indem das Höhere Licht auf uns wirkt. Wir befinden uns tatsächlich an der Schwelle zu einer neuen Dimension!

Das Licht ist immer bereit dazu, in uns Korrektur hervorzurufen. Trotzdem müssen wir ihm Gelegenheit geben – und das ist der Punkt, an dem wir für gewöhnlich ins Stolpern geraten.

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Es gibt keine Heiligkeit in unserer Welt


Eine Frage, die ich erhielt: Warum müssen wir jedes Wort im Buch Sohar gemäß seiner spirituellen Bedeutung betrachten und nicht in seinem einfachen physischen Verständnis?

Meine Antwort: Wir sollten niemals die Worte aus dem Buch Sohar in seiner physischen Bedeutung interpretieren, denn dadurch würden wir die Tora auf die Stufe dieser Welt erniedrigen. Wir müssen von den Zweigen zu den Wurzeln aufsteigen, von dieser Welt hinauf zur spirituellen Welt. Und Sie fragen: Warum man nicht die spirituelle Welt nimmt und sie zu unserer Welt herabzieht?

Zuallererst unterliegt unsere Welt nicht den gleichen Gesetzen wie die spirituelle Welt. Die ganze Verwirrung in unserer Realität resultiert aus der Tatsache, dass sich die Menschen die spirituelle Welt vorstellen, ohne darin zu existieren. Dadurch kleiden sie das Spirituelle zwangsweise in das Materielle. So stellt man sich vor, dass die Kraft des Gebens in der rechten Hand wäre und die Kraft des Empfangens in der Linken, oder dass einige Teile des Körpers heiliger sind als andere, usw. All dies ist falsch und deshalb ist es uns verboten, das Spirituelle mit dem, was wir in dieser Welt begreifen, fühlen und tun, zu verbinden. Zwischen diesen zwei sollte keinerlei Verbindung bestehen.

In unserer Welt gibt es nichts Heiliges, einschließlich der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Stufen. Somit existiert auch nichts Heiliges in allem, was Menschen in dieser Welt tun. Das Buch Sohar bezeichnet man als ein heiliges Buch, weil es uns dabei helfen kann, von dieser Welt, vom Egoismus, zur Heiligkeit, zum Geben und zur Nächstenliebe aufzusteigen.

Ich bin ein Punkt im Herzen, welcher zur spirituellen Welt gehört – der Welt der Heiligkeit. Dies ist der einzige Punkt in mir, der völlig unterschiedlich zu meiner ganzen Natur ist, und wenn ich etwas benutze, was als „heiliges Buch“ bezeichnet wird, kann ich mich zur Welt der Heiligkeit erheben – zum Geben. Es ist jedoch nicht das Papier mit den gedruckten Buchstaben darauf, das als heilig bezeichnet wird, und auch die Buchstaben in dem Buch sind nicht heilig. Heiligkeit ist die Verbindung zwischen dem Licht und dem Gefäß (Kli), welches durch die Buchstaben symbolisiert wird. Aber hier in unserer Welt existiert nichts Heiliges.

Unser ganzes Problem liegt darin, dass wir beginnen, einem Menschen oder seinen Handlungen Heiligkeit zuzuschreiben. All dies jedoch sind lediglich Symbole. Alles was der Einhaltung der Gebote zugeschrieben wird – der Tallit (Gebetsschal), Tefillin (Gebetsriemen), das Buch der Tora, Aron Kodesh (Schrein für die Aufbewahrung der Torarollen) – sind nur Symbole für die Interaktion des Lichtes mit den Kelim, die Beziehungen zwischen ihnen und die Zustände der Seele. Folglich sind es die Zustände der Seele, die eigentlich heilig sind, weil diese die Eigenschaft des Gebens enthalten.

Ein Buch der Tora, welches im „Aron Kodesh“ steht, ist nur ein Symbol für eine spirituelle Essenz, genannt Seir Anpin, welche Einfluss auf das Verlangen – Malchut (die Vereinigung aller Seelen) ausübt und diese durch das Licht der Heiligkeit zum Geben führt. Folglich korrigiert sie unsere Seelen und erhebt uns. In unserer Welt gibt es nichts als Symbole. Wir alle sind wie „sterbliche Tiere“.

Ein Mensch, welcher die Objekte und Handlungen dieser Welt einteilt, in jene die mehr oder weniger heilig sind, bringt sich damit selbst vom Weg der Korrektur ab. Solche Arten von Handlungen werden „Erev Rav“ genannt, weil sie den Menschen vom Fortschritt hin zur spirituellen Welt und der Korrektur der eigenen Seele abhalten.

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Der Krieg der Makkabäer in uns

Der Krieg der Makkabäer und der Feiertag Chanukka waren keine zufälligen historischen Ereignisse. Diese Geschichte beschreibt, wie ein Mensch seine Seele erbaut und das Licht darin entzündet, was durch die heilige Kanne mit Öl symbolisiert wird, die wir in uns selbst finden müssen, inmitten des ganzen Zerbruchs. Es gibt einen Teil in uns, den wir nur entzünden können, wenn wir ihn auch finden!

Wenn er entfacht wird, werden wir dadurch unseren Egoismus auf eine spezielle Weise korrigieren. Dadurch erhalten wir die Möglichkeit, das heilige Öl vorzubereiten, was bedeutet, dass wir bereit dafür sind, Malchut in uns selbst zu korrigieren.

Das heilige Öl ist das Verlangen zu Geben und zu lieben, ohne eine Belohnung für sich selbst zu erwarten. Das Öl ist das Verlangen. Das herkömmliche Öl sind die egoistischen Verlangen, wohingegen das heilige Öl das Verlangen zu Empfangen mit der Absicht zu geben ist. Der Funke, den wir erhalten, um unsere inneren Arbeit zu beginnen, ist wie eine kleine Kerze, die jeder Mensch braucht, um in sich selbst zu suchen. Wenn wir in der Lage sind, diesen Funken zum Leuchten zu bringen, werden wir beginnen unser größtes egoistisches Verlangen zu korrigieren oder das Öl für den Leuchter vorzubereiten.

„Chanukka“ stammt von den Wörtern „Chanu Ko“ ab, was so viel wie „sie stoppten hier“ bedeutet. Dies ist eine kurze Verschnaufpause in der Mitte des Weges zwischen den inneren Zuständen, welche Rosh Hashana und Yom Kippur, am Anfang des Weges, genannt werden, und Purim – die Endkorrektur.

Während Chanukka korrigieren wir nur die Kelim des Gebens, wie wir eine Kerze entzünden über unserem Verlangen zu Empfangen. Danach, wenn wir das Purimfest erreichen, benutzen wir das Verlangen selbst. Deshalb ist das Symbol für Purim nicht eine Kerze, die über dem Öl (Verlangen) brennt, sondern Wein, das Licht welches das Verlangen füllt.

Um eine Kerze anzuzünden, müssen wir Malchut mit Bina vereinen, das Verlangen zu Empfangen und das Verlangen zu geben, um dies in Bina erleuchten zu lassen. Das ist die Bedeutung des Feiertages von Chanukka, wenn wir Malchut zu Bina erheben, und dadurch Malchut zu einem Teil von Bina wird, indem wir ihre Kraft des Verlangens (von Malchut) hinzufügen.

Dann wird das Licht in Bina leuchten, im Docht, der sich aus dem Öl erhebt. Der Docht ist Seir Anpin, was als Mittlere Linie bezeichnet wird. Sie verbindet das Öl, Malchut, mit dem Licht, Bina.

All dies geschieht oberhalb unseres Verlangens. Dies ist eine Korrektur, in der wir die Eigenschaft des Gebens, durch unseren Willen zu Empfangen oberhalb unserer egoistischen Eigenschaften, erreichen. Dadurch erreichen wir den Zustand, genannt Teshuva mi Ira – Geben um zu Geben.

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Schau niemals zurück

Eine Frage, die ich erhielt: Müssen wir die Zustände, durch die wir gegangen sind, wertschätzen?

Meine Antwort: Allgemein uns als Regel sollten wir nicht auf die Vergangenheit zurückschauen, egal ob sie gut oder schlecht war! Das ist ein falsches Verhalten, eine Klipa! Ich beginne, mich selbst für das, was ich getan habe, aufzufressen, ich erinnere mich daran, was ich einmal zu wem gesagt habe, wie schlecht ich gehandelt habe, doch das Wichtigste ist, dass ich daran nichts ändern kann!

Jede Bezugnahme auf die Vergangenheit und jede Berechnung in Bezug darauf sind unakzeptabel. Schau nur nach vorne, denn dort ist der Schöpfer – vor dir! Du gräbst in dir selbst herum, in deinen Erinnerungen, anstatt dich auf die Arbeit mit dem Schöpfer zu konzentrieren.

Bedenke, es gibt keine Vergangenheit!

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Die Ordnung des spirituellen Aufstiegs


Eine Frage, die ich erhielt: Gibt es nur ein Gebet oder unterschiedliche Gebetsarten?

Meine Antwort: Ein Gebet ist ein Verlangen, das man erhebt, um korrigiert zu werden. Man hebt es auf die Höhere Stufe oder Partzuf, den Schöpfer, indem man bittend die Korrektur fordert.

Die Anzahl der Bitten nach Korrektur, die ein Mensch erhebt, bestimmt die Zahl der verschiedenen Gebete. Es gibt eine spezifische Anzahl an Gebeten – abhängig von den Zuständen, die ein Mensch auf jeder Stufe durchmacht.

Deswegen konnten Kabbalisten ein Gebetsbuch namens „Siddur“, d.h. „Ordnung“ zusammenstellen (sowie man beispielsweise in Statuten die Dinge anordnet). Dort beschrieben sie exakt die Ordnung des Aufstiegs von dieser Welt in die Welt der Unendlichkeit mit allen Zwischenstufen.

Das Buch ist eine Bedienungsanleitung. Indem man die Gebete nacheinander liest, erhält man die Reihenfolge, in der man sich an das Höhere Niveau wendet, um korrigiert zu werden. Jegliche Transformation geschieht nur unter dem Einfluss der Höheren Stufe.

Jeder Tag hat seine eigene Ordnung (pro Stufe oder Sefira) und wenn man einen spirituellen „Tag“ durchlaufen möchte, dann zeigt dieses Buch in welcher Reihenfolge man seine Verlangen nach Korrektur erheben muss.

Wenn man sich über sechs „Tage“ (Stufen) korrigiert, dann geht man zu anderen Gebeten (Korrekturen) über, den Schabbatgebeten und dann zu weiteren besonderen Zuständen (Tage, Moadim) und Feiertagen.

Es gibt viele Zustände und jeder hat sein entsprechendes Gebet, d.h. Aufstieg eines Verlangens zur Korrektur. Denn dort findet eine Veränderung des Zustands der Anheftung an den Schöpfer statt. In der spirituellen Arbeit hören Gebete niemals auf.

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Hebräisch ist die Sprache des Lichtes


Eine Frage, die ich erhielt: Gibt es einen Unterschied zwischen Hebräisch und allen anderen Sprachen dieser Welt?

Meine Antwort: Baal HaSulam schrieb, dass Hebräisch die Sprache des Lichtes ist und Aramäisch die Sprache des Empfangsgefäßes (des Klis). Diese beiden Sprachen entsprechen jeweils der Vorder- und der Rückseite. Sie sind die wichtigsten Sprachen aufgrund der geometrischen Form ihrer Buchstaben, welche die Verbindung zwischen dem Licht und den Verlangen (Kelim) darstellen.

Aber sie sind gerade deshalb grundlegende Sprachen, weil sie bereits vor der Teilung Babylons und der Trennung der Menschheit untereinander entstanden sind. Die Buchstaben kennzeichnen die Eigenschaften der korrigierten Seelen (der Gefäße, Kelim). Die horizontalen Linien entsprechen der Ausbreitung des Lichtes Chassadim und die vertikalen Linien der Buchstaben stehen für die Ausbreitung des Lichtes Chochma.

Andere Sprachen entstanden aus der immer stärker werdenden egoistischen Trennung zwischen den Menschen zur Zeit des antiken Babylon, da sich dort große Schübe des Egoismus in der menschlichen Zivilisation offenbarten. Diese Sprachen sind nicht künstlich, da die Menschen sie aus ihrer eigenen Natur heraus erfanden. Allerdings entstanden sie weit entfernt von der Quelle, aufgrund des Zerbruchs, der sich in Babylon ereignete. Deshalb gaben die Kabbalisten auch keine Erklärungen zu den Buchstaben dieser „sekundären“ Sprachen, und beschrieben auch nicht, welche Verbindung die einzelnen Buchstaben zwischen dem Licht und dem Kli darstellen.

Sowohl im Hebräischen als auch im Aramäischen ist jeder Buchstabe ein Modell, ein Symbol und eine Aufzeichnung der Verbindung zwischen dem Licht und dem Kli. Es ist eine Verbindung der Eigenschaften von Bina und Malchut: neun Buchstaben von SAT (sieben untere Sefirot) von Bina, neun Buchstaben von Seir Anpin, vier Buchstaben von Malchut und die fünf letzten Buchstaben (MaNZePaCH = Mem, Nun, Zadi, Pe, Chaf), sowie die Form entsprechend ihrer Eigenschaften.

Deshalb sollte ein Mensch, der die Wissenschaft der Kabbala studiert, die Elemente der Buchstaben des hebräischen Alphabets kennen. In der Tat vermitteln ihre geometrischen Formen die spirituellen Eigenschaften von Malchut und in welchem Umfang sie von Bina entfernt ist.

Der Buchstabe selbst ist die Aufzeichnung eines spirituellen Zustandes. Ein Mensch sollte die Eigenschaften aller Buchstaben erlangen (das heißt, die Verbindungen zwischen den Eigenschaften des Empfangens – Malchut– und des Gebens – Bina) und diese in richtiger Weise „in sein Herz (sein Verlangen) schreiben“. Dann wird der Mensch den gesamten Text der Tora empfangen, so wie geschrieben steht „Schreibe dies in dein Herz!“

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Spiritualität ist Freude


Wenn ein Mensch sich nicht freut, dann befindet er sich nicht in einem spirituellen Zustand. Wenn man in der Spiritualität den nächsten Zustand erreichen möchte, muss man erst den gegenwärtigen vollenden. Das bedeutet, dass man in der Gegenwart Freude erlangen muss und sich damit einverstanden erklärt, als ob man dem einen Stempel aufdrückt. Dann wird man die nächste, höhere Stufe erreichen.

Wenn man in diesem gegenwärtigen Zustand kein Glück erreicht, dann wird man es nie, und man mag sogar noch weiter abrutschen. Auch wenn man bereits angefangen hat, den spirituellen Zustand zu spüren und sich seiner bewusst wird, aber keine Freude dabei empfindet, dann wird man an einen Ort zurückgeworfen, an dem man keine Spiritualität empfindet. Zeichen dafür, dass man diesen jetzigen Zustand vollendet hat, ist das Gefühl der Leere in den egoistischen Verlangen und das Gefühl, dass man sich über dem befinden will, in einem Zustand größeren Gebens. Und wenn man sich glücklich fühlt, dann ersehnt man wirklich das Geben – die nächste Stufe.

Dann ist man bereit, ein weiteres Verlangen zu erhalten. Es ist egal, was einem auf dem Weg der Korrektur geschieht – Auf- oder Abstiege. Man sollte immer glücklich sein, wie ein kleines Kind, das versucht, etwas zu tun und dem es egal ist, ob es ihm gelingt oder nicht. Das Wichtigste für es sind seine Anstrengungen. Diese lassen es wachsen.

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